Ausgabe 
31.10.1884
 
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1881

Betreffend: Das Unfallversicherungsgefttz für das Deutsche Reich. Gießen,

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen

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Interessenten gegebenen Falls aus dieselbe hinzuweisen. Der Preis beka^^

Politische Ucberficht.

Gießen, 30. October.

Die Sitzungen des Bundesrathes mehren sich, je mehr wir uns dem vermutblichen Termin für die Eröffnung des neuen Reichstages nähern. Am Mittwoch hielt der Bundesrath wieder eine Sitzung ab, aus welaer namentlich die Annahme des vom Reichskanzler gestellten Antrages, die vom braunschweigischen RegentschaftSrathe zu bestellenden Bevollmächtigten u,4 Seb tretet Braun chweig» im Bundesrathe anzuerkennen, hervorzuheben ist. Außer, dem beschäftigte sich der Bundesrath in der Montags-Sitzung mit dem Gesetz. Entwürfe, betr. die Errichtung von Postsparkasien sur das Reich. Ferner sind von größeren Vorlagen dem Bundesrathe bekanntlich schon die neue Post- dampser-Subventions-Vorlage, sowie die Entwürfe, betr. die Ausdehnunz des Unfallversicherungs-Gesetze» auf die bei den Post-, Telegraphen, und Äsenbahn- Verwaltungen, den Transport-Gewerben und den land- und sorstwtrthschaftuchen Betrieben beschäftigten Arbeiter, vorgelegt worden.

Der außerordentliche braunschweigische Landtag ist am Montag bis auf Weiteres vertagt worden. In der genannten Sitzung brachte Präsident v. Veltheim zur Kenntniß der Versammlung, daß der Kaiser er ab gelehnt habe, den vom Herzog von Cumberland abgesandten Grafen Grote zu empfangen, und das bekannte Schreiben des Herzogs entgegenzunehmen. Sodann verlas der Präsident ein Schreiben des Kaisers an den Regentschaft», rath, in welchem der Kaiser seinen Entschluß ausspricht, die braun,chwelglsche Krage in Gemeinschaft mit den verbündeten Regierungen verfassungsmäßig lösen ru wollen und dabei die Interessen und Rechte de» Herzogthum» und seiner Be- Mkerung, der Verfassung und den Gesetzen entsprechend, herzustellen. Sodann nahm der Landtag einstimmig eine Resolution an, worin e» heißt, daß die lr.an< desvertretung die dem Lande zur ordnungsgemäßen Erledigung der ^.hronfolge- Kraae erforderlichen Schritte in der durch die Aeußerung des Kaisers begrün- deten Hoffnung erwarten werde und daß die aus der Verfassung sich ergebenden Rechte nicht minder als die dem Kaiser und Reich gebührenden Rechte gewahrt

Straßburg hat am Montag unter entsprechenden Feierlich­keiten die Einweihung 'des neuen großartigen Universitäts-Gebäudes statt- gesunden.^ finb am Montag die Delegationen Oesterreichs und Ungarns eröffnet morden. Am folgenden Tage sind die Delegationen durch Den Kaffer empfangen worden. ES ist noch nicht bekannt, in welchen ^önen sich hierbei die Antwort des Monarchen auf die Ansprachen der Delegations-Präsi­denten bewegt hat, jedenfalls wird sie aber bedeutsame Aeußerungen über hie auswärtige Loge, wie sie namentlich durch die Kaiser-Zusammenkunft, von Skierniewice geschaffen worden ist, enthalten haben. Im Allgemeinen dürfte sie In dieser Beziehung den Erklärungen und Versicherungen entsprochen haben, welche vom Ministerpräsidenten Tisza gelegentlich der Adreßdebatte im ungari­schen Abaeordnetenhause gegeben worden sind. Ich Uebrigen dürfte die Delega- Lions-Session durchaus normal verlaufen. Das den Delegationen vorgelegte gemeinsame Budget beläuft sich im Ordinarium auf 109 Mill. Gulden, im Ertra-Ordinarium auf 7 Mill. Gulden. Rach Abzug der Einnahme aus den Zöllen mit 18 Mill. Gulden verbleibt ein Gesammt-Erforderniß von 97,800,000 Gulden und beträgt die aus Oesterreich entfallende Quote 6k,000000 Gulden. erfolgte Ankunft des früheren Oberbesehls- babers des französischen Expeditions-Corps in Tongking, Generals Millot, in Paris ist ein immerhin beachtenswerthes Ereigniß. Millot ist vom Präsid en der ReMik wie vom Minister-Präsidenten Ferry m zuvorkommendster Werfe

Kmnäreich.

Daris, 28. October. In demJournal ofpeiet" roirh nzeriLt des Handelsministers veröffentlicht werden, durch welchen die Zweamag g M LlLL"..»-...« sur das «, «WNWgy»*» Nennung des Deputaten Antonm Proust zum General Comwess g sch'°S-7Li°n°l" undLibertä" versichern, daß Ferry eine Erhöhung bet

empfangen worden und hat auch seinerseits die Reporter verschiedener Pariser Journale empfangen und seine Ansichten über die Lage in Tougkmg mitgetheüt. Nach der Ansicht des Generals Millot wäre die Absendung von bedeutenden Verstärkungen unnöthig, da die Positionen der Franzosen so stark seien, daß sie fast uneinnehmbar genannt werden könnten. Millot ist gegen jene Offensive und MH der Regierung, Keelung und Tamsui festzuhalten; dies wurde die Chinesen rum Nachgeben zwingen, da die fremden Mächte im Jntereffe chres Handels bald bemüßigt jein würden, in Peking eine Pression m friedlichem Sinne aus- zuüben Das Ministerium Ferry selbst schwankt noch unentschloffm hm und her- jetzt heißt es wieder, es sollten nur soviel Mannschaften nach Ton gkmg geschickt werden, als nöthig seien, um die Effectivstärke der Compagnien wieder zu ergänzen, die Entsendung von 10,000 Mann wurde, wie bcus Journal

Paris" meint, die Zustimmung der Kammern erfordern. Zwischen Frank­reich und Marokko drohen diplomatische Verwickelungen, da aus den französischen Consular-Agenten in Fez ein Attentat unternommen worden ist. .

lieber die Absichten Englands in der sudanesischen Frage gteb» das soeben veröffentlichte englische Blaubuch hinreichenden ^uMuß- Dasselbe enthält u A Instructionen des Londoner CabmetS an General Wolseley, welche dahin lauten, Gordon und dem Obersten Stewart den Abzug aus Khartum zu ermöglichen; sobald dies Ziel erreicht sei, solle keine offensive Operation irgend­welcher Art weiter unternommen werden. Die Instructionen schließen damit, daß weder England noch die egyptische Regierung die geringste Verantwortlich­keit für eine Regierung im Nilthale südlich von tibe^

womit die Preisgabe des Sudan klar ausgesprochen ist. Inzwischen wem Gordon noch immer in Khartum, wo ihn also trotzi seiner Erfolge "gend- welche Hinderniffe zurückhalten müssen. Zugleich ist M. auchaus fa die amtliche Bestätigung von der Ermordung des Obersten Stewart und seiner Begleiter durch die Araber eingelaufen.

In der Schweiz haben am Sonntag die Rationalraths Wahlen für die nächsten drei Jahre stattgefunden. Dieselben sind zu zwei Drittel frei­sinnig, zu einem Drittel conservativ ober klerikal ausgefallen und haben im Uebrigen das Verhältniß der Parteien zu einander Nicht wesenllich geändert. Die Bundeshauptstadt Bern wählte durchweg radikal.

wie ^unoesyaup u j be5 liberalen Sieges bet den Communal-

wählen das Ministerium Malou dem gemä6iqt»^abxxvA meinen müssen welches zum Theil aus den Trümmern des vorigen Cablnets Estruitt^vord^7st Die Liberalen sind aber nicht gesonnen sich mit diesem

ersten Erfolge zu begnügen und geht ihr Streben nunmehr aus ^^uigung c nenen Schulgesetzes und haben die Gemeinde-Vertretungen von Brussel und Antwerpen^ beX* entsprechende Resolutionen gefaßt. Den Liberalen kommt hierbei der Umstand zu Hilfe, daß sie auch bei den am Sonntag stattgesundenen

wi°d-r einmal unruhig. Ti- an der türkisch, montenegrinischen Grenze hausenden Plbaneftscher- Stamme haben drei christliche Dörfer überfallen, g-plunoert und dann angezundet, die Vewoy ner wurden fast fämmtlich niedergemetzelt..

Bekanntmachung.

In Gemäßheit de» S 9 de» Gesetzes vom 13. Februar 1875 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden werden hiermit nach.

>stehende Durchschnittsmarktpreis- vom I^4'-^Stroh X 3.70 per 100 Kilogramm.

Gießen, den 28. October 1884. ' ' Großherzogliches Kreisamt Gießen.

Dr. Bo ermann.______ __