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Vermischte».
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Kirchliche Anzeigen der evangel. Gemeinde.
Montag, Abends 8 Uhr in der Kleinkinderschule: Bibelstun de,
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lenahm fich apathisch, Berecz höhnisch. Berecz begann nach der Publikation eine Rede an den Gerichtshof: er sei unichuldtg. Er wollte die Motive des Urthells krittsiren. Der Präsident erklärte: Ein rechtskräftiges, vom König bestätigtes Urtheil dürfe nicht kritistrt werden. (Unruhe tm PubUkum ) Berecz schreit „bitte um Ruhe" und will fortfahren zu reden. Htcranf werden alle drei Mörder abgeführt. Im Hofe, wo ihnen Ketten angelegt wurden, beschimpft Berecz feine Genossen: „Feige Schurken, ihr brachtet mich Unschuldigen um*. Spanka erwiderte: „Schweig, Elender. Du btfl’fl, der unS alle an den Galgen gebracht hat." Morgen früh werden alle drei Htnrlchtungeu vorgenommen.
— Ein sonderbares Gnadengesuch hat dieser Tage die Tante Paul Spanka's, des Mörders Majlath's, in Wien emgeretcht. Dieselbe bittet zuvörderst in rührendem Tone um die Begnadigung ihres Neffen, fügt aber alsbald hinzu, daß im Falle der Ntchtbegnadigung die Kleider und Habseligkeiten Spanka's ihr gegeben werden mögen.
— (Altegyptische Strümpfe.^ In dem „Centralblatt für die Texttl-Jndustrte* finden wir folgende originelle Notiz: Als man ein cgypttsches Grab öffnete, fand man darin eine Mumie, die vor 2000 Jahren begraben wurde und ein Paar Strümpfe, welche beweisen, daß die Kunst des Strickens damals große Vervollkommnung erlangt hatte, denn sie sind wirklich künstlich gearbeitet. Die Strümpfe sind aus ferner Schafwolle gemacht, zuerst wahrscheinlich weiß, aber jetzt braun durch das Alter. Die Nadeln, mit denen die Arbeit vollführt ist, waren anscheinend etwas dicker als diejenigen, welche jctzt in Gebrauch, und die Strickart ist lose und elastisch. Die Arbeit beginnt in der einfachsten Weffe mit einem einzelnen Faden, nimmt aber beim Forischreiten Muster an. Statt wie der moderne Strumpf mit einer Rundung zu enden, kommen zwei Theile von gleicher Wette heraus, wie die Finger eines Handschuhs. Dies machte man, um ihn den Sandalen anzupassen, welche einen Riemen hotten, der in der Mitte befestigt und beim Anz'ehen über den Strumpf gezogen wurde, wie heute noch z. B. in Japan und China." Das merkwürdigste an diesem Scherz ist, daß gerade ein Fachblatt darauf hinettffallm mußte.
— (Auch eine Verthetdigung.) Vor dem Pariser Zuchipolizeigericht stand vor einigen Togen em gewisser Hurrter unter der Anklage der Beschimpfung von Polizei- agcnten, die ihn tm trunkenem Zustande bei den Armen gefaßt hatten. Hurrter lehnte die Vertheidigung durch einen Abvocaten ab, um seine Sache selbst führen zu können. „Ich Hobe", sagte er, „schon zweiunddreißig Verurtheilungen durchgemacht und kenne den Schwindel. Ich weiß, was ich von Richtern zu erwarten habe, die sammt und sonders Banditen sind. Diesmal will ich meine zwei Jahre haben, dann wird meine Mühe doch nicht verloren gewesen sein". Die Richter erfüllten bereitwillig die Hoffnung des Erfahrungsreichen und vcrurlheilten ihn zu drei Monaten Gefängniß wegen Be; schimpfung der Polizei und zu zwei Jahren wegen Beleidigung des Gerichtshofs.
— sVacante Stellen für Mtltiäranwärter im Bezirke des 11. Armee-Corps.) HerSfeld, Stadlrath, Feldhüter, 500 X jährlich. Jena, medicinische Abtheilung des LandkrankcnhauseS, Wärter, 180 X baar jährlich und freie Station. Näheres bei den Bezirksfeldwebeln.
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Berichtigung.
In dem Auszug des Standesamts vom Samstag muß es unter den Geboren!« heißen statt: dem Büchsenmacher Albert Schulz ein Sohn, eine Tochter.
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Anzeiger rie NW "rlheilssornie
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Handel und Verkehr.
Grünberg, 23. Februar. (Frachtpreise.) Weizen X 19.80, Korn 00.00, Gerste X 16.00, Hafer X 15.60, Erbsen X 18.00, Linsen X 18.80, Lein X 00.00, Samen x 00.00, Kartoffeln X 0.00.
Frankfurt, 23. Februar. Auf dem heutigen Markt kostete der Centner Heu X 3.00—3.60, Stroh X 3.00—3.30, Eier das Hundert X 5 00—7.50, Butter 1. Qualität X 1.00, 2. Qualität X 1.10, Kartoffeln ver Centner X 2.00—2.50, Kohlrabi 5-6-5, per Stück, Erbsen 100 Kgr. 19—28 X, Rothkraut per St. 12—30 Poularden X 0—0, Huhn 1.50—2.20, 1 Ente X 3.00—4.00, 1 Taube 50—00 H,
Hahn X 1.70—2.00, Gans X 5—8.00, Welsche X 7—10.—
— Wir machen die Besitzer 5% Franz-Josef-Prioritäten darauf aufmerksam, daß der Einreichungstermin zur Conversion in 4% Prioritäten am 28. d. M. abläuft, und es sich empfehlen dürfte, die Conoersion vorzunehmen, da nach dem Termin eine Kündigung der 5% Prior, in Aussicht steht.
Dienstag den 26. Februar: Der Probepfeil.
Mittwoch den 27. Februar: Fedora.
Donnerstag den 28. Februar: Der Probepfeil. Außer Abonnement.
Frettag den 29. Februar: Zum ersten Male: Im Eisenbahnwaggon Classe. Nach dem Französischen von Bahn. Hierauf: Bürgerlich und
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Lokales.
Gießen, 25. Februar. (2. Sitzung der Großh. Handelskammer am 13. ftebruar.] Anwesend die Herren Ed. Sildereisen, S- Heichelheim, A- Katz. A- Kraatz, 31 b‘ ^Der^Herr Vorsitzende macht der Kammer zunächst einige die Küsse betreffende h Hierauf werden die Eingänge 3 bis 28 erledigt- «Die Nr. 7, 10, 11, 18, 23, 26 rmd 28 werden zur Circulation bestimmt, die Übrigen ad acta gelegt.
EW Rescript des Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz wünscht die autächt'.iche Meinungsäußerung der Kammer über den neuen Gesetzentwurf, bett, die Unfallversicherung der Arbeiter zu empfangen. Die Kammer be,chl.eßt, sich tm Wesentlichen auf ihr vor 3 Jahren übet denselben Gegenstand abgegebenes Gutachten zu beziehen und genehmigt die von dem Sekretäre entworfene Beantwortung des Rescript SBor|’1^cnt)C her Kammer Kenntniß von der auf den 6 März erfolgten Einberufung des LandeSeisenbahnraths in Darmstadt. Die Entscheidung über die Beschickung dieser Sitzung wird bis nach Eingang der Tagesordnung verschoben.
— Einen recht schönen und zum Theil originellen Maskenzug arrangirten gestern Nachmittag diverse Vereine in unserer Nachdarftadt Wetzlar. Der Zug bestand auS ca 15 Wagen und heben wir drei als ganz besonders prächtig ausgeflattet hervor. «S waren dies die Wagen der drei Carneoalsveretne „Na nu", „Wenn Du das merkst" und „Union-Club". Ferner erregte der Wagen mit der Wetterwarte de« Herrn „vr. Ober zieh er" und derjenige der „koscheren Fortuna" allgemeine <5eiterfett. Der Maskenzug wurde begleitet von 3 MusikcorpS und angeführt von der berittenen und unberittenen Gard-, alias Wetzlarer Funken, des närrischen Prinzen Cameval. - Leider störte die Feier ein Unfall. Wie wir hören, wurde bei Aufstellung de« Zuge? ein Knabe von 12 Jahren von einem Pferde an den Kopf geschlagen und soll der Verletzte bereits gestorben sein.
73t) lieber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige In eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sieh uietuais enttäuncAt »eben, wenn m«o von der Annoncen - Expedition -von M AAS®TK1X 4e VC« iß
Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft eintordert, dis auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath Artheilt
Kepertoir der vereinigten Stadttheater;u Frankfurt a. M.
Opernhaus.
Dienstag den 26. Februar: Gastspiel der Frau Angelina Luger vom Stadttheattr in Leipzig. Fidelio- Leonore: Frau Luger.
Mittwoch den 27. Februar geschlossen.
Donnerstag den 28. Februar: Margarethe.
Frettag den 29 Februar: VolkSvorstellung. Die Braut von Messina. Ermäßlgte Preise. Außer Abonnement.
Samstag den 1. März: Nachtlager von Granada.
Sonntag den 2. März: Die Afrikanerin.
Schauspielhaus.
hat die Etra gmchts'Mi jur Recht erl
I Herzogi.* Baugewerkschule Holzminden | damit verbunden Maschinen-,Mühlenbau-n.llIiiHersclmle. Ib Sommers 21. April. Winters 4. Nov. Pensionat. Dir.: Q. Hanrmauu. ।
Maul- und Klauenseuche Nachsorchungen anzustellen hatte, berichtet, daß die I Krankheit erloschen sei.
Telrxraphische Depeschcu.
LSoltk'r tklege. Corr«kpvndr»,-Bi-rtatt.
Bafel, 24. Februar. Der Beschluß des Großen Nalhe« des Kantons Basel Stadt, betr. die Ausschließung der Congregalionisten von der Lehrthälig. feit, ist bei der Volksabstimmung mit 4479 gegen 2910 Stimmen angenommen WOlbel£tfle, 24. Februar. Die Delegirten der Berg- und Hiittcn-Arbeiter scheinen durch mehrere Zugeständnisse, mit denen sich der Generaldirektor in Anzin bei einer Besprechung mit dem Präsekten des Departement du Nord einverstanden erklärt hatte, zusriedengestellt zu sein; morgen findet in Sennin eine qroye Versammlung statt, welche darüber beschließen wird, ob der Strike fort- dauern soll Störungen der öffentlichen Ruhe haben nirgends stattgejunden.
London, 24. Februar. Dem „Observer" wird aus Kairo von gestern gemeldet, daß General Gordon aus Khartum ein Manifest an die Insurgenten eilassen babe, in welchem er dieselben benachrichtige, daß Der Sultan, der Beherrscher der Gläubigen, die Absicht habe, eine große Armee zur Eroberung de» Landes abzusenden, und in dem er die Insurgenten ermahnt, seine fried- lichen Anerbietungen anzunehmen, um sich vor der türkischen Invasion zu bewahren — Aus Tokar liegen weitere Nachrichten nicht vor.
Petersburg. 24. Februar. Die Deputation der Georzsritter hat sich gestern vor ihrer Abreise noch dem Kaiser vorgestellt. — Großsürst Sergius rst S^si^.^^estü (Telegramm der „Agence Havas.") In Folge
von London eingegangener Befehle ist der Marsch der englischen Truppen nach Tokar suspendirt. . , ,
Suakiw. 24- Februar. Sie nulmchcn Truppen weigern sich, sich nach Trinkitat einschiffen zu lassen, unter dem Vorgcben, baß die Kugeln au» ihren Gewehren die von den Aufständischen geführten Schilder nicht durchbohren könnten, auch vermöchten sie nicht einzusehen, weshalb man ihrer bedürfe, nachdem bereitSmglischesllMärnach^Trinkita^abE^E^—-------^-—
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SarnStag den 1. März: Neu einstudirt: Ferräol.
Sonntag den 2. März: Viel Lärm um Nichts.
Montag den 3. März: Zum ersten Male: Eine gute Partie- Original- VolkSstÜck in 5 Akten von A. Stoltze. Musik von Kunkel.
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Mainz 22. Februar. Der leider zu früh verstorbene Präsident de« Mainzer Gewerbevereins, Herr Jacob Dietrick, hat nach einer testarnentarlfchen Verfügung dem Vereine eine Summe von 300,000 X zum Geschenk gemacht.
— Ein junger reicher Bankier hat sich mit dem schönsten Mädchen der Stadt verlobt, der Hochzeitstag ist festgesetzt. Am Tage vorher fährt er mit seiner Braut spazieren, plötzlich hält der Kutscher vor einem prächtigen Paläste, der Bräutigam hebt -seine Braut au« dem Wagen, zeigt auf das HauS mit Park und sagt: Da« ist mein Brautgeschenk! — Sie hätte ihm beinahe einen Kuß für die Ueberraschung gegeben. Aebe-glücklick durchschreiten sie daS HauS und siche da, alle« ist wun-erschön und saft überreich. Endlich kehrten sie zum Wagen zurück. Die Braut wirft noch einen Blick auf ihr künftiges Heim und fährt zusammen; sie hat die goldene Hausnummer gesehen. Nr 13. — „Die Schwelle dieses Unglückshauses bettete ich niemals wieder", erklärte sie weinend. „Wie konntest Du. mein Lieber, so rücksichtslos sein!" — Sie streiten, Mber sie bleibt bei ihrem: Niemals! Und morgen soll Hochzeit sein, 300 Gäste sind »ur Tafel, 800 zum Ball geladen und Sie will nicht! In seiner Verzweiflung stürzt der Bräutigam zum Polizeipräsidenten, stellt ihm seine Lage vor und kehrt bald freude- strahlend zurück Die Hochzeit findet statt, daS glückliche Pärlein fährt in sein neues Heim. WaS hat daS Trotzköpfchen der schönen Braut gebrochen? Jedermann kann'S andern Morgens beim Schein der Sonne lesen: auS Nr. 13 war — Nr. 12a geworden. Die kleine Laune hatte nur 13,000 X gekostet „für die Armen".
Pesth, 22. Februar. In Hermanstadt wurde ein vierfacher Raubmord an dem Venfionirten Regimentsarzt Dr. Friedenmangrr, Frau, Kind und Magd vollführt. Nach vollbrachtem Morde versperrten die Mörder Thür und Thor und zündeten daS HavS an. Die Feuerwehr fand die Opfer mit durchschnittenem HalS und aufge- fchlttztem Bauch.
Pesth 22. Februar. Heute erfolgte die Publikation dcS TodeSurtheilS der drei Heute, Montag, Mörder Majlath'S unter großem Andrang deS Publikums. Spanka weinte, Pitely 1 Apoftelgesch. 8, 26—40, Ps<


