Einzelbild herunterladen

werben,

[en

e-

Jetzt heißt unser Ziel Sewastopol. Durch bie

! zerklüfteten Ausläufer des Jaila-Gebirges, die schon der Schnee weiß einhüllt, auf steinigen und steilen Straßen steigen wir hinauf in die Tatarendörfer, die uns mit ihren weiß aufleuchtenden Steinhäu­

sern so gut gefallen. Aber nicht nur die Däuser sind, bei aller Schlichtheit, so freundlich, sondern auch die Menschen, die dicht gedrängt darin um den Wärme jpendenden Herd hocken, ohne Stuhl oft und ohne

langsam An der

wähnung von Krc

Heftige Abwehrkämpfe im Nordabschnitt der Ostfront

r Neichsm- p legte am jüllenen des »enkmal aus reitogmittag e der deut- Nachmittags wtstadt. Die scheu Kund afftubruder' Menardeit. chicdete dm if, too eme noies.

lienM

Wir fahnden nach einer sauberen Kate, fegen eir-en weißgetünchten Raum mit großem Herd rein und machens uns häuslich darin. Als es Abend wird, sitzen wir schon um den großen Tisch. Das Feuer knistert, in der Pfanne bruzelt es. So tragen wir die Heimat im Herzen über Tausende von Kilo­metern hinweg bis in alle Welt, dem sowjetischen Haß und Dreck zum Trotz.

Weiter geht es! Immer noch marschieren wir nach Süden, immer auf hart gefrorener, eisver­krusteter Straße durch das Steppengelände, bis vor S i m fe r o p ol, der Hauptstadt der Krim mit fast 150 000 Einwohnern. Einzelne Hügel, Felder, Pap­pelreihen und Obstplantaqen lockern das Bild der Landschaft auf, und von fern her grüßt das Pano­rama der schneebedeckten Gipfel des Iaila-Gebirges.

beruhigen, nthüllte die war Taron ngedrungen Sem er mit g, die Oe« chdruS ver­bracht. Zur zsgericht zu >ben.

bundene veränderte innere Gehalt der Presse sie und ihre Leser nicht schwächer, sondern stärker ge­macht haben, weil sie gerade jetzt erst wirklich des aufrichtigen und offenen Wortes bewußt das sie seit Jahren miteinander sprechen.

unten W rten * rächten W ® (W mn itn

di« fichix g-st'lll

Itbofi'"'

7^

MW

wirkungslose Gegenangriffe gegen die Boden gewinnenden finnischen Truppen.

Wir führen einen Krieg, der nicht nur mit der Stärke der Waffen, sondern auch mit den seelischen Energien des unbeugsamen Mutes der Soldaten ebenso wie von der siegesentschlossenen Ausdauer der Heimat geführt wird. Dies ist der Grund, wes­halb es so viel bedeutet, daß das deutsche Volk seiner Presse heute ein ehrliches Ver­trauen schenkt. Sie hat es sich verdient und wird es sich weiterhin verdienen. Während die Presse unserer Feinde jahrelang auf den Nerven ihrer Leser herumgetreten ist und sie von Schwindel zu Schwindel führte, denen Enttäuschung auf Ent­täuschung folgte, bleiben wir. in jeder Phase des Kampfes unserer Aufgabe treu, eine feste Stütze unseres Volkes in seinem größten Schicksals­kampf zu sein.

Diese Stütze ist stark und gesund und hat sich noch in jedem Abschnitt des gewaltigen Ringens gehärtet. Und auch jetzt wird es sich zeigen, daß die Monate der zähen Abwehr und der damit ver-

Auch der Flugzeugmolor verbürgt den Sieg

Ein Flugnwtorentverk lüstet seine Geheimnisse.

Bon unserer Berliner Schriftleitung.

Der Ring um Sewastopol

Erlebnisbericht von Gefr. Haferkorn.

Deutschland wird in diesem Entscheidungskriege der Sieg gehören, weil es über die besten Soldaten, die besten Waffen und die beste Führung verfügt. Wenn die deutsche Wehrmacht in der Güte der Waffen auch alle ihre Feinde übertrifft, so leistet dazu der deutsche Motor und vor allem auch der deutsche Flugmotor seinen Beitrag. Man kann sich davon überzeugen, wenn man Gelegenheit hat, in das Schaffen und in die Leistungen der deut- chen Flugmotorenindustrie einen Einolick zu tun. tnser Sonderberichterstatter hatte Gelegenheit, die- er Tage ein Flugmotorenwerk des BMW. - Konzerns zu besichtigen. Bisher haben die Flugmotorenbauer im Stillen ihre ungeheuer wichtige und verantwortungsvolle Arbeit geleistet. Sie haben damit der deutschen Luftwaffe Die In-

Tisch oder Bank. Sie sehen uns nicht ungern kom­men, die Krimbewohner, uni> räumen uns willig ihre entbehrlichen Nebenstuben; denn in ihren Her­zen lodert der Haß gegen bolschewistische Knechtun­gen.

Ein paar Tage verrinnen noch mit dem Marsch durch das Hinterlands dann sind unsere Stellungen vor Sewastopol, das letzte starke Bollwerk der Sow­jets auf der Krim, erreicht. Wir schieben uns hin­ein in den Ring um den Feind, um ihn zu härten. Inzwischen ist viel Schnee gefallen. Zum zweiten­mal begegnen wir dem russischen Winter, und dies­mal findet er unsere Division im Einsatz, im Stel­lungskrieg vor Sewastopol.

Der Wintereinsatz ist für uns alle ungewohnt. Er bringt neue Härten mit sich und stellt höchste An­forderungen an unser Geschick im Kampf gegen die tausenderlei Mühsale, die sich so nebenyer in den Weg stellen. Aber wir lassen uns nicht unterkriegen. Da wird halt einmal Tee mehr gekocht am Tage, es gibt wenn: möglich eine Decke zusätzlich und was sich sonst tun läßt. Irgend etwas, das früher mal ein Ofen war und nach vielfachem Rohraeflick unter unseren Händen wieder einer wird, findet sich schon. Dieses heizbare Etwas steht dann, als kostbarster Schatz sorgsam gehegt, in der Ecke und qualmt. Es qualmt wie ein Schlot! Und es erhebt sich die alte Soldatenfrage: Warmer Mief oder kalter Ozon?

Wir sind für Mief, einstimmg! Aber einmal ist uns kürzlich doch die Geduld gerissen, und wir haben einen Ofen mit Flüchen und Fußtritten aus der Stube geballert. Der war so klein wie eine Stallaterne, denn wir hatten ihn aus einer sow­jetischen Bahnlampe umgebaut, und er rauchte wie zehn Großstadtschornsteine, in dichten, quillenden Schwaden.

Hart ist es freilich für unsere Pferde, die selten ein rechtes Unterkommen für die Nacht finden, und für die Artillerie, die ihre schweren Ge­schütze durch Schnee und Eis in Stellung bringen und im Gefecht nachziehen muß. Hart ist es vor allem für die I n f a n t e r i e-Bataillone, die ganz vorn liegen und Tag und Nacht der bitte­ren Kälte ausgesetzt sind, ohne sich bewegen zu tönen, weil der Feind mit Artillerie und Gra­natwerfer schießt, sobald er nur einen Stahlhelm erblickt.

Sie lassen nichts aus, die Sowjets in der Klam­mer von Sewastopol. Sie sind voller Geschäftig­keit, aber auch voll innerer Unruhe. Sie belegen unsere vorderen Linien laufend mit Störungsfeuer- und fliegen Tiefangriffe gegen unsere Stellungen. Mit Spähtrupps fühlen sie vor und setzen mit besonderer Vorliebe im schützenden Schleier nebe­liger Nächte Stoßtrupps an. Es sind ihre Ver­suche, den Ring zu sprengen, der um sie geschlossen wurde. Sie werden vergeblich sein.

Meine politische Nachrichten.

Grabemann hat in Afrika zahlreiche Panzer- angriffe in vorderster Linie mit seiner Artillerie abgewehrt und in direktem Beschuß 60 Panzerfahr­zeuge zerstört. Trotz viermaliger Verwundung gab er die Führung nicht ab. Hauptmann Bach- maier hat beim Angriff auf Poltawa am 19.9. 1941 hervorragendes taktisches Verständnis und große persönliche Unerschrockenheit und Verant- wortungsfreudigkeit gezeigt. Oberfeldwebel H e n- s e l stieß am 29.7. bei Majokewsk überraschend als Spitze mit der doppelten Anzahl von Feindpangern zusammen. Trotz Abschuß von zwei eigenen Pan­zern führte er das Gefecht aus eigenem Entschluß weiter. Hauptmann Kiel warf bei einem Nachtflug auf London, ohwohl sein Flugzeug einen Flakvolltreffer erhalten hatte, seine Bomben in das befohlene Ziel, brachte das fast manövrierunfähige

Der Führer empfing Generalleutnant von

Seydlitz-Kurzbach, Kommandeur einer Jn- fanterre-Droffion, Oberst Scheidies, Komman- o-

deur eines Infanterie-Regiments, und Oberleutnant i Flugzeug im Rückflug über den Kanal und konnte

Bucht-rNrch, Kompaniechef eines Panzer-Re- sich und feine Besatzung durch Falllchirmabiprung

giments, und überreichte tiefen Offizieren persönlich das Eichenlaub zum Ritterkreuz.

*

In Bern versammelten sich die Tellnehmer der zweiten Aerztemission für die Ost­front. Sie werden die erste Delegation ablösen. Auch die neue Mission wird sich während dreier Monate in den Dienst des Schweizerischen Roten Kreuzes stellen. Es haben sich wiederum rund 70 Aerzte, Krankenschwestern, Sekretärinnen, Kranken­pfleger und Motorradfahrer gemeldet.

Nun ist auch in der dritten Hauptstadt der frühe­ren baltischen Staaten eine deutsche Zeitung erschie­nen. Neben dieDeutsche Zeitung im Osten" in Riga und die ,Muener Zeitung" ist jetzt dieR e - valer Zeitung" getreten, die es sich zur Auf­gabe macht, in dem Gebiet des ehemaligen Frei­staates Estland für die gemeinsame deutsch-estnische Aufbauarbeit zu wirken.

Das Ritterkreuz.

Berlin, 9. Jan. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber verlieh das Ritterkreuz, an: ^-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-

Eicke, Kommandeur einer ^-Division, General- major Fretter-Pico, Kommandeur eines In­fanterieregiments, Oberst M e n n y , Kommandeur einer Schützenbrigade, Oberstleutnant C r a be­mann, Kommandeur eines Artillerie-Reaiments, Hauptmann Bachmaier, Bataillonsführer in einem Infanterieregiment, Oberfeldwebel Hensel, Zugführer in einem Panzerregiment, ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe an: Hauptmann Kiel, Gruppenkommandeur in einem Kampfgeschwader, jinb Leutnant Bliesener, Flugzeugführer in einem Kampfgeschwader.

^-Gruppenführer Eicke hat bei dem Durch­bruchsversuch der Sowjets am 26. und 27. 9. 41 durch rechtzeitiges persönliches Eingreifen in kriti­scher Lage die drohende Durchbruchsgefahr abgewen- bet und damit einen für die Abwehrfront südlich des Ilmensees entscheidenden Erfolg errungen. Durch das persönliche Beispiel des Generalmajors Fretter-Pico konnte die Division schon Stun­den nach Angriffsbeginn einen Brückenkopf über den Dnjepr bei Bozuly bilden. Am selben Abend wurde mit dem Brückenbau begonnen, so daß feind­liche Gegenangriffe abgewehrt und der Brücken­kopf erweitert werden konnte. Oberst Menny hat im Afrikafeldzug am 23.11. einen schweren feindlichen Angriff zum Stehen gebracht, er. nahm einen Brigadekommandeur mit 800 Mann gefangen imb erbeutete 32 Geschütze. Oberstleutnant

fr je s«

iS*

'M «U«

-rt;Irl-

beten Schaf- und Rinderherden.

Eine kleine Siedlung, nach vielen Kilometern die erste im beängstigend weiten Raum der Krim, ruft uns wach aus dem Sinnen und zurück zur-Steppe. Das Dorf ist nur ein Häuflein bescheidener Katen, und auch die sind zumeist noch vom Kampf aufge­rissen und zerfetzt. Unfaßbare Armseligkeit!

Hier, in einer Landschaft, in der es keine natür­liche Tarnung und Deckung gibt, ist der Durch- bruch durch die Landenge der Krim erzwungen worden. Die Spuren der Kämpfe zeichnen das @i sicht der Ebene. Da liegen sie noch herum, die ab­geschossenen Ratas und Martinbomber, da klaffen noch die riesigen Stukatrichter, und die Trümmer sowjetischer Eisenbahnwagen und Geschütze liegen verstreut daneben.

trumente in die Hand gegeben, mit der sie der Welt ihre Unüberwindlichkeit bewiesen. Wenn nun ein­mal Gelegenheit gegeben ist, auch über die Flug- motoreninbuftrie Der Oeffentlichkeit etwas zu er­zählen, bann ist dies, wie der Generaldirektor Popp vom BMW.-Kon^ern in feiner Ansprache an uns ausführte, die Lüftung eines Geheimnisses. Man spreche ja allgemein nur vom Flugzeug. Der Motor finde schon in der Namensgebung keine Er­wähnung im Gegensatz zu den Erdfahrzeugen, wo ~ aftfahrzeugen oder Motorfahrzeugen die i. Beim Luftfahrzeug werde der Motor so-

Rede sei. Beim Luftfahrzeug werde der Motor so­zusagen verschwiegen und die Zelle dominiere. So werde landläufig von einer Motorisierung des Erd­verkehrs, aber nicht von einer Motorisierung des Luftverkehrs 'gesprochen. Dabei verlangen die Zel­lenbauer so heißt man in der Fachsprache die Flugzeugkonstrukteure natürlich mit Recht, daß der Motor sozusagen kein Gewicht haben soll, keinen großen Raum einnehmen und auch möglichst keinen Brennstoff verbrauchen soll, aber selbstverständlich eine unbegrenzte Leistungsfähigkeit besitzt.

Wenn man so das Werk sah, bas die Worte des Betriebsführers illustrierte, so konnte man sich da­von überzeugen, daß die Flugmotorenproduktion heute in der Erzeugung luftgekühlter Doppelstern­motoren in der höchsten Leistungsklasse angelangt ist. Das bedeutet aber nicht, daß nun nichts Besse­res mehr geschaffen werden kann. Im Gegenteil, die Entwicklung schreitet ständig vorwärts und bringt immer noch gesteigerte Leistungen hervor. Wenn man das tote Material sieht und daneben

Berlin, 9. Jan. (DNB.) In der Nacht zum 8. Januar spielten sich vor der Hauptkampflinie von zwei deutschen Infanterie-Divisionen im N o r b teil der Ostfront heftige Kämpfe bei der Ab­wehr starker bolschewistischer Angriffe ab. In Stärke von vier Bataillonen und mit Panzer- und Artil­lerieunterstützung griffen die Bolschewisten die Stel­lungen der einen Infanterie-Division an. Obwohl die Bolschewisten ihre Panzerkampfwagen durch einen weißen Tarnanstrich der Schneelandschaft an­gepaßt hatten und trotz der nächtlichen Dunkelheit wurden 5 von den 7 angreifenben Panzern ver­nichtet. Bei der Säuberung des Kampfgeländes in der Morgendämmerung des 8. Januar wurden über 350 gefallene Bolschewisten festgestellt. Ein 80 Mann starker feindlicher Stoßtrupp, der sich am Morgen des 8. Januar erneut den deutschen Stellungen näherte, wurde vollständig aufgerieben. Im Nach­barabschnitt hatten die Bolschewisten in der gleichen Nacht ebenfalls mit starken Kräften angegriffen. Auch dieser Angriff scheiterte unter hohen Verlusten für den Feind.

Im Südabschnitt der Ostfront entfaltete sich eine rege Tätigkeit unserer Späh- und Stoßtrupps. Dabei drangen an einer Stelle deutsche Infante­risten in die feindlichen Linien ein. Nach der lieber- Windung des Vorfeldes kämpften sie zwei Bunker nieder, von denen aus das feindliche Feuer auf schmalem Raum die deutschen Stellungen beun­ruhigte. Vor dem gleichen Divisions ab schnitt un­ternahmen slowakische Soldaten über einen Fluß- lauf hinweg einen Vorstoß, der zu einem Einbruch in die Stellungen des Gegners führte. Die Slowa­ken vernichteten mehrere feindliche Unterstände.

An der Norbspitze bes Onega-Sees wiesen finnische Truvpen mehrere bolsche­wistische Vorstöße erfolgreich ab. Die Säuberung ber Landzunge südwestlich' Powonez schreitet fort. An einzelnen Stellen unternahmen die Bolschewisten

8k.

s <4

,ut«

K 19 'm $$ .""ich btt * e» 7 ixt ym tat.

»ie Weil fe ®«tn j>nd

MbH Weiter ist »fyeinii nere öhL Eche aber

Kampf *n |iX fcj* uns iiW.chknchi * neue Ae. 'liefert hat. öetrachilich mit der lerichterstal. Krieq wich m britischen die bent M9 präfen« die deutsche imrde. Den. die sie nach )om Stapel i sicher ein« mgsparolen n.

ird es eh« nseren Sol« taneien los« 4 geschnitzt M im Mn. wrt deshH lärme spm« 5 Soldaten unser M mir hören

NSK. Weit, endlos und öde ist die Steppe der Krim. Kein Baum weitum, kein Hügel im Gelände, kaum ein verlorenes Gestrüpp, nur schmutziggelbes Steppengras und von Zeit zu Zeit eine Herde; meist sind es Schafe, seltener Rinder. Man sieht sich müde an diesem Bild ohne Rahmen, das keine Grenze hat und dem Auge keinen Halt bietet. Während die Kolonne im schneidend scharfen Wind die schnurgerade Steppenstraße dahinzieht, gehen die Gedanken des Infanteristen zurück zu Bildern, die sich ihm weiter nördlich boten beim Marsch auf die Krim.

In Berislaw fiel uns ber russische Winter mit seiner ganzen Härte über Nacht an. Unten am Dnjepr setzte uns bis große, schwerfällige Fähre langsam über, von den schwieligen Hänben vierzig gefangener Sowjets am Stahlseil gezogen. Der träge Strom führte schon dünne Eisschollen mit sich, die an Brücken und Schiffen mit leisem Klirren zer­brachen. Ein Kran und ein Schlepper hatten eben ein kleines Schiff vom Grunde des Flußbettes ge­hoben und schleppten es ab. Es baumelte am Kran in der Luft wie ein Ballen Ware. An die Hänge rechts und links preßten sich kleine Lehmhütten, deren Weiß sich vom Hintergrund abhob. Ruinen, Trümmer säumten den Fluß, und dazwischen wei-

will, wie es hier helfen und selbst mit zupacken *°Das deutliche Wort, wie wir es gebrauchen, hat mit Geschwätzigkeit nichts zu tun. Die Zeitung kann nicht jedes Ereignis auf Gottes weitem Erdenrund aussprechen und behandeln, aber sie bemüht sich, jedes für die Entwicklung des Krieges und damit für den einzelnen wichtige Geschehen dem Volksge­nossen mit einer so weitgehenden Zuverlässigkeit nahe zu bringen, wie es dem im Tage stehenden und für den Tag arbeitenden Publizisten überhaupt mög- ^ die deutsche Presse heute das Ver­trauen der Führung des Reiches besitzt und oft auch ihr Sprachrohr zum Volke fein darf, gibt ihr die Möglichkeit, das offene Wort, Das sie spricht, stets den Problemen zuzuwenden, die im Gesamtgeschehen der Zeitung die bedeut- s am st e n sind.

Die F o r m ber Mitteilung mag dabei manches­mal von ber Rücksicht auf den Feind und den mili­tärischen Nutzen, den er aus größerer Deutlichkeit unserer Sprache ziehen könnte, bestimmt sein, der Inhalt wirb es nicht, unb bas beutsche Volk und seine Presse verstehen sich gut genug, um das zu würdigen.

Kraftwerk zu vollbringen hat, so schnell, exakt und reibungslos man kann schon fast sagen her- vorzuzaubern. Hand in Hand greift ebenso wie Ma­schine in Maschine ineinander, bis die einzelnen Teile in der Montage zusammenkommen und zum Ganzen gefügt werden. Das Geheimnis dieser Lei- & liegt in einer äußerst einfachen, aber genialen rteilung ber Arbeit, die sich die Maschine so­weit nur möglich nutzbar macht und auch die mensch-. liche Arbeitskraft, selbst wenn sie bislang noch nichts mit Motorenbau zu tun gehabt hat, befähigt, einen wesentlichen Beitrag zur Fertigstellung des Motors zu liefern. Diese Arbeitskräfte haben in der Hauptsache Maschinen zu bedienen, die von alleine arbeiten. Unb deren sind es in ber Flug- Aeugmotoreninbuftrie eine ganze Reihe. Da gibt es beispielsweise automatische Drehbänke, die in 5Vt Minuten leisten, wozu früher 35 Minuten notwen­dig waren, und deren Bedienung einer Arbeitskraft überlassen werden kann, deren Anlernung nur einige Tage braucht.

Mit außerordentlicher Vorsicht werden natürlich alle Motoren darauf hin untersucht, ob sie auch keinen Fehler aufweisen und ob ihr sicheres Funk­tionieren gewährleistet ist. Da gibt es eine eigene Erprobungsabteilung, die in einer Standerprobung alle Maschinen mit allen Leistun­gen, Flugzuständen unb in allen Höhen erprobt. Einmotorenflüge werden in dieser Abteilung eben­so geprüft wie der Verbrennungsverbrauch unb an- bere Leistungen gemessen werden. Ueberhaupt wer­ben alle Teile des Motors in jedem Abschnitt ihrer Fertigung vom Rohteil bis zum einbaufertigen Zu­stand von geschulten Prüfern nach neuestem Ver­fahren genau untersucht, wie auch der zur Herstel­lung verwendete Werkstoff und insbesondere seine Wärmebehandlung in einer eigenen Werkstoff- prüfanftalt Dauernd überwacht wird. Damit aber jede Gewähr gegeben ist, daß kein Motor mit irgendeinem Fehler das Werk verläßt, wird schließ­lich noch eine Rückmontage vorgenommen. Da­bei wird der Motor, wenn er von den Probeflügen zurückkommt, noch einmal in alle seine Teile zer­legt. Jedes Teil wird wieder gründlich gesäubert unb erneut geprüft und sogar magnetisch auf Risse durchsucht. Erst nachdem der Motor die strenge Prüfung durch die Rückmontage bestanden hat, wird er abgeliefert.

So ergab der Besuch in diesem Flugmotorenwerk die Uebergeugung, daß hier nicht nur die Serien­erzeugung enorm vorwärtsgetrieben worden ist, sondern daß auch gleichzeitig die Entwicklung neuer und moderner Typen außerordentliche Fortschritte gemacht hat. Nach der zahlenmäßigen Seite allein hin kann festgestellt werden, daß die Ausfälle, die wir haben, einen erstaunlich geringen Bruchteil ber Erzeugung des Werkes, von dem hier die Rede ist, darstellen. Daneben gab dieser Besuch aber auch noch Einblick in die Produktion ber neuesten Flug- zeugtypen, die im nächsten Jahre zum Einsatz kom­men werben unb dem Gegner zeigen dürften, daß die deutsche Luftwaffe von Jahr zu Jahr eine ge­fährlichere und schlagkräftigere Waffe für ihn wird.

karelischen Front gewann eine finnische In- fanteriedivision im Raume zwischen Ladoga-See und Onega-See weiter Boden. In harten Kämpfen wurden dabei 30 stark ausgebaute Feldbunter ver­nichtet. Gegenangriffe wurden zurückgeschlagen. Die Bolschewisten verloren hierbei 400 Tote und meh­rere Panzerkampfwagen. Eine bolschewistische Kampfgruppe wurde in einer Ortschaft eingeschlos­sen und steht vor ihrer Vernichtung.

©er Wehrmachtberichi.

DNB. Aus dem Aührerhauplquarkler, 9. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im mittleren und nördlichen Ab­schnitt der Ostfront dauern die erbitterten Abwehrkämpfe an. Dabei wurden Bereitstellungen des Gegners durch zusammengefaßtes Artillerie­feuer zerschlagen und zahlreiche feindliche Angriffe abgewiefen. Kampf-, Sturzkampf- und Iagdflieger- verbände unterstützten die Abwehrkämpfe des Heeres.

In Nordafrika hielt das feindliche Artillerie­feuer auf die deutsch-italienischen Stellungen bei 5 ollum an. Im Raum von Agedabia beider­seitige Aufklärungstätigkeit. Deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge bombardierten britische Kraft­fahrzeugkolonnen. In Luftkämpfen schossen deutsche Jäger ohne eigene Verluste sechs feindliche Alug- zeuge ab.

Britische Ilugpläh^ auf der Insel Malta wur­den bei Tag und Nacht erfolgreich mit Bomben belegt.

den fertigen Flugmotor bewundert, so muß man agen, daß sich hier geradezu ein Wunder von Präzisionsarbeit vollzogen hat. Viele Hun­derte von Teilen sind zusammengestellt worden. Jedes von ihnen stellt ein Musterwerk fachlichen Könnens und unerreichter Konstruktionsarbeit bar, gleichgültig, ob es sich um eine Millimeter-Arbeit ober die wuchtigen Gehäuseteile handelt. Diele Tau­send Stunden sind darauf verwandt worden, die Konstruktion bis aufs äußerste zu vervollkommnen. Der Konstruktionsleistung ist die Produktions­leistung gleichwertig.

Man möchte es kaum für möglich halten, aus der papierenen Konstruktion bas komplizierte Werk bes Flugmotors, ber doch Leistungen wie ein kleines

retten. Bei ber Schlacht im Raume ostwärts Kiew vernichtete ober beschädigte er mit seiner Gruppe 58 Eisenbahnzüge, 675 Lastkraftwagen unb 22 Panzer. Leutnant Bliesener hat sich, ob­wohl er in kurzer Zeit dreimal abgeschossen wurde, durch Absprung aus dem brennenden Flugzeug retten, in anderen Fällen die flugunfähig gewor­denen Maschinen unter schwierigsten Umständen zu Boden bringen mußte, zweimal hinter den sow­jetischen Linien abgeschossen, mit seiner Besatzung zu den eigenen Linien durchgeschlagen und ist sofort wieder ins Flugzeug gestiegen, um seine Kriegs­pflicht zu erfüllen. t

Aus aller Wett.

Professor Wilhelm Teudt gestorben.

Der Germanenforscher Professor Wilhelm Teudt ist im 82. Lebensjahre in Detmold gestorben. Teudt, der Sohn eines Pfarrers in Bergkirchen bei Bücke­burg, war selbst zunächst Dorfpfarrer in Schaum- burg-Lippe und wurde bann Direktor des von ihm mitbegründeten ,Leplerbundes zur Förderung der Naturerkenntnis". Er setzte die Arbeit Gustaf Ko- sinnas zielbewußt fort und führte den Nachweis, daß wir in den Externsteinen im Teutoburger Wald das bedeutendste Dolksheiligtum unserer germani­schen Vorfahren besitzen. Sein BuchGermanische Heiligtümer" hat seinen Namen weithin bekannt- gemacht. Der Führer verlieh ihm zu seinem 80. Ge­burtstage die Goethe-Medaille. Teudt war auch Ehrenbürger der Stadt Detmold.

Todesstrafe für einen Wollfachen-Marder.

Der 61jährige, in Friedrichstal (Bezirk Oppeln) geborene Karl Sachs, der zuletzt feinen Wohnsitz in Alsfeld hatte, war am 24. Dezember von fei­nem Arbeitgeber in Alsfeld auf einige Tage beur­laubt worden. Diese Zeit benutzte Sachs dazu, sich in Fulda dem Alkohol hinzugebe-n, was Ikiju führte, daß feine Geldmittel bald verbraucht waren. Um wieder zu Geld zu kommen, verfiel er auf die verbrecherische Idee, bei einer Frau in Fulda am 29. Dezember Wollsachen abzuholen, bi« für die Front bereitgelegt worden waren. Er gab sich den Anschein, als ob er beauftragt wäre, die Sammlung vorzunehmen. Als ihn eine Frau nach der Quittung fpa-gte, versprach er, diese sofort zu bringen, der Sammelwagen halte in der Nähe des Hauses. Sachs fuhr noch am gleichen Tage nach Hünfeld, wo er versuchte, den bei der Frau ab ge­holten Pullover und die Pulswärmer zu verkaufen; los wurde er jedoch nur die Pulswärmer, für bi« er 1,50 RM. erhielt. Das Sondergericht in Kassel verurteilte ihn wegen Verbrechens im Sinne der Verordnung zum Schutze der Sammlung von Win­tersachen für die Front vom 23. 12. 1941 zum Tode.

Wildschweine und Füchse auf dem Hunsrück.

Auf den Jagdstrecken des Hunsrücks wurden in den letzten Wochen zahlreiche Wildschweine und Fuchse zur Strecke gebracht. Der Bestand an diesen Wildarten ist in diesem Winter besonders stark. Zu­rückgegangen sind die Bestände an Hasen unb Feld­hühnern, eine Erscheinung, die immer in solchen Jahren festgestellt wird, in denen sich der Fuchs be­sonders stark bemerkbar macht.__________________

Hauvt'«l»r1ftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter des HcnlpllLrisllelterS: Dr Hans Thnrtot. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr.W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thnrtot: für Stadt Gießen, Provinz, Wirtfchaft u. efort: Ernst Blumschetn (beurl.), i.B.: Dr.Hans Tdnrior. , ä

Druck und Verlag: Brühlsche UniversitcktSdruckeret R. Lange N.G, BerlagSleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann; einAeteenlcüet: Han» Leranrworütch füi denJnMt dttAnzetgeturhevdorKümmü. PUkH