Montag, 3. August M2
Bisher 19,5 Millionen BNT. versenkt
Rastlose Verfolgung in Richtung auf den Kuban
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1. August vernichtete ein Panzerkorps itn Raum nordwestlich Kalatsch 482 zum größten Teil schwere und schwerste Panzer.
Rördtich Rschew griffen die Sowjets auch am gestrigen Tage wiederholt an. Sie wurden in erbitterten Kämpfen zum Teil im Gegenstoß unter blutigen Verlusten zurückgewiesen.
Im Finnischen Meerbusen beschädigten Kampf- flugzeuge zwei sowjetische Frachtschiffe durch Bombentreffer.
3n der Zeit vom 21. bis 31. Juli verlor die Sowjetluftwaffe 815 Flugzeuge, davon wur- den 641 in Luftkämpfen, 66 durch Flakartillerie und 11 durch Verbände des Heeres ^vernichtet, die übrigen am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 61 eigene Flugzeuge verloren. •
In Aegypten griffe« deutsche Kampfflugzeuge in der Rächt zum 1. August den Flugplatz Heliopolis bei Kairo an. Mehrere Flugzeughallen wurden in Brand gesetzt und siebe» Flugzeuge am Boden vernichtet,
2. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Süden der Ostfront stießen Schnelle Verbände und Infanteriedivisionen dem Feind in rastloser Verfolgung in Richtung auf den Kuban nach und brachen stellenweise noch zähen Widerstand seiner Rachhuten. Zahlreiche eingeschlos- ene Gruppen wurden vernichtet. Verbände der Luftwaffe unterstützten den Vorstoß des Heeres und richteten außerdem rollende Angriffe gegen die rückwärtigen Verbindungen der Sowjets. Im großen Donbogen nahmen deutsche und italienische Truppen einen sowjetischen Brückenkopf. Starke Rohkampffliegerkräfte griffen in diese Kämpfe mit gutem Erfolg ein. Bei Rachtangriffen auf den Schiffs- und Fährverkehr wurden fünf Wolga- ch j f f e durch Bombentreffer versenkt, fünf weitere und eine Fähre beschädigt, von 23. Juli bis
die Werkstätten können mehr durch Bomben getroffen werden. Bisweilen tun mir die englischen Flieger leid, wenn sie ihren Sprengstoff auf diese gewaltigen Beton-Dickhäuter in großen Einsätzen vergeblich herunterregnen lassen.
Das besondere strategische Ziel der deutschen U- Boot-Operationen ist die Störung der angelsächsischen Seeverbindungen. Wie sich der Krieg im Atlantik auch entwickeln mag, wir werden uns zur Erreichung dieses- Zieles der jeweils wechselnden Lage immer anzupassen vermögen. Die Taktik des U-Boot-Krieges ändert sich häufig. Das große Ziel bleibt dasselbe: Mehr feindlichen Schiffsraum zu vernichten, als alle unsere Feinde zuscnmnen nach bauen können! Es wird der Tag kommen, an dem der Mangel an Schiffsraum bei unseren Gegnern so deutlich wird, daß sie nicht mehr die Freiheit über chre strategischen Entschlüsse besitzen."
lichen Rückzugsbewegungen. Bei anhaltenden fchwe- ren Kämpfen im großen Donbogen wurden gestern wieder, zum Teil unter Mitwirkung von Flakbatterien, 48 feindliche Panzer vernichtet. Fliegerverbände griffen bei Tage und bei Rächt Truppenausladungen und Transporte auf Bahnen, Straßen und Wasserwegen an. Auf der Wolga wurden ein Tanker und sieben Frachter versenkt, 16 weitere Frachter beschädigt.
Rördlich von Rschew scheiterten erneute, mehrfach wiederholte Angriffe der Sowjets in harten Kämpfen. Infanterie brachte hierbei vier feindliche Flugzeuge zum Absturz. An der Dolchow- front wies die spanische Blaue Division einen feindlichen Angriff blutig ab. Angriffe des Feindes gegen einen Brückenkopf brachen zum Teil im Rah- kampf zusammen.
Im Seegebiet nordwestlich Tripolis versenkten deutsche Kampfflugzeuge am 30. Juli ein feindliches Unterseeboot.
Rach einigen Störflügen am 31. Juli flog der Feind in der vergangenen Rächt in das rheinisch- westfälische Industriegebiet ein. Er griff mit Schwerpunkt Düsseldorf an, wo in Wohnvierteln, il a. in zwei Krankenhäusern, Brände und Sachschäden entstanden. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste. Durch Rachtjäger und Flakartillerie wurden 26 der angreifenden Flugzeuge abgeschossen. Bei Angriffsverfuchen eines gemischten Bomber- und Iagdverbandes auf das Gebiet der Sommemündung schossen deutsche Jäger am gestrigen Tage im Verlauf einer halben Stunde 16 feindliche Flugzeuge bei einem eigene« Verlust ab. Ein weiteres britisches Flugzeug wurde bei Cherbourg zum Absturz gebracht.
Im Kampf gegen Großbritannien belegten deutsche Kampffliegerverbände in der Rächt zum 1. August kriegswichtige Hafen- und Industrieanlagen von hüll mit Sprengbomben schweren und schwersten Kalibers. Alle eingesetzten Flugzeuge kehrten zu ihren Einsahhäfeu zurück.
Im Kampf gegen die amerikanische und britische Schiffahrt wurden durch die Kriegsmarine im Monat Juli 98 feindliche Handelsschiffe mit 632 000 BRT. versenkt, davon 92 Handelsschiffe mit 613400 BRT. durch Unterseeboote, sechs mit 19000 BRT. durch Schnellboote. Sechs weitere wurden durch Torpedotreffer schwer beschädigt.-Ferner versenkten Einheiten der deutschen Kriegsmarine vier Unterseeboote, sieben Schnellboote und drei Bewacher und beschädigten zwei Zerstörer und mehrere Schnellboote. Durch die Luftwaffe würden im gleichen Zeitraum 30 Handelsschiffe mit 183 500 BRT. versenkt und weitere 17 Handelsschiffe beschädigt. Damit verloren Großbritannien und die USA. insgesamt 8 15900 BRT. des für ihre Kriegführung lebenswichtigen Schiffsraumes.
Oer Wehrmachtbericht vom Sonntag.
DRB. Aus dem Führerhauptquarti
Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8VaUbr desVormittags
Anzeig en-Vreise
für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite:
7Rvt. für Familienan-
-eigen und private Gelegenbeitsanzeigen
14Rps. f. Werbeanzeigen und geschäftliche
Gelegenheitsanzeigen Plahoorschrift (vorherige 'Vereinbarung) 25% mehr
AdmiralÄöliitz über Wesen undZiel desdeulschenll-Vootkrieges
„Mehr feindlichen Schiffsraum vernichten, als alle unsere Feinde nachbauen können!"
' Mit dem jetzt vorliegenden Ergebnis des Monats Juli in Höhe von 813*900 BRT. erhöht sich das Gesamtergebnis auf rund 19,5 Milliönen Bruttoregistertonnen. Der Einsatz der deutschen U-Boote hat sich auf ein gewaltige Operationsgebiet von mehr als 5200 Seemeilen oder nahezu 10 000 Kilometer erstreckt. Nach den letzten Meldungen wurden z. D. die neuesten Erfolge im östlichen Mittelmeer, vor der Westküste Afrikas, im Mittelatlantik und vor der nordamerikanischen Attantikküsts errungen. Es ist bezeichnend, daß außer der Vernichtung von 24 Handelsschiffen und zehn Frachtenseglern auch die Versenkung eines Bewachers und die Beschädigung zweier Zerstörer gemeldet wird. Jede Schädigung der Geleitfahrzeuge beeinträchtigt den Gesamtsicherungsdienst der Engländer und Amerikaner, da die für diesen Zweck vorhandenen Kriegssahrzeuge auf einen großen Raum verteilt werden müssen. In der vergangenen Woche ist außerdem wieder der seltene Fall eingetreten, daß ein deutsches U-Boot ein feindliches F lu g z e u g abschießen konnte, und zwar diesmal im Nördlichen Eismeer.
Bei der Sicherung und Kontrolle des Kanalgeb ietes kam es in der vergangenen Woche zweimal zu einem harten Kampf deutscher V o r - postenboote mit britischen Zerstörern und Kanonenbooten. Dabei gelang es den deutschen See- streitkräften in einem dieser Gerechte, die Hälfte der anareifenden britischen Kanonen-Schnellboote außer Gefecht zu setzen, worauf der Gegner seiner-' sells den Kamps abbrach. Die deutsche Kriegsmarine bat sich also auch in der Verteidigungsfront im Westen 1 als aufmerksamer und waffenwirksamer Gegner erwiesen. An der Kanalküste und in der Deutschen Bucht wurden durch Marineeinheiten und Marineartillerie in der vergangenen Woche alleih 38 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Die Verteidigungsbereitschaft der deutschen Westfront und des Heimatgebietes erhärtet sich auch aus der beträchtlichen Gesamtzahl von 166 Abschüssen britischer Flugzeugen. Gleichzeitig hat die deutsche Luftwaffe erneut wirksame Schläge gegen die britische Insel selbst unternommen und dabei vor allem kriegswichtige Anlagen und Rüstungsbetriebe angegriffen. In drei hintereinander folgenden Nächten wurden das Industriegebiet von Birmingham, außerdem an der Ostküste die Häfen von Middlesborough und Hüll mit Bomben belegt.
Oer Wehrmachiberichi vom Samstag.
DRV. Aus dem Füh^rerhauptquarlier, 1. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Osten ist in der Verfolgung des geschlagenen Feindes die Eisenbahnlinie krasnador— Stalingrad nunmehr in breiter Front Übertritten. Sowjetische Kräfte wurden eingeschlossen und gehen ihrer Vernichtung entgegen. Der Eisenbahnknotenpunkt S a l z k wurde genommen. Die Luftwaffe bekämpfte mit starken Kräften die feind-
Vom Oon zum Kuban.
Die raschen Fortschritte der deutschen Truppe» und ihrer Verbündeten, sowohl der vorprellende» Schnellen Verbände wie der in breiter Front nachrückenden und sichernden Infanterie — sind südlich bes Don so beträchllich, daß der Wehrmachtbericht in den letzten Tagen einige Ortsangaben machen konnte. Das reine Steppenland südlich vonn Don- Unterlauf ist durchschritten, und unsere Truppen sind in ein welligeres Hügelgelände eingerückt, das nördlich des Kuban auftritt und südlich des Kuban in ein ausgesprochenes Mittelgebirge üb ergeht, um dann rasch zu den 5000 m hohen Gebirgswällen des KaukHns emporzuwachsen. '
Man darf mit Sicherheit annehmen, daß die sowjetische Armeeführung über sehr viele Einzelheiten ihrer eigenen Verbände nicht unterrichtet ist, dis teilweise eingekesselt, teilweise überholt, teilweisa ohne Flankenfühlung isoliert sind. Durch die Besetzung der Bahnlinie Krasnodar—Stalingrad ist die Verbindung zwischen den Sowjetarmeen des Südabschnitts zerrissen, und zwar auf breiter zusammenhängender Front. Trotzdem ist es auf keinen- Fall Aufgabe des deutschen Wehrmachtberichtes, dis sowjetische Heeresleitung zu informieren. Das ifÜ auch einer der Gründe, warum die deuffche Presse gelegentlich auf Auslaudsstimmen zurückgreift, obwohl wir zu den aktuellen Themen bes* Tages mehr! Zu sagen haben als London, Washington unb
Moskau zusammengenommen. Eine gewisse Schweigsamkeit kann sehr nützlich werden. Wir haben diese Erfahrung im Vorjahr gemacht, als nach der Eroberung von Smolensk eine Nachrichtenpause ein» trat, die dann, abgelöst wurde von den großen Vernichtungsschlachten Wjasma — Brjansk. In diesem Jahr — und zwar erst in den allerletzten Wochen — ist diese Schweigetaktik an zwei hervorragenden Beispielen illustriert worden: als die deutschen Stoßrichtungen erst mit Woronesch und dann mit Stalingrad für alle Welt sichtbar schienen, die tatsächlichen Entwicklungen aber in beiden Fällen n»ch dem Süden gingen.
Die Aufrollung der schwer befestigten Donezstel- lungen, die rasche Erzwingung des schwierigen Don- überganges, jetzt die schlagartige Zerreißung des sowjetischen Südabschnittes sind Lohn, der reichlich lohnet! Wir wollen nicht vergessen, daß erst am 24./25. Juli Rostow genommen war, daß mit der Eroberung von Bataisk am 26. Juli der Donüber- gang gesichert wurde, daß am 27. Juli Infanterie und motorisierte Verbände den Don in breiter Front überschritten. Wenn jetzt — sechs bis neu» Tage später — die Kämpfe 200 bis 250 km südlicher im unmittelbaren Kubangebiet stattfinden, so war das ein klassisch guter Wochenabschluß. Dr. Ho.
Berlin, 3.Aug. (DNB. Funkspruch.) Admiral Dönitz, der Befehlshaber der U-Boote, beantwortete dem Kriegsberichter Gerhart Weise einige Fragen, die im Hinblick auf die Atlantikschlacht in der. letzten Zeit von ausländischen Zeitungen erörtert wurden. Der Admiral erklärte: „Die angelsächsische Kriegführung bewegt sich entsprechend ihrem altmodischen Staatsgefüge auch militärisch auf alten Bahnen. Es lag infolgedessen nahe, daß sie zum Schutz ihrer Schiffahrt das alte Rezept des Keleitzugsystems aus der Schublade zog, wie sie es am Ende des Jahres 1918 hineiugelegt batte. Dieses System ist der Eckpfeiler der englischen Abwehr geblieben. Wir sind selbstverständlich nicht untätig ' gewesen, um durch unsere Ausbildung, unsere Ueberlegungen und technischen Entwicklung ilgon dieses System wirkungslos zu machen. Ich kann unsere Maßnahmen nicht näher darlegen. Ich erwähne nur ein Schlagwort: die „Rudeltakti k". Es ist Tatsache, daß unsere „Wölfe" sich in sehr vielen Fällen über die Konvois geradezu gefreut ■fjabcn’ einfach, weil mit einem Konvoi den U-Booten eine ganze Speisekarte von Schiffen geboten wird, die sie sich sonst erst mühsam hätten zusammensuchen -müssen.
Auf die Frage nach der - Bedeutung der These unserer Feinde, daß die Verlagerung der wichtigsten Kampfzonen an die amerikanische Küste, in das Mittel- und Nordmeer eine Art „Flucht" der deutschen U-Boote in leere, weite Räume bedeute, antwortete Admiral Dönitz:
! „Unsere U-Boote kämpfen in absoluter Landnähe unter der USA.-Küste, so daß dort die Badegäste und bisweilen ganze Küstenstädte figeuge jenes Kriegsschauspieles sind, dessen optische Höhepunkte die roten Gloriolen hochlohender Tanker bilden. Diese Kämpfe zwischen dem Hafengebiet von Norfolk und der Karibischen See ober die Kämpfe jm Mittelmeer können gewiß nicht als Flucht in oeite Räume bezeichnet werden? Wir haben verschiedene bisherige Schauplätze unserer Wirksamkeit perlassen, um den Stier an anderen Stellen bei den Hörnern zu packen. Die Verlagerung eines Teils imferet Streitkräfte in das Mittelmeer er» olgte aus seestrategischen Gründen im Zuge des Kampfes um die Freiheit der Seeverbindungen zwi- chen Italien und Nordafrika. Die Welt kennt den (Erfolg. Die Achsenverbindung über das Mittelmeer ist vdrhanden und entwickelt sich. Der Ost-West-Ver- tchr der Engländer ist, wie die letzten Ereignisse bewiesen haben, faktisch unmöglich geworden. Der Kampf zwischen der Nord-Süd-Verbindung gegen die Ost-West-Verbindung ist im Mittelmeer u Gunsten der Nord-Süd-Richtung entschieden. Aus ihnlichsn geographischen Momenten entwickelte sich die Lage im Atlantik. Die Verlegung des Versenkungsgebietes nach Westen, also unter die amerikanische Küste, wurde vorgenommen, um die Gegner durch rasche, harte Schläge empfindlich zu treffen. Wie unsere Feinde am besten wissen, ist uns dies in einer einzigartigen Versenkungsschlacht gebückt."
Ich freue mich, so fuhr der Admiral fort, daß unsere Gegner sich anscheinend in dem Glauben befunden haben, unsere U-Boote könnten nicht bis zur amerikanischen Küste vorstoßen. Bereits im Frieden habe ich mich ost darüber amüsiert, daß man unsere 500-Tonnen-Boote als „Küstenboote" bezeichnete. Aus diesen Darstellungen ging hervor, daß der Gegner den Aktionsradius dieser Boote unterschätzte. Wir haben beim Bau unserer U-Boote auf jeden Luxus der Unterkunft Und auf alle Bequemlichkeit verzichtet und haben dadurch die Kampfkraft der Boote im Vergleich mit ihrer Größe in einem früher für unmöglich gehaltenen Maß verstärkt. Es ist deshalb lächerlich, wenn bkhauptet wird, wir hätten Basen auf neutralem (Bebiet oder wir arbeiteten mit phantastischen Benzininseln, die irgendwo im Atlantik schwimmen. Unsre ,Küstenboote" haben die Eigenschaft, quer überden Atlantikbis andieKüste des Gegners zu laufen.Jn diesem Sinne sind sie tatsächlich ,Mistenboote" geblieben.
. Im Gegensatz zu einem allgemein verbreiteten Tauben möchte ich betonen, daß der Kampf m den amerikanischen Gewässern durchaus keine einfache Sache ist. Die Amerikaner haben es durchaus verstanden, sehr schnell eine Respekt abnotigerabe Abwehr aufzuziehen. Ich neige nicht dazu, unsere Gegner zu unterschätzen. Es ist klar, daß es unser Streben war, diesen Methoden und diesem kampsen- fchen Geist immer neue Wellen von U-Booten und kn höheren Angriffswillen der deutschen Besatzun- gen entgegenzustellen. Wie dieses Duell augenblick- ch steht, das- zeigen die letzten großen Schiffsver- /ZUtverstänÄlich hat der Ausbau der mo = Itrnen Luftwaffe auch den U-Bootkneg be- niftlußt. Aber das Flugzeug ist für das U-Boot sc hl ein Gegner, der das U-Boot stören, der es nbzr nie ausschalten kann, — wie auch eine Krähe üc einen Maulwurf bekämpfen kann, so lange der l'ebe Gott beiden verschiedene Medien zugewiesen II far. Keiner kann den anderen bis zur Vernichtung Wkämpfen. Das U-Boot kann nicht in die Luft | “e gen, und das. Flugzeug kann nicht unter dem II Mferfpiegel kämpfen. Im gegenseitigen Kamps H foben beide Waffen etwa die gleichen
I kiren und die gleiche Treffergenauigkeit. Es hat sich || tihrbinqs gezeigt, daß die Treffer der Flugabwehr || U-Bootes für das Flugzeug ge f ahr- l^lher find als die Fliegerbomben für das unter l| Ziffer befindliche U-Boot. Das U-Boot ri9' BW) feine Besatzung sieht infolgedessen die Welt aus »irr Froschperspektive. Die Sicht ist gering. Deshalb ■ (t bie Ehe zwischen dem U-Boot und dem F/ugZ5si8' B tyfen hervorragende Eigenschaft die weite Sicht | '(> im gemeinsamen Angriff eine außerordentlich Mckliche. Wir sind diese Ehe öfters eingegangen, | ihre Frucht war die Versenkung zahlreicher U Dlö- wichtigste Frage in dieser wie in Mer
Ehe ist die. Frage der Harmonie. Diese Frage der Zusammenarbeit der Wehrmacht teile, die besonders in England ein großes Problem zu sein scheint, muß geklärt sein, damit man zu der klaren Antwort kommt: Man kann bas ungleiche Gespann U-Boot - Flugzeug sehr wohl und sehr erfolgreich koppeln, und die Erfolge werden immer größer sein als die Bedrohung des U-Bootes durch feindliche Flugzeuge. Das hat die deutsche Wehrmacht bewiesen."
Die Frage, ob der deutschen U-Boot-Waffe durch die britischen Bombardements gegen Küste n st ä d t e spürbare Schäden zugefüA worden seien, verneinte Admiral Dönitz. „Ich gebe zu", so sagte er, „daß uns 1940 starke Bombardements noch hätten unangenehm werdesi können: jetzt wünschte ich mir, daß Churchill einmal sehen könnte, wie dick der Beton schütz ist, unter dem sich alle Einrichtungen der U-Boot-Waffe an Land befinden! Weder die Liegestätte der Boote, noch die Mannschaften, noch
Eine Anzahl britischer Flugzeuge führte im Laufe des gestrigen Rachmlttags in großer Höhe Stör* flöge im westdeutschen Gebiet durch. Durch Born-* benabwurf auf Wohnviertel, einiger Städte entstanden Verluste unter der Zivilbevölkerung und Gebäudeschäden. Zwei Flugzeuge wurden in Luftkämpfen zum Absturz gebracht.
Im Kampf gegen Großbritannien belegte die Luftwaffe in der vergangenen Rächt ohne eigene Verluste,kriegswichtige Anlagen von Rorwich mit Spreng- und Brandbomben.
In der Rächt zum -1. August wurden.« ö r d l i ch Zeebrügge bei einem Gefecht zwischen deutschen Vorpostenbooten und englischen Schnellbooten ein englisches Schnellboot versenkt, ein weiteres in Brand geschossen. In der Rächt zum 2. August kam es vor der französischen Küste zu einem Gefecht deutscher Vorpostenboote mit englischen , Schnellbooten und Kanonenbooten, hierbei wurden zwei englische Schnellboote wahrscheinlich vernichtet, auf weiteren Booten wurden Treffer beobachtet. Die eigenen Streitkräfe blieben unbeschädigt.
3« harten Orts- und Waldgefechten.
B e r l i n, 2. Aug. (DNB.) Die^eutschen und verbündeten Truppen gewannen bei der Verfolgung des geschlagenen Feindes in Richtung auf den Kubanfluß sowohl südlich K u t s ch e w s k a j a als auch an der Bahn Krasnodar — Stalingrad weiter an Boden. Widerstand feindlicher Nachhuten wurde gebrochen. Zahlreiche durch dis überholende Verfolgung eingeschlossene bolsche- wfftische Kräftegruppen wurden vernichtet. Dabei mußten Truppen einer Infanterie-Division e i n tarf mit Minen verseuchtes Gelände überwinden und den Widerstand restlicher Einheiten des Feindes in harten Wald- und Ortsgefechten brechen. Bei der Abwehr eines feindlichen Gegenstoßes blieben 800 gefangene Bolschewisten in deutscher Hand.
Nach der Einnahme von Proletarskaja hatte sich ein harten Kampf um den südlich der Stadt gelegenen Manytsch-Staudamm entwickelt. Der auf einen Kilometer Breite aufgestaute Fluß war von den Bolschewisten auf seinem Südufer durch tarke Feld- und Artilleriestellungen befestigt worden. Zur Ueberwindung dieses Hindernisses wurds um Mitternacht ein Schützenbataillon auf Sturm
booten über den Fluß gesetzt das sich in zähem Flankenangriff den südlichen Zugang zu dem Staudamm erkämpfte. Gleichzeitig griffen Pioniers über den 700 Meter langen, schnurgeradem Stau? dämm frontal an. Die feindliche Besatzung des südlichen Brückenkopfes wurde überwältigt und dis Vereinigung mit dem übergesetzten Schützenbataillon erzwungen. Nach Beseitigung dieses Hindernisses konnten die deutschen Truppen und Panzer die Verfolgung des Feindes ungehindert fortsetzen.
Im weiteren Vordringen nach Süden haben sich auch rumänische Truppen erneut bewährt. Die Luftwaffe zerstörte im Zusammenwirken mit deutschen Panzereinheiten zahlreiche feindliche Widerstandsnester und trieb die Bolschewisten auü ihren befestigten Stellungen heraus. Fliehend- tnt>»
192. Jahrgang Nr. M Ä ,
Gletzener Anzeiger
infolge höherer Gewalt
BBffiSS General-Aimiaer für Oberbetten


