Ausgabe 
31.8.1884 Zweites Blatt
 
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lüsten, welche Privatberichte auf 20003000 Mann schätzen, außerordentlich gering erscheint. Der Marineminister, Peyron, hat denn auch in einem Tele­gramm an Courbet der vollen Befriedigung seiner Regierung über die glanzende Eröffnung der Operationen und den Wünschen für einen vollständigen Erfolg derselben Ausdruck gegeben. Nach dem Berichte des Admirals selbst steckte derselbe aber noch mit dem größten Theile der sranzöstschen Flotte auf dem Flusse Ming fest und muß sich erst die Rückkehr nach dem Meer den die Mündung des Ming deckenden chinesischen Forts gegenüber, welche den Admiral am 18. Juli hatten ruhig flußaufwärts paaren lassen, erkämpfen. Unter­dessen beschäftigt man sich in Paris mit der Frage, ob es doch nicht geboten sei, die Kammer einzuberufen, zumal wenn, wie man annimmt, der französi­schen Regierung noch nachträglich die officielle Kriegserklärung China's über­reicht werden sollte. Anderseits wird freilich das Gerücht von einer möglichen Vermittelung Deutschlands zwischen Frankreich und China von Neuem ver­breitet und hat hierzu wahrscheinlich der Besuch, den der französische Botschafter de Lourcel dem Fürsten Bismarck in Varzin jüngst abgestaltet hat, den An­laß gegeben.

In England theilt man seine Aufmerksamkeit zwischen den Vorgängen an der chinesischen Küste und der englischen Expedition, welche zum Entsätze Gordon's in Vorbereitung begriffen ist. In der französisch-chinesischen Streit- Affaire schlagen die englischen Blätter jetzt einen prononcirt feindseligen Ton gegen Frankreich an und namentlich dieTimes" ist bemüht, das Bombar­dement von Foutchou als einen untilgbaren Schandfleck für die ftanzösische Nation hinzustellen; auch ist das englische Weltblatt bemüht, Zwietracht zwischen Deutschland und Frankreich zu säen, indem es aussührt, wie die ostasiatischen Verwickelungen der französischen Republik für Deutschland nur zum positiven Vortheil ausschlagen würden. Zu einer Verbesserung des enqlisch-französischen Einvernehmens im Orient werden alle diese Ausfälle der englischen Presse gegen Frankreich schwerlich dienen. Was die egyptischen Angelegenheiten anbelangt, )o dürsten dieselben jetzt mehr in Fluß gerathen, da General Wolseley kommen­den Sonntag über Trieft nach Egypten abzureisen gedenkt, uw das Ober- Commando über die englischen Truppen daselbst zu übernehmen und die Vorbereitungen für die Expedition nach Khartum zu überwachen. In Triest wird sich Lord Northbrook mit General Wolseley vereinigen und beide gedenken sich hier auf dem englischen AvisoIris" nach Alexandrien einzuschiffen. Mit großer Genugthuung wird man in England das vorläufig allerdings noch unverbürgte Gerücht aufnehmen, nach welchem General Gordon am 11. d. M. einen großen Sieg über die Aufständischen davongetragen haben soll und daß in dem Kampfe zwei Jnsurgentenführer gefallen seien.

Der italienischenRegierung bereitet die täglich wachsende Cholera- gefahr zur Zeit mehr Sorgen, als alle Fragen der hohen Politik. In Busca und Spezia ist die Cholera geradezu verheerend ausgetreten, so daß sich König Humbert veranlaßt gesehen hat, in Begleitung des Premierministers Depretis ersterer Stadt einen Besuch abzustatten. Um Spezia wie um Busca sind Militär - Sanitätscordons gezogen worden und diese außerordentliche Maß­regel beweist zur Genüge, wie bösartig die Epidemie in diesen Städten auf­getreten fein muß. .

In Belgien wird die innere politische Lage durch das Schulgesetz be­herrscht, dessen ersten Artikel die Repräsentantenkammer am Dienstag nach heftigen Debatten angenommen hat. Auch neue Demonstrationen in Sachen des Schulgesetzes stehen in Aussicht, diesmal aber für dasselbe. Die clericale Partei gedenkt am Sonntag eine große Demonstration in Brüssel zu insceniren, trotzdem daß die Demonstration für diesen Tag vom Brüsseler Bürgermeister verboten worden ist.

Die norwegische Regierung hat die Quarantäne-Maßregeln gegen aus norddeutschen Häfen kommende Schiffe wieder aufgehoben, so daß wohl Deutschland die angedrohten Repressalien gegen Norwegen nicht erst zu er­greifen braucht.

Die Pforte hat wieder einmal mit verschiedenen Aufständen zu thun. Der Beduinen-Aufstand in Arabien dauert noch fort und nun haben sich auch die Kurdenstämme in Türkisch-Armenien erhoben und weigern sich, Steuern zu entrichten und Militärdienste zu verrichten. Armenien ist ein sehr kitzlicher Punkt der Pfortenherrschaft.

BerurischteS.

Einen redenden Beweis von seiner großen Rüstigkeit hat Kaiser Wilhelm vor einigen Wochen gegeben. Schon im vorigen Herbste hatte der hohe Herr den Wunsch gehegt, im Wildpark bet Potsdam auf Rehwild zu pirschen, doch mutzte man damals davon Abstand nehmen. Am vergangenen 11. August fand jedoch, wie die Deutsche Jäger-Zeitung" berichtet, die Pirsche statt. Es galt einem starkenFeist- htrsch" und zwar einemweißen", denn dag Wildgehege bet Potsdam birgt noch wecheS Edelwild. Vor Tagesanbruch war die Jägerei zu Holze gegangen, um deu Hirsch zu bestätigen" und Vorm'ttagS um halb zehn Uhr bestiegen der Kaffer und Prinz Heinrich in Begleitung des Wildmeisters und der beiden Büchsenspanner den Prrsckwagen. Nach etnstündiger Fahrt wurdedie hoble Grund" erreicht, tn deren hügeligem Terrain, biS zu denEntenfängerbergen", der gesuchte Kapitalhtrsch, der sich inzwischen mit dret anderen jagdbaren Hirschen einem vorüberziehenden Trupp Mutterwild angeschlossen hatte, wahrgenommen wurde. Hier gelang es tu einem hoben Kteferbestande, von dem hügeligen Terrain und gutem Winde begünstigt, das Rudel gerade in dem Augenblick anzufahren, als es eine Blöße passirte und die Hirsche, von dem Rudel getrennt, frei standen. Der Kaiser gab sofort Feuer auf denWttß n" und gleich darauf auf einen rothen Zehn-Ender, welcher letztere auch unterm Feuer blieb, während der andere flüchtig ging. Nach etwa zweihundert Schritt brach er zusammen, raffte sich aber wieder auf, um jedoch nach etwa tausend Schritt unter einer Eiche sich wieder nieder zu thun. Der Kaiser, welcher während der Pirsche öfter den Wagen verlassen hatte, l es sich nicht nehmen, dem Hirsche selbst den Fangschuß zu geben, obgleich er zu diesem Zwecke einen ziemlich steilen Berg, dessen Hana mit glatten Ktefernadeln bedeckt war, erklimmen mußte. Der erlegteWeiße" war ein Achtz?hn-Ender. Mit dem grünen Eichenbruch geschmückt und eine zweite Pirsche tn Aussicht stellend, verließ der hohe Herr das Revier.

sGegen den Geheimmittelschwtndelff Man schreibt derSoctal-Corresp.": Mit einer sehr rühmenswerthen, muthvollen Ausdauer setzt der Karlsruher Gffund- hettsrath seinen Krieg gegen das Gehelmmittelunwesen fort, durch welches alljährlich nicht bloS viel Geld aus den Taschen unwissender Leute tn die Kassenschränke von Schwindlern geleitet, sondern auch der Volksgesundheit schwere Wunden geschlagen werden. Hoffen wir, daß tn diesem wackeren Kampfe Karlsruhe nicht wie bisher fast allein fort und fort stehen bleibe, hoffen wir namentlich, daß unter den Apothekern sich immer mehr die Ueberzeugung ausbreite, wie wenig gerade ihnen, den Fach- und Ver­trauensmännern des Publikums und der Behörden, es ziemt, jenen dreisten Beutel- schneidern als Agenten und Helfershelfer zu dienen. AuS einer Bekanntmachung vom 19. April 1884, gez. Schnetzlcr, ersieht man, daß ein gewisser Richard Berger, früher in Blasewttz, jetzt in Plauen, sich in den Zeitungen zur Heilung von Schwindsucht, Harnruhr, Bandwurm, Bleichsucht, Nervenleiden, Geschlechtskrankheiten rc. empfiehlt. Wer sich", heißt es (anszüglich),z. B. wegen Lungenleidens an Berger wendet, er­hält einen gedruckten Zettel, auf dem im schlechtesten Deutsch rin Diät angerathen ist,

deren Beobachtung für jeden Lungenkranken zweifellos schädlich wäre. Der Zettel kostet allein 10 JLKurhonorar", daneben empfängt der Patient ein Packet Thee und 3 Fläschchen Medicin zu 8 JL 80 Der Thee ist ein Gemisch gewöhnlicher e'n, heimischer Kräuter und kann bte ihm angepriesene Heilkraft nicht beanspruchen; die 3 Fläschchen enthalten eine Lösung von Holztheer in einer Abkochung von Pflanzen- theilen; 2) eine desgleichen mit größerer Menge Holztheer; 3) eine mit Nelken, Zimmt und Eardamom aromatisirte Abkochung verschiedener Pflanzenstoffe. Sämmtliche Arzneien" sind stark gezuckert und können eine kranke Lunge niemals gesund, wohl aber bet anhaltendem Gebrauch einen gesunden Magen krank machen. B. war früher Werkführer in einer Holzwaarenfabrik, trieb dann, bis dies durch die Gewerbe­ordnung untersagt wurde, Kurpfuscherei im Umhrrz^ehen und lebt jetzt von der Aus­beutung Kranker auf brieflichem Wege. Zwei Apotheker, Ilgen und Moll in Kötzschen- broda, hatten eS für vereinbar mit ihrer persönlichen und Standesehre, die Berger'schm Recepte anzuferttgen. Wir warnen vor dieser Schwindelei."

Nach Einsichtnahme der bezüglich der Handhabung de8 § 16 der Vorschriften für die Studtrenden der Landes-Universitäten re. vom L October 1879 erstatteten Berichte Hot der preußische CultuSminffter beschlossen, diesen Paragraphen wie folgt abzuändern:Verliert ein Studtrender sein Anmeldebuch, so wird ein neues Exemplar nur gegen eine Gebühr von 20 auSgeferttgt. lieber die Vorlesungen j-doch, für welche die vorschriftsmäßige Anmeldung und Abmeldung nicht mehr nachgewiesen werden kann, wird ein Vermerk in das AbgangSzeugniß nur ausgenommen, wenn ihr Besuch den Studirenden von den betreffenden Docenteu bescheinigt wttd. Ist der Verlust nachgewiescner Maßen unabsichtlich herbeigeführl, so ist der Rector vefugt, mit Rücksicht auf alle Umstände des einzelnen Falles, z. B. die größere oder geringere Entschuldbarkeit deS Studirenden, die sonstige Würdigkeit und Vermögensoerhältnffse desselben, die Gebühr ganz oder thetlweise zu erlassen." Diese Bestimmung tritt sofort tn Kraft.

sAuch eine Jub^lfeierff In einem Gartenlokale in Berlin saßen jüngst zwei Herren uno musterten sich gegenseilig mit Blicken.Wir müssen uns kennen?" fing der eine endlich an.Scheint mir auch so," erwiderte der andere. ^Ste find Barbier, nicht wahr?"Sehr richtig!"Und Sie Fleischer?"Stimütt!"Wissen Sie noch, damals vor 25 Jahren!"Na ob ich mich noch erinnere, war eine heitere Sache!" Nun mischten sich auch die umsstzenden Bekannten des Barbiers tnS Gffprach und es wurde dabei folgendeheitere" Geschichte zu Tage gefördert: Vor 25 Jahren sollte der Barbier sein Examen als Heilgehilfe machen. Er sollte badet auch zeigen, daß er Zähne zu ziehen versiehe und dazu bedurfte er natürlich eineß entsprechenden VersucdSobjectes." Der Prüfungstag rückt heran, aber es will sich Niemand für eine solchePrüfung" finden, der Barbier ist in Verzweiflung. La fällt ihm im letzten Moment ein, daß der Fleischer nebenan einen Gesellen habe, der es vielleicht thun wird. Und zur großen Freude des BarbterS sagte der Geselle zu, denn der Barbier hatte ihm gesagt, daß ernur so thun" werde, Schmerzen verursache das nicht. Stolz betritt der Barbier mit seinemMedium" den PlüfungSsaal. Der Fleischer zeigt zwei Reihen untadeliger Zähne und kühn setzt der Examinand an. Im nächsten Moment hört man einen Schrei und zugleich sieht man den Barbier durch den Saal in eine Ecke fliegen. Der Fleischer saß da, schnitt eine furchtbare Grimasse, der Barbier stand wie betäubt in der Ecke. Er hatte in seinem Eifer anstatt zumarktren", dem Fleischer in Wirklichkeit einen der schönsten Backzähne auSgezogen und der Beraubte hatte ihn dafür mit einer Ohrfeige regalirt, die wie ein Gewehrschuß geknallt hatte. Dar Examinator hatte Mühe, seine Heiterkeit zu unterdrücken, war aber überzeugt davon, daß noch von Niemandem so schlagende Beweise feiner Fähigkeiten betgebracht worden wären, wie von unserem Barbier.3a," meinte jetzt der Fleischer, war mein schönster Backzahn, sehen Sie" und habet zeigte er eine mächtige Lücke es ist der einzige Zahn, der mir fehlt." Da fi-l der Barbier fteudtg ein:Dem kann abgcbolün werden. Sehen Sie, ich trage den Zahn fett jenem Tage an der Uhrkette, hier haben Sie Ihr Eigenthum zurück!" Und wie nun unser biederer Fleischermeister den Zahn nach 25 Jahren endlich wtedersah, meinte er:Das Jubiläum muß gefeiert werden. Kellner, eine Lage!"

[@lne Hochsommergeschtchte aus der Eiszeitff Im Winter wars, im November­mond, an jenem Tage, an welchem die schwedische Eisbahn vor dem Halle'schen Thor in Berlin durch Riesenplakate ihre Eröffnung annondrte und all' die dem Eissport Huldigenden cingeladen batte, sich auf ihrer spiegelblanken Fläche bet elektrischer Be­leuchtung und Musik nach Herzenslust zu erlufttren. Dort hatte Sie Ihn zum ersten Mal gesehen. Ec, schön von Gestalt unb schön von Angesicht, mit eleganten Allüren; Sie, ein Geheimrathstöchterlein von noch nicht achtzehn Lenzen, das in dem krimmer- besetzten blauen Tuchjäckchen, dem gleichartigen Barett und mit den rosig angehauchten Wangen über die Maßen hübsch aussah.Gestatten Sie mir, mein gnädtgrs Fräulein" hatte er sich mit verbindlichem Lächeln zu ihr gewandt, als er bemerkte, wie sie vergeblich bemüht war, eine gelockerte Schraube an ihrem Schlsttschuh wieder zu be­festigendaß ich Ihnen ein wenig behilflich bin ?" Die rosigen Wangen erglühten um einige Nüancen tiefer, er bückte sich, ordnete das kleine Derangement unb wandte sich, nachdem er mit einer leichten Verbeugung sich als der Assessor v. Schl . . . voc- gestellt hatte, mtt her allerdings etwas kühnen Bitte an sie, eine kleine Tour auf dem Eise mit ihr machen zu dürfen. Schüchtern, mit zagendem Bl'ck schaute sie zu ihm auf; seine Augen sprachen so beredt, sein bittender Blick war so unwiderstehlich; dazu die verlockenden Töne der concettircnben Kapelle, und nach einem sekundenlangen Zögern flogen sie dahin Arm tn Arm, in anmuthtgsier rythmischer Bewegung unb zierlichsten Verschlingungen, bißder Dämmerung tiefe Schatten legten sich auf Feld und Flur" und man sich verabschieden mußte, jedoch nicht ohne ein Wiedersehen für den folgenden Tag in Aussicht zu stelle«. Unb der folgende Tag kam und nach ihm noch zwei andere, unvergeßlich schöne Tage und bann:e8 fiel ein Regen in bet Wintersnacht", und vorüber wars mtt Eis unb Eisbahn, vorüber mit aller Winter- Herrlichkeit unb den süßen Zukunftsträumen. Wie eilte unser Geheimrathstöchterlein voll Verlangen allmorgenbltch nach dem Thermometer, um wenigstens eine kleine Gesunkenheit" festftellen zu können; wie sehnte sie sich nach einem Wiedersehen mtt ihremCavaliere serviente glaciale--doch vergeblich, keine Spur von Frost unb

noch weniger eine Spur von Ihm! . . . . Da endlich, jetzt, m'iteu in des Sommers heißen Gluthen, unter südlichem Himmel und südlichen Gestirnen, sollte sie ibn Wieder­sehen ! Wohl war et auch eine spiegelglatte Flüche, auf der er ihr. wie damals, so zu sagenentgegengeschliddert" kam. freilich keine glitzernde Eisbahn, sondern der Parket- boden eineß eleganten Kursaales in ein-m südlich gelegenen Badeort, tn welchem daß blonde GeheimrathStöchterlein mit ihrer Mama weilte. Aber Er--o ihr ewigen

Götter, er wiegte in seinen Armen nicht etwa eine holdselige Mädchengestalt nein, eine riesige silberne Platte balandrte er in seinen Händen, und die elegantesten Curven beschreinend, eilte er h'erbm und bortbin:Befehlen, meine Gnädigste? Vanille-Panachöe, Frucht- ober Kaffee-EiS?" Entsetzten Blickes, einer Ohnmacht nahe, starrte die unselige Kleine auf den jetzt fast dicht vor thr Stebenden; eine krampfhafte Bewegung mtt der Hand nach dem Herzen unb:Bitte, liebe Mama, laß uns ein wenig hinausgehen, mir ist plötzlich sehr el<nd zu Muth", unb wankenden Schrittet eilte sie, auf den Arm der Mama gelehnt, hinaus.---Mit malttiöftm Lächeln

aber schaute derferokenbe K llner deS Hotels zu V" der kleinen zierlichen Gestalt nach.Aha, das war ja die Kleine vom Winter; schade um sie! Ja, warum ließ sie sich von mir aufs Glatteis führen?"

s.Du bist wie eine Blume"ff Alles Schone, schreibt dieK. Vz.", ist be­kanntlich parobtrt worden und viele Parodieen haben sich beinahe derselben, wenn nicht einer noch größeren Beliebtheit zu erfreuen, wie die Originale. Noch nicht vorgekommen ist unS die folgende Parodie des herrlichen Hetneffchen Liedes, welche uns ein freund­licher Leser aus einem kleinen elsässischen Blatte abgeschrieben hat. Sie sei zum Tröste geplagter Ehemänner hier mitgetheitt:

Du bist wie eine Blume, So bolb, so schön unb rein. Du kannst nicht Strümpfe stopfen, Clavier doch spielst du fein.

Du kennst keine Braten und Saucen, Daß Kochen ist völlig dir fremd!

Du hast viele noble Passionm, Und ich ein zerrissenes Hemd! Mir ist, als ob ich die Hande Müßt' legen aufß Portemonnaie, Betend, daß Gott dich erhalte, Wahrend sch pleite geh'!"

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Vormittags von den Fürstliche markungen Müh, Riederbessingen, Zusammenkunft in

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