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gleichfalls in den Rahmen der Darstellung gezogen.
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alle Viere von sich streckte. Er war tobt, mausetodt- Jesste's Papa brachte den Skalp nach Peorta und erhielt dafür von dem County - Schatzmeister die üblichen 5 Dollars.
Literarisches.
Garten Leina. Ein Speigel vör Land undLüd. Von Heinrich Burmester. Mit einer Einleitung von K. Th. Gaedertz. Erster Theil. Berlin, Kogge und Fritze.
Heinrich Burmester ist kein Nachtreter und Nachbeter Reuters, sondern ein ihm ebenbürtiger Meister der baltischen Dialektdtchtung. Wer Fritz Reuter und die traulichen Klänge der alten Sassensprache liebgewonnen hat, wird auch den Schriften Bw mesters Interesse entgegenbringen, die in der humoristischen Auffassung der realen Verhältnisse des kleinbürgerlichen und bäuerlichen Lebens und der idealen Behandlung der Stoffe jenem Dichter nicht nachstehen. Nach den uns vorliegenden Probebogen dieses Romans zu schließen, scheint der Dichter berufen zu sein, auf dem Gebiete des plattdeutschen Romans Bedeutendes zu leisten.
Die deutsche Bühne. Deren geschichtliche Entwicklung in Bild und Wort, dargestellt von einem Weimaraner.
Dieses im Verlag von W. Streit in Dresden erschienene, uns in eleganter Ausstattung vorliegende Werk sollte in der Bibliothek keines Künstlers und Theaterfreundes fehlen. Beruhend auf den eingehendsten Quellenstudien bietet sich der Inhalt dem Leser in der gefälligen Form belehrender Unterhaltungslectüre dar. Die Characterisirung der verschiedenen Entwicklungsphasen der Bühvenkunst geschieht stets mit Berücksichtigung der jeweiligen geistigen Bildung unseres Volkes und insofern füllt dieses Buch eine Lücke in der culturgeschichtltchen Literatur aus, denn gegenüber der stattlichen Reihe von Werken populären Inhalts über Musik und Malerei gibt es erstaunlich wenige, welche sich über dramatische Kunst verbreiten. Eine kurze Rundschau über das antike Theater geht voraus, da Gestalt und Wesen des deutschen Theaters ja vielfach durch die antiken Kunftformen bestimmt wurde. Dieses Einleitungskapitel tst mit folgenden zur Veranschaulichung dienenden Abbildungen versehen: das D onysos- theater in Athen, tragische Masken nach antiken Gemmen, groteske Masken, Theater von Segella, Chorfiguren mit dem Htrtenstab nach antiken Gemmen, komische Sclaven- figuren, kleines komisches Theater tn Pompeji, tragische Masken aus der Kaiserzeit, Sclaven- und Grotesk-Masken. Der nächste Abschnitt zeigt die dramatischen Schaustellungen des Mittelalters und enthält ein Characteristicum der Mysterienspiele tn Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien, England. Das folgende Capitel behandelt die ersten Berufsschauspteler und Comödiantenbanden in den Ländern germanischer und romanischer Zunge, dann kommt die Zeit Gottscheds und der Neubertn, die Schiller- und Goethe-Periode und so geht die Schilderung fort bis auf unsere Tage. Die „Bühne der Gegenwart" ist der letzte Abschnitt betitelt. Jedes Capitel tst durch entsprechende Photographien und Zeichnungen tllustrtrt, so zeigt z. B. ein Blatt die Köpfe von 35 hervorragenden Künstlern und Künstlerinnen tn Medaillonform.
Die Entwicklungsgeschichte der deutschen Oper tst, so viel es sich thun ließ.
diese ordentlich in's Knallen zu bringen, stopfte ein Taglöhner die Röhre recht voll mit Pulver und verkeilte sie gehörig. Bet dem Abfiuern zersprang die Röhre und zerschmetterte dem Feuerwerker beide Beine, woran er leider gestorben Ist.
Offenbach a. M-, 12. Mai- sStenographen-Versammlung.j Am nächsten Sonntag, den 18. d-, wird hier die 5. Wanderoersammlung der Gabelsberger Steno- aravhenoeretne des Rhein- und Maingaues stattfinden. Dem Verbände gehören die Vereine zu Aschaffenburg, Bingen, Darmstadt, Frankfurt, Fürth, Gießen. Hanau, Mainz, Miltenberg, Offenbach, Schweinfurth, Vilbel, Wiesbaden, Worms und Würzburg an: doch tst zu der Versammlung außer den Verbandsmttgliedern auch jeder andere Freund der Stenographie willkommen. Der hiesige Verein hat alle Vorkehrungen getroffen, um den Gästen, die sich hoffentlich recht zahlreich einfinden werden, den Aufenthalt so angenehm als möglich zu gestalten. Für den Vormittag ist die freun^ lichst gestattete Besichtigung der Anlagen der neuen elektrischen Bahn zwischen Offenbach und Frankfurt tn Aussicht genommen. Während des von der Capelle des H8. Jnfomterte- Regtments ausgeführten Gartenconcerts, welches nach dem gemeinschaftlichen Mittagessen in der Schlosser'schen Liegenschaft am Matnufer stattfindet, wird den Gasten das Schauspiel einer Auffahrt der Offenbacher Rudervereine geboten werden, unb eine gesellige Vereinigung tm Veretnslokale soll ihnen die Zeit bis zum Abgang der Abend- iflae angenehm vertreiben. Die geschäftlichen Berathungen der Veretnsdelegtrten betreffen hauptsächlich die Organisation des Verbandes und seine Stellung Mm allgemeinen deutschen Stenographenbund, etngeleitet durch ein Referat von Dr. Gantter, 5rantfärerHn?'10. Mai. Es ist jetzt jeder Zweifel ausgeschlossen, daß der höllische Vlan, das Ntederwalddenkmal bet der Einweihung mit allen zur Stelle befindlichen Personen tn dte Luft zu sprengen, wirklich bis zur L-gung der Zündschnur ausgeführt war. Das Dynamit befand sich tn den Dratnröhren des Denkmals selbst.
— In einer Fabrik zu Düsseldorf verübte am 1. Mat ein Arbeiter eine kaum alaubltcke Rohheit. Derselbe beredete einen jungen Burschen, seinen Mund an dm Probühahn Les Dampfkessels zu legen und als der Bursche thörichter Weise dies ibat öffnete er den Hahn. Dem jungen Menschen strömte darauf mit Gewalt der er- Btfet'e Dampf mit kochendem Wasser tn den Mund, wodurch Zunge und Gaumen ganz eärübt wurden. Schwer verletzt ltegt er nun darnieder und es ist noch wenig Hoffnung vorhanden, ihn dem Leben zu erhalten. Den Anstifter wird hoffentlich eine exemplarische Strafe treffem^ c^m zwischen Eisern und Unterwilden war die
22 Jahre alte Katharine Heimel heute Vormittag mit Ginsterschneiden beschäftigt, als cEti Mann von Eisern her kommend mit der Frage an sie herantrat, wo der Weg nach Rinsdorf ginge. Auf dte ihm ertheilte Auskunft faßte der Fremde sie ohne Weiteres b-tm Halse und wirft sie zur Erde; das Mädchen fängt an zu schreien und wehrt sich st gut es kann. Der Bösewicht jedoch stopft ihr mit ihrem eigenen Tuche den Mund und legt ihr ein Seil um den Hals mit den Worten, daß er ihr den Hals zuziehen tötrbc, wenn sie nicht stille sei. Während beide ringen, kommt der Metzgergeselle Friedrich Goldschmidt von hier vorbei, und als der Unmensch diesen gewahrte, läßt er von der H. ab und ergreift eiligst die Flucht. G. hat sich dann der schon ganz ermattet Daltegenden auf deren Ersuchen angenommen, wodurch es leider dem Verbrecher möglich wurde, zu entkommen. Hoffentlich gelingt es noch, ihn zu ermitteln.
— Ein resolutes Mädchen ist Jessie Bryden, Tochter des Farmers Wm. Bryden, bei Northampton, unweit Peoria in Illinois. Als sie an einem der letzten Abende vte gewöhnlich in den Schweinestall trat, um den Bryden'schen Grunzern ihr sehnltchst erwartetes Abendessen zu serviren, fand sie einen Wolf tm Stalle, der sie mit in der hereinbrechenden Dunkelheit glühenden und durchaus nicht Vertrauen erweckenden Augen anstterte. Ein junges Mädchen aus der Stadt und sicherlich auch gar manche ländliche Schönheit wäre bet diesem Anblick in Ohnmacht gesunken oder hätte doch mit dem ob- liOaten Angstschrei Reißaus genommen. Nicht so aber SÄön-Jffsie. Den Master Isegcimm sehen, einen zur Hand befindlichen Knüppel ergreifen und auf das Beest lotsdreschen, war bei ihr Eins. Und ihre Hiebe fielen auch so kräftig und hageld'chi daß der Wolf im Nu auf der Erbe lag und verzweiflungsooll und in unenolichem Weh
Wafferwärme der Lahn.
Am 14. Mai, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: 16« R. — Luftwärme 19° R. Rübsamen.
Zur gefl. Beachtung.
Schriftliche Anfragen wegen AuskunftsertheÄurrg über Inserate rc. können nur dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort beigelegt ist. lieber Inserate bezüglich deren Offerten einzureichen sind, ist die Exp-diU-n keinerlei Auskunftsertheitungen befugt. £>fterten6riefc sind — soweit keine ber inurttw gegentheiligen Abmachungen getroffen wurden — in der Expedition abruholer-
K l L g e m e i n e r A K z e i g e r.
Herr Georg Müller, Bäcker- neifter, und dessen Ehefrau Katharina Müller geb. Münz er t zu Gießen haben vertragsmäßig unter sich vereinbart, daß für die Folge vollständige Gütertrennung zwischen ihnen herrschen, daß jegliche Güter- und Errungenschastsgemeinschaft aufhören und daß Alles, was der eine ober der andere der Ehegatten erwirbt, einzig und allein in jedes Einzelnen Vermögen übergehen und daran dem Andern nach keiner Seite hm irgend welches Recht zustehen soll. Der Vertrag vorstehenden Inhalts wurde unter den erwähnten Eheleuten am 4. April d. I. abgeschlossen und den darauf folgenden Tag bei Großh. Amtsgericht Gießen zu Protocoll erklärt.
Gießen, den 13. Mai 1884.
Der Vertreter der Gg. Müller- Eheleute. 3420
Steinberger, Rechtsanwalt.
KeikgeöoLmes.
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bei H. Kühn, Papierhandlung.
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Beuern Burkhardsfelden Groß-Buseck Hattenrod
Amtliche Verkaufsstellen für Postwerthzeichen bestehen: in Bersrod bei Herrn Bürgermeister Bocher, „ Wirth Caspar Ranft, „ Theodor Hoffmann, „ Kaufmann Theodor Hahn, „ Wirth Carl Launspach 1L, „ Oppenrod „ „ Wirth Conrad Petri.
Groß-Buseck, den 10. März 1884.
Kaiserliche Postagentur. _________
Amtliche Verkaufsstellen
in Flensungen bei Herr
,, Ilsdorf „ „
„ Kleineichen „ „
„ Lardenbach „ „
„ Merlau „ „
„ Stockhausen „ „
„ Weickartshain „ „
„ Wettsaasen „ „
Mücke (Hessen), den 7. März
Kaiserliche
ür Postwerthzeichen befinden sich : i Gastwirth Steuernagel,
Bürgermeister Bast,
„ Müller, Schreinermeister Lein, Specereiwaarenhändler Schlosser, Gastwirth Jochim,
„ Becker, Bürgermeister Langohr. 1884.
Postagentur.
Donnerstag den 15. d. Mts., von Vormittags 9 Uhr und Nachmittags 2 Uhr an:
Fortsetzung der Verstciüeruttg
von Eisen-, Stahl- und Mesfingwaaren (Werkzeugen, Haus- und
Küchengeräthen, Schlittschuhen rc.)
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