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'ger-Appell in Gießen

Die Jagd im Mai

das Geleitwort der diesjährigen KunstwocheEhrt

von Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert

wissen den hohen Wert der Peri-Güteerzeugnisse zu schätzen, deshalb gehen Sie sparsam mit ihnen unu

Vormittag den Besuch einer großen Zahl Verwun­deter und Pflegepersonal, welche mit den Rüstungs- orbeitern sich die fröhlichen Filme ansaken. Am

M t zwei besonderen Veranstaltungen werden sich Goethe-Bund und Kulturelle Vereinigung an der Gießener Kunstwoche 1942 beteiligen. Am Freitag, s. Mai, findet in der Aula der Universität eine FeierstundeMusik und Dichtung" statt. Im Mittel­punkt dieser Veranstaltung wird eine Lesung des bekannten schlesischen Dichters Friedrich Bischoff stehen, der eigene Lyrik lesen und als ausgezeich­neter Interpret seiner Werke den Hörern einen einzigartigen Genuß vermitteln wird. Zuvor wird Oberregierungsrat - Dr. Rudolf Erckmann als Vertreter des Reichsministerium für Volksaufklä­

rung und Propaganda über das ThemaDas Lied in der Dichtung der Zeit" sprechen und damit an

Eure deutschen Meister" anknüpfen. Das Drumm- Ouartett wird die Feierstunde mit Konzertvorträgen

Schlußveranstaltung wieder einen großen künstle­rischen Genuß vermitteln. Es war möglich, die Tanzschwestern Lisl und Sybille S p a l i n g e r vom Deutschen Opernhaus Berlin und der Oper Graz zu einem Tanzgastspiel zu gewinnen. Lisl und Sybille Spalinger werden heitere Tänze gro­ßer Meister zeigen, mit denen sie aus ihren Gast­spielreisen im In- und Ausland großen Beifall ge­sunden haben.

lachen Veranstaltungen. Am Abend des 2. Mai war eine von Rüstungsarbeitern, Verwundeten und RSKOV.-Kameraden gemeinsam besuchte Theater­vorstellung. Das Theater der Universitätsstadt Gie­ßen gab denMeisterboxer", der viel Freude und

mädelgruppen des BDM. die Lazarette, sangen frohe Lieder und übergaben den Verwundeten die mitgebrachten Mai-Sträuße. Allen eine freudige Ueberraschung. Die beiden Kinotheater hatten am

veranstaltet vom VfB.-Reichsbahn, waren Verwun­dete mit Interesse zu Gast.

Zur Worbe für Kunst und Literatur 1942 der Universitätsstadt Gießen hatte Oberbürgermeister Ritter eine größere Zahl Verwundeter einge­laden. Am 3. Mai nahmen die Kameraden an der

Operettenmelodien. Reicher Beifall dankte den Künstlern für den gebotenen schönen Nachmittag.

Eine große Zahl Verwundete hatte der Besitzer der GaststättePilsklause" zu einem frohen Nach- mittag in seine Räume eingeladen. Die gebotene Gastfreundschaft bei reichhaltiger Unterhaltung durch ein Kabarett-Programm, welches Kameraden aus einem hiesigen Wehrmachtteil gestalteten, wird allen Teilnehmeren dankbar in Erinnerung bleiben.

Am 1. Mai fand in einem Lazarett ein fröhlicher Kaffee-Nachmittag statt. Nach Begrüßungsworten durch die NS.-Frauenschafts-Lazarettbetreuerin Frau Sn mph er sprach Kreisleiter Backhaus. Den fröhlichen Teil gestalteten Kameraden eines Wehrmachtteiles. Es wechselten in bunter Folge gute Leistungen der einzelnen Künstler. Koko sagte mit viel Humor an. Ein Tenor sang bekannte Me­lodien, und ein Harmonikaspieler zeigte seine Kunst. Gut gefiel der Akrobattkakt von Bini und Sidi.

Beifall brachte.

Zur Maifeier hatten durch Vermittlung der NS.- Kreisfrauenschaftsleiterm W r e d e die Ortsfrauen- fchaften Stein beim und Steinbach Kuchen gespendet. Die Ortsgruppen, nebst Frauenjchaft und NSKOV. , von ;wui|yany «muucua ^iu<jun, _ in Stockhausen und Weickartshain hatten eine große, und Max Reger musikalisch umrahmen.

Zahl Verwundeter zu Besuch eingeloden. Am Nach-1 Wie alljährlich, so wird auch in diesem Jahre d,e mittag wunde eine fröhliche Kaffeestunde veranstal» tet. Alle Teilnehmer werden sich gern der schönen Stunden erinnern. Beim Gauturnier im Ringen,

Professor Dr. Krause in den Spuren Geheimrat Olts |id) der Erforschung der Wildkrankheiten wid­met. Ebenso wurde gebeten, die Leber geschossener Füchse an Schlachthofbirektor Prof. Dr. Keller zu besonderen wissenschaftlichen Forschungen emzu- senden. Der Kreisjägermeister behandelte dann noch Fragen der Fütterung, des Wildschadens, der Hunde. Haltung und der Beachtung von Rundschreiben. Für den Bericht und die ersprießliche Arbeit des Kreis­jägermeisters im abgelaufenen Iagdjahr dankte ihm im Namen aller Weidgenossen Hegeringleiter Lipp, der anschließend noch besondere Ausführungen über die Wildfütterung aus der praktischen Erfahrung machte.

Es schloß sich eine rege Aussprache über alle angeschnittenen weidmännischen Fragen an, zu der viele Weidgenossen ihre Erfahrungen vortrugen. Für die Landwirte und Gartenbesitzer ergibt sich aus diesem Winter die Lehre, ihre Obstbäume vor Hasenverbiß zu schützen. Zum Wildschaden durch Schwarzwild ist immer wieder zu sagen, daß es für den Jäger außerordentlich schwierig ist, der Schwarz­kittel habhaft zu werden. Alles Erforderliche zu ihrer Bekämpfung im Sinne der Erhaltung unserer landwirtschaftlichen Erträgnisse wird auch im kom­menden Iagdjahr veranlaßt werden. Man hofft auch, daß der strenge Winter den Wildschweinen starken Abtrag getan hat.

Oberst a. D. K o ck berichtete dann noch über wich­tige Gesichtspunkte für die Gebrauchshundehaltung und -führung.

Mit warmen Worten setzte sich der Kreisjäger­meister noch für die weidmännische Förderung des Jägernachwuchses ein. Oberforstmeister L i p p schloß die Tagung mit dem üblichen Horridoh auf den Reichsjagermeister Hermann Göring.

Im Verlauf des Abends erzählte auf Wunsch Oberbürgermeister Ritter noch von seinen Er­lebnissen auf der Trapphahnjagd. Die Versamm­lung bot vielseitige Anregung zum Segen eines hie gut deutsch Weidwert allewege".

Aus der Giadt Gießen.

Oie Motten kommen.

Wit dem Einsetzen der wärmeren Jahreszeit be- ginnt wieder die Jagd auf die kleinen, gelblichgrauen , Mottenfalter. Diese an sich harmlosen Tierchen (es i handelt sich in der Mehrzahl um die männliche i Motte) beobachten wir häufig abends außerhalb des Lampenscheines in unseren Wohnungen. Mit großem Eifer wird auf den Ruf der Hausfraueine Motte" von jung und alt Jagd auf diesen Harm- i losen Schmetterling gemacht. Die Befriedigung, die wir empfinden, wenn wir eine herumfliegende Motte getötet haben, ist völlig falsch. Nicht der fliegende Mottenschmetterling ist der Zerstörer unserer, vor allem jetzt im Kriege so sehr wertvollen Textilwa­ren, sondern die aus den Eiern ausgeschlüpfte Mot­tenraupe ist der Schädling.

Ein Mottenweibchen legt bis zu 200 mikroskopisch kleine Eier in Ritzen und Spalten des Fußbodens, der Kleiderschrä-nke, Wollkisten usw. Aus diesen Eiern schlüpfen mit dem Auge kaum wahrnehmbare Raupen. Diese Raupen sind es, die so ungeheuren Schaden er wird auf über 100 Millionen Reichs­mark jährlich geschätzt anrichten.

Das nach wenigen Tagen aus dem Ei geschlüpfte Räupchen lebt von Wolle, Pelzen, Roßhaaren, Fe­dern und Gegenständen, die aus ihnen hergestellt werden. Die Raupe frißt sich nicht nur an den ab­geschabten Fasern dick und fett, sondern sie baut sich auch ein Röhrchen daraus, in dem sie liegt und wächst Die ausgewachsene Raupe geht in die Puppe über, und aus dieser schlupft nach einiger Zeit der Mottenschmetterling, der aber keine Nahrung zu sich nimmt, sondern lediglich der Fortpflanzung dient, und, in fliegendem Zustand angetroffen, meist schon seinen Zweck der Fortpflanzung erfüllt hat.

Je günstiger die Umstände für die Entwicklung der Motte sind, desto schneller geht sie vor sich. Schmutz in den Ritzen der Dielen und Scheuerlei­sten, abgebürstete winzig kleine Haare und Faser­teile von Teppichen und Polstermöbeln, die sich dort ablqgern, eine verhältnismäßig gleichbleibende Tem­peratur begünstigen die Entwicklung der. Motte un­gemein. Daher erklärt es sich auch, daß Wohnungen mit Zentralheizung und Warmwasserversorgung so­wie ältere Wohnungen von der Mottenplage beson­ders stark heimgesucht werden.

Der von diesen Schädlingen angerichtete unge­heure Schaden trifft nicht nur den einzelnen emp­findlich, sondern er bedeutet zugleich einen Verlust am Dolksvermögen, der in der heutigen Zeit nicht zu ersetzen ist, da der weitaus größte Teil dieser tierischen Faserstoffe aus dem Ausland bezogen wer­den muß. Die Vernichtung der Mottenbrut ist daher ein wichtiger Teil im Kampf um die Sachwerter­haltung.

Hausfrauen, wenn ihr jetzt die warmen Kleider und Wollsachen für den nächsten Winter fortlegt, wenn ihr jetzt mit dem Frühjahrshausputz beginnt, dann ist es Zeit, gegen den Mottenschädling zu Felde zu ziehen und jede Vorkehrung zu seiner Ausrot­tung zu treffen, damit kostbares Volksgut erhalten bleibt!

Adolf Bourgeois 75 Jahre all.

Am morgigen Mittwoch, 6. Mai, kann der Buch­bindermeister Adolf Bourgeois in Gießen, Neuen. Bäue 16, in bester körperlicher und geistiger Frische fein 75. Lebensjahr vollenden. Der Jubilar entstammt einer alten, angesehenen Gießener Hand­werkerfamilie. Er erlernte nach dem Besuche der da­maligen Realschule bei feinem Vater das Buch­binderhandwerk, ebenso seine bei vielen festlichen Veranstaltungen immer wieder bewunderte Feuer- werkskunst. In seinem Berufe als Buchbindermeister leistete er so hervorragende Arbeit, daß er in die Meisterprüfungskommission der früheren Hand­werkskammer berufen wurde, in der er viele Jahre lang zum Besten des handwerklichen Nachwuchses mit tätig war. Sein gutes handwerkliches Können machten sich u. a. auch die Universitätsbibliothek und zahlreiche Gelehrte unserer Universität nutzbar, die ihre Bücher gerne in der Werkstatt des bewährten Meisters binden ließen.

Neben seinem Beruf widmete sich der Jubilar in besonderem Maße den Ausgaben der Freiwilligen Feuerwehr. Im Jahre 1890 trat er in die Gießener Freiwillige Feuerwehr be-i der Spritze 2 ein, im Jahre 1892 wurde er Obmann-Stellvertreter bei diesem Gerät. Dann war er eine Reihe von Jahren Schriftführer der Freiwilligen Feuerwehr, in deren Vorstand er auch nach dem Rücktritt vom Schrift­führeramt verblieb. Seine Verdienste um das Feuer­wehrwesen wurden im Laufe der Jahre durch die Verleihung der Feuerwehr-Ehrenzeichen für 15-, 20-, 25- und '40jährige Feuerwehrtätigkeit anerkannt. Der Altersabteilung der Gießener Freiwilligen Feuerwehr gehört der Jubilar heute noch an.

In seiner'Werkstatt schafft der Fünfundsiebzigjäh- rige, der sich wegen seiner ausgezeichneten mensch­lichen und beruflichen Qualitäten in weiten Bevöl­kerungskreisen in Stadt und Land großer Beliebt­heit erfreut, noch ununterbrochen Tag für Tag wie in seinen jungen Jahren.

Dem Jubilar gelten zu seinem morgigen 75. Ge­burtstage auch unsere herzlichen Glückwünsche.

Stof,? Stunden

. für unsere Verwundeten.

Der Kreisjägermeister hatte am vergangenen Mitt­woch die Gießener Jäger zu einem Appell in den Hessischen Hof" eingeladen. Der tannengeschmückte Raum bot an zwei besonderen Tischen eine Schau der im vergangenen Iagdjahr erbeuteten Rehge- hörne. Eine besondere Zier bildete ein Damm- chauflergeweih, ein gut aufgemachter Gamsbock­kopf und die Gewehre eines alten Bassen aus der reichen Jagdbeute unseres Oberbürgermeisters Ritter.

Der von Hörnersignalen eingeleitete Abend wurde von dem Heaeringleiter des Kreises Gießen, Ober- orftmeifter Lipp, eröffnet, der dem Kreisjäger­meister Nicolaus das Wort erteilte. Dieser ent­bot den Gästen Weidmannsheil und begrüßte ins­besondere den Rektor der Universität, Prof. Dr. Kranz. Dann gedachte er zunächst unseres Füh­rers und der Wehrmacht, denen die Anwesenden das dreifache Siegheil dardrachten. Wenn auch Kreis- und Hegeringtrophäenschauen sich aus verkehrstech­nischen Gründen jetzt verbieten, so sei doch auf Wunsch der Weidgenossen wenigstens die vorliegende Gehörnschau für'die Jäger von Gießen und der näheren Umgebung zustandegedracht worden, die be» prochen werden sollte nach den Maßstäben weid­gerechter Jagdausübung. Für die Erstellung der Lchau und die Bewertung wurde Oberforstmeister Lipp besonderer Dank ausgesprochen. Erfreulicher­weise brauchten von 100 ausgestellten Gehörnen nur 3 mit dem roten Punkt bedacht zu werden. Die Ge- amtjtrecfe wurde Verblasen, und dem abgelaufenen Iagdjahr erklangen dasJagd vorbei" undHalali" der Jagdhörner nach. Der Abschuß des männlichen Rehwildes, so stellte der Kreisjägermeister fest, fei zu einem hohen Prozentsatz richtig durchgeführt', wenn trotzdem in den Fragen der Aufartung noch nicht das erwartete Ergebnis vorliege, so hänge das mit mancherlei noch nicht klar erkannten Gründen zusammen. Leider habe der strenge Winter im Hege- ring Gießen etwa 17 Prozent Fallwild unter dem Rehbestand verursacht. An die Jäger erging die Bitte, gefundenes Fallwild dem Veterinärpacholo- gischen Institut unserer Universität einzuschicken, wo

günstig und beweisen, daß manches Gelege gerettet werden könnte.

Im alten Mutterbau sind Iungfüchse, und damit ist die Zeit gekommen, in der die Fähe am meisten raubt. Es ist keine Kleinigkeit, so viele hungrige Mäuler zu stopfen. Man sieht es der ruppig aussehenden Alten mit ihren eingefallenen Flanken an, welche Last die Kinderschar für sie bedeutet, und es ist nicht verwunderlich, daß sie raubt, was und wo sie kann. Die Füchse haben zwar auch den Winter verspürt, aber das Fallwild deckte dann ihren Tisch. Der Jäger muh sich die Frage vorlegen, ob sein Nutzwildbestand sich mit dem Fuchsbesatz vertragen wird, denn sonst ist nun die gegebene Zeit, um durch Graben der Baue einen Teil der Gehecke unschädlich zu machen. Früher war dies vielfach üblich: die Schäden am Nutzgeflügel und an der Niederjagd legen bei aller Würdigung des Fuchses als Mäusejäger doch den Gedanken nahe, einem Uebermaß rechtzeitig vorzubeugen. Ein Abschuß der Fähe selbst ist nicht nur gesetzlich ver­boten, sondern auch durchaus unweidmännlsch, weil er ein Verhungernlassen der Jungen bedeuten würde.

Der Wildhege dienen ferner der Abschuß der Krähen am Nest ober das Ausnehmen ihrer Nester, wobei auch die Elstern nicht vergessen sein sollen, der Einbau von Kastenfallen verschiedener Größe zum Fang von Wiesel und streunenden Katzen, und die Anlage von Salzlecken in den verschiedensten Formen, wie Lehm-, Pfahl- und Stocksulzen.

Dem gleichen Zwecke dienen die Wildäcker, die jetzt noch mit Topinambur ober Helianthus be­pflanzt werben können. Für späteres Auspflanzen, das z. B. als Nachfrucht nach Frühkartoffeln in Be­tracht kommen könnte, find Pflanzen von Kuhkohl ober Markftammkohl, auch von Rosenkohl vorzu­ziehen. Ueberall wo man Wert auf Fasanen legt, darf der Mais nicht fehlen. Man nimmt eine ber Gegend angepaß'te Art, deren Kolben auch reif wer­den. Wer keinen Acker dafür frei machen kann, bat schon guten Erfolg für dasAnbinden" der Fa­sanen, wenn er in Kulturen, an Wegrändern usw. einzelne Stellen etwas vorbereitet und bann ein paar Körner steckt. Bei ber großen Vorliebe des Fasans für den Mais lohnt er die Mühe durch Standortstreue.

In ein gepflegtes Revier gehören Pirschwege, Kanzeln und Leitern. Sie sollen keineEselsbrücken" zu billigen Erfolgen derer sein, die nicht pirschen können. Denn es gibt kein besseres Mittel, um ein Stück Wild in aller Ruhe zu bestätigen und anzu­sprechen als das nicht störende Beobachten von einem Hochsitz aus. Und ebenso vermeidet man viele Störungen des Wildes, wenn man sich auf gutem Pirschsteig unbemerktvorbeistehlen" kann. Auch zur Ausübung des Jagdschutzes hat das geräusch­lose Fortbewegen seine Vorzüge. Das sind aber alles Arbeiten, die setzt noch gemacht werden müß­ten, ehe die Jagd selbst wieder im Gange ist.

Hubertus.

Wer will Marineoffizier werden?

NSG. Schüler der 6. Klasse höherer Schulen, Ge­burtsjahrgang 1924, die aktive Marineoffiziere wer­den wollen, melden sich sofort schriftlich bei ber An­nahmestelle für Offiziersbewerber ber Kriegsmarine in Stralfunb. Keine Heranziehung zum RAD.

Lichtspielhaus:Vorbestraft".

Der Film, eine italienische Probuktion im Verleih ber Difu beutsche Fassung: Lüdtke und Dr. Rohn- st e i n behandelt die traurige, aber dennoch glück­lich endende Liebesgeschichte einer Frau, welche, um die. Unterschlagung ihres Geliebten zu decken, einen Diebstahl begangen hat und deswegen mit Gefängnis bestraft wird.. Nach ihrer Entlassung muß sie erleben, daß ber Mann, für ben sie sich ge­opfert hat, sich mittlerweile einer andern zu gewandt hat. Sie begeht in ihrer Verzweiflung auch den Verlust ihrer Mutter hat sie zu beklagen einen Selbstmordversuch, roirb aber gerettet und gerät in eine wandernde Zirkustruppe. Hier wird sie all­mählich eine erfolgreiche Artistin und findet an ber Seite ihres Partners, ber sie gerettet hat, ein neues Glück. Das Wiederauftauchen ihres ersten Freundes, ber jetzt zu ihr zurückmöchte unb, ba sie sich weigert, ihre Vergangenheit aufzuoecken droht, führt zu einer Katastrophe während ber Vorstellung. Erst die Ver- haftuna des erpresserischen Schurken, der sich auch nach eines Diebstahls schuldig gemacht hat, ver­scheucht bie Schatten der Vergangenheit und rettet bas Liebesglück bes Artistenpaares. Das Drehbuch von G. Z u c c a und C. Mastrocinque vermei­det geflissentlich die Herbeiführung einer offenen Aussprache, die, wie in zahlreichen ähnlichen Filmen und Romanen, die Lage geklärt hätte, und gewinnt aus der Einführung des beliebten Bajazzo-Motivs dankbare Effekte für die bewegte Handlung. Unter Maftrocinques Spielleitung sieht man in ber Hauptrolle, gewandt unb sympathisch, den ganz un° italienisch wirkenben Star Laura S o l a r i, ber neuerdings auch in der deutschen Produktion er­scheint, neben Fosco Giache11i unb Otello Toso, welche bie beiden feindlichen Männer in wirkungs­vollen Kontrast zueinander bringen. An der Kamera ftanb Jan Stalld); Ä. Cicogninr schrieb die Musik. Hans Thyriot

Oberhessischer Gebirgsverein,

, Zweigverein Gießen.

Zwischen Lahn und Dill unternahm der Ober­hessische Gebirgsverein, Zweigverein Gießen, in ber jüngsten Zeit zwei Wanderungen. Bei der ersten ging es zunächst von Ehringshausen aus frühmor­gens auf Waldwegen über die hochgelegene Diana« bürg nach dem reizvoll im Ulmbachtal gelegenen Mendorf. Dann führte der Marsch über ben Kreuz­berg durch herrlichen Buchenwald zu dem 512 m hohen Rasenberg, von dem aus die Wanderer einen weiten Umblick auf die Lahnberge bei Weilburg und Limburg, bis zum Feldberg im Taunus unb dem Dünsberg tm Lahngebiet hatten. Rach kurzer Rast ging die Wanderung weiter über die Schmalburger Lay nach Beilstein. Im Ulmbachtal abwärts wan­derte man bann über Holzhausen und Greifental nach Katzenfurt, von wo aus die Heimfahrt an ge­treten wurde. Die zweite Wanderung führte durch ben Krofdorfer Forst. Von Friedelhausen aus ging es über den Altenberg zunächst zum Forsthaus Waldhaus im Krofdorfer Forst. Dann wanderte man weiter nach Krumbach, wo kurze Mittagsrast gehalten wurde. Am Tannenhof vorbei wurde der Dünsberg auf halber Bergeshöhe passiert und bann Einkehr in Bieber gehalten.

** Aus G i e ß e n - K l e i n - L i n d e n. Die An­lagen des städtischen Schwimmbades an ber Pfingst­weide haben in ben letzten Wochen ein freundlicheres Aussehen erhalten, da die Stabt die Anlagen mit Ziersträuchern unb Zierdäumen mannigfacher Art hat anpflanzen lassen. Letztere stehen jetzt zum Teil in vollem Frühlingsschmuck. Außerhalb der Um­zäunung bes Babes wurden Maulbeersträucher zur Förderung der Seidenraupenzucht angepflanzt.

3,7 Millionen Stück Eier im Jahre 1941.

Die Eierverwertungsgenossenschaft Hungen, Sitz in Steinheim, hielt am Sonntag ihre Generalversammlung in Hungen ab. Nach dem Geschäftsbericht wurden im Jahre 1941 in dem etwa 150 Orte umfassenden Genossenschaftsbezirk 3 7 Millionen Stück Eier erfaßt, gegenüber 1,9 Mil­lionen Stück im Jahre 1940. Es ist beabsichtigt, im nächsten Herbst ben Eierlieferanten, die ihr Ab­lieferungssoll ganz erfüllt haben, eine Nachzahlung zu leisten. Nach den Mitteilungen des Vertreters des Ländlichen Genossenschaftsoerbandes sind die Finan­zen unb die Geschäftsführung ber Genossenschaft in Ordnung. Geschäftsführer Knaus wurde in den Vorstand gewählt.

Schwelnemarkk in Hungen.

* Hungen, 4. Mai. Auf dem heutigen Schweine- markt waren 214 Ferkel und Läuferschweine aufae« trieben. Es kosteten: 6 Wochen alte Tiere 25 bis 30 RM., 7 Wochen alte 31 bis 40 RM., 8 bis 12 Wochen alte 41 bis 56 RM. das Stück. Marktoer­lauf schleppend, es verblieb Ucberftanb.

Zuchthaus für Feldpostdiebstähle.

Lpb. Frankfurt a. M., 4. Mai. Das Sonder- gerietst Frankfurt verhängte eine Zuchthaus­strafe von brei Jahren unb neun Mo« naten gegen bie 25jährige Hilbegarb Seltner, bie als Postfacharbeiterin in Wiesbaden 3 0 Feld- po st Päckchen beraubte. Sie hatte es auf Rauchwaren abgesehen, bie von ihr verkauft wurden. Das Gericht, bas auch auf fünf Jahre Ehrverlust erkannt hat, betonte bie Verwerflichkeit ber Hand­lungsweise ber Angeklagten, sich an bem Gut zu vergreifen, bas sich bie Heimat abspart, um es beit Frontsoldaten zugute kommen zu lassen.

Verdunkelungszeit:

5. Mai von 21.54 bis 5.13 Uhr.

Je höher bie Sonne steigt, um so mehr zieht es ben Jäger hinaus in fein Revier, wo bas Jagen auf den Rehbock feiner bald wieder wartet. Er wird die zurückliegenden Wochen dazu benutzt ha­ben, um sich darüber klarzuwerden, was ber Not­winter ihm noch an Wild übrig gelassen hat und ob was geschossen werden darf, ohne ben Bestand zu gefährden. Nun kommt es vor allem darauf an, bie rechte Auswahl unter den abzuschießenden Stücken zu treffen. Es muß sich vor allem darum handeln, die schwächsten Stücke auf die Decke zu legen unb alles Starke, was die harte Auslese der Natur gut überstanden hat, zu erhalten. Unter härteren klima­tischen Verhältnissen ist alles Wild bekanntlich an Wildbret stärker als in weichem Klima, weil der Winter alljährlich die Schwächlinge ausmerzt. So wirkt auch ein solcher Winter sich bei uns aus, also genau genommen in bem Sinne, den wir unserem ganzen Hegeabschuß zugrundelegen. Da wäre es nun verkehrt, durch falschen Abschuß das Gegenteil zu fördern. Die Böcke haben gefegt, ein Ansprechen nach Körperstärke und Gehörnanlage ist möglich. Nun kommt es wieder daraus an, die ersten Schuh- tage möglichst zu nutzen, ehe später das Wild im Felde verschwindet. Daher ist rechtzeitiges Bestäti­gen in der ersten Maihälfte geboten, damit nicht später erst zeitraubendes Suchen und Wählen an­hebt, wenn ab 16. Mai der Abschuß gestattet ist

Die Zeit des Verfärbens stellt immer besondere Anforderungen an ben an sich durch ben Winter schon geschwächten Wildkörper. Gaben von Lecksalz sind in dieser Zeit, wo auch übermäßige Grünäsung Gesundheitsstörungen bedingen kann, sehr zu emp­fehlen. Die tragenden Ricken, die nun bald für sich allein stehen, verfärben am letzten. In ber Zeit vor ihrer schweren Stunde bedürfen sie genau so wie nachher ihre Kitze der Ruhe und bes Schutzes vor Störungen durch sagende Hunde und blumensuchende oder holzlesende Menschen.

Außer bem männlichen Rehwild sind es vom Haarwild nur noch bie Sauen, von den Kanin­chen zu schweigen, die ber Jäger besagen darf. Da­bei machen jedoch führende Bachen eine Ausnahme. Alles sonstige Wild hat Schonzeit und steht in ober vor ber Satzzeit.

Anders steht es mit bem Federwild. Der große Hahn" des deutschen Waldes, ber Auer­hahn, und sein kleiner Vetter, ber Birkhahn, können während bes ganzen Monats noch besagt werden. Sie spielen allerdings unter ben Verhält­nissen unserer engeren Heimat gar keine Rolle. Viel mehr interessiert den Jäger hier bie Frage, wie bie Brutzeit für Ente, Fasan unb Huhn verlaufen wird. Bei bem Fasan ist bie Erhaltung der wenigen vorhandenen Gelege durch Bekämpfung der Krähen und Elstern, durch Schaffen von Deckung u. ä. von größter Bedeutung. Bevor bie Mahdzeit beginnt, kann bas öffentliche Ausloben von Belohnungen für die Schonung von Gelegen nicht genug ge­schehen. Die damit gemachten Erfahrungen sind zu

Die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" führte im Auftrage des Oberkommandos der_Wehr- macht und in Zusammenarbeit mit dem Sauber* referatTruppenbetreuung" im Reichsministerium für Volksaufklärung unb Propaganda in einem La­zarett durch die Kapelle Schillinger ein Konzert mirch. Unter dem LeitwortIhr wünscht wir spielen" wurden von der Kapelle beschwingte Mei­sen zu Gehör gebracht. Der Dirigent Otto Schillin- ster spielte Diolin-Solo, während Otto Müller mit Liedern auf der Harmonika und Niko Kiefer auf , , , .

Tromvete erfreuten. Karl Wiegand forate für den j Nachmittag besuchten bie Verwundeten bis sport- Refraingesang. Die Sopranistin Wally Hildebrandt hoa 9 mnr

unb der Tenor Willy Eichel fangen Lieder unb

Mit besten Ueberraschungen erfreute der Zauberer! Morgenveranstaltung und am Abend an der Fest- Bellini. Schnellmaler Quick war eine Nummer, bie. aufführungDer Wildfchütz" teil. Für alle Der viel Freude auslöste. Es war ein wohlgelungener mundeten ein besonderes Erlebnis.

Nachmittag mit sehr viel Beifall. | äntift und tltCrofut 1942

Am Vormittag des 2. Mai besuchten bie Jung- wuiifi uuv y