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übertreten konntenund als diese die an sie gesellte Frage. abnungSloS vielleicht, bejaht batte, war das Fassen der Arme Keerls mittelst der bekannten Handkiammern das Werk eines Augenblicks. Nachdem demselben Handschellen angelegt waren, erfolgte die Verhaftung seiner Frau, die Beschlagnahme der Papiere, der Instrumente. Weik- zeuge, Stempel und Barbestände an fälschlich gemünztem (Selbe. Der Fang, den die Polirei gemacht hatte, war ein vorzüglicher gewesen. Keerl und seine Frau sind beide Personen von einnehmendem Aeußeren und tragen einen gewissen Grad noblen Be­nehmens zur SÄau. Das falsche Geld fand sich in einer Casse-tte rollenweise geordnet. Utter den Stempeln fanden sich auch solche, aus denen durch einen übereinstimmenden Fehler mit den hierorts schon eingezogenm Falsifikaten hervorgeht, datz Keerl auch falsche 50-Pfennig-Stücke gemacht und verausgabt hat.______

Friedberg. 31. Januar. Auf dem Haagk entstand heute Nacht vor dem Scpd'schen Hause mitten in der Straße ein mehrere Meter langes ziemlich breites Loch, in Folge besten der Hauptstrang des Gasrohres zerbrach. ES ist dieselbe Stelle der Straße, an welcher s. Z. bet der Neupflasterung der Haagkstraße der Canal mit einem Gewölbe unterfangen werden mußte. Offenbar hat man es hier mit einem alten ehe­maligen Keller ober einem ehemaligen unterirdischen Gang zu thun.

Nürnberg, 29. Januar. Am Sonntag ist der Polizei die Dingfestmachung eines Falschmünzers, dem man schon lange auf der Spur war, gelungen. Derselbe heißt Keerl und wohnt auf Schloß Veldenstein bei Neuhaus. Zu seiner Verhaftung waren, wie wir demNürnb. Anz." entnehmen, am Sonntag in der Frühe von hier aus sechs Geheimpolizisten abgegangen. Neuhaus, als eine der noch Nupprechtsstegen kommenden Eisenbahnstotioncn der Bahnl'nte Nürnberg-Boyreuth, liegt in der roman­tischen Gegend der fränkischen Schweiz. Bis die Angekommenen erfuhren, daß Keerl tm dortigen Schlöffe wohne, war der Plan zu ferner Aufhebung alsbald gefaßt. In den Vormittagsstunden näherten sich alle sechs Geheimpolizisten dem Schlosse. In der Nähe desselben angekommen, zogen sich vier derselben in Verstecke lo zurück, daß an ein Entfliehen des Verbrechers, von dessen Anwesenheit man bereits wußte, nicht gedacht werden konnte. Die beiden übrigen Diener der Gerechtigkeit begehrten hierauf Einlaß in das Schloß, um angeblich dasselbe, was von Touristen öfters geschehen soll, zu besichtigen. So kam es, daß dieselben der von ihnen gesuchten Persönlichkeit gegen-

Verkäufe und Verpachtungen, Betheiligungen, Stellen-Vakanzen etc.

werben am sichersten durch Annoncen in zweckentsprechenden Zeitungen zur Kenntniß der bez. Reflektanten gebracht; die einlaufenden Offerten werden den Inserenten im Original zugesandt. Nähere Auskunft ertheilt die Annoncen-Expedition von Rudolf Moste, Frankfurt a. M-, Roßmarkt Nr. 3.73

Iagdvkrpachluug der Stadt Allendorf a. d. Lda. Mittwoch den 13. Febr. *) er.

Mittags 12 Uhr, soll die hiesige Gememdejagd in zwei Abheilungen auf weitere 6 Jahre auf hiesigem Nathhaus öffentlich ver­pachtet werden.

Die Bedingungen werden in dem Versteigerungstermin bekannt gemacht.

Allendorf a. d. Lda., 25. Jan. 1884. Gr. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda. 639 Bieber.

*) Im ersten Inserat irrthümlick Dienstag den 12. Februar er-

Jagdverpachtimg.

Samstag den 9. Februar ds. Js'

Nachmittags 2% Uhr soll im Gemeindehaufe dahier die Jagd der Gemeinde Alten-Bufeck in 2 Abteilungen auf weitere 6 Jahre öffentlich verpachtet werden.

Alten-Buseck, 28. Jan. 1884. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck.

Wasenbach. 738

Isgdverpachlung.

Dienstag d. 12. Februar l. I.,

Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem Gemeindehaus dahier die der Gemeinde zustehende Feldjagd, circa 665 Hectar, auf weitere sechs Jahre verpachtet werden.

Leihgestern, am 28. Januar 1884. Großh. Bürgermeisterei Leihgestern.

Heß. 699

Fichtennntzhol;- versteigerrrng in der

König!. Oberförstern Brand- obernborf

Schutzbezirk Cleeberg.

Montag den 11. Febr. 1884,

Vormittags von 10 Uhr ab werden in dem fiscalischen Walddistricte 15 d Aulbachswald (unmittelbar an der Branntweinstraße gelegen, 6 Klm. von der Station Butzbach) versteigert: 1000 Fichtenstämme mit 250 Festm., 929 Fichtenstangen I. bis III. Classe.

Brandoberndors, d. 30. Jan. 1884. Der König! Oberförster.

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R-daction: A. Scheyda. Druck und Verlag der Brüh l'scheu Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.

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