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Nr. SO. Donnerstag den 28. Februar 188£

Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigkblatt für den Kreis Gießen. , . x ... .. . ' ~ ~ " Prei- merteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. ®wrrau : 6chulstraße 7. Erscheint mit Ausnahme des Montag-. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 60 Pf.

Amtlicher Hhcil.

Betressend: Die Volkszählung vom 1. December 1880. ©icfecit, am 25. Februar 1884.

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen

an die Grotzherroglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Nachdem die Bearbeitung der am Schluffe de« § 23 derBestimmungen" rc. vom 6. Juli 1880 in obigem Betreff bezeichneten Zusammenstellung-» über die Erqebniffe der Volkszählung vom 1. December 1880 beendet und deren Veröffentlichung eingeleitet ist, lassen wir Ihnen imt nächster Post die auf. gestellten Controllisten der Zähler mit dem Auftrage wieder zugehen, dafür Sorge zu tragen, daß diese Nachweisungen über den Stand der Bevölkerung in Ihren Registraturen aufbewahrt und zu weiterer Benützung bereit gehalten werden.

0r. Boekmann.__________________ ____

Betreffend: Die Einführung einer neuen biblischen Geschichte für die evangelischen Schüler des Großherzoglhums.

Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commisston Gießen

an die Schulvorstände des Kreises.

Da die von der Landessynode gebilligtebiblische Geschichte" in Kürze erscheinen wird, die in Zukunft dem Religionrunterncht in den Bo «schulen nach allmählicher Einführung zu Grunde gelegt werden soll, so empfehlen wir Ihnen keine der bisher gebräuchlichen biblischen Geschichten mehr neu anzuschaffen, damit doppelte Ausgaben für die betr. Gemeinden vermieden werden.

Dr. Boekmann. _____________

Angen.

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:of. Dr. Pescatort.

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heinre ^Ljugliilge"

Bekanntmachung.

bitten wir, uns gefälligst übermitteln zu wollen. Friedberg, den 20. Februar 1884.

Das Kuratorium der Ackerbauschule zu Friedberg.

Dr. Braden. Dr. Freiherr v. Gemmingen. Schmidt. Dr. Tobrlch.

herzoglicher Bürgermeisterei Gießen vergütet werden. . ' . , rx , . ... ,c

werden daher diejenigen Personen, welche gegen Vergütung Sperlinge fangen wollen, aufgesordert, sich bet unj sofort -u meiden. Gießen, den 22. Februar 1884. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen.

Fresenius.

Bet ress end: Die Verminderung der Sperlinge. .

Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß bi« aus Weitere» mit dem Abschießen der Sperling- innerlM des von den Jagdbezirken aus- genommenen Bereichs der Stadt Gießen einschließlich der umzäumten Gärten rc. der Forstschütze Brück und »eldschutze Wenzel dahier beauftragt worden imd. Es versteht sich von selbst, daß die bezeichneten Personen nur auf Anfrage bei dem betreffenden Grundeigenthümer und mit Erlaubmß desselben die hosraithen, Gärten rc. betreten dürfen. Wir dürfen uns aber der Erwartung hingeben, daß bei der allgemein anerkannten Calamitat, welche das Ueberhand- nehmen der Sperlinge mit sich bringt, den von uns Beauftragten keine unnöthigen Schwierigkeiten von Seiten der Grundeigenthümer bei Ausführung ihres Auftrags^ereü.t^werden^^ ^Uen die Sperlinge durch Fangen vermindert werden, und wird für jeden abgelieferten Sperling drei Pfennig von Groß-

Betreffend: Die ortsgerichtlichen Fragebeantwortungen. Gießen, den 21. Februar 1884.

Das Großherzogliche Amtsgericht Gießen

an sämwtliche GroHherzogliche OrtSgerickte des AmtsgerichtSbezirkS.

In Folge Ministerial-Ausschreibens vom 30. v. M. eröffnen wir Ihnen Folgendes zur Nachachtung:

J 1) Sei Jmmobiliar-Veräußerungen ist die 8. Frage des Fragebogen«:Stehen Steuern, Umlagen oder Grundlasten oder S-m-me Gelder daraus zurück nach Ihrer forqsültigstcn Prüfung genau zu beantworten unter Angabe etwa rückständiger Betrage und der Zeit, in welcher solche fällig waren. Sie haben sich zu dem Ende erforderlichen Falls die Steuerzettel von den Belheiligten vorlegenzu lassen und rw",elhafttn Füllen eine Bescheinigung des Rentbeamten, Districts-Einnehmers, Gemeinderechners u. s. w. einzuholen. Ebenso ist bei dem Fragebogen sur

9) Be^Beantwortung"der' 4?Frage"des Fragebogens für Jmmobiliar-Veräußerungen haben Sie sich nicht nur über die Verfügungsfähigkelt des

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^aui&üerträqen, welchen Werth das von dem einen und das vom anderen Thetle m rausch gegebene Object habe.

'Langsdorfs, Oberamtsrichter. ___

Cbftbau=<$un'us au tefllcterbiuifd)ulc zu Fncdbcrg pro iss4 betreffend.

benachbarten Baumanlagen und Baumschulen unternommen Der Unterricht ist unent^ ch. f I ,,omoloqifchcn Gartens und OdstbaucursuS, Herrn S& »Ä ä* « -&Ä -*>* «*-**

Darmstadt, 26. Februar. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: .

Arn 2. Februar dem Schullehrer an der Gememdeschule zu Honig, un Kreise Erbach, Georg Neu bauer und

am 6. Februar dem Bürgermeister der Bürgermeisterei Bernshausen, im Kreise Lauterbach, Johannes Fischer IV., das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:Für langjährige treue Dienste" zu verlechen.

Darmstadt, 23. Februar. Mit Genehmigung Sr. König! Hoheit des Groß- bcrioiS ui an d>e iroett-? jammer der Stände nacdslrhrnde, Erhebungen über die gig, her La nd w tri h s ch ast betviffenbe Propositton des Großh. Mintstertums des ^""^^"nen^rdmas^ vielfach wiederholten Behauptungen, daß di- Erträgnisse der Lundwtr'bschost, namentlich von dem mittleren und kleinen landwlrlhschoftsschen Grund- d.sitz tm Rückgang b-ariff-n seien, machen es wünschenswerth, zu erforschen, ob ein solcher Rückgang wirklich und m dem behaupte,en llmsana ffattgesunden habe, aus wrlchrn Veranlassungen er eing-lretin sei und welch- Maßnahmen der G-setzgebung

und der Verwaltung nötbig und wirksam erscheinen können, um -Ine A-nderung in d-a B-chällniss.n zu ermöglichen. Diese Fragen lassen sich nur auf Grund giNgu-r statisttscher E.m ti-lungrn beantwort.n. Wenn es auch Nicht möglich ist, 10 che Er- miti-Iung-n in allen Gemeinden emtreten zu lassen so werden doch S Hebungen in einer Ne>d- von G m Inden, deren B-ibSlln sse als: -in- g'ogere Zahl anderer Gemeinden tnpiich zu erachien lind, entsvrechendes Material zur B-aniwortung der oben -rwShntiN tragen ergeben. In Preußen und in Baden sind nun In den letzten Jahren solche «raueten angeordnel. In Hessen Ist Ihr- Vornahme durch einen von den Abgeordneten Swade und Genoss-n In der zweiten Kammer der Stände auf dem gegenwärtigen Landlaa geiiellten Antrag angeregt worden. In dem erttgenannlen Staate hat man wcs dte Erhebung genauen statistifchm Matertalo d-,risst, sich ,U"°chft daraus beschrankt den Stand der grundbuchsmäßigen Verschuldung des landwnthsch gst.tchen GrundbesstzeS ,n einer Reihe von Au'tSgerlchtsbezirken sesszuftellen, während man 'N Baden in 37 rn den verschiedensten Th-ll-n des Landes liegenden G me'nten dte Verhältnisse des land- wtrthschaitl die'. Grundbesitzes nach allen Richtungen hin untersucht hat. Nachdem bi- Greßd. Regterun' a.-fängiich »enetgt war, entsprechend dem Vorgeh-n In Preußen^-tn- Fi.ffft.Uung der Verschuldung des landwlrtbschastl chen Grundbesitzes in -ib-r kl"!°hl von Gemeinden elnhehn zu lassen, und tm Lause der letzten Monate auch schon In