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Vermischte-.

Main » 14. Februar. Wie es hettzt. soll am Fastnocktmontag Sc. König!. Hoheit der Großherzog nedst Familie hier cintnffen, um sich den (LarneoalSzug onjuf.ben-y^^ Wte|(#et $il6clliflunfl fanb fleftrrn Ab-nb ble Actw-Dtzung ber Vrinzenaarde statt. Nachdem mttgetheltt morden, daß Herr Jean Ring sich deren erklärt habe, da« Commando als General der Garde zu^übernehmen und dieser: eme Ansprache an die Versammlung gehalten hatte, wurde das Programm für die Be- IheMgung der Prtnzengarde am Carnevalszug festgestellt. Darnach eröffnen General und Adjutant den Zug; alsdann folgen der hessische, englische, preußische, türkisch und österreichische Gesandte, sämmtlich zu Pferde; nun kommt der Oberst mtt 2 Cürassieren. b<r Tambourmajor, die Trommler, 2 Sappeure und die Musik, der Hauptmann, der ^ldmebel bann der Fähnrich mit 2 Fahnenjunkern, Mark tenderin und Profoß. D»an Ichll-ßm"f»ber »ont mtt berWw in 4 Zügen, der Wagen beS 4ablmctftcrti unb ber Reglmenlsselbscher mtt SaiutälSwagen. Dlunmebr folgt ble Ärtlüerle mit 2 Batterien Geschütze. Die Geschütze sind oon allerneuester Cvnftruction, mU benenTogar ?m ble »de geschossen werben kann Den Schluß bes Pr.njengarbe- juges btlbet ein Wagen mit ber Generalin nebst 1b Wagen. _____

Eingesandt.

Wie rege boS «unstinteeesse bet unserer ISnbllchen Bevölkerung Ist, konnten zwei Gießener beobachten bi- bei -' nem Glas- V°lb-v-nn°s gestern etwa« langer ihren «usentdalt aus b m Gleiberg °u,°-hnt.n. Kaum halten mit unterg-henb-r Lonne ble StLbter "i- Burg verlassen, -IS Gl-td-ros unb KrosoorlS Bewohner die langen wuseln »e4 Burasaale« bes-tzl-n um einer musik-Hchsth-atr°Usch-n Aufführung b->,uw°tzn.n, dl- von e nig.n Dmfdewohn'rn In Ec,ne geletzt wurde. Wir müssen gestehen baß bav iänNl b-r Mustkant'n recht flut war unb die theatralischen Scherze burch fltfcbmodoollr und oE^Larst^una ih're Wnkung aut ble Zuhörer n.cht °-rs-hlten. st.- 0.

-eiaur deü TodeS, die kortis-lmo eingesetzt, wird diminuendo gksänftigt und idre Wieder, dolvna stet« wieder unterbrochen, zuletzt ganz überwälugt und in dm Liegesjubel mit fnrtatnfU von d-n e.nzeln durchgeführten Motiven der Wälsungen dte, mm alle In en tthabenen Rhythmus des Marsches gefaßt, zu der Todtmsiier Mej>roBl.nfl* htefe« tragischen GöttergeschlechtcS vorüberztedcn. Die auS derWalküre bekannten musikalischen Themen treten auf: daS Heroenthema Stegmunds, daS Wälsungenmottv, die Erkennungsphrase, die Mttletdsfigur Stegl.ndcnS, dte L.ebeSwelodte, d,e Schwert- sanfte- mit dieser ist der Höhepunkt erreicht; - leise, halb klagend, doch bald wieder Letter geklärt erklingt das Slegfrtedmottv. und zum Schlüsse taucht in vollster glänzend strahlender Helder.krast auch sein Heroenthema auf: Da» ist di« ^rotca des herr­ischsten Helden der Welt", welchen Brünhtlde begrüßt alSLeben der Erde , als JttgcnM^I^L beg P^gromms, OuvertüreNachklänge zu Ossian" von

N. W- Gade, einS der schönsten und kunstvollsten dcS originellen Compontsten, ver- fehlte nicht seine erfreuende, harmonische Wu kung. ,, A .

In akustischer Hinsicht hat sich der Saal als ausgezeichnet erwiesen.

(Siefttn, 18. Februar. Wie wir erfahren, nehmen die Sammlungen für die hessische Luiherfttftung im ganzen Lande einen gebe,HUch-n Fortgang. ^uch >n unserer Stadt soll demnächst sür sie gesammelt werden und hasst man von dem be- rvährtcn evangelischen Smne unserer Bürger eine lebhafte Betheiltgung an dieser für unsere Stadt wichtig N Stiftung. . -----

Berlin, 13 Februar. Dem Postanweisungs-Verfahren steht, wie man hört, nnerhalb des deutschen Reichspoftgebtels bet dem Annahme-und Abfertigungsverfahren eine große Vereinfachung und Sicherheit des Betriebes bezweckende Umwälzung bevor. Danach sollen d'e die Beträge annehmenden Postanftalten durch nur ihnen zugängliche und ausschließlich von ihnen zu benutzende Postmarken den für dte einzelne Anweisung geltenden Betrag zum AuStrag dringen und diese Marken sofort entwerthen. Der durch dte Marken also auSaedrückte Betrag kommt dann bet der empfangenden Post- anstalt in der bestehenden Weste zur Auszahlung. Es leuchtet ein. daß diese« Ver­fahren eine Anzahl Controlftellen und AbrechnungSwelsen ganz überflüssig macht und unnöthtge Buchungen vermeidet- Dem Publikum gegenüber bleibt diese E-nrtchtung naiürl'ch ohne Einfluß.

Auszug aus dm StandeSamtsrkgistcrn des Standesamts Gießen.

Aufgebote.

Februar: 11. Fuhrmann Heinr. Mootz mit Anna Margarethe Steinbach, Tochter des verstorbenen Maurermeisters Karl Steinbach zu Gießen- 11. Fuhrmann Heinrich Karle mit Elisabethe Götz, Tochter des Zimmermanns Johannes Gost zu Gießen. 11. Stations-Aspirant Heinrich Vuft in Homburg v. d- H- mit Dorothea Brück. Tochter des Forstwarten Heinrich Brück zu Gießen- 12. Der Hirte Jobs Honig in Geils­hausen mit Christine Jacobine Klein. Tochter des Landwirths Gottnred Klein zu Leun. 12. Kaufmann Georg Martin Blitz nut Emilie Katharine Elisabethe Bohrmann, Tochter des Metzgermeisters Johann Jacob Bohrmann zu Frankfurt a. M-

Eheschließungen.

Februar: 13. Fuhrmann PH. Böcher und Katharine Nicklaus, Tochter des Lein­webers Johann Nicklans zu Gießen- 13. Taglöhncr Ludwig Zehner mit Anna Mar­garete Noo^', Tochter des verstorbenen Schuhmachers Friedrich Roos zu Gießen- 14. Maurer Christian Karl Alerander Saubach und Eleonore Wilhelmine Fricdericke Heil, Tochter des Gastwirths Karl Christian Heil zu Gießen-

Geborene.

Februar: 4. Ein Sohn von auswärts, August. 5. Eine Tochter von auswärts, Magdalene. 7. Dem Kaufmann Karl Becker ein Sohn, Karl Eduard Paul LouiS Hans- 8. Dem Schreinermeister Job- Lenz eine Tochter, Christine Elisabeth. 8. Dem Tagelöhner Karl Schneider eine Tochter. Helene Katharine- 8. Ein eol)ii von aus­wärts. 8. Dem Metall-Dreher Georg Kreiling eine Tochter. 8. Dem Küfer Heinrich Schraner ein Sohn. Wilhelm Emil. 9. Dem Taglöhncr Heinrich Spaar cm ^ohn Karl. 9. Dem Schuhmacher Karl Heß ein Sohn. 9. Dem Schaffner Heinrich Hobel eine Tochter- 10. Dem Bureau-Aspiranten Karl Tennstädt ein Sohn, Karl August. 11. Dem Dreher Heinrich Lang ein Sohn Friedrich Wilhelm. 13. Dem Fabrikanten Adolf Busch eine Tochter.

Gestorbene.

Februar: 8. Backstelnmacher Ludwig Schupp. 30 Jahre alt, von Vetzberg. 8. Bergmeisterei-Assistent Karl Plock, 57 Jahre all- 12. Karl Max, 1 Jahr alt »obn des Dachdeckers Wilhelm Tietz. 13. Wilhelm, 3 Jahre alt, Sohn dee! Bremsers Christian Schütz von Allmdorf a- d. Lrh.'. 13. Johannette, 11 Jahr alt, Tochter des Tapeziers Heinrich Vtalkomesius. 14. Schreiner Ludwig Henkel, 25 Jahr alt, von Salzböden. 15. Friederike Ubrich, geb Franke, 78 Jahr alt, Wittwe des Lehrers Ludwig Ubrich- 15. Gymnasiallehrer Hermann Ferber, 31 Jahre alt, von Bergebersbach. 15. Bergmann Heinrich Suppes, 30 Jahre alt. von Weickartshain. 15. PhiUpplne Wick, geb. Eichhorn, 29 Jahr alt, Ehefrau des Bergmanns Ludwig LLlck von Kuhlbach.

Handel und Bcrftbt. Kirchliche Anzeigen der evankklischrn Gemeinde.

Grünbera, 16. Februar. (Frachtpreises Weizen 1920, Korn 16-30, Heute, Montag, Abends 8 Uhr in der Kleinkinderschule: Bibclftunde,

Gerste JL 14.60, Hafer <A 14.80, Erbsen JL 18.40, Lein JL 19.00, Samen JL 32.00, Apostelgesch. 8, 125, Pfarrer Dr. Nauman n.

Kartoffeln ji 0.00. .......Muwwiwmi----------1 mm ---- -----

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Allgemeiner Anzeiger.

Hessische Lutherstistung.

Evangelische Bürger Gießens!

Von dem Wunsche geleitet, es möge aus der Festsiimmung, in welcher das evangelische Volk Hessens den 400jährigen Geburtstag unseres Reforma­tors Dr. Martin Luther zu feiern sich anschickte, ein bleibendes Denkmal derselben herauswachsen, welches noch späteren Geschlechtern von unserer evangelischen Gesinnung Zeugniß ablege und das Werk Luthers an unserem Volke fördern Helse, hat die Evangelische Landessynode am 12. October v. I. beschlossen, daß eine Lutherstiftung aus freiwilligen Beiträgen aller evangelischen Gemeinden Heffens errichtet werde, deren Zinsabwurf zu Stipendien für solche durch Fleiß und Gaben ausgezeichnete Studtrende der Theologie verwandt werden soll, welche in den Dienst der hessischen Landes­kirche zu treten versprechen.

Zur Erinnerung also an den Lehrer ohne Gleichen, welchen Gott vor 400 Jahren in Martin Luther unserem deutschen Volke geschenkt hat, soll em Werk errichtet werden, welches mithilst, für unser deutsches Volk treue und kundige Lehrer des Evangeliums heranzubilden.

Die äußere Organisation unserer theuren evangelischen Kirche ist wenig entwickelt. Um so wichtiger ist sür ihr Gedeihen, daß ste immer tüchtige und gelehrte Diener des Wortes besitze. Wir können ste nicht erfolgreicher kräftigen, als indem wir ihr hierzu verhelfen.

Rach dem Beschlüsse der Synode soll der Sitz der Verwaltung dieser Stiftung zu Gietzen sein, ferner sollen ihre Erträge vorzugsweise für in (Niesten Stndirende verwandt werden. Sie wird allo zugleich das Studium an unserer Universität zu fördern geeignet sein, und Ihr wißt ja, daß alles, was unsere Universität fördert, mittelbar auch unferer ^tadt zu Gute kommt.

Ein Landes-Eomit^ chat sich gebildet und an alle evangelftchen Gimvohner Heffens einen Aufruf zu Sammlungen erlassen. Politische und kirchliche^ Ge­meinden, Corporationen und Private haben zu ihr gesteuert, in vielen Orten Heffens ist unter den Evangelischen bereits sür sie gesammelt worden. Um die Zwecke dieser Stiftung auch in unserer Stadt zu stir-ern, sind die Unter­zeichneten zu einem Local-Comite zusammengetreten. Sie werden lich erlauben, durch dazu beauftragte Personen eine Zeichnungsliste unter den evangelifchen Einwohnern Gießens circuliren zu laffen und richten an dieselben die herzliche Bitte, durch Zeichnung von Beiträgen diese sür unsere Stadt besonders bedeutsame hessische Stiftung fördern zu wollen.

Gießen, den 16. Februar 1884.

Dr. Boekmann, Provinzialdirector. Bramm, Bürgermeister. Curtmann, Rechtsanwalt. Dingeldey, Pfarrer. Dn Dorn­feiff, Rechtsanwalt. Aerd. Gail, Kaufmann. Dr. Gottfchick, Professor. I. Haustein, Fabrikant. KnorrLandgerichts­präsident. Dr. Naumann, Pfarrer. Schloffer, Pfarrer. Dr. Stade, Professor. Dr. Thaer. Professor. BigeliuS^ Schuldirettor. 1167

Einem verehrlichen hiesigen und auswärtigen Publikum hierdurch die ergebene Rkittheilung, daß ich unterm Heutigen in dem Röberv\^\\ Hause, Brandplatz Rr. 12, eine

errichtet habe.

Es wird mein Bestreben sein, durch gute Speisrn und Getränke mir das Vertrauen meiner Gäste zu erwerben; auch habe ich zur besseren Unterhaltung meiner Gäste an den Wochentagen Montags und Donnerstags Krei-Concerte veranstaltet. 1176

Gießen, den 18. Februar 1884. Ij. Jung.

W e 131 a r.

Wenn du das merkst".

n Donnerstag den 21. d. Mts., Abends 8 Uhr:

Grosser

A Imniorislischer Maskenball

im Schützengarten.

Kartenausgabe am selbigen Tage von 12 bis 6 Uhr im 1172Solmser Hof".

Burgerclub.

Montag den 25. d. Mts.

Maskenkrünzchen

in WenzeFs Garten.

Der Eintritt ist nur gegen Karten gestattet- Dieselben können von Sonntag den 17. d. Mts. an bei Herrn Fr. Gregori, Kreuz, in Empfang genommen werden, und hat jedes Mitglied das Recht, bis zur Demaskirung Nichtmitglieder nach Belieben einzuführen.

1125 Der Vorstand.

I Blitz, Commisstonär in Gießens empfiehlt fid) zum Abschluß von Geschäften jeder Art. Derselbe ^t zu verkaufen: Geschäftshäuser, flut gehende Gattwirthschaften, mehrere Herrzchaftshäuser, kaufmännische Geschäfte diverser Branchen rc. rc.

Güter verschiedener Grötze, sowie mehrere Mühlen zu verschredenen Preßen können nachgewiesen werden- -