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Allgemeiner Anzeiger
Weser gefangenen Salm und fand in besten Magen ein langes Matrosenmesser. Dasselbe war geöffnet und trägt den Namen Jack Tar. Aus der hochgradigen Verrostung zu schließen, muß das Messer längere Zett schon in dem Bauch des Fisches gewesen sein. Offenbar ist es einem Matrosen beim Essen oder beim Füttern der Fische entglitten und wurde von dem heißhungrigen Fische, der auf ein Stück Brod gelauert haben mag, verschluckt.
Zterenberg, 7. Mai. Ein heftiges Gewitter, von starkem Regenguß begleitet, entlud sich heute Mittag unmittelbar über unserer Stadt. Wahrend 10 Minuten zuckten drei grelle Blitze durch die Luft, die unter furchtbarem Getöse In den hiesigen Kirchthurm einschlugcn, glücklicherweise ohne jedoch zu zünden..
Calden (Amt Grebenstein), 7. Mat. Am b-utigen Tage um i/212 Uhr schlug der Blitz in den hiesigen Kirchthurm ein und beschädigte das Dach und das Mauerwerk an verschiedenen Stellen. Es gelang, das Feuer im Thurm rasch zu löschen. Sämmlliche Fenster im Thurm, auch mehrere Scheibm tm Kirchenschiff, sind zertrümmert. Uhr und Orgel haben ebenfalls Schaden gelitten, ebenso die dicht neben der Kirche sich befindend? Elementarschule. Glücklicherweise kamen dir 6—djährigeu Kinder mit dem gehabten Schrecken davon.
— Für Gäste und Wirthe gleich tntereffant dürfte die Mitthrilung sein, daß die Polizei m Hamburg die Flaschen mit Patentoerschluß nicht für „fest verkorkt" im Sinne dis Gesetzes über den Rauminbalt der Schankgefäße ansehen will. Das Schöffengericht sprach den betreffenden Wirth frei, das Landgericht hat ibn jedoch zu 6 JA Geldstrafe vrrurtheilt und ausgeführt, daß eine Flasche, die dem Gaste vorgesetzt wsrbe, auch geaicht werden müffe. Di? nicht der Aichung unterliegenden festverkorkten Flaschen seien sür den Handelsverkehr bestimmt. Die Sache wrd jedenfalls noch vor das Reichsgericht kommen. Alle Gerichte scheinen aber der früher mttgetheilten Ansicht des königlichen Aichungs-Jnsp^ktors, Professor Karsten zu sein, daß jedenfalls das Trink- gefäß, welches der Wirth dem Gaste neben der Flasche oorsttzt, geaicht sein müsse.
— (Vacante Stellen für Militäranwärter im Bezirke des 11. Armee - 6orp§.] Siastonsort wird bei der Einberufung bestimmt. Streck? Schwerte-Cassel, Kgl. Eisenbahn-Betriebsamt (Directionsbezirk Elberfeld) in Kassel. 3 Telegraphen-Aspiranten, monatliche Remuneration je 67 JA 50 H, steigend. Allendorf (Werra), Stadtrath, Forstaufseher, 482 JA Gehalt und 3 Schock Holz gegen Hauerlohn jährl. Lüdenscheid, Stadtpolizei-Vrrwaltung, 2 Polizridtener, je 900 JA jährlich und einige nicht ßoranthte Nebeneinnahmen. Merxhausen, Hospttal-Jnspection, Nachtwächter und Megewärter rc., 600 JA jährl. und freie Wohnung. Sonneberg (Sachsen-Meiningen), Kaiserl. Postamt, Landbriesträger, 480 JA Gehalt und 72 JA Wohnungsgeldzuschuß. Worms, Kaiserl. Postamt, Landbriefträger, 550 JA Gehalt und 144 JA Wohnungsgeldzuschuß.
Schis fsnachrichten.
Bremen, 9. Mai. [93er transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Oder, Capt. R. Sander, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 26. April von Bremen abgegangen war, ist gestern 11 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angenommen.
Bremen, 12. Mat. Mr transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Werra, Capt. I. Barre, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 30. April von Bremen und am 1. Mat von Southampton abgegangen war, ist am 10. Mat, 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen.
Bremen, 12. Mai. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Amerika, Capt. G- Meyer, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 26. April von Bremen abgegangen mar, ist am 9. Mat, 7 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.
nährend das weitere Kind noch einigermaßen erkennbar ist. Alle 4 werden morgen in gemeinsamem Sarg von einem Grab umschlossen fei«. Das Mitleid mit den Armen allen, den an Leib und Gut jämmerlich Geschädigten nicht zum Mindesten, bewegt alle Gemüiher hier und in der Umgegend, lieber die Entstehung des Brandes weiß man üi§ zur Stunde nichts Bestimmtes; ob Fahrlässigkeit oder Brandstiftung, darüber herrschen allerlei Vermuthungen. n t „o
London, 9. Mai. Ein schreckliches Unglück ereignete sich gestern in Nobels Dynamttfabrik zu Ardeer in Ayrshrre (Schottland). In einer Hütte, wo vier junge Mädchen mit dem Füllen von Dynamitpatronen beschäftigt waren, entstand eine Exploston, durch welche die vier Insassen auf der Stelle gelobtet wurden. Drei bmachbarte Hütien gertethen in Brand und eine Zeitlang wurde befürchtet, daß die Flommen sich über die ganze Fabrik ausdehnen würden. Es gelarg indetz, des Feuers binnen einer V'ertelstuuve Herr zu werben. Die Scene wird als herzzerreißend geschildert- Sechs Mädchen verbrannten vor den Augen ihrer Arbeitgeber, die keine Helfe le'sten konnten und von ben in den vier Hütten beschäftigten 15 Mädchen haben 10 ihr L?dm verloren, wabrenb zwei solche Versitzungen davontrugen, daß ihr Aufkommen bezweifelt wird. Obschon 2Vr Centner Dynamit «xplodirten, ist der ange- richtetr Ggenthurnsschaden nur unerheblich. Die Ursache der Explosion ist noch nicht erm tsilt. Die durch dieselbe verursachte Erschütterung glich einem Erdstoß und wurde in Irvine, Troon und anderen benachbarten Ortschaften verspürt.
— Nach der im Januar d. I. aufgesteüten und vor Kurzem ausgegebenen Statistik des mittelr helnrsche n Turn v erb aride s im Jahre 1883 zählte der Mittelrhetnkreis in 262 Turnvereinen 19,921 Turner, mithin gegen 1882 em Mehr von 39 Veremen und 1665 Turner. Bezüglich der Zahl seiner Vewne bildet er ungefähr dm z hnt n Theil, hinsichtlich seiner Mitgliederzahl etwa den zwölften Theil der ge, fammten deutschen Turnerschaft und von den 16 deutsche« Turnkcetsen nimmt er nach der W der Mitglieder die vierte Stelle ein. Gegenwärtig zerfallt der Krers in folgende 11 Gaue: 1. Gau „Hessen" mit 31 Vereinen und 2732 Mitgsiedern; Vertreter des Gaues ist Kaufmann Karl Demuth tn Gießen. 2. Gau Maingau- mit 42 Vereinen und 2247 Mitgliedern; Gauvcrtreter ist Geschäftsführer Jean Bender in Hanau. 3. Gau „Main-Rhetngau" mit 19 Vereinen und 1715 Turnern; Vertreter ist Cabimtskasse-Buchhalter Karl Rothermel in Darmstadt. 4. Gau „Saar-Mosel mit 19 Vereinen und 1156 Mitgliedern; Gauvertreter ist Mechaniker Christoph Sand in Saarbrücken. 5 Gau „Rüemhch'en" mit 58 Vereinen und 3698 Turnern; Vertreter ist B'.lbnoeamter Wilhelm Pöpperling in Mainz. 6. Gau „Süd Nassau" mit 26 Vereinen und 2233 Mitgliedern; Gauvertreter ist Lebrer Heinrich Weber in Wiesbaden. 7. Gau Nabe Jdarthal" mit 11 Vereinen und 1092 Turnern; Vertreter ist Fabrikant Louis Veeck in Idar. 8. Gau „Frankfurt- mit 6 Vereinen und 1518 Mitgliedern; Gau- Dtdreier ist Kaufmann Julius Gießen in Frankfmt. 9. Gau „Offenbach-Hanau" mit 17 Vereinen ur.b 1585 Turnern; Vertreter des GaueS ist Lehrer Ludwig Stahl in Offmbach. 10. Gau „Rhein,Mosel" mit 23 Vereinen und 1320 Mitgliedern; Vertreter m Rudolf Frießner in Neuendorf bet Coblenz. 11. Gau „Lahn-Dill" mit 10 Vereinen uitb 615 Turnern; Gauvertreter ist Kur-SecEr Heinrich Wagner in Ems. Turnwarte und Vorturner sind etwa 1120 vorhanden. Eigene Turnhallen haben bis heute 22 Vereine, Turnplätze 60 Vereine. 196 Vereine turnen während des ganzen Jahres, dis übrigen, meistens kleinere Vereine, nur so lange, als es im Freien möglich ist. 200 Mitglieder und darüber haben folgende Verein«': Turnverein Frankfurt 600 Mitglieder, Turngemeinde Darmstadt 500 Mitglieder, Turnverein Offenbach 400 Mitglieder, Turnverein Gießen 272 Mitglieder Turnverein Wiesbaden 350 Mitglieder, Turn- und Fecht-Club Frankfurt 318 Mitglieder, Turngemeinde Hanau 300 Mitglieder, Turnverein Oberstein 300 Mitglieder, Turngemeinde Frankfurt 260 Mitglieder, Turnverein Mainz 250 Mitglieder, Turngesellschaft Mainz 234 Mitglieder, Turngemeinde Bessungm 220 Mitglieder, Turnverein Butzbach 210 Mitglieder, Männer-Turnverein Wiesbaden 208 Mitglieder, Turngemeinde Nieder-Jngeldeim 205 Mitglieder, Turngemeinde Worms 20 3 Mitglieder, Turnverein Marburg 201 Mitglieder und Turnverein Sachsenhausen 2'0 wffurt a. M- Einen eigcnihümlichen Fund machte der Besitzer des Hamburger Fischladens in der Fahrgasse. Er öffnete einen 24 Pfund schweren, in der
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