wirb, ist ein Bataillon egypüscher Truppen in der Stärke von 827 Mann mit 7 englischen und 32 egyptischen Osficieren eingetrosftn, um Suakim zu besetzen. 500 Mann englische Marine-Infanterie werben von Alexandrien erwartet, sobald dieselben eintreffen, werden die übrigen englischen Truppen abmarschiren.
Kairo, 14. April. Die englische Reg'eruug har den Mächten Vorschläge zur Lösung der finanziellen Schwierigkeiten Egyptens gemacht- In derselben wird auch bte Entlassung der Armee des General Wood proponirt.
Telegraphische Lepescher«.
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Berlin , 15. April. Se. Maj. der Kaiser nahm heute Vormittag Vorträge, sowie eine große Zahl militärischer Meldungen entgegen und empfing den Erbprinzen von Meiningen, welcher sich vor dem Antritt eines dreimonatlichen Urlaubs vom Kaiser verabschiedete. Nachmittags censerirte Se. Majestät mit dem Ches der Admiralität, Generallieutenant v. Caprivi, und arbeitete mit dem Generallieutenant v. Albedpll.
Berlin, 15. April. Die „N- A. Z." bezeichnet die Nachrichten, welche von den Zeitungen über Verhandlungen mit dem Oberbürgermeister Miquel wegen dessen Eintritts in das Ministerium gebracht wurden, ausnahmslos für eine Erfindung. Der Fürst Reichskanzler habe den Oberbürgermeister M quel bet dessen letzter Anwesenheit in Berlm zu sehen gewünscht, dieser Wunsch habe sich ober nicht verwirklichen lassen, weil der Oberbürgermeister M'quel bereits vor Empfang der Einladung Berlin verlassen gehabt habe. Fürst Bismarck könne umMiquel's Persönlichkeit willen, wie auch wegen dessen hervorragender Stellung in einer angesehenen Fraktion und wegen dessen Eigenschaft als Oberbürgermeister Frankfurts das Bedürfnttz zu einem Verkehr mit M quel haben, ohne datz man daraus auf eine Mintsterkxise oder auf Verhandlungen über Besetzung wcht vakanter Stellen schließen dürfe. c K
— Die „N- A. Z." erblickt in der Ausnahme der russischen Eisenbahnanleihe einen charakteristischen Umschwung gegen früher. Diese Maßnahme werde mit vollem Vertrauen als ein Schritt zur Consoltdirung der inneren Verhältnisse des Czarenreichs angesehen und dieser Eindruck werde noch.verstälkt durch die Thctlnahme der preußischen Seehandlung an der Finanzirung.
BreSlau, 15. April. Die „Schles. Volks-Ztg." will wissen, Ledochowski verzichtete aus das ErzbisLhum Posen-Gnesen. Der Papst habe die Resignation angenommen.
Paris, 15. April. Eine Depesche Millot's aus Houghoa vom Heutigen bestätigt die Occupation der Stadt. Er meldet, die Citadelle sei durch eine combinirte Action genommen worden, indem die erjte Brigade den Feind umging, die zweite ein Bombardement von der Front aus mit schweren Geschützen eröffnete. Der niedrige Wafferstand verhinderte die Mitwirkung des größeren Theiles der Flotte. Nur zwei Kanonenboote konnten an dem Angriffe Theil nehmen.
— Ein Telegramm aus Honghoa vom 12. April meldet: Millot sei Mittags ohne Kampf in die Stadt eingezogen, die gänzlich geräumt war. Die Artillerie war sortgeschafft, die Häuser waren zum Theil zerstört.
Paris, 15. Avril. Auf dem gestrigen Banket in Cahors toastete Ferry auf die Einigkeit der republ kanischen Partei.
— Nachrichten aus Anzin sagen: Die St mmung her Strikenden ist erheblich günstiger und die Wiederaufnahme der Arbeit m größerem Maßstabe demnächst zu erwarten.
Cahors, 15. April. Bei der Enthüllung der Statue Gambetta's drückte Feny seinen Schmerz über das frühe Hinscheiden Gambetia's aus, das eine nicht auszu- füllende Lücke gerissen habe. Gambetta's Andenken werde nicht erlöschen, weil es verknüpft sei mit den tiefen Schmerzen des Vaterlandes; es könne nur noch wachsen in der Unparteilichkeit der Geschichte. Die Liebe zu Frankreich sei die ihn bebuschende Leidenschaft gewesen, für Frankreich habe Gambetta in 12 Jahren mehr Kräfte aufgewendet als sonst in einem langen Leben möglich sei. Der Kriegsminister brachte Gambetta die Huldigung der Armee dar. Gambetta habe die nationale Vertheidigung organisirt, niemals verzweifelt an der Rettung des Vaterlandes. Tie Liebe zu Frankreich habe Gambetta zu guter Stunde belehrt, daß eine Natron in der Welt nur unter der Bedingung mitzähle, daß sie stark und jederzeit bereit sei, die Rechte anderer zu respektiren, aber auch ihr Blut zu vergießen für die Veribeidigung ihrer Heimath und Hrer Ehre. Die Armee werde Gambetta^ niemals v-rg-ssen.
Nom, 15. April. Dem Vernehmen nach wird in der nächsten Zeit eine päpstliche Encyklika gegen das Freimaurerthum erscheinen, in welcher zugleich die Entwickelung des Religionsunterrichts in den katholischen Vereinen und Arbeiter-Vereinen empfohlen wird.
Petersburg, 15. April. Durch kaiserlichen Ukas vom 8. April (27. März) erfolgte die Ernennung des bisherigen Gesandten in München, v. Staal, zum Botschafter in London.
— Wie die deutsche „Pctersb. Ztg." erfährt, hat die Juden-Commission einen Theil ihres Programms erledigt, nämlich die Sammlung und Sichtung aller in Groß- Rußland, Kleinrußland und Liithaurn erlassenen Gl setze über die Juden auS dem 17. unb 18. Jahrhundert. Nunmehr werden die modernen Gesetzesbestimmungen, welche in Rußland sowohl wie in den übrigen Ländern Europas erlassen sind, zusammen- aestellt und den dritten Theil der Aufgabe der Commission bilden und dann die Be- reuchtung und Begutachtung des gefammten Materials, sowie die Begründung der zu empfehlenden Maßregeln.
Eharrghai, 15. April. Das „Bureau Reuter" meldet: Der Dtceköni- verr Canton ist wegen Nichtbefolgung der ihm ertheilten Befehle öffentlich degradirt worben.
— Chinesische Ofsiciere, die verantwortltch für den Verlust von Bacnivh angesehen werben, wurden zur Enthauptung verurtheilt.
— In der Administration werben wichtige Veränderungen erwartet. Eine allgemeine Rekrutirung für die chinesische Armee ist angeordnet.
— Der Gouverneur von Zunnan ist nach Peking beschieden, woselbst derselbe tMBmBBBMB—W111 IIIIII Bill IIIHlJiilllllUh'iill —H
Lokales.
G. Gießen, 16. April. (Sterblichkeit in Gießen.) Die Sterblichkeit war während der Woche vom 6. bis 12. April wieder eine geringere, da sich im Ganzen nur 6 Todesfälle ereigneten, darunter einer bei einem vierjährigen Kinve von auswärts, welches dem Scharlach erlag. Von den erwachsenen Personen starb je eine an Altersschwäche, Schlagfluß, organischer Herzkrankheit, Bauchfellentzündung, Krebs.
zur Verantwortung gezogen werden soll. Man hält die augenblickliche Situation in Peking für kritisch- m .
— Der Vtcrkönig von (Santon anerkennt sein Vergehen unb verlangt Bestrafung. Die Kaiserin hat als Zeichen der Gnade den Unhetlsspruch verschoben und daS Departement für Civilangelegenheiten angewiesen, Untersuchungen über bte Führung des Vicekönigs anzuftellen. Inzwischen wird der Vicrköntg auf seinem Posten verbleiben. Prinz Chun, Vater des jetzigen Kaisers, ist zur Leitung der auswärtigen Angelegenheiten in Verbindung mit dem großen Rathe des Reichs ernannt worden, bis Der Kaiser selbst die Regierung übernehmen wird.
Vermischte-.
Mainz. (Zehntes mittelrheinisches Musikfest.) Nachdem die sämmt- lichen Commissionen für das vom 6. dis 8. Juli d. I. hier ftattfcndende Musikfest gebildet sind und ihre Thätigkeit begonnen haben, sind folgende Mittheilungen wohl von allgemeinem Interesse.
Allem voran ist zu bemerken, daß noch kein mittelrheinisches Musikfest einen so starken Chor aufzuwetfen hatte. Derselbe besteht aus 1060 Damen und Herren und vertheilt sich auf die einzelnen mitwirkenden Vereine folgendermaßen:
263 202 247 348
Diesem Chor wird sich ein aus den Theaterkaprllen von Mainz, Mannheim, Darmstadt und Wiesbaden zusammengestelltes Orchester von 140 Personen zugestllen. Ebenso wird ein Orgelwerk von 30 Registern für diesen Zweck aufgestellt.
Als Solisten sind engagirt: Frau Sachse-Hofmeister aus Berlin (Sopran), Fräulein Spies aus Wiesbaden (Alt), Herr E- Götze aus Köln (Tenor) und Herr I. Standigl aus Karlsruhe (Baß). Der Festdirigent ist Herr Kapellmeister Fr. Lux in Mainz.
Zur Aufführung gelangen folgende Werke:
Am erstm Tage: 1. Ouvertüre „Zur Weihe des Hauses" von Beethov n. 2. „Messias", Oratorium von Händel.
Am zweiten Tage: 1. Eine Faustouverture von R. Wagner. 2. Der 23. Psalm, für Frauenchor, von Franz Schubert. 3. Coriolan, dramatifche Scene für Männerchor, von Friedrich Lux. 4. Symphonie (B-dur) von Rod. Schumann. 5. Triumphlied, für Stimmigen Ehor, Orchester und Orgel, von Joh. Brahms.
Am dritten Tage: Vorzugsweise Soliften-Concert, eingerahmt von Chören auS den Hauptwerken der beiden ersten Tage. Zugleich wird die Feier deS fünfzigjährigen Bestehens der Mainzer Liedertafel stattfinden unb daS ganze Fest Abends mit einem großen Festballe in der Stadthalle beschlossen werden.
Sopran
Alt
Tenor
Baß
1. Bingen, Cäcilienverein
22
14
8
14
2. Darmstadt, Musikoerein
38
40
14
20
„ Mozartverein
—
—
20
30
3. Gießen, Akademischer Gesangverein
36
30
16
32
4. Mainz, Liedertafel und Damen-Gesangverein
70
50
32
68
„ Männergesangverein
—
——
46
46
„ Lieberkranz
—
43
39
„ Sängerkranz
—
—
22
20
5. Mannheim, Musikverein
32
13
2
6
6. Offenbach, Sängerverein
20
20
18
28
7. Wiesbaden, Cäcilienverein
20
20
10
20
8. Worms, Musikgesellschaft unb Liedertafel
25
15
16
25
Handel und Verkehr.
Frankfurt, 15. April. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Angetrieben waren 500 Ochsen, ca. 30 Bullen, ca. 500 Kühe und Rinder, ca. 415 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. OuaL 68—00, 2. Qual. JL 58—64, Kühe und Rinder 1. Qual. .^L 60 —65, 2. Qual. JL 50—55, Kälber 1. Qual. 60—00, 2. Qual.
52—54 per 100 Pfund Schlachtgewicht.
Grünberg, 12. April. iFruchtpreise.) Weizen 00.00, Korn JL 00.00, Gerste JL 16.00, Hafer 18.00, Erbsen dt 19.50, Linsen «M. 17.00, Lein 00.00, Samen JL 00.00, Kartoffeln Jk 4.00, Wicken 00.00.
Kepertoir der vereinigten Stadttheater;u Frankfurt a. M.
OpernHsus.
Donnerstag den 17. April: Die Maccabäer.
Freitag den 18 April: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Wilhelm Tell (Schauspiel). Außer Abonnement.
SamStag den 19. April, Nachmittags 3Vr Uhr: Struwwelpeter. Außer Abonnement. Ermäßigte Preise. Abends 7 Uhr: Die lustigen Weiber.
Sonntag den 20. April: Loh eng rin. Lohengrin: Herr William Müller vom Hoftheater in Berlin als Gast.
Schauspielhaus.
Donnerstag den 17. April geschloffen.
Freitag den 18. April: Der Blitz.
Samstag den 19. April: Freund Fritz. Hierauf: So sein se! Anfang 7 Uhr.
Sonntag den 20. April: Der Probepfeil.
Montag den 21. April: Zum ersten Male wiederbolt: Harold.
Gottesdienst in der Synagoge.
Osterfest: Mittwoch Abend 735 Uhr, Donnerstag Morgen 8 0 Uhr, Donnerstag Mittag 3 Uhr, Donnerstag Abend 7i0 Uhr.
Freitag Abend 615 Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uhr, Samstag Abend 750 Uhr.
Allgemeiner Anzeiger.
MEorHeruug, einen verlorenen Versicherungsschein betreffend.
Der von der hiesigen Lebensversicherungsbank f. D. auf das Leben des Pfarrers Herrn Ludwig Christian Gustav Cigenbrodt zu Steinbach ausgestellte Versicherungsschein Nr. 119953 vom 2. Februar 1867 über 1000 Thlr. (3000 Mark) ist abhanden gekouuuen und bis jetzt nicht aufzufinden gewesen. Der etwaige Inhaber dieses Scheins wird deshalb hiermit aufgefordert, sich vor Ablauf der Verjährungsfrist, d. h. bis spätestens
den 9. Mai 1884
unter Einreichung des Versicherungsscheins bei uns zu melden, indem Ansprüche, welche erst nach jenem Termin auf die fragliche Versicherungssumme und die Äamit verbundenen Dividenden gemacht werden, keine Berücksichtigung finden .önnen.
Gotha, den 7. April 1884. 2655
Das Dnreau der Lebensversicherungsbank f. D.
Zter Saison
empfehle in reichhaltiger Auswahl Unterjacken und Unterhosen, sowie Unterröcke, Strümpfe, Sommerhandschuhe in verschiedenen Qualitäten, Glacehandschuhe, Herren- und Damen-Kragen und -Manschetten, Halsbinden, Taschentücher, Uwhängetücher, Krausen re.
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Jean Boeck, WMhorflrasie 18.
Pensionäre 2674 2669 Ein braves Mädchen vom Lande
finden Aufnahme bei einem Beamten, ge- wird als Kindermädchen gesucht tm wiffenh. Aufsicht. Wo? sagt d. Exp. d. Bl. Darmstadter Ha-us-


