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(Nachdruck verboten.)
12 Fortsetzung.
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den Zufuhren von englischem und amerikanischem Kriegsmaterial über die Burmastraße fortzusetzen, dürften Hauptgrund dieser überraschenden Reise Tschiangkaischeks sein. •_
wahren haben. Nach der Todeserklärung wird Meft Betreuung abgelöst durch die allgemeine Versorgung für die Hinterbliebenen von Gefallenen.
Kür Tapferkeit vor dem Keinöe.
Mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse wurden ausgezeichnet: Unteroffizier Ernst Naumann aus Gießen-Klein-Linden, Frankfurter Str. 95, und Soldat Hermann Gontrum aus Gießen- Klein-Linden, Dammstraße 13.
Lichtspielhaus: „Sonntagskinder."
verdunkelungszett:
11. Februar von 19.26 bis 8.16 Uhr.
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(Siebener Vochenmarktpreise
* © i e 6 e n, 11. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, V» kg 1,80 RM.,
Strakonitz aber ergriff Flasche Ulla unterm Arm und führte fit flimmer hinüber, wo er sie in einen Klubsessel brückte und sich, heftig paffend, eine ungeheuer dicke
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Vor den Toren der Stadt Singapur
Oie Stadt in Reichweite der japanischen Waffen.
Matte 30 Rps., Käse, das Stück 8 bis 9, Wirsing, % kg 8 bis 12, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 10 bis 15, gelbe Rüben 8 bis 12, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 8 bis 10, Lauch 17, Sellerie 15 Rpf.
Gießener Schlachtviehmarkt.
Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 45 bis 45,5 Rps., Bullen 39,5 bis 43,5, Kühe 20 bis 46,5, Färsen 36 bis 44,5, Kälber 25 bis 57 Rps. je XA kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,20 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,20, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,18, c (100 bis 119,5. kg) 1,14, d (80 bis 99,5 kg) 1,08, e bis f (unter 80 kg) 1,04, gl (fette Specksauen) 1,20, i (Altschneider) 1,18, g2 (andere Sauen) 1,08 RM. Marktverlauf: alles zugeteilt.
Der feurige Ofen
Roman von Hans von Hülsen
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und schwarze Zigarre anzündete.
Sie sah jetzt erst, daß die Haarbüschel über seiner niedrigen, wulstigen Stirn allmählich auch beträchtlich grau zu werden anfingen. Er war nicht älter als der Papa, in der Mitte zwischen«den beiden Schwestern, Tante Hermine und ihrer toten Mutter.
„Also, Ulla —", begann der Professor, indem er die kurzen Beine mit einem Ruck übereinanderschlug: „Disponieren wir! Erstens: warum du hier bist, hast du geschrieben, keine Erläuterungen nötig. Höchstens zur Bedürfnisfrage! — Zweitens: du bleibst, solange du magst Dresden bietet ja allerlei, wenn man Zeit bat/ müßig zu gehen. Zwinger, Galerie, Grünes Gewölbe, muß es denn sein. — Drittens: meine Aufgabe ist es wohl, zwischen dir und deinem Vater zu vermitteln — hab ich recht?"
Ulla, im Sessel zurückgelehnt, schüttelt den Kopf:
„Nein, lieber Onkel, du hast ausnahmsweise ganz und gar nicht recht. Zu vermitteln ist da nichts. Ich bin ja geradezu froh, daß ich endlich ... endlich meine Freiheit habe und tun kann, was ich schon seit so langem möchte! Lieber wär' mir's freilich
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gewesen, diese schöne Freiheit wäre mir ohne Konflikt in den Schoß gefallen."
„Papperlapapp! Nichts fällt einem in den Schoß! Oder doch nichts Gutes. Alles will erkämpft, errungen, erlitten und erftritten sein. Sollte man das in der weichen Atmosphäre von Lappersdorf nicht wissen? Dein Herr Papa ist Gefühlsmensch, sein Wille ist vom Leben nie besonders beansprucht worden. Danke deinem Schicksal, wenn es mit dir anderes vor hat! — Und du willst also, dem Papa zum Trotz, Medizin studieren? Unsereinem Konkurrenz machen?"
„Na, Konkurrenz machen, Onkel Ernst?" Ulla lachte herzlich „Aber Medizin studieren, ja das will ich. Vom Sommersemester an. — Papa zahlt mir mein Erbe aus ..."
„Hm! Tut er das? Sehr generös!"
„Ich wollte es selber so. — Doch vorher habe ich eine ganz, ganz große Bitte an dich: laß mich bei dir in der Minik arbeiten! Du weißt, ich habe einen Krankenpflegekursus gemacht — und ich habe auch unferm jungen Dorf'arzt immer in seiner Praxis geholfen —, ich glaube, ich kann dir hie und da nützlich sein ... Und für mich wäre es eine so gute Vorschule ..."
„Schön und gut. Arbeitskräfte sind rar, Arbeitskräfte können wir immer brauchen. Vorausgesetzt, daß du keine Extrawurst beanspruchst. Hier im Hause — immer dein wohlaffektionierter Onkel Aber draußen am Großen Garten hast du mich als gestrengen Chef zu respektieren, Mädel! Verstanden? — Unter dieser Bedingung kannst du gleich morgen acht Uhr mit mir in die Minik fahren. Gehalt nach Klasse 3b, Kassen frei — bitt’ schön, jede Arbeit ist ihres Lohnes wert! — So, und nun die Liebesgeschichte, die natürlich dahintersteckt!"
„Die Liebesgeschichte ... Ja, ich weiß selber nicht genau, wie es dazu gekommen ist. Papa war im Stober in München. Und da hat er dies Fräulein von Brakel kennengelernt. Eine Schauspielerin ..
„Interessant! Aber ich werde mich hüten, mir
Das Abendbrot verlief unter den üblichen Familiengesprächen-, Ulla gewann den Eindruck, daß der Onkel, vielleicht um sie zu „schonen", seine Schwester in die Einzelheiten ihres Briefes gar nicht einge- weiht hatte. Bald nach dem Essen zog sich Tante Hermine zurück: sie müsse zeitig zu Bett, weil sie eigentlich „nur noch vor Mitternacht schlafe".
in das Büchlein. Es kommt schon der Tag, an dem du dich darüber freust. —h.
Sprechstunde des Kreisleiters.
Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Donnerstag, 12. 2.1942, nachmittags von 15 bis 17 Uhr in Gießen statt.
Dornotizen.
Theater der Universitätsstadt Gießen.
Die heutige Neuinszenierung von „Die versunkene Glocke", ein deutsches Märchendrama in 5 Akten von Gerhart Hauptmann, ist die zweite Premiere nach der Wiedereröffnung des Theaters. Die Aufführung steht unter der szenischen Leitung von Oberspielleiter Michael Mund; eine Bühnenmusik zu dem Werk schrieb Kapellmeister Carl Willy Hahn. Das Rautendelein spielt Käte Jaenicke, den Glockengießer Heinrich Herbert Köchling. In weiteren Rollen: Henzky, Kneip, Manzoni, Prasser, Schmitz, Stoll, Thomas; Bergmann, Fischer, Funke, Seitz, Zepppenfeld. Bühnenbilder: Karl Löffler.
Trauerbeflaggung am Tage des Staatsbegräbnisses für Dr Todt.
Der Reichspropagandaleiter der Partei und Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda gibt im Einvernehmen mit dem Leiter der Parteikanzlei und dem Reichsminister des Innern nachstehendes bekannt:
Am Tage des Staatsbegräbnisses für den in soldatischer Pflichterfüllung tödlich verunglückten Reichsminister Dr. Todt, Donnerstag, 12. Februar 1942, .setzen alle Parteidienststellen, Behörden und Rüstungsbetriebe im Reichsgebiet von Sonnenausgang bis Sonnenuntergang Trauerbeflaggung.
Weilerbetreuung der Familien von Vermißten. .
Eine besondere gesetzliche Regelung der versiche- rungsrechtlichen Behandlung vermißter Kriegsteilnehmer ist bisher nicht ergangen. Wie das Reichsversicherungsamt hierzu nun klarstellt, sind vermißte Kriegsteilnehmer solange als Versicherte mit vollen Rechten zu behandeln, wie ihr Tod nicht einwandfrei festgestellt worden, oder eine gerichtliche Todeserklärung erfolgt ist. Den Krankenkassen steht mithin auch für diese Wehrmachtangehörigen Ersatz der Aufwendungen, für Familienihilfe nach den Vorschriften des Reichsarbeitsministers zu, wie sie auch den Angehörigen Familienhilfe weiter zu ge-
Lissabon, 11. Febr. (Europapreß.) Das Generalkonsulat der Vereinigten Staaten in Singapur hat am Dienstag seine Tätigkeit ei n g e ft e 111 und seine Geschäfte dem schweizeri- schen Konsulat übertragen, da die Schweiz seit Ausbruch des Krieges in Ostasien die Interessen der Vereinigten Staaten gegenüber Japan wahrnimmt. Der Generalkonsul der Vereinigten Staaten hat Singapur bereits verlassen Dies wurde Dienstag von zuständiger Washingtoner Quelle ge-
Versäumnis zu rechtfertigen.
Was wollten wir nicht alles behalten! Und wenn es dann an den Bindriemen geht, ist es wie weggewischt. Auf schreiben? Ach, das ist nicht nötig, das vergesse ich nie! So sprachen wir einst. Und heute?
Deshalb kehren wir zu der etwas altmodischen Methode zurück und legen uns lieber ein kleines Merkbüchlein an. Wenn wir verreisen, müssen wir ja auch einen Personalausweis haben. Ebenso wichtig ist bei solchen Gelegenheiten (aber auch sonst im Leben) das Merkbüchlein. Was wir da alles hineinschreiben, ergibt sich von selbst. Wir können unmöglich alle Telephonnummern behalten, auch nicht immer das Telephonbuch mitschleppen, -unsere Lebensversicherungen, unser Lotterielos, die Anschriften von verschiedenen Freunden und Geschäften, die Nummer der Krankenkasse, das Postscheckkonto, die Nummern der Sparbücher usw. Es gibt so viele Sachen und Sächelchen, die man zu gegebener Zeit unbedingt nötig hat. Haben, wir ein kleines Merkbüchlein, dann ist alles schnell erledigt. Haben wir es. nicht, dann fängt die Sucherei an. Wir werden ärgerlich, schimpfen und verderben uns den Tcm
Ebenso schreiben wir uns auf, was wir in nächsten Tagen einkaufen wollen. Es Ist durchaus keine Schande, wenn wir im Geschäft unser Merk- büchlein herausnehmen und unsere Wünsche ablesen. Dann kommt es wenigstens nicht dazu, daß wir abends Vorwürfe hören: Die Hauptsache hast du
Schwager Krischans Liebesgeschichte von seiner bestimmt nicht ganz objektiven Tochter erzählen zu lassen. — Deine Liebesgeschichte meine ich, Mädel!" „Ach so!" Ulla errötete unwillkürlich. (,Steht ihr gut’, stellte Strakonitz schmunzelnd fest.) „Darüber läßt sich beinahe noch schwerer sprechen, als über das andere, Onkel .."
„Schnickschnack! lieber bloße schone Gefühle ist ein Mädel wie du hoffentlich hinaus. Eine, die weiß, was He will. Und über alles sonstige kann man ganz sachlich reden, noch? — Wer ist's denn? Was Schlesisches? Hoher Adel, sogenannter Magnat? Oder — ich ahne was — ein gewisser junger Dorf- arzt vielleicht, dem du in der Praxis geholfen hast?"
„Erraten, Onkel Ernst. — Woher weißt du?"
„Tja, Kind. Die verfluchte Notwendigkeit, dauernd rasche Diagnosen zu stellen, hat Rückwirkungen auch auf anderem Gebiet als dem klinischen. — Also! Und der Herr Papa will's nicht zugeben?"
„Ach, liebster Onkel. SÄ einfach liegt es leider nicht ..."
Und Ulla begann zu erzählen. Wie die Dinge zwischen ihr und Wulflam standen. Wie sie nicht um einen Zoll vom Fleck rückten. Sie sagte alles, was sich zu des Doktors Lobe sagen ließ, sie redete sich warm und vergaß darüber ganz, was sie aus dem Hause getrieben. Immer klarer wurde ihr, während sie so sprach — und Strakonitz' graue Augen ruhten mit einem halb belustigten, halb gütigen Ausdruck auf ihr —, daß sie sich etwas vorgemacht, sich über sich selbst getäuscht hatte. Des Vater Heiratsplan ..., das war gar nicht das wirkliche und letzte Motiv ihres Fortgehens gewesen. Höchstens der Anlaß, der Hebel, der alles in Bewegung brachte. Ihr wahres Motiv: der Wunsch, den gordischen Knoten zu zerhauen, den dies seit zwei Jahren wuchernde Geiühl so unauflöslich geschlungen ... Und sie erzählte auch von der letzten Unterhaltung mit Wulflam, in der er von Anklam gesprochen, und von der geheimen Absicht, die sie .damals gehegt: den Onkel zu bitten, daß er sich für
Grenze verließen. Der Eisenbahnverkehr zwischen Rangun und Lashio hat ebenfalls f a ft ganz aufgehort.
Japanischer Lustangriff auf Batavia.
Berlin, 10. Februar. (DNB.) Die japanische Luftwaffe in Hinterindien war am Sonntag und Montag wieder außerordentlich tätig. Zum ersten- mal wurde am Montag die Hauptstadt von Java, Batavia angegriffen. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen Surabaya, Palembang und andere wichtige Orte Niederländisch-Jndiens. Bei dem Luftangriff auf Surabaya konnte die Zerstörung einiger auf dem Rollfeld stehender Maschinen beobachtet werden.
Neue japanische Fortschritte auf Borneo
Schanghai, 11. Februar. (Europapreß.) Die Stadt B a n d j e r m a s i n an der Südküste von Borneo hat bereits seit einigen Tagen keine Verbindung mehr mit Batavia. Bandjermasin liegt 350 Seemeilen nördlich von Soerabaja und ist ein bedeutender Hasenplatz an der Mündung des Flusses Barito. In Batavia heißt es, daß die Japaner die Stadt blockieren und die niederländisch- indischen Truppen auf Borneo schwere Abwehrkämpfe gegen die Japaner zu bestehen haben.
Tfchiangkaischek in Indien.
Schanghai, 10. Febr. (Europapreß.) Marschall Tfchiangkaischek ist nach amtlichen englischen Meloungen aus New Delhi zu Besprechungen mit dem alliierten Oberkommandierenden General W a - veil in Indien eingetroffen. Beratungen über die Möglichkeit, den Krieg im Innern Chinas trotz der stark eingeschränkten und wahrscheinlich in naher Zukunft überhaupt unmöglich werden-
Das Merkbüchlein.
Wenn wir unsere Kinder beauftragen, einige Sachen in einem Geschäft zu holen, dann schreiben wir es der Sicherheit halber auf einen Zettel, weil Kinder — wie man sagt — so vergeßlich sind In Wirklichkeit sind wir Erwachsenen viel vergeßlicher. Die Gedanken, die uns erfüllen, nehmen uns oft ganz in Anspruch, und wenn wir dann irgendwo stehen und uns fragen: „Was wollten wir doch bloß einkaufen?", dann haben wir den Beweis für unsere Vergeßlichkeit.
So geht es z. B. auch mit den Geburtstagen. Wir haben früher immer regelmäßig dem Bruder, der Schwester, einigen Tanten und guten Freunden zu ihrem Geburtstag einen Brief geschrieben. Die Daten hatten wir im Kopf. Das war immer so. Aber eines Tages erschrecken wir: Ja, wir haben ja ganz vergessen ... Natürlich die Arbeit! Die Zeit! Alle Entschuldigungen müssen herbei, um dieses
Tokio, 11. Febr. (DNB. Funkspruch.) Das kaiserliche Hauptquartier meldet am Mittwochmittag japanischer Leit: Die die Festung Singapur angreifenden japanisches Truppen nahmen am Mittwoch früh die am höchsten gelegene feindliche Befestigungsanlage von Bakit Timah, die den Mittelpunkt der feindlichen Frontstellungen bildet. Die Stadt Singapur ist mit neun Kilometer Entfernung in Reichweite der japanischen Waffen. Die eingenommene feindliche^ Stellung liegt 177 Meter hoch und ist damit die höchste Erhebuna der Insel.
Wie in einem Bericht des Londoner Nachrichtendienstes geschildert wird, war am Mittwochmorgen in der Stadt Singapur das Knattern der Maschinengewehre und das Drohnen der Geschütze deutlich zu hören, nachdem die japanischen Truppen, wie ein britisches Kommunique zu gab, einen weiteren Vor- stoß gegen das Herz der Änselfestung unternommen haben. Die Lage der britischen Truppen wird als ernst bezeichnet. Die Japaner haben an der Nordküste weitere Landungen durchgeführt unb werfen weit überlegene Verstärkungen in den Kampf. Große Brände, die an der Nordküste lodern, und das Aufblitzen der Geschütze erhellten die Nacht zum Mittwoch den Himmel. ______
Die Ereignisse dieses Films — .Drehbuch von Kurt D. Walter — schweben in einer fröhlichen Sphäre schwereloser Unwahrscheinlichkeit: man kann dem Mann, der den Einfall dazu hafte, nicht böse sein, denn er hatte offenbar keinen höheren Ehrgeiz als den, uns unverbindlich zu unterhalten; das ist ihm gelungen, er läßt eine bunte Seifenblase steigen, und sie platzt auf eine Weise, daß man darüber lachen muß. Der Einfall ist übrigens nicht neu, aber wirksam: zwei Leute spielen zusammen in der Lotterie, aber als ihre Nummer mit hunderttausend Mark gezogen wird, stellt sich heraus, daß der das Los schon lange aufgegeben und das Geld t . auf die Sparkasse getragen hat. Da die beiden ein Ober und ein Hausdiener sind, steht das Hotel, das sie beschäftigt, alsbald auf dem Kopf; da sie aber außerdem beide Sonntagskinder sind, haben sie noch einmal ebenso unverdienten wie unwahrscheinlichen Dusel: sie kommen tatsächlich zu dem Geld, das sie längst verscherzt, haben, sie finden noch dazu, in den Alltag ihres Gaststättengewerbes zurückgekehrt, jeder eine Frau, sie bekommen sogar die von einem Schwindler entwendete Summe nach einer atemlosen Jagd zum zweiten Male wieder, und sie kön- nen»zuguterletzt mit ihren Frauen, die sie mittler- weile beinah wieder eingebüht Hütten, ein erstklassiges Etablissement aufmachen. Der Spielleiter Jürgen von Alten entfesselt in beschwingtem Tempo einen Wirbel grotesk-komischer Situationen. Johannes Riemann und Rudolf Platte als Ober und Hausdiener sind zwei prächtige Burschen höchst unlerschiedlichen Temperaments und Gemüts; am luftigsten wirken die im jähen Absturz aus dem Goldrausch in die vertrauten Niederungen normalen Lebens. Grethe Weiser und Carola Höhn als Tante und Nichte reichen, ihnen, abwechselnd entzückt und empört, die Hand zum Wiederaufstieg. Theo Lingen, leider nur kurz, als Hoteldirektor, Kurt Seifert als biederer Kolonialwarenhändler, Leo P e u k e r t als erotischer Millionär in Spendierlaune und Franz Weber als Hochstapler mit falschem Spitzbart bedürfen noch freundlicher Erwähnung. — (Algefa-Film; Siegel-Monopol.)
Hans Thyriot.
ihn verwende,' einzig damit Wulflam von Lappersdorf wegginge ...
„Nun ist's nicht mehr nötig. — Nun bin ich selber gegangen", setzte sie hinzu; und Strakonitz spürte die Bitterkeit in ihrem Tone.
„Stoffel!" sagte er, beinahe böse: „Höre, kleine Ulla, dein Wulflam muß ein rechter Stoffel sein! Ich wenigstens, obwohl ich von Liebe nichts verstehe und keine Zeit für so was t)abe, ich halte jeden für einen Stoffel, der nicht merkt, wenn eine Ulla Fehr ihn liebt!"
„Sehr schmeichelhaft, Onkel Ernst!" lachte Ulla. Aber im Herzen fühlte sie sich gedrängt, Wulflam in Schutz zu nehmen. „Ein Stoffel? Nein, ein Stoffel ist er nicht. Oder doch einer von den liebenswürdigen. Er hat nur auch ,keine Zeit', genau wie du. Du ahnst nicht, wie er sich die Beine abläuft, in Fällen, für die er viel zu schade ist."
„Kuriose Geschichte! Ein Mädel rückt aus, nur weil ein Mann keine Zeit hat, es zu lieben! <so was kam doch bisher nur in sogenannten Ehen vor! — Na, wenn du erst mal Aerztin bist, Kleine, dann räche dich an den Männern, indem du auch keine Zeit für ihre Liebe hast. Den richtigen Beruf dafür suchst bir dir garantiert aus!"
„Nein, Onkel Ernst. Das möchte ich gar nicht.
„Findest die Liebe gar was Wundervolles?"
Ulla schwieg. Um ihre Lippen zuckte es — Stra- konitz wußte nicht, war's Schmerz oder Schalk? — Dann ward ein Lächeln daraus:
„ga —", sagte sie freimütig: „Das Schönste.
Mit einem leisen Grunzen, das aus der Tiefe feiner Junggesellenseele kam, schloß Strakonitz diese Unterhaltung ab. Fortan sprach er nur Allaemeines, uir Sache nichts mehr, immer an der schwarzen Zigarre saugend Und um 10 Uhr erklärte er, er gehe jetzt „ins Körbchen".
Bin hundemüde. Grad' als ob ich die Wulf- lamsche Dorfpraxis hätte. Gute Nacht, Kleines!"
(Fortsetzung folgt)
Der portugiesische Staatspräsident Carmona.
Mit überwältigender Mehrheit wurde der bisherige Staatspräsident General Carmona wiedergewählt. Präsident Carmona hat durch die Presse seinen Dank für den neuen Vertrauensbeweis in seine Staatsführung aussprechen lassen und betont, daß dieses die größte Auszeichnung seines Lebens sei. — (Scherl-Archiv-M.)
meldet.
Oer Vormarsch in Burma.
Tokio, 11. Februar. (Europapreß.) Nachdem die japanischen Truppen in den letzten Tagen an mehreren Stellen den Salvin-Fluh überschrei- t e n konnten, haben sie jetzt die Stadt M a r t a b a n (50 Kilometer nördlich von Mulmein) besetzt. Martaban, eine größere Hafenstadt, liegt auf dem Westufer der Bucht, in die der Salwinfluß mündet. Von.dem bereits vor einigen Tagen eingenommenen Mulmein führt die Bahnlinie über Martaban nach Rangun mit einer Abzweigung zur Burma. Straße.
Einem Domeibericht aus Mulmein zufolge haben die japanischen Truppen trotz heftigen britischen Wi- Verstandes den Vormarsch in Richtung Rangun ausgenommen.
Wie sehr der japanische Vormarsch in Burma die Lieferungen englischen und amerikanischen Kriegsmaterials nach Tschu'ngking verhindert, wurde durch japanische Erkundungsflüge feftgestellt. Während früher auf der Burmastraße endlose Reihen von Lastautos in Richtung Tschungking fuhren, sah man jetzt nur einzelne Kraftwagen, welche die Stadt Lashio in Richtung auf die chinesische
Der Oberbefehlshaber der siegreichen Truppen in Malaya.
Nach einer Bekanntgabe des japanischen Haupt- quartters stehen die siegreichen japanischen Truppen an der Malayafront unter dem Oberbefehl des Generalleutnants Tomoyuki Pamafchita. Der jetzt 57jährige Oberbefehlshaber zeichnete sich bereits im Chinakonflikt aus und war seinerzeit Generalinspekteur der Heeresluftwasfe und Mitglied des Obersten Äriegetats. Im Frühjahr vergangenen Jahres besuchte er die europäischen Achsenmächte und besichtigte bei dieser Gelegenheit auch die deutsche Rüstungsindustrie. — (Scherl-Archiv-M.)
LIGA «Generalkonsulat rückt ab.
wieder vergessen! Natürlich!
Ein kleines Merkbüchlein kann unter Umständen unser bester Freund sein. Und wenn dir jemand einen guten Gedanken verrät, ober wenn du sonst irgend etwas Schönes horst, dann schreibe es ruhig


