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GelegenbeüdanHetgett Pladvoricknft lvorberiae Bereinbaruna) 25*/a m<*bt
t^Hüieini iagiiih, anbei Afr f Donnerstag, 3. Dezember (942
Glttzener Anzeiger
General-AnzeigerfirOberheffen'^L'LL^
Monaten ist Japan M ei der Welt geworden. Der l
wort glauben, an das Ehrenwort des Kommandanten der Flotte von Toulon. Aber bereits kurz hu-
Roosevelts doppeltes Spiel.
Darlan ernennt sich zum Staatschef in Tlordafrika.
versucht, waber den Briten im besten Falle einige Einsprengsel als Reservate Vorbehalten bleiben sollen, Bruchstücke ihres ehemaligen Empires. Was das bedeutet, wird erst klar, wenn man weiß, daß Kanada heute bedenklich dem USA.-Einfluß zuneigt, daß in Indien alles andere als für England erfreuliche Verhältnisse bestehen, daß A u st r a- li en mehrfach bekundet hat, der fünfte Erdteil könne nur von Nordamerika verteidigt werden, und daß Südafrika ganz offensichtlich starken Landhunger hat, der Burenrenegat General Smuts also schon aus diesem Grunde alles vermeidet, was den Yankees ein Aergernis sein könnte.
Es ist selbstverständlich, daß solche Vorgänge den Vertretern der alten, traditionellen und sturen Empire-Politik nicht verborgen bleiben, und daß sie nicht gewillt sind, kampflos abzutreten, sondern im Gegenteil so teuer wie möglich verkaufen möchten. Daher bedeutet der Rücktritt von Cripps auch eine Stärkung der alten Empire-Linie, einen Zu-
der Welt geworden. Der Lohn für seine glänzenden Tugenden.
Bei der Landung der englisch-nordamerikanischem Truppen in Nordafrika handele es sich in Wirklichkeit um eine Tragikomödie, denn die Landung erfolgte mit dem Einverständnis der französischen Militärbehörden, kam auch für die Achse keineswegs überraschend, da genügend Informationen über das Zusammengehen der USA. mit den französischen Militärs vorlagen. Der Führer und ich wollten noch einmal an ein französisches Ehren-
R o m, 2. Dezember. (DNB.) In einer Sitzung der gesetzgebenden Ausschüsse der faschistischen korporativen Kammer hielt der Duce eine Ansprache, die auch über den Rundfunk übertragen wurde. Der Duce betonte, daß er, nachdem er 18 Monate" geschwiegen habe, heute einen umfassenden Rechen- schaftsbericht über die Ereignisse der letzten 18 Monate geben wolle. Diese.18 Monate seien durch drei Ereignisse charakterisiert: 1. Krieg gegen die Sowjetunion: 2. Kriegseintritt Japans: 3. Landung der englisch-nordamerikanischen Truppen in Nordafrika. Die militärische Macht der Sowjetunion sei nur hinsichtlich der militärischen Qualität der sowjetischen Wehrmacht eine Ueberraschung gewesen. Seit Jahren habe er gewußt, daß im Osten eine riesige Militärmacht entstanden war, die kein anderes Ziel hatte, als die Revolution mit den Waffen in der Hand über die Welt zu verbreiten. Es war also unbedingt notwendig, daß die Achse sich den Rücken frei hielt. Man hatte nicht einen Augenblick länger zuwarten können. „Der sowjetische Soldat hat sich gut geschlagen, aber besser noch der deutsche Soldat, der den sowjetischen geschlagen hat" Heute habe die Sowjetunion bereits ihre fruchtbarsten Gebiete sowie 80 bis 90 Millionen ihrer Bevölkerung verloren. „Wir können", so fuhr der Duce fort, „mit großer Zuversicht der Zukunft entgegensetzen. Die 'Hilfe Englands für die Sowjets war sehr gering, und es' ist bezeichnend, daß die Sowjets es nie. erlaubt, haben, daß ein englischer oder USA.-Soldat ihren Boden betrat Es kann keinen Zweifel darüber geben, daß m diesem ge-
Türkischer General zur militärischen Lage in Afrika
,/Mr Italien gibt es nur eine Aufgabe: Kämpfen!"
Mussolinis Antwort an Churchill: Niemals wieder eine Pax Britannica für Italien.
Mixing up mit -en LlSA
Von unserem nn.-Berichterstatter.
nach lagen so ungewöhnlich klare Beweise darüber vor, daß die Vereinigung der französischen mit der englisch-nordamerikanischen Flotte geplant war, daß auch hier vorgegangen werden mußte, da kein Augenblick zu verlieren war. So wurde Toulon besetzt, um die Gefahr zu bannen, die von der englisch-amerikanischen Propaganda 'in die Welt gesetzten Märchen eines glorreichen französischen Widerstandes seien von A bis Z erfunden. In Toulon habe es alles in allem zwei Tote und 17 Verwundete gegeben. Die Entwaffnung des Heeres Und der Marine in Frankreich gehe in vollkommener Ordnung vor sich.
Nun kam Mussolini auf die Bombardie. r u n g der italienischen Städte und gab hie genauen Zahlen der Verwüstungen und der Opfer bekannt. Er I>abe das Recht zu fordern, daß kein Italiener auch nur im geringsten diese Zahlen in Zweifel ziehen dürfe. In den 3si ersten Kriegsmonaten habe die italienische Wehrmacht 40 219 Tote verloren, an Gefangenen 230 738, an Vermißten 37 713. 1800 feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen, 193 am Boden zerstört. In italienischer Hand befinden sich an englischen Kriegsgefangenen 21 Generale, 2330 Offiziere und 32 747 Ünteroffi« .Ziere und Mannschaften, wozu die noch auf dem Transport befindlichen hinzugezählt werden müssen. Mit den nichtenglischen Kriegsgefangenen zusam« men hat Italien insgesamt in der Hand: 29 Generale, 4003 Offiziere und 69167 Mannschaften. Die Kriegsgefangenen in italienischer Hand würden nach der; Gesetzen der Menschlichkeit behandelt. Leidä
Istanbul, 2. Dez. (Europapreß.) Generaloberst Sa bis, ein bekannter türkischer Militärschrift, steller, schreibt zur militärischen Lage in Nordafrika in der „Türkischen Post": „Diele Menschen glaubten, daß die Achse ihre sieben Sachen in aller Eile zusammenpacken und sich aus ganz Nordafrika sofort zurückziehen würde. Die Ereignisse zeigten aber, daß sich diese Leute, welche die Kampfkraft und den Unternehmungsgeist der Achse nicht kennen, schwer getäuscht haben. Es darf nicht außer acht gelassen werden, daß Nordafrika für die Achse nur einen Kriegsschauplatz von zweiter und sogar dritter Ordnung darstellt. Trotz ihrer Vorbereitungen konnten die Angelsachsen die Luftüberlegenheit in Franzö- sisch-Nordaftika nicht erringen, weshalb sie gegen di? Achsenstreitkräfte in Tunis und Biserta auch keine bedeutenden Angriffe einleiten konnten. Anderseits konzentrieren die deutschen und italienischen
Italiens Kampfentschlossenheit.
„Das italienische Volk ist sich voll der Notwen» digkeit dieses Krieges bewußt, der geradezu als heiliger Krieg bezeichnet werden muß." Diese lapidare Feststellung steht im Mittelpunkt des Rechenschaftsberichtes, den der Duce vor dem italienischen Volke abgelegt hat. Es war nur eine Selbstverständlichkeit, daß der Duce aus dieser Erkenntnis unmißverständlich auch die Folgerung zog, daß es für das italienische Volk nur eine einzige Aufgabe gebe, und die heiße: Kämpfen, und zwar kämpfen Schulter an Schulter mit den Verbündeten, kämpfen zusammen mit Deutschland. Und damit es die ganze Welt höre, unterstrich der Duce ausdrücklich noch die Festigkeit der Haltung des ita- lienischen Volkes, die bewunderungswürdig fei, in» öem es arbeite, diszipliniert sei und sich keine einzige Sabotagehändlung habe zuschulden kommen lassen. Den Einsatz der italienischen Frauen, die das unerschöpfliche Sammelbecken der Lebenskraft der italienischen Nation bildeten, bezeichnete der Duce „geradezu als wunderbar".
In diesen Feststellungen lag bereits die unmißverständliche Antwort auf die Spekulation der angloamerikanischen Kriegsverbrecher, die Freundschaft zwischen den Achsenmächten stören und das Bündnis zertrümmern zu können. Der Duce ging aber eigens noch auf diese törichten Theorien em, indem er betonte, daß die Kameradschaft zwi- schen Italien und Deutschland jeden Tag tiefer werde und geradezu sich zu einem gemeinsamen Leben ge« ftalte, in dem Maße, wie das gegenseitige Verständnis zunehme. Voller Stolz konnte der Duce auf die Leistungen der italienischen Soldaten Hinweisen. Dieser- Stolz rechtfertigte auch die Zuversicht Mussolinis, daß in diesem gewaltigen Ringen, aus dem die Grenzen des neuen Europas festgelegt werden, nur öie Waffen der Achsenmächte siegreich hervorgehen werden.
Im übrigen stellte der Rechenschaftsbericht des Duce auch eine treffsichere und pointierte Antwort auf eine der letzten Reden Churchills dar, in der sich dieser auch mit Italien befaßt hatte. Es war eine glanzvolle Abrechnung, die von einer souveränen Überlegenheit sprach und das traditionsbewußte Gefühl des Römers gegenüber den Krämerti an der Themse klar zum Ausdruck brachte, so wenn Mussolini davon sprach, daß, wenn man dem Engländer den Smoking ausziehe, der alte Barbar übrigbleibe, dem Cäsar vor Jahrtausenden den Fuß in den Nacken gesetzt habe. Vor allem wies dabei der Duce auf die englischen Luftangriffe auf italienische Städte hm und ließ keinen Zweifel darüber, daß die Ab° sicht mit diesen Bombardements italienischer Wohnviertel und den Terrorangriffen auf die italienische Zivilbevölkerung die Moral des italienischen Volkes zu untergraben, voll und ganz danebengegangen sei, und daß der Beweis erst erbracht werden müsse, daß die Italiener an Härte irgendwie den Engländern oder den Bolschewisten unterlegen seien. Einen Beweis dieser Stärke konnte man auch darin erblicken, daß der Duce genaue Angaben über die Opfer der Bombardierungen italienischer Städte machte.
Es konnte nicht anders fein, als daß der Duce an den Schluß dieser stolzen und harten Rede die Versicherung stellte: „Wir werden unerschütterlich ausharren und dieser Beschluß wird uns von unserem Pflichtgefühl, unserer Ehre und unserer Würde vorgeschrieben" und daß er diesen Entschluß noch bekräftigte mit den Worten: „Wir aber müf« en kämpfen für die Lebenden, weil wir für die Zukunft kämpfen und für die Toten, damit die Opfer unserer Toten nicht umsonst waren. Die Toten be- efjlen uns, bis zum Endsieg zu kämpfen. Wir gehorchen." Daß Mussolini in dieser Rede dem Fühlen, Wollen und Handeln des ganzen italienischen Volkes Ausdruck gab, bewies die spontane Antwort der gesetzgebenden Ausschüsse der Faschistischen Korporativen Kammer, die Mussolinis Worte mit der Entschließung unterstrichen: „Die Kammer bekräftigt den entschlossenen Widerstands- und Kampfwillen des italienischem. Volkes, das in unerschütterlicher Gewißheit für den Endsieg zu kämpfen entschlossen ist."
wattigen Ringen, aus dem die Grenzen des neuen Europa festgelegt werden, nur d i e Waffen der Achsenmächte siegreich hervorgehen werden.
„Wenn es jemand gibt", so betont Mussolini, ..der den Krieg gewollt und auf den Krieg hingearbeitet hat, so war dies der Präsident der Vereinigten Staaten, Roosevelt. Seine Provokationen und feine Agitation, feine Lügen und seine Beteuerungen für das eigene Volk waren nur auf eines gerichtet: den Krieg? Natürlich konnte Japan nicht zusehen und warten, bis die Vereinigten Staaten zuerst schießen würden. Japan hat gut daran getan, in dem entscheidenden Moment einzugreifen. Der Eintritt Japans stellt die unbe- dingte Garantie für den Sieg dar, well Japan unerreichbar und unbesiegbar ist. Alle englischen Positionen im Fernen Osten sind wie ein Kartenhaus zusammen geb rochen. In wenigen einem der reichsten Länoer
Lissabon, 2. Dez. (Europapreß.) Admiral Darlan hat die Machtbefugnisse als Staats- ch e f in Französisch-Nordafrika übernommen, und Zwar „als Vertreter von Marschall Petain". Unter Darlan ist in Algier ein Reichsrat geschaffen worden, dem außer Darlan die Generale Nogues, Boifson, Giraud und Bergeret sowie Generalgouverneur Chstel angehören. Die Bildung dieses Reichsrates unter Führung von Darlan hat sowohl in der englischen Oe-ffentlichkeit wie in Kreisen um de Gaulle außerordentlich verstimmt. Man sieht in dieser neuesten Entwicklung, dre ohne Einwilligung der nordamerikanischen Militärbehörden nicht durchzuführen gewesen wäre, einen Beweis dafür, daß Roosevelt ein doppeltes Spiel trieb. Darlan darf nun als Statthalter Roosevelts in Norda-ftika den Einfluß der USA. sichern, de G a u lle, der Schützling Englands, ist heruntergefallen, ein neuer Beweis dafür, daß Roosevelt allem englischen Widerstand zum Trotz auch nicht einen Bruchteil seiner in Afrika errungenen Machtposition aufzugeben gedenkt. Außenminister Eden wird in der Geheimsitzung des Unterhauses keine leichte Stellung haben. Es wird erwartet, daß die scharfen Gegensätze zwischen de Gaulle und Darlan jenseits des Atlantik sich weiter verschärfen werden. In den de Gaulle-Kreisen äußerte man, es handle sich bei der Bildung eines „französififchen Reichsrats" in Nordafrika um eine Maßnahme zur
sammenschluß all derjenigen Lolldoner Politiker, die das Mixing up mit den USA. so verstehen möchten, daß die USA. zwar das Geld, die Soldaten, die Macht stellen, England aber nach wie vor im Hintergrund die Fäden zieht. Die „Times" drückt das ja fehr klar aus, indem sie immer wieder auf die „älteren Erfahrungen" in der Kunst imperialistischer Beherrschung hinweist. Aber so, wie die Dinge heute liegen und wie der Fall Darlan de-n Londoner Politikern nachdrücklich vor Augen geführt hat, kann, kein Zweifel darüber fein, daß der Wille zur Zusammenarbeit von Washington nur so verstanden wird, daß der Ton vom Weißen Hause angegeben wird, daß die Yankees sich heute in jeder Beziehung als berechtigte Erben fühlen, während den Briten im besten Falle die Rolle-Feines Juniorpartners zuge- messen wird. England muß heute bereits überall sich der Macht des Stärkeren beugen, England ist vor allem rettungslos an die USA. verschal- d e t. Und diese Schuld wird diesmal nicht — wie im ersten Weltkrieg — in den Schornstein geschrieben, sondern wird Dollar für Dollar gegen die Erweiterung des nordamerikanischen Einflusses im ehemaligen britischen Empire aufgerechnet werden.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Stockholm, Dezember 1942.
Es hat sich dieser Tage ein bemerkenswerter Vorgang in England ereignet, bei dem sich die alten „empirebuilder“ wahrscheinlich im Grabe umgedreht haben und der — hätte man ihn hörbar darstellen können,, in der ganzen Welt als ein bedenkliches Knistern und Krachen im Gebälk des britischen Empires vernommen worden wäre. Die „Times" ist vor den Hegemonieanfprüchen der Yankees in aller Form zu Kreuze gekrochen: sie tat das unter der Ueberfchrift „Amerika und das Empire" in zwei Leitartikeln, die in verstehenden, ebenso distanzierenden wie zustimmenden Worten doch nichts anderes enthielten als die Zustimmung zur Weltpolitik der Vereinigten Staaten und den Vorschlag — genauer gejagt: die Bitte —, mit den Nordamerikanern international zusammen- 3üarbeiten, wobei das Blatt im besonderen auf die empirefeindliche Politik der USA. in bezug aus die ostasiatischen Besitzungen Englands anspielte.
Die britischen Politiker haben damit im Hinblick auf die gegenseitigen Auseinandersetzungen über Notwendgkeit und Bestand des britischen Empires einen neüen Ton angeschlagen, zu dem die Ausbootung von Cripps aus dem britischen Kriegs- kabinett die hintergründige Begleitmusik bifibet. Gerade diese Liquidierung ist sehr aufschlußreich, denn sie beweist, daß Churchill sich aus der bolschewistischen Umklammerung zu lösen versucht, um gegenüber dem hemdsärmeligen Auftreten des groben Willkie mehr Ellenbogenfreiheit zu haben. Churchill befindet sich ja auf lange Sicht gesehen unstreitbar in einer noch heikleren Situation als die augenblicklichen Nöte der Kriegslage auf dem Atlantik und die in Nordafrika aufgetauchten Probleme bereits verraten. Man braucht nur einmal einen Blick in die britische Zeitschrift „Round Table" zu tun, i)ie ihre liebe Mühe hat, die Sorgen über die „Zu- ammenarbeit" mit den Sowjets auf Grund des auf
Jahre eingegangenen Bündnisses zu verbergen. Churchill steht zwischen Scylla und Charybdis, ein Zwiespalt, den das Sprachrohr der Verfechter des tmpires, die „Round Table", mit dem leise aus« lesprochenen Wunsch andeutet, daß die Zukunft ms einer „Union Gleichgesinnter" lervovgehen müsse, womit die Zeitschrift selbstver- tändlich vor allem das britische Commonwealth in Zusammenarbeit mit den Nordamerikanern meint, röhrend sie von den Sowjets zwar von einem „für Europa unerläßlichen Instrument" spricht, im übri- en aber zwischen den Zeilen doch nicht ganz den Kunsch unterdrücken kann, die Bolschewisten nach em Kriege nach Möglichkeit - bei der Verteilung er Welt auszuschalten.
Gegenüber den Nordamerikanern liegen die Dinge der wesentlich anders. Hier ist die britische Stel- ing bereits so, daß man die in typischer Ycmkee- ilegelhaftigkeit vörgedrachten Willkieschen Angriffe lit höchst versöhnlichem Ton abzubiegen versucht, m aus der Empiredämmerung, die von den Yan- ees längst als willkommener Ausverkauf begriffen ourde, jo etwas wie das Licht der weisen und eunmal überlegenen Staats-- und Menschenführung ritischer Diplomatenkunst zu machen, das man in sukunft doch nicht ganz entbehren könne. Aber für ieses Mixing up, für dieses Zusammengehen, behelfen die Yankees irf der Praxis nicht den ge- ingften Sinn. Sie haben für derartige Ermahnungen überhaupt kein Organ, sondern gehen nfach zur Tagesordnung über. Nur naive Gemüter innen annehmen, daß die Yankees so kostspielige nb gefährliche Expeditionen nach Nord- und West- rrita sowie den dortigen britischen Territorien nternehmen, lediglich um der Erhaltung des Em- ireL willen. Die Tatsachen-widersprechen kraß dieser nnahme, lassen vielmehr überall daraus schließen, iß der Machthaber des Weißen Hauses auf seine tunbe gewartet hat, und daß er sie jetzt für etommen hält. Und mehr noch: Er ist auch ge- illt, sie restlos auszunutzen! Kein Nordameri- itier erschauert in Ehrfurcht vor dem „Ewigkeits- ert" des dreihundertjährigen Gebildes des briti- >en Empires, die meisten sind jedoch gewillt, inner» Ib dieses Empires neue B e j i tz v e r h ä 11 - t f f s- zu schaffen, wobei der Stärkere — und das ib ohne Zweifel bereits die Vereinigten Staaten? — n Löwenanteil zu beanspruchen hat.
Der Plan, nach dem von Washington vorgegan- n wirb, läßt sich bereits ziemlich klar überschauen, n Nahen Osten sitzen bie Yankees auf den Bahrein- lseln, sie haben bas Emirat Koweit geschluckt, sie d im Iran unb im Irak nicht nur durch mitt- rische, sondern vor allem auch durch wirtschaft- ch e Sachverständige vertreten, die systematisch irauf hinarbeiten, den britischen Einfluß auszu- lalten, die britische Wirtschaftsstellung zu unter- ab en unb sich f e I b ft im Namen des Dollar» perialismus an deren Stelle zu setzen. Sehr aus- /ußreich war ja auch die Indiskretion der G a u l« isten, daß gerade diese Gebiete, die Bahrein- Meln, bas Emirat Koweit, Iran und Irak, Syrien- tianon und schließlich Trcmsjordanien nach einem rtisch-norbamerikanischen Geheimabkommen küns- 9 als „Einfluß geb ist" der Nordame- 'kaner anzusehen fei. Nimmt man hinzu, daß -rofeoelt in Algier und Marokko nichts tigeres zu tun hatte, als den Juden Sonderrechte Mräumen, daß er ifjnen' ausdrücklich gestattete, A Palästina einzuwandern, well er bort öem TA.-Jubenturn gegenüber einen weiteren Scheck Mukösen hat, so rundet sich das Bild bereits em» ■Utig ab. Es wird noch klarer durch einen Ausruch Willkies, daß der Krieg „um die Türkei her» -f“ gewonnen ober verloren werbe und durch die eußerung des Vizepräsidenten Wallace, daß durch e Kämpfe im Mittelmeerraum die kürzeste direkte e.'binbung mit der Sowjetunion geschaffen werden l. Der Roosevelt-Imperialismus blickt also de- -reits nach den Meerengen und greift mit 1 ^ypenarmen um den ganzen gewaltigen afrika- 1 Ihen Kontinent, den er sich botmäßig zu machen
Festigung der Stellung Daria ns. 5lad> der Erklärung Roosevelts, d>aß die Zusammenarbeit mit Darlan nur vorübergehend fei, liege es in dessen Interesse,' feine Stellung möglichst zu sichern und möglichst lange zu halten. Ob de Gaulle unter diesen Umständen die bereits geplante Reise nach Washington unternehmen wird, ist wieder ziemlich zweifelhaft, zumal Roosevelt mit seiner Anfang der Woche gegebenen Erklärung, wonach er de Gaulle nicht eingeladen habe, diesem Gegenspieler Darlans eine ziemlich deutliche Absage erteilte.
Amerikanische Bee-achter kommen nach Spanisch-Marokko.
T a n g e r, 3. Dez. (Europapreß.) Die USA. fängt fetzt an, auch in Spanisch-Marokko ein Netz von Konsulaten aufzubauen, nachdem dieses USA.- Spionagesystem sich in Französisch-Marokka so gut bewährt hat. Das erste Konsulat wurde in Ceuta errichtet, wo bisher wegen des Festungscharakters dieser Stadt sich noch niemals irgendein Konsulat niedergelassen hatte. Weiter verlautet, daß das nächste Konsulat in Tetuan eingerichtet werden soll. Spanien erteilte das Exequatur für Ceuta dem neuernannten USA.-Konsul Douglas Flood, der damit die Möglichkeit erhält, seinen Beobachtungsposten zu beziehen.
U-Boote ihre Angriffe gegen die englisch-amerikanischen Landungsplätze in Nordafrika und es ist ihnen bisher gelungen, sehr viele Schiffe zu versenken. Auch die 8. englische Armee scheint so gut wie zum Stehen gekommen zu sein. Die Versorgung aus Marsa Matruk, Sollum und Tobruk scheint auf große Schwierigkeiten zu stoßen. Die Luftwaffe der Achse auf Kreta macht die Nachschublinien und Wege für diese Armee unbrauchbar. Es ist jedoch sehr zweifelhaft, ob es den anglo-amerikanischen Armeen gelingen wird, größere Verstärkungen her» anzuholen, um ihrer Lage im Vergleich zur Gegenwart größere Festigkeit zu geben. Angesichts dieser Verlegungen scheint es den Anglo-Amerikanern unmöglich zu fein, die Achsenstreitkräfte aus dem Miftelmeer zu vertreiben unb den Seeverkehr Zwischen Gibraltar und dem östlichen Mittelmeer- decken in gesicherter Form wieder herzustellen.


