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Der Führer verlieh ferner das Ritterkreuz an

Aguvttnann B o ck, Bataillonskornmanbeur in einem' dringend notwendigen Eisenbahnlinie zu setzen, per

Heimer Leidenschaft lebt, leben auch ihre Berge: ihre Leidenschaft sind die Vulkane. Sie steckt in allem, selbst der Elefant kann von einer unbe­schreiblichen, verderblichen Beweglichkeit sein.

Urrätsel der Schöpfung! In sich versunken lauern sie hinter den dichten Wäldern, hinter blauen ein­samen Seen. Manchmal steigt em dünner Rauch­ring aus dem Krater und hängt lange Zeit an den zackigen Rändern wie eine verderbliche Krone. Sie bedeuten für die Eingeborenen die bösen Geister, deren Namen sie tragen.

Immer wieder kommt man, durch Java oder > Sumatra fahrend, an Vulkanen vorüber. Aus dem ' Meere steigen sie, und wenn sie immer still und i untätig sind, eines Tages beginnen die kleinen Hu- j gel zu donnern und zu grollen.

Die Gröhe des Krakatao erschüttert nicht. Aber . seine Gefährlichkeit ist auf den Sundainseln be­kannt. Die kleinen Gesteinsmassen, die Hunderte von Metern in die Luft geworfen werden was be­deuten Zahlen in der Endlosigkeit des Ozeans! fallen meist in den Krater zurück und verlegen seine Oeffnungen. Eine Explosion ist die Folge, und das ist die Gefahr des unscheinbaren Vulkans.

Einsam und still, gefolgt von den niederen Fels- kegeln, die immer kleiner werden, lag er draußen in der See. Man sieht- kaum zu ihm zurück. Inter­essanter sind die Brandungen, denen wir jetzt näher­kommen, der Schaum der Wasser, der über die röt­lichen und goldgelben Felswände der Küsten schlagt. Ein unbeschreibliches Orchestrieren der stürmischen Gewässer umsäumt unsere Fahrt.

Immer noch sehen wir den Krakatao mit dem etwas zerrissenen Kegelspitz, und immer noch sahen mir die kleinen rötlichen Inselchen, die Gruppe der Verlassenheit", die sich aber regelmäßig einmal während eines jeden Iahichunderts mit Gewalt zur übrigen Welt bekennt. Dann strömen die eruptiven Golfe zu den Eilanden, über sie hinweg zu den Küsten Javas und Sumatras, legen die Palm­wälder nieder und tragen die Eingeborenendorfer fort. Und die See ist voll von kleinen hellfarbigen Bimssteinen. Ein Hellweih glühendes Licht hängt Tag und Nacht am Fimmel über der Sundastraße bis weit hinüber zu den großen Inseln.

Dann flüchten die Eingeborenen in das Innere des Landes, verlassen ihre Fischerdörfer an den

Der Führer verlieh ferner das Ritterkreuz an: Oberstleutnant Goetz, Kommandeur eines Jnfan- terieregiments: Oberstleutnant von Borries, Führer eines Infanterieregiments: Hauptmann Hoehne, Bataillonskommandeur in einem Jä­gerregiment. Oberstleutnant Goetz verteidigte seit November 1941 eine das Gelände weithin be­herrschende festungsartig ausgebaute Stadt im Do- nezbecken gegen jeden Ansturm der Bolschewisten. Er steht in denselben Stellungen wie vor Beginn der Angriffe und führte seine Infanterie zu Gegen­stößen, die die Absicht des Feindes, sich in den Be­sitz der Stadt und somit einer für die Versorgung 1 .....___,1, lob.* ner-

dem Hafen zu.

In den Sawahs, den Eingeborenendorfern, kann man stundenlang den Frauen zusehen, wie sie einen Sarong batiken. Sie machen es in einer Art, die wohl nirgends kunstvoller und unbeschreiblicher zu­stande gebracht wird, als zwischen diesen einfachen, von einem heftigen Windstoß zerreihbaren Hütten. Rot auf Blau in kunstvoll und zierlich geschwunge­nen Linien sind diese Muster gezeichnet, eine Arbeit

matlich in seinem Ungestüm, eindringlich und kräf­tig: und wir alle verstehen feine große laute Sprache, er übertönt alles, und er sagt nichts ande­res als immer nur das eine, aber ewige Wort: Weiter!

von Monaten und Jahren.

Eine halbe Stunde weiter haben wir die Gefahr der Vulkane vergessen. Ausgetauscht mit einem Tropengartcn, einem der gepflegtesten und schön- sten botanischen Gärten der Erde: der Garten von Buitenzorg.

Eine dunkle, dämmerige Allee von Kananen- bäumen, dann eine Allee von Palmen, dazwischen Schlinggewächse, mit wundervollen Orchideen. Zwi­schen breitästigen Feigenbäumen Cycadeen; auf den Teichen, Mischen den hochstrahligen dünnen Wassern der, Springbrunnen Lotosblüten un-d unübersehbar bk Victoria regia!

Es ist schwer zu sagen, wo es schöner ist: aus diesen gepflegten Wegen, im lauen Schatten der brasilianischen Kaiserpalmen und ägyptischen Pa- pyrusse oder eine Wegstunde weiter, in dem Tal mit dem Tij Apoes, dem brausenden Bergstrom, der sich wie ein Wildbach im bayerischen Hochlande durch eine Klamm kämpft und höher, über einem der Dergsattel an einem verschwiegenen Bergsee, umsäumt von dem wilden Geflecht eines dunklen Urwaldes. Gegenübr ein Feuerberg, der sich im lichtroten Mantel wie ein verzauberter wil­der König im unbeschreiblich blauen Spiegel des Bergsees abzeichnet.

Sicher, hier ist Natur: ihre Sprache folgt nur den Gesetzen der Elemente.

Am lautesten rauscht der Bergstrom herauf, hei-

Küsten und suchen Schutz zwischen anderen Bergen, in Tälern, die zwischen Vulkanen liegen!

Wir hatten die Hafendämme von Tandjoek Priek erreicht, und bald führte uns der holländische Zug durch die tropischen Landschaften nach Buitenzorg. Es gibt wohl keine Stadt, die so wenig Stadt ist wie Buitenzorg. Gedeh und Salak, die beiden Berge dieserStadt", sieht man blau, dämmerig und verlockend in ihrer Kühle bis nach Batavia. Auf den Strömen gleiten die Bambusslöße nach

Zeitschriften.

Das Maiheft derneuen Linie" (Verlag Otto Beyer, Leipzig-Berlin) bringt u. a. den Photo­bericht von der Feindfahrt eines U-Bootes, dessen Kapitän sich hier sein Eichenlaub holt: einen illu­strierten Auszug aus dem berühmten finnischen Volksepos, das den finnischen Freiheitskampf von 1808 verherrlicht: eine bezaubernde farbige Ver­öffentlichung von Gedichten, die ein Soldat an der Eismeerküste an seine Kinder schrieb. Daneben bringt das Heft u. a. einen vorzüglichen Landschafts- aufsatz über Natur und Schicksal Finnlands, den traditionellen Theaterbericht, die dritte Preiserzäh- lung,, eine schöne farbige Reproduktion eines Ge­mäldes und, als rechtes Frühlingsthema, einen Steingarten und seine Pflanzen.

lieber eine Düsseworfer AusstellungWallonische Kunst der Gegenwart" berichtet das Mai-Heft der MonatsschriftDie Kun st" (Verlag F. Bruck- mann, München). Ulrich Christoffel weist mit ver­schiedenen Beispielen auf die Aufgaben der Brun- nenplastik hin, die in München von jüngeren Bild­hauern aufgegriffen worden sind. Dr.-Ing. Albert Gut widmet ein Gedenkblatt dem verstorbenen Reichsminister Dr. Todt. Fritz Hellwag betrachtet dieSpanische Kunst der Gegenwart" in Berlin. Der zweite Teil des Heftes beschäftigt sich mit Wohn­bauten des Wiesbadener Architekten Rudolf Dörr und mit einem Landhaus der Architekten K. Wach und H. Roßkotten, Düsseldorf, das strenge Linien- sührung und sparsame Verwendung kunsthandwerk- lichen Schmuckes aufweist, lieber den Um- und Neu­bau eines Gästehauses der Stadt Nürnberg findet man einen Bildbericht. Nachdenkliches fügt der Gar­tengestalter Hermann Koenig, Homburg, mit seinem Loblied des Gartens". Ausschnitte aus reizvoll ge­stalteten Hausgärten umrahmen den Beitrag. Hoch­wertige Erzeugnisse der Werkstatt für Westfalen- stoffe, Münster i. W., und Arbeiten der Kunstschlos- serei Karl Schöfmann, Wien, bilden den Beschluß des vielfeitigen Heftes.

Churchill über zwei Lahre seiner Ministerpräsidenischast

Oer Politiker der Katastrophe.

Von unserer Berliner Schriftleitung.

Träger des Ritterkreuzes.

Berlin, 10.Mai. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an ---Haupt­sturmführer Max See la, der als Kompaniechef in einem Pionierbataillon einer ^Division eine stark be etzte Ortschaft südostwärts des Ilmensees an einer wichtigen Nachschubstraße angegriffen und nach schwerem Kampf besetzt hat. Als die Bolschewv sten die tapfere Besatzung mit zahlenmäßig vielfach überlegenen Kräften und mit Unterstützung schwerer Panzer und Flieger angriffen, gelang es ihm, das Vordringen des Gegners wochenlang auszuhalten und die Nachschubstraße freizuhalten.

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Der Führer verlieh auf Vorschlag des Ober­befehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberstleutnant Knust, der ak Kommodore eines Kampfgeschwaders m fast 100 Feind flögen am Steuer seines Flugzeuges seinen Besatzungen ein leuchtendes Beispiel an vor­bildlicher Tapferkeit gegeben und durch die wohl­durchdachte Führung seines Verbandes an dm Er­folgen der deutschen Waffen im Mittelmeerraum gegen die britische Flotte wie auf dem nordafrikam- schen Kriegsschauplatz hervorragend beteiligt war.

Krau Mee Ling Tfchan.

Eine Frau, die auf der anderm Seite der ErLE eine große Rolle spielt, ist die Frau des Generalis- simus Tschiangkaischek, der in Tschung king residiert und der seit dem Sommer 1937 den Widerstand gegen Japan wetterspinnt. Frau Mee Lina die Engländer schreiben bei gleicher Aus­sprache May-Ling entstammt einer reichen chine­sischen Bankiers- und KaufmannSsamilie. Ihr Bru­der war lange Zeit Finanzminister der Tschung- king-Regierung. Ihre zwei Schwestern sind Mit an­deren Größen des chinesischen Wirtschaftslebens ver­heiratet. Sie hat ihre Erziehung in den Vereinigten Staaten erhalten. Im Jahre 1927 heiratete sie den damals 41jährigen Tschiangkaischek in zweiter Ehe. Tschiangkaischek machte in dieser Zeit eine scharfe Wendung gegen die Sowjeteinflusse.

Die Familie besser gesagt die Sippe war das Fundament, auf das sich das alte China auf- baute. Die familiären Bindungen sind gar nicht zu über chätzen. Sie sind heute durch die Jndwidualisie- rung auch des chinesischen Lebens etwas verdunkelt, aber sie wirken mächtig im Hintergrund nach. Dos gilt besonders von dm Finanzdynastien, die wett über den Bereich des engeren China hinaus nach Südostasien, nach Malaya, nach Holländisch-Indien, nach Indien, nach Australien, ja selbst nach den Ver­einigten Staaten griffen. r

Es ist ein Symbol, daß Frau Mee Ling lange Zeit in dem englischen Hongkong residierte. Als Deutschland noch seitab stehen mußte und nur die internen Rivalitäten zwischen demfreien" Kapita­lismus in dell Pfund-Dollar-Ländern und dem Staats- oder jüdischen Sippen-Kapitalismus der Sowjetunion spielten, führten Tschiangkaischek und seine Frau, die geistig vom chinesischen Nationalis­mus kamen, auch mit Sun-Pat-Sen befreundet und verwandt waren, China in das Kielwasser der .westlichen Demokratien", ohne bei dem eigenartigen Schwebezustand dieser Kreise und Menschen die Be­ziehungen zu Moskau ganz abzubrechen. Unvermutet und fremd waren dem Denken Tschiangkaiqcheks, dem Fühlen seiner Frau der konzentrierte und zu­gleich kapitallose Aufstieg Japans und Deutschlands. So entwickelte sich die Frontstellung, die Dschung-

gen die der Reihe nach zur Einigung erwachten und reifgewordenen Nationen Europas ein Kampf gegen die dahinter hmte erstehende Einigung Ero- pes selber war. .

Denn mochte auch Frankreichs Politik jahr­hundertelang den Kontinent vom Lande her zu be­herrschen suchen und das eigene Ideal in einer völ­ligen nationalen Abgeschlossenheit erblicken, so zeigte sich doch in den Auswirkungen der französischen Revolution und Napoleons, daß der verborgene Sinn der Geschichte ein anderer war. Am Besipiel , der französischen Nation und im Widerstand gegen ihren vorzeitigen mechanischen Machtanspruch über Europa entzündete sich das Nationalbewußtsein der großen Reiche Deutschland und Italien wieder, die so endlich ihre Verfallszeit überwanden. Als ungeheure letzte Gefahr blieb nun allerdings die, daß die Machtentfaltung dieser drei geschlossenen großen Nationen auf dem engen kontinentalen Raum, zusammen, mit den überkommenen Verwer­fungen anderer Völker, Europa zur Selbstzerflei­schung und damit zum weltpolitischen Selbstmord treiben würde. England hat durch die Entente mit Frankreich und dem Zarenreich von 1914 genau so planmäßig und widersinnig dieser tödlichen Gefahr Vorschub geleistet, wie im zweiten Weltkrieg durch die mit einer englandhörigen Pariser Regierung zusammen überreichte Kriegserklärung an das Reich und durch das Bündnis mit dem Bolschewismus.

Westeuropas Zukunft, die bisher sehr viel weniger eindeutig erschien als die Wiedergeburt der Mittel­mächte und die Befreiung Osteuropas vom Alp­druck des neuen Mongolensturms, wird maßgebend bestimmt durch Englands selbstmörderischen Ver­rat am Kontinent. Das dem so ist, geht mit mit zwingender Deutlichkeit auf dem Weg Frank­reichs seit dem Waffenstillstand hervor. Als Fest­landsdegen Englands im zweiten Weltkrieg rasch zerbrochen, lag das größte kontinentale Land West­europas wie tot am Rand der Zeit. Die vom Staats­chef Marschall Petain erklärte nationale Revo­lution schien ersticken zu müssen in der Passivität des französischen Zusammenbruchs, zumal für alle Ausweglosigkeiten das bequeme Stichwort des Attentismus, des A b w a r t e n s auf ein englisches oder amerikanisches Wunder erfunden wurde. Der Sommer 1941 mit dem riesigen Freiheitskampf gegen den militärischen Bolschewismus, in den sich auch französische Freiwillige in deutscher Uniform einreihten, und der Winter 1941/42 mit dem Eintritt des Kriegszustandes für Japan und Amerika und der glorreichen Selbstbehauptung Europas an der Ostfront versetzten dem Gespenst des Attentismus den Todesstoß. In dieser Stunde berief Petain den seinerzeit in dunklen Intrigen gestürzten Staats­mann Laval zum Regierungschef, wohl wissend, daß dessen soziales Bekenntnis die Arbeits- f r o n t und sein nationales Bekenntnis die konti­nentale Gemeinschaft war.

Das Echo dieser rein innerfranzösischen Ereig­nisse war, abgesehen von der britischen Wut, beson­ders aufschlußreich im benachbarten Spanien und in den Vereinigten Staaten von Amerika. Außenminister Serrano Sun er schrieb selbst einen Artikel, der Frankreichs Einschwenken in das von der Achse geführte neue Europa als die einzig mög­liche Entscheidung gegen die innere und äußere bolschewistische Gefahr bedingungslos billigte. Ame­rika, das zuvor eine Regierungsübernahme Lavals als gleichbedeutend mit dem Abbruch der diploma­tischen Beziehungen amtlich hingestellt hatte, wurde nach dem Ereignis und insbesondere nach Lavals antibolschewistischer Antrittsrede recht schweigsam. Es schien im Weißen Hause offenbar nicht geraten, die Verwirklichung der europäischen Solidarität, die man gerade im französischen Fall bis zuletzt geleug­net hatte, nun auch noch durch überstürzte Reak-

Eine Reise durch Java.

Von Franz Friedrich Oberhäuser.

Der Segler hatte, von Bantam heraufkommend, > in einer ruhigen und stillen Fahrt unter einem scharfen, blauen, indischen Himmel die Westküste von Java erreicht. Die Segel waren halb gerefft; die gefährlichen Korallenriffe, die knapp unter dem Wasser lauerten, verlangten eine genaue Kenntnis des Meeres. Barfüßig stand der javanische Lotse ein kleiner, zäher, dunkelbrauner Mann mit einem kraushaarigen Kopf und schnellen, scharfen Augen am Steuerrad. Man liebt es, durch die Sundastraße zu segeln, um den Brandungen an den hellen Fels­wänden zuzuschauen, dem Schauspiel der Wasser an den. kleinen unbewohnten Inseln.

Ein Maler hatte sich während der gemächlichen Fahrt die Strandbilder skizziert: flache Sandufer mit wenigen hohen Palmen und einem schmalen, auf das Land gezogenen Boot, mit dem mancher her Eingeborenen für guten Lohn stundenweit in die See hinausrudert, einem der Feuerberge, um dort die begehrten Vogelnester zu holen.

Nach Palos Panaiten, eine der zahlreichen klei­nen Inselchen mit einem erloschenen Vulkan, sahen wir die Fijck)er in ihren dunkelhäutigen Booten heimkehren. Abgeschlossen von aller Welt leben sie m einem kleinen Dorf auf der einsamen Insel, kaum mehr Land als einige Stunden Weges ist ihre Welt.

Plötzlich hörten wir ein fernes, klares, dünnes Rollen. Dann sehen wir draußen in der Ferne Berge aus dem Wasser steigen, wie halbgeöffnete Schirme, mit Rinnen und Falten. Das waren die Vulkanberge, die unter dem Meere mit dem Fest­lande in Verbindung stehen.

Poele Krakatao!" sagt der Javansfe und zeigt mit einem scharfen Blick in die Ferne.

In einer schwachen roten Farbe schimmert der fast nie tätige Vulkan aus der Weite herüber: Poele Krakatao, wie ihn die Inselbewohner nennen, eine Kette von kleineren Felskegeln mit sich Ziehend. Man rechnet ihn zu den Vulkanen Javas: er ist der erste von den sechsundsechzig anderen des Insel­landes. Jede leise Erschütterung klingt unter dem Wasser weiter. Wie alles in den Tropen in ge-

tionen zu beschleunigen.

An der Ostfront ist das neue Europa geboren worden, an der Atlantikfront tritt es heute ebenfalls schon in Erscheinung. Rheinlinie und Mittelmeer waren die Lieblingsfelder der britischeen Gleichge- wichtspolitit zwecks Ausspielung der kontinentalen Nationen gegeneinander. Beide Spannungsfelder werden heute im Ausgleich der europäischen Zu­sammenarbeit hinfällig im Vergleich zu den gewaltig aufgerissenen Außenformen des Kontinents. Die Freiheit zu Lande im Schutz der verbündeten Heere und Freiwilligenverbände ist die europäische Losung im Osten, die Freiheit der See im atlantischen Westen. Denn nicht im Mittelmeer hört Europa auf, sondern die Brücken nach Afrika gehören durchaus in seinen unverlierbaren Bereich. Deshalb steht heute plötzlich vor den überraschten Augen der Ame­rikaner auch das atlantische Westeuropa im Zeichen des kontinentalen Zusammenschlusses.

eitelten. Oberstleutnant v. Borries durchbrach üblich des Ilmensees in mehrtägigem zähem Ringen trotz Witterungsunbilden und schwierigster Gelände­verhältnisse weite Waldgebiete, schlug den an Zahl überlegenen Feind zurück und schuf mit der Ein­nahme einer wichtigen Ortschaft die Grundlage für das Gelingen des Gesamtangriffes. Hauptmann -Hoehne zeichnete sich als Kommandant eines Stützpunktes aus, gegen den sich der Hauptstoß des Feindes richtete, der mit starker Panzerunter, tützung die Stellungen des Regiments angriff. Als schwere Sowjetpanzer vorübergehend in die Ort­schaft eindrangen, wehrte Hauptmann Hoehne in erbittertem Ringen die Massen der Nachfolgen- den Bolschewisten ab.

Oberleutnant Crusius, der als Kompaniechef in einem Infanterie-Regiment mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet worden war, ist seiner Verwundung erlegen. Mitte Januar ver­teidigte er eine stützpunktartig ausgebaute Ortschaft gegen die Massenangriffe zweier bolschewistischer Regimenter. Starkes feindliches Feuer kündigte einen neuerlichen Angriff der Bolschewisten an. 3m= mer wieder wurde der Feind abgeschlagen. Er stieß gleichzeitig aus mehreren Richtungen gegen die deut­schen Stellungen vor. Dicht gedrängt und in immer neuen Wellen stürmten die Bolschewisten aus den Wäldern hervor, wobei sie durch das starke Ab­wehrfeuer der deutschen Infanterie ungeheure Verluste erlitten. Trotzdem gelang es dem Gegner infolge seiner zahlenmäßigen Ueberlegenheit, immer näher an den deutschen Stützpunkt heranzukommen und schließlich einige Scheunen am Ortsausgang in Besitz zu nehmen. Gleichzeitig glückte es einer an­deren Gruppe, am entgegengesetzten Ortsrand ein­zudringen. Oberleutnant Crusius setzte seine letzte Reserve zur ^urütferoiberung der Scheunen an, während er selbst ein Pakgeschütz, dessen Bedienung ausgefallen war, feuerbereit machte und die andere feindliche Gruppe zusammenschoß. Gefolgt von weni- gen Infanteristen, stürmte er nach erbittertem Hand­gemenge die letzten Häuser der Dorfstraße und warf die eingedrungenen Bolschewisten zurück. Bei einem späteren Einsatz erlitt er mit der Führung eines Bataillons beauftragt die schwere Verwundung, der er erlag.

nen soll, die eigenen Fehler zu verschleiern. Eine einzige Kette von Fehlern militärischer und politischer Art kennzeichnete diese zwei Jahre Ministerprasident- chaft Churchills. Eine Katastrophenliste von Dün­kirchen bis Burma ist das Ergebnis dieser Regie­rungstätigkeit. , , 6 , r-,

Wie Churchill davon sprechen kann, daß sich das Gleichgewicht zu Gunsten derjenigen verschoben habe, die auf Seiten der Freiheit kämpften, womit er selbstverständlich Juden, Plutokraten und Bolsche­wisten meint, ist grotesk. Denn nach eigenem Ein­geständnis der jüdischen Kriegstreiber wurde der Krieg von England gewollt, um Deutschland zu vernichten und damit Juda und seinen plutokratisch- bolschewistischen Helfershelfern den Weg frei zu machen für die unbeschränkte Weltherrschaft auf Kosten der letzten selbständigen Staaten und Natio­nen Tatsache ist weiter, daß nach einer Absprache zwischen Churchill und Roosevelt Europa dem Bol­schewismus bedingungslos ausgetiefert werden soll, falls es gelingt, die Achsenmächte zu vernichten. Die Völker sind von diesen plutokratisch-bolschewifti- schen Kriegstreibern in den Krieg hineingestoßen worden. Von Polen angefangen über Norwegen, Belgien, Holland, Frankreich, Jugoslawien, Grie­chenland, Syrien, Irak, Iran bis hinüber zu den Ländern in Ostasien: Haben etwa Churchill, Roose­velt oder Stalin die Völker gefragt, ob sie den Krieg wollten? Ist Indien frei in seinem Entschluß ge­wesen, sind die Südafrikaner Freunde des Churchill- Krieges, oder sind die Südamerikaner begerstert von Roosevelts KriegsausweitungsMnen? Das Morgenrot der Freiheit ist für die Völker erst auf- gegangen, als die Mächte des Dreierpaktes sich der Völker angenommen und mit der Neuordnung der Lebensräume begonnen haben. Die Zahl der Natio- nen, die sich in dieser Freiheitsfront einreihten, ist von Jahr zu Jahr größer gewokden.Das Gleich­gewicht hat sich nach den Worten Churchills zugunsten derjenigen verschoben, die für die Freiheit kämpfen." r

In seiner Wut über alle Niederlagen setzte Chur­chill am Schlüsse seiner Rede bann seinen Lugen die Krone auf, indem er sagte, daß von den deut­schen Truppen an der Ostfront Giftgas zur Anwen­dung gebracht wurde. Es bedarf keiner Frage, daß diese Behauptung jeder Grundlage entbehrt, wie auch das Oberkommando der Wehrmacht diese ge­meine Unterstellung als unwahr bezeichnete, die ja nichts anderes bezwecken sollte, als die britische Oesfentlichkeit aufzuputschen und die eigenen schwe­ren Niederlagen in den Hintergrund treten zu lassen. Churchills niederträchtige Unterstellungen sind für uns ein Beweis für die katastrophale Lage Eng- lands und darum nichts weniger als entmutigen!).

Churchill hielt aus Anlaß feiner zweijährigen Ministerpräsidentschaft eine Rundfunkansprache. Als der verstorbene englische Premierminister Neville. Chamberlain einst in offener Unterhaussitzung emen späteren Nachfolger Churchill als toll (englisch: mack) bezeichnete, ahnte er nicht, daß dieser einst England in den Abgrund führen werde. Er wollte dabei wohl auf die notorische Unzuverlässig­keit dieses Intriganten und Kriegshetzers an spielen. Man weiß aus einem in den USA. verbreiteten Vach seiner Privatsekretärin, wie Churchill seine Reden vor dem Spiegel einstudiert. Seine neueste Leistung aber übertrumpft sich selbst.

Als Churchill vom heiklen Thema derzweiten Front" sprach, die die britische Oeffentlichkett for­dert, weil nach ihrer Ansicht England nicht genügend für Roosevelt und Stalin tue, betonte er, die For­derung sei ein gutes Zeichen für die Stimmung und setzte hinzu:Wir dürfen dieses Volk nicht be­trügen, -weder in zu kleinem Wagemut noch in Weisheit." Daß er sein Volk betrügt, wie es noch niemals in der Weltgeschichte sonst sich ereignet hat, ist eine Tatsache. Churchill hat ja sonst seinem Volke an Erfolgen nichts zu bieten. Sein Wirken wird ge­kennzeichnet durch den Verlust Europas für Eng­land, den Zusammenbruch seiner ostasiatischen Stel­lung und eine Lage, wie sie furchtbarer nicht aus­zudenken ist. Churchill aber lobt seineErfolge" in Syrien, Iran, im Irak, in Madagaskar, dessen Besetzung schon vor drei Monaten geplant war, als die Besetzung Singapurs und Niederländisch-In- diens sowie die japanische Bedrohung Indiens und Australiens noch gar nicht akut waren. Mit diesem Geständnis gab Churchill selbst die These preis, Ja­pan hätte die französische Insel bedroht und die biederen Churchilleute hätten deshalb vorsorglich ihre Truppen dort landen lassen. Die Engländer Horen diese Tiraden gerne und nehmen dieseEr­folge" hin als Pflaster für die schmerzenden Wun­den, die ihnen ständig von ihren Gegnern geschlagen werden.

Wo aber bleibt eine präzise Aussage über bie große Seeschlacht im Korallenmeer? Churchill sagt ein paar Phrasen, baß die Japaner ntebergemorfen würden, wenn Hitler in Europa Rückschläge erlei­den würde. Das ist alles! und dieser Wunschtraum soll durch Stalin erfüllt werden. Churchill wartet mit Zittern und Zagen, baß im Osten wiederdie Hölle losbrechen wird", daß wir also das Gesetz des Handelns in der Hand haben, ist eine unverrückbare Tatsache auch für Churchill. Wenn er davon spricht, daß die Diktatoren manchmal Fehler machten, so müssen wir ihm zwar zugestehen, daß er im Fehler­machen ein Fachmann ist, daß aber fein Urteil über angebliche Fehler der Diktatoren lediglich dazu die-

Jnfanterieregiment, und Leutnant B o r n h o f, Kompanieführer in einem Jägerregiment. Haupt­mann Bock verteidigte eine bas Gelände weithin beherrschende wichtige Höhe gegen den vielfach über­legenen Feind bis zum Eintreffen weiterer Verstär­kungen. Leutnant B o r n h o f hatte südostwärts des Ilmensees den Auftrag, eine vom. Feind befetjte Ortschaft in Besitz zu nehmen. Er stieß ohne Flan­kenschutz und ohne Verstärkung abzuwarten, unter schweren Kämpfen bis zum Ortsrand durch, um einem plötzlichen Angriff gegen die offene Flanke des Ba­taillons entgegenzutreten. Der Angriff der Bolsche­wisten wurde zerschlagen und bie hart umkämpfte Ortschaft in Besitz genommen.