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24.2.1884 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt.

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Erscheint täglirh mit Ausnahme des Montag-.

Bureau t Schulstraße 7.

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Nittheilung von Satten, Vaters,

Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringettohn.

Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Marl 50 Pf.

oberen Vereine unb, juges 3y2 Uhr cm g-Comite.

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Trlegraphische Depeschru.

Wolst's telrgr. LorrespondenZ-Burrau.

Berlin, 22. Februar. Die Steuer-Commission des Abgeordnetenhauses berieth Leute über den Bankier-Paragraphen und nahm zunächst den Ab,atz 1 mit bem Amendement des Abgeordneten v- Zedlitz an, wonach alS Kapitalrente d^^ steuerpflichtigen Bankgeschäften und ähnlichen den Geld- und Credltverkehr vermittelnden Geschäften angelegten Kapitalien nach Wahl der -Geschäftsinhaber die v^procenttge Rente des aus der letzten Jahresbilanz sich ergebenben Geschäftsvermögens der Be fteuerung zu Grunde gelegt werden kann. Schließlich gelangte der ganze Bankier Paragraph ^ur Annahm^^ ^^ veröffentlicht die Erhebung des Profeffors FrerichS in den ^blstand.o^^E^^ Fiktion beschloß heute, fürdie hannoversche^KreiS- und Prooivzialordnung in der Fassung der zweiten Lesung stimmen, dttselde! dageg n einstimmig abzutthnen, wenn bet der zweiten Lesung die abgelehnte, von öOCDiacr aut s Neue beantragte ständische Gliederung deS Prooinziallandtags in der dritten Lesung angenommen werden sollte. _ ie, ..

London, 22. Februar. Im OberbauS beantragt Lord SaliSbmy die Rieder- setzuvg einer königlichen Commission zur Untersuchung der Arbetterwohnungen tn den Städten. Carrington befürwortete Namens der Regierung die Ausdehnung der Unter­suchung auf Bauernwobnungen. Der Prinz von Wales befürwortet in längerer Reoe die Untersuchung; er habe jüngst selbst die Arbeiterdistricte besucht und sich von dem schmachvollen Wohnungszustand überzeugt. Der Antrag wird tn der von der Regierung modificirten Faffung angenommen.

Lord Derby theilt mit, daß die Regierung ihr Möglichstes thun werde, um den Förderationsvlan der australischen Colonie zu fördern. .

Da« Unterhaus verwarf mit 81 gegen 30 St'mmen Parnell s Amendement zur Adreffe und nahm hierauf in erster Lesung die Adresse an.

London, 22. Februar. Oberhaus. Granville bestätigt, daß heute aus Suakim ein Bericht über die vereinbarte Uebergabe TokarS eingegangen. Eine Nachricht von der thatsächlich erfolgten Uebergabe habe er aber noch nicht er­halten. Die Vorbereitungen der Truppenlandungen in Trinkitat werden daher beschleunigt. Im Unterhause antwortete Gladstone auf eine Anfrage North-

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Nrw-Nork, 20. Februar. In dem 8 Meilen von Conneirville (Pennsylvanien) befindlichen Bergwerke hat eine Explosion stattgesnnden. Wäh­lend der Katastrophe besanden sich 75 Bergleute in der Grube. Bis icht find 12 Versauen gerettet, die Mehrzahl derselben ist sehr schwer verletzt.augerdem sind 29 Leichen ausgesunden worden. Im Süden und Südosten der Vereinigten Staaten hat gestern Abend ein hestiger Tornado gewüthet und sehr großen Schaden ungerichtet, namentlich in Georgia, Alabama, Nord-Carolina und Sud- Carolina. Eine erhebliche Anzahl Menschen ist theils getöbtet, lheils schwer verletzt und zahlreiche Gebäude sind zerstört worden. Die Zeichen einiger Ber- unalückter sind von dem Sturme ans weite Strecken fortgesührt worden. Im Tbale des Ohio hat das Unwetter die Leiden der Opfer der letzten Ueber- schwemmungen bedeutend erhöht, man fürchtet, daß viele Personen umgckommen finb. Mit dem heute hier eingetroffenen Dampfergnfia" sind die Leichen des Commaudaten DerJeannette", Kapitän Delong und der mit ihm verun­glückten Kameraden gelandet worden. a

New -Aork, 21. Februar. Weitere hier eingegangene Nachrichten über den Tornado, welcher in den Südstaaten gewüthet hat, bestätigen die aestriaen Meldungen vollständig. Die von dem Tornado heimgesuchten ^iltncte sind gänzlich verwüstet, einige kleine Städte sind in Trümmer gelegt, viele Per­sonen sind durch die einstürzenden Häuser oder herumfliegenden Mauerstuckege- töbtet, andere durch den Sturm aufgehoben und zerschmettert worden Leichen von Männern, Frauen und Kindern werden in entsetzlich verstümmeltem Zu­stande aufaefunden. Nach dem JournalSun" dürste die ^ahl der Verun­glückten 300 bis 400 betragen und gegen 5000 Gebäude zerstört lern. Der angerichtete Schaden wird auf 1 Mill. Dollars geschützt.

Bekanntmachung.

Betreffend: Die Verminderung der Sperlinge. . , - t

Wir brinnpn hiermit rur öffentlichen Kenntniß, daß bis auf Weiteres mit dem Abschießen der Sperlinge innerhalb des von den ^agdbeznken aas- '»n her Stadt Gießen einschließlich der umzäumten Gärten rc. der Forstschütze Brück und Feldschütze Wenzel dabier beauftragt worden

-genommenen B ch ^Feichneten Personen nur auf Anfrage bei dem betreffenden Grundeigenthümer und mit Erlaubmtz bepelben die

sind. Es ver) i) f . hürfen Mir dürfen uns aber der Erwartung hingeben, daß bei der allgemein anerkannten Ealamitüt, welche das Ueberhand- ASS0-i **

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Uieüen, d-n 22. Februar 1884. GroßherrogltcheS,Pollzemm1 Gießen.

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Gefundene Gegenstände:

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Nr. 47. «rst-s »ioft. Sonntag den 24. Februar

Gichener Anzeiger

Amis- und Anzeigeblütt für den Kreis Gießen.

cote4, die Regierung halte es im öffentlichen Interesse für nothwendig, täglich 31t erwägen, was über die Schritte und Erklärungen Gordon's sie mittheilen und was sie zurückhalten solle. . ~

. . Lord Granville erhielt Nachmittags zwei Depeichen, durch welche die Ueberga e von Tokar bestätigt wirb. Das Cabinet trat sofort zu einer Sitzung 3ujf.n1

v Nach dem Cabinetsrathe conreririen der Herzog von Cambridge, Wol- feien unb Hartington iin Kriegsministerium, und wurde constatirt, daß für die Streitkräfte Grahams eine Aenverung der beschlossenen Marschrichtung nicht wohl ausführbar sei, well Truppen in Trinkitat jetzt eingeschifft werden.

Die Nachricht von der Uebergabe Tokars rief die lebhafteste Erregung hervor. Dian glaubt, die Garnlson in Tokar fei zwar mit dem Leben davon- gekommeu, aber alle Waffen sind an die Aufständischen auSgesiefert. Der An- griff Osman Digma'S auf Suakim wäre nahe bevorstehend. Eine weitere De­pesche derTimes" sagt, ein großer Theil der Garnison in Tokar wurde vor der Uebergabe getöbtet.

DemDaily Telegraph" wird aus Suakim von heute gemeldet: Fünf Soldaten trafen aus Tokar hier ein und meldeten, daß die Aufständischen das Geschütz- und Gewehrfeuer ununterbrochen fortgesetzt hätten, die Garnison habe sich nicht mehr halten können. Am Dienstag habe eine Conserenz nut den Aufständischen stattgefunden, am Mittwoch seien 4 Offieiere von Tokar in das Lager der Insurgenten entsandt worden; letztere hätten verlangt, d,e Gar­nison sollte die Waffen strecken. Viele Soldaten der Garnison von^Tokar seien befertirt unb hätten in ber Nacht vom Mittwoch bie Flucht ergriffen. Tokar habe sich ben Aufständischen gestern ergeben.

Ein Anschlag am Bureau desTally Telegraph"" meldet:Tokar hat sich ergeben." Der Anschlag enthält weder Details noch em Datum ,

Petersburg, 22. Februar. Bützow, bisheriger russischer Gesandter m Peking, ist nach Athen versetzt, und Graf Kapnist, BotschaftSrath in Paris, zum Gesandten im Haag ernannt worden. .

Kairo, 22. Februar. Eine Depesche Grahams meldet, m Suakun trafen mehrere Kundschafter ein, welche berichteten, der Civilgouverneur unb ber Truppen-Commanbant Tokars hätten am Mittwoch eine Zuiammenkunft mit Osman Sigma gehabt; man sei übereingekommen, daß bie ©arnflon Solar» sich am folgenden Tage ergeben solle. Die Mttthellungen ber Botschafter feien durch fünf später eingetroffene Soldaten der Garnison Tokars durchweg be­stätigt- da aber bisher keinerlei Nachricht von ber wirklich erfolgten Ergebung ber Garnison eingetroffen, werbe bie Ausschiffung ber Truppen in Trinkitat möglichst beschleunigt. _

Zur Berufswahl.

Alliäbrltck um die Oäerzett, wenn Tausende und Abertausende von Knaben unb Jünglingen die Schule verlassen, um in einen praktischen LebenSberuf übnzutreten, trttt eine febr ernste ftraae an die Ettern wie die Kinder heran: Die Berufswahl. Kaum -m- anbere Sroae im L-b-n HM bl- W'ch'igk-tt wie bleit. Wohl unb W-h- Einzelner wie kanz-rFamUien hängt von ber richtigen BeruiSwohl ab unb flerabe sie tfi mtt ben mannigfaltlgflen Schwi-rigk-it-n oerknüvit. Eine ungezählte Menge °°nM'ßgriffen werden gerabe in bet B-rusSwahI gethan unb ein großer Theil socio en ElenbS hängt mit ihr zusammen Aber auch flerabe bie große Anzahl ber Schwierigkeitm bei dn Berufswahl fübren den ruhigen Beobachter zu der leider noch viel zu wenig bekannten Wahrheit, daß es eine sehr zuverlässige Vorbereitung für den künsttgen ^benSberuf nicht nur in der Schule, sondern zumal auch in der Familie, im Eltrrnhause gibt. Indem wir keineswegs den hohen Werth der Schule für die Ausbildung der setfttgen Fähigkeiten der Jugend verkennen, so bleibt die Ausrüstung der Knaben uud"S- lknae für da? Bnufsleben doch tn so hohem Matze lückenhaft, wenn nicht auch Eltern und Pfleger dem Geiste des herangewachsenen jungen Geschlechts eine katsprechende ^ziehung zu geben verwögen. In der Schule wird in der Hanptsa^e l« auch immer mir die Gesammtheit unterrichttt und können dort die individuellen EigenihümlichkeiieL