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Zeichner

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an Beethoven*

ard Wagner, jbruar 1883.

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heißt es:

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** Die häufigen Klagen über die Erfolglosigkeit einer Annonce und das dafür weggeworfene Geld würden verstummen, wenn man von Saasenstein & Vogler in Frankfurt (Main) über die Form, den Inhalt und die geeigneten Zeitungen zuvor fachmännischen Nath einholen möchte. $62

Frankfurt o. M- (Ostbohnhof). rs

Die unter a. und b bezeichntlen Nebenbahn-Projecte sind ohne Bedeutung als TranSversalbabnen. weil sie gegenüber den dadurch abgeschnittenen Theilstrecken der Linie Fulda-Gieß'N und Gießen - Frankfurt a. M. keine Wegverkürzung und keine Zetterfparniß für Re sende und Güter craebcn, wie solche« bezüglich der Linie Grün- berg«Laubach-Hungen-Fliedberg bei der Erörterung diese« Projects ausreichend dar- gethan worden ist. _ , ...

Die unter d bezeichnete L'nte ist in der den Ständen übergebenen Schrift Secundärbohn-Projecte im Grrßherzogthum Hessen" unter Nr. 2 und 3, Sette 38 bis 54 ivcl., näher erörtert worden. Nach dem der Großh. Negierung von dem Local- comite vorgelegten Projekt ist die.ige der Bahn zu 37.5 Kilometer berechnet. Die Baukosten würden 2,080,000 JL betragen. Die Nentob litättzberechnung ist nicht günstig; die JahreSzubuhe zur Verzinsung des Capital« würde, tncl. der Schädigung der Oberhessischen E senbahnen durch Verkehrsentz rhung, über 100,000 *X betrauen. Wenn die Linie auch für den Güterverkehr, wegen Abkürzung de« Umwegs über Geln­hausen, Dorthetle bieten würde, so dürsten solche für den Personenverkehr kaum nennend* werth sein, denn eine besondere Ersparntß an Zett hätte nicht Statt Um die 37.5 Km. lange Nebenbahn mit einer Mcx malgeschwindigkett von 20 Km. oder Verkehr«- geschwindigkeit von ca. 15 Km. für bte Stunde zu durchfahren, finb 21/» Zeitftunden erforderlich. (Bei der neuen Secundärbahn von Cölbe nach LaaSphe, welche eine Länge von 35.60 Kilometer hat, beträgt die mittlere Fahrzeit 2 Stunden 47 Minuten.) Züge der Oberhessischen Bahnen, welche in Gelnhausen direkten Anschluß an die Bebra- Frankfurter Bahn haben, befördern Reisende von Stockheim bi8 Frankfurt a. M in 2 bis 23/< Stunden. Dazu kommen noch die Fahrplancompltcationen in Betracht, weil auf der Nebenbahn Stockheim - Frar.ksurt a. M. nur 2, höchsten« 3 Züge nach jeder Richtung zu fahren sein würden, wenn man über da« Verkehrsbedurfnlß nicht htnausgehen und die Betriebskosten unverhältnißmäßig erhöhen will.

Unter den bestehenden Verhältnissen erachtet es bte Großh. Regierung nicht für angezeigt, auf diesseitige Staatskosten eine Nebenbahn von Stockheim über Heldenbergen und Bergen-Frankfurt a. M. zu bauen, zudem die Strecke Helbenbergen-Bergen-Frank- furt nur einen kleinen diesseitigen Ort Büdesheim berühren und somit wenig dem Localoerkehr diesseitiger Gemeinden dienen würbe. Der Bau btr Bahn in ber Richtung Helbenbergen-Vilbel wäre auch für den diesseitigen Localoerkehr von geringer Bedeutung, weil die Verkehrsbedürfnisse der betnffenben Orte Büdetzheim und Rendel durch die nahe gelegene MatmWeser-Bahn und die Friedberg-Hanauer Bahn ausreichend berücksichtigt erscheinen.

Wenn es sich darum handeln wird, die größeren Orte Ltndheim und Altenstadt in den Bahnverkehr zu ziehen, so könnte solches einfacher und billiger durch kurze Ver­bindung dieser Orte mit einer der Hauptbahnen geschehen.

Es bleibt hiernach die oben unter c. bezeichnete Transversalbahn von Ranstadt nach Rieder-Wöllstadt zu untersuchen. Für dieses Projekt, Nr. 6, Sette 71 und 72 ber SchriftSecundärbahn-Projecie im Großherzoglhum Hessen" liegen eingehendere Vorarbeiten noch nicht vor. Es hat nur etne Local-Untersuchung und technische Er­wägung der Verhältnisse ftattpefunben, auf Grunb welcher nachstehenbe Bemerkungen unb approximative Kostenveranschlagungen erfolgt finb. Es können drei Eventualitäten in« Auge gefaßt werben;

1) Man führt bte Nebenbahn von Ranstabt über Staden bis zwischen Nieder- Florstadt unb Wtckstadt, mit thunlichster Benutzung ber Chaussee, unb sucht bann bte Bahn an den Bergabhängen hersührenb, bis auf bte Höhe bes Assenheimer Bahnhofs zu bringen unb dort in bte Friebberg-Hanauer Bahn efntnünben zu lassen. Daan wäre die Verbindung von Assenheim mit Nieder-Wöllstadt ganz aufzugeben und die Verbindung mit ber Main-Weser Bahn bei Friedberg zu suchen. Die Bahnstrecke Assenheim-Friedberg der bestehenden Frtedberg-Hanauer Bahn würde diese Verbindung Herstellen. Es wäre eine Frage de« Uebereinkommcns mit der Verwaltung der letzteren Bahn, die von Ranstadt ankommenden Züge ohne längeren Aufenthalt über Assenheim b'.rect nach Friedberg zu führen, und umgekehrt bte für die Nebenbahn bestimmten Züge in Friedberg besonders abzulassen. . tt.io-.Lt.

2) Man könnte die Nebenbahn, wie unter 1 bemerkt wurde, in die Friedberg- Hanauer Bohn bei Assenheim einsühren und von dort sodann an Bruchenbrücken vorbei in bte Main-Weser-Bahn leiten, ober, von Assenheim au« bte Verbindung der Bahn mit der Main-Weser-Bahn bei Nieder-Wöllstadt suchen. Eme derartige Führung ber Nebenbahn, resp. Transoersalbabn, würde aber bedeutende Kosten veranlassen, welche durch die hohe Lage der Friedberg-Hanauer Bahn und die Thalübergänge ver­anlaßt werden. ~, , , , ..

3) Man verz'chtet ganz auf die Einführung ber Nebenbahn in bte Friedberg- Hanauer Bahn, sucht an ber geeigneten Stelle ben Uebergang von dem linken auf das rechte Unser ber Nibda, führt die Nebenbahn unter ber Friebderg-Hanauer Bahn durch unb schließt sie bei Nicder-Wöllstadt an bte Main-Weser-Bahn an. Wegen der Lage des Bohnhofs Ranstadt und wegen größerer Steigungen in ber Chaussee, wirb bte Nebenbahn von Bahnhof Ranstabt aus bis hinter Nteber-Mockstadt auf eigenem Bahnkörper herzustellen fein; von Nieber.Mockstadt dis Nieber-Florstadt kann, wenige Theilftrecken ausgenommen, ber Straßenkörper für die Bahnanlage benutzt werden. Von Nieder-Florstabt bis Assenheim würbe die Bahn auf eigenem Bahnkörper unb auf dem linken Ufer ber Ntdba weitergeführt und würde bann unter ber von ber Friebberg-Hanauer Bahn übet: bte Nibba unb das Nidbaihal errichteten Brücke burch- gesührt unb südlich von Assenheim über bte Nibda geleitet werben. Die Bahn würbe bann längs ber Straße bis in bte Nähe bet Abfahrt nach Ilbenstadt laufen, hierauf die Straße wieder verlassen unb sich längs des Berghanges bis zu der höher gelegenen Main-Weser-Bahn bei Nieder-Wöllstadt entwickeln.

(Fortsetzung folgt.)

politische tteberficht.

Gießen, 13. Februar.

Wie bekannt, werden die großen Kaisermanöver in diesem

Beilage ;u Nr. 38 desGießener Anzeiger"

Jahre vom siebenten (westfälischen) und achten (rheinischen) Armee-CvrpS auü- gesührt werden. Die Hebungen werden Parade, CorpS-Manöver «egen einen marfirten Feind jedes Armee-CorpS für sich und dreitägige Feld-Manöver der beiden Corps gegen einander umfassen. Die genannten Armee-Corps haben aus dem Beurlaubtenstande so viel Mannschaften einzuberufen, daß die betr. Trupventheile mit der in den Friedens-Etats vorgesehenen Mannschafts-Stärke zu den Hebungen abrücken können. Zeit und Gegend der Manöver sind jedoch noch nicht genau sestgestellt.

Die bayerische Abgeordnetenkammer genehmigte am Samstag einstimmig das Postulat sür die Errichtung eines neuen Gymnasiums in Würz­burg. Im Laufe der Debatte hatte der Abg. Rittler von Seiten der Rechten die Annahme desselben empfohlen unter Hinweis auf die Zusicherung des Cultus- ministers, nur katholische Professoren anstellen zu wollen. Abg. Herz hatte diesen Vorschlag bedauert und erklärt, nur Angesichts des unabweisbaren Be­dürfnisses werde die Linke für die Forderung stimmen.

Die egyptische Frage droht für das Cabinet Gladstone zum Stein des Anstoßes zu werden, über welchen dasselbe leicht straucheln könnte. Die mattherzige und unbegreifliche Politik Gladstone's in Bezug auf Egypten hat selbst im Lager seiner eigenen Partei einen Sturm des Unwillens entfesselt und in scharfen Worten tadeln es anerkannt liberale Organe, daß die auffällige Zurückhaltung des englischen Cabinets gegenüber den Vorgängen im Sudan die

Pharaonenlande hat soweit kommen lassen. Sehr bedenklich ist es, dieTimes" der Regierung einen förmlichen Absagebrief schreibt. In egyptische Politik Gladstone's betr. Artikel des genannten Blattes ycißi. ty.Mit Geduld, aber geringer Hoffnung haben wir den unlogischen Versuchen der Regierung zugesehen, und wir haben es erlebt, wohin dieselben

Es ist Zeit, zu einer klaren, bestimmten und ehrlichen Politik zurück- rukehren. Bevor "wir uns hiezu entschlossen haben, werden alle Maßregeln, um die militärische Schwierigkeit zu beseitigen, nur Palliativmittel sein und uns, vielleicht mit neuen Verlusten und vermehrtem Mißkredit, dem unausweichlichen Ende zutreiben." Es ist sehr bedenklich, wenn dies ein Blatt schreibt, das, wie Times", bisher meist die Anschauungen der Regierung vertrat und welches man als eine zuverlässige Stimmgabel für die öffentliche Meinung jenseits des Kanals betrachten kann. Herr Gladstone hat allerdings schleunigst verschiedene militärische Vorkehrungen, die Verstärkung der englischen Flotte vor Suakim u.s.w. angeorbnet, um dem weiteren Vordringen der siegreichen Schaaren des Mahdi Halt zu gebieten, aber es ist fraglich, ob er hiermit noch zurechtkommt, um die erregte Stimmung des Landes zu versöhnen. Natürlich beuten die conservativen Gegner des Ministeriums die egyptische Angelegenheit weidlich aus und darf man gespannt fein, welche Ausnahme das von den Conservativen beantragte Mißtrauensvotum gegen Gladstone im Unterhause finden wird.

Die seit mehreren Monaten tagende Commission zur Revision der Polizeiverhältnisse in der russischen Hauptstadt hat jetzt ihre Arbeiten beendigt und das Resultat derselben in einem Protokolle niedergelegt. Die Commission deckt die Mängel der Petersburger Polizei in schonungsloser Weise auf und erhebt schwere Anklagen in Betreff der Uneigennützigkeit ber Polizeiorgane. So wirb beispielsweise constatirt, daß die Paßbeamten ihre Stellung in solchem Maße mißbrauchen, baß selbst einfache Schreiber sich eine Extra-Einnahme von durchschnittlich 3000 Rubeln im Jahre zu verschaffen wissen. Auch in Betreff der höheren Polizeibeamten spricht die Commission ihr Urtheil dahin aus, daß ihre persönlichen Interessen ihnen höher gehen, als diejenigen des Publikums. Es circuliren in Petersburg Gerüchte vom baldigen Rücktritte des Stadt-

hauptmannes, Generals Gresser.

Der 10. Februar, an welchem die spanischen Republikaner das von der Regierung verbotene Banket feiern wollten, ist vorüber gegan^n, ohne daß man bis jetzt etwas von republikanischen Demonstrationen gehört hätte. Auch die Nachrichten von einem bevorstehenden militärischen Pronunci. nento haben sich als unbegründet herausgestellt und beutet überhaupt nichts im Lande auf eine derartige Schilderhebung hin. Die in Portugal und Frankreich lebenden und von dem letzten Aufstande her comprcmittirten spanischen Flüchtlinge möchten allerdings wohl gern einen kleinen Putsch infeeniren, indessen halten die vortugiesische wie die französische Regierung scharfe Wacht an ihren Grenzen, so daß eine eventuelle aufständische Bewegung in Spanien schwerlich auf Zuzug von Außen her würde rechnen können.

Am Samstag ist General Gordon glücklich in Berber, der Haupt­stadt Mittelnubiens, angekommen; die Nachricht von feiner Gesangennehmung durch der Aufständischen hat sich also nicht bestätigt. Gordon hat hiermit Den ersten Theil seiner Reise hinter sich, aber noch trennen ihn Hunderte von Meilen von seinem End­ziel Khartum, wo er, wenn Alles gut, erst gegen den 10. ober 11. März ein­treffen dürfte. Erft bann sind weitere Nachrichten von ihm zu erwarten, da der Telegraph zwischen Berber und Khartum unterbrochen i|t. Uebrigens sollen sich bereits unterhalb Khartums Jnsurgentenbanben an den Nilufern gezeigt haben unb ist baher bie Besorgniß nicht ungegrünbet, baß es einer biefer herum- streifenden Banden gelingen könnte, Gordon aufzuheben, falls sich dieser von Berber aus nicht eine starke Bedeckung mitnimmt. Mittlerweile wird wohl vor Suakim der erste Zusammenstoß zwischen den Engländern und den aufständi­schen Arabern erfolgen. Admiral Hewitt hat die Stadt mit feinen Blaujacken besetzt und das alleinige Commando übernommen, auch ist ihm die unumschränkte Militär- unb Civilgewalt übertragen woroen.

Darmstadt, 31. Januar.

Gesetz-Entwurf,

die Herstellung mehrerer Nebenbahnen betreffend.

(Fortsetzung aus Nr. 35.)

4) Nebenbahn von Ranstadt, Station der Oberhessischen Eisenbahnen, nach Nieder- Wöllstadt, Station der Mafn-Wefer-Bahn.

Bet verschiedenen vorgelegten Projecten für Nebenbahnen in der Provinz Ober- Hessen wird insbesondere betont, e« entsprächen die Richtungen der Staatsbahnen nicht den natürlichen Verkehrsbeziehungen der Provinz; insbesondere sei außer Acht gelassen

worden, daß der Gesgmmtverkehr der Provinz Oberhessen nach Frankfurt a. M. gravi- tire, und daß man bet der Anlage der Odnhrffifchen Eisenbahnen hierauf nicht die gebührende Rücksicht genommen habe. Der damals begangene Fehler sei jetzt wieder gut zu machen durch bitcctt Verbindungen mit Frankfurt a. M- mittelst Neben-, resp. TranSoersoldahnen zwischen den bestehenden Hauptbahnen, der Matn-Wefer-Bahn unb den Oberhessischen Bahnen.

ES darf daran erinnert werden, daß bie Ob-rhessischcn Bahnen Gießen-Fulda unb Gießen-Grlnhausen gegen bte ursprüngliche Ätsicht ber Großh Regierung gleich­zeitig erbaut wurden und baß insbesondere die ßtnlc Gießen-Gelnhausen nur in Folge eine« Compromisses der Abgeordneten der drei Provinzen unter sich unb ber Regierung zur Ausführung qelangte. Wenn sich bie Erwartungen, welche an btefe Linie geknüpft wurden, nicht erfüllt Haden, so kann dteserhalb ebenso wenig bte Großh. Regterung al« die Stänbe ein Vorwurf treffen, sofern man bte damals gegebenen Verhältnisse berücksichtigen will.

ES ist richtig, daß früher der Handelsverkehr der gesammten Provinz Oberhessen vorzugtzwetse nach Frankfurt a. M. gerichtet war. Gegenwärtig ist die« in dem früheren Maße nicht mehr der Fall. Die Verkchre haben sich mittlerweile, in Folge der Aus­bildung des Eisenbahnnetz'« in Deutschland, viel mannigfaltiger gestaltet. Die Natur- producte und bte landwirthschaftlichen Erzeugnisse, sowie die Gewerdserzeugnisse nehmen nicht mehr ausschließlich ihren Weg nach Fronksurt; sie gehen inSbeionbere auch nach Norden und nach Westen. Don da kommen auch, für brn Verbrauch ober für bie weitere Verarbeitung bestimmt. Steinkohlen, Rohmaterialien und Fabrikate, welche ihren Weg ü&er Gteßen unb nicht über Frankfurt nehmen. Gießen Hal bierburch, al« Eisen- bahn-Knotenpunkt, eine weit giößere Bedeutung erlangt, als es früher besaß, unb cs darf diese« Verhältntß nicht außer Acht gelassen werden.

Als TransversaU'ahnen sind folgende Proj.ctc in Vorschlag gebracht worben: a. Grünberg Laubach-Ltch-Butzbach;

b. Giünberg Laubach-Hungen-Frtebberg; eventuell Nteber-Wöllstabt;

c. Ranstadt-öss nheim-Nteder-Wöllstadt;

d. Stockheim-Linbbetm-Heldenbergen-Dilbel, eventuell Heldenbergen-Bergen-