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H. MESTLE'S KINDERMEHL
15jähriger Erfolg»
— [5proc. hypothekarische Anleihe der BuderuS'schen Eisen- werke.j Am 20. d. M. findet die Subscriptton auf 2 Millionen ver obigen Anleihe zum Comse von lOO^pGt. statt. Die Obligationen lauten auf Jü 1000, JL 500 und 200 und sind mit 5pCt- verzinslich. Die Tilgung erfolgt durch jährliche AuS- loofung zu 102 pCt. und muß am 1. April 1914 beendet fein. Vom 1. April 1889 an ist dic Gesellschaft berechtigt, die Rückzahlungsraten zu verstärken oder die Anleihe «ach vorangegangener dreimonatlicher Kündigung ganz zmückzuzahlen. Ueber die Hypothezirung der Anleihe gibt der Prospect Auskunft. Der Tsxwerth der gegen die Anleihe verpfändeten Objecte repräsentirt nach dem Prospect den dreifachen Betrag der Anleihe.
— Vom Kaiser!. Postamt wird uns die Mittheilung, daß ein Verzeichntß gleichnamiger und ähnlich lautender Postorte zum Preise von 10 Pfg. bei allen Postanstalten zu haben ist.
Proceß zu führen und seinem dortigen Anwälte einen Gerichtskostenvorschuß von 14 Jt. etngesandt. Nachdem der Proceß zu Gunsten des Klägers entschieden war, wurde drr Letztere von dem Berliner Amtsgerichte benachrichtigt, daß er zu den Gerichtsrosten noch 20 Pfennige nachzuzahlen habe. Die Schreibgebühr für diese Benachrichtigung war dabn auf 40 Pfg. berechnet. Um nicht wegen der Letzteren eine Mahnung zu erhalten, sandte der Kläger mittelst Postanwnsung (h 20 Pfg.) die begehrten 20 Pfg. nebst der Schreibgebühr von 40 Pfg. nach Berlin. Gewiß ein sehr billiges Gerichtsverfahren '
Friedberg. Daß eine ganze Familie täglich gratis per Eisenbahn fährt, dürste p/tit ost vorkommen. Die Beamten der Bahn wußten dies nicht allein, sondern unterstützten diese Btlletdefraudatton noch obendrein, trotz der Dtrectton in Hannover und Minister Maybach in Berlin. Madame Bachstelze hatte sich nämlich die Achsenkapsel eines zwischen hier und Bruchenbrücken täglich laufenden Materialwagens als geeigneten Platz zur Placirung ihrer Nachkommenschaft ausersehcn, wurde darin von Setten ihres Gemahls getreulich unterstützt und hatte auch bereits die Freude erlebt, em kleines Bachstelzenbaby zirpen zu hören, als eine böse Fee aus dem Geschlechte der Katzen die Familienfreude leider störte und dem Gratisfahren ein jähes Ende bereitete.
Wafferwärrue der Lahn.
Am 19. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittag: 13° R. - Luftwärme 10W R.
Rübsamen.
73$) Ueber die H5he der Kosten, welche die Einrtfoknng einer Anzeige In eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man eich niemals enttäuscht sehen, wenn mau von der Annoncen - Expedition -von MAASä&föSTJEBLN ie.
Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hineichta der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reichet Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Bath ertheilt
Landgericht nachträglich ausgesprochene Freisprechung wurde nur noch einem Tobten zu Thetl.
— sUniversitätsnotizen j Au8 Marburg, den 17. Juni, wird geschrieben: Kaum hat sich das Grab über den einen der drei hiesigen mineralogischen Docenten, Dr. Moesta, geschlossen und schon wieder hat der Tod in ihnen eine neue Lücke gerissen. Im besten Mannesalter, tm 36. Lebensjahre, tft heute Morgen der ordentliche Professor der Mineralogie, Dr. Friedrich Klocke, einer schweren Nervenkrankheit erlegen. Der Name des Verstorbenen hat einen guten Klang in der wiffenschaftltchen Welt und die glanzenden Erfolge feiner wisienschaftlichen Forschungen schienen ihm noch eine große Laufbahn zu prophezeien. Klocke halte feine akademische Laufbahn als Docent m Heidelberg begonnen und war erst vor drei Jahren, Wintersemester 1881, von Freiburg t. Br. nach Marburg berufen worden. Wir haben hier nunmehr nur noch einen Lehrer der Mineralogie, den greifen Professor Dr. Dunker; wie wir hören, soll aber Aussicht dafür sein, noch in diesem Semester einen Prioatdocenten für Mineralogie für die hiesige Umversilät zu erwerben.
Stadtkyll, 15. Juni. Heute Nacht gegen 3 Uhr wurde unser Ort von einem starken Brande heimgesucht. Infolge des herrschenden starken Nordostwindes standen in kürzester Zeit 15 Wohnhäuser, 13 Scheunen und 19 Ställe in Flammen und trotz der eifrigsten Abwehr unserer freiwilligen Feuerwehr brannten 5 Wohnhäuser, 8 Scheunen, 15 Ställe ganz nieder, 10 Wohnhäuser mit 5 Scheunen und 4 Ställe find mehr oder minder stark befchäoigt. Die Gebäulichkeiten sind zwar alle versichert, doch drei zu kaum nennenswerthen Beträgen und auch die übrigen nur sehr gering. Die Familienmitglieder der ganz ntebergebrannten Gebäude haben kaum das nackte Leben retten können; ihre Habe ist meist verbrannt. Wenn man bedenkt, daß die Betroffenen ausschließlich arme Ackersleute und Taglöhner sind, welche in den letzten 10 Jahren mit Nothverbältnissen aller Art in hiesigem Eifelorte zu kämpfen hatten, zudem noch ihre in 1883 vom Kreise beschafften Saatfrüchte nur zur Hälfte bezahlt, so ist es leicht begreiflich, wenn dieselben zum Wiederaufbau ihrer Gebäude auch an die Mildthärigkeit und das gute Herz guithätiger Menschen angewiesen sind. Gaben nimmt zur Vertheilung gern entgegen das Bürgermeisteramt Stadtkyll.
— (DaS Volk in Waffen.j AuS Altdna wird gemeldet: Zur Zeit iß, wie mit- githeilt, eine große Anzahl Reservisten zu einer zwölftägigen Uedung eingezogen. Hierbei ist diesmal hier der merkwürdige Fall eingetreten, daß der Chef einer bekannten hiesigen Manufacturwaaren-Firma, ein früherer Emjährig-Freiwilliger, die Dienstzeit als „Gemeiner" absolvirt, während sein Hausknecht, der es zum Corpora! gebracht und nach Schiller auf der Stufe zur höchsten Macht steht, als Unteroffizier seinen Prinzipal die Süßigkeiten des Detail-Exercierens kosten läßt und einer seiner Reisenden sogar das Portepee trägt. Der Prtnzipal muß also vpr dem Hausknecht und dem Reisenden vorschriftsmäßig salutiren.
Offenbach, 16. Juni. Ein entsetzliches Unglück ereignete sich am Samstag Abend in der Gustao-Adolfstraße. Dort stieg ein 4jährige8 Kind, während die Eltcnr abwesend waren und glaubten, ihr Kind schliefe längst, auf einen Tisch deS in der Mansarde liegenden Zimmers, legte sich zum Fenster hmaus, bekam das Uebergewicht und stürzte auf die Straße. Dort fand man das unglückliche Kind schwer verletzt. Die eiligst herbeigerufene ärztliche Hülfe constatirte außer schweren inneren Verletzungen einen Armbruch, sowie eine schwere Schädelbeschädigung. Ob eS gelingen wird, das Kind zu retten, muß abgewartet werden. Der traurige Vorfall mahnt jedoch nach jeder Richtung zur Vorsicht; man soll bei so kleinen Kindern, wenn e8 irgend möglich, vermeiden, dieselben allein zu lassen.
— (Regatta in Metz.) Die für den 20. Juli in Metz in Aussicht genommene Regatta verspricht einen glänzenden Ve lauf nehmen zu wollen. In entgegenkommendster Weise bat der Statthalter v. Manteuffel dem Metzer Ruderclub die Summe von 3000 «X überwiesen; diesem Beispiele ist der Metzer Gemeinderath gefolgt, indem er einen Zuschuß von 300 X bewilligt hat. ES hat dies um so mehr überrascht, als die Regatta ein von dem deutschen Ruderclub arrangirtes Fest ist und der Gemeinderath, mit Ausnahme von vier Mitgliedern, aus lauter Einheimischen besteht und alles, was deutsch ist oder von Deutschen ausging, bisher princlpiell ablehnte. Es sei Übrigens erwähnt, daß das Verhältniß zwischen dem deutschen und dem französischen Ruderclub in Metz ein freundnachbarliches ist. Letzterer, dem eigentlichen Sport nicht huldigend, wird sich an der Regatta nicht betheiligen, wohl aber ist von Paris aus die Anfrage ergangen, ob das Rennen international sei und da dies bejaht wurde, ist es möglich, daß wir die Pariser Ruderer m t in die Schranken treten sehen. Ebenso tft eS nicht unwahrscheinlich, daß der Ruderclub von Nancy sich an der Regatta beteiligt.
Frankfurt, 13. Juni- Eine drastische Jllustratton zu unserem GerichtSkosten- pefeke bietet der nachfolgende Vorgang. Ein hiesiger Einwohner hatte in Berlin einen
Handel und Verkehr.
_,n Gießen, 17. Juni. Der heutige Viehmarkt war mit 1575 Stück Rindvieh und 719 Stück Schweinen befahren. Die Preise bei Schlachtvieh aller Art standen denen der vorhergehenden Märkte gleich, dagegen war Zucht- und Arbeitsvieh mehr gesucht, der Handel lebhaft unv die Preise höher, eS zeigte sich am Tage vor dem Markte schon große Kauflust und wuroen an demselben schon viele Käufe abgeschloffen.
Nächster Markt Dienstag den 8. und Mittwoch den 9. Juli d. I., am letzteren Tage auch Krämermarkt, sogen. Kirschenmarkt. Das Ablesen der Krämerstände findet Morgens 7 Uhr statt.
Limburg, 18. Ium. Nother Weizen JL 16.95, weißer Weizen JL. 16.80, Korn JL 12.75, Gerste 9.60, Hafer 8.40, Erbsen «X —, Kartoffeln —.
Frankfurt, 18. Juni. Auf dem heutigen Markt kostete der Centner Heu 3.00—3.40, Stroh 2.90—3.15, Eier das Hundert «X 460—5.00, Butter
1. Qualität JL 1.00, 2. Qualität 1.10, Kartoffeln per Centner JL 2.00—2.25, Kohlrabi 8-0 H pr. St, Erbsen 100 Kg. 19.50—27.50 Rothkraut pr. St. 00—00 H, Poularden JL 0—0. Huhn 1.50—2.20, 1 Ente «X 3.00—4.00, 1 Taube 60—00 X Hahn JL 1.70—2.00, Gans 0—0.00, Welsche J4 7-12.—
21 Auszeichnungen,
Zahlreiche
ZEUGNISSE
der ersten medicinischen
Autoritäten.
Vollständiges Nahrungsmittel für kleine Kinder.
worunter
8 Ehrendiplome
und
8 Gold. Medaillen.
Ersatz bei Mangel an Muttermilch, erleichtert das Entwöhnen, leicht und vollständig verdaulich.
Zum Schutz gegen die zahlreichen Nachahmungen führt jede Büchse die Unterschrift des Erfinders Henri
Verkauf in allen Apotheken und Drog uen-Handlungen. 119
Ebel.
4177
4191
Großh. Gerichtsvollzieher.
Marktstraße 32.
4180
Bekanntmachung.
Die am 6. Juni L I. im Distriet Eibschenhain abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt und können die Abfuhrscheine von Samstag den 21. I. Mts. ab bei der Freiherrl. Rentei zu Londorf in Empfang genommen werden.
Papiermühle, Post Londorf, am 17. Juni 1884. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau.
Freitag den 20. Inni l. I.,
Nachmittags 2 Uhr,
werden in der Flett' scheu Hofraithe dahier verschiedene Mobiliargeaenstände öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert, als:
Kleiderschränke, Tische, Sopha's, Nähmaschinen, Bilder, Betten, Uhren, Spiegel rc.,
ferner: 1 Pferd, 1 Schleudermaschine. Gießen, den 19. Juni 1884.
Bühner,
IeikgeSotenes.
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Gin Haus
mit großer Werkstatt und Nebengebäuden nebst Hofraum ist zu </tt 6600 zu verkaufen. Näheres bei
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AllgeMeiuLT Anzeiger.
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(Waizengries) ist wieder eingetroffen.
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