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Erfolgreiche Abwehr auf Kertsch.

Oer Wehrmachtbericht.

D3XB. Aus dem Führerhauptquarlier, 10. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Auf der Halbinsel Kertsch wurde gegen­über starken, von Panzern und Luftwaffe unterstütz­ten Angriffen ein voller Abwehrerfolg erzielt. Heben hohen blutigen Verlusten des Gegners sind nach bis­herigen Meldungen 56 feindliche Panzer vernichtet und weitere 26 bewegungsunfähig ge­schossen.

In verschiedenen anderen Abschnitten der Ost­front waren eigene Angriffsunternehmungen er­folgreich. Am Wolchow wurde eine Kräftegruppe der Sowjets eingefchlossen und vernichtet.

In Nordafrika wurden bei Spähtruppge­fechten mehrere britische Panzerspähwagen und Ge­schütze vernichtet oder erbeutet.

Die Angriffe auf die Insel Malta wurden bei Tag und Nacht durch deutsche Kampf-. Sturzkampf­und Jagdfliegerverbände fortgesetzt. In den Staats­werften. Hafen- und Dockeinrichtungen sowie in den Alugplahanlagen verursachten Vombenvolltrefser weitere schwere Beschädigungen.

An der englischen Südküste erzielten leichte Kampfflugzeuge Volltreffer in einem Gas­werk. Durch die Explosion eines Gasometers ent­standen schwere Beschädigungen in den umliegenden Fabrikanlagen.

Hebet der Deutschen Bucht schoß Marine- arMlerle drei britische Bomber ab.

Der Obergefreite Feld einer Panzerjägerabtei­lung hat bei den Kämpfen auf der Halbinsel Kertsch am 9.4. trotz Verwundung sieben feindliche Pan­zer abgeschossen.

warten, trat er mit seiner vordersten Kompanie aus dem Marsch heraus zum Angriff an. Im harten Kampf gelang es, eine höhe in Besitz zu nehmen und sie gegen die wuchtig geführten nächtlichen Gegenstöße der Bolschewisten zu verteidigen. Erst als der Feind am nächsten Morgen mit starker Panzerunterstützung erneut angriff, wurde die höhe vorübergehend geräumt. Major Fleischmann gelang es in erneutem Angriff, sowohl die verlorengegan­gene höhe wie auch die zweite wichtige höhe im Nahkampf in Besitz zu nehmen. Dabei traf ihn der Splitter einer Granate und verwundete ihn so schwer, daß er schon am nächsten Tage seiner Ver­wundung erlag. Oberleutnant Spielmann griff mit seinen zwei Sturmgeschützen 20 Feind- Panzer an, die er teils vernichtete, teils zur Flucht zwang. Wenige Tage später schoß er erneut zehn Panzer ab.

Ukrainische Städte im Aufbau.

R o w n o, 10. April. (DNB.) In den vom Bol­schewismus aus schwerste heimgesuchten ukrainischen Städten regt sich nach Ueberwindung des harten Winters überall neues Leben. Trotz der stellenweise ungeheuren bolschewistischen Zerstörungen ging die deutsche Verwaltung in Zusammenarbeit mit der arbeitswilligen Bevölkerung tatkräftig an den Wie­deraufbau 'heran. Zn D n j e p r o p e t r o w s k fie­len allein 316 Gebäude der bolschewischen Zerstö­rungswut zum Opfer, davon konnten bis jetzt 23 wieder aufgebaut werden. Zn der Industriestadt K r i w o i Rog, von der die abziehenden Bolsche­wisten einen großen Teil in Trümmer legten, konnte

dle Wasser- und Elektrizitätsversorgung bereits in den ersten Tagen sichergestellt werden. Auch im Zn- dustriereoier von Kriwoi Rog sehen umfangreiche Planungen die Beseitigung der bolschewistischen Zerstörungen und den Neuaufbau aller in Mitlei­denschaft gezogenen Gebäude vor. So werden in Kamenez-Podolsk die verbindende Brücke zwischen Altstadt und Dorstadt, zahlreiche Wohn­häuser und die sogenannte türkische Vorstadt nach einem großzügigen Plan wiederhergestellt. Die Ka­nalisierungsarbeiten werden in Kürze beendet sein.

Die Sühne des Blutbades von Abbeville.

Paris, 11. April. (DNB.-Funkspruch.) Von einem deutschen Kriegsgericht in Abbeville wurden der 45jährige Leutnant Ren6 C a r o n und der 37jährige Oberfeldwebel Emile M o l l e t, die am 20. Mai 1940 in Abbeville 21 Zivilgefangene um­bringen ließen, zum Tode verurteilt. Unter den Ermordeten befanden sich acht belgische, vier deutsche, vier italienische, zwei holländische, ein ungarischer, ein kanadischer Staatsbürger und ein Protektoratsangehöriger. Die Ermordeten gehörten zu den 78 Personen, die zu Beginn des Westfeld­zuges als politisch verdächtig von der belgischen Re­gierung verhaftet und beim Vormarsch der deutschen Truppen den französischen Behörden übergeben worden waren. Ohne Gerichtsurteil oder Befehl ließ Mollet eine Reihe von Zivilgefange­nen, darunter eine Frau, vor dem Musikpavillon von Abeville erschießen. Caron, der hinzukam, hat sich an diesem Gefangenenmord persönlich be­teiligt. Die Gefangenen, die nicht gleich durch die Gewehrkugeln niedergestreckt wurden, sind mit Kol­benhieben und Bajonettstichen umgebracht worden. Das Urteil wurde bereits vollstreckt.

Das Wunderwerk der Wirkstoffe.

Von Dr.' L. Kühle.

Oie Abwehrkampfe auf der Halbinsel Kertsch.

Berlin, 10. April. (DNB.) Nach einer Kampf­pause von fast 14 Tagen haben die Bolschewisten ihre Angriffe auf der Halbinsel Kertsch wieder aus­genommen. Im Morgengrauen des Donnerstag trat der Feind mit starken Kräften, unterstützt von über 100 Panzern und zahlreichen Flugzeugen, gegen die deutsche Front an. Im Brennpunkt der Kämpfe lag eine beherrschende Höhe, gegen die der Feind immer wieder neue Angriffswellen ansetzte. Im harten Nahkampf wurde der Gegner geworfen und schließlich durch das Feuer aller Waffen sowie durch Angriffe deutscher Sturzkampfflugzeuge ge­zwungen, sich unter erheblichen Verlusten in seine Ausgangsstellungen zurückzuziehen.

Im Donez-Becken sprengte ein deutscher Späh­trupp mehrere feindliche Kampfstände und vernich­tete deren Besatzung. Bei einem weiteren Vorstoß gegen eine vom Feind besetzte Häusergruppe wurde Die etwa 600 Mann starte feindliche Besatzung teils vernichtet, teils über einen kleinen Flußlaus nach Osten zurückgeworfen. Auch' bei diesen Kämpfen wurden mehrere feindliche Panzer vernichtet.

Maltas ernste Lage.

Rom, 10. April. (Europapreß.) Infolge der Tag -für Tag und Nacht für Nacht sich wiederholenden Angriffe deutscher Bomben- und Nachtflugzeuge auf die militärischen und die Hafenanlagen der befestig­ten Plätze Maltas, ist die Bevölkerung der Insel gezwungen, innerhalb 24 Stunden oft zwanzig Stunden hindurch in die tief in die Felsen von Malta eindringenden Höhlen und die gepanzerten Schutzräume zu sl>" Auch die Krise in der

Lebensmitteloersorg gestaltet das Leben der

Zivilbevölkerung auf oer Znsel sehr schwer. Die Hartnäckigkeit, mit der die englische Admiralität ver­sucht, Lebensmittel- und Kriegsmaterialtransporte zur Insel zu schaffen, spricht deutlich vom Ernst der Lage auf Malta. Da Tag für Tag ein Angriff auf den anderen folgt, können auf Malta niemals die Aufräumungsarbeiten beendet, auf den Flug­plätzen die verlegten und von Bombenkratern zer­wühlten Startbahnen für Flugzeuge freigelegt und benutzbar gemacht werden.

Das Eichenlaub zum Ritterkreuz.

Berlin, 10.April. (DNB.) Der Führer hat Hauptmann Spieß, Grnppenkommandeur in einem Zerstörergeschwader, in Anerkennung seines helden­haften Einsatzes im Kampf um die Zukunft unseres Volkes als 85. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreu­zes verliehen. Hauptmann Spieß fand, wie bereits gemeldet wurde, an der Spitze seines Verbandes bei einem Tiefangriff im Osten den Heldentod.

Mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.

Berlin, 11. April. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Major Fleischmann, Bataillonskommandeur in einem Gebirgsjägerregiment, und Oberleutnant Spiel­man n, Zugführer in einer Sturmgeschützabtei­lung.

Major Fleischmann starb in den harten Ab- wehrkämpsen an der Donezfront den Heldentod. Als es den Bolschewisten anfangs März infolge ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit gelungen war, örtlich in die deutsche Abwehrfront einzubrechen und eine weiter westlich eingesetzte Kampfgruppe in eine be­drohliche Lage zu bringen, wurde Major Fleisch­mann beauftragt, mit seinem Gebirgsjägerbataillon die Lage wieder herzustellen. Er erkannte, daß zwei wichtige Höhenzüge vom Feind besetzt waren. Ohne das Eintreffen der Masse seines Bataillons abzu­

Mcm findet im allgemeinen bei den höheren Tie­ren und auch beim Menschen drei Hauptgruppen von Hormonen. Solche, die für das Wa ch s - t u m sorgen, andere, die die Lebensvorgänge, also den Energiehaushalt überwachen und schließ­lich solche für die Fortpflanzung. Beim Men­schen hat das S ch i l d d r ü s e n h o r m o n z. B. die Aufgabe, die Verbrennungsvorgänge im Orga­nismus zu regeln, das in der Nahrung zugeführte Fett verarbeiten zu helfen kurzum den Fett- und Eiweißstoffwechsel in Ordnung zu halten. Die Schilddrüse wieder wird von der Hypophyse, der Hirnanhangdrüse" aefteuert, die mit einer ganzen Reihe von Wirkstoffen das Orchester der inneren Drüsen dirigiert. Nun ist der Fett- und Eiweißumsatz nur eine der Aufgaben, die im kom­plizierten menschlichen Organismus durch Vermitt­lung von Wirkstoffen gelöst werden müssen. Da ist weiter der Zuckerstoffwechsel, bei dem es darauf an­kommt, den Zucker und die stärkehaltigen Nahrungs­mittel so zu verarbeiten, daß ein Teil von ihnen als Traubenzucker in der fieber gespeichert, ein an­derer Teil zum sofortigen Verbrauch in den Mus­keln, im Blut bereitgestellt und der übrige Teil aus- geschieden wird. Hier wirken zwei Hormone im Gegenspiel. Das Insulin, das von der Bauch­speicheldrüse geliefert wird, sorgt für die Ver­arbeitung der ankommenden Nährstoffe und hilft den Traubenzucker für die Leberspeicherung bilden. Das Adrenalin aber, das aus der sogenannten Nebenniere stammt, wirft im Bedarfsfall den Zucker aus der fieber ins Blut und sorgt dadurch für Betriebsstoff, wenn solcher gebraucht wird.

Wenn ein Mensch zornig ist oder sich zum Kampf gestellt sieht oder plötzlich einer Gefahr begegnen muß, dann geschieht folgendes: Das Hirn meldet die Situation durch einen Nervenreiz an die Hirn­anhangdrüse. Diese schickt sofort einen Wirkstoffreiz an die Nebenniere, und zwar an das Nebennieren­mark aus. Dort wird mit lebhafter Adrenalinent­wicklung geantwortet. Das Adrenalin aber sorgt dafür, daß die Adern, besonders der inneren Or­gane und der Eingeweide, sich zusammenziehen, wo­durch das Blut aus ihnen herausströmt und dahin fließen muß, wo es gebraucht wird, nämlich in ditz Muskeln und in die Hautgefäße. Aus der fieber aber lockt das Adrenalin den Traubenzucker heraus. Dieser Vorgang erklärt zwei ganz bekannte Er­scheinungen. Die Z o r n e s r ö t e : die dadurch ent­steht, daß eben das aus den Eingeweiden kom­mende Blut rasch auch in die Hautgefähe hinein­gepreßt wird, und die Magenstörungen, die meist dann eintreten, wenn man sich beim Essen aufregen muß.

Man hatte schon früher die Beobachtung gemacht, daß die kleinen weißen Blutkörperchen, die Lymphozyten, besonders bei jungen Menschen eine auffallende Neigung zum Aufenthalt in der Brustdrüse, der sogenannten Thymusdrüse, haben. Sie werben vom Thymusgewebe irgendwie angesogen und nach einiger Zeit wieder abgegeben. Was das 'bedeutete, wußte man aber nicht. Die Erklärung fand vor einigen Zähren Dr. Bomskow in Freiburg. In den Lymphozyten wird nämlich das Thymushormon, das man auch Wachstumshormon nennen könnte, kunstgerecht konserviert und tritt dann als fertige Hormon konserve den Weiter­marsch durch das Blut an. Diese winzigen Konser­venbüchsen werden an den Stellen, wo Wachstums- oorgänge im Gange oder in Vorbereitung sind, auf­gefangen und geöffnet. Auf diese technisch unge­wöhnlich saubere Art und Weise verhindert die Na­tur, daß das Wachstumshormon im Organismus Unfug treibt und an ganz unerwünschten Stellen das Gewebe vergrößert. Auch das Thymushormon nimmt Einfluß auf den Stoffwechsel. Es macht also der Schilddrüse, der Nebenniere und der Bauch­speicheldrüse Konkurrenz. Während aber jene dafür zu sorgen haben, daß die Nährstoffe aufbereitet, also verdaut und für den sofortigen oder späteren

Verbrauch fertigbemacht werden, hat das Thymus­hormon die Aufgabe, die gleichen Stoffe spei­chern zu'helfen, damit sie als Baustoffe für neues Gewebe Verwendung finden. Damit wird es seiner Aufgabe als Wachstumshormon gerecht und tritt gleichberechtigt neben Arbeitshormone der anderen Organe und neben die Fortpflanzungshormone. In der Jugend hat es vor diesen den Vortritt, wenn es seine Aufgabe erfüllt hat und der Mensch er­wachsen ist, tritt es bescheiden zurück.

Wenn wir nun allerdings fragen, wie es denn möglich ist, daß auf einen bestimmten chemischen Reiz ein Gewebe eine ganz bestimmte Antwort er­teilt, dann muß die Wissenschaft trotz aller bewun­dernswerten Einsichten in die Vielfalt dieser Vor­gänge vorläufig noch antworten, daß sie zwar die Chromosomen in der Keimzelle gefunden hat, daß sie auch weiß, daß auf diesen sich die Erbträger in bestimmter Weise ordnen, daß sie ferner erkun­det hat, wie zu jedem Erbträger eine bestimmte Eigenschaft gehört, aus der später einmal eine wirk- stoff-erzeugende Drüse, ein Ohr und ein Fingernagel wird. Eines aber weiß sie n o ch n i ch t: woher das winzige Ei, die kleine, einfach und übersichtlich ge­baute Keimzelle die Fähigkeit nimmt, aus wenigen, einfachen chemischen Umsetzungen immer kompli­ziertere zu entwickeln. Wir wissen noch nicht, wes­halb auf den gleichen auslösenden Stoff die eine Pflanze mit der Bildung einer Löwenmaulblüte, die andere mit einer Tabakblüte antwortet. Weshalb eine Zelle mit den einen Erbanlagen auf einen Wirkstofffrosch"gemäß antwortet, während eine andere Zelle mit anderen Erbanlagen den gleichen Wirkstoffmolch"artig anspricht. Wir haben einen Berg bestiegen, und indem wir uns der Aussicht erfreuen wollen, sehen wir neue Berge vor uns. Und so heißt es für die Forschung in mühsamer Ar­beit auch diese zu erklimmen, um dann vielleicht zu erkennen, was heute unerkennbar erscheint oder aber um neue Berge vor sich zu sehen.

Aus aller Welt.

Oer Kampf gegen das internationale Verbrechertum.

Auf einem Presseempfang im Heim der Inter­nationalen kriminalpolizeilichen Kommission in Wannsee erklärte ^-Standartenführer Ministerial­rat Dr. Zindel, das Ziel, das sich die Inter­nationale kriminalpolizeiliche Kommission gesetzt hat, ist einmal die gegenseitige Amtshilfe aller Sicherheitspolizeibehörden, und zum anderen die Sorge für die Einrichtungen, die den Kampf gegen das gemeine Verbrechertum erfolgreich gestalten. So besteht neben einer Kartei internationaler Ver­brecher und einer internationalen Straftatenkartei dieIdentifizierung internationaler Verbrecher", ferner eine eigene Zeitschrift der Kommission sowie der internationale Polizeifunk.Wenn die JKPK. einmal unter deutscher Leitung", so schloß der Vor­tragende,zu einer wirklichen Weltkriminal­polizei-Zentrale geworden ist, dann wird sie eine machtvolle Organisation darstellen, die dem internationalen Verbrechertum keinerlei Entwick­lungsmöglichkeiten mehr gibt."

Das Geld gehört auf die Kaffe.

Eine Geschäftsfrau aus Aachen wurde vorn Son­dergericht zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt, während ihr Ehemann vier Monate Gefängnis er­hielt. Die Angeklagte führte ein großes Geschäft, dessen Ware zu Beginn des Krieges noch nicht be­zugsbeschränkt war. Da die Läger noch stark ge­füllt waren, ging die Ware reißend ab. Geld häufte sich in der Kasse und wurde abends in den Geld­schrank des Geschäftszimmers gelegt. Eines Tages kam dann die Polizei ins Haus, die Spuren eines anderen Vergehens verfolgte. Da fand sie zunächst im Schlafzimmer einen Bettag von 15 000 RM.

Kleine politische Nach.

Der Reichsorganisationsleiter der NSD. Ley hat auf der Ordensburg der NSDAP. . fang in der Eifel den neuen Kommandanten der densburg, Montag, in sein neues Amt eingeführt.

Zn Vertretung des Reichsernährungsministers Darre ist Ministerialdirektor Walter zum Besuch in Sofia eingetroffen. Er hatte eine Besprechung mit dem bulgarischen Landwirtschaftsminister Kuscheff.

In Agram gestaltete sich die Feier des ersten Jah­restages der kroatische Staatsgründung zu einer großen Begebenheit. Nach Festgottesdiensten wurde eine dreistündige Militärparade abgehalten. Der Jubilämnstag wurde mit einer Festsitzung des kro­atischen Landtages abgeschlossen, deren Höhepunkt die Rede des Poglavnik bildete.

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Nach Mitteilung des Präsidenten Roosevelt be­reitet die Regierung der Vereinigten Staaten einen Appell an Frauen im Alter von 18 bis 65 Zähren vor, sich für freiwillige Dienstleistung zur Verfügung zu stellen. Nach dem 27. April wird mit der Er­fassung der Männer vom 45. bis 65. Lebensjahr für den Militärdienst begonnen.

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Der Kommandant der amerikanischen Streitkräfte in den europäischen Gewässern, Admiral Stark, wird sich in nächster Zeit nach London begeben, um sein neues Amt zu übernehmen.

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Der argentinische Ministerrat beschloß eine strenge Preiskontrolle für eine Reihe lebenswichtiger Ar­tikel, in der Hauptsache für Lebensrnittel. Kom­missionen sind ins Innere des Landes ab gereift, um energische Maßnahmen zur Bekämpfung von Preis- treibereien einzuleiten.

Die Ehefrau, die allein die Gelder verwaltete, mußte nun den Geldschrankschlüssel herausrücken. Und nun fand man einen weiteren Betrag von 60 000 RM. in bar. Vor dem Sondergericht sagte die Angeklagte, sie habe viel Geld zu Barzahlungen da haben müssen und auch die Absicht gehabt, ein Geschäft im Innern Deutschlands anzukaufen und dann dorthin überzusiedeln. Das Gericht erklärte je­doch, es liege hier ein Fall verbotener Geldhortung vor und damit ein Kriegswirt­schaftsvergehen. Trotz der Höhe der aufgeftanelten Summe nahm das Sondergericht aber nichr an, daß hier ein schwerer Fall vorliege, so daß die Angeklagte vor dem Zuchthaus bewahrt blieb.

Kunst und Wissenschast.

Braunschweigs HI. singt HändelsHerakles*.

Zm Staatsdom zu Braunschweig wurde zu Ostern HändelsHerakles" von einem großen Chor der Braunschweiger HI. wirkungsvoll aufgeführt. Damit folgte man dem Beispiel der Stuttgarter HI., die sich mit weithin beachtetem Erfolg unter Gerhard Maaß an Beethovens Neunte gewagt hatte. Der frische, stets saubere Klang von 200 Mädchen- und Knabenstimmen und die lebendige Wiedergabe der Volksszenen entsprachen durchaus dem dramatischen Charakter des Werkes. Unter der umsichtigen Stab­führung von Dr. Gerhard Bittrich, dem Direktor der Braunschweigischen Staatsmusikschule, packte als Höhepunkt des Konzertes der ChorEifersucht, o Höllenfluch" durch monumentale Größe.

Albert Trapp.

Zeitgenössische Vühnenknnst in Essen.

Zn der KulturwocheStadt der Arbeit Kunst unserer Zeit", die die Stadt Essen vom 12. bis 19. April veranstaltet, wird das zeitgenössische Schaf­fen besonders berücksichtigt werden. Neben Wolf- FerrarisLa dama boba" und Ottmar (3 er- ft er sDie Hexe von Paffau" kommt zur Auf­führungPeer Gynt" von Werner E g k, ,Der Narr von Flandern", Ballett von Helmut Degen undFulvia-Ballett" von Casella. Zm Schau­spielhaus wird die Kulturwoche mit der Erstauf­führung des SchauspielsDie Prüfung des Meisters Tilman" von Siegmund Graff eröffnet. Hermme Körner gastiert als Iphigenie in Gerhart Haupt­mann s TragödieIphigenie in Delphi". ,^Wol- demar. Kreuzträger", das Schauspiel von Gillis v. Rappard, kommt zur Uraufführung.

Sücberfifdb

Fritz 11 fing er: Geist und Gestalt. Aufsätze. 213 Seiten. Geb. 6,80 RM. Karl Rauch Verlag, Dessau. (18) Ufinger, durch mehrere ausgezeichnete, wohl noch immer nicht nach Gebühr gewürdigte Gedichtbände zuerst bekannt geworden, vereinigt in diesem Buche eine Reihe von Aufsätzen, die sich, nur durch Stil und geistige Gesamthaltung untereinander verbunden, mit verschiedenen, teils allgemeinen, teils speziellen Fragen und Erschei­nungen unserer Kultur auseinandersetzen: der gei­stige Bereich, dem diese vielfältig anregenden Ab­handlungen entstammen, spannt sich von Hölderlin bis zu George und Rilke, von Goethes Italien-Er­lebnis bis zu Rudolf Kaßner, Eugen Gottlob Wink­ler und Ernst Jünger. Man findet daneben Be­trachtungen über das Wesen der Form, über die Magie der kleinen Stadt oder über das Schicksal der Donau: es würde zu weit führen, wollte man die Fülle der hier angeschlagenen Motive und Probleme ins einzelne verfolgen: es findet sich auch, gegen Ende hin, eine ArbeitRilkes Grabinschrift", und die ebenso klare und knappe wie tiefgreifende und faßbare Deutung jener oft berufenen, rätselhaft klingenden, wenigen Verszeilen scheint uns kenn­zeichnend für Form und Haltung des ganzen Buches, dem man viele aufgeschlossene Leser wünscht.

Hans Thyriot.

HouptschrifUeiter: Tr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de« Hanptschristleilers: Ernst Blumfchcin Verantwortlich für Politik und Bildern Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Ibijnot; für Stadl Gieken, Ptovin,. Wirtichast unv Svvrt: Ernst Blumfchein.

Druck unv Verlag: Brühhche Un:ver>ilaksvruckcrei ltt. Lange K. G. Verlagsleiter. Tr.-Jng. Erich Hamann Anzeigenleiter: Hans Beck.

Anzeigenpreisliste Nr. 6

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