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Aus dem Reich

b a ch e r übernommen hat, hielt eine Tagung des

bei der Befchie- mehrere größere

Bezug für Haustrinkkuren durch: Jean Weisel,Gießen,Sonnenstr. 6, Tel.3888 sowie durch alle Apoth. u. Drog.

26 drei

feindliche Kräfte in umfassenden Angriffen schlagen.

3n Luftkämpfen wurden im Osten feindliche Flugzeuge abgeschossen, weitere am Boden zerstört.

3n Leningrad entstanden feung kriegswichtiger Anlagen Brände.

3n Lappland vernichteten

nifche Truppen in mehrtägigen erbitterten Kämpfen eine im Verlaufe der gemeldeten Gegenangriffe eingeschlossene Kräftegruppe des Feindes. Dabei verlor der Gegner außer zahlreichen Gefangenen über 1400 Tote und Kriegsgeräte aller Art.

An der Bl u r m a n f r o n t wurden weitere

deren Söhne auf bequeme Art ins Parlament zu bringen. Die Wählerschaft habe diese Taktik durch­schaut und lehne sich in steigendem Maße dagegen auf.

den stellvertretenden Gauleiter Staatsrat Görlitzer Beirats ab, auf der der Gauleiter erklärte, daß ihrer Bestimmung übergeben worden. In Dertre-' der Lons-Preis, der alljährlich m Hohe von 5000

Der Wehrmachtbericht.

D)lB. Aus dem Führerhauptquartier, S. Blai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m Donezgebiet, südostwärts des Il­mensees und an der W o l ch o w f r o n t wur­den örtliche Angriffe stärkerer feindlicher Kräfte abgewiesen. Dabei verlor der Gegner elf Panzer.

in verschiedenen Angriffen ein Ende bereitet. Ein deutsches Unterseebot hotte zwei Torpedotreffer er­zielt, konnte jedoch bei der hohen See und dem

und sozialen Denkens.

In der Kriegserklärung des Reiches an die Ber­einigten Staaten von Amerika hat der Führer in der Bestimmung zweier Lebenshaltungen die Ge­gensätze gezeigt, die heute die Alliierten und die Dreiermächte um Welten trennen. Indem nun die­ser Weltkrieg die wahren Fronten der politischen und sozialen Neuordnung in sich ausgenommen und ihre Träger zu den Vertretern eines a b s i n k e n - den Finanzimperialismus auf der einen und einer sozialen Völkergerechtigkeit auf der anderen Seite gemacht hat, ist er ein Weltkrieg im totalsten Sinne, ein Kampf um das Weltbild der Zukunft politisch, kulturell und sozial. In diesem Sinne ist er bestimmend nicht nur für die Beteiligten, sondern für die gesamte Menschheit, er ist universal und in der Härte des Zieles unausweichbar geworden.

Es ist stets ein Zeichen untergehender Epochen und ihrer machtsetzenden Träger gewesen, daß sie der Kraft revolutionärer Ideen die reaktionäre Be­harrung und letzte Gewaltenifaltung möglicher Art entgegensetzen, ja selbst geistig auf die Mittel des Emporstrebenden zurückgreifen. Dieser Tatbestand zeichnet sich heute in den Versuchen der politischen Führung Washingtons, Londons und Moskaus ab, bei den ersteren sozial, bei dem letzteren national, noch einmal missionarisch zukunftsbestimmende Vollmachten zu erhalten. Die Furcht vor der geisti­gen Ansteckung läßt selbst die letzten Mittel zu. Dem gegenüber steht heute in Europa und Ostasien der politische und soziale Gleichklang der Kräfte, das verbindende revolutionäre Bewußtsein, zur Neuordnung der Welt berufen zu sein und int Kampf das Weltbild einer neuen Epoche über den Gegner hinweg durchzusetzeä.

Die Ausstellung im Berliner LustgartenDas Sowjetparadies" ist am Freitagabend mit einer Kundgebung des Gaues Berlin der NSDAP, durch

Niere und Blase

Schriften durch die Kurverwaltung Bad Wildungen

führen.

Indem aber nun kulturelles, wirtschaftliches und politisches Selbständigkeitsbestreben die weißrassi­gen Gebiete europäischer Zivilisation wie die USA. und die britischen Dominions ebenso er­fassen wie die Mischnationen von Eingeborenen und Europäern Südamerikas oder das von der europäischen Kolonisation überhaupt nicht erfaßte Japan und Teile Chinas, wird der Druck auf die planetarische Vorherrschaft der europäischen Groß­mächte unausweichlich bis zur Niederlage der Nach­kriegsjahre. Der erste Weltkrieg hat daher als sicht­bare Ergebnisse: 1. die weitere Niederhaltung der europäischen Mitte nach dem System von 1648 unter Verzicht auf eine europäische Einigung: 2. den Verlust der europäischen Vorherrschaft in der Welt: 3. den Aufstieg außereuropäischer Großmächte mit dem Anbruch eines ausgeprägten weltpoli­tischen Krästespiels.

Für die weitere Entwicklung der Weltkonstella­tion war nun entscheidend, daß die Friedensschlüsse von 1919/ weder Sieger noch Besiegte gebracht habendes blieben Waffenstillstände für die geistige, politische und militärische Aufrüstung zum zweiten Weltkriege. Die europäischen Machtverhält­nisse waren bereits im Ursprung der Pariser Dor­ortverträge zur weiteren Destruktion bestimmt und haben sich demgemäß nicht in der Richtung einer Neuordnung Europas ausgewirkt. Weltpolitik, Weltwirtschaft und Weltzivilisation im überkom­menen Sinne lagen stärker am Boden als vor 1914. In den 20 Jahren nach dem Kriege ist als ge­schichtlich nachwirkende Folgeerscheinung bei den besiegten, betrogenen und niedergehaltenen Völkern ein allgemeines Bewußtsein wachgeworden: Die Fronten des Weltkrieges waren verkehrt, ihre Partner falsch gewählt gewesen, der Krieg wurde nur mit anderen Mitteln fortgesetzt.

Der erste Weltkrieg steht aber nicht nur In machtpolitischer, sondern auch in gesellstchaft- lich- sozialer Hinsicht mit dem Ausklang einer alten und dem Beginn einer neuen Epoche in Verbindung. Wie die mittelalterlichen politischen

3m Küstengebiet der 3nsel Malta wurden Schiffsziele, Flaksiellungen und Detriebsstofflager erfolgreich bombardiert.

Nachtangriffe deutscher Kampfflugzeuge richteten sich gegen Flugplätze auf Malta und gegen Nach­schubverbindungen der Briten in Nordafrika.

3m Kampf gegen Großbritannien belegte die deutsche Luftwaffe bei Tag und Nacht kriegs­wichtige Ziele an der britischen Kanalküste sowie an der Themfemündung mit Bomben.

Bei erfolglosen Angriffsversuchen britischer Bom­ber in der vergangenen Nacht gegen das dänische Küstengebiet verlor der Feind vier Flugzeuge.

Die Versenkung derEdinburgh".

tung des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels, hielt Staatssekretär (Sutterer eine Ansprache.

Der Rektor der Universität Rostock, Professor Dr. Steurer, gibt bekannt: Der Unterrichtsbetrieb an der Universität Rostock wird am Freitag, 8. Mai 1942, in vollem Umfang wieder ausgenommen. Unterbrin­gung ist gewährleistet.

Aus aller Meli.

50 3ahre Kyffhäuser-Denkmal.

Am 10. Mai 1892, vor 50 Jahren, fand die Grundsteinlegung des Kyffhäuser-Denkmals statt. Der Reichskriegerführer weist darauf hin, daß dieser Tag eine wichtige Etappe des großen Sol­datenbundes bilde. Der Kyffhäusergedanke war gleichzusetzen dem Reichsgedanken, für den sich die durch die Kriegskameradschaft von 1870 verbunde­nen Soldaten aller deutschen Stämme einsetzten. Soldaten aus dem ganzen Reich trugen zum Bau dieses Denkmals als Symbol geeinten SoDaten- tums bei.

Todesstrafe für einen betrügerischen Grußbesleller.

Hans Schuppenhauer aus Lübeck, dessen Strafte- gister zahlreiche schwere Vorstrafen wegen Dieb­stahls, schwerer Urkundenfälschung, Zuhälterei und Rückfallbetruges aufweist, begann im Februar 1941, nachdem er aus der letzten Strafhaft entlassen war, bald wieder mit ^Betrügereien. Nachdem er^ die An­schriften von Frauen, deren Männer oder Söhne im Felde standen, ausfindig gemacht hatte, besuchte er sie, gab sich als Unteroffizier aus und bestellte Grüße von den draußen stehenden Soldaten. Er erzählte dann, er fahre an die Front zurück und erklärte sich gern bereit, für den Mann oder Sohn ein Paket ober sonst etwas mitzunehmen. Ihm kam es beson­ders auf Geld und Lebensmittel an. Beides erhielt er in beträchtlichem Maße. In Köln wurde Schup­penhauer schließlich fesigenommen. Das Sonderge­richt Kiel verurteilte ihn als Dolksschädling und ge- fährlichen Gewohnheitsverbrecher zum Tode.

Dem Andenken von Hermann Löns.

Die Hermann » Löns - Gesellschaft in Hannover, deren Vorsitz Gauleiter Lauter-

Die englische Kriegsmarine hat auch von deutschen Unterseebooten und Ueberwasserstreitkräs- ten einen schweren Schlag einstecken müssen. Wie man in London jetzt selbst zugeben mußte, ist dabei der englische KreuzerEdinburg h", einer der modernsten 10 000-Tonnen-Kreuzer der britischen Flotte, auf der Strecke geblieben. In einem ge­radezu idealen Zusammenarbeiten haben unsere U-Boote und Ueberwasserstreitkräfte diesem Kreuzer

Nach einem Ablauf von rund 25 Jahren haben sich die unausgeglichenen Kräfte der Welt erneut in Bewegung gesetzt. Es hieße, ein Gesetz des 20. Jahr­hunderts verkennen, wollte man den ersten und zweiten Weltkrieg nur chronologisch in Verbindung setzen und die Vielheit jener ursprünglich gegebenen Sachverhalte, Umlagerungen und natürlichen- nmgen unterwerten, die historisch den zweiten zur Fortsetzung des ersten bestimmen. Diese Kontinuität des geschichtlichen Verlaufes zwischen zwei Kriegen stellt die jüngste Vergangenheit, Gegenwart wie nächste Zukunft erst unter ein einheitliches Zeichen: Die Weltkriege als Wende der Weltpolitik.

Dem Zeitalter eigenständiger Europapolitik war die weltpolitische Entwicklung gefolgt, die, beginnend mit den Entdeckungsfahrten der Neuzeit und dem Ausgriff der aufstrebenden Seemächte, zur ersten Kolonisationsepoche führte. In den Jahrhunderten der inner- und außereuropäischen Auseinander­setzungen der kontinentalen Großmächte bis zu dem Hochimperialismus des 19. Jahrhunderts wird zwar die Vorherrschaft der weißen Rasse planetarisch ausgebildet. Die Wandlung eines ausschließlich europäisch bestimmten Weltbildes ist in dem kraftvoll bestimmten und ausgreifend europäischen Jahrhundert des Imperialismus noch verdeckt und in gewissem Sinne nur hinter den weltpolitischen Kulissen festzustellen, gewinnt jedoch eine offene Seite mit dem Ausbruch des Krieges 1914, als der Entente die Machtkonstellatton und Rohstoffreser­ven Europas njcht mehr auszureichen erscheinen, um den Entscheidungskampf gegen die bedrohlich stark gewordene europäische Mitte allein zu führen. Außereuropäische weiße, mischfarbige und farbige Hilfstruppen werden auf dem Mutterkontinent ein­gesetzt, fremdkontinentale Wirtschaftsmittel heran- gezogen und pankonttnentale Ideen ergriffen, um mit der Abwürgung der Mittelmächte eigene Ab- hängigkeit und europäische Ohnmacht heranfzu-

Oer Weltkrieg des 20. Jahrhunderts

Von Professor Dr. F. A. Six, Dekan der auslandswissenschaftlichen Fakultät der Universität Berlrn.

Sauarbeitstagung des Führerkorps der Partei.

NSG. Auf der monatlichen Arbeitstagung der Gauamtsleiter, Kreisleiter und Führer der Glie­derungen und angeschlossenen Verbände der Par­tei behandelte Gauleiter und Reichsstatchalter Sprenger die Einschaltung der Parteidienst­stellen auf dem Gebiete des Arbeitsein­satzes. Nach einer Darstellung der kriegsentschei- denden Bedeutung dieses Aufgabengebietes ver­pflichtete der Gauleiter die Kreisleiter zur sorg­fältigen Beobachtung der zur Durchführung ge­langenden Maßnahmen. Einen breiten Raum der Rede nahmen alsdann aktuelle Fragen der Volks­führung des Aufgabengebietes der Partei ein. Der (Bauleiter gab dabei dem Führerkorps Wei­sungen für die gerechte Behandlung kriegsbedingter Fragen des Volkslebens.

Kleine politische Nachrichten.

Der italienische Wehrmachtbericht vom Freitag meldet von der Cyrenaika-Front keine Ereignisse von Bedeutung, da die Tätigkeit der Aufklärungs­einheiten infolge der ungünstigen Witterungsbe­dingungen auch weiterhin beschränkt war.

Verfügung stellen.

Dreißig neue Gaudiplome.

Gauleiter Sprenger zeichnet rhein-mainische Betriebe aus. NSG. In einer kurzen Feierstunde im Adols- Hitler-Haus zu Frankfurt überreichte Gauleiter und Reichsstattbalter Sprenger 30 Betrieben des Gaues Hessen-Nassau das Gaudiplom für her­vorragende Leistungen. Der Gauobmann der Deut­schen Arbeitsfront, Gauamtsleiter 6 'm1?6- dem Gauleiter die Betriebsfuhrer und Detnebs- obmänner der als nationalsozialistische Musterbe triebe ausgezeichneten und der für die Verleihung des Gaudiploms vorgesehenen Betriebe. Er konnte weiter berichten, daß 15 Leistungsabzeichen an rbein-mainische Betriebe verliehen würben. (Bau­leiter Sprenger behanbelte dann die Gestaltung unserer Kriegswirtschaft, als beren beibe Haupt- saktoren er Rüstung und Ernährung nannte. Der (Bauleiter zeigte die große Lime der Steuerung der Wirtschaft, die davon bestimmt ist, daß dieser Krieg nicht ei» Krieg um ein Gtud Sani onbcrn ein Entscheidungskrieg um S-m oder Nichtsein ift. Dabei tämpft jeder für sich, der Wehrfähige an.der Front und alle anderen an ihrem Arbeit-platz. Das letzte Ziel der liberalistischen Kräfte ist die schmarotzerhafte Ausnutzung der schöpferischen deut- schen Leistung. Daraus ergibt sich auch sur uns Die Notwendigkeit, den Krieg bis zu unserem Sieg zu Ende zu führen. Unterliegen wurde bedeuten, daß

(Mniptfdjriftleitet: Tr. Friedrich Wilhelm Lange. Ttellvertteter bei HauptichrisUeilers: Ernst Äumichcin. Verantwortlich für Polltil und Bilder Tr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Tr. Hans Tburrot; ,ür Ltad, Gienen, Provini. Wirr ctiaft und Svort: Ernst B:umichein.

Truä uno Verlaß: Brühl,che Univerntätsdruktere' R. Lange ft. G. Berlagsleiter i Tr.-Zna Erich Hamann: Anzeigenleiler: Hans Beck.

AnzeigenpreiSIiste Nr. 6.

Ungarn hat am 2. Mai mit Brasilien, Uruguay und Paraguay die diplomatischen Beziehungen ab­gebrochen als Ausdruck der Solidarität zu den Un­terzeichnerstaaten des Dreimächtepaktes. Brasilien hat die Vertretung feiner Interessen m Ungarn der portugiesischen Regierung übertragen. Die unga« rischen Interessen in Brasilien werden von Schwe- den wahrgenommen.

Der Botschafter Paraguays in Washington teilte seiner Regierung mit, daß die Vereinigten Staaten sich bereiterklärten, Paraguay eine Anleihe von vier Millionen Dollar zu gewähren, fer­ner berichtete der Botschafter, daß demnächst die erste über den Pacht- und Leihvertrag erworbene Waffensendung nach Paraguay verschiff) werde.

Kompromißlose Preispolitik.

Preiskommissar Dr.Fischboeck in Hamburg

Auf Einladung des Reichsstatthalters sprach der Reichskommissar für die Preisbildung, Staatssekre­tär Dr. Fijchboeck, in Hamburg über aktuelle Fragen der Peispolittk. Er wies darauf hin, daß die Gewinnabführungsverordnung, auf Grund deren gewisse besonders weitgehende Uebergyoinne steuer­lich erfaßt werden, die Wirtschaft kemeswegs von der Verpflichtung entbinde, die Preise enffprechend den Grundsätzen der Kriegswirtschaftsoerordnung zu bilden und ihre Gewinne von sich aus den durch den Krieg gebotenen Notwendigkeiten anzupassen. Das kompromißlose Festhalten am gegenwärtigen Preisstand treffe besonders die Land- und Forst­wirtschaft, schon aus diesem Grunde seien nachhal­tige Gewinnbeschränkungen auch bei den übrigen Zweigen der Wirtschaft erforderlich, insbesondere bei einigen Zweigen der verarbeitenden Industrie Uni) der Bau wirt schäft. Es gehe auch nicht an, das normale Risiko, das mit jeder unternehmerischen Betätigung verbunden ist, dadurch auszuschalten, daß überall dort, wo durch kriegsbed'ingte Notwen­digkeiten Gewinnschmälerungen oder selbst Verluste eintreten, sofort staalliche Eingriffe zur Wiederher­stellung der Unternehmerrente verlangt werden. Un­ternehmerkapital müsse auch bereit sein, Verluste zu tragen. Dann wies der Redner auf die unbedingt notwendige Gleichberechtigung des Sparkapitals mit dem Sachkapital hin, um das in die Zusagen der Staatsführung bekundete Vertrauen der bretten Masse der Sparer nicht zu enttäuschen. Es mußten daher Maßnahmen ergriffen werben, die verhindern, daß Sachwertbesitzer besser abschneiden als Sparer, die ihr Kapital direkt oder indirekt dem Reich zur

Ordnungen durch die machtpolitisch bedingten Staatensysteme abgelöst worden waren, so die überkommene feudale Gesellschaftsordnung durch em neues Mensch-Staat-Derhältnis und die alte naturale Wirtschaftsordnung durch den an- setzenden F r ü h k a p i t a l i s m u s. Der Gleich- klang politischer, wirtschaftlicher und sozialer Ent­wicklung, der sich im Zeitalter des demokratischen Liberalismus als politischer, kultureller und wirb schaftlicher zusammenfassen läßt, hat im ersten Weltkrieg 19141918 bei uns die erste Gegenfront einer neuen Bewußtseinseinheit gefunden. Es ist in den Kriegsthesen der Alliierten und westlichen Demokratien ausreichend zum Ausdruck gekommen und durch die Nachkriegszeit bis zur jüngsten Gegenwart durch Reden, Programme und Akte ge­nügend belegt, daß sich die Vorstellung einer so­zialen Dölkerkluft erhoben hat, die über die pro­pagandistische Publizistik hinweg, seit der Unter- Hausrede des Sir Samuel Hoare 1935 die Formel derHaves" undHavenots" erhielt.

.Auch insoweit ist der zweite Weltkrieg Fort­setzung des ersten, als das damalige Gegenwarts­problem mit veränderten Fronten sich zum Zu­kunftsproblem erhoben hat. Denn seit der Beendi- aung der Kriegsereignisse 1918 haben auf italieni­scher Seite Mussolini, Grandi und andere die Not­wendigkeit eines engen Zusammenschlusses der proletarischen Nottonen" Italien und Deutschland gefordert, hat Japan die Beziehungen zur euro­päischen Mitte als das Probletn eines weltpolitt- schen Ausgleichs auch wirtschaftlich-sozialer Natur vorausgesehen. Diese interkontinentalen Schicht­linien sind also nicht nur politisch, sondern ebenso stark geisttg-sozial ausgeprägt, indem sie von vorn­herein eine umwälzende Tendenz, die einer neuen Weltordnung in sich tragen. Diese Entwick­lungstendenz, die zum Gesetz einer neuen politi­schen Epoche führt, beinhaltet aber ebenso den geistigen Umwandlungsprozeß in- Richtung auf eine soziale Völkerumschichtung wie die Auflösung des internationalen Finanzimperialismus, d. h. die nach historischen, polnischen und völkischen Gesetzen sich durchsetzende politische^ Neuordnung des Weltbildes wird gleichermaßen getragen von der unaufhalt­samen Idee eines völkerumschließenden politischen

RM. an diejenigen vergeben wirb, die sich im Sinne des Dichters schriftstellerisch oder journalistisch besonders ausgezeichnet hätten, erstmals 1942 ver­liehen wird. Zu einer Gedenkstätte, dem Lönshof, werde ein Heidegehöft im Kreis Fallingsbostel ein­gerichtet werden. Dort solle der jeweilige Träger des Lönspreises eine Heimstätte zu ruhiger Arbeit finden.

Kunst und Wissenschaft.

3um 60. Geburtstag von 3oseph Marx.

Am 11. Mai vollendet Joseph Marx sein 60. Le­bensjahr. Das rege Musikleben seiner Vaterstadt Graz förderte die früh offenbar werdende schöpfe­rische Begabung des Künstlers. Nach frühen Erfol­gen mit Liedwerken kam der Künstler 1914 als Theorielehrer an die Wiener Musikakademie. lieber 200 Klavierlieder und etliche orchesterbegleitete Ge­sänge, wie der NaturzyklusDas verklärte Jahr", trugen seinen Ruhm weit über die Grenzen seiner engeren Heimat hinaus. Seine Kammermusik wird gerne gespielt. Eine Klavierfantasie mit Orchester Castelli romani", das Romantische Klavierkon­zert", weiter dieHerbstsymphonie", eine dreiteilige Natursuite (Symphonische Nachtmusik, Idylle, Früh­lingsmusik), dieNordlandsrhapsodie", die jüngst unausgeführtenAltwiener Serenaden" zeugen von dem Einfallsreichtum, der Klangphantasie und dem technischen Können des Tondichters, dessen Werk in immer neuen Spiegelungen künstlerischen Erle­bens das unerschöpfliche ThemaNatur und Land­schaft" ab wandelt. Roland Tenschert

(Eine neue Filmrolle für Hans Moser.

In Geiselgasteig wurden die Aufnahmen für den Hans-H.-Zerlett-Film der BavariaEinmal der liebe Herrgott sein" beendet. Unter der Spielleitung von Zerlett sind Hans Moser, Irene von Meyendorff, Margit Symo, Fritz Odemar, Ruth Eweler und andere in den Hauptrollen tätig. Der Film, der Hans Moser in der Rolle eines kleinen Hotelangestellten zeigt, befindet sich im Schnitt.

der Vernichtungssturm über Deutschland Hinweg-

Anschließend verlieh der Gauleiter die Gau­diplome an zwei Betriebe der FachabteilungNah­rung und Genuß", an einen Teilbetrieb, an zwei Betriebe der FachabteilungBekleidung und Leder", an drei Wald- und Holzbetriebe, an vier Eisen- und Metallbetriebe, an fünf chemische Betriebe, an vier öffentliche Betriebe (Energie, Verkehr, Verwalttmg), an einen landwirtschaftlichen Betrieb, an drei Be­triebe des Bergbaues und der FachabteilungSteine und Erden", an vier Handelsbetriebe und an einen Handwerksbetrieb. Nach Kreisen gesehen ergibt sich folgende Verteilung: Wiesbaden 6, Offenbach 5, Darmstadt 4, Mainz und Groß-Frankfurt je 3, Un- terwesterroald 2 und Bingen, Alsfeld-Lauterbach, Wetzlar, Odenwald, Dillenburg, Alzey und Groß- Gerau je 1 Gaudiplom.

schlechten Wetter, das um diese Jahreszeit im Nördlichen Eismeer vorherfcht, keinen sicheren Er­folg beobachten. Es wurden daher gegen den Kreuzer und die ihn sichernden Zerstörer deutsche Zerstörer angesetzt, die bereits den britischen, für Murmansk bestimmten Geleitzug mit großem Er­folg angegriffen hatten. Die Zerstörer suchten den von dem deutschen U-Bvot gemeldeten Standort des beschädigten Kreuzers auf, beschädigten in küh­nem Tagestorpedoangriff zwei feindliche Zerstörer und gaben trotz heftiger Abwehr durch die fdyroere Artillerie des Kreuzers derEdinburgh" den Fang­schuß. Bezeichnenderweise hat auch diesmal Chur­chill den Versuch' gemacht, diesen Verlust zu ver­schweigen, schließlich aber mußte er doch mit der Sprache herausrücken. Er konnte nicht einmal so lange warten, wie er es sich seinerzeit bei der Ver­senkung derBarham" leistete. Dieser stolze Er­folg der deutschen Kriegsmarine, verdient die Be­wunderung des deutschen Volkes.

Das Ritterkreuz.

Berlin, 8. Mai. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst K a e 11 n e r, der als Kommandeur eines Schützen­regiments sich bei der Abwehr eines starken An­griffes gegen eine wichtige Versorgungsstraße aus­zeichnete. Bis auf drei Kilometer kamen zwei frisch eingesetzte Regimenter der Bolschewisten an die Marschstraße heran. Der bolschewistische Angriff wurde dann durch ein einziges Schützen-Bataillon abgeschlagen. Oberst Kaellner trat sofort zum Gegenangriff an, führte persönlich die vordersten Stoßtrupps und entriß dem Feind eine Ortschaft, deren Besatzung im harten Kampf vernichtet wurde. Der Feind verlor allein in diesem Abschnitt 810 Tote.

Ein tapferer Sanitätsoffizier.

Berlin, 8. Mai. (DNB.) Ein Bataillonsarzt be­obachtet im südlichen Abschnitt, wie sein Jnfanterie- bataillon in schwerem Ringen gegen stark überle­gene feindliche Kräfte die zäh verteidigten Stellun­gen des Gegners an einer wichtigen Straßenkreu­zung in Besitz nahm. Den Schwerverletzten auf dem Kampffeld mußte Hilfe gebracht werden. Das pau­senlose Feuer der Bolschewisten machte es unmög­lich, den Truppenoerbandsplatz vorzuverlegen, ohne die Versorgung der Verwundeten zu gefährden. Der Sanitätsoffizier ging nach vorn, um Hilfe zu leisten. Durch verschlammte Mulden Und Wasserlachen kam er in die vorderste Linie. Als ihn das Rufen eines Schwerverwundeten erreichte, arbeitete er sich an ihn heran und schleppte ihn in eine Mulde. Die stark blutende Wunde wurde verbunden und eine Spritze sorgte für die Linderung der Schmerzen. Als er dem Verwundeten Worte der AufmunterunA sagte, be» ; merkte er, wie sich bolschewistische Schutzen an die Mulde heranarbeiteten. Der erste Bolschewist griff : nach einer Handgranate. Blitzschnell riß der Sani- ' tätsoffizier die Handgranaten des Schwerverwun- : beten an sich und schleuderte sie in die feindliche > Gruppe. Noch einige Schüsse und die Bolschewisten i werden keinen Verwundeten mehr angreifen.