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Beilage ?u Nr. 146 desGießener Anzeige?

KnüöerLroffeues Jabrikai zum Stärken der Wäsche.

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Kurt & Böttger, Frankfurt a. M, Sfjeciaigeschäft für 4223

DMLSMMMRL <fe WasserSeitong FrojeetSrung und AuafüBirum^ derartiger Anlagen JLager aller einschlägigen SgaumaterialieBi, als: Steingntrohren, <*1188- röfieren, 81 siEil&asten, Closet- und pigaoireiBirielitnngen etr«_

Berlin, 23. Juni.Je früher um so liebet* war heule im Reichstage bezüg- 1 sich des SesstonSschlusieS das Stichwort, und so kam e8 denn, daß man schon für den Donnerstag, jedenfalls aber für den Freitag, den Schluß Vorhersagen wollte. Trotz alledem aber wird darüber doch der letzte Tag der Woche herankommen, zumal da, wie wir verbürgt melden können, vom Reichsamt drs Innern noch «in Nachtragsetat vor- fldcßt werden wird, welcher sich, in Voraussetzung der Annahme des Unfall «Ver­sicherungs-Gesetzes in dritter Lesung, auf die Schaffung des ReichS-Versicherungsamtes beziehen wird. Es sei hierbei bemerkt, daß über die Zusammensetzung dieses Reichs« I amts und namentlich über die Personalfrage noch keinerlei Beschluß gefaßt ist. Die I Geschäftssteuervorlage ist nun, wenn auch in zwölfter Stunde, doch an den Reichstag gelangt. ES scheint, daß man absichtlich der Frage entgegentreten wollte, als ob Fürst Bißmarck ein grundsätzlicher Gegner der Vorlage wäre. Auch meint man, daß die Ueberweisung der Vorlage an den Reichstag durch die schuldige Rücksicht auf den I Bundesrath geboten gewesen sei, welchem der Entwurf so viele Mühe gemacht Hst. Daß derselbe nicht mehr zur Verhandlung im Reichstag kommt, ist ganz selbstver­ständlich. Es werde« regierungsseitig die lebhaftesten Ansprüche gemacht, um daS Gesetz über die Unterstützung von Dampferlinien zur zweiten, bezw. dritten Lesung zu bringen. r , , . , .. ,

Dem Grschäftssteuergesetz ist eine Begründung beigegeben, deren Einleitung wir Folgendes entnehmen: , ,no. . . _ . .

Die in dem ReichSstempelabgabengesstz vom 1. Juli 1881 und der Nr^4 des dazu gehörigen Tarifs enthaltenen Bestimmungen über die Besteuerung der Schluß- Noten und Rechnungen haben in der Anwendung zu vielen Zweifeln Anlaß gegeben. Die Unsicherheit ist noch dadurch vermehrt worden, daß der erste Civilsenat deS Reichs­gerichts in einem Erkenntniß vom 2. Februar d I. der Befreiungsvorschrift 3 zur ae« nannten Tariwummer eine Auslegung gegeben hat, welche nicht allein mit Beschlüssen des BundeSrathS, sondern auch mtt Entscheidungen des dritten SttafsenatS desselben Gerichts vom 2. Mai und 17. December v. I. im Widerspruch steht. Eine anderweite gesetzliche Regelung dieses Gegenstandes erscheint daher dringend geboten. Dabei wird zugleich darauf Bedacht zu nehmen sein, aus dieser Abgabe eine höhere Einnahme als bisher zu erzielen. Der Ertrag der Steuer für SÄlußnoten und Rechnungen bat in dem ReichShauShaltsetat für 1884/85 nur auf 2,784,000 X veranschlagt werden können. Eine solche Einnahme erscheint durchaus unbefriedigend und entspricht nicht den Ab- | fichten, welche der Einführung dieser Steuer zu Grunde lagen. Nach dem vorliegenden Entwurf sind Gegenstand der Besteuerung nicht mehr, wie bisher, die etwa ausge­stellten Schriftstücke (Schlutznoten und Rechnungen), sondern die Geschäfte selbst. Die Abgabe soll auch dann entrichtet werden, wenn eine Urkunde nicht ausgestellt wird, anderseits aber immer nur im; einfachen Betrage zur Erhebung gelangen, wenn auch über das Geschäft mehrere Urkunden errichtet werden. Der Grundsatz der Besteuerung der Urkunden hat aufgegeben werden müssen, weil nach Art. 317 deS Handelsgesetz­buches bei Handelsgeschäften die Gültigkeit der Verträge nicht bedingt ist durch schrift­liche Abfassung. ES muß Bedenken getragen werden, diese Bestimmung lediglich im steuerlichen Interesse etwa dahin abzuändern, daß gewiffe Handelsgeschäfte, und zwar Geschäfte gerade der in Tarifnummer 4 bezeichneten Art, nur im Falle deS Austausches von Schlußnoten rechtliche Gültigkeit haben sollen. Eine solche Bestimmung würde überdies unwirksam sein, weil ein jeder schon seines CreditS wegen sich scheuen würde, auf die mangelnde Rechtsgültigkeit eines lediglich mündlich geschlossenen VervragS sich tu berufen. Auch die Einführung eines Schlußnotenzwanges unter Androhung von Strafen für Zuwiderhandlungsfälle würde wegen der alsdann unentbehrlichen Control- maßregeln bedenklich sein. Steht e- aber in dem Belieben der Beiheiligten, ob Schriftstücke errichtet werden sollen oder nicht, so werden ste, fall« die Errichtung von Schriftstücken mit Kosten verbunden ist, um so mehr geneigt sein, e8 bei der münd­lichen Abrede zu belassen, wenn der Zweck der Beurkundung in anderer Weise erreicht roerben^raniL allgemeinen Begründung heißt "es:Der in dem jchigen Ge­

setz enthaltene Unterschied -wischen Kaffen- und Zeitgeschäften ist in btm Entwurf be­seitigt worben. Nach Den bisherigen Erfahrungen ist es sehr schwierig, den Begriff der Zeitgeschäfte zutreffend festzustellen, und man kommt leicht in Gefahr, mit dem für Zeitgeschäfte festgesetzten höheren Nbgabensatze nicht bloS die fogenannten Differenz­geschäfte, sondern auch reelle Lieferungsgeschäfte zu treffen. Durch die vorgeschlagene Procentuale Abgabe werden die sogenannten Spielgffchäfte in der beabsichtigten Weise ohnehin und zwar schon insofern höher betroffen werden, weil es bei denselben (nomi­nell) immer um Geschäfte über höhere Werthe sich handeln wird.'

Vermischtes.

Mainz, 20. Juni. Als gestern Nachmittag der von Worms kommende Schnell­zug in voller Fahrgeschwindigkeit in der Näh- von Laubenheim anlangte, bemerkte der Locomotivführer auf dem Schienengeleisr, auf dem der Zug li^, zwei kleine Kinder, welche ahnungslos die Steinchen zwischen den Schienen auffucht«. In kaum riner Minute mußte der Zug die beiden Kinder erreicht haben, die so einem sicheren Tode aewecht schienen. In diesem gefahrvollen Moment gab der Locomotroführer sofort Contredampf und ließ alle Bremsen des Zuges anziehen, in Folge dessen es gelang, einige Meter von den Kleinen entfernt den Zug zum Stehen zu bringen. Dte Kinder wurden von dem Eisenbahndamm entfernt wor«uf der Zug WWt nach Ma nz -ortsetzte. Des Wasser des Rheins wächst immer noch und lassen die Nachrichten vom Oberrhein noch ein weiteres Steige« befürchten. Der Pegel zeigte heute Vor-

^TtVifnb, 18. Ju«i. Das Dynamttgefetz ist erst vor wenigen Tagen durch tzen ReickSanzeiger" publicirt worden und beute Hst, der »Dortmunder Zeitung zu­folge" die königliche Staatsanwaltschaft hier auf Grund dieses Gesches eine Anklage erhoben. DaS betreffende Gesetz wird demnach in Dortmund seine erste praktffche Au-

rostet nichts In Erfurt langte^-or Kurzem derBrief;

leit lanaen Jahren in Amerika als Farmer ansässigen Erfurters an, in welchem sich dieser der zum zweiten Male Wittwer geworden war, angelegentlichst nach seiner ersten Geliebten erkundigt, welcher er vor dreißig Jabren in Erfurt Liebesworte zu geflüstert hatte. ES konnte ihm geschrieben werden, daß dieselbe noch lebe und Wittwe sei. Darauf erfolgte die Werbung des Wittwers an die Wittwe und vor einigen Tagen ist letztere nach Amerika abgereist, um ihren ersten Verehrer zu ehelichen.

»III Illi............ 11

Aus dem »Allg. Anz. zum Militärwochenblatt" Nr. 49 entnehmen wir folgenden Nachruf: Am 27. Mai 1884 erlag zu Oesdorf bei Pyrmont der ehemalige Gefreite Heinrich Schaper der 9. Compagnie 3. Hessischen Jnfanterie-RegimentS Nr. 83, 37 Jahre alt, nach längerem Stechthum einem Unterleibsleiden. Derselbe hat sich während deS deutsch-französischen Krieges als ein allezeit zu braver That bereiter, ent­schlossener und hervorragend tapferer Soldat gezeigt. Nachdem am 2. December 1870 in der Schlacht bei Orleans der Sergeant Franke mit der Fahne des Füsilier-Bataillons in der Hand im heftigsten Mitralllcusenfrucr bei Poupry gefallen war und dieselbe mit seinem Körper bedeckte, war es der Gefreite Schaper, der das Panier unter dem Entseelten hervorzcg und in Sicherheit brachte. Derselbe, seit Wörth im Besitze des Eisernen Kreuzes 2. Classe, wurde nach dem Tage von Poupry durch Verleihung deS Eisernen Kreuzes 1. Classe ausgezeichnet. Der Name Schaper wird in den Reihendes Regiments über Tod und Gruft hinaus fortleben und immerdar in Ehren genannt werden! Cassel und Arolsen, den 12. Juni 1884. Das Offiziercorps des 3. Hessische« Infanterie-Regiments Nr. 83.

Kühl bis ans Herz binan* sind die Tage, welche nnS der sonst im Ruse eine? Sommermonates stehende Monat Juni sendet, ist er es doch wenigstens, der unS seit Samstag (21.) in dm Sommer hinüberleiten sollte. Als ob im Kalender ein mächtiger Ruck nach rückwärts erfolgt wäre, so stark ist die Quecksilbersäule im Thermometer gefallen und wer dieses Instrument nicht gern befragt, kann es an den ins Rothe und Blaue spielrndm Nasen sehen, welche die Sommerfrischler am frühen Morgen nach der Stadt bringen. Wie sind doch die Urberröcke wieder zu Ehren ge­kommen, während die falten Bäder im Freien brr, es läuft Einem eiskalt über den Rücken, wenn man nur daran denkt. Von der Wonne, mitten im Juni unbelästigt im schweren Tuchkleide durch die Straßen der Stadt gehen zu können, werden alle Feinde der Sonnengluth noch lange erzählen und mit stoischem Gleichmuth hören sie bfe Klagen derjenigen an, die sich nach schonen Tagen sehnen. Jedenfalls aber hätte der regnerische Sommeranfang alle Ursache, über das schlechte Wetter so zu erröthen, daß uns von morgen an wieder eine goldige Sonne vom strahlenden Himmel lacht.

Dem Abgeordneten Windthorst ging cim Freitag Mittag, als er vom Früh­schoppen beim Reichskanzler in den Reichstag kam, folaendes Telegramm zu:Aber Excellenz! Frühschoppen na, ein Ganzes! Der Frühschoppen bei Frtedmann'S Nachfolger, Rostock." _ r m r, Ci _c

Herauf erwiderte W'ndthorft umgehend per Draht:Prodiren geht über Studiren. Komme nach! Windrhorst." _ ti r

Die elektro-techntsche Revolution fängt bereits an, auf die Dörfer zu gehen und, waS sehr viel sagen will, sogar auf oberbayertsche Dörfer oder wenigstens ein obnbayertsches Dorf. Ober-bayerisch.- Blätter melden näml'ch Folgendes: Die Cultur, die alle Welt beleckt, hat auch auf OberbaycrnS Landvolk sich erstreckt- Daß bei einer Bauernhochzeit die Gäste sich selbst illuminiren, ist nichts Ungewöhnliches; daß dieselben aber mit elektrischem Lichte beleuchtet wurden,.fte noch kaum dagewesen fein. DieS war nun der Fall bei der jüngst tu Magnetsried, nahe dem Starnberger See, ge­feierten Hochzeit des dortigen Schmiedmeffters S- Vogel- Mit einer dem geistlichen Serrn Cxpositus M Raith gehörigen dynamo-elekttischen Maschine und einer am ttbkl de« ExposiiurhauseS angebrachten Bogenlampe wurde der große freie Dorsplatz | prächtig beleuchte. Von weiter Ferne Kommende erschraken nicht wenig, da sie glaubten, ein Haus stehe in Flammen und beruhigten sich erst, als sie weder Feuerlärm noch Sturmgeläute vernehmen konnten. AIS Betrirbskraft kam weder Dampf noch Wasser in Verwendung, sondern vier junge Bursche, Freunde und Nachbarn des Hochzeiters, trieben die Maschine lange Zett in sehr regelmäßiger Weise, so daß sie eine stattliche Pferdekraft" ersetzten. Am unbegreiflichsten kommt den Leuten das Selbstanzünde« der Lampe und die Fortleitung deS elekttischeu Stromes durch so dünne Drähte,die nicht einmal hohl sind", vor. ,

Rostock, 18. Juni. Ueber bte eu8 einem Wagen einer herumziehenden Menagerie entfpruogene Löwin liegt ein weiterer Bericht vor, au« dem sich ergibt, daß der Wagen, I der hinter dem Löwenwagen fuhr, bei einer Biegung des Weges mit diesem zusammen- stteß und daß die Deichsel des hinteren Wagens bte hölzerne Wanb bes Käfigs zer­trümmerte. Die Löwin entsprang sofort und trotzdem sie einige Zett die Wagen um­kreiste, g-lang es den Leuten nicht, sie in den Käfig zurückzubringen. Sie nahm ihren Weg stach dem Gute Groß Cofferitz und begann auf dem Felde, wo Frauen beschäftigt waren, mit den dort liegenden Säcken zu spielen und sich im Sande zu wälzm. De» erschreckt baöoneilenben Frauen lief sie eine kurze Strecke nach, brach dann aber M eine Pferdekoppel ein und Lödttte ein Füllen, das sie nach Häschenbusch, einem dichten Gehölze, fortschleppte. Der Besitzer der Menagerie war in größter Elle nach den benach­barten Dörfern und Gütern gefahren; die ganze Gegend war in der furchtbarsten Auf­regung. Am Mittag war die Löwin, welcher der Büchsenmacher Lange mit einigen beherrten Bauern gefolgt war, in einem Kornfelde und wälzte sich im Korn. Unkluger Weise schoß man mit Schrot auf sie; das verwundete Thier, letzt wüthend gemacht, floh dumpf brüllend wieder dem Walde zu. Von Rostock war telegraphisch militärische Hülfe beorpert worben. 80 Mann und eine ganze Schaar Freiwilliger zog aus; der Häschenbusch wurde umstellt, immer enger und enger wurde der Kr-iS geschlossen, der das wild brüllende Thier umgab, welches drei- ober viermal vergeblich versuchte, die Kette der Jäger zu burfibredben. Endlich gelang cs einem Gefreiten. baS Tbier durch einen Schuß in's Herz zu tödten. Der Leichnam wurde nach Rostock geschafft und im Teutenwinkler Amtshaus, das wegen der auf seinem Thurm abgebildeten Löwin im Volksmund ,ber Löwe" heißt, niebergelegt.

sVacante Sttllen für Militäranwärter im Bereiche des 11. Armee-Corps.) Allst->»t, Postamt, ßanbbrfefttäaer, SIv^Gchalt. Gaffel, Amralcommffsio», m-hr-r- L°hns»i-«ber, 25 Pfg. pro Sogen. Cast.I, Postamt, WWoffner 98C> M Frankfurt a. M>, Baurath Becker, Tagewachter, 60 monatlich, Nachtwächter, 60^ monatlich. Hanau, Postamt, 2 ständige Posthilssboten. 1,80 Tagegeld, st^dtM Posthilfsbote, 2 «X Tagegeld. HerSfeld, Postamt, ßanbbdeftragtr, 558 ®ebmt. Homburg v. d. H., Postamt, Poftschaffn«, 944 Gehalt. 2^^, LandeSheilanstolten, Pförtner, 280 X und freie Statton. L'mburg (Lahn), Postamt, Postschasftrer, 908 -AL Gehalt. Oberlahnstein, Bezirk des Königlichen Eisenbahn-Betriebsamtes zu Wiesbaden, LademeMeraspirant, 75 JL monatlich. Popprnbaustn Postagenw brieftröaer. 510 <X Gebalt. Presneck, Postamt, Briefträger, 872 <AL Gehalt. Wresbaden, Bürgermeisteramt, 2 Bureaugehilfen, 1000 X und resp. 1200 Postamt, Stadtpost- bote, 930 X Gebalt

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Herrn. Aug. Müller.