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der Commandant du Tarn und der diplomatische Resident bei. Nach derselben besetzten die Truppen des Obersten Guerrier die Citadelle von Hue, welche sich bislang in den Händen der Anamiten befand und welche der neue König schwerlich aber freiwillig versprochen hatte, den Franzosen zu übergeben.

«Berlin» 18. August. Die angeblich zur künftigen Ausrüstung der Landwehr und nach einer anderweitigen Behauptung zu der eines etwaigen Landsturmaufgebots bestimmten neuen Litewken, welche neuerdings bet mehreren Truppenkörpern in eine Trageprobe genommen waren, sollen sich für den eigentlichen Feldgebrauch doch nur sehr bedingungsweise bewährt haben. Die Weite dieser überzieherarttg gestalteten Joppe veranlaßt nämlich, daß sie auf dem Rücken Falten schlagen, waS sich für daS Tragen des Tornisters als eine schlimme Belästigung ausgewtesen hat. Sehr bequem sollen dieselben dem Halse anschlteßen. Die Benennung ist den Litewken der Landwehr von 1813 entnommen, mit denen sich die Landwehr der Befreiungskriege ausschließlich bekleidet besand.

Telegraphische Depesche«.

Wolst'b telegr. «orrespondenr-Bvrean.

Berlin, 19. August. Der Kaiser empfing heute Vormittag auf Babels­berg mehrere Vorträge und militärische Meldungen und arbeitete dann mit br.n General v. Albedyll. Nachmittags ertheilte er dem heute früh hier eingetrofie- tien Botschafter Grafen Münster und dem Gesandten v. Schlözer Audienz, die auch zur Tafel geladen wurden. Zu letzterer wurden auch der in Potsdam wohnende englische Botschafter Lord Ampthill, sowie mehrere Generale und an­dere Notabilitäten mit Einladungen beehrt.

Kalnoky ist Abends 91/* Uhr über Dresden nach Wien zurückgekehrt. Der Botschafter Szechenyi gab demselben bis zum Bahnhof das Geleite und begab sich dann mit dem um 10 Uhr 54 Min. abgehenden Zuge ebenfalls nach Wien zu längerem Urlaub.

In Rom und Cosenza sand ein zweiminutiger Erdstoß statt, in Roffano ein noch heftigerer, aber ohne Schaden. DasJournal de Rome" erklärt die Meldung der Blätter , die Rückkehr des bei dem Papste beglaubigten spanischen Botschafters erfolge, um einem drohenden Bruche mit dem Vatikan vorzubeugen, für leere Erfindung. Die Beziehungen Spaniens zum Vatikan seien die herz­lichsten, der interimistische spanische Geschäftsträger habe, ohne auf die Rückkehr des Botschafters zu warten, seinen Urlaub antreten können.

Pesth, 19. August. Der Handelsminister hat die Ein- und Durchfuhr von Hadern und Lumpen, abgenutzten Tauen und Stricken, von gebrauchtem Bettzeug, getragener Weißwäsche und Kleidern, welche aus Italien kommen, verboten.

Paris, 19. August. Nach einer Meldung aus Thuanan von heute trat Oberst Guerrier mit seinen Truppen den Rückmarsch nach Hanoi an. Die An­sprache, womit Guerrier dem neuen König von Anam alle Bedingungen des französischen Protektorats speciell in Erinnerung brachte, wurde aus Befehl der anamitischen Regierung in ganz Anam bekannt gemacht.

Wie mehrere Abendblätter behaupten, erhielt Courbet Befehl, sich der Stadt Foutchou sofort zu bemächtigen.

In den letzten 24 Stunden sind in Marseille 14, in Toulon 8, in Herault 11, in Gard 6, in Aude 4, in den Ost-Pyrenäen 20 Cholera-Todes­fälle vorgekommen.

London, 19. Aug. DasReuter'sche Bureau" läßt sich aus Shanghai von heut» melden, die chinesischen Bevollmächtigten Tsotsung-tang und Shut- sing'chen seien in Folge ihnen von Peking aus zugegangener Weisung nach Peking zurückgekehrt, eine größere Anzahl von Mitgliedern des Censoramtes habe sich in einer Eingabe an die Kaiserin gegen die Bewilligung der Forde­rungen Frankreichs und in kriegerischem Sinne ausgesprochen.

DieTimes" läßt sich aus Foutchou von gestern melden, daß der Vicekönig Li-hung-chang mittelst kaiserlichen Edicts angewiesen worden sei, von Shanghai nach Nanking zurückzukehren. 5000 chinesische Truppen befänden sich von Süden her aus dem Marsche nach Keelung.

Rom, 19. August. Gestern sind in der Provinz Bergamo 15 Cholera- Erkcankungs- und 9 Cholera-Todesfälle, in der Provinz Campobasso 1 Cholera-Er­krankungs- und 1 Cholera-Todesfall, in der Provinz Cuneo 13 Cholera-Erkrankungs- sälle, in der Provinz Massa e Carrara 11 Cholera-Erkrankungs- und 3 Cholera- TodeSfälle, in der Provinz Parma 3 Cholera - Erkrankungs- und ebensoviel Cholera- Todesfälle, in der Provinz Maurizio 2 und in der Provinz Turin 5 Cholera-Todesfälle vorgekommen.

Lokales.

G. Gießen, 20. August. (Sterblichkeit in Gießen.) Die Sterblichkeit war während der Woche vom 10. bis 16. August wieder eine geringe. ES waren im Ganzen mir 5 Todesfälle zu verzeichnen, davon 4 bei Erwachsenen, 1 bei einem Kinde im ersten Lebensjahre. Das letztere starb an Lungenentzündung. Bei den erwachsenen Personen war Todesursache: Krebs, Brighttsche Nierenkrankheit, Blutarmuth, Magengeschwür je einmal. Von den sämmtlichen Gestorbenen waren nur 2 hier wohnhaft, 3 Personen waren von auswärts hierhergekommen, um sich hier ärztlich behandeln zu lassen.

Vermischte-.

Wiesbaden, 19 August. Gestern war, der eigentliche Turntag, das Preis turn en. Schon früh 6 Uhr war der Platz belebt und um 8 Uhr traten nahe an 300 Mann, die Elite der Turnerschaft des Mittelrheinkletses, zum Wettkampfe an- Es war ein heißer Tag und besonders die ersten Preise wurden den Siegern schwer, sehr schwer gemacht.Das heißt man Turnen" hörte man aus Aller Mund' und der Ntchtturner kam aus der Bewunderung und dem Staunen nicht heraus. Erst Abends gegen 7 Uhr war die harte Arbeit beendet, aber die größte Zahl der Kämpfer hatte auSgeharrt. Mit größter Spannung und Aufmerksamkeit verfolgten natürlich die Mitglieder der verschiedenen Vereine den Erfolg ihrerChampions" und freudig blitzten die Augen, unverwetlt wurde den Kameraden mttgethetlt, wenn eine Uebung glanzend gelungen undjedenfalls so und soviel Punkte" insHaben" kommen mußten freilich blieb auch daS Gegenthetl nicht aus und ein trauriger Blick, ein resignirtes chselzucken wurde dem Fallirten zu Theil. Nicht minder schwere Arbeit wie die Acttven hatten die Preisrichter, die mit scharfem Auge rücksichtslos ihres Amtes walten mußten.

Kaum war das Preisturnen beendet, da erschienen schon in stattlichem Zuge mit ihrem Musikcorps an der Spitze, die Herren Metzger mit dem zum Braten hergerichteten Festochsen auf retchgeschmücktem Wagen und dem von Herrn Kalkbrenner construtrten neuen Braiapparat auf dem Platze, natürlich einen colossalen Jubel erregend. Die weiteren Vorrichtungen zu diesem heutigen Programmpunkte wurden in der Nacht getroffen und heute Morgen schmorte bereits der feiste Leckerbissen in seinem eigenen Fette.

Gegen 12 Uhr Nachts gaben die TurnpretSrichter ihr Urtheil bekannt. Preise erhielten: 1. Preis, 68 Punkte, Jos. Henninger (Mainz); 2. Preis, 62V2 P., Fritz Gärtner (Wiesbaden); 3. Preis, 61 P., August Rach (Frankfurt); 4. Preis, 60 P, Ludw. Unverzagt (Gießen): 5. Preis, 58 P , Carl Ullrich (Frankfurt); 6. Preis, 57 P., Carl Becher (Hanau); 7. Preis, 56 P., Jos. Köhler (Darmstadt); 8. Preis, H5Vr P-, Carl Stadttlmann (Offenbach), LouiZ Schäfer (Frankfurt), Willy Barth

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Drei Matrosen schlichen sich nun an ihn

Temperatur am 20. August (Mittags zwischen 11 und 12 Uhr). Wasserwärme der Lahn 16° R. Luftwärme 14V? R. int Schatten.

Rübsamen.

731) Geber die H5he der Kosten, welche die Einrtiokeeg einer Anzeige in ein» oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttänseht sehen, wenn roer von der Annoncen - Expedition von M AASEXSTTEIIV «ß» VOQ1ER i® Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die euch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt

Pest, 14. August. Endlich scheint das Geheimniß gelüftet zu sein, welches bisher über die Postdtebstähle gebreitet war, die in der letzten Zett bei den Budapester Postambulanzen stattgefunden haben. Einzelne Postbedienstete, welche bei den Ambu­lanzen beschäftigt waren, sind an den Diebstählen betheiligt. Das ist gewiß bezüglich eines schon früher erwähnten Diebstahls einer Geldsendung von fl. 30,000, welche der Dieb der Kiste entnahm und welche er durch drei Ziegelstücke ersetzt hatte. ES scheint aber, daß auch bezüglich eines anderen Postdiebstahls, bei welchem ein Betrag von fl. 250,000 gestohlen wurde, die Spuren entdeckt sind, welche auf die Thäter führen. Der in Wien am 12. d. Mts. verhaftete Budapester Postdiener Karl Földi hat nämlich ein Geständniß abgelegt, das seine Schuld zweifellos macht, das aber auch seine Complicen in die Hände der Behörde liefert. In Budapest sollen noch wettere Ver­haftungen in Folge dieses Geständnisses vorgenommen werden und mau hofft, in Kurzem auch der 250,000 fl-Diebe habhaft zu werden.

München, 15. August. Heute wurde die erste Nummer eines Blattes unter dem nicht mehr ungewöhnlichen TitelDaß ganz andere Vaterland" ausgegeben. Nun ist der Münchener Leser so glücklich, nicht weniger al8 vier Vaterländer genießen zu können: daS bayerische Vaterland, daS andere Vaterland, das deutsche Vaterland und daS ganz andere Vaterland. Letzteres erscheint nur je nach Bedürfniß. Das neue Blatt wendet sich gegen Dr. Sigl's Preußenhetze und ist dafür, einzuschlagen in die von den Preußen dargeretchte Bruderrechte. Für die Redaction zeichnet ein gewißer David Fränkl.

Für die Menschheit etwas beschämend ist folgende Statistik: Nimmt matt die Bevölkerung der Erde zu 1200 Millionen an, so fände sie auf der Fläche deS ge­frorenen Bodensees Platz und daS Gedränge wäre nicht einmal sehr groß, da jedem Menschen vier Quadratfuß zur Verfügung ständen. Bräche die Eisdecke und ginge aus diese Weise der ganze Menschenschlag zu Grunde, so würde dadurch der Wasserstand deS SeeS nur um 6 Zoll steigen.

Zwei Mittel wollen wir hiermit unfern Lesern zu einem Versuche empfehlen, als wirksam werden sie anderweit empfohlen; das eine ist, in die Fenster der Stuben eine Ricinuspflanze zu stellen und die Fliegen meiden die Einkehr. Das andere soll ein bewährter Schutz gegen die nachfolgenden Raupen der in diesem Jahre so sehr häufig vorkommenden Kohlweißlinge sein und darin bestehen, daß man einen Bottich mit Wasser füllt, in das man einige Stücke Knoblauch schneidet und läßt diesen mög­lichst ausziehen. Mit diesem stark riechenden Waffer begießt man nur zwei» bis drei­mal die betreffenden Gewächse. Der Kohlweißling, der starken Gerüchen durchaus abhold ist, vermeidet die begossenen Pflanzen und diese sind somit vor Schaden be­hütet. Wer dieses Mittel probiren will, muß es alsbald thun, von guter Wirkung soll es sein.

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auf die Seite gesetzt war. Die Mannschaft verurtheilte ihn zum Tode, Greely rettete ihn diesmal noch, erklärte aber seine Hinrichtung im Wiederbetretungsfalle für unaus­bleiblich. Als er am 6. Juni wiederum im Winterlager sich an den Vorräthen vergriff, konnte auch Greely sich der Vollstreckung deS UrtheilS nicht mehr widersetzen. Die Schwierigkeit bestand aber darin, ihn zu überwältigen, denn Dank seiner Dieberei war er stärker geblieben als die Uebrigen. Drei Matrosen schlichen sich nun an ihn heran, erschossen ihn und aßen sein Fleisch. Viele von denen, deren Leichen durch bte Flutb weggeschwemmt worden sein sollen, wurden ohne Zweifel ebenfalls aufgezehrt. Die öffentliche Meinung nimmt entschieden für die gezwungenen Menschenfreffer Partei, aber grausig bleibt die Thatsache im höchsten Grade.

(Wiesbaden), Franz Siebert (Hanau); 9. Preis, 55 P., PeterZerbeS (Castel); 10. Preis - 54 P., Hch. Hoffmann (Frankfurt), Wtlh. Kranz (Mainz); 11. Preis, 53 P., Arthur * Lubienicki (Hanau); 12. Preis, 521/» P., Julius Weitzel (Nieder-Jngelhetm); 13. Preis, 52 Punkte, Jean Weil (Höchst), JustuS Ackermann (Homburg), Franz Schweickhardt (N.-Jngelhetm), Carl Steuber (Wiesbaden); 14. Preis, 51P., Adolf Münch (Wiesbaden); Ernst Seitz (Frankfurt); 15. Preis, öOVa P-, Carl Stahlschmtdt (Frankfurt), Rudolf Hermann (Castel), Carl Biehl (Oberstein), Carl Urban (Frankfurt); 16. Preis, 50 P., Caspar Gottron (Mombach), Jacob Mollttor (Höchst), Hrch. Kiefer (Niederrad), Christof Ltndheim (Frankfurt), R. Morfchhäußer (Idar), Hch. Schwarz (Hanau), Jordan Anger (Castel), Carl Angermeyer (Bockenheim); 17. Preis, 491/» P. Fritz Jung (Diez), Ludw. Schneider (Idar); 18. Preis, 49 P., Franz Roth (Mainz), Jac. Jörg «Ludw'g Eucker (Marburg); 19. Preis, 48Vz P, Karl Dörrscheid (Idar), ch'll (Osthofen); 20. Preis, 48 P., Karl Schreiber (Hanau), Fritz Schäfer (Aschaffenburg), Adam Lotz (Offenbach), Fritz Büßler (Koblenz); 21. Preis, 47 Va P., Frttz Spengler (Offenbach), Ludw. Rasch (Worms), Fritz Speyer (Bessungm), Georg Schweigart (Mamz); 22. Preis, 47 P., Christ. Kniß (Frankfurt), Wtlh. Stahl (Nteder- Jngelheim), Jul. Herzberger (Frankfurt), Robert Röhrig (Frankfurt) Theodor Buchhetm (Sachsenhausen); 23. Preis, 461/« P, Gg. Balser (Gießen), Phtltpp Jacobi (Hanau), Seb. Schomann (Bockenheim); 24. Preis, 46 P., LouiS Rancke (Frankfurt), Hrch. Reinemer (Homburg), Gg. M'tzel (Bockenheim), Wilh. Dapper (Gießen); 25. Preis, 45Vz P>, Theodor Lutz (Oberrad), Hrch. Dötfchmann (Wiesbaden). Carl Bechthold (Bockenheim), Franz Zachmann (Hanau), Gg. Neubecker (Frankfurt); 26. Preis, 45 P., Hrch. Böcking (Neuwied), Adam Hellmuth (Coblrnz), Jean Weil (Höchst), Jos. Kraus (Rüdesheim), Hartmann Frtyetsen (Sachsenhausen); 27. Preis, 4472 Punkte, Gg. Braus (Offenbach), Cäsar Ganz (Mainz), Adolf Schmidt (Offenbach); 28. Preis, 44. P., Valentin Richard (Hanau), Mart'n Ritzel (Bieber), Carl Dürftein (Frankfurt), Conrad Ohlig (Bürgel).

Bei dem am Sonntag stattgehabten Turnen der Muster-Riegen wurden folgende Resultate erzielt: Am Reck: 1. Aschaffenburg 9 Punkte, 2. Coblenz, T.-V., 8 P., 3. Wiesbaden, M--T.-V. (Zöglinge), 7,8 P., 4. Wiesbaden, T-G-, 7,5 P., 5. Diez, Turn- u. Fechtclub 5,8 P ; am Pferd: 1. Coblenz, T.-G., 9,9 P., 2. Darmstadt, T-G., 9,8 P., 3. Rüdesheim, T.-G., 8 P., 4. Gau Rheinhessen (allein gewerthet), 9,5 P.; am Barren: 1. Offenbach 11 P., 2. Wiesbaden, M.-T, 10,5 P., 3. Frankfurter Turn­verein 103 P., 4 Marburg 10,3 P., 5. Frankfurt, Turn- u. Fechtclub, 9,5 P.^ 6. Hanau 9 P., 7. Frankfurt, T.-G., 8 P., 8. Wiesbaden, Turnverein, 8P., 9. Eltville 7,5 P., 10. Gau Rheinhessen (allein gewerthet) 0,96 P.

Frankfurt a. M. (Neue Methode zum Erlernen deS HaarschnetdenS.) Am verfloffenen SamStag Nachmittag wurde daS Söhnchen eines hiesigen Uhrmachers, welches auf dem Schillerplatz spielte, von dem Lehrling eines größeren Friseurgeschäftes in der großen Eschenheimerstraße mit den Worten weggelockt:Komm', ich will Dir Dein Haar schneiden." DaS arglose Kind folgte willig diesem Lockrufe und der Lehrling batte vollauf Gelegenheit, sich im Haarschnetden zu üben. AlS das Kind nun nach Hause kam, war es kaum wieder zu erkennen. Der Lehrling hatte ibm das schöne Haar gänzlich verschnitten. Der Vater des KindeS hat Strafantrag gestellt, denn es wäre wahrhaft schlimm, wenn diese neue Methode zum Erlernen des Haarschneidens sich allgemeiner einbürgern wollte. (G.-A.)

London, 16. August. Die Menschenfresserei unter der Mannschaft derGreely- Expedition ist leider eine unbestreitbare Thatsache. In Rochester wurden die Ueberrefte des Lieutenants Kisltngbury, eines der Thetlnehmer der Expedition, ausgegraben und von Aerzten untersucht. Die Haut fand sich zurückgeftreift und das Fleisch mit scharfen Instrumenten abgeschnitten. Lieutenant Greely selbst scheint der Sache fern gestanden zu haben; doch gibt er die Verurtheilung und Hinrichtung des gemeinen Soldaten Henry zu. ES war eine That der Selbstverthetdigung. Schoa am 24. März, als die Ueberlebenden halb verhungert und die Vorräthe auf die Neige gingen, stadl Henry zwei Pfund Speck und bezechte sich in Schnaps, welcher für den allgemeinen Gebrauch

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