1879
Nr. 28«
Hiehener Anzeiger
A«Mk- U!li> Amtsdill!! flr de» Kreis Gicht«.________________
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Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag».
Me-acttonlbni-eanr \ Schulstraße B 18. Grpedition-dnrea« i I
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Fortbildungsklasse .
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Stadtmädchenschule.
Schüler.
Kl-
Sa. 396 Schüler.
Sa. 542 Schülerinnen.
Lokales.
II. Ordnung.
Realschule I Ordnung.
Sa. 140 Schüler.
Sa. 223 Schüler.
47
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18 Schüler
16 ,
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12—14 10—12
9—10 8-9 7-8
6-7
14—16 13-14 12—13 dto.
11-12 DtO.
10-11 dto.
9—10 8-9 7-8 6—7
Kl. I. „ n. h nia. „ nib. „ IVa. » IVb.
PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pf.
Realvorschule.
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Sa. 537 Schülerinnen.
Stadtknabenschule.
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Im Alter von " Jahren
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Im Alter von 12—14 Jahren H-12 „
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Erweiterte Mädchenschule.
Im Alter von Jahren
Klasse I.
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erh. Mann, welche! *1*9 bewandert ift F--^10 in der
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Das russische Attentat.
Man braucht kaum besonders hervorjuheben. daß die nichtswürdigen Pläne gegen da« Leben des rusfischen Kaisers einen allgemeinen Abscheu erreg . die uihitisttschen und sociaiistischen Kreise natürlich -uSgenommen In p°U> «ischer Hinstcht »erräth das Attentat außer seinem Rasfinement lediglich ®un m Helt und Kurzsichtigkeit. Das schamlose und kompUiirte Verbrechen kann nicht im Gehirn eines einsamen Mörders gereist sein, die ganze Anlage und Aus. sührung der Missethat weist aus eine wohlorganisirte Verschwörung hin, die aus dem Wege eines blutige» Complottes schließlich ihr Ziel, den Tod des Czaren, zu erreichen gedenkt. Es heißt nun offenbar etwas zu viel scelengioße verlangt/wenn bie russische Regierung bei derartige» Beweisen revolut onärer Energie irgendwie Milde walten lasten sollte, es hieße das nichts für den Kaiser Alexander, als auf seinen Selbstschutz verzichten und den Meuchel, mord prämtiren. Niemand kann es der russischen Despotie ubelnehmen, wenn sie nicht eher etwas von ihrer absoluten Gewalt opfert, als bis die Ruhe her- gestellt und die Sicherheit für die Personen geschaffen.ist. Selbst konstitutionelle Gewalten würden bet so außerordentlichen Beweisen für ein organistrtes Staats- verbrecherlhum zu Ausnahmegesetzen und zur größten Härte bet Anwendung der bestehenden Gesetze ihre Zuflucht nehmen. So dürfte also das ganze russische Volk unter den Folgen der neuen Gewaltthat zu leiden Haven.
Das Attentat ist aber, und zwar über die Grenzen des russischen Reiches hinaus, in rein menschlichem Interesse ebenso zu bedauern, als zu' verabscheuen. Wenn die Nichlswürdtgkett sich der neuesten Erfahrungen der Wiffenschast n, der Electrlcität und der Dynamitsprengungen, bemächtigt, somacht die getstig- Berirrung der Verbrecher eine» noch trüberen Eindruck. Wir leben trotz alle d-m in einem Zeitalter der Humanität, di- W.ffenschas.en sind sortgeschrt en, die Künste thätiger, die Werke der Menschenliebe zahlreicher und großartiger als ie, aber gleichzeitig ist der Kampf um das Dasein schärfer geworden, gleich- reitig tauchen religiöse und politische Kämvse in neuenbedrohlichen ^vrmen auf?gleichzeitig endlich zeigen sich Vorspiele eines entsetz! chen socialen Ver- ri'chtungskamvfes. Unserem Geschlecht war es Vorbehalten, einen Mastenmorder Thomas, wie einen gelehrten, mit dem Doctorhut geschmückten Attentäter zu zeitigen, und es ist auch an dem neuesten russischen Attentat das betrubendste Resultat daß hohe Bildung nicht vor der schlimmsten und wahnsinnigsten geistigen Verirrung schützt. Wo aber ist ein Ende des Schreckens zu sehen, wenn die W ssenschaft erst in den Dienst der Mörder und der Hollen- Maschinisten eintrttt.
Weil aber die Menschheit niemals an sich selbst verzweifeln soll, so halten wir an der Loffnuna fest, daß auch in Rußland der höchste Schrecken und die grausigste Verwirrung im Kampfe zwischen Despotismus und Nlhtltsmus der Markstem fein muß für eine bessere Zeit. Es ist hierbei gleichgültig, ob Kaiser Alexander II. durch seine Hochherzigkeit sich die Herzen aller Rusten Erobert, indem er trotz der neuen Schreckensthat sich nicht von Reformen ab- halten läßt, oder ob nunmehr die Nihilisten selbst sich das Volk entfremden. Die Nihilisten selbst kann kein Kaiser bestern, aber die schwankenden Gemuther können durch den Abscheu vor wahren Excesten des verbrecherischen Tremens curirt werden. Der Meuchelmord kann wohl den Anstoß geben zu politischen Bewegungen, aber die Saat der Freiheit sproßt nicht aus diesem blutgedrängten Boden, sondern das wuchernde Gestrüpp der Knechtschaft.
Drittes Blatt. Sonntag ben 7. December
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und ! Meter breiten Uebcrganges von oer Sckoor nach dmP Straße dringen, der
Da di- Bewohner der Schiesigärten aus d>-^.«.nsteU-n, .«"»tixl die Stad, jedoch Schwierigkeiten wegen Erwerb des Gelände« sich
Gießen, 6. December. (Sitzung der Stadtverordneten am 4. December.) Anw^end: tzerr Bürgermeister Br a m m, die Stadtverordneten Herren Batst, Gail, G rü n eberg, Hoch, Homberger, Kauf, Lüdeking, May, Ad. Noll, Aug. Noll, Petrr, Pfannmuller, Schopbach, Wenzel und Wortmann.
Herr Bürgermeister Bramm giebt nach Eröffnung der Sitzung über den Stand der städtischen Schulen und der Realschule folgenden Bericht ab:
Realschule
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befundene Gegenstände:
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Sa. 269 Schüler.
G-iammtzahi ke, Schüler in Realschule I. un» II. Ordnung unk »orfchuie «2.
ortn werben unter biDign awftrtigt , Jiirdwloti 2 ff- natuteu ar« anb MMwrckm nchMMdMg iM w\
d. Hartmann,
Uhrmacher, rtrnplotz 3h' N>. unb Verlaus aller jn0 unb Repara-
• Zunge
ftn kann bei mir
■inen. Demselbeir io^ung'm meinem 1 nächste Ostern. ndlung in Mainz.
, Ringe, r u. 8. w.
ig angefertigt bei iter, guseur.
hschast Dtibunbm larenhandlung in verpachten.
;ptb. d. Dl.
der Schüler in den kni «drgenannten Schule»! I«S, I» d-h M> »«*> Hinzurechnung der Schülerzahl in der Real chule I. und II. Ordnung und ich
die Gesammtschülerzahl unserer Stadt auf 2107 belauft. -. ,
Infolge der Erklärung der Herren Balthasar Schmidt II. .^^Svukaen1 unb WMMMZZM nannten beiden Hauser gewonnenen M $ rtaii2 ^cr Stadt ein Erprvpriationsreckt
ffitfl1tjSkeXe"8e.lBö»enftnnum®^taufcni6sut®ni^^a einer ®uke, n,p. Er-
brück-, btc SBerfeßunq ein« Laterne, di- Aufführung einer Einfriedigung ak, alten .BealW . ben !lu86au her Ladwiggstrasie. die Bau-eranderung-n- m einem der!B»
ÄÄ die «ebäukeversicherung und
fern »efchäkigungen erlitten Haden Sein»« kes Turn»»ein« t > ',Ete„ bl-jerhall- er. SÄÄ »Sä'»-Ä L.'LrK-iLr
Angöichts des im nächsten Jahre in Frankfurt ünk we ck ma7ar°ßen Werth lefle:. DieVer- ri'Ä t06 '°^.ben nach
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steriuns beä Innern unb der Justiz, die Stabt mig °kle »ernu«^ ^5,b(8 3 „i,
^»'effa^lung, da« Ansinnen Gr°sih.r,°,»ichen


