Am 12. Septbr. den Director bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg Luowig Machenhauer, zum Präsidenten dieses Gerichtshofes,
' den Landgerichtsrath bei dem Landgerichte der Provinz Starkenburg, Christian Wey land, zum Director bei diesem Gerichtshöfe,
den Oberamtsrichter bei dem Amtsgerichte Beerfelden, Michael Bauer, zum Oberamtsrichter bei dem Amtsgerichte Bad Nauheim, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts feines Dienstnachfolgers,
den Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Groß-Umstadt, Gustav Cella- rius, zum Landrichter bei dem Landgerichte der Provinz Starkenburg,
den Gerichtsaccessisten Heinrich Becker zu Groß-Umstadt zum Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Groß-Umstadt zu ernennen.
«Holland.
Haag, 15. September. Heute sind die Generalstaaten, und zwar wegen des Ablebens des Prinzen von Oranten, in königlichem Auftrage eröffnet worden. Ja der Eröffnungsrede werden die Beziehungen der Niederlande Mm SluSlande als fepr freundschaftliche bezeichnet. Die Entwürfe, betreffend die Reo sion der:Verfastung, werden in nahe Aussicht gestellt; die Berathung deS Entwurfs zur Revision des Art. 198. welcher die AbSnverung der Verfassung wahrend einer Regentschaft zuläßt, wird als dringend bezeichnet und soll sogleich beginnen. Obgleich die Drficils sich verringert hätten, werde die Regierung doch ihre Anstrengungen^zuc Herbeiführung d.S Gleichgewichts in den Finanzen fortsetzen. Der Zustand deS Landes Jet v-tttedtgend, btt Ernte eine gute, auch die Lage tn Ntederländisch-Jndren nicht ungünstig. Dank dem Aufhören der Epidemien auf Java seien energische Mahregeln ergriffen worden, um tn Atchln einen Zustand der Dmge herbeizuführen, welcher es möglich machen werde der Armee und Marine ihre Dienste, welche dieselben bisher mit so viel Muth und Energie geleistet, zu erleichtern.
Wußland.
Skierniewice, 15. Sept. Nach Begrüßung der Mitglieder des Kaiserhauses nahm der Kaiser Franz Josef, nachdem derselbe mit freundlichem Gruß und Handschlag aus Giers und Lobanow zugegangen war, von General Panmtm, welchem der Kaiser gleichfalls die Hand reichte, den Rapport entgegen und schritt sodann zur Rechten des Kaisers Alexander die Front der Ehrenkompagnie ab. Inzwischen eilte. Graf Kalnoky der in malerischer Husarenuniform alle Blicke auf sich zog, mir die Minister Gi r und L°b°n°w zu, dieselben in berzlichster Weise begrüßend. Bei der f-dann folgenden Vorstellung der russischen Suite durch den Ämter Alexander entwickelte Ämter Franz Josef den ganzen ihm eigenen Zauber, reichte redem Vorgestellten die Hand und sprach längere Zeit mit den Generälen v- Werder, Gurko,.Tfcherewm, Woronzow und dem Minister Grafen Daschkow. Darauf stellte der Ämter Franz Josef dem Kaiser Alexander die österreichische Suite von Der Ämter Alexander war gleichfalls von äußerster Freundlichkeit und bot jedem ihm Vorgestellten die Hand. Nachdem noch die Damen der Kaiserin durch Ihre Majestät und die österreichischen Herren durch Kaiser Franz Josef der Kaiserin vorgestellt worden, verließen die .Herrschaften den Perron und fuhren ins Schloß. In dem ersten von prachtvollen, ftabellfarbenen Schimmeln gezogenen Wagen fuhren Kaiser Franz Josef und dle..Kafterin dann folgten Kaiser Alexander mit Großfürstin Maria Paulowna, Großfürst Wladimir der Großfürst- Thronfolger mit dem Prinzen Georg, sowie die Großfürsten Nikolaus und Peter Bald nach Beendigung des Empfanges bezog die Ehrenkompagnie des 3. Regiments der 3. Gardedivision zu Fuß, dessen Inhaber Kaiser Wilhelm ist, unter den Klangen der „Wacht am Rhein" den Bahnhof. Alsbald war dmelbe glanzende Gesellschaft versammelt, wie kurz zuvor, diesmal aber mit preußischen Ordensbändern und Dekorationen. Kaiser Alexander, welcher die Uniform seines preußischen Regiments angelegt hatte, wurde wieder mit Hurrahs und dem Rufe: „Gott schütze den.KaMr!" begrubt . Derselbe trug das Band des schwarzen Adlerordens, der Großfurst-Thronfolger dieselbe Uniform, das gleiche Ordensband, ebenso die anderen Großfürsten. Käfter Franz Josef hatte preußische Generalsuniform mit dem schwarzen Adlerordcn angelegt, welche Dekoration auch die Minister Giers und Kalnoky trugen. Schlag 4 Uhr fuhr der deutsche Separattrain ein. Da der Salonwagen nicht genau vor dem Perron hielt, so eilten der Kaiser Alexander, die Kaiserin, Kaiser Franz Josef, die Großfürsten einige Schritte entgegen. Kaiser Wilhelm, in russischer Uniform, mit dem Bande des Andreasordens und des Georgsordens geschmückt, stieg mit bewundernswerter Leichtigkeit und Sicherheit aus, begrüßt von den Klängen des Hohenfriedberger Marsches und „Hell dir im Siegerkranz". Kaiser Alexander entblößte das Haupt beide Monarchen umarmten und küßten sich dreimal herzlich. Hierauf küßte Käfter Wilhelm der Kaiserin mehrmals die Hand, begrüßte herzlich die Großfürstin Maria Paulowna, feine Großnichte aus dem Hause Mecklenburg, und küßte jeden Großfürsten zweimal. Hieraus umarmten und küßten Kaiser Wilhelm und Kaiser Franz Josef sich dreimal herzlichst. Dicht hinter dem Kaiser schritt Fürst Bismarck in preußischer Uniform mit dem Bande des Andreasordens. Von allen Seiten richteten sich die Blicke der Anwesenden aus den deutschen Reichskanzler; neben demselben ging Graf Kalnoky. Nach gegenseitiger Vorstellung der Suiten fuhren die Herrschaften nach dem Schlosse, im ersten Wagen Kaiser Wilhelm mit der Kaiserin, im zweiten der Kaiser Alexander und Kaiser Franz Josef, im dritten und vierten die Großfürsten mit dem Fürsten Bismarck und dessen beiden Söhnen. Herrlichstes Wetter begünstigte die den Zuschauer überaus Mselnden Enftifangs- seierlichkeiten. Es machte einen überwältigenden Eindruck, als die Beherrscher der drei mächtigsten Monarchien des Festlandes zu einer Gruppe vereint bei einander standen- Anwesende Photographen verewigten die historische Scene.
- Der Grotzsürn-Lbronfolger und Großfürst Georg sind bereits nach Petersburg abgereist, wetl der Urlaub der Prinzen beendet und die Theilnahme am Empfange der kaiserlichen Gäste nur als eine außerordentliche Vergünstigung ihnen gestattet war. Um 7 Uhr wurde tn dem als Bahnhof für das Pala s dtenenden Grbäude das Hofdiner servtrt, etwa 90 Personen waren geladen. Schlag 7 Uhr traten die drei Monarchen und dte Kaiserin ein. Kaiser W-lhelm bot der Kaiserin den Arm und führte dieselbe mit allgemein bemerkter Elasticität dte Estrade htnauf, welche den Vor- raum bildet, der Kaiser Franz Josef und der Kaiser Alexander, letzterer in österreichischer Uniform, folgten, auch die Großfürsten Wladimir und Nicolaus waren in österreichischer Uniform. Die Tafel war hufeisenförmig gedeckt und prächtig decortrt. Auch tn den Settensälen waren Tafeln gedeckt. Die Kaiserin nahm Platz in Mitte der Breitseite und zur Rechten der Kaiserin saß Kaiser Franz Josef, zur Linken Kaiser Wilhelm, dann je eine Hofdame. Kaiser Franz Josef und Kaiser Wilhelm trugen russische Uniform; gegenüber der Kaiserin saß deren Gemahl, zur Rechten derselben die Großfürstin Maria Paulowna, dann Fürst Bismarck, links die Fürstin Kotschubei, dann Graf Kalnoky. Fürst Bismarck trug preußische Kürassier-, Graf Kalnoky österreichische Husarenuniform. Toaste wurden nicht auSgebracht, aber auf Anregung des deutschen Kaisers tronten die drei Kaiser einander zu. Die Tafelmusik besorgten vbwechselnd die Kapellen der Infanterie-Regimenter, deren Inhaber Kaiser Wilhelm
Belgien.
Brüssel, 15. September. In der heutigen Sitzung des GemeinderathS wurde der Bericht oes BürgeimeisterS über die jüngst vorgckommemn Ruhestorunaen erstattet. In demselben gibt der Bürger meister dem Bedauern über die Excffl- vom 7. dsö Mts. Ausdruck und hebt hervor, daß die Polizei, die Bürgergarde und die GenSdarmerie ihr Möglichstes gethan hätten um d'e Ordnung aufrecht zu erhalten- es sei dies aber angesichts etner so großen Menschenmasse unmöglich gewesen. Der Gemeinderath beschloß darauf einstimmig, dem Bürgermeister, der Bürgergarde: und der Polizei für die Festigkeit, mit welcher sie bei den letzten Agitationen ihre Pflicht erfüllt hätten, seinen Dank auszusprechen.
Italien.
Rom, 15. September. Der Papst ist gutem Vernehmen nach mit der Durchsicht etner Encyklika über dm wahren und falschen Oberallsmus unserer Epoche beschäftigt, welche von hervorragenden Prälaten verfaßt ist und welche den Satz aufstellt, daß die Kirche den wahren Liberalismus nicht bekämpfe. In Betreff der Bemerkungen, welche der päpstliche Nuntius tn Pans gegen das Ehescheidung8ges?tz gemacht halte, wird weiter gemeldet, daß diese Angelegenheit hiermit erledigt fei und daß der Papst auf dieselbe weder tn einer Encyklika noch tn etner Consistorial-Allokution zurück kommen werde.
und Kaiser Franz Josef sind. Morgen findet ein kleines Diner im Schlosse Skierniewice selbst statt. _______________________
Telegraphische Depesche«.
Wolff'1 telezr. Torrefponderrr-Brrrearr.
Koblenz, 16. September. Ihre Majestät die Ka.serin und Königin verläßt heute Koolenz und tr.fft über Köln, wo ein kurzer Aufenthalt genommen wird, in Schloß Benrath ein, wo Ihre Majestät die Ankunft Seiner Majestät deS Kaiser« erwartet.
Danzig, 16. September. Das deutsche Panzergeschwader traf, von Swine- münde kommend, heute Nachmittag 3 Uhr vor Danzig ein, um ein Angnffsmaröoer auf dte diesige Hafenbefestigung auszuführen und begann nach einem heftigen Gefecht mit der Kanonenboot-Division, wllche gefechtsbereit demselben sofort entgegengedampft war, ein Bombardement auf Ncufahrwasser. Alle Küstenfortß sind armirt. D-r com- mandtrende General deS 1. Armeekorps, Generallieutenant v. Gottberg, ist hier eingetroffen und hat sich sofort nach dem Hafen begeben. Die Manöver werden auch
sowie über' ein Bataillon Jäger'statt.' Nachmittags 1 Uhr wurde tm Swierzynicer Thiergarten eine Jagd auf Damwild abgehalten, an welcher die 3 Monarchen, Graf Wielpolski, Graf Wolkenstein, der deutsche Botschafter v. Schweinitz, die Generäle o. Werder und v. Albedyll, sowie FML. v. Monde! und der österreichische Militärattache Oberstlieutenant Klepsch Thetl nahmen. Während deS JagdausflugS der drei Monarchen traten Fürst Bismarck, Graf Kalnoky und der Minister v. GierS zu einer
morgen und übermorgen fortbauern.
Wien, 16 September. Der „Poltt. Gorrefp.* wird avS Scierntcvice von heute gemeldet: Heute Vormittag fand eine Paradereoue Über je 1 Bataillon der den Namen deS deutschen Kaiser« und deS österreichischen Kaisers führenden Regimenter,
Unterrebuna zusammen.
Petersburg, 16. September. Der „Reg -Anz." berichtet au8 Skierniew'ce vom 15. d. M . Abends: Auf der Fahrt vom Bahnhof zum PalatS saßen Ihre Majestäten der deutsche Kaiser und dte Kaiserin von Rußland tn dem ersten, die Kaiser von Oester- reich und von Rußland in dem nächsten Wagen. Der Kaiser und die Kaiserin von Rußland haben die linke Seite der oberen Etage detz großen PalatS zur Wohnung genommen; ebendaselbst zur Rechten wohnt Se. Mas. Kaiser W lhelm. Die untere Etage rechts hat der Kaiser Franz Joseph inne. Im dem ersten Flügel deS PalatS haben Wohnung genommen: Fürst Bismarck nebst Beglettung, Graf Kalnoky, Herr v. Giers, General v. Schweinitz, General v. Werder, Fürst Radziwill, Graf Lehndorff, General v. Albedyll, Graf Lambsdorff, Fürst Lobanow-Rostowsky, tn dem zweiten Flügel sind untergebracht Graf Woronzoff - Daschkoff, General v. Tscherewin, Graf Wolkenstein und andere hochgestellte Persönlichketten. Die übrigen zu den Sutten ge- borenben P-rsonen sind thetlS in der Stadt, thetlS auf dem Landgute Lowitsch ein- auartirt. Die Stadt Skierniewice ist sehr belebt und mit Flaggen und Transparenten estltch qeschmückt. DaS Wetter ist prachtvoll.
Skierniewice, 16. September. Nach dem gestrigen Diner hielten die Kaiserin und die drei anwesenden Monarchen Cercle, bei welchem sämmtliche geladenen Personen oorgestellt wurden. Die Kaiserin war von bezaubernder Liebenswürdigkeit. Später wurde bei der Kaiserin im engsten Kreise der Thee genommen.
— Se. Majestät der Kaffer Wilbelm wird seine Abreise von hier so einrichten, daß er mit bcm Reichskanzler Fürsten Bismarck und den übrigen Herren se'neS Gefolges am Mittwoch Abend 8 Uhr in Berlin wieder eintreffen kann. DsS Befinden des Kaisers ist ein vortreffliches. Der Kaiser von Oesterreich beabsichtigt, die Rückreise Mittwoch Vormittags anzutreten. m t t Ä ,
— Heute Vormittag 11 Uhr stellten sich je ein Bataillon der dem Kaiser Wilhelm und dem Kaiser Franz Josef gehörigen russischen Regimenter zur Parade auf. Dte drei Kaiser schritten zuerst die Front des Bataillons von dem den Namen des Kaiser» Franz Josef führenden Negimente und sodann die Front deS Bataillons vom Regt- mente des deutschen Kaisers ab, hierauf führte Kaiser Franz Josef daS Bataillon seines Regiments und sodann Kaiser Wilhelm das Bataillon deS ihm gehörigen Regiments in Parade vor.
Petersburg, 16. September. Das „Journal de St. Petersbourg" schreibt' Die Vorgänge in Skierniewice beherrschen im Augenblick die ganze Situation; der Kaiser, begleitet von der Kaiserin, dem Erben des Thrones und mehreren Mitgliedern der kaiserlichen Familie, hat die Souveräne von Deutschland und Oesterreich-Ungarn als seine Gäste empfangen. Alle drei Monarchen sind von ihren ersten Rathgebern begleitet. Kaiser Franz Josef benutzt den Aufenthalt unserer .kaiserlichen Familie tn der Nähe der Grenzen seiner Monarchie, um unserem Kaiser feit dessen Thronbesteigung einen ersten Besuch zu machen; dieser Akt freundschaftlicher Courtoisie ist eine neue Bekräftigung der ausgezeichneten Beziehungen zwischen beiden Hofen und Regierungen. Kaiser Wilhelm hat trotz seines hohen Alters die Anstrengungen emer langen Refte nicht gescheut, um den Besuch zu erwiedern, welchen der Käfter Alexander in Danzig seinem ehrwürdigen Großoheim, dem mächtigen, allgemein geliebten und verehrten Herrscher^ gemacht hat. Der Aufenthalt dieser Souveräne bei innerem Käfter kennzeichnet sich als die Begegnung dreier Monarchen, die eng verbunden sind durch die Bande der Freundschaft und einer gemeinsamen Politik, einer Politik des Friedens nach Innen und nach Außen, einer Politik der allgemeinen Beruhigung. Die Begegnung der drei Kaiser, welche begleitet sind von den Staatsmännern, denen das Vertrauen der Souveräne die Leitung der auswärtigen Angelegenheiten ihrer Reiche übertragen hat, wird nicht nur in Europa, sondern in der ganzen Welt als das begrüßt werden, was sie in Wirklichkeit ist, nicht als der Ausgangspunkt einer neuen Situation, sondern als die Weihe eines glücklicherweise bereits bestehenden Zustandes, als die Bezeugung vollständigen Einvernehmens in Bezug auf alle großen Fragen, welche die öffentliche Meinung beschäftigen und als eine neue Garantie beg allgemeinen Friedens. Es handelt sich weder um formelle Allianzen, noch selbst um Spezialab- machungen im Hinblick auf bestimmte Ziele, sondern — wir wiederholen es — um die Weihe eines bereits zwischen den drei Höfen bestehenden Einvernehmens, damit fortan jede Frage, welche sich außerhalb des gegenwärtigen ggo erhebt, die Monarchen nicht isolirt und von einander getrennt findet, sondern vereinigt in dem Cnt. schlutz, gemeinsam zu handeln, wo ihre Interessen übereinstimmen und ihre Interessen in Einklang zu bringen, wo dieselben bioergiren, bergeftalt, daß das hohe Jntereye der Ordnung, des Rechts und des Friedens in folidarffcher Weife gewahrt wird. Dank der Eintracht, die bafirt ist auf der Achtung vor den Vertragen und der Auttechter- haltung des europäischen Status quo, jener Eintracht, welche Friede unb Verhöhnung iUm Lsiveck hat, als bestes Mittel für bas Wohlergehen ber brei Nationen, welche nur verlangen, in ben Kämpfen ber Arbeit für bie moralftche unb materielle Entwicklung zu wetteifern — Dank ber Hcberernftimmung zwischen den drei Völkern, welche heute in Skierniewice in ber Person ihrer Souveräne vertreten sinb — tauschen biese Völker unter einander aus die Pfander der Sicherheit und des Gedeihens, welche die Eintracht der Monarchen und die herzlichen Beziehungen der Freundschaft und guten Nachbarschaft, die in fo.erfreulicher Weise zwischen ben brei Reichen bestehen, ihnen gewahren- Dank bieher Eintracht unb diesem Einvernehmen werben auch bie anderen Völker Europas unb der ganze« civilisirten Welt in ber Begegnung ber brei Kaiser ein neues kostbares Zengins dieser Politik bes Friebens sehen, welche in gewissenhafter Weife bie Rechte Anberer anerkennt unb nur verlangt, baß sich eine vollstänbige Gegenseitmkeit überall int Sinne ber Versöhnung unb Beruhigung befestige, einer Politik, welche gleichzeitig eut wachsames Auge hat auf bie im Verborgenen schleichenbe Arbeit der Verächter der bestehenden öffentlichen Ordnung, auf jene Störenfriede der Ruhe, für welche Anarchie und Vernichtung aller Institutionen, die seit Jahrhunderten mU Ehrfurcht betrachtet werden, das letzte Wort sind. Mit diesen Geftihlen wird die russische Nation, roerbeit die beiden benachbarten Reiche und die gelammte Welt die Begegnung ber brei Käfter bCÖrUßSonton, 16. September. Die „Times" meldet n etner zweiten Ausgabe au8 Shanghai vom 16. d. M, daß heute eine Versammlung von Ang-hörig'n der Fremben- Colonie stattfinde, um Protest zu erheben gegen die Verlängerung der nEindseligketten zwischen Frankreich und China, welche den Handel schäbigen und um die bezügltchm Regierungen aufzufordern, eine Vermittelung heibetzufübren.
Neapel, 16 September. Nach dem Cbollra-Berichte der Mun cipoliiät sind von gestern Mitternacht bis heute Mitternacht 470 Personen erkrankt und 240 Personen 8£fi0ttlCsiom, 16. September. Cholerabertcht. In sämmil'chrn tnfidrten Vrovlnien kamen gestern 613 Erkrankungen und 351 Todesfälle vor, hiervon entfallen 470 Ere
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