541
sser den a Tode
geliebter
Pngen.
u hergeüchtttesLoB, im ersten Stock, so- j rmiethen. , :?j
S. Elsoffer.
te§ Zimmer zu oer-ü Weii-engasse^lO^ I zebaude der ^r. Keck- .
2 Zimmer, Küche um
zu vermietyen. Zu • fce_3._____-
lilienmohmmg zu vcr> i feil, SandgM^. i [7Stäbiben °ii's«»s i*. Selter«!*
U Anzeigen.
tntfdje
ransport-
iloch
\t&
BAUMANN i- eu^weg '43 «- statte, " ell yectto-
MM , mr 9» ein ®** gitfitn N Ste$; ■
^TMme gcsD- | Westanlag^ ,|
Beilage p Nr. 18 des Meßmer Anzeiger".
ISÖSTS
CB
Brennholz
8.00
Ctr.
490
Enders, Stadtrentmeister.
9.00
1.20
1.20
Tannenholz geschnitten * gehackt - •
Modernes Uerbrccherthum und sociale Uothstände.
Das grauenhafte, an dem Wechsrlftubenbesitzer Eifert und seinen Kindern in Wien verübte Verbrechen, sowie die Entdeckung einer seit Jahren in schrecklicher Wirksamkeit stehenden Mädchenmörderbandc, der Gebrüder Schenk und Genossen, ebenfalls in Wien, haben in der ganzen gebildeten Welt eine e-nmüthiae Entrüstung hervor- gerufcn und die Discussion auf die moderne Verbrecherwelt a«lenkt. Wir glauben nun dabei gleich berrorhcben zu müssen, daß es ganz überflüssig ift, über diese in Wien verübten Verbrechen sich tn besonderen oder allgemeinrn Klagen zu gefallen, beim wenn auch die Wiener Polizei crn Kopfzahl noch einmal so stark wäre, als sie gegenwärtig ist, so würde daraus die Sicherh-tt, daß derglttchen Verbrechen nicht mehr Vorkommen, doch noch um fetntn einzigen Procent wachs-n, da es vollständig vnmSgl'ch ist, neben jeden Verbrech-r und Lumprn der menschl'chen Gesellschaft einen Polizisten -u stellen. In dem vom Schöpfer mit moralischer Freiheit begabten und siincr Würdi entsprechend selbstverantwortl'chen Menschen kann ja auch der Wille, statt des Guten das Böse zu thun, nicht ausgerottct werden und sind eben die Verbrechen die natürliche Schattenseite der moralischen Frecheit, aber zugleich auch das fürchterliche Brenneisen für die Verbrecher selbst. , , rT,, , „
Befindet sich sonach die menschliche Gesellschaft in einer absoluten Unfähigkeit, die Verbrechen und Verbrecher vollständig auszurotten und liegen die Verhältnisse sogar derartig, daß ein Dutzend allen Ehrgefühls haaren Schurken mit Dynamit und Petroleum in den zwölf größten Slädnn ber Erde unermeßliches Elend Hervorrufen könnten, so soll damit doch noch lange nicht gesagt sein, daß der Staat und die menschliche Gesellschaft zur Verminderung her Verbrechen nicht erfolgreich thät g sein könnte. Wohl mag bci manchen Menschen die Neigung zum Bösen stark ausgebildet schon als ein unglückseliges Erbe seiner der Unmovalität ergebenen Ellern vorhanden sein, aber als Verb-echer wird deßhalb noch lange kein Mensch geboren, er wird es erst durch schlechte Erziehung, böse Beispiele, Lieblosigkeit und Nolh, mit einem Worte, durch die socialen Nsthftande, die wir nicht etwa nur mit der Naheungsfrage tdent'ficirt sehen wollen, sondern die sich noch v el schlimmer durch eine moralische und geistige Verwilderung kennzttchnen, welche eben gerade viele Individuen veranlaßt, bet Existenzsorgen statt zu sauerer, emporhelfender Arbeit zum Verbrechen zu greifen. Was zur sittlichen Erziehung aller Menschen durch Religion und Schule, Eltern, Lehrer, Lehrherrn und Arbeitgeber geihan werden kann, muß also noch mehr als bisher geschehen, um gewisse Lücken in der Ausbildung der Heranwachsenden Geschlechter auszufüllen.
Strenger als b-sh'r sollten aber auch alle schädlichen Einflüsse von den jugendlichen. noch wenig Urtheilskraft besitzenden Menschen fern gehalten werden, zumal was die Ausblldung bis zum achtzehnten Lebensjahre anbetrtfft, denn wir begegnen jetzt ziemlich häufig jugendlichen Verbrechern, die durch eine tolle Vergnügungssucht und geistige Unreffe auf eine Bahn gelenkt wordrn sind, vor der sie bei richtiger Erziehung noch mit einer Art kindlichen Entsetzens zurückblicken sollten. Ferner bleibt es aber auch eine sol'darische Verpflichtung der menschlichen GrsellsLaft, sich aller moralisch Strauchelnden neben strenger Zucht auch tn humaner Weise anzunehmen. Individuen, welche keine Existenzmittel hadm und gleichzestig ArbeitsmanZel vorschützen, dürfen nicht mchr vagnbundirend das Land durchziehen, sie müffen zwangsweise in Arbetter- kolonien gebracht Serben, wo sie so lange zu bleiben haben, bis ihnen durch die Anstaltsvermittelung ober auch durch die Vermittelung ehrenhafter Privatpersonen Arbeit und Unterkommen im freien Berufe zu Theil werben kann.
Aegypten.
Kairo, 19. Januar. General Gordon geht nach Khartum, nicht nach Suakim und ist mit Vollmachten bekleidet, die bestmöglichen Vorkehrungen zur Regelung der Zustände im Sudan zu treffen.
— Die telegraphische Verbindung mit Khartum und Berber ist unterbrochen. Im Abinpalaste finden täglich Berathungen statt, an welchen der Khedive, der Ministerpräfidekt Nubar Pascha, der Krtegsminister Abdel Kader Pascha und General Wood theilnahmen.
Sergmann’H
Brigmal-Theerschwefelseise von Bergmann & Co-, Frankfurt a. M. Allein echtes, erstes und ältestes Fabrikat in Deutschland. Anerkannt von vorzüglicher Wirkung gegen alle Arten Hautunreinigkeiten, Sommerfproflen,, Frostbeulen, Finnen rc- Vorräthig ä Stuck o0 bei Emil Fischbach, Seltersweg,
213 Gustav Gerhardt, Lindenplatz.
beste Qualität.
.per Mir. X 7.00
Spanien.
Madrid, 18. Januar. Wie verlautet, wäre ein conservatives Cabinet confütiürt und soll dasselbe, wie folgt, zusammengesetzt sein: Canovas de Castro Ministerpräsident, Elduayen Auswärtiges, General Quesada Krieg, ^uttquera Marine, Romero Robledo Inneres, Silvela Justiz, Alexander Ptdal ossuttnch Arbeiten, Valderosa Kolonien, Cosgayon Finanzen. ,
W^adrid 18. Januar. Die neuen Münster sollen heute Abend den Eid leisten Wie es heißt, würde Molius zum Botschafter in Paris ernannt werden. ^Jn parlamentarischen Kreisen nimmt man an, daß die Sitzungen der Cortes zunächst vertagt werden und die Auflösung erst spater emtreten wird. Das neue Ministerium bezeichnet als das Ziel seines Sttebens Frecheit un Ordnunq zu sichern und die Monarchie zu c°ns°lldmn Seitens des Mnuste- riums sind 49 Präfekten ernannt worden, welche sofort m die Provinzen ab gehen werden. _________ __
WÄt. frei ins"H°L geliefert.) ^6 Andr. Euler, Nordanlage 5.
Kugtand.
gott^on, 19. Januar. Ein Telegramm der „Times" aus Hainan nom 16 d Mts. meldet, daß chinesische Truppen, von Kanton kommend, mit Krieasmaterial und Torpedos daselbst gelandet seien. .
J— General Gordon, welcher gestern Morgen aus Brussel hier angekom- men war ist Abends nach Egyvken abgereist und wird sich nach Suakmr und Kbartum'begeben. Wie die „Times" erfährt, hätte ferne Sendung den Zweu, Bericht übe/ die militärische Lage im Sudan zu erstatten, sowie Borsorge für die europäischen Bewohner Khartums und für dre nu Sudan verbleibenden Garnison en zu treffen. Ferner soll ihm auch die Ausgabe der Evakuation de- Sudan mit Ausnahme der Küste übertragen fern. — Alle Blatter drucken rhre roNdatte Kenuatbuunq über die Ernennung Gordon L aus.
^ London, 19. Januar. In der heutigen Gerichtsverhandlung gegen Molff und Bondurand zog sich die Jury um 12-/- Uhr Mittags zuruck und »sch n wieder um 6 Uhr Abends. Da die Jury sich aber über einen Spruch nicht hatte einigen können, so wurde sie aufgelöst und der Procey brs zur nach- sten Session vertagt.
BeVMifHLsH.
Frankfurt, 16. Januar. Vor ber Civilkammer des Lanbgertchts gelangte gestern eine EhesÄeidunasklaae zur Verhandlung, rote sie hier wobl noch nicht vorge- kommen fein dürste. Ein Mann von 75 Jahren, der mit seiner 72 Jahre alten Ehefrau in einigen Monaten die goldene Hochzeit gefeiert haben würde, beantragte die Trennung seiner Ehe, weil er unüberroinbliche Abneigung gegen seine Frau habe. Diesem Verlangen liegt folgender Thatbestand zu Grunde. Die Frau hatte aus einem Grund- siücksverkauf 16,000 X eingenommen, die sie selbst ütrroalten wollte. Sie legte das Geld bei einem falltt gewordenen Hülfsverein für Gewerbtreibende an und verlor es bet dem „Krach" desselben bis auf 6000 X. die sie später als Dividende aus der Con- cursmasse erhalten hat. In Folge dieses Verlustes kam es zwischen den beiden Ehegatten zu Zwistigkeiten, welche schließlich dazu führten, daß ber Mann sich freiwillig separirte und dm zweiten Stock des von ihnen bewohnten Hauses bezog, während die Frau im ersten Stocke wohnen blieb. Für die 6000 X, welche letztere aus der Corcursmaffe des Hülfsvereins erhalten hatte, kaufte sie vierprocentige bayerische Staatspaptrre, die sie in einer Schatulle aufbewahrte. Während sie nun ftnt§ Tages in der Markthalle Gemüse verkaufte, wurde die Schatulle erbrochen unv ihrcs Inhalts beraubt. Die Frau lenkte den Verdacht, dies gethan zu haben, sofort auf ihren Mann und erstattete eine darauf bezügliche Anzeige bei ber Polizei, vor welcher ber Mann auch sofort zugestand, daß er die Schatulle erbrochen und deren Inhalt sich angretgnet habe. Da aber Diebstahl zwischen Eheleuten nicht strafbar ist, blieb vie Anzeige ohne Erfolg. Die Frau klagte nun im Civilwege auf Herausgabe des Gelbes. Das war dem Mann doch zu viel und er beantwortete diese Klage mit einer Ehescheidungsklage. Zu einer Versöhnung kam eS gestern noch nicht. Da aber der Gerichtshof eine solche nicht für ausgeschlossen hält, so vertagte er das Urthetl. -
Verkäufe und Verpachtungen, Betheiligungen, Stellen-Vakanzen etc.
werben nm sichersten durch Annoncen in zweckentsprechenden Zeitungen zur Kenntniß derber Reflektanten gebracht; die einlaufenden Offerten werden den Inserenten rm Original' SS Nähere Auskunft ertheilt die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse, Frankfurt a. M-, Roßmarkt Nr- _ _______________
AcuisHcarrd.
Merlin 19 Jannar. Das Abgeordnetenhaus lehnte bei der heute fnrtaeiehtm $erat6un.i bes Antrages Reichensperger die motwirte Tagesordnung sortgcsitztcn ) .5 P ^lffperaer ab. Bei der Berathung des Etfenbayn- Uärte bttMnijer Äo« auf Anfrage, die Fahrpreisermäßigung Ä L powifchm Versammlungen ohne Unterschied uerW bte »uffeb d.rser VeUammluna hätte als solche angesehen werden müffen. Da eme Be- schwerd^ nicht erhoben worden sei, so sei die Sache m Ordnung. Fortsetzung ^Brvwbera, 19. Januar. Der Bankier Szkoln, von J'wwraclaw
IetUttV4eXVU?^3a?uftre "Abgeordnete aller Parteien der zweiten Kam- ^"n Ausnaüme der Socialdemokraten - haben den Antrag gestellt, V prfXn noch dem gegenwärtrgen Landtage einen
die Regierung zu ersuchen, womog ^ £ welche mit Absicht oder durch
Leb n w°nde7nnd R eichen sich in die Lage versetzt .haben,
A^°«/!^rworsen *uuQrr,UL Abgssrdnetenkammer. Bei Berathung des der Aba Haus, die Landgerichtsräthe und Oberamts- Är den Bezirksamtmännern im Gehalt gleichzustellen. Der Finanzminister erHinte die Aufbefferung einer einzelnen Beamteu-Kategorre für eine Ungerech- ttakeit anderen aeg nübe? und empfahl die Regierungs-Vorlage, welche eine all- ?meine Auchrfferung bezwecke. Der Antrag Haus wurde daraus in nament- sicher ^sUmmmig^mit ^2^eM 22 hat die Berufung
bei ^°m Landgericht bfabenbueg SantrnS gegen den Redacteur pjpnpn B^lLibilluuc! des Majors Stemmann, abgetehnt. ,
e^ Wdt(drubc, 19. Januar. Staatsminister Turban beantwortete m der heutigen Sitzung der zweiten Kammer die Interpellation Pflüger dahrn: Bisher sei von keiner deutschen Regierung ein Antrag aus Abänderung des D-ahlrechtes, deiond rs auf Aushebung der geheimen Wahl, beim Bundesrathe gestellt worden. D e b«d sK R^ernng sei deshalb noch nicht in die Lage gekommen, zu dieser nehmen In der hieran geknüpften Discussion sprachen sich die Redm/allcr^Parteien für Aufrechterhaltung der geheimen Wahl aus.
®£atinbeim, 19. Januar. Der Vergolder Karl Mlldenberger hier- selbst ist wegen Verdachtes der Mitschuld an dem Dynamit-Attentat un Clesern- hof in Frankfurt a. M. verhaftet worden.
Aestcrrerch.
Söeftb. 19. Januar. Der oberste Gerichtshof verurtheilte Spanka, Pitely und Berecs wegen Ermordung des Grasen Majlath zum -rode durch den Strang.
BekarmtmaKttN«.
Die Realschulacldee pro IH. Quartal 1883/84 — Octbr., Novbr., Dezember - können binnen 8 Tagen an den Zahltagen Dienstag, Donnerstag und Samstag noch ohne Kosten bezahlt werden.
Gießen, den 18. Januar 1884.
Der Realschulkasserechner:


