Neuvermählten und den hohen Gästen in die inneren Gemächer. Nachmittags 5 Uhr sand im Ntcolaisaale großes Diner statt, bet welchem die Neuvermählten zwischen dem Kaiser und der Kaiserin saßen. Nach dem Diner wurde in dem goldenen Salon der Thee eingenommen, woraus die Cour begann. Um 10V* Uhr fuhren die Majestäten mit dem neuvermählten Paar in einem achtspännigen goldenen Wagen nach dem Palais des Großfürsten Sergei Alexandrowttsch, von einem glänzenden Gefolge begleitet. Hier fand da« Familiensouper statt.
Telegraphische Depesche«.
Wolff'O ttUßt. «orresporrdem-Brrrrarr»
Berlin, 16. Juni. Der Reichstag trat heute in die zweite Berathung des Unfallverficherungsgesetzes ein. Gegenüber den Anträgen, welche von socialdemokratischer, freisinniger und nattonalltberalcr Seite auf Ausdehnung der Versicherung auf noch wettere Arbeiterklassen angekündtgt waren, erklärte der Staatssekretär v. Bötticher, daß es zahlreiche Berufsarten gäbe, die nicht so sehr der Unfallversicherung bedürfen, wie andere. Bei der gegenwärtigen Vorlage erscheine eine wettere Ausdehnung nicht rath- sam, hoffentlich werde man aber bereits im nächsten Jahre Gelegenheit finden, den VerficherungSzwarig auf das ganze Baugewerk auszudehnrn. Die Regierung wolle allmälig alle Arbeiter, deren Beruf mit einer Gefahr verbunden ist, hineinziehen. Nur mit der von dem Abgeordneten Buhl beantragten Heretnztehung der Schornsteinfeger, so schloß der Staatssecretär von Bötticher, könne er sich einverstanden erklären. — Der Abg. Windthorft accepttrte prtncipiell die Beschlüsse der Commission und warnte Äw Jntereffe des Zustandekommens des Gesetzes vor bedeutenden Abänderungen. Der Abg. v. Maltzahn-Gültz schloß sich dieser Ansicht an und die Abgeordneten Grad und von Ow (Fretenstadt) sprechen in gleichem Sinne. Dagegen hielt der Abg. Hirsch die Ausdehnung des Versicherungszwanges auch heute schon für unumgänglich nothwendtg. — Schließlich wurden die ersten 6 Paragraphen deö Gesetzes, welche den Umfang der Versicherung und die Ermittelung deS Jahres - Arbeitsverdienstes betreffen, nach den Commtssionsanträgen angenommen. Gleichzeitig wurde einstimmig beschlossen, dem Antrag des Abg. Buhl entsprechend, das Schornsteinfegergewerbe in das Gefitz em- zureihen. — Die Fortsetzung der Berathung wird morgen ftattfinden.
— Der Reichskanzler Fürst Bismarck empfing den Präsidenten des Aeltesten- Collegiums der Berliner Kaufmannschaft, Geh. Commerzienrath Mendklssohn, um mit ihm über die Börsenftemr und die Handelsverhältntsse Rücksprache zu nehmen. Wie die „Voss. Ztg." und die „Börsen-Ztg." wissen wollen, hätte Fürst Btsmarck bei dieser Unterredung geäußert, er glaube nicht, daß das Börsensteuergesetz noch in dieser Session werde zur Erledigung gelangen können.
— Wie die Abendzeitungen melden, sollen außer v. Bennigsen, Miquel und v. Schorlemer-Alst auch v. Levetzow, der Herzog o. Ratibor, Graf Arntm-Boitzenburg, Gneist, Dietze und v. Minntgerode in den Staatsrath berufen fein; die „Germania"' fügt außerdem noch den Bischof von Fulda hinzu.
Berlin, 16. Juni. In der unter dem Vorsitze des Staatsministers v. Bötticher am 14. Juni abgehaltenen Plenarsitzung des Bund-sraths wurde der Beschluß des Reichstags vom 11. d. M., bett. eine Eingabe wegen Gewährung der Jnvalidenpension, dem Reichskanzler überwiesen. Die beantragte Ermächtigung zum Abschlüsse einer Literarkonvention mit Italien, wurde von der Versammlung erthetlt. Auch ertheilte dieselbe dem Entwurf eines Gesetzes, die Besteuerung des Zuckers betr., in veränderter Fassung die Zustimmung und erklärte hierdurch mehrere auf diese Angelegenheit bezügliche Eingaben für erledigt. Der Entwurf etneS Gesetzes, betr. die Beschaffung eines Dtenstgebäudes für das Generalkonsulat in Shangai, fand unverändert die Genehmigung der Versammlung. Schließlich wurden für die Verhandlungen im Reichstage mehrere Commtssarien gewählt.
Ems - 16. Juni. Zu dem gestrigen Diner bei Seiner Majestät dem Kaiser waren besohlen: Prinz Nikolaus von Nassau, der Gencral der Infanterie und General- Adjutant von Boy-'n, der General der Infanterie und kvmmandtrende General des 2. Armeekorps, v. Dannenberg, sowie der Generallieutenant und Gouverneur von Straßburg, v. Maffow. Abends wohnte Seme Majestät der Theatervorstellung im Kursaale bei. Heute früh setzte Allerhöchftderselbe die Trinkkur fort und machte darauf eine Promenade. Später nahm Se. Maj. den Vortrag des Gch. Ober-RegierungS- raths Anders vom Civilkabinet entgegen.
Stuttgart, 16. Juni. Der König ist gestern nach Friedrichshafen abgereist und beabsichtigt, daselbst den ganzen Sommer zu verweilen. Die Königin ist zunächst noch hier geblieben.
Wien, 16. Juni. Der „Polit. Corresp." zufolge haben die Regierungen von Deutschland, Oesterreich, Ungarn und Rußland auch der serbischen Regierung osficiell ihre guten Dienste in dem Conflicte mit Bulgarien angeboten. Die serbische Regierung habe dieses Anerbieten dankend angenommen.
London, 16. Juni. (Oberhaus.) Kimberley erklärte, die Unterhandlungen mit Frankreich hätten jetzt zu einem Abkommen geführt, welches den übrigen Mächten sofort mitgetheilt wird. Er könne dem Parlament keine Mittheilungen machen, bis die Mächte Gelegenheit gehabt, das Arrangement zu erwägen. Die Mittheilung im Parlament erfolgt nächsten Montag.
— (Unterhaus.) Fitzmaurice erklärte, Egerton telegraphirte heute: Die Generale Wood und Stevenson hielten die Nachricht vom Falle Berbers jetzt iür richtig. — Die Unterhandlungen mit Portugal betreffs des Congo-Ber- trages dauern fort. — Gladstone gab betreffs der Unterhandlungen mit Frankreich Erklärungen ab analog denen Kimberley's im Oberhause.
— Nach den „Daily News" wären die Hauptpunkte des englisch-französischen Abkommens in Betreff Egyptens folgende: Die englischen Truppen bleiben bis 1. Januar 1888 in Egypten, im Falle nicht die britische Negierung deren frühere Zurückziehung für zweckmäßig erachtet. Die Occupation kann über diesen Termin hinaus verlängert werden, wenn die englische Negierung die Räumung für zweckmäßig erachtet, und irgend eine der anderen Großmächte sich für die Fortdauer der Occupation ausspricht. Der Präsident der egyptischen Schulden- Tilgungskaffe wird stets ein Engländer mit Ausschlag gebender Stimme sein. Die projectirte Anleihe von 8 Mill. Pfund, sowie eine etwaige Reduction der Zinsen der Prioritäts- und unificirten Schuld sind nicht Gegenstand des Abkommens, sondern bleiben der Conserenz vorbehalten. „Daily News" fügen hinzu, daß diese Punkte jetzt zwischen der Negierung und den übrigen Großmächten erörtert würden und daß beiden Häusern des Parlanients von dem Resultat dieses Meinungs-Austausches in nächster Zeit Mittheilung geinacht werden solle.__
Hauswirthschastliches.
Drehbare Gardinenftangen.
Der Sommer zieht in's Land, hinaus muß jetzt der Staub, der in den Gemächern überwinterte. Mit den ersten Strahlen der Frühlingssonne ist auch die Zett gekommen, wo die Fenster wieder öfter und regelmäßiger als in den kalten Monden gesäubert werden müssen. Wem eigene Erfahrungen „vom häuslichen Herd" zur Seite stehen, der wird zugebrn, daß bei den modernen Neubauten mit den hohen Zimmern und den großen Scheiben der Doppelfenster die gründliche Reinigung der letzteren eine ganz besonders complic'.ne Sache ist. Da heißt es zunächst hoch hinaufklettern und sodann die Vorhänge, welche oft durch den schweren Stoff der lieben gardinen eine förmliche Wucht repräsentiren, abnehmen, dazu wohl auch noch die Rouleaux, damit man die oberen Fenster bequem öffnen und gründlich säubern könne, eine Arbeit, die der Hausfrau oft manchen Stoßseufzer erpreßt und ihr mitunter auch die gute Laune raubt, dm Mädchen jedoch gewöhnlich großes Unbehagen etnflößt, namentlich, wenn die Unterlassungssünde des Abnehmens durch Risse in den Vorhängen bestraft wird — und gereckten Unwillen der Herrin nach sich zieht. Unter solchen Umständen ist es wohl erklärlich, daß manchen erfinderischen Kopf diese brennende häusliche Frage mehr ober minder beschäftigte und er sich bereit praktische Lösung angelegen fein ließ, wenn solches auch bis vor Kurzem noch nicht mit rechtem Erfolge
geschah. Denn die Idee, die Gardinenstangen aus zwei Hälften bestehen zu lassen, deren jede sich abgesondert entfernen ließ, bewährte sich nicht, indem sie den Ornament- schmuck bann verunzierte und dann die Falten, welche der Dokorateur mit großem Geschicke gebrochen hatte, schädigte.
Da ist nun neuerdings ein intelligenter Kopf auf eine andere Idee gekommen, die sich allenthalben zu bewähren beginnt und auf die wir die Aufmerkfamkett unserer geschätzten Leserinnen hiermit lenken möchten. Es ist dies die Erfindung drehbarer Gardinenstangen, an denen nicht nur die Gardine aus durckbrochenem Gewebe, sondern auch die aus dichtem, schwerem Stoff, ferner die Rouleaux befestigt werden. Die demnach mit sämmtlichen Fensterdekorattonen behangene Gardinenstange wird durch eine Drehungsvorrichtung, ähnlich wie eine Thür in ihren Angeln, geöffnet und geschlossen. Im letzteren Falle sind die eisernen Stellstangm, welche das Fundament dieser äußerst praktischen Vorrichtung bilden, aus der einen Sette mittelst eines Riegels an der Wand befestigt, während sie auf der andern Seite eine Scharnier-Vorrichtung zeigen, auf der die Gardmenstange beim Oeffnen um einen rechten Winkcl gedreht wird. Will man die Vorrichtung benutzen und das Fenster frttlegen, was binnen einer Secunde geschehen kann, so schiebt man den Riegel zurück, ergreift die Gardinenrosctte, an welcher die Stellstange unten endet, und entfernt die gejammte Fensterdekoration mit einem Griffe von der Wand in derselben Weise, wie man eine Thür aufmacht und offenstehen läßt. Nach erfolgtem Säubern der Fenster schließt man die Stellstange wieder an der Wand mittelst des Riegels fest und Gardinen, sowie Rouleaux hängen wieder, wie ehedem, vor dem Fenster, ohne daß Falten gelitten haben oder sonstwie eine Unordnung dadurch entstanden wäre.
Aber nicht nur vom Standpunkt der Bequemlichkeit aus ist diese Erfindung willkommen zu heißen, sondern auch in sanitärer Hinsicht als zeitgemäß und nützlich zu bezeichnen. Die Vorhänge hindern — und je schwerer und dichter sie sind, desto mehr — den Zutritt der frischen Luft in den der Decke zunächst gelegenen Thetlen des Gemaches, wohin sich bekanntlich die verbrauchte Luft überwiegend zu ziehen pflegt. Dank der erwähnten Vorrichtung nun werden die Gardinenftangen geöffnet und die oberen Fensterflügel aufgethan. Dadurch vermag man gründlich zu lüften und schon nach kurzer Zeit zeigt der eleganteste Salon keine Spur mehr von Störung und Unordnung, die sonst ganz unausbleiblich fein mutz, will man die oberen Fenster, fo lange die Gardinen davor hängen, öffnen, damit die frische Luft überall ein- bringen könne.
Die geehrten Leserinnen sollten eS nicht unterlassen, von dieser außerordeutlich praktischen Erfindung Notiz zu nehmen.
Lokales.
Gießen, 17. Juni. Schwurgerichts Verhandlung am 16. Juni l. I., Vormittags 9 Uhr beginnend, gegen Christoph Wißner IV. von Allendorf a.d. Lda. wegen Verbrechens gegen die Sittlichkeit.
Die Geschworenen sprachen das Nichtschuldig aus, worauf der Angeklagte von Strafe und Kofien fteigesprochen wurde.
— Schwurgerichtsverhandlung am 16. Juni I. I., Nachmittags beginnend. gegen Konrad Rohn von Ruppertenrod wegen Verbrechens gegen die Sittlichkeit.
Die Geschworenen erkannten denselben für schuldig und wurde er demgemäß in eine Gefängnißstrafe von 9 Monaten und in die Kosten verurtheilt.
Vermischte
Wieseck, 17. Juni. Bei dem am Sonntag den 15. Juni auf Burg Münzenberg stattgefundenen Wettturnen erhielt der hiesige Turnverein den 4., 5. und 9. Preis.
Baden-Baden, 15. Juni. Man berichtet der „N. B. L.»Ztg.": Gestern Abend bald nach 4 Uhr entluo sich über unsere Stadt ein schweres Gewitter. Unzählige Male schlug der Blitz ein, leider auch mit verheerender Wirkung. Auf der Murg wurde eine junge Dame aus Waldkirch getöbtet und mehrere Personen mehr oder minder verletzt. In der sogenannten Strohhütte auf dem Wege zum Alten Schloß hatten mehrere Personen Unterkommen gesucht. Auch hier fuhr das verheerende Element hinein, raubte einem Mitgliede des hier gafiirenden Meininger Theaters Sprache und Augenlicht. Ein Arzt aus Straßburg wurde betäubt, kam aber bald wieder zur Besinnung. Auch ein Ehepaar aus Mannheim hatte unter der entsetzlichen Katastrophe zu leiden, jedoch, wie uns versichert wird, glücklicherweise ohne schwere Folgen. In der Lichtenthaler Allee schlug der Blitz in einen Baum.
Darmstadt, 15. Juni. Heute früh kurz vor 5 Uhr brach auf bis jetzt noch unaufgeklärte Weise in dem Magazin der Droguen- und Chemikaliev-Havdlung, auch Chokoladerffabnk von Friedrich Schäfer (Inhaber Georg Kaiser und Karl Bosselmann) ein großes Feuer aus. Glücklicherweise befanden sich die Hauptvorräthe an Oel und Petroleum in neugebauten, feuersicheren Kellereien, aber eS waren auch oben brennbare Stoffe, wie Theer und Benzin vorhanden, die alsbald in weitem Umkreise einen vrne- tranten Geruch verbreiteten. So geschah es, daß datz Feuer mit rasender Geschwindigkeit um sich griff und alle Bemühungen der freiwilligen Feuerwehr, deren erste Spritze 2 Minuten nach 5 Uhr eintraf, vereitelte. Das Magazin ist vollständig niedergebrannt. Aber damit nicht genug, schlugen die Flammen nach dem Vorderhause und nahmen nun, unterstützt von einem kräftigen Nordwestwind, um so größere Dimensionen an, als die Löschmannschaft zunächst noch hinten beschäftigt war und ihre Apparate dort nur zum Theil abgeben konnte. In einer Viertelstunde brannte das Dach und der obere Stock des Vorderhauses lichterloh und nach wenigen Augenblicken auch das linke Nebengebäude, Bötttnger's Brauerei, Ludwigsplatz Nr. 8, sowie das Grundstück des Generalagenten PH. Kahlert, welches zugleich die Ecke der Sckützenfiraße (Nr. 1) bildet. Die Löschmannschaft wurde des Feuers erst gegen 8 Uhr Herr. Den Häuser- schaden trägt, wie hier überall, die Landes-Brandverficherungskaffe. Anwesend auf der Brandstätte waren Prinz Heinrich, der die Leute energisch anfeuerte, sowie der Stadt- Commandant, Generalmajor Freiherr Roder v. DrerSburg, und zahlreiche Osficiere. Gegenwärtig wird noch auf der Brandstätte gearbeitet. Der ganze Ludwigsplatz ist mit geretten Sachen und Möbeln bedeckt. (F. Z )
Darmstadt, 14. Juni. Heute Nacht brach in dem Bodenraum der Maschinen- werkstäite der Main-Neckar-Babn Feuer aus, das in die Modellkammer durchbrannte und daselbst die Modelle und Zeichnungen theilweise zerstörte. Glücklicherweise ward das Feuer rasch entdeckt und bewältigt.
Cronberg im Taunus, 15. Juni. In der vergangenen Nacht brach im Gasthofe „Zum Schützenhos" Feuer aus, durch welches das ganze HauS in Asche gelegt wurde.
Petersburg, 12. Juni. Einer Meldung aus Taschkent zufolge sind im Bezirk Samarkant 5800 Menschen zur Bewältigung der Heuschrcckenschwärme aufgeboten.
Handekl rrrrd Berkehv.
Gießen, den 17. Juni. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund JL 0.80—0.85. Hühnereier pr. Stück 5—6 Enteneier pr- Stück 5—6 H, Ganfe- eier pr. St. 00—00 -$?, Käse St. 5—9 H, Käsematte 3—0 Erbsen pr- Liter 20 Linsen 30 H, Tauben per Paar 0,60—0,70 Hübner per Stück viL 1.00—1.40, Hahnen pr. Stück «k 0.70—1.40, Enten per Stück 2k,. 2.00—2.30, Gänse per Stück J-L 4—0, Welsche 9—00, Ochsenfleisch per Pfund 66—70 H, Kub- und Rindfleisch 56—60 Kalbfleisch 44—50 H, Schweinefleisch 50—56 H, Hammelfleisch 64—70 Kartoffeln per 100 Kilo «X 4.00—4.50, Milch per Liter 13—18 H, Zwiebeln per Ctr. «A 15—00, Kirschen per Pfund 25—30
Frankfurt, 16. Juni. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger und Wetterauer v4L 2OV2—21, fremd. X 19—201/4, Roggen eff. hies. X lö1^—161/2, fremd. X 15'/r bis 17, Gerste eff. hies. u. Wetterauer X 17—18, fremde X 18—19, Hafer eff. hiesiger X 151/*—16, fremder X 15^—16V«. — Rüböl eff. ohne Faß hies. in Parthien von 50 Ctr. X 37. Branntwein eff. ohne Faß X 42.
Frankfurt, 16. Juni. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Angetrieben waren 450 Ochsen, ca. 12 Bullen, ca. 500 Kühe und Rinder, ca. 405 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. OuaL X 62—00, 2. Qual. X 56—00, Kühe und Rinder l. Qual. X 60-00, 2. Qual. X 45—00, Kälber 1. Qual. 54-00, 2. Qual. X 42—00 per 100 Pfund Schlachtgewicht.
Wafferwärme der Lahn.
Am 17. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: 13° R. — Lustwärme 13° R-
' Rübsamen.


