Ausgabe 
28.9.1884 Zweites Blatt
 
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Deutschland, Oesterreich und Rußland gegen die Sistirung der Ausführung des Liquidations-Gesetzes durch die anglo-egyptijche Regierung, was zugleich als Beweis des vollständigen Einvernehmens der drei Kaisermächte auch in der egyptischen Frage zu betrachten ist. Das Cabinet Gladstone dürfte bald die Folgen empfinden, welche England zweifellos aus seiner souveränen Nichtachtung vertragsmäßiger Abmachungen erwachsen werden.

Aus Belgien liegen auch aus dieser Woche Nachrichten vor, welche beweisen, daß der Geist der Unruhe, welcher seit der Jnstallirung des Cabinets Malou durch das Land schreitet, noch nicht gebannt ist. Nach der Publikation des neuen Schulgesetzes hat der Jahrestag der Revolution von 1830, der 23- September, in der Hauptstadt Brüffel cm Dienstag und Mittwoch Anlaß zu Ruhestörungen gegeben, welche einen ausgesprochen republikanischen Charakter trugen und die mehrere Verhaftungen zur Folge hatten. Für die in Belgien am 19. October stattfindenden Gemeindewahlen find diese fortgesetzten Unruhen von bedenklicher Vorbedeutung.

Aus dem Pyrenäen-Königreich find als bedeutsamstes Ereigniß der jüngsten Zeit die Ergänzungswahlen zu den Generalräthen zu registriren. Die Bedeutung dieser Wahlen erhellt aus dem Umstand, daß von den 180 Senatoren, welche zu dem wählbaren Theile dieser parlamentarischen Körper­schaft gehören, 150 durch die Generalräthe ernannt worden, die in Gemein­schaft mit den Delegirten der Gemeinderäthe den Wahlloser bilden. Die Wahlen sind nun nicht gerade nach Wunsch der spanischen Regierung aus­gefallen und zumal in Madrid haben die verschiedenen Fractionen der Opposition entschieden die Mehrheit gehabt. Für die parlamentarische Stellung des Ministeriums del Castillo bedeutet demnach der Ausfall der Generalraths­wahlen schwerlich eine Stärkung.

Die Siegesdepeschen des Generals Go?don ausKhartum lassen einen völligen Umschwung der Dinge im Sudan erkennen. Die Be­lagerung von Khartum ist aufgehoben und scheint Gordon nun zur Rettung der übrigen egyptischen Garnisonen im Sudan zu schreiten. Wenigstens hat er vier Dampfer den blauen Nil hinaufgeschickt, um der Garnison von Sennaar Hülfe zu bringen. Nach der Rückkehr dieser Dampfer will Gordon eine Ex­pedition nach Berber abgehen lassen, wo sie dein von Kairo kommenden eng­lischen Corps die Hand reichen soll. Die Londoner Blätter behandeln allerdings die Siegesuachricht aus Khartum noch mit einem gewissen Mißtrauen.

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BermischreS.

Grünberg t. Schl., 19. September. DieBreSl Ztg." meldet: Kurz vor halb 8 Uhr Morgens wurde tn der Stadt ein heftiger Knall wahrgenommen, gleich darauf ertönten bte Feuersignale und RettungSmanMchaften und N ugiertge st'.ömten nach der Nieberstraße, aus welcher eine große Rauch- und Staubwolk.' aufstte«. ES bot sich ein Bild^schrccklicher Verwüstung; die Straße war b.fät mtt Möbeln, Mauer- theilcn, Balken, Schutt u. f. w. DuS dem Weitzgerbe« meister Kärger gehörige Wohn­haus war vollständig zertrümmert, eine junge Dame war aus b.-m ersten Stockwerk dtnab tn den Keller gestürzt, glücklicherweise ohne Schaden zu nehmen. Das anstoßende Wohnhaus deS StadtrathS Kärger war tbrttweise zertrümmert, hier waren mehrere Personen in den Keller gestürzt, besfin Gewölbe zcrrissm war; auch sie waren mtt dem Schrecken und einigen Quetschungen davongekommen. Schwer verletzt dagegen ist ein Arbeiter, welcher die Explosion verursacht haben soll. In dem einen der zertrümmerten Häuser befand sich nämlich das Msterialwaarengescyäst des Kaufmanns Finsinger. Zn seinem Keller mag er reichliche ExplosionSftoffe jedenfalls nicht genügend ver­schlossen aufbewahrt haben, denn in dem Augenblicke, als ein Arbeiter heute früh den Keller mit dem Lichte betrat, erfolgte die Explosion, die so arges Unheil angerichtrt hat. Zwei Personen mußten nach dem städtischen Krar.kenhause gebracht werden. Nachträglich Ist noch Folgendes ermittelt worden: Schon frühzeitig nahmen die Br- wohner deS dem Weitzgerbermeisters Kärger gehörenden Hauses einen benzwartigen Geruch wahr, ohne sich jedoch den Grund für diese Wahrnehmungen erklären zu können, da die Keller des Hauses kein Benzin enthielten, wohl aber in Verbindung standen mit den mächtig starken Gewölben des Nachbarhauses, wrlcbeS bislang dem Stadtrath Kärger sen., seit einiger Zeit dem Kaufmann Horn gehörte. An diesem starken Gewölbe nun, welches tiefer liegt als das Nachbargewölbr, hatte der Kauf­mann Finsinger einen Ballon Benzin aufgestellt, der vor einigen Tagen von diesem abgefüllt worden sein soll. Jedenfalls ist der Ballon nicht wieder richtig geschlossen worden und die Gase des ausgelaufenen Bezms haben sich den Gewölben beider Häuser mttgethetlt, denn als der Kaufmann Horn heute früh einen Arbeiter zu einer Verrichtung mtt einem Lichte tn den Keller schickte, da erfolgte die Explosion. Sic ist von kaum zu beschreibender Wirkung gewesen. DaS mächtige Gewölbe, tn welchem die Explosion erfolgte, ist vollständig zerrissen; bet Hausflur und der Fußboden der Erdgefchoßwohnung mit sämmtlichen Möbeln liegen unten in der Tiefe. Von dem starken Gewölbe ist keine Spur mehr zu tntbecfen und das Nachbarhaus, unter welchem also kein Benzin gelagert hat, ist vollständig zertrümmert.

London, 20. September. DieMenschenfresser" Dudley, Stephens und Brooks Capttän, Steuermann und Matrose an Bord der untergegangenen Aacht Mignonette" standen gestern vor dem Poltzeigerichtshofe in Falmouth, avg.klagt der Ermordung des Schiffsjungen Richard Parker, von dessen Leiche zu zehren sie zur Erhaltung ihres eigenen Lebens auf offener See gezwungen waren. Gleich bet Er­öffnung der Verhandlungen wurde jedoch die Anklage gegen Brooks zurückgezogen, da er an der Ermordung Parkers thatsächlich nicht bethetligt gewesen ist. Ein Polizei- sergeant bekundete gehört zu haben, als Dudley gestand, daß er den Schiffsjungen getödtet habe und habet die näheren Umstände des schrecklichen Dramas beschrieb. Ein anderer Zeuge gab eine umständliche Erzählung der Schilderung der Capitäns über den eig-ntlicheii Mordakt und Brooks Z ui-n!ß bestätigt in der Hauptsache alle die vorangegangenen Aussagen. Rach beendigter Untersuchung werden Dudley und Stephens vor die Geschworenen verwiesen, aber gegen Bürgschaft auf freiem Fuß belassen.

r - Eine geheimnißvolleInschrift" an dem Taufbecken der Kirche von Wtlne (Derbyshire) beschäftigte unlängst den Scharfsinn der Archäologen. Eine hervorragende Größe warvollständig überzeugt", daß die Inschrift Zn Runen oder ähnlichen Zeichen" bestehe Em anderer, nicht weniger hervorragend, muthmaßte einenöstlichen Ursprung" und behauptete, daß einige der Buchstaben den palmyrischensehr ähnlich" seien! Nachdem alle Versuche einer Ueberfitzung fehlgeschlagen sind, bat ein Gelehrter in Cambridge in einer unerwarteten Weise das Gehetmntß gelöst. Er hat nachgewiefen daß das Taufbecken ein Theil einer Säule ist, die etngeschntttene Figuren trug, welche durch den Bruch der Säule zwischen den Knieen und den Knöcheln durchschnitten waren. Der untere Tbetl der Säule wurde alSdann umgekehrt, um ausgehöblt als £aufbe<fcn ju Ihenen. Dierumschen" oderpalmyrischen" Zeichen de: muthmaßltchen Inschrift" haben sich nunmehr einfach als die Füße und Knöchel der Apostel entpuppt, deren Ebenbilder die verstümmelte Säule zierten.

sJohn Chinaman.) DerFigaro" erzählt folgende Anekdote als Beweis, wie vorsichtig und mißtrau'sch die Chinesen sind. Se'n Gewährsmann ist der Mtnistcrrestdent in Huö, Lematrc, welcher selbst spricht:Ein chinesischer Botschafter, mit dem ich häufigen Verkehr gepflogen hatte, wollte meiner Trauung beiwohnen Ein zahlreicher Bekanntenkreis war bei der Ccremonie anwesend und in der Sakristei bat man den Botschafter, seinen Namen in das Register einzutragen. Statt seine Unterschrift zu fitzen, begnügte er sich mtt zwei Zeichen, welche bedeuten:Zwiefache Freude." Er hatte gedacht, die Franzosen sind so schlau - wer weiß, ob sie es nicht darauf abgesehen haben, irgend einen Vertrag, irgend ein polstisches Schriftstück unterzeichnen zu lassen? Ich will klug sein und meinen NamenSzug nicht setzen'"

. lEtn electrtscher Reporter.) Der vollen Entwickelung und Ausnutzung des Telephons stand besonders der Umstand hindernd im Wege, daß es biS jetzt noch nicht gelungen war, irgend ein Mittel ausfindig zu machen, wodurch die vom Telephon ver­

ursachten Schallwellen automatisch zu Papier gebracht werden. Ein Ingenieur für Elettricität, Herr W. E. Irish in Sunderland, hat nun durch einen äußerst sinnreich construirlen Apparat dieses Problem gelöst und bewirbt sich augenblicklich um ein Patent für seine Erfindung, welch- er selbst folgendermaßen betitelt:System oder Methode und Mittel, um mit Hülse der Electricität die arttkulirte Sprache und andere Laute zu übertragen und automatisch aufzuzetchnen, sei per Telegraph, Telephon oder auf andere Weise." *

Da bei glücklichem Erfolge diese Erfindung eine Art Umwälzung im Telephon, wesen herbeiführen dürfte, so lasten wir eine nähere Beschreibung derselben nach den Mltihellungen des Erfinders selbst folgen:

DaS jetzt glücklich gelöste Problem hat Herrn Irish seit der Einführung deS Telephons in England mehrere Jahre beschäftigt. Verschiedene Methoden, um das ge. wünschte Ziel zu erreichen, gingen ihm durch den Kopf; allein die gegenwärtige Er­findung, welche ihm die beste und einfachste zu sein scheint, ist die einzige, für welch« er sich um ein Patent beworben hat. Der fragliche Apparat wird etwa 8 Zoll hoch und 6 Zoll breit sein und eine BasiS voa 1 Fuß 8 Zoll haben. Er bildet an und för ficb etn vollständig abgeschlossenes Ganze und kann sehr leicht mit jedem Telephon tn Verbinduag gesetzt wrrdeN. In seiner Gestalt ähnelt er dem Moose'schen Apparat, ausgenommen, daß er von einer Umhüllung verdeckt wird. An dem Instrument be- sindet sich eine Glocke zum Rufen und ein Hebel, durch den eS leicht und augenblicklich in ThStigkeit oder Ruhe versetzt werden kann. Sein Betrieb geschieht folgendermaßen: Eine Person spricht tn die Leitung hinein, der Hebel fitzt automattsch den Mechanismus in Bewegung und eine freihängende gläserne Schretbfeder wird dadurch im Einklang mit den gesprochenen Lauten tn Bewegung gesetzt, indem fie zu gleicher Zeit dieselbm auf <mem Papierstreifen ntederschreibt. Anstatt der Zeichen durch Punkte und ©triebe gibt es für jeden Laut eia besonderes deutliches Zeichen. Die Feder wird durch ein oben befindliches Reservoir mit Tinte versehen, welche jederzeit von außen her ohne Störung de« inneren Mechanismus nachgefüllt werden kann. An der EmpfangSstelle findet eine ähnliche ThStigkeit statt und die horchende Person kann zugleich sehen, wie die Worte ntedergrschricben werden, so daß man an beiden Enden ein Exemplar der Mittheilung erhält, was tn streitigen Fallen von unschätzbarem Werthe ist.

Mainz, 23.ÄSeptember. Der Inhaber eines hiesigen größeren Geschäfts glaubte sich betreffs der Steuer zu hoch eingrschätzt und reclamirte deßhalb btt dem hiesigen Steuer-Kommissariat und als dies nichts fruchtete, bei der Ober»Steuer- direciton in Darmstadt. Diese forderte zunächst eine genaue Bilanz des Geschäfts­betriebs, welche auch der Rectamant etnsandte. Nach längerer Zeit kam nun von Darmstadt der Bescheid, daß nach genauer Einsicht der Bilanz die Ober-Eteuerdirection nicht in der Lage sei, eine Ermäßigung des SteueransaßeS befürworten zu können, ja, die Bilanz habe ergeben, daß eine viel zu niedere Besteuerung seither stattgefunden habe und habe sie die Ober-Stenerbirrction bereits die Schritte gtthan, die zu einer richtigen Besteuerung vothwendtg seien. DaS nennt man doch einen richtigen Reinfall.

Vor dem StanbeSamtr in Heldburg ist dieser Tage eine Ehe geschlossen worden, die eine englische Dogge eigentlich zu Stande gebracht hat. Eine junge Dame, die Tochter eines Kaufmanns, wurde von einer Dogge gebissen und kam dadurch um einen Finger. Der Besitzer des Hundes, ein verwtttweter Rentier, war außer sich über den Unfall und bot jede Entschädigung an, die aber zurückgewtesen wurde. Da kam er eines Tag-8 tn Frack und weißen Handschuhen und hielt um daS Mädchen an, das ihm mit Freuden die vier Finger seiner rechten Hand zum Bunde reichte.

. ^Chinesische Eigenthümlichkeiten) Aus London wird derF. Zig." ge- schrieben: Ein Journalist aus Ceylon (Mr. Ferguson) erzählt Folgendes Ober bte Chinesen:Auf meiner Reise von Stngapore nach China traf ich mtt einem Tabak- Sumatra zusammen, welcher chinesische Kulis mit einer Auslage von 710 Lstr. per Kopf importirt hatte. Das Engagement war für mehrere Jahre. Da brache« bte Pocken unter ihnen aus. Ern Chinese zieht den Tod der Entstellung des

Gesichts vor. Er erschrickt vor dem Gedanken, durch die endlosen Kreise der Ewigkeit mit vernarbtem Antlitz zu wandeln. Daher verfielen sie auf den Selbstmord und jeben Morgen kam ein Aufseher mit dem Bericht:Wieder find dreißig Pfund zum T . . . . . Es hangen wieder drei an einem Baumast " Da erließ der Pflanzer eine Prollamatton, daß bte Leiche des ersten Chinesen, der Selbstmord begannen, in Stücke zerschnitten würde. Diese List machte dem Selbstmord ein End«. Eine andere kuriose Thatsache verdient erwähnt zu werden. Wenn Chinesen auf einem Sch ff sich verdlRgeri, stipullren sie, daß ihre Leiche nach der Heimath gebracht werden solle, falls sie auf der Reise sterben. Auf dem Boot, auf dem wir nach Hause fuhren, war ein chinesischer Maschinist, dem ein Unglück begegnete. Der Docior sagte, seine einzige Chance sei, sich das Bein amputiren zu lassen. Der Maschinist heulteNein" und der Chor seiner Landsleute sagte ebenso energischNein". Am zweiten Tage aber trat Morttficatton ein und das Bein mußte fort Der Mann starb und der Aerger b<-r Chinesen war gewaltig über die von dem Arzte an dem Körper vorgenommene Verstümmelung. Doch ließ sich nichts mehr thun. Sie balfamkten das amputtrte Bein ein und nahmen es mtt der Leiche des atmen Burschen in's Reich der Mitte zurück."

[ZBcr ist die Schönste im Köllsche ßanb ?] Daß dem Humor sein Recht nicht verloren geht wahrend der ernsten Vorbereitungen zum Empfange des Kaisers in Köln, dafür haben die dortigen Schönen tn reichlichstem Maße gesorgt Warrn da vom Fest- comitö 80 junge Damen bte lebende Flora Colonias ausersrhen, den Kaiser bet fiinet Ankunft in Köln zu begrüß.'«. Hatte das Comite wirklich vortrefflichen Ge­schmack bewiesen Brünette und Blonde, Blauaugen und Schwarzsterne in bunter Abwechslung, Eine so holdselig schön wie bte Andere, sollten dem hohen Herrn einen Begriff davon geben, daß Köln auch in Bezug auf seine Damen auf der Höhr der Cultur stehe. Aber Eine davon mußte Aller Schönheit Preis sein, sie mußte Junos Würde mit dem Schmelz der Venus, der Anmuth Aphrodites in sich vereinigen denn die Eine sollte der Ehre theilhastig werden, bem Herrscher daS Bouquet des Willkommens eigenhändig zu überreichen. Waren die armen Com tümitglieder schlimm daran! Alle Familienväter fürchteten Gattin und Tochter, zukünftige Familienväter die Braut und noch mehr die Schwiegermutter in spe, und Keiner wagte seine Stimme zu erheben, weil er fürchtete, nachher vor Frau, Tochter oder Schwiegermutter nicht da« Auge erheben zu dürfen. War Comite in großer Roth I Nabten sich die achtzig Damen und rtffen sie aus der Verlegmhett, denn fie wollten bte Schönste ans ihrer Mitte selbst wählen. Aihmeten Comiismttglieder auf und durften gehobenen Hauptes zu Haus und Schwiegermutter gehen. Die Damen aber, achtzig an der 3abL versammelten sich und h'elten Rath. Konnten sich nicht einigen. Schrieben heimlich Namen auf Zettel. Zettel gesammelt! Aufgemacht fanden sich achtzig verschiedene Nam n! Bemerkungen, erst Ulfe, bann anzügliche, dann laute und immer lautere flogen durch die anmuih-ge Versammlung.

Hatt' jede von den Achtzig Als Holdeste gedacht sich! Und bald die Sache macht sich Entspann der Zungen Schlacht sich!

Tagten wieder die Herren vom Comi16! Trat ein die Schaa' der ftbonen Achtzig, 80 brennende Wangen, 160 glühend? Augen! Konnten sich über die Wahl der Schönsten nicht einigen! Comitä möchte selbst die Schönste aussuch-n. Comit^- mitglieder wieder in schwieriger Lage. Fürchtet jeder wieder Gattin, Tochter, Braut ober gar Schwiegermutter in spe! Traurige Geschichte! So passtrt anno 1884 in den Tagen des Kaiserbesuchs!

Ueber bte Trunksucht in Deutschland bringt dasDeutsche Wochenblatt für Gesundheitspflege" nachfolgende Notizen: In Deutschland geben j tzt jährlich lOOOO am Delirium zu Grunde, 46pCi. im Zuchthaus Bestrafte sind Trinker. Von männ­lichen Gefangenen sind tn deutschen Landen 15,6pCi. Gelrg-nbeitStrtnker, 84 4p6t. Gewohnheitstrinker, von den weiblichen sind 39pCt. Gelegenheitstrinker und 6l vCt. Gewohnheitstrink'-r. In Berlin kommen auf 1 123 000 E'nwohner (einschließlich Frauen und Kinder) 11169 Schänken, während 1860 nur 3637, 1870 5393, 1877 7869 Lokale mit berauschenden Getränken vorhanden waren, d. h 1860 kamen aus eine Schänke 136 Einwohner. In Preußen hat sich von 1869 bis 1877 bte Zahl der Schänken und Gastwirthschasten um 67pEt. vermehrt, in Mecklenburg um 95pCt>, in den kleinen Bundesstaaten um 109pCt-, tn Sachsen-Weimar um 126pCt.

* Drumm'S Reis - Stärke ist auf der Londoner Internationalen Aus­stellung im Crystall-Palast mit der goldenen Medaille pracr.iirt worden und ist dies der beste Beweis für die außerordentliche Güte der R-'is-Stäike der Herren Druar u. Comp. in Kaiserslautern.