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Samstag, 9. /Sonntag, 10. Mai 1942

Sietzen. Zchulstrahe 7-9

er-

in

nicht fest.

Der japanische Geesieg im Korallenmeer

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Madrid, Ende April 1942.

Wenn es heute anstatt geeinter Iberer Spa­

nier und Portugiesen gibt, dann ist auch das ein trauriges Verdienst der Engländer. Als sich um das Jahr 1100 zu den bestehenden Königreichen auf der Iberischen Halbinsel noch ein Königreich Portu­gal bildete, blieb das im Hinblick auf die spätere Vereinigung der Einzelstaaten durch Isabella von Castilien und Ferdinand von Aragonien zum spa­nischen Königreich ohne Bedeutung, zumal Phi-

kannt geworden, weil die Teilnehmer darüber Schweigen bewahren. Die Staatsmänner beider Länder betonten jedoch, daß sie in jeder Weise ihre Erwartungen erfüllt sähen. Zwei Tage später er­klärte dann der spanische Staatschef, General Franco, noch am Konferenzort Sevilla, in einer Rede, daß Spanien in der Stunde der Gefahr nicht nur eine Division, sondern eine Million Soldaten gegen den Kommunismus aufstellen würde. Es ist nicht zu erwarten, daß der spanische Staatschef unter den gegebenen Umständen eine solche Erk a- rung abgegeben haben würde, wenn nicht in dieser Frage volle Uebereinstimmung zwischen den Bru­dernationen geherrscht hätte. Die antikommunistische Einstellung Portugals ist schon lange bekannt, die Feindschaft gegenüber einem mit England verbün­deten bolschewistischen Rußland durfte jedoch aus vertraglichen Gründen nicht affen zutage treten, weil die Briten in den portugiesischen Kolonien em wertvolles Pfand besitzen. Aber da die Briten selbst als Verbündete Portugals die Rechte auf Timor zunächst nicht achteten, muß Portugal befürchten, daß seine Haltung, sei sie freundlich oder feindlich, England nicht daran hindern könnte, sich im Ver­lauf des Krieges die portugiesischen Kolonien anzu­eignen. Rur militärische Stärke kann die Güter in der Welt beschützen! Diese Stärke aber kann Por­tugal nicht allein ausbringen, ebensowenig, wie Finnland allein im Jahre 1939 den Sowjetsturm aufhalten konnte.

Druck und Verlag: vrühlsche Umversltätrdruckerri R. tauge

weis' dafür, daß auch Portugal kein Gegner der Völker ist, die die europäische Mission erfüllen. Das Ergebnis der spanisch-portugiesi­schen Konferenz in Sevilla ist nicht be-

füllen haben.

Oer neue britische Befehlshaber in Gibraltar.

Die beiden nordamerikanischen Flugzeugttäger Saratoqa" (oben) undYorktown" (unten). (Scherl-Archiv-M.)

Kamps in der Arktis.

Die Wehrmachtberichte der letzten Woche haben mehrfach die Aufmerksamkeit auf einen Kriegsschau­platz gelenkt, auf dem hoch oben im Norden am äußersten linken Flügel der Ostfront Soldaten aller drei Wehrmachtteile zum Teil gemeinsam mit un­seren tapferen finnischen Verbündeten unter schwie­rigsten Bedingungen, die ihnen Klima und Gelände auferlegen, in zähem Kampf mit der Natur und einem für die Eigenart dieses Kampfes besonders geschulten und ausgerüsteten, äußerst verschlagenen und harten Gegner eine Vielfalt wichtiger Aufgaben bewältigen. Die Sowjetunion verteidigt hier eine Schlüsselstellung ihres gesamten riesigen Raumes, deren Besitz eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Fortführung des Krieges überhaupt dar- stellt: den Zugang .zum Eismeer und damit zum Atlantik, also die Verbindung zu ihren Verbündeten, auf deren Zufuhren an Rüstungsmaterial, vor allem Flugzeugen und Panzern die bolschewistischen Heere nach den schweren Einbußen dieses Winterfeldzuges doppelt angewiesen sind in einem Augenblick, wo das Frühjahr den deutschen Armeen die Bahn für neue große Offensivoperationen freizugeben beginnt. Von den drei Wegen, die den Verbündeten für ihre Materiallieferungen an die Sowjetunion zur Ver­fügung stehen, ist der über Wladiwostok wegen der riesigen Entfernungen von mehr als 6000 Kilo­meter und der geringen Leistungsfähigkeit der transsibirischen Bahn selbst für die USA. der lang­wierigste und zudem durch den Krieg in Ostasien so gut wie unmöglich geworden. Auch der Weg durch den Indischen Ozean zum Persischen Golf, dem Ausgangspunkt der transiranischen Bahn, ist lang und nicht minder gefährdet. Bei weitem der nächste, was bei der wachsenden Schiffsraumnot her Alliierten den Ausschlag gibt, ist die nördliche Route, die von England die norwegische Küste ent­lang, um das Nordkap herum durch das Eismeer nach Murmansk und weiter durch das Weiße Meer nach Archangelsk führt. Auch das sind noch Entfernungen von rund 3000 Kilometer. Aber beide Häfen haben Anschluß an das sowjetische Eisenbahnnetz, die Anschlußstrecken fuhren sogar direkt hinter die Sowjetfront, aber die Murmanbahn liegt ständig unter dem Bombenhagel der deutschen und finnischen Luftwaffe und teilweise auch im Feuer der schweren deutschen Artillerie, so daß der Seeweg nach Archangelsk, der länger als ein halbes Jahr durch Packeis blockiert ist, mit Anbruch der wärmeren Jahreszeit an Bedeutung gewinnt. Er führt durch die ihrer schweren Stürme und dichten Nebel wegen berüchtigten Barents-See um die Halb-

Kern sie bilden. Sie sind 1927 vom Stapel gelaufen und später in Sidney umgebaut worden. Sie laufen 31,5 Knoten. Ihre schwere Artillerie besteht aus acht 20,3-Zentimeter-Kanonen. Beide haben Flug- zeugschleuder und je ein Flugzeug an Bord, lieber die Typen der übrigen versenkten oder beschädigten Schiffseinheiten wurde gestern bereits berichtet.

Welche strategische Bedeutung hat dieSchlacht in der Korallensee", die am 6. Mai begann? Den Japanern ist es wiederum gelungen, einen Teil der englisch-amerikanischen Flotten zu erwischen und zu vernichten. Wenn wir von dem Ueberraschungs- erfolg der Japaner in Pearl Harbour absehen so war es die Verzettelung des englisch-nordamerika- nisch-holländisch-australischen Gegeneinsatzes, der sich furchtbar gerächt hat. So gingen die beiden briti­schen GroßkampfschiffePrince of Wales" undRe- pulse" schon am 11. Dezember unter; m der Java- See fanden eine Reihe weiterer See- und Luft-See- Schlachten statt, die alle für Engländer, Holländer, Amerikaner und Australier sehr kostspielig waren. Dann kam die Versenkung der beiden großen Kreu­zerDorsetshire" undComwallis" in den Ge­wässern von Ceylon. Und jetzt die Schlacht in der Korallen-See, die Engländern und Amerikanern besonders viel an den so wertvollen Flugzeugträ­gern gekostet hat.

Die Korallen-See liegt im Nordvsten Australiens und ist das unmittelbare ozeanische Vorgelände für den südöstlichen Küstenstteifen Australiens, der von diesem Erdteil eigentlich allein besiedelt ist. Im Süden der Korallen-See beginnt dasGlückliche Australien". Dieses Australien sollte geschützt wer­den. Don dem Standort der USA.-Flugzeugträger in der Korallen-See wurden die Fliegerangriffe auf die japanischen Flugplätze in Neu-Guinea gestartet. Die Japaner hatten das stärkste Interesse, den Standort der feindlichen Flugzeugttäger festzustellen und dann zuzuschlagen. Das ist geschehen. Die Ver­teidigung Australiens hat einen schweren Schlag er­litten. Die Sicherheit des fünften Erdteils ist wieder in eine unmittelbar akute Krise geraten.

Die Versenkung der großen FlugzeugttägerS a - ratoga" undYorktown" schlägt schwerer zu Buch als der Verlust bzw. die Beschädigung der beiden Schlachtschiffe derWarspite"- undCali- fornia"-K1asse. Flugzeugträger haben eine längere Bauzeit als Großkampfschifte, obwohl sie nur schwach

Oie Meldung des Hauptquartiers.

Tokio, 8. Mai. (Europapreß.) Das Kommu­nique des Kaiserlichen Hauptquartiers Über den großen Seesieg im Korallenmeer lautet:Kaiserliche Marineeinheiten, die im Gebiet von Neuguinea ope­rieren, entdeckten und stellten eine mächtige kombi­nierte britisch-amerikanische Flotte am 6. Mai nn Korallenmeer südösllich des Gebietes. Sie griffen

192. Jahrgang Nr. 107 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags

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Gießener »>amilienblätter Heimat imBild DieScholle

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Zum Befehlshaber der britischen Truppen Gibraltar ist General Sir Colin Serbin ernannt worden. Ob General Jardin zugleich auch der Nach­folger des nach Malta versetzten Generals Lord Co'rt auf dem Posten des Gouverneurs ist, steht noch

Es muß der künftigen Entwicklung überlasten bleiben, ob diese oder ähnliche Erwägungen die portugiesischen Staatsmänner geleitet haben, als sie die Freundschaft zu Spanien zu vertiefen trachteten dem Spanien, das sich als wesentlichen Bestandteil Europas fühlt. Dann würde sich auch diese Freund­schaft auf Europa erstrecken, das zwar noch im blu­tigen Kampfe um feine Freiheit steht, aber aus diesem Kampfe geeinigt hervorqehen wird, um feine gemeinsamen Güter in der Welt zu verteidigen. Und in diesem neuen Europa würde auch Portugal zusammen mit dem blutsverwandten Spanien eine Mission zum Wohle der europäischen Völker zu ~

sie am 7. Mai an und v e r s e n k t e n s o f o r t ei n USA.-Schlachtschiff vomCalifornia -Typ und beschädigten schwer einen br itisch en & r eu } e r vomCanberra"-Typ, außerdem em britisches Schlachtschiff vomWarspite"- Typ (das in der ersten Meldung als versenkt ge­meldet wurde). Sie versenkten heute zwei USA-Flugzeugträger, und zwar einen vomSaratoga"-Typ und einen anderen vom Borktown"-Typ. Der Angriff wird noch fortge­setzt. Die Seeschlacht wird dieSeeschlacht in der Korallensee" genannt."

Der schwer beschädigte bnttsche Kreuzer vom C a n b e r r a" - Typ gehört zur Klasse der schweren Kreuzer Es handelt sich entweder um dieC a n - berra" (98-50 T.) ober ihr Schwesterschiff, die Australia" (9870 T.). Beide gehören, wie schon die Namen sagen, zur austtalischen Marine, deren

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/, Uhr desBormittagS

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Wiederholung Malstaffel I AbschlüffeMengenstanelS Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"/.mehr

gepanzert sind und auch nur Flakartillerie führen. Im gegebenen Augenblick aber fehlt es den Eng­ländern und den Vereinigten Staaten überhaupt an Flugzeugträgern. Die Engländer hatten nach der Vernichtung ihrer FlugzeugträgerArk Royal", Courageous",Glorious",Unicom" durch deut« sche Seestreitkräfte keinen einzigen modernen, also insbesondere schnellen Flugzeugträger zur Beglei­tung ihrer Großkampfschifte nach (Singapur! Die Nordamerikaner haben im bisherigen Verlauf des ostasiatischen Krieges von ihren sieben Flugzeug­trägern fünf verloren und besitzen nur noch zwei mittlere Flugzeugträger. Die Engländer hatten 1940 vier neue Flugzeugträger in Bau, die Amerikaner nur einen, soweit es aus den offiziellen Bauliften nach dem 1. Februar 1940 ersichtlich ist, aber in feinem Fall haben England und die Vereinigten Staaten ausreichend Flugzeugträger zur Verfügung, selbst wenn die englischen Flugzeugträger, die an dem angegebenen Stichtage in Bau waren, inzwi­schen fertiggestellt sein sollten ober ihrer Vollendung entgegengehen.

Von ben moralischen Folgen ber neuen schweren Nieberlage sei gar nicht gesprochen. Durch Austra« lien wird ein kalter Schüttelfrost des Erschreckens gehen. Welche Hoffnungen man dort auf die An­kunft ber kombinierten britisch-amerikanischen See- ftreitfräfte in ben Gewässern von Australien gesetzt hatte, Hoffnungen, bie jetzt bitter enttäuscht wurden, geht aus ber Meldung hervor, baß bas australische Parlament erwartungsvoll gespannt war, als Mi- nifterpräfibent Curtin über bie wie er sagte außerorbentlich bebeutsame Seeschlacht im Süd- westpazifik zwischen Neu-Guinea unb ben Salomon- Inseln sprach. Curtin sagte, niemanb könne im Augenblick wissen, was bas Ergebnis ber noch an» bauernben Schlacht fein werbe. Sie werbe zwar nicht ben Krieg entfcheiben, aber boch bie Taktik ber nächsten Zukunft bestimmen. Wenn bie Schlacht nicht bie erwarteten Ergebnisse bringe, würben für Australien größere Verantwortlichkeiten unb neue Prüfungen bevorstehen. Noch ernster klangen bie Worte, bie ber Ministerpräsibent ausschließlich im Runbfunk an bas australische Volk richtete. Es sei sehr gut möglich, meinte er, baß bie ganze Welt demnächst unter ben Schlägen bes Krieges erzittern werde. Australien stehe vor lebensgefähr­lichen Wochen.

^Welche Bedeutung die Staatsmänner der beiden Nationen ber Stabilität bes erreichten Zustandes auf der iberischen Halbinsel beimaßem gehtrdaraus Kr^oTm ÄÄ Än^ Portugal Iheotonio Pereira

Madrid ernannte. Pereira, ein Hasser d

Bolschewismus, schrieb im April des Jahres 1 bereits m der Zeitung ^Domingo": ..Dl-Erftchnm» h.it uns deutlich gezeigt, baß bie letzte Romequenz bes demokratischen Liberalismus ber Kommunismus M ber btt Menschheit in Blut ertränkt. Darum gilt unser Glaube lind unsere Liebe ben Ideen ber Juto-

C6inereneuen Probe wurde die spanisch-partugie- stsckie Freundschaft bei Ausbruch bes zweiten Welt- S.

BX'X SÄÄÄ besikes übernommen hatten, an ßngian-o

strikte Neutralität. Es sandte sogar zum Schutze seines Besitzes Truppen nach ben Atlantik- Inseln, denn zu oft hatten Engländer und Yankees mit dem Gedanken einer Besetzung gespielt, um ihre Absichten noch verbergen zu formen. Die Ausdehnung des Krieges auf den Pazifik brachte dann den Schlag, ben Portugal iip Stillen schon lange erwartet, an ben es aber nie hatte glauben wollen. England besetzte die Insel Timor. Was die Briten im Laufe ber Jahrzehnte durch ihre Propaganda an Sympathien im /portugiesischen Volke errungen hatten, wurde an diesem einen Tage

Am Westrande Europas

Von unserem T.-Berichterstatter.

tipp II. ein Jahrhundert spater auch Portugal unter erschlagen. Leider aber mußte sich Portugal bei feine Krone brachte. Der gleiche' Ursprung ber 2301= biefer Gelegenheit auch gestehen, daß es a l l eck n fer, die gleiche Geschichte und ihre gemeinsamen Ber- im (grn[tfall nicht in der Lage ist, ben Verräter mit Dienste um die Eroberung ber Welt rechtfertigten @etDa[f jn seine Schranken zurückzuweisen, auch eine gemeinsame Zukunft. Außerdem aber ge° Unterbeffen hat ber Krieg im Pazifik bie Kräfte bot bie Erhaltung des spanisch-portugiesischen Welt- verschoben unb bie Briten müssen zum ersten Male reiches eine unzerstörbare Einigkeit des iberischen bcr beschichte ein Weltmeer ihrem Gegner Über- Volkes. Die britischen Seeräuber wußten jedoch bas [ai|en nur unter diesem Aspekt haben sie auf große Reich zu Fall zu bringen. Sie erweckten m ben unmißverständlichen Protest aus Lissabon hin Portugal Unabhängigkeitsbesttebungen und schon in £imor nieder geräumt. Unter dem Schatten ber der Mitte bes 17. Jahrhunderts trennte eine Grenze gewaltigen Ereignisse ist es weniger aufgefallen, das iberische Volk in zwei Nationen, die sich mehr ba^ 3U beginn des Jahres 1942 eine portugiesische und mehr entfremdeten. Sofort übernahm England ^iütärmiffion einer Einladung nach Spanisch- i)ie Vormundschaft über bas portugiesische Volk unb a r o f t o gefolgt ist unb mit ben spanischen Ka- verwickelte bas spanische in europäische Kriege, bei geraden bie Stätten ber gemeinsamen Vergangen- benen sich die Briten ben Besitz von Gibraltar sicher- beit besuchte. War es wirklich nur blinber. Zufall, ten. Als bann im ersten Viertel bes 19. Jahrhun- b^ in bcn Tagen, an benen bie Japaner in ©in« berts bie amerikanischen Kolonien ben iberischen gapur einrückten in bie Festung bes britischen Mutternationen ben Rücken kehrten, blieben von I deren Fall nach Voraussagen britischer

den ehemals stolzen Imperien nur noch zwei opn« Staatsmänner ber Untergang des Weltreiches fol- mächtige Staaten übrig, bie sich im Innern nicht gen rojrb, ber kluge und weitblickende portugie- ohne englische Nachhilfe um kleinliche dynastische s^che Staatsmann Salazar den befreundeten spa- Fragen zerfleischten. Der von ben Briten geprebigte nij(^en staatsdjef General Franco besuchte, um Liberalismus zerschlug dann noch das Wenige, was ba5 Abkommen von 1939 noch zu vertiefen? Spa- die beiden Völker in das jetzige Jahrhundert geret- nien bat au5 seiner Freundschaft zu Deutschland nie ttt hatten. In Spanien und Portugal folgte eine; cin z^hl gemacht unb sich offen bereit erklärt, an Revolution der anbern und die iberische Halbinsel ber fommenben Neuordnung Europas unter ber hatte den Zustand erreicht, ben die Briten seit jeher ^,übrung des Deutschen Reiches teilzunehmen. Wenn erstrebten. v . _... nun Portugal seine Beziehungen zu diesem Spa-

Bon dieser Seite hatten bie Englanber feine Sto- nijen be||en Söhne als Freiwillige in ber Blauen

rung ihrer Pläne mehr zu erwarten. Und boch Division an ber Seite ber deutschen Truppen an

irrten sich bie Briten, als sie ben Wert ber Fuh- ber Ostfront bie europäische Kultur uerteibigen, en«

rerpersönlichkeiten in ben geknechteten Staaten gestalten will, so ist das zum mindesten ein Be-

unterschätzten. Als General Carmona im Jahre ..... ... h<

1926 das Steuer des portugiesischen Volkes in die Hand nahm unb eine nationalistische Regierung bildete, um bie Mißstänbe im Innern bes Landes zu beseitigen, hatte er einen gefährlichen Weg be­schritten. England wußte zu gut daß innerlich ge­festigte Völker leicht auch nach außen hin stark wer- ben tonnen. Die schickte Politik des portugie= fischen Ministerpräsidenten Salazar, ber bie Außenpolitik in ihren alten Bahnen ließ unb bas freunbschaftliche Verhältnis zu Englanb stets be­tonte, beruhigte bie Briten jeboch roieber. Außerbem fnnb sich ja jenseits ber Grenze auf ber iberischen Halbinsel noch ein Volk, bas bereits in bie Hande ber Freimaurer geraten und formt em sicherer Garant für die Erhaltung desGleichgewMes auf ber iberischen Halbinsel war. Was den Briten ' jedoch nicht gefiel, war ber Umftanb, baß sich auch in Spdnien bereits aufrechte Manner gegen ben liberalistischen Spuk erhoben. Und als General Franco im Jahre 1936 barum zu den Waffen griff, konnte sich ber britische Runbfunk nicht laut genug über benRebellen" oustoben. .

y Schon bamals würben bte bolschewistischen Mord­brenner bie erklärten Freunbe Gnglanbs benn ein hol chewistisches Spanien auf gleichem Raum mit einem nationalistischen Portugal paßte glanzend zu ben Plänen ber Briten. Doch d'er zeigte es M) bereits daß Portugal seine politische Ohnmacht überwunden hatte. Ungeachtet des britischen Druckes waren seine Sympathien vom ersten Tage des na­tional-spanischen Aufstandes auf der Sette Fran­cos, unb bie tatkräftige Hilfe bes portugiefifchen Volkes für bas spanische Brubervolk werben " Spa­nien unvergessen bleiben. Die iberischen Volker hatten erkannt, daß Friede und Wohlstand m ihrem Lebensraum nur erhalten ^iben konnten, wenn sie gestützt auf bie gleiche Historische Entwicklung, auch in gleicher politischer Ausrichtung miteinanber lebten. Diese Erkenntnis sand ihren N,-d-r,chlag IM naAemtm Sie«. m!i ber PorWeiMen $rub=r- Nation chloß. Damit war em seit Jahrhunderten durch die Briten künstlich aufrechterhaltener ZiÜtand der die dauernde Schwächung der iberischen Volker zum Ziele hatte, beseitigt. England datte seine erste politische Schlacht auf der Pyrenaen-Halbmsel Der=

Siebener Anzeiger

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