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tf? und zwar aus dem Grunde, weil gleichzeitig mit thm seine frühere Geliebte Paltrt, die inzwischen auS dem Zuchthause entlassen worden war, dieselbe, die Jmm schon Dreifach ins Unglück gestützt hat. auS Berlin verschwunden ist. Die Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß Jmm sich diesem Frauenzimmer und damit dem Verbrechen wieder in die Arme geworfen hat.
— sDeutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) Die neueste Nummer Les Organs der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger „von den Küsten und aus <SeeÄ gibt einen Nachweis der tm Jahre 1883 an den demichen Küsten erfolgten Strandungen und Rettungen. Hiernach verunglückten 1883 an den deutschen Küsten 63 Sch ffr gegen 92 im Vorjahre. Auf den gestrandeten Sch sfen befanden sich, soweit die Zahl ermittelt werden konnte, 304 Personen, von denen nachweislich 27 Personen ertrunken sind, während 277 Personen gerettet wurden. Die Rettung der 277 Schiffbrüchigen geschah wie folgt: 81 Personen durch Rettungsboote, 3 durch Raketen- Apparate, 87 durch Selbsthülfe, 24 durch Hülfe vom Lande, 82 durch Hülfe in See. Bet 25 Strandungen traten 33 Rettungsstationen in Dienst; bet 13 Strandungen sind die Besatzungen der Sch'ffe durch Rettungsstationen gerettet worden.
— Wie einträglich heutzutage das Fichten geworden, zeigt folgendes Geschichtchrn. Bet Pforzheim wurde kürzlich ein junger kräftiger Bursche wegen Bettelns verhaftet. Derselbe, in der Nähe von Coblenz zu Hause, hatte einen am Tage zuvor in Durlach geschriebenen Brief bet sich, der an eine gewisse „liebe Frau Wtrthtn" in seiner Hetmath gerichtet war. Der Brief lautet: „Im vorigen Monat ging ich von Hause fort auf die Wanderschaft. Ich bin gewesen in (hier werden 20 btö 30 Städte und Ortschaften genannt). Jetzt bin ich in Durlach bei Karlsruhe. Es ist mir seitdem sehr gut gegangen, gearbeitet habe ich nirgends. Wo ich bingekommen bin, haben mir die Leute Hern etwas gegeben. Ich bringe alle Tage 2—3 JL zusammen. Bier und Wein sind sehr wohlfeil. Da saufe ich genug, ich habe mir schon einen ordentlichen Bierletb angetrunken . . . Wenn ich da durchgemacht habe, dann gehe ich Straßburg und Metz zu." Der Brief schließt mit dem Reime:
„Die W!t ist unbeschreiblich schön, Man muß sich nur darauf oersteh'n."
Newy or k, 16. April. Ein Neger, der vorigen Samstag unweit Austin, T<xas, eine Frau brutal ermordet hatte, wurde verfolgt und gestern festgenommen. Eine wüthende Volksmenge schleppte ihn nach dem Schauplatz des Verbrechens, wo er seine Schuld eingestand. Er wurde dann zu Tode geröstet.
— [@tn guter Rath ) Eine Newyorker „Firma" annonc'rt in Landzeitungen: „Wir Iheilen gegen Einsendung von fünf Cent« ein Mittel zur Abgewöhnung des Fluchens mit", und erhält täglich eine Menge'von Briefen von frommen Farmern. >te des gedachten Lasters gern los werden möchten. Für die fast immer in der Briefmarke beiliegenden 50 Cents wird regelmäßig der Rath ertherlt: „Halt' Dein Maul.'"
— sVacante Stellen im Bezirk des 11. Armeecorps.) 1) Cassel, Strafanstalt, Aufseher, 9u0 Jt. Gehalt und 210 JL Mietbsentschädigung. 2) Hanau, Kuratorium der Realschule, Schuldienergebülfe, 700 JL Gehalt und freie Wohnung und Heizung. 3) Hersfeld, Postamt, Posthülfsbote, 1.50 Jt. Tagegeld. 4) Homburg v. d. H., Garnt» sonlazareth, Civilkrcnkenwärter, 600 JL Gehalt, freie Wohnung, Heizung rc 5) Limburg a. d. L-, Magaz'naufseher-Afpirant, 75 Gehalt monatlich, steigend. 6) Weilburg, communalständische Wegebauverwaltung, Wegemeifter. 1200 JL Gehalt und 300 JL Wohnungsgeldzuschuß. 7) Weimar, Postamt, Pockeiirager, 680 JL. Gehalt und 144 v»L Wohnungsgeldzuschuß. — Im Bezirk der Großh. Hess (25.) Division: Darmstadt, Ministerium der Finanzen. Ministertal-Canzletdiener. 1340 Gehalt. Mainz, Staatsanwaltschaft, Aufseher am Provinzialarresthaus, 850 JL Gehalt. Mainz. Pro- vinzial-Direction Rheinhessen, Beschließer im Gefängn ß zu Mainz, 850 JL. Gehalt.
Eingesandt.
Gießen, 23. April.
Bis das „ofsicielle Reckt", von welchem der Einsender in Nr. 94 d. Bl. redet, seine Beseitigung, die von Jahr zu Jahr dringender nothwendtg wird, in der nächsten Zukunft gefunden hat. gönnen wir der evangelischen Ktrchengemeinde alle Zuschüsse welche den gottesdienstlichen Zwecken und einem wahren kirchlichen Bedürfmß dienen auch wenn wir unser Scherflein einstweilen nock dazu beitragen müssen. Wir wollen auch zugeben, daß eine zweckentsprechende, würd'ge Beleuchtung der inneren Kirche während des Gottesdienstkß unabweisbar und die Beihilfe her Stadtkasse für diesen Fall noch innerhalb der Grenzen liegt, welche durch das „osfictelle Reckt" gegeben sind. Wollte man aber z B. die Kaffen der Angehörigen anderer Confefsionen durch die Communalsteuer zur Bestreitung des Verbrauchs an Petroleum oder Gas in der Kirche bei Vorträgen, die sich über das Gebiet der Geschichte erstrecken, heranztehen, so wäre das trotz des „officiellen Rechts" ein unberechtigtes Verlangen, gegen welches wir umsomehr Protest einlegen müßten, als das „ossicielle Reckt" schon bei correder Begrenzung eine durch die veränderten Verhältnisse hervorgerufene Verletzung der Parität tnvolvirt.
73t) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige In eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von Äfl AA8E2VSTE8M' «6? VOGMjJEB in Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt
Bekanntmachung.
. Zum Firmen - Register des unterzeichneten Gerichts wurden heute folgende Einträge vollzogen:
Es betreiben:
1. zu Wieseck: Heinrich Rau daselbst eine lithographische Anstalt und Fabrikation von Cigarrenkistchen unter der Firma „Heinr. Rau";
11. zu Gießen:
1. Ad olf Flaschen eine Handlung in Manusaktur-Waaren unter der Firma „A. Flaschen",
2. OttoSchaaf eine Droguen- und Chemikalien - Handlung unter der Firma seines Namens,
3. Theodor Wittlich eine Colonial - Maaren - Handlung unter der Firma „Th. Wittlich".
Isaak Goldschmidt dahier hat ein 31. v. Mts. sein Geschäft nach Frankfurt a/M. verlegt, woselbst er es unter der seitherigen Firma fort- sichrt. Letztere wurde im hiesigen Firmen-Register gelöscht.
Gießen, den 21. April 1884.
Großh. Amtsgericht Gießen.
Müller. 2903
Arbeitsbersteigenmg.
Donnerstag de« 1. Mai d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Freiherrlich von Rabenau- schen Oberförsterswohnung bei Kessel- bach folgende Reparaturarbeiten in Accord gegeben werden:
veranschl. zu ,1. Maurerarbeit «X 40.—
2. Schreinerarbeit „ 64.50
3. Schlosserarbeit „ 32,50
4. Weißbinderarbeit „ 153 —
5. Dachdeckerarbeit „ 32.—
Londorf, am 21. April 1884.
Der Bauverwalter.
2883 Unger.
Versteigerung.
Donnerstag den 24. April d. Z.,
Mittags 2 Uhr.
Süerben in der Flettischen Hofraithe 1 Schlendermaschine, Kleider- und Küchcnschränke, Tische, Stühle, So- vha's, 1 Kommode, 1 vollständiges Bett, 1 Pianino, 1 Standuhr, verschiedene Spiegel und Bilder
öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert.
Bühner, 2902 Gerichtsvollzieher.
Allgemein er Anzeiger.
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Gegr. 1837.
Hoflieferant, bringt ihre Specialitäten:
von
Gegr. 1837.
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Gebrannte Java-Caffee’s
in empfehlende Erinnerung
in
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Alleinige Niederlage in Giessen:
bei Herrn J. M. Schulhof.
Lieh: bei Herrn H. Zimmer VII-
Frohnhausen: „ „ M. Loewenstein I.
Gladenbach: s „ J. Schlesinger.
Londorf: „ » G. Braun.
Proben auf Verlangen gratis!! 1718
Arbeitsversteigerung.
Donnerstag den 1. Mai d. J.„
Nachmittags 3 Uhr, sollen nachstehende Arbeiten zur Gebäude-Unterhaltung der Freiherr» von Nordeck zur Rabenau dahier, bestehend: veranschl. zu
1. in Maurerarbeit 148 JL
2. „ Dachdeckerarbeit 250 „
3. „ Weißbinderarbeit 25 „
4. „ Handarbeiten (Wege
unterhaltung 2C.) 37 „
bei unterzeichneter Stelle öffentlich in Accord gegeben werden.
Londorf, am 21. April 1884. Der Bauvermalter.
2884 Unger.
Vergebung von Bouarbeiten.
Die zur Erbauung eines Saales erforderlichen Arbeiten und Lieferungen:
veranschl. zu
Maurerarbeit JL 603,27
Steinhauerarbeit „ 182,05
Zimmerarbeit „ 1127,50
Schreinerarbeit „ 1105,14
Glaserarbeit „ 221,10
Tüncherarbeit „ 192,—
Lieferung von 8000 Russensteinen beabsichtige ich auf dem Submissionswege in Accord zu geben. Voranschlag und Bedingungen sind bei mir eiuzusehen und die Offerten schriftlich bis längstens
Montag den 28. d. M.,
Nachmittags 3 Uhr, an mich abzugeben.
Klein-Linden, den 23. April 1884.
2894 Wilhelm Rinn.
Ieitgeöolenes.
Brennholz
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26 &nda». EwBer. Nordanlage 5. prima Apfelwein empfiehlt
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