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Zur Wiederzulassung des Päckchenverkehrs teilt das Oberkommando der Wehrmacht mit:

Der Versand privater Feldpostpäckchen von 100 bis 1000 Gramm an Einheiten und deren Angehörige, oweit sie eine Feldpostnummer führen, wird in der Richtung Heimat Front ab sofort in be­schränktem 'Umfange wieder zugelassen. Das gleiche gilt für Gefolgschastsmitglieder derjenigen Stellen, die am gebührenpflichtigen Verkehrdurch deutsche Feldpost" teilnehmen. Die Feldpostpäckchen sind mit einer Zulassungsmarke, die wie gewöhn­liche Postwertzeichen aufgeklebt wird, zu versehen. Die Zulassungsmarken werden bei der Truppe ausgegeben und den Absendern in der Heimat zu-geschickt. Sie sind nicht an den Schaltern der Deutschen Reichspost erhältlich. Soweit die Sendun­gen gebührenpflichtig sind, sind neben der Zulas­sungsmarke Freimarken aufzukleben. Päckchen über 100 Gramm ohne Zulassungsmarke werden nicht befördert. 4AA _

* Bei privaten Feldpostsendungen bis zu 100 Gramm werden zur Ausschaltung von Mißbräuchen nicht

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Daß Sie ihn schonend behandeln, ist selbstverständlich. Besonders so wichtigeTelle wie die elektrische An­lage, die Zündung, Einspritzpumpe und die Druckluftbremsen bedürfen sachgemäßer Behandlung,aberauch gelegentlicherfachmännischerNach- prüfung. Warfen Sie nicht so lange, bis eine Instandsetzung Sdiwierlg- keiten bereitet oder gar unmög­lich ist. Kommen Sie rechtzeitig zum Bosch-DienstI Er ist auch für Sie dal

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stab Ost für die Ostgebiete angekauft. Ferner er­folgte noch ein freihändiger Verkauf von weiteren 60, Dullen für die Ostgebiete.

Die Absatzoeranstaltung der Rinder ging ebenfalls flott vonstatten, es verblieb hier nur ein geringer Heberst and. Durch Ankaufskommissionen aus dem Egerland und den benachbarten Landesbauernschaf­ten war das Interesse an dieser Veranstaltung be­sonders groß. , ...

Der größte Teil der in Wertklasse III gekörten und zum Verkauf gestellten Datertiere wurde zu den festgesetzten Stopp-Preisen abgegeben.

Zum Verkauf standen 68 Bullen und 18 Rinder des roten Höhenviehes.

Die nächste Absatzveranstaltung findet am 11. Sep­tember in Gießen statt.

Gießener Dochenmarktprelse.

* G i e ß e 'n , 11. Juli. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter Vi kg 180, Matte 30, Käse, Stück 8 bis 10, Kartoffeln, alte, 5 kg 47, neue, y3 kg 12^, Wirsing, grün, 15, Weißkraut 15, Gelbe Rüben, Bd. 15 bis 20, Rote Rüben, Bd. 15, Rö­mischkohl 13, Bohnen,grün, 52 bis 60, Zwiebeln, Bd. 25 bis 50. Rhabarber 10, Himbeeren 67, Kir­schen 42 bis 45, Salatgurken, Stück 30 bis 50, Blu­menkohl 20 bis 50, Salat 5 bis 10. Ober-Kohlrabi 8, Rettich 10 Rpf.

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* * Meisterprüfung. Gegenwärtig findet die diesjährige Meisterprüfung im Baugewerbe (Mau-

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rer- und Zimmerhandwerk) für den Bezirk Hessen unter Leitung des Oberbourats Kuhl- mann vom Hess. Hochbauamt Gießen statt- De Prüfung wird im Hause der Kreishandwerkerschaft Gießen abgehalten. An der Prüfung nehmen u. a. auch Soldaten teil, die zur Ablegung der Prüfung einen Sonderurlaub erhalten haben. Hierdurch wird, ähnlich wie in anderen Berufen, auch das Handwerk während des Krieges gefördert und junger Rach, wuchs gesichert. Es ist vorgesehen, im Herbst eine nochmalige Prüfung abzuhalt^n, .wenn sich eine genügende Zahl Teilnehmer findet.

Landkreis Gietzen.

Collar, 11. Juli. Aus dem am 21. und 28. Juni ausgetragenen Wettkampsschießen der Kriegerkameradschaft Lollar im Bundesschießen des RS.-Reichskriegerbundes gingen als beste Tagesschützen hervor: Wilhelm Sehrt, Heinrich Viehl, Willi Borschel, Adolf Göttlich, Karl Kaletsch I.

* Collar, 10. Juli. Die Freiwillige Feuerwehr Lollar führte eine interessante Hebung durch. Brandobjekt war die Buderus-Sied- lung, wohl der schwierigste Ortsteil in bezug auf . Wasserzuführung bei Ausfall der Wasserleitung. Es sollte versucht werden, mit der fahrbaren Motor- spritze von der alten Lahn bis an die ersten Häu­ser Wasser heranzuführen, wobei ein Höhenunter­schied von rund 20 Meter mit 60 Grad Steigung überwunden werden mußte. Die Gesamtlänge bis zur nächsten Motorspritze betrug 275 Meter. Durch eingebaute Druckmesser konnte am Ende der Lei­tung noch ein Druck von 4 atü festgestellt werden, bei einer Spritzenleistung von 9 atü. In einem be­reitgestellten Bottich wurde das Wasser aufgefangen und von der zweiten Spritze bis zu dem angenom­menen Brandherd befördert. Da diese Auffang­vorrichtung mit dem Bottich nur ein Notbehelf ist, will die Führung der Freiw. Feuerwehr an das Werk mit der Bitte herantreten, ein kleines Wasserbassin anzulegen. Hierdurch werden die An- saugschwierigkeiten, die vielleicht auftreten könnten, behoben. DaßHie Hebung unter den gegenwärtigen Verhältnissen einen ausgezeichneten Erfolg hatte, zeugt für die Ausbildung der Wehr und der Füh- rung. Ä .

* Allendorf (Lumda), 10. Juli. Die Kreis- dienststelle Wetterau der NSG.Kraft durch Freude" bringt am Sonntag, 12. Juli, in un­serer Stadthalle ein großes Konzert zugunsten des Kriegshilfswerk des Deutschen Roten Kreuzes. Rach den eingegangenen Spenden zu urteilen, er­freut sich das Konzert der lebhaften Teilnahme in allen Kreisen der Bevölkerung, die sich gerne ein- schaltet-sür den guten Zweck und dabei gleichzeitig die Freude erlebt, Märsche, Konzertstücke und Lie- der nach eigenem Wunsch zu hören. Das Konzert wird veranstaltet von dem RAD.-Gaumusikzug XXV Wiesbaden und bedeutenden Kräften des Frankfur- ter Opernhauses, die als Solisten mitwirken.

Reue Bestimmungen für Feldpostpäckchen Keine Ketten- und Reihensendungen mehr.

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mehr zugelassen: Kettensendungen das sind mehrere von einem Absender an denselben Emp­fänger gerichtete aneinanderhängende Sendungen, Reihensendungen, das sind mehr als drei von einem Absender für denselben Empfänger am gleichen Tag und Ort aufgelieferte Sendungen Der­artige Sendungen gehen an den Absender zurück.

Von den Absendern in der Heimat wird erwartet, daß sie im Interesse der gesamten Front em ver­nünftiges Maß im Feldpostpackchenoerkehr bis 100 Gramm halten, damit weitere Beschränkungen ver­mieden werden. Auf deutliche und richtige Anschrift wird erneut hingewiesen. -.

Zugleich wird folgendes bekanntgegeben: Feldpost- Päckchen deren Rücksendung der Absender bei Un- zustellbarkeit wünscht, müssen unter dem Wort Feldpost" den Vermerk tragen:Bei Unzustellbar- keit zurück an Absender!" Ohne diesen Vermerk wird bei Feldpostpäckchen, die ins Operationsgebiet gehen, der verderbliche Inhalt bei der Einheit verteilt um Verluste an wertvollem Volksgut zu vermeiden. Der sonstige Inhalt wird zurückgesandt..

Bekanntmachung.

Der auf den 15. 811H d. N festgesetzte Ferkel- und Krämermartt fällt wegen Maul- und Klauen­seuche aus. [2168D

Lich, den 7. Juli 1942.

Der Bürgermeister: Geil.

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3. Aufgaben der geographischen Wissenschaft.

Die Geographie untersucht die ursächlichen Be­ziehungen zwischen Mensch und Erde, zwischen Volk und Raum. Die Systembildung einer Wissenschaft läßt sich nicht auf Beziehungen aufbauen, sondern nur auf den Gegenstand, auf den bezogen wird. So ist der Gegenstand der Geographie einerseits die Erde mit all ihren natürlichen Gegebenheiten und andererseits der Mensch. Die Wissenschaft teilt sich des­halb in eine physische Geographie und eine Geographie desMenschen. Ihr Gesicht ist so­mit zweiseitig, einmal naturwissenschaftlich und ande- rerseits auch geisteswissenschaftlich. Die Zweiseitigkeit ist aber nicht dem Janus zu vergleichen, dessen dop­peltes Blickfeld gerade entgegengesetzt ist, sondern physische Geographie und Anthropogeographie, wie man die Geographie des Menschen kurz nennt, sind in ihrer Blickrichtung aufeinander gerichtet. Aus der Synthese beider entsteht erst die L ä n d e r k u n d e, die nun einen bestimmten Erdraum oder ein Land unter dem beiderseitigen Blickwinkel betrachtet und die Bedingungen von Land und Volk in ihrer gegen­seitigen Beziehung und Abhängigkeit zur Darstellung bringt.

Die Aufgabe der geographischen Wissenschaft gip­felt irt der Länderkunde, und zur Durchführung ihrer länderkundlichen Arbeiten benötigt sie manches Ma­terial, das sie von anderen Wissenschaften über­nimmt; aber häufig muß sie sich dieses Material auch erst selbst verschaffen dder für ihre Frage­stellung zubereiten oder auch in d e n Zweigen der Wissenschaft, die ihr als Hilfswissenschaft dienen, mit eigener Fragestellung Weiterarbeiten, um ihren eigenen länderkundlichen Zwecken dienen zu können. Aber erst in der Verknüpfung, in der Zusammenschau aller Tatsachen und ursächlichen Beziehung zu einem Cänberraum liegt die aufbauende Arbeit, das eigent­lich Geographische, das zur Länderkunde nötig ist. Je besser nun das Material und die Kenntnis über einen Länderraum ist, um so klarer und tiefer kön- nen die Beziehungen zwischen Volk und Raum ge­knüpft werden, um so besser wird eine länderkund­liche Darstellung werden und um so tiefer sieht man durch sie in die Beziehungen und Abhängigkeiten hinein. Es muß bei einer solchen Darstellung abso­lut klar werden, inwieweit die Landschaft den Men­schen beeinflußt hat, was sie ihm geboten hat, und umgekehrt, inwieweit der Mensch diese Gaben der Natur benützt hat und wieweit er der Landschaft feinen Willen aufzwingen konnte.

Die deutsche geographische Wissenschaft hat durch den Nationalsozialismus Anregungen erhalten, wie die Geographie in keinem anderen Lande. Einer­seits sind in unserem engen deutschen Raum für jede Betätigung Planungen nötig, um die sich hart im Raume stoßenden Sachen alle unterzubringen. An­dererseits ist in der Bewegung Blut und Boden, bei-

fDHr^eKmitteln soll man immer sparsam heute erst recht. Also nicht mehr nehmen und nicht öfter, als es die Borschrist verlangt!

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den, dem Menschen und dem Boden, eine kritische Aufmerksamkeit geschenkt, und beide Faktoren sind in einer Weise statistisch erfaßt, wie dies in keinem, anderen Lande der Fall ist. Hier tonnte auch die Geographie einsetzen, und sie hat mit Hilfe dieses Materials ihre länderkundliche Fragestellung neu beleben und vertiefen können, indem sie gleichzeitig in Fragen der Raumforschung und Raumordnung positiv mitarbeitete. Hierdurch hat sie den Vorteil methodischer Weiterarbeit gehabt und konnte tiefer in die eigentlichen länderkundlichen Probleme ein­dringen, als dies je zuvor der Fall war. Ist so seit dem Umbruch die Geographie im deutschen Raum zu einer ganz wesentlichen methodischen und inhalt­lichen Vertief ung gelangt, so wird ihr das zum Vorteil gereichen, sobald sie vor ähnliche Fragen im Raume des neuen Europa gestellt werden wird.

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Der am gestrigen Freitag vom Landesverband der Rinderzüchter in Hessen-Nassau, Abt. C, Rotes Hö­henvieh, in der Dersteigerungshalle Rhein-Main des Gießener Viehmarktplatzer durchgeführten Abfatzver- anftaltung von Bullen und Rindern des roten Höhenviehes war ein außerordentlicher Erfolg be- schieden.

Bei lebhafter Nachfrage wurden sämtliche in Wert­klasse II und III gekörten Datertiere zu günftigert Preisen abgesetzt. Die in Wertklasse IV gekörten Va­tertiere, insgesamt 27 Stück, wurden vor der Ab- satzveranstaltung geschlossen durch den Wirtschafts-

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