Ausgabe
14. Besoldungen
v4L
172310 89 vtL
172340.89 „
1250.—
3000.—
200.—
550.—
153385.25
193 98
13761.66
15. Diäten und Gebühren . . . - .
16. Botenlohn und Verkündigungskosten .
17. Für Bureaugegenstände und Geräthschaften
18. Erbauung und Unterhaltung von Kretsstraßen
25. Reservefonds für unvorhergesehene Fälle .
26. Betriebskapital......
per Vorsitzende des Provinzialtags der Provinz Oberhesien.
Dr. Boekmann.
Abschluß.
Gesammtsumme der Einnahme . Gesammtsumme der Ausgabe Gießen, den 15. April 1884.
Summe der Ausgabe 172340.89 ./L
Lehrer-Con fe rUr
bes Conferenz-Bezirks Lich-Hung-n: Donnerstag den 18. September, Morgens 10 Uhr, in Hungen;
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imm ..................... u)UMuii..iiiiiM,i ______ Büchner, Kreisschulinspector.
I Ministerpräsident de PretiS hat im Auftraqe des
I den" °°n R°m telegraphisch angewiesen jede Kundgebung für
den König bei dessen Ankunft in Rom ln verhindern' d-r KönigHmsche, daß
Haag, 14. September. Nach hier eingegangener amtlicher Meldung ift her niuömn/ur von Atchtn am 11. dS. M. nach Kottaradja zurückgrkebrt und ba?sSmmt- ^»^sangene des „Ntsero^ Zurückgebracht. Der Radjah von Tenom bat fitfi her holländischen Regierung unterworfen. M Dm 9Qt ™ ®cr
Druffel 14. September. Die „Gazette de Bruxelles" bestätigt, daß der König das Schulgesetz unterzeichnet habe und richtet an die Liberalen die dringende Aufforderung, sich ruhig zu verhalten und von allen Demonstrationen abzusehen. — Von Setten der Polizei und der Gensd'armerie sind hier um- assttlde Vorkehrungen getroffen, um etwaige Ruhestörungen zu verhindern; zu gleichem Zwecke sind Gensd armene-Abtheilungen in die benachbarten Ortschaften von Brussel entsandt worden.
^lrdrid, ^- September. In den von der Cholera inficirten Landes- theuen kamen gestern 14 Cholera-Erkrankungen und 13 Cholera-Todesfälle vor. ,. Neapel, 14. September. Der König ist heute Nachmittag 2 Uhr von $lCI o?r abgereist und wird von dort aus die Reise ohne Aufenthalt
Telegraphische Depeschm.
Wolff'- telegr. Sorresposderrz-Brrrsa«.
Berlin, 14. September. Die Abreise des Kaisers erfolat beute Abend 11 iifi- Bahnhöfe aus und geht über Schneidemühl, wo morgen früh der Kaffee eingenommen wird, und Bromberg nach Skterntewtce. An der russischen Grern- Menftn,nHA Vormittags erfolgt, meldet sich der russische Ehren-
dienst, auch wird dort ein Dejeuner bereit gehalten. Die Ankunft in Skterinewice erfolgt Nachmittags regen 4 Uhr. Der Aufenthalt der drei Kaiser in Skterntewtce 8r3Um der Begleitung des Kaisers befinden sich außer dem
Reichskanzler und Grafen Herbert BtSmarck, der General v. Albedyll, die Generäle ä m 8U1=T ®£raI unt) k?ürst Radziwtll, der Flügeladjutant Oberftlieutenant D* Bomsdorf, der russische Mtlitärbevollmächttgte Fürst Dolgorukr, die Aerzte Leutbold und Tiemon und die Geheimen Hofräthe Bork und Kanzkt. 3 «uwiö
. m Nürnberg, 14. September. Se. K. K. Hoheit der Kronprinz und Se. K
Preußen, welche heute Vormittag dem Gottesdienst In' bfr soeben, von der Bevölkerung mit enthusiastischen m.^^rüßt, mittelst Extrazuges die Reise nach Würzburg und von da nach ®?abfdikbetat6 an6ette,cn- $le Spitzen der Behörden hatten sich auf dem Bahnhose . Wien, 14. September. Der Kaiser reift, vom Minister Grasen Kalnokv dem Generatadjmanten F-M.-L. v. Mondel und 2 FILgeladjutanIen begleitet, heut- Abend 9/z Uhr nich Skterntewtce ab und wird nach den getroffenen Disvosittonen TOnnin« N°chmttt°gz 2 Uhr daselbst etutreffen. Die Rilckreise de« Kaste?« e7s° °"am « 8
Nachmittags, die Wiederankunft desselben in Wien am 17. dS., Abends 8 ° D0,#
Artikel der „MontagSrevue" sagt anläßl'ch der bevorstehenden Drei- Kaiser-Zusammenkunft: In allen Staaten blicke man mit Sympathie und Anerkennung oaBekräftigung des Verhältnisses» das sich so offenkundig die Beseittaunn her M-dung des Frieden« und den Schutz und die S.ch-rung de?B?st-h ndm-um Zt-l-gesetzt habe. Der Abschluß Rußland« werde nicht al« Erw-.t-rung sond-rn ein Schritt mehr zur Erfüllung dieses Zweckes betrachtet. Der Conttnent -rkr!»- n* ^rhältnisse Frankreichs zu Deutschland eingetretene Wendung sei als das weitaus bedeutendste Moment in der gegenwärtigen Gesammtlage EurovaS anzusehen. Bet dieser Lage der Dinge dürfte der europäische Status quo nicht nur den Ausgangspunkt, sondern auch den Zielpunkt der Besprechungen bilden.
Neapel, 14. September. Der Minister Manciui ist von einem leichten Cbolerine- anfall heimgesucht. Der König ließ sich durch den Minister DeprettS nach dem Be, finden desselben erkundigen. Mancint ließ melden, daß eS ihm besser gebe. ö
U^t> nuS dem Auölande sind dem König gegen hundert tele*
23 ^°b'SsSlle, in Sp:,,ia 38 Erkrankungen und 28 Todesfälle, m den übstgen inficirten gemeldet. Erkrankungen und 31 Todesfälle vor. Hier tst keine Choleraerttänkung
Hesterreich.
.. Wien, 13. Septbr. Die amtliche „Abendpost" schreibt an der Soitze ihres Tagesberichtes: Der Kaiser tritt in nahen Stunden eine Reise at^um mit den Kaisern von Rußland und Deutschland zusammenzutreffen. Die r>u< sammenkunft der drei mächtigen Kaiser geschieht unter dem Zeichen der unge- trübtesten Freundschaft. Der herzliche Dank der Völker für dk Segnungen des Friedens giebt dem Kaiser das Geleite bis über die Grenze U 9
s“‘«
Atakie«.
„ dkow, 13. September. Wie verlautet, wird der König noch 2 bis 3 ®yen,n ^?^l verweilen und sodann hierher zurückkehren. — Der Kaiser non Oesterreich hat dem Könige seine Theilnahme an den Leiden der Bevölkerung Neapel« und seine Bewunderung für die persönliche Mitwirkung des Köniqs zu deren Linderung auf telegraphischem Wege ausgesprochen. — Der König der Herzog von Aosta und die Minister befinden sich wohsi 9' b
, m . m' 131 September. Gestern kamen in den von der Cholera inficir- ttn Provinzen 1015 Erkrankungen und 447 Todesfälle, Davon in der Stadt fall" vor' " Erkrankungen und 395 Todesfälle vor. Hier kam kein Cholera. . ~ Dem „Moniteur de Rome" wird aus Paris telearavbirt dafi der
dortige päpstliche Nuntius dem Confeil-Präfidenten Ferry einen Protest des Papstes gegen das neue Ehescheidungs-Gesetz überreicht habe.
Neapel, 13. September. Municipalbericht. Vom 11. bs., Mtter-
1r2' bä" Mitternacht, sind 814 Erkrankungen und 341 Todesfälle an Der Cholera vorgekommen.
Belgien.
h_, September. „Etoile" will wiffen, der König sanctionirte
werde unverzüglich im „Moniteur" erscheinen. Im ^!^'ck darauf seien die Reserven der Truppen einberufen und das Kriegs- Ministerium habe Vorberitungen getroffen, um zur Aufrechterhaltung der Ordnung, event. 0000 Mann von den Provinzial-Garnisonen in Brüffel zu con- centnren. Der Oberbefehl wurde dem General v. Dusmissen übertragen.
England.
<9 ^3 September „Daily News" meldet aus Kairo vom
12. ds.: Lord Northbrook verständigte den Khedive davon, daß die britische Regierung Willens fei, eine Anleihe von 8 Millionen Pfund Sterling zu aaran- gestellt w^ird ^^rwaltung des Moschee-Vermögens unter englische Controle o ' 13, September. Die deutsche Kronprinzessin ist heute Abend um
abgereift? ”On 66“rn‘e an $0lb bet SW „Detorne" nach Vüefstngen r‘F0Ut£<MÄMz ". September Der englische Postdampfer „Dort" scheiterte in der Nacht vom 11. September bei San Sebastian in der Nähe von Santos. Die Mannschaft und die Paffagiere wurden sämmtlich gerettet.
Spanien.
, 13- September. In der Provinz Alicante sind 9, in Cata-
lottien 1 Person an der Cholera gestorben.
Deutschland.
_ Aagl>schloß WolfSgarten, 13. Septbr. Ihre Königs. Hoheit die Frau Prinzessin Karl haben seit gestern dahier Aufenthalt genommen und qe- denken auch die nächsten Tage hier zu verweilen, bis nach der Abreise Sr. Königl. Hoheit des Grobherzogs und Ihrer Großh. Hoheit der Prinzessin Irene nach Balmoral das Großh. Hoflager wieder nach Darmstadt verlegt wird.
Se. Großh. Hoheit der Prinz Heinrich kamen gestern Nachmittag erst nach stattgefundener Tafel von dem Manöverfelde hier an, blieben über Nacht und wurden von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog heute früh halb 5 Uhr nach Groß-Gerau gefahren, um zu dem Manöver in Rheinhessen zurückzukehren. m , Berlin, 13. September. Der Kaiser reist, nur von einem kleinen Privatgefolge begleitet, morgen Abend um 11 Uhr zur Kaiser-Zusammenkunft nach Skiermennce mittelst Extrazuges ab. Fürst Dolgorucki begleitet den Kaiser ebenfalls dorthin.
— Der Kaiser erließ eine Cabinelsordre an den Chef der Admiralität worin er dem Commandanteu und der Mannschaft der „Sophie" seine An-' crkennung ausspricht für ihr Verhalten bei dem Zusammenstoß mit dem „Hohenstaufen."
, , — Se. Maj. der Kaiser empfing heute Vormittag den Gesandten Grafen Herbert Bismarck m längerer Audienz, machte nach derselben eine Ausfahrt und conferirte darauf mit dem Minister Puttkamer.
Berlin, 12. September. In dem bis dahin so stillen Palais des Reichskanzlers ist feit Der gestrigen Rückkehr des Besitzers geschäftiges Treiben eingekehrt. Fürst Bismarck, der ungemein frisch und spannkrästig erscheint, durfte für die Zeit seines Hierseins alle seine Geschäfte wieder anfnehmen. Heute arbeitete der Fur t mit dem Staalssecretär des Auswärtigen, Grafen Hatzfeldt, mit dem Staatssecretär des Reichsamts des Innern, v. Bötticher, ferner mit mehreren Mitgliedern des Staatsministerinms und mit einigen Diplomaten besonders nut dem französischen Botschafter Baron De Courcel. Auch Den neuen amerikanischen Gesandten Mr. Kasson wird der Reichskanzler vor seiner Abreise empfangen Heute Nachmittag 4 Uhr begiebt sich Fürst Bismarck zum Kaiser, um demselben Vortrag über die bevorstehende Reise zu halten. Die Abreise des Kaisers zur Zusammenkunft mit den Kaisern von Oesterreich und Rußland orV , nntag Abend festgesetzt. Den Kaiser werden drei seiner General« Adiutanten, zwei Flügel - Adjutanten und die Leibärzte begleiten. Außerdem schließt sich Fürst Bismarck an, welchem wahrscheinlich deffen ältester Sohn, Gras Herbert Bismarck, und einige Mitglieder des Auswärtigen Amtes folgen. Die Ankunft unseres Kaisers m Skierniewice bei Warschau dürfte am Montag noirn*1? “k- 7, ° tx ’ ®as,Zusammensein der Kaiser ist kurz bemessen; Kaiser
V mJ!utxe ^on am 16. ds. die Rückreise antreten, da er am 17 hier °us ^Durchreise nach Benrath erwartet wird. Fürst Bismarck begleitet be- kanntfich den Kaiser an den Rhem. Es heißt, daß er von Dort zu längerem °Dßr gar zu bleibendem Aufenthalt nach Berlin zurückkehren wird; letztere Angabe wird indessen der Bestätigung bedürfen.
* l3. September. Der Generaldirector Der Württemberg!- fdjen Staatsbahnen, Präsident v. Boehm, ist heute früh 4 Uhr gestorben 8
-3’ Se. K. K. Hoheit der Kronprinz und
^e„ $rm$ Henrich besichtigten heute das Germanische Museum,
das Rathhaus, die Burg und andere Sehenswürdigkeiten der Stadt und wur- den beim Passiren der Straßen von dem ein dichtes Spalier bildenden Publi- kum mit lebhaften Hochrufen begrüßt. Heute Abend brachte der Singverein den hohen Herrschaften eine Serenade dar. a


