einer Gemeinde probeweise eine solche Aufnahme fiattgefunden hat, hat sie sich nunmehr entschlossen, in ähnlicher Weise, wie dies in Baden geschahen, für eine Reihe von als typisch zu erachtenden Gemarkungen des Landes umfassende Erhebungen nicht bios Aber die Verschuldung des Grundbesitzes, sondern auch über die Gesommtlage der Land- rvirthschast vornehmen zu lassen. Wenn nämlich auch die Kenntniß der Höhe der Verschuldung immerhin einigen Anhalt zur Deurtbeilung der G.ünde des Rückgangs dcS landwtrthschaftlichen Betriebs geben kann, so können dieselben doch nur dann klar ge» stellt werden, wenn zugleich die Verhältnisse ermittelt werden, unter deren Herrschaft sich diese Verschuldung entwickeln konnte, und wenn «ine Untersuchung darüber stattgefunden hat, ob die Verschuldung in der That eine solche Höhe erreicht Hot, daß Ver- -insung und Rückzahlung bet rationellem Betrieb des landwtrthschaftlichen Gewerbes nicht möglich ist. Es würde mithin voraussichtlich der statistischen Feststellung der Verschuldung in vielen Fällen doch noch eine weitere Enquete Über deren Gründe und die Mittel, ihr Einhalt zu gebieten, zu folgen haben, und erscheint es daher zweckmäßig, die erforderlichen Ermittlungen sofort in vollem Umfange elntreten zu lasten.
Nach Ansicht der Großh. Regierung werden die Erhebungen, wie dteS in Baden geschehen, durch besondere Commissare vorzunehmen sein, denen Seitens der Behörden der freiwilligen GcrtchtSbarkett und der Steuerbehörden die erforderlichen Nachweisungen zu ertheilen wären. WaS die Zahl der Gemeinden betrifft, für welche die Enquete in Aussicht zu nehmen wäre, so würde deren Vornahme in etwa 25 Gemeinden genügen, nachdem in Baden die Verhältnisse in 37 Gemeinden untersucht worden sind.
Hinsichtlich der Höhe deS erforderlichen Kostenaufwandes ist die Regierung nicht im Stande, spectelle Unterlagen zur Berechnung derselben zu liefern: sie kann in dieser Beziehung nur darauf Hinweisen, daß in Baden die Enquete ca. 31,000 JL gekostet hat nnb darf annehmen, daß hiernach mit einem Betrag von 20,000 JL wild auSgereicht werben können. Eine Verschiebung der Ausgabe auf die nächste Budgetperiode erschien der Regierung schon mit Rücksicht auf den von der zweiten Kammer der Stände bet der vor Kurzem stattgehabten Berathung des Antrags tur Herren Schade und Genossen geäußerten Wunsch auf alsbaldige Vornahme der Erquete nicht ongezeigt.
Hiernach beehrt sich doS unterzeichnete Ministerium mit Allerhöchster Ermäch- sigung Seiner Königlichen Hoheit des GroßherzoqS an die Stände des Großherzog' khums, und zwar zunächst an die zweite Kammer derselben, das Ansinnen zu richten:
der Großb. Reaiecung zu dem angegebenen Zweck den aus den Ueberschüssen der laufenden Finanzpertode zu entnehmenden Betrag von 20,000 zur Verfügung zu stellen.
—1. Darmstadt, 26. Februar. sZwtsie Kammer d-r ßanbfiänb?.] Auf der Tagesordnung der ersten Sitzung der Dienstag den 4 März, Vormittags 9Vz Uhr, beginnenden weiteren Session der zweiten Kammer der Landftände siebt zur Berathung und Beschlußfassung die Vorlage Großh. Ministeriums des Innern und der Just z, den Gesetzesentwurf, die Erbschaft?, und Schenkungssteuer betreffend.
In dieser Session werden voraussichtlich noch folgende Gegenstände ihre Erledigung finden:
1. Antrag von Rabenau und Genossen, Errichtung einer Landes-Credttkasse betreffend.
2. Beschwerdevorftellung des Agenten I C. Kayser von Darmstadt, lieber- tretung deS ReichsimpfgesetzeS bttr-ffenb.
3. Gesetzesentwurf, Erbauung verschiedener Nebenbahnen betreffend.
4. Beschwerdeoorstellunfl des bischöflichen Domkapitel« zu Mainz, den Relkg^onS- unterricht 'n den Volksschulen betreffend.
5. Gesuch des Kuratoriums der Bürgerschule zu Wimpfen, Bewilligung eines StaatSzuschusseS behufS Erhebung derselben zu einer Realschule zweiter Ordnung.
Telegraphische Depeschen.
Wolff'» telegr. S^rrespondenz-Dttrearr.
Berlin, 26. Februar. Großfürst Michael besuchte im Laufe des Nachmittags euch den Pnnzen August von Württemberg, sowie den Drinzen und die Prinzessen von Hohenzollera und den Erbprinzen und die Erbprtnzcssin von Meiningen. Er fuhr sodann bei den Botschaftern, bei Moltke und den Staatsmimstern vor, überall von dcn russischen Osficieren begleitet. Er nabm um 5 Uhr am Diner beim Kaiser Therl und besuchte Abends dm Hofball im Schlosse. Der offic elle Empfang der Deputation findet Mittwoch um 1 Uhr statt.
— Das Abgeordnetenhaus überwies in seiner heutigen Sitzung die Vorlage über die Stempelsteuer für Kauf- und Ltef.rungsv'rträge der öertläiften Justiz Commission. Gegenüber den von dem Abgeordneten Beisert geäußerten Bedenken hob der Finanzminister hervor, daß der Rechtszustand bezüglich deS R<ichSstempcls durch die Vorlage nicht berührt werde und für Preußen die Vo litt** dte Wiederherstellung des RechtszustandeS von 1822 bedeute. — Das Communal Nothsteuergesetz wurde einer besonderen Commission ü'oerwiesm. Die Abgeordneten Meyer, Schmidt (Sagan), Knast und Lieber sprechen sich über baff*Ibe tm Allgemeinen zustimmend aus. Der Unterstaatssecretär Herrfurth stellte für bie Commisfionsberathung Mittheilungen über den finanziellen Effect der neuen Besteuerungsform der Eisenbahnen in Aussicht, sprach sich aber gegen den Wunsch deS Abgeordneten Zelle, die Hundesteuerfrsge in der Vorlage mit zu regeln, aus.
— Der heute erschienene „Reichsanzeigcr" enthält die Einberufung der ordentlichen Generalversammlung der Reichsbankanlhetlseigner zum 19. März er., Nachmittags 5Vr Uhr.
Bielefeld, 26. Februar. Reichstagswahl. Nach den bis jetzt bekannten Wahlresultaten sind für v. Ungern-Sternberg (conf.) 7727, für Windthorst (Fortschr.) 3418 und für Hegemann (Socialdem.) 2244 Stimmen abgegeben. In den noch fehlenden sieben Wahlbezirken dürften nahezu alle Stimmen für v. Ungern-Sternberg abgegeben worden sein.
— Reichstagswahl. Definitives Resultat: v. Ungern-Sternberg (conf.) 8511, Windthorst (Fortschr.) 3478, Hegemann (Socialdem.) 2258 Stimmen; zersplittert 29 Stimmen, v. Ungern-Sternberg ist somit gewählt.
Dresden, 26. Februar. Prinz Georg von Sachsen ist mit seiner ältesten Tochter, der Prinzessin Mathilde, heute früh nach Meran abgereist, um den sich dort aushaltenden Erbprinzlich Hohenzollern'schen Herrschaften einen mehrtägigen Besuch abzustatten.
— Die Deputation der ersten Kammer empfiehlt den Beitritt zu dem Beschluß der zweiten Kammer, die Negierung zu ersuchen, wenn thunlich, noch diesem Landtage ein Gesetz vorzulegen, betr. den Erlaß von Schank- und Tanz- stätten-Berboten gegen die Abgaben-Restanten.
Paris, 26. Februar. Die Generale Wimpssen und Schramm sind gestorben.
London, 26. Februar. In der vergangenen Nacht gegen 1 Uhr fand in dem Gepäckraume bc3 Vtctoriabahnbofs eine heftige Explosion statt, durch welche zwei Männer verletzt und mehrere Thelle des Dachs in die Luft gesprengt wurden. Die Fenster sind zertrümmert, auch die benachbarten Gebäude haben großen Schaden gelitten. AlS Ursache der Explosion wird die Entzündung von Dynamit angesehen.
— Bezüglich der Explosion auf dem Victoriabahnhof hat Major Bagot, der sich zur Zeit der Explosion in der Nähe des Bahnhofs befand und unmittelbar nach derselben in den Bahnhof eintrat, konstatirt, daß der von ihm dort wahrgenommene Geruch genau dem Gerüche entsprochen habe, der mit einer Dynamitcxplosion verbunden sei. Noch andere Anzeichen befiähaen, daß es sich um eine Dynamitexplosion gehandelt hat und eS ist denselben gegenüber die Annahme, daß die Explosion durch Kanonenpulver ober Gas veranlaßt sei, nicht aufrecht zu erhalten. Der mit der Bewachung deS GepäckraumS beauftragte Beamte hat deponirt, gestern Abend habe ein Mann ein kleines, aber sehr schweres Felleisen in dem Gepäckraum abgegeben und dasselbe einer besonderen Sorgfalt anempfohlen. Gegen 10 Uhr habe er ein eigentümliches Geräusch gehört, demjenigen ähnlich, welches der Mechanismus einer Weckuhr hervorzubringen pflege, er habe demselben aber keine weitere Aufmerksamkeit geschenkt. Die Wirkungen der Explosion sind genau dieselben, wie sie durch die Dynamstexplosionev im März und October v. I. herbeigeführt wurden.
— Gestern wurde im V'ctoriabahnhof das aufgcgebene Felleisen, wodurch angeblich bie Explosion heibetgeführt worden, unoerfihrt ötebergefunben. Dagegen wurde unter ben Gepäcküberresten ein lebernet Reifikoffer gefunden, welcher durch ExplosionS, stoffe, welche tm Innern desselben gewesen sein bürften, zerstört zu sein scheint.
London, 26. Februar. Im OberhauS erklärte der Staatssccretär des Innern, Lord Granville, er habe feine Information über die Explosion auf dem Victoria» bahnhof. — Die Vieheinfuhrbill wurde in dritter Lesung angenommen.
— DaS Unterhaus wählte einstimmig durch Acclamation Arthur Peel zum Sprecher; derselbe nahm die Wahl dankend an und gab die Versicherung, die Verhandlungen mit der gewissenhaftesten Unparteilichkeit letten zu wollen. Northcote billigt bie Wahl und erklärt, so lange Peel ben Vorsitz führe, werbe ihn die Opposition in jeber Weise unterstützen.
— Die „Daily NewL" mdben aus Kairo von gestern: Nächsten Donnerstag gchen 2 egyptische Bataillone mtt 2 Gatlmggeschützen und 20 Tonnen Munition nach Assuan ab.
Kasan, 26. Februar. Gestern Abend feuerte in einem Chambre garni der Student Michailow zwei Revolverschüffe auf den früheren stellvertretenden Procureurgehülfen des Bezirksgerichts von Iekaterinenburg, Balutin, ab, wobei dieser an der Hand und an der Seite verwundet wurde. Das Motiv der That soll fein politisches, sondern Privatrache sein.
Kairo, 26. Februar. Meldung des „Reuter'schen Bureaus" aus Sua« Ihn von heute: Die Sachlage hier ist höchst kritisch. Die türkischen Osficiere der etwa 1000 Mann starken nubischen Truppen, welche ihre Einschiffung nach Trinlitat verweigerten, haben um Enthebung von ihrem Posten nachgesucht.
— Die cgyptischen Bataillone unter dem Oberbefehl englischer Osficiere haben heute Befehl erhalten, am nächsten Donnerstag nach Assuan abzugehen. Die englische Regierung hat aus den Vorschlag, zwei Bataillone englische Infanterie nach Ober-Egypten zu senden, noch nicht geantwortet.
Kairo, 26. Februar. Nach einer Meldung aus Suat m von heute sind die Truppen gestern vorgerückt und nahmen ein 4 Meilen von Trink'tat b sindltches, früher von Baker Pascha errichtetes Fort, welches augenblicklich von 1003 Mann eng, lischer Truppen besetzt tst. Der Feind floh. Der wettere Vormarsch soll Donnerstag früh erfolgen. Die Truppen werden voraussichtlich Mttiags bei dem 8 Meilen vom Fort gelegenen El Jeb eintreffen, wo eine Schlacht erwartet wird. Die feindlichen Streitkräfte werden auf 3500 Mann geschätzt.
— Buller ist Nachmittags eingetroffen und sofort nach Trinkttat abgegangen, wohin Hewett bereits bei Sonnenaufgang aufgebrochen ist. Seit der Abreise Baker'ü nach Trinkttat haben die egyptischen Osficiere ihre Uniformen abgelegt.
— Die französischen Kriegsschiffe „Seignelay" und „Duchaffant" sind hier eingetroffen.
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G. Gießen, 27. F-bruar. sSleiblichkeit in G'eßen.) Die Zahl der Todesfälle während der Woche vom 17. bis 23 Februar belief sich im Ganzen auf 7 und zwar wurden 4 Erwachsene und 3 Kinder betroffen. Von 2 Kindern im ersten Lebensjahre starb eins an angeborener Schwäche, das andere an Keuchhusten. Ein 4jährigeS Kind, daS vor mehreren Wochen an Diphtherie erkrankte, starb an darauf folgender Bnghtt- fcher Krankbeit. Bei den erwachsenen Personen war Todesursache: Altersschwäche 2mal, KrebS, Lungenblutschlag je einmal.
Gießen, 27. Februar. [£b cater.] Die für den Faschingsdienstag an gesetzt; Vorstellung dir Zauberposse „LumpacivagabunduS" von Nestroy ist aus unS nicht bekannten Gründen ausgefallen.
Vermischtes.
Friedberg. Vergangene Woche ging eine Vorstellung des Bürgermeisters unserer Stadt an die Zweite Kammer ab in Angelegenheiten der Secundarbahn von Ranstadt nach der Main-Weser-Bahn. Es wird in der Eingabe darauf aufmerksam gemacht, daß die Einmündung in Friedberg im Interesse unserer Stadt sowohl, al« auch unserer Provinz, sowie tm Interesse der Rentabilität deS Unternehmens als die einzig mögliche geboten erscheint.
Frankfurt a. M. sDer treue Wächter.) Ein hiesiger Rcnüer, dem fast jeden Morgen die Bröbchen aus dem Frühstücksbeutel an ber Thür gestohlen würben, schaffte sich um eine beträchtliche Summe einen Hunb an unb legte ihn vor bie Thür des HauseS. Zum Erstaunen des Rentners würben bie Mädchen aber fortgesetzt gestohlen unb er stellte sich beßbalb eines Morgens zeitig an das Fenster, um der Sache auf dm Grund zu kommen. Richtig bemerkte er im Zwielicht, wie ein Kerl über die Gartenmauer sprang. Jetzt wirb ihn Nero packen, dachte schmunzelnd der Rentner, mutzte aber zu seinem Jngr'wm sehen, wie Nero dem Eindringling schweifwedelnd entgegenging, ihn ruhig die Brödchen nehmen ließ unb mit unverkennbarem Vergnügen bann sich eins derselben in's Maul schieben ließ, das er, in seine Hütte zurückaekehrt, mit Wohlbehagen verzehrte, während der Dieb sich unbehelligt entfernte. Nero würbe schleunigst abgeschafft, die Brödchen aber werden immer noch gestohlen.
Frankfurt, 24. Februar. Ein Bornheimer beschäftigungsloser Einwohner, dessen Vater einmal Stadtpflasterer gewesen sein soll, benutzte diese würdige Lebensstellung dazu, am Neujahrstage den Leuten als „Stadtpflasterer" zu gratultrcn unb um ein Trinkgeld zu bitten. Vor Gericht deshalb gestellt, entschuldigt er sein Verfahren mit den hohen Steuern, die er bezahlen müsse. „Wie viel zahlen Sie denn?" fragte der Amtsrichter, „a Mass'", war die Antwort. «Ich glaube bestimmt", erwidert der Richter, „daß Sie gar feine Ursache haben, über hohe Steuern zu lamentirer, weil Sie überhaupt feine zahlen. „No", meinte ber Bornheimer, inbem er sich In die Brust warf, „wenn mer aach fää bezahle, so wern mer un9 boch noch bribber beschwere berfe!"
X X Die Vorarbeiten zu dem im August l. I. in Wiesbaden stattfindendeil 15. Mmelrheinischen Turnfest sind nunmehr in vollem Gange und ein erster herzlicher Aufruf an bie Bewohner Wiesbadens hat deren vollste Sympathie für das Fest erweckt, so baß — Privatmitthkilungen zufolge alle Kreise der Bevölferung bem Festausschuß ihre Unterstützung anbieten und man, die Gunst deS Wetters vorausgesetzt, eines ber größten unb schönsten Turnfeste bes Mittelrheinfreises erwartet. An ber Spitze bei Festausschusses ftebt der erste Bürgermeister Dr. von Jbell, die Vorsitzenden der bii jetzt conftttuirten Unterausschüsse sind: Stadtvorsteher Dr. Berls (Finanzausschußl Schriftsteller H. D'.ckmann iPreßausschuß), Turnlehrer Fritz Hridecker (Turnausschuß), ferner gehören dem Gesammt-Ausfchusse u. A. an ber zweite Bürgermeister Coulir, Geh. Hosrath Dr. Fresenius, Präsident C. Glaser, fturbircctor F. Hey'i, ßanbrati Graf Matuschfa, Gymnasialdirrctoren Dr. Prähler unb Spangenberg, RealschuldirectO' Professor Unverzagt, Polizeiprasibent Dr. von Strauß rc Sclbstverstänblich finb aud die drei Wiesbadener Turnvereine im Festausschuß vertreten, der Vorsitzende bcö alteren Turnvereins fungirt als zweiter Fest-Präsident.
New-Norf, 21. Februar. Weitere Meldungen über den Wirbelsturm in bei südlichen Staaten bestätigen die ersten Nachrichten über ben Umfang ber angerichtete! Verheerungen. Ganze Districte würben verwüstet. Leichen von Männern, Weiberi unb Kindern wurden in gräßlich verstümmeltem Zustande aufgefunben. Der Sturmwind war von Hagelwetter unb Gewittern begleitet. In Rockingham würben 23 Personen auf der Stelle gelobtet unb viele andere so schwer verletzt, baß an ihre« Aufkommen gezweifelt wird. AuS Dielen Thülen Nord- unb SüdcarolinaS, au* Georgia und Alabama laufen noch immer Berichte über Verluste an Menschenleben und Verwüstungen ein. Man glaubt, daß in Georgia 100 Personen gelobtet un> 3000 Häuser beschädigt worden sind. Davidsborg ist gänzlich zerstört und in vieler Dörfern ist nicht ein einiges HauS sieben geblieben. Aus Alabama lauten bie Berichte gleichfalls sehr betrübend. Viele Personen wurden durch die einstürzenden Häuser und durch bie vom Sturme durch die Lust gerissenen Balken rc. getödtet. Nicht Wenige erfaßte der Wirbelsturm, hob sie in die Höhe unb schleuderte sie derart auf den Boden, daß sie tobt liegen biteben. Der „Sun" nach gingen 300 bis 400 Menschenleben verloren. Die Zahl ber zerstörten Häuser wird auf 5000 und ber angerichtete Schade« auf eine Million Dollars geschätzt. Mit ber größten Heftigkeit scheint ber Wirbelsturm in Norbcarolina und Georgis gewüthet zu haben. — San Bernardino in Californie« ist von großen Ueberschwemmungen heimgesucht. Die Stadt Fallbrook wurde beinahe ganz weggeschwemmt. Eine große Zabl der Einwohner wird verm'ßt und man befürchtet, daß sie in den Fluthen ihren Tod gesunden haben-
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