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ltL] Die Sterblichkeit bliü iss ‘i$=s t verbieüt.
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»febrrbolm. Möge b-r Zivrck bfefir Ausstellung, bas Interesse am Obstbau Immer mefct wachzurusen unb zu ucliden, h,erburch seine Wukunz nicht veischlr haben.
Btrkenav, 11. November. Dor einigen Tagen sanben m Löhrbach am sog. Kieselbusch Waldarbeiler einen Tops MN Gelb, der IN einem Sleinhausen o erst eckt »Nb mit einer Eil-nplatt- zugedecki war. D-r Tops eniht.lt Kror.enthaler preußische Tha.-r, E/z Kronenthal.r, ©ulbenWe, Mainz-r Albus unb °nd-r- größ-re unb kleinere Münzea. Etn Schneiberlein war b-r glückliche Entbeck-r nnb ließ stch foiott au fernen ffunb sollen. .Doch mit des Gesches Möcht-n ist kein ewstier Bund zu fluten* - bt- andern Mnard" er entfernten unfern Nab-ih-lden in nicht schr sanster Weise unb bann gingS kiipsch Irapsch über bu6 G-Ib her, so baß i-bcr Aeb-it-r außer seinen biulenben Händen auch Hönde voll Geldstücke hatte. Der Forstwait , ein chon bejahrter Mann, der nicht mitkrapsch-n konnie, macht- I tzt seine «utorität g.ltend und unsere 8 Glückliche mußten alles wieder h-rausg-hen. Abends wurde nun gemein- schastlich geputzt unb gereinigt. D-r Fund wird sehr geheim g-hallen, da man glaubt, man mass! denselben an den Staat abliefern. Bis ,-tzt ist er noch nicht verkauft, doch weiß man, daß die meisten MÜN,-N aus dem 16. und 17. Jah-hund-rt stammen unb einen nicht unbedeutenden Werth haben. ____
Theater.
—d. Gießen, 19. November.
Der S olonty roler" ging gestern Abend vor gut besetztem Hause über unsere Bübne- die" unattbeilte beifallreiche Aufnahme schloß um so mehr Anerkennung in sich, alS wohl Jeder mit n cht geringen Erwartungrn dieser gepriesenen Novität rrugeßensah. Besprechung dcS anspruchsvollen Werkes selbst wollen wir später 'ol"°^eDarstellung war reckt gut; wir nennen vor allen Herrn Hendrick, der den Kaufmann Bredo mit rühmlicher Sicherheit und Natürlichkeit spielte; Herr Halm (HanS Werner) gab den Grobian tm Salon sehr gut wieder. Die Nolle deS Sepp Stemmbocher war in den Händen des Herrn Sckwarz; er führte die nicht leimte Rolle, auch den Schweizer Dtalect, im Ganzen gut durch; doch wäre im erstm Act ecwatz mehr natürliche Alpenfrischr und eine bessere Haltung zu wünschen. Herr Herrmann (Fritz von Strcksen) war ein vorzügl cher seichter Dutzend-Baroa; in Herrn Joseph scheint die Directton eine recht tückttktt Kraft gewonnen zu haben; sein Banquier Lichtenberg war, gleich seinem Secretär Wurm, eine gute Leistung. Von den Herren nennen wir — last not least — Herrn Votgi, der den Diener Ludwig zwar etwas anspruchsvoll, aber zur größten Erheiterung des Publikums spielte.
Frau Herrmann-Jhm trat gestern nach längerer Krankhett zum ersten Male wieder auf, als Marianne Bredo, und gefiel sehr gut; doch schien rhr das „practtsche Kostüm im 3. Act recht unpractisch zu fein. Rrt. Anna Eng bot als Alice -m- recht elegante Erscheinung: dagegen wollte ihr der l-ichifli-ßende Plauderton lunger Mädchen nicht gelingen; die Sprache aus der Bühne muß in erster Linie natürlich sein. Frl. Barnow war ganz auf ihrem Platze; Frst Sommer spielte die Selma mit reizender Frische und Beweglichkeit. _ ,. .„
Das Ganze wurde durch die geschmackvollen neuen Decoratwnen mcht wenig gehoben; bei den Wiederholungen muß dem dritten Act noch einige Sorgfalt gewidmet werden, die unberechtigte mimische Gesangstour der Selma kann wegmllen- Außerdem möchten wir vor allem die unnöthigen Provinzialismen verbannt wissen, die sich gestern besonders Herr Herrmann und Herr Hendrich zu Schulden kommen ließen; wenn der Berliner Kaufmann oder Baron sagt: jut, Jott, nischt, mer rc. rc., so kann er das halten, wie er will, aber in diesem Punkt ist die Naturlichkeit mcht mit auf die Bühne zu bringen, dort verlangen wir reine, deutsche Mundart. Auch ist unseres Wissens der Ausdruck „Rauhbein" noch nicht litteraturfähig geworden.
Wir erwähnen zum Schluß, daß das Publikum die Darsteller der Hauptrollen auf offener Scene und am Actschluß durch lebhaften Beifall auszeichnete.
Handel und Verkehr.
— Zu d.'r b vorstt-henden Weihnachtszeit bringt die Rttchsvostbrhörde in Erinnerung, oaß die Postanstatten mit größter Gewissenhaftigkeit auf die nckt'ge vor- schristsmäß'ge Verpackung der Poftpack.te zu acklcn haben. Beim Eingang befchäb gier Postpackereien, brren Beschädigung crsichtlch durch einen Mangel in der Verpackung entstanden, ist sofort eine RÜckmildung an d'e Aufgabe-Postanstalt abzulossen und ra dieser Rückmeldung der Absender dr« Postttücks so g,nau als möglich zu bezeichnen. Der Aufgabe-Postanstalt liegt demnächst die Verpflichtung ob, in jckem einzelnen Falle den Absender von der in Folge ungenügender Verpackung entstandenen Beschädigung auf Grund der Angaben in der Rückmeldung in Kenntnttz zu setzen.
Eine Zierde des Spieltisches.
Schwerlich wird man den Spielteufel bannen, wenn er in so verlockender Gestalt erscheint wie in den Luxus-Svielkarten. welche die durch ihre kunftwissknfchaft- Hchen Unternehmungen wohlbekannte Verlagsbuchhandlung von T. O. Weigel in Leipzig Heuer als „feinstes Herrengefchenk" auf den Markt bringt. In der Tbat locht beim Anblicke dieser alleiliebsten .TeufelSrm'cksel" einem Sptrler daS Herz tm Lecke. Zierlich und doch kräittg, dem altgewohnten Stile getreu, heben sich die wundervoll colorirten Figuren von den Blätfrn ab. Piof. Ludw. Burger hat das deutsche, Emil Döpler d. I. das französische Spiel compontrt; beide Künstler bewegen stch in verschiedenen Zeitaltern, jener im deutschen Mittelalter, dieser in der form- unb farbenprächtigen Renaissancepei iode. Den Spielen entsprechen die allerliebsten, in Form einer Trübe gehaltenen Kästcken, welche die Verlagshandlung dazu gegeben hat; b'c ckarokiersttischrn O namente Irrten wirkungsvoll aus ihrem goldigen Grunde heraus. So gestaltet sich das Ganz-' zu einem vorzüglichen Geschenke für die zahllosen Herren, dcneu zu spenden angenehme, ober leim oft so schwierige Pflicht Ist. Wenn trtr schließlich noch verrathen, daß die Orig nale zu den Spielen m dem Svulsckretne ruhen, welcken der Kunstgewerbeverem dem Kronprinzen des Deutschen Reiches als Gabe zur Feier der silbernen Hochzeit Überreicht bat (eigentlich erst Überreichen wird), so glauben wir unsere warme Empfehlung dieser Luxus-Spielkarten genügend begründet zu baden. H. A
T\ 1 IT ff i pract. Arzt in Frankfurt a.M., früher A*sifit.
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Frankfurter Stadtthealer (Schauspielhaus).
In Folge des anhaltenden Andrangs zu den Aufführungen des Blumenthal'fcken Lustspiels „Die große Glocke" wird dieses Stück heute Mittwoch an Stelle d S angekündipten Schauspiels „Der Roman eines armen jungen Mannes nochmals zur Aufführung gebracht. _________________________________
Zur Heft. Beachtung
Schriftliche Anfragen wegen Auskunft-scrch^ung über Inserate rc. tonnen n* nur dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort beigelegt (ft. lieber Inserate bezüglich deren Offerten einzurekben strck, ist die dn-p bttion -u keinerlei Auskumtsertheilungen befugt. Offertenbrirse sind — soweit keine beftimmke« gegentheiligep Abmachungen getroffen wurden — in der Expedition abzubolen.
Allgemeiner Anzeiger.
Keffentliche Zustellung.
Der Landwirth Philipp Roth in Treis a/Lda. klagt gegen die Erben der Heinrich Hofmanns Eheleute daselbst, alS: 1. Philipp, 2. Margarethe und 3. Heinrich Hofmann, jetzt unbekannt wo abwesend, aus Bürgschaft, mit dem Anträge auf Verurteilung der Beklagten zur Zahlung von 153 «X 49 H und vorläufige Vollstreckbarkeitserklärung und ladet die Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Großherzogliche Amtsgericht zu Gießen auf
Freitag den 16. Januar 1885,
Vormittags 9 Uhr.
Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.
Gießen, den 17. November 1884.
Neidhart, Gerichtsschreiber des Großherzoglichen
Amtsgerichts. 7650
Mittwoch den 26. November, Vormittags 10 Uhr, werben Westanlage 15 (im früher Renzel- schen Hause) Schmiede- und Schlosser- Werkzeuge, als: 2 neue Blasbälge, schwere Schraubstöcke, 1 Esse, Hämmer, Zangen re-, verschiedene große Fenster mit eisernen Rahmen, 1 Treppe unb eine Pumpe, altes Gehölz, Eisen unb sonstige Gegenstände, versteigert.
7647 I- A.:
Müller, Ortsgerichtsmann.
Donnerstag den 20. d. M.,
Nachmittags 2 Uhr,
werden in der Fl et t'schen Hofraithe dahier verschiedene Mobiliar-Gegenstände, als: Sopha, Tische, Uhren, Schränke re., zwangsweise versteigert.
Die Versteigerung findet theilweisc be- ftimml statt.
Gießen, den 18. November 1884.
Bühner, 7638 Gerichtsvollzieher.
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Der Voranschlag über Einnahmen und Ausgaben der israel. Religions- Gemeinde Gießen für das Etatsjahr 1885/86 nebst Beilagen und Berathungs- protokoll liegt zur Einsicht aller Interessenten acht Tage lang aus dem Bureau des Unterzeichneten offen.
Gießen, den 20. November 1884.
Der Vorstand der israel. Religions-Gemeinde Gießen.
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Fronhausen(M. W. B.), am ^.November 1884.
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