<92. Jahrgang Nr. <31
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Großer Erfolg in Ttordafrika.
Oer Wehrmachtbericht vom Sonntag.
DMB. Aus dem Führerhauptquarlier, 7. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im S ü d a b f ch n i t t der Ostfront wiesen deutsche Gebirgstruppen und ungarische Verbände einzelne Angriffe des Feindes ab. 3m mittleren und nördlichen Frontabschnitt wurde der Ring um die im rückwärtigen Frontgebiet eingeschlossenen Gruppen des Feindes durch konzentrischen Angriff weiter verengt. Feindliche Gegenangriffe wurden in harten Kämpfen blutig abgewiesen. An der Wolchow-Front wiederholte der Feind an mehreren Stellen seine heftigen Angriffe. Sie scheiterten an der wachsamen Abwehr, die durch Sturzkampfverbände unterstützt wurde, unter hohen Verlusten des Gegners, der weitere 18 Panzer verlor.
3n Rordafrika brachte der Gegenangriff der deutschen und italienischen Panzergruppen, unterstützt von starken Luftstreitkräften, große Erfolge. Der Feind wurde geworfen und mit Tellen eingefchlossen und vernichtet. Der Gegner verlor weitere 30 Panzer, zahlreiche Geschütze und Kraftfahrzeuge sowie über 4000 Gefangene. Damit betragen die Verluste der britischen Streitkräfte seit Beginn'der Schlacht in der Mar- marica am 26.5.: über 10 000 Gefangene, 550 Panzerkamvfwagen, 200 Geschütze und einige hundert Kraftfayrzeuge.
3m kanatgebiet schossen deutsche 3äger am gestrigen Tage ohne eigene Verluste 13 britische Flugzeuge ab. Das Stadtgebiet von Canterbury wurde in der Rächt zum 7. 3uni abermals von Kampffliegerverbänden mit Spreng- und Brandbomben belegt. Britische Bomber griffen in der letzten Rächt die Stadt Emden an. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste. Zahlreiche Gebäude, vor allem wieder ln Wohnvierteln, wurden zerstört oder beschädigt. Sechs der angreifenden Flugzeuge wurden abgeschossen.
Hauptmann Phitlpp, Gruppenkommandeur in einem 3agdgefchwader, errang am gestrigen Tage an der Ostfront seinen 101. bis 103. Luftsieg. Oberleutnant Becker errang in der tehten Rächt seinen 20. bis 22. Rachtjagdfieg. Der Oberfeldwebel leige in einem Kampfgeschwader schoß mit einem Kampfslugzeug in wenigen Tagen elf feindliche Flugzeuge, darunter neun bei Rächt, ab.
Oie Schlachtin derMarmarica
B e r l i n, 6. Juni. (DNB.) Nach den beim Oberkommando der Wehrmacht vorliegenden Meldun- aen dauerten die Kämpfe auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz in der vergangenen Woche mit unverminderter Heftigkeit an. Nach den erfolgreichen Operationen der Achsenmächte bei Agedabia (22. bis 27. Januar) haben diese jetzt nach vier Monaten scheinbarer Ruhe wieder die Initiative ergriffen. Die Achsenmächte hatten diese Kampfpause dazu verwendet, in vermehrtem Umfange Verstärkungen und Nachschub von Italien nach Afrika zu bringen. Dies wurde ihnen durch die ständige Niederhaltung der britischen Sperrfestung Malta und den erfolgreichen Einsatz starker Geleitschutzsicherungen durch die italienische Kriegsmarine, deutsche Unterseeboote und Sicherungsstreitkräfte und -verbände der deutsch-italienischen Luftwaffe ermöglicht.
Seit dem 26. Mai sind die deutsch-ttaliemschen Verbände in der Marmarica zum Kampf angetreten, in einer Jahreszeit, in der man bisher größere Operationen im afrikanischen Kampfraum für unmöglich hielt. Das durch vermehrten Einsatz der Achsenluftwaffe unterstützte Unternehmen hat sich für die deutsch-italienischen Verbände günstig entwickelt. Zahlreiche feindliche Stützpunkte wurden genommen. Bei der Eroberung einer von den Briten bei Got el Ualeb festungsartig ausgebauten Stellung konnte ein größerer Erfolg erzielt t werden, lieber 3000 Gefangene, darunter ein Admiral und zwei Brigadegenerale sowie zahlreiches Kriegsmaterial fielen in die Hände der Achsenmächte. Nach Ansicht italienischer militärischer Kreise entsprechen die bisherigen Panzerverluste der Briten etwa der Gefechtsstärke von zwei Panzerbrigaden. Inzwischen wurden im Verlauf von Teilgefechten weit-ere Erfolge erzielt.
. Don den Briten, die alle verfügbaren Reserven in den Kampf warfen, wurden heftige Gegenangriffe unternommen, die unter schweren Verlusten zusammenbrachen. So wogt der Kampf im Raume von Gazala—Acroma—Tobruk, Bir el Hachim—Bir el Gobi—El Adem seit zwölf Tagen hin und her. Zu den besonderen Merkmalen dieser Kämpfe gehört der Einsatz beweglicher Panzer st re'itkräfte, von motorisierter Infanterie und Pionieren im Zusammenwirken mit der Luftwaffe, das Mitführen ausreichenden Nachschubs, offene Flanken und das Fehlen größerer natürlicher Hindernisse.
Die zu Anfang der abgelaufenen Woche wieder einsetzenden Sandstürme wurden durch leichtere Sandwehen und Staubwirbel abgelöst. Die Temperaturen liegen mittags zwischen 25 und 35 Grad, wobei berücksichtigt werden muß, daß bei solchen Temperaturen im Innern der Panzerkampfwagen eine wesentlich größere.Hitze herrscht, und daß durch den verstärkten Panzereinsatz die ganze Umgebung andauernd vom Wüstenstaub und aufgewirbeltem Sand erfüllt ist.
Vergeltungsmaßnahmen aufgehoben.
Berlin, 6. Juni. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekanntr Wie der. Sender
London am 6. Juni meldet, teilt das britische Kriegsministerium folgendes mit: „Ein Befehl, wie der von den Deutschen angeführte, ist von dem britischen Kriegsministerium nicht erteilt worden. Falls ein untergeordneter Offizier, vielleicht der Kommandant der 4. Panzerbrigade einen Befehl dieser Art herausgegeben hat, so erklärt das Kriegsministerium, daß dieser Befehl mit sofortiger Wirkung als nicht bestehend erklärt wird. Die deut- che Gefangenen werden nach wie vor gemäß dem Genfer Abkommen behandelt." Auf diese Erklärung des britischen Kriegsministeriums hin hat das deutsche Oberkommando der Wehrmacht am 6. Juni nachmittags alle gegen die britischen Gefangenen in Afrika befohlenen Vergeltungsmaßnahmen aufgehoben.
Oer Wehrmachtberichi vom Samstag.
DRV. Aus dem Führerhauptquarlier, 6.3uui. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
An der Linschliehungsfront von Sewastopol wurden die feindlichen Befestigungen durch starkes Feuer fchwersler Artillerie und zusammengefahte Luftangriffe bekämpft. 3m Südabschnitt der Ostfront schlugen deutsche und ungarische Truppen vereinzelte feindliche Angriffe unter blutigen Verlusten für den Gegner ab. 3m mittleren und nördlichen Frontabschnitt wurden mehrere im rückwärtigen Frontgebiet eingeschlosfene Gruppen des Feindes weiter zusammengedrängt und zahlreiche Ortschaften genommen. An der W o l ch o w -F r o n t wurden starke feindliche Angriffe in schweren Kämpfen und im Zusammenwirken mit Sturzkampfverbänden abgewehrt. Der Gegner hatte sehr hohe blu-
DRV. Ausdem Führerhauptquartier, 8 Juni. Der Königlich-Ungarische Ministerpräsident und Außenminister v. K a l l a y stattete am Samstag, 6. 3uni, dem Führer in seinem Hauptquartier einen Besuch ab. Der Führer empfing ihn zu einer Besprechung über die politische Lage, an der der Reichsminisler des Auswärtigen von Ribbentrop teilnahm. Die Unterredung war getragen von dem Geiste der traditionellen deutschungarischen Freundschaft und der Waffenbrüderschaft, die in dem gemeinsamen Kampf der im Dreimächtepakt verbündeten Völker gegen den Bolschewismus erneut ihren Ausdruck und ihre Bewährung findet. Rach der politischen Besprechung begab sich
NSG. Frankfurt a. M., 7.Juni. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger sprach in Rüdesheirn auf einer Kundgebung der Partei über die politische und militärische Lage des Reiches und die notwendige Haltung, die der Freiheitskampf des deutschen Volkes von jedem einzelnen erfordere. Ausgehend von den jüngsten militärischen Erfolgen, welche die ungebrochene Schlagkraft der deutschen Wehrmacht überzeugend bewiesen haben, zeigte der Gauleiter unter Anführung von früheren Aeuße- rungen der Gegner, wie ganz anders diese sich den Verlauf des Krieges vorgestellt hatten. Ihre Rechnung, der sie die Erfahrung aus dem Weltkrieg zugrundelegten, gehe nicht auf, weil der Nationalsozialismus durch eine umfassende und gründliche seelische und physische Aufrüstung des Volkes, durch die Schafffung der deutschen Volksgemeinschaft und der in ihr fundierten Wehrmacht jene damaligen uns zum Verhängnis werdenden Schwächen erfolgreich überwunden habe. Eine Neuauflage von Versailles sei damit für immer vereitelt.
Der Gauleiter verwies dann mit dem Blick auf die Waffentaten der deutschen Wehrmacht und ihrer Verbündeten auf die gegenüber dem Weltkrieg völlig veränderte polittsche und militärische Situation. Ueberlegen fertigte er alsdann die englische Konzeption von jener Weltordnung ab, die darin bestände, die Völker der britischen Monopolstellung dienstbar zu machen, und damit auch das deutsche Volk auf ein Niggerdasein herabzudrücken. Wenn das Britentum uns vor die Alternative stellte, entweder auf unser nationales Eigenleben zu verzichten, ober aber für dieses Recht kämpfen zu müssen, so fei unsere Entscheidung nicht zweifelhaft gewesen. Es werde auf dieser Welt kein Volk geben, das freiwillig das Sklavenjoch tragen werde, — am wenigsten aber dürfe man dies vom deutschen Volk erwarten.
Seine Rede ging bann auf bie von der englischen Propaganda zunächst verfolgte Tendenz ein, nach welcher der Krieg der Demokratien allein dem Nationalsozialismus gelte. „Wem hat bann jener Krieg gegolten", so fragte er, „der bie Neger an ben Rhein führte?" Die Zuhörer, die jene Zeit der Schande und des Leides selbst erlebt hatten, gaben mit ihrem Beifall die Zustimmung zu der Feststellung, daß damals so wie heute allein das nationale Niederer st arten unseres Volkes, bie Erringung seiner politischen Einheit, also die Verwirklichung des Reiches, für unsere Feinde Grund genug mar, um uns mit Krieg zu überziehen. »Der
lige Verluste und verlor 22 Panzer. 3m Finnischen Meerbusen beschädigte Marine-Artillerie ein sowjetisches Unterseeboot durch mehrere Treffer; mit dem Untergang des Bootes ist zu rechnen.
3n Rordafrika wiesen deutsch-italienische Truppen stärkere britische Angriffe ab und gingen selbst zum Gegenangriff über. Die Briten verloren 36 Panzer, zahlreiche Kraftfahrzeuge und mehrere hundert Gefangene. 3n Luftkämpfen wurden 14 feindliche Flugzeuge abgeschossen. 3n der letzten Rächt griffen LampffUegerverbände das Hafengebiet von Tobruk an.
Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, versenkten deutsche Unterseeboote an der Ostküste Rordamerikas, im Karibischen Meer und ostwärts der Antillen 19 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 108 300 BRT. von der flandrischen Küste versenkten Torpedoboote im Artilleriegefecht zwei britische Kanonenschnellboote.
Bei Vorstößen britischer Luftstreitkräfte gegen die Küste der besetzten Westgebiete wurden am gestrigen Tage 22 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Britische Bomber griffen in der Rächt zum 6. 3uni mehrere Orte in Westdeutschland an. 3n einigen Städten des Industriegebietes entstanden Brandschäden. Racht- jäger und Flakartillerie schossen 13 der angreifenden Bomber ab.
Bei den Erfolgen deutscher Unterseeboote in den amerikanischen Gewässern hat sich das Boot des Korvettenkapitäns harten ft ein besonders ausgezeichnet.
305 Todesopfer in Köln.
Köln, 6. Juni. (DNB.) Die im OKW.-Bericht vorn 3. Juni gemeldete Totenzahl in Köln auf Grund des Luftangriffs i* der Nacht zum 31. Mai hat sich bedauerlicherweise von 200 auf 305 erhöht.
der Führer mit dem Ministerpräsidenten v. kallay und dem Reichsauhenminister v. Ribbentrop zu einer Besprechung der militärischen Lage, an der von deutscher Seite Generalfeldmarschall Keitel, General 3 o d l und der deutsche Militärattache in Budapest Oberst v. Papenheim, von ungarischer Seite Generalmajor Vitez V ö r ö s und der ungarische Militärattache in Berlin, Generalmajor Vitez h o m l o k teilnahmen. Am Sonntag war der ungarische Ministerpräsident Gast des Reichsauhen- ministers von Ribbentrop und hatte mit ihm eine eingehende Aussprache über aktuelle politische Fragen, die in freundschaftlichem Geiste verlief.
Nationalsozialismus", so erklärte der Gauleiter, „erstand erst aus der Erkenntnis und der Abwehr jener vom Feinde immer wieder angewandten Unterdrückungsmethoden, und er ist stolz darauf, das deutsche Volk und darüber hinaus die europäischen Völker in eine Front gegen die Hasser von nationaler Ordnung und sozialem Fortschritt vereint zu haben."
Unmißverständlich deutete der Gauleiter dann auf die vom Nationalsozialismus frühzeitig erkannte treibende Kraft zum Chaos, auf die Verschwörung des Weltjudentums gegen die Völker der kulturellen und wirtschaftlichen Leistung. Dabei unterließ er. es nicht, auf den Ernst dieser weltumspannenden Auseinandersetzung hinzuweisen. Das Judentum hat im deutschen Volk seinen Hauptgegner gefunden, und wir wissen durch die Aeußerung^des Juden Kauff mann, was wir bei einem Sieg der von Israel gelenkten pluiokratisch-sowjetischen Koalition zu erwarten haben, nämlich die Ausrottung des deutschen Volkstums schlechthin. Es sei daher müßig, die Frage nach dem Kriegsende zu stel-
Oer Gauleiter zeichnet die besten
NSG. Am Sonntagvormittag zeichnete Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger die 50 bann- und gebietsbesten Mädel- und Jungmädelaruppen des Leistungswettkampfes 1941/42 aus. Gebietsmädelführerin Gertrud Samper konnte den guten Leistungsstand in der gesamten BDM.-Arbeit her- ausstellen. Sie betonte, daß es Aufgabe der heutigen BDM.-Generation sei, auch alle anderen Mädel, namentlich die berufstätigen,'zu erfassen, und ihnen Freude und Zuversicht zu vermitteln. Auch dies sei ein Beitraa zum Sieg, und hinter diesem Wort des Vorsatzes stehe die praktische Tat.
Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger dankte den Mädeln herzlich für die bisher geleistete Arbeit. Er hob besonders hervor, in welcher Unverdrossenheit diese auf allen Gebieten trotz kriegsbedingter Schwierigkeiten mannigfacher Art bewältigt worden sei. „Die Jugend wächst in eine neue Zeit hinein. Unbelastet und unbeschwert von der Härte und Bitterkeit einer vergangenen Epoche steht sie vor der Zukunft unseres Volkes. Der Name
Sie haben recht behalten
Von Helmut Sündermann, Stabsleiter des Reichsprefsechefs.
NSK. Die Härte des Winters liegt nun schon seit Wochen hinter uns. Aber noch sind die Gespräche nicht verstummt und die Berichte nicht beendet, die von manchem Schweren erzählen, das unter den besonderen Unbilden der Monate gerade des letzten Winters überwunden werden mußte. Die Erinnerung, die das Einzelgeschehen in einer größeren Schau zusammenfaßt, läßt erst die wahre kämpferische Leistung dieser Monate des Ausharrens in einer widrigen Natur in ihrer vollen Bedeutung erkennen. Von einer wahren heldischen Größe sprechen die Berichte über die harten Einzelkämpfe der Front im Osten, bei denen der Gesamterfolg des Haltens der großen Verteidigungslinie von dem unerbittlichen Einsatz jedes einzelnen so entscheidend bestimmt wurde, daß die Heimat daran ein Vorbild für alle Zukunft gewinnen wird.
Nur die Gläubigen hatten in den Härten dieses Winters eine Hoffnung, zu bestehen, weil sie über die Schwere des Tages hinübersahen in eine fernere Zukunft. Nur die Entschlossenen hatten eine Chance, all der Schwierigkeiten Herr zu werden, weil das höhere „es muß" in ihnen ihre Kraft verstärkte, nur die Tapferen konnten auch das Schwerste überwinden, weil der Weg zum Durchhalten durch alle Prüfungen des Mutes führte. Weil es diese Millionenzahl der Gläubigen, der Entschlossenen und Tapferen im deutschen Soldatentum gab — deshalb hat die Front nicht nur gehalten, trotz all des Schwierigen mit der aufsteigenden Sonne des Sommers wieder den alten A n - ariffsgeist und die gleiche Stoßkraft bewährt, der den Marsch der deutschen Wehrmacht so unbezwingbar macht. Welche Opfer aber wären gefordert worden, wenn etwa feige Flucht, schwächliches Zaudern oder auch nur mutloses Nachgeben unsere Front im Osten geschwächt hätten? Weil unser Soldatentum der Härte trotzte, das Schwierige meisterte und dem Feind entschlossener denn je entgegentrat, ist aus dem Angriff der Sowjets ein Sieg unserer Welt geworden!
Das ist die Lehre, die die Heimat aus dem Vorbild ihrer Soldaten immer wieder ziehen mag: Feigheit und Schwäche sind die Stufen in das dunkle Reich des Todes und des Chaos, im Kampf um Sein oder Nichtsein hilft nicht allein das bessere Recht, es muß verbunden sein mit dem Mute, auch Schwerem zu begegnen und mit der fanatischen Entschlossenheit, den Weg zum Siege zu erzwingen.
Unsere Soldaten haben uns in diesem Winter gezeigt, welche Schwierigkeiten der Tapfere zu meistern vermag. Sie haben recht behalten mit ihrer Entschlossenheit, dem Feind auch unter härtesten Bedingungen rücksichtslos zu trogen, und sie haben bereits mit zwei gewaltigen Vernichtungsschlägen der Welt bewiesen, daß der Tapfere durch Härte nicht schwächer, sondern {tarier wird.
Diese geschichtliche Beweisführung für eine Haltung, die jeder der Heimat in anderen Formen, aber mit dem gleichen charakterlichen Inhalt bewähren kann, mag manchem derer zu denken geben, die den Forderungen des Krieges bisher 'mehr passiv als aktiv, mehr duldend als handelnd gegenüber-
len. Der von uns nicht gewollte, sondern uns aufgezwungene Kampf werde dann fein Ende haben, wenn die Macht des Judentums g e • brachen und der letzte in feinem Solde stehende Knecht vernichtet fei. Unbeirrbar und unbeeinflußbar von feindlichen Propagandaparolen werde das deutsche Volk dieses Ziel verfolgen und danach sein Handeln ausrichten.
Der Gauleiter erläuterte in diesem Zusammenhang an Hand einzelner aktueller Fragen die von der Heimat geforderte Haltung gegenüber kriegsnotwendigen Maßnahmen. Seine immer wieder von Beifall begleitete Rede schloß mit einem Gedenken der gefallenen Helden. „Bei allem nicht verkannten Schmerz, der den Verlust jedes deutschen Mannes begleitet", so schloß der Gauleiter, „lassen wir uns dennoch nicht von der Trauer unterliegen, fonfoern sind en den Halt im Sinn der gebrachten Opfer. Sie fielen, damit Deutschland lebe, und bleiben daher unsterblich. Tun wir unsere Pflicht und bleiben wir mit dem errungenen Siege ihrem Opfertum. alle Zeit in Treue verbunden!"
Lungmädel- und BOM.-Gruppen aus.
des Führers bedeutet für sie gleichzeitig Grundlage und Verpflichtung ihrer Arbeit", betonte der Gauleiter und unterstrich vor allem die Notwendigkeit dieser Arbeit, ihren Weg aus dem Alltag zu nehmen, und wieder in diesen hineinzumünden, denn nur so erhalte sie einen praktischen und gegenwartsnahen Wert. Die Erhaltung unseres Volkes ist der Sinn unseres Kampfes. HI. und BDM. sind die berufenen Organisationen, unsere Jugend vor volksfremden Einflüssen zu bewahren. In ihrer auf die Gesamtheit des Volkes ausgerichteten Arbeit ist auch die kleinste Tat wesentlich.
Der Gauleiter konnte dann als beste Jungmädelaruppen diejenigen von Weilburg, Groß-Gerau und Gießen-Mitte, als beste Mädelgruppen, diejenigen von Mainz-Bifchofsheim und Weilburg und als beste BDM.,-Werk-Gruppe die von Mücke in Oberhessen Herausstellen. Die festliche Stunde wurde von Gesang, Rezitation und musikalischen Darbietungen aus den Reihen der BDM.-Mädel stimmungsvoll umrahmt.
Ungarns Ministerpräsident beim Führer.
Freundschaftliche Aussprache über aktuelle politische Fragen mit Reichsaußenminister von Ribbentrop.
Oem Opfergeist der Front in pflichttreue verbunden.
Gauleiter und Reichsstatthatter Sprenger sprach in Rüdesheim.
Oie Kriegsarbeit des BDM


