Einzelbild herunterladen

Jk

um sowohl den Fabriken, zu gewähren. Wie schon

bet als

Handel und Verlkedr.

Gießen, 13. Februar. Der heute und gestern dahier abgehaltene Viehmarkt war stark befahren. Aufgetrieben waren 1784 Stück Rindvieh und 551 Stück Schweine. Bei Zucht- und Arbeitsvieh war der Handel ziemlich lebhaft und blieben die Preise den früheren gleich. Nächster -DZarft: Dienstag den 4. und Mittwoch den 5. März d. Js.

Frankfurt, 13. Februar. Auf dem heutigen Markt kostete der Gentner jgcu jk 3.00-3.60, Stroh Jk 3.103.50, Eier das Hundert Jk 6.209.60, Butter

1. Qualität Jk 1.00, 2. Qualität Jk 1.10, Kartoffeln per Gentner Jk 2.252.ot),

Kohlrabi 3-5^ per Stück, Erbsen 100Kgr. 19-28 ^L, Rothkrant per St. 1230

Poularden Jk 0-0, Huhn^L 1.50-2.20, 1 Ente Jk 3.00-4.00, 1 Taube 50-00^,

Hahn Jk 1.70-2,00, Gans Jk 5-8.00, Welsche Jk 7-10.-

BermischteS.

Darmstadt, 13. Februar. Gestern Vormittag * 1 * * */28 Ubr hat sich der Second- lieutenant Frhr. Stromer v. Reichenbach des Großherzogltchen Feldartillerte'Regiments Nr. 25 (Großherzogltches Artillertecorps), soweit die Ermittelungen ergeben Haden, aus Unvorsichtigkeit beim Entladen seines Revolvers erschossen. Der beklagenSwerthe junge Mann lebte noch eine Zeitlang und starb dann an innerer Verblutung. (Darmst. Ztg.)

Telegraphische Depesche

ttolff« teuge. 8*rrtfpeni>tnveu««ti.

Berlin, 13. Februar. Ja der heutigen Sitzung veS Abgeordnetenhauses wurde die zurückgestellt gebliebene Post für die Erwerbung der SvetchergehSude auf der MuseumLtnsel in namentlicher Abstimmung mit 169 gegen 150 Stimmen angenommen Der Antrag des Abg. Bender, nach welchem die für die Lehreremeritenpeasionen ge­forderte Dumme von 700,000 Jk um 100,000 .X erhöht werden soll, gelangte, entgegen dem Anträge der Budgetcommlssion, nahezu einstimmig zur Annahme. Ferner wurde der von dem Abg. Bitter in Betreff der den Geistlichen zu gewährenden Stolgcbühren- Entschädigung in der von der Commission vorgeschlogenen Fassung angenommen. Schließlich wurden die allgemeinen Bemerkungen und daß Etatsgesitz selbst ge» nehmigt.

Leipzig, 13. Februar. Die Nachrichten über Ergreifung der Thäter de» hiesigen Postraubes sind nach Erkundigungen an competenter Stelle nicht richtig.

BreSlau, 13. Februar. Der General Der Kavallerie, v. Tümpling, zuletzt commandirender General des 6. Armee-Corps, und Der Geheime Gommer* zienrath Nuffer sind gestorben. ,

Paris, 13. Februar. Nach einem Telegramm Des Admirals Courbet vom 8 d. Mts. sind die Mandarinen, welche die Niedermetzelung der Christen in Phanhoa zulieben, aus Befehl des Hofes von Hue vor Gericht gestellt und bestraft worden. _ 4 L

London, 13. Februar. Unterhaus. Der ParlamentS'Secretar der Admiralität, Campbell-Bannerman, erklärt die Blätter-Meldungen, daß der Vice- admiral, Herzog v. Edinburgh, mit dem unter ihm stehenden Geschwader nach dem Rothen Meere beordert sei, für gänzlich unbegründet; der im Rothen Meer befindliche Contreadmiral Hewett besitze Das volle Vertrauen der Regierung, und diese wünsche demselben jede in ihrer Macht stehende Unterstützung zu gewähren.

An General Stephenfon, den Commandanten von Kairo, ist der Be­fehl abgegangen, den sofortigen Abmarsch bir drei besten Bataillone und eines Husarenregiments von Kairo nach Suakim vorzubereiten, um, wenn möglich, Tokar Hülfe zu bringen und, falls dies nicht ausführbar, die Häsen des Rothen Meeres zu vertheidigen. Die Garnison von Alexandrien soll, soweit dies noth- wenoig, nach Kairo verlegt, Alexandrien soll in diesem Falle durch Flotten- Mannschasten besetzt werden. Außer den oben angegebenen Truppen befindet sich ein aus Indien kommendes schottisches Regiment an Bord desJumna" auf dem Wege nach Suez, dasselbe soll sich ebenfalls nach Suakim begeben. Das ganze ApeditionS'CorpS steht unter dem Befehl von General Graham.

Rom,' 13. Februar. Die Note des Vatikans bezüglich der Propaganda von Rom giebt eine Geschichte dieses Instituts und weist nach,, der universelle Charakter desselben bedinge dessen vollständige finanzielle Selbstständigkeit. Die Note erinnert auch an vorausgegangene für die Propaganda günstige gericht­liche Urcheile und schließt, indem sie anzeigt, daß der Vatikan zur Sicherung der neuerlichen Schenkungen geeignete Maßregeln im Interesse der Propaganda ergreifen werde.

Geheckt icWitt hätten, um Fein Deficit aufhmme« zu lassen und bei einem Gehalt von 11,5 pEt. sogar eine Verzinsung M »cttencapttalß mit «pEt. etngetretf* wäre. Nach obiger Ausstellung kommt man logischer Weise » der Schlußfolgerung, daß Rüben unter 11,5pCt. Zuckergehalt bet den heutigen Zuckerpreisen nur bann noch verarbeitet werden dürfen, wenn Producenten mit einem Preise von 1,10 Jk und darunter sich zufrieden erklären, daß aber Fabriken, welche nicht tn der Lage sind, zu diesen Preisen sich ausreichend Rüben schaffen zu können, besser thun, ihren Betrieb zu schließen und nicht ferner diesen großen Aufwand von Capital und Intelligenz einem unrentablen Unternehmen zu widmen. Der erste Verlust ist der kleinste.

In vorstehender Aufstellung ist berechnet, daß O,1 pCt. Zuckerbalt von 882,090 Gentner Rüben mindestens 750 Gentner Zucker zum Werthe von 20,250 «X nach heutigen Zuckerpreisen repräsentirt. IpCt. Zucker in der Rübe, da ja die Ver- arbeitungS- re. Kosten dieselben bleiben, für obiges Quantum 202,500 Jk werth ist ober auf den einzelnen Gentner berechnet ca. 23 Pfg., sobald der Zuckergehalt in der Rübe sich über 11,5 pCt. erhebt.

heutigen geringen Zuckerpreisen gezahlt werden können, ___auch den Rübenproducenten einen angenehmen Nutzen _ gesagt, sucht sich die Zuckerindustrie andere Wohnstätten, und es liegt daher sehr wohl im Interesse der jetzt bestehenden Zuckerfabriken, für reichhaltige Rüben nicht m'.t den Preisen zu geizen, da sonst die Gegenden, welche jetzt ihre Rüben dem großen Markt der Provinz Sachsen zuführen und die dafür Millionen Mark an Esseubahnfracht all­jährlich zahlen müssen, gezwungen werden zum Bau eigener Fabriken. Werden aber obige Preise mindestens gezahlt (und eS kann sogar noch etwas mehr sein, da z. B. für Rüben von 13.5pCt. nur 1,56 Jk berechnet werden, während Weferlingen solche Rüben mit 1,90 Jk verwerthete), bann hat wohl noch gute Weile mit dem Bau. Werden aber nur Preise von 10 Pfg. für das Procent Zuckergehalt und noch dazu erst über 12pCt. Gehalt beginnend, geboten, wie solches z. Z. hier und da versucht wird, so liegt eben ein unberechtigt hoher Gewinn auf der Verarbeitung dieser Rüben und der Bezug solcher wird binnen wenigen Jahren ein Ende erreicht haben.

Ein Landwirth.

In tabellarischer Form würden daher für Zuckerrüben von

11,5 Procent Zuckergehalt gleich 1,10 "

12,0 , , 1.21

12,5 , , , 1.33

130 , , 1,44

13,5 , , , 1.56

14,0 , , 1,67

14,5 , 1,79

DerMagdeburger Zeitung" entnehmen wir folgenden Artikel:

Zur Zuckerfrage.

Wie viel ist der Gentner Zuckerrüben resp. wie viel ist daS Procent Zuckt.ta her Rüde werth? I

In Rr. 608 Ihrer geschätzten und auch in landwirthschastlichen Kreisen so viel gelesenen Zeitung ist ein Aufsatz enthalten, welcher sich mit ber Frage der Ueberpro- duction von Zucker beschäftigt und zu dem Resultat kommt, baß die f. Z. für Zucker­rüben gezahlten Preise bet den heutigen niedrigen Zuckerpreisen zu hoch und damit eine Rentabilität der Zuckerfabriken unmöglich gemacht sei, die Gefahr einer Ueberprobuctton von Ruder drohe und eine Aenderung in die,en Verhältn.ssrn dringend nothwendtg sei, wenn nicht der Ruin der jetzt so blühenden Zuckerindustrie herbeigeführt werben solle. Gewiß ist, baß Alles aufgeboten werben muß, um die gesunde Basis der Zucker- tndustrie zu erhalten, jedoch liegt die Gefahr wohl nicht fo nahe unb nur das wird sich Niemand verhehlen, wer mit offenen Augen dem Aufschwung der Zuckerindustrie gefolgt ist, daß solche sich eine andere Heimath sucht, daß ihr das HauS zu eng, die alten Räume nicht mehr gefallen und eine Auswanderung aus den j tzt mit Zuckerfabriken übersäten Gegenden früher oder später statifinden wird. In vielen Gegenden bereits mit offenen Armen willkommen geheißen, wird dieser Gast, welcher sich neue Heim- ftatten sucht, anderseits mit Mißtrauen beobachtet, seinen Verheißungen nicht recht geglaubt, aber noch gibt es viele Gegenden tm großen deutschen Reich, wo er Platz finben unb sich wohl fühlen wird ES wtrben bieß alle bte Bezirke sein, welche, vom Klima unb Boden begünstigt, zuckerreiche Rüben bauen, denn darin liegt der ganze Schwerpunkt der heutigen Zuckerfrage. Trotz des so außerordentlich vermehrten An­laufs von Rüben seitens der Zuckerfabriken werden solche doch fast ganz allgemein nur nach dem Gewicht bezahlt und erst in neuester Zeit macht sich daß Bemühen ernstlich geltend, Rüben nach Gehalt zu kaufen. Früher dahin zielende Versuche haben stets bald wieder aufgehört, da kein Maßstab gefunden wurde, welcher beiden Theilen gerecht ward, aber man sollte doch meinen, daß die übliche Polarisation uns vorlausig genügen könnte, bis etwas Besseres gesunden wäre. In welche Weise der Gehalt der Rüben auf die Rentabilität einwlrft, wie unter ähnlichen Verhältnissen, bei gleich vorzüglicher | Verwaltung, die eine Zuckerfabrik mit einem Deficit, die andere mit einem außerordent- i ittchen Überschuß arbeitet, möge in nachstehenden Zeilen verglichen werben.

Dor Kurzem würbe in diesem Blatte der Geschäftsbericht der Höllischen Zucker­siederei-Compagnie für die Campagne 188283 vetöffentlichi, wonach solche mit einem Verlust von ca. 62,183 Jk gearbeitet unb rechnet man eine Verzinsung deS Actien- capital« mit 50,000 Jk hinzu, einen Verlust von ca. 112.183 Jl. zu verzeichnen hatte. In bemfdben Jahre, also unter gleichen Geschäftsconjuncturen, hat bte Zuckerfabrik Weferlingen ihren alten Aciien (der Hälfte) eine Divibende von ca^2pCt., ber^anderen Hälfte ca. 46pCt. auSbezahlt. Beide Fabriken verarbeiteten in Diffusion 700,000 bis 800,000 Gentner. Die höllische Fabrik liegt mitten in der Stadt, hat theuere Lohn- »eryältnisse, theuere Frachten nach der Bahn und nicht billige Feuerung.

Die Wrferlinger Fabrik liegt ca. anderthalb Meilen von der nächsten Bahnstation, hat auch hohe Löhne, muß Alles per Achse verfrachten und auch die gesammte Feuerung ca. 1 Meile weit holen. Die balltsche Fabrik hat «ber Rüben von 10,9 pCt Zucker verarbeitet und mit 1,37 Jk per Centner bezahlt, wahrend die Weferlinger Fabrik Rüben mit ca. 13,5pCt. Zucker zu 1 Jk per Gentner von ihren Acttonären rc. empfing. Hätte bte Weferlinger bte 750,000 Centner Rüben auch mit 1,37 Jk per Centner bezahlen müssen, wie die Höllische Fabrik, so wäre die Dividende allerdings auf ca. 54 resp. 27pGt. berabgeminberf, aber auch bamit konnte man sich einigermaßen zusrieben er­klären, besonders bei einem Rübenpreise von 1,37 Jk per Gentner. Die Welferlinger Fabrik hat demnach ihre Rüben mit ca. 1,90 Jk per Gentner verwerthet, während die Höllische Fabrik in demselben Jahre nur 1,20 Jk für ihre Rüben hatte zahlen dürfen, um ohne Verlust au arbeiten- Es liegt also eine Werthbiffermz von ca. 70 Pfg. per Zentner Rüben vor und zeigt sich, wie unbegründet die Forderung ist, welche Einsender beS Berichts in Nr. 608 d. Ztg. stellt: bte Verringerung ber Rübenpretse auf höchstens 1 Jk per Gentner frei Fabrik. Sinb auch bie Zuckerpretse seit ber Gampagne 188283 bis heute um ca. 12pGt. gefallen, so würben nach obiger Aufstellung bte Rüben boch immer noch mit 1,14 resp. 1,10 jk verwerthet werben.

Der Bericht ber Höllischen Fabrik sagt ferner, baß sie aus ben verarbeiteten 882,090 Gentner Rüben mit einem Gehalt von 10,9 pGL Zucker 81989,88 Gentner Zucker gewonnen habe. Hätten btefe Rüben nun aber mehr Zuckergehalt gehabt, fo ist wohl nur sehr mäßig gerechnet, wenn wir für biesm Mehrgehalt dasselbe Verhältntß an Zuckergewtnn annehmen, wie bet der ersten, 10,9 pGt. und würbe bemnach inbtefen besseren Rüben jebes zehntel Procent ca. 750 Gentner Zucker ergeben haben, was zum Preise von 27 Jk per 100 Pfd. 20.250 Jk außmacht. -so daß also Rüben von. 11,2 pCt.

Lokales.

tt Gießen, 8. Februar. Was gibt Gießen für seine Armen aus? (Aus dem Verwaltungsrechenschaftsbertcht für 1882/83.) Für die Armenpflege wurden tm Rechnungsjahre 1882/83 aufgewendet: 1) von der Armenkasse 21479,09 Jk; 2) von der Plocktschen Stiftung 3481,52 Jk, tn welcher Summe jedoch ein Zuschuß von 2700 Jk zur Armenkasse enthalten ist; 3) Zuschuß aus der Stadtkasse 16 600 Jk, sodaß ber Gesammtauswano für bie öffentliche Armenpflege 38860,61 Jk beträgt.

Die Gesammtzahl ber Familien unb etnzelftehenden Personen, welche ftänbige Unterstützungen erhielten, betrug 293 Hierunter befinben sich 161, welche auf Grund beß Gesetzes über ben Unterstützungs-Wohnsitz ihren Unterstützungs-Wohnsitz hier er­worben haben. Ebenso erheblich istbteZahl ber vorübergehend mit Gelb, Kleibern, Brennmaterial, Lebensmitteln u s. w. unterstützten hier wohnenben Famtltrn und einzeln st.henden Personen, bezw. berjenigen, welche auf Grund des mtt der Landes» Universität abgcschlossenen Vertrages unentgeltliche Aufnahme in dem akademischen Hospital fanden, und solcher, welchen daß Schulgeld erlassen wurde ober für bereu .Rtnber Schulbücher angeschafft wurden. Außerdem wurden 22 Kinder auf Kosten ber Armenkasse in Privatpflege gegeben, darunter 10, deren Eltern resp. Mütter hier nicht heimathberechtig! waren. Im Bürger-Hospital befanden sich 21 Personen13 Männer und 8 Frauen außerdem vorübergehend 2 Kinder.

Die Zahl der von dem Frauenverein für Armen- und Krankenpflege ange­nommenen Diaconissinnen, welche im Bürger-HoSpital Wohnung und Mittagskost erhalten, erhöhte sich tm Etatßjahr 1882/83 auf 5.

Für 6 tn daS Landrs-Hospital Hofheim unb für 3 in die Landeß-Jrrenanstalt Heppenheim aufgenommene Personen hatte die Armenkasse das Pfleggeld zu ent» richten und zwar bet 5 auf Grund des Gesetzes über ben Unterstützungs-Wohnsitz. Ferner waren 2 Kinder in der Rettungsanstalt Arnsburg und 1 Kind in ber Blinden­anstalt tn Friedberg auf Kosten der Armenkasse untergebracht. In Gemäßheit beß S 28 beß Gesetzes über den Unterstützungs-Wohnsitz mußten 134 männliche und 28 weibliche oitflfrembe Personen bie ersteren zum weitaus größten Thule Hanbwerks- burschrn im Laufe des Jahres 1882 in bas akademische HoSpital unb 30 männliche Personen wegen Platzmangel tn bte Herberge zur Heimath, von welcher aus sie ambulatorisch behandelt wurden, aufgenommen werden und weitere 30 dergleichen Personen wurden mit Kleidungsstücken und in sonstiger Weise unterstützt. Außerdem wurde von dem Polizeiamt eine Prostituirte in bte Klmtk etngemtefen.

Das Vermögen der Armenkasse hat sich im Etatsjahr 1882/83 auf 350113,51 Jk, dasjenige ber Plock'schen Stiftung auf 100771,43 Jk erhöht.

Gießen, 13.Februar. sT Heater.) Aus einem guten Roman ein gutes Drama herauszuschneiden, ist nicht fo leicht: baß Gegentheil hat Wtthelmtne v. Hillern mit ihrerGeyer-Wally" bewiesen. Diejenigen, bie über bie rührseligen Birch-Pfeifferiaden mitleidig bie Achseln zucken, haben eS noch nicht vermocht, ihr es an geschickter Mache unb ergreifender Wirkung gleichzuthun. Die Fabel inDorf unb Stadt" ist nicht gerade compltcirt, aber die Faden ber Handlung sind mit einer Geschicklichkeit ver­schlungen, daß sich vom Anfang bis zum Ende die Anthcilnahme des Zuschauers lebendig erhält. Die Art ber Schürzung des Knotens erinnert an die besten Vorbilder der Meister französischer Dramevtechnik.

Fraulein Kohrs en I. konnte zu ihrem Benefize keine glücklichere Wahl als dieses Schauspiel treffen, denn überall, wo sie ihr Spiel nicht bis zur Höhe der klassischen Tragik zu steigern hat. wo bie Darstellung beß Naiven Sentimentalen ihre Aufgabe I tst, wirb sie stet» reussiren. Auch basCode" fanb in ihr eine höchst sympathische, zutreffende Repräsentantin, die sich insbesondere eines sehr löblichen Maßhattens be­fleißigte. Eine Hauptschwierigkeit der Partie, der Dialect, ist für sie nicht vorhanden: sie schwäbelte in ganz herziger Weise. Herr Muff mar der Urtypus eines biedern Schwaben, auch er beherrschte den Dialect vollständig. Herr Schölermann gab den Professor mit allem Nachdruck, mit edlem Feuer tn Spiel unb Sprache. Haltung unb Spiel beß Fräulein Pögner I. (Gräfin Felseck) war baß einer echten Aristokratin. Auch Herr Schönwasser (Fürst) bewegte sich mit noblem Anstande. Die aus­gesprochene Begabung der Frau Breve für Rollen wie bie beß Bärbel, kam chr sehr I zu Statten. Ohne die Uebrigen zu nennen, die sich um bte Aufführung noch ver- | bient gemacht haben, sei constatttt, daß Niemand auf die Bretter kam, dessen Spiel man als störend hätte bezeichnen müssen. Daß manches noch besser gegeben werden konnte, soll damit nicht bestritten werben.

Die ganze Vorstellung nahm unser gespanntes Interesse unb rückhaltloses Lob in Anspruch. Der Saal war namentlich in ben vorberen Reihen dicht besetzt.

e*

*5» a im %

edjti!

<Rmt

Ich" io Scheu s- B. 8au=, ® 10 Eichend unb bii.i1 für

Die M Hmßee m tz. SchniM-

Gießen, a>

M__:

N

Vom soll bie ber < stehenbe Wald- Morgen, in aus 6 ober 12 Klhhause uer Grünberg, Großh. Bist

Ich-!

Dienstag Nack soll aus hie Geineinbe 6! auf weitere werben.

ßlitnbatf), t Großh. Büi

Ho!

Mittwo-

2 Uhr ab, wirt heim rnidweri. Gcm.Mlde i

1 Stämme Mir. Du /yefrm.; 2 61 JfL Hi = 0,82 101,47 Fff

Uvrennha

241 Reiser. JNorf, ben IDiö

Ätzkn un Ärzßkiiiin

Letzen

MzenBaubeü Etelne soll &

K $orm Arainm'schtx Wiftert wen

WH, den

«ihr n«h 5; C,;