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4. des Abgeordneten Reinhart, die Erhaltung der Baudenkmäler des Landes betreffend (Beil. Nr. 300).

v. Berathung über:

Beil. Nr. 1. die Bitte mehrerer Civilbeamten wegen nochmaliger Eröffnung der 324 in den Bekanntmachungen vom 4. December 1874 bezüglich der Berechnung der Dienstzeit der nach dem Edtct vom 12. April 1820 penfionsberechttgten Ctostbeamtrn vorbesttmmten Fristen;

323 2. die Beschwerde der Industriellen und Bewohner der Gemeinde

Mombach wegen Erhebung von Werftgebühren in dem Floßhafen der Stadt Mainz;

296 3. den Antrag der Abgeordneten Haas und Hing er, Aufnahme

(mündlicher Be- eines um 2000 > oberen Betrags für den Gehalt des Vorstehers der

richt, Prot. 65, landwirtschaftlichen Versuchsstation m das Staatsbudget für 1885/88 Sette 3) betreffend;

322 4. daS Gesuch der Großh. Bürgermeisterei Friedberg, die Verwilligung

von Geldmitteln zur Bestreitung der Kosten für die Ausfertigung der Eigenthumsmkundcn nach vollzogener Zusammenlegung der Grundstücke in dortiger Gemarkung betreffend;

49.321 5. den Antrag des Abgeordneten Mölltnger, das Landstreicher­

wesen betreffend.

©erlitt, 1. Juni. Dem Bundesrathe find die vom königlich vreußischen, bezw. von dem königlich bayerischen Krtegsmintsterium aufgestellten Uebersichten der Resultate deS Ersotzgeschäfts pro 1883 zugegangen. Danach werden in den Bezirken des 1. bis einschließlich 15. ArmeecorpS in den alphabetischen und Restanten - Listen geführt 1,181,016 Mann. Davon find unermittelt 33,818; ohne Entschuldigung ausgeblieben 103,251, anderwärts gestellungspfl'chttg geworden 250,017, zurückgestellt 438,845, aus­geschlossen 1210, ausgemustert 57,976, der Ersatzreserve I. überwiesen 88,643, der Ersatz« reserve II. überwiesen 50,620, der Seewehr 11. überwiesen 311, ausgehoben 124,125, überzählig geblieben 13,577. freiwillig etngetreten 18,623. Von den ausgehobenen kamen Dienst mit der Waffe 118,508, zum Dienst ohne Waffe 3410, für die Flotte auS der Landbevölkerung 755, aus der seemännischen Bevölkerung 1452, wegen unerlaubter Auswanderung wurden verurtheilt aus der Landbevölkerung 14,367, aus der see­männischen Bevölkerung 335, noch in der Untersuchung befindlich sind von der Land­bevölkerung 13,844, von der seemännischen Bevölkerung 334 Mann.

Durch eine Eingabe der Handelskammer zu Minden an das ReichSkanzler- amt, der sich ohne Frage mehrere ähnliche andere Handelskammern angeschlossen haben, ist eine Frage zu amtlicher Behandlung gelangt, die in der Geschäftswelt seit Jahrm lebhaft besprochen wird und in welcher unbedingt Wandel geschaffen werden muß das ist die Frage des öffentlichen staatlichen Submissionsverfahrens. AlS die Haupt- übelfiände bei den jetzigen Gepflogenheiten bezeichnet die Eingabe der Subjectimtät bet der Zuschlagsertheilung, die meist von nicht fachkundigen Decernenten abhängt und die fast absolute Bevorzugung des Mtndestfordernden. Eine größere Objecttvität bei der Zuschlagsertheilung hält die Mindener Handelskammer für erreichbar durch Errichtung von den Handelskammern attachtrten Gewerbe - Abtbetlungen. Diese Gewerbe-Ab- thellungen wären aus der Gewerbe - Commission der Handelskammer, aus Vertretern gewerblicher Vereinigungen und andern, durch die Handelskammer zu berufenden selbst­ständigen Gewerbetreibenden zu bilden. Eine aus der Mitte solcher Abtheilungen ge­wählte ständige Commission müßte den Behörden gutachtlich zur Seite stehen und gegen die Anschauungsweise nicht technischer Decernente« ein Gleichgewicht ouSzuüben im Stande sein. Es gilt dies namentlich bet der Feststellung ortsüblicher Preise, welche bei der Zuschlagsertheilung als Norm zu dienen haben, sowie für die Beurtheilung der Qualität bet etnzureichenden Proben von Matertalien. Heber die Bevorzugung der Mtndestfordernden sagt die Eingabe an daS RetchSkanzleramt zutreffend: »ES läßt sich nicht in Abrede stellen, daß die etnsettige Bevorzugung des Mtndestfordernden den Hauptübelstand des gegenwärtigen SubmtsfionSverfahrens bildet- Dadurch wird der leidige Satz »Billig unb schlecht" zur Wahrheit unb es findet eine schädliche Rückwirkung auf die Ausführung deS Unternehmens wie auf ben ehrenwerthen Character deS Unter­nehmers statt- Der Umstand contrastirt auch mit den höchst amzuerkennenden Be­strebungen der StaatSregierung ,be* Mb eiterst ande hoffen zu wollen" indem daS niedrigste Gebot sich im billigsten Material und in den niedrigsten ArbrttSlöhnen zu erholen hat. Nach Möglichkeit muß der Mindestfordernde «nSgefchlosftn und Dem­jenigen der Zuschlag ertheilt »erden, welcher sich den von der Gewerbe-Commission alS ortsüblich festgesetzten Preise» am meisten nähert." Auch ist eS auf einzelnen gewerb­lichen Gebieten seh, wenig am Platz, Arbeiten, die alljährlich wieder kehren, jedes Jahr wieder zu verdingen, statt im Voraus auf eine größere Zahl von Jahren. Wenn ein Unternehmer weiß, daß Neueinrichtungen, die er oorntmmt, fünf Jahre lang Zeit hätten, sich rentabel zu machen, so kann er unbeschadet der Solidität der Arbeit btUig liefern, wenn er diese Einrichtungen trifft; muß er aber besorgen, daß tm nächsten Jahre ein Concnrrent, der ja dann feinen niedrigsten Pre.« kennt, ihn unterbietet, well er eine Möglichkeit herauSgeklügelt hat, auf Kosten entweder der Güte der Arbeit und deS Materials ober burch Hintergehung der nicht fachmännischen Decernenten,. die früheren Lieferer zu unterbieten, so hört geradezu die Möglichkeit solider Ardett auf und das Handwerk wird von StaatSwegeu systematisch zum Pfuschen und zum Be­trügen, eS wird, waS noch schlimmer, zum Herstellen unsolider gleißnerischer Schund- waare erzogen. Die Klagen über daS jetzige staatliche BergebungSwesen sind so all­gemein in allen gewerblichen Kreisen verbreitet, daß eS wahrscheinlich nur der Anregung bedurft hat, um mindestens in dm angegebenen Punkten Bbhülfe herbeizuführen. Es ist zu erwarten, daß sich die meisten Handelskammern dem Vorgehen der Mindener aittckstießen werden. (K Z.)

Telegraphische Depesche«.

»olff's telegr. Lorresporrderrz-Bttrearr»

Berlin, 4. Juni. Die Kaiserin von Rußland traf heute 12 Uhr Mittags hier ! - SP? roSrl>e öott Sr. Majestät dem Kaiser, sämmtlichen hier anwesenden Prinzen des Königlichen Hauses, der Frau Kronprtnzesfin, der Prinzessin Victoria, der Frau Erbprtnzesstn von Meiningen, dem Prinzen August von Württemberg und dem Prinzen Moritz von Sachsen-Altenburg auf dem Central-Bahnhofe, Friedrichstraße, empfangen und herzlichst begrüßt. Nachdem Se.Maj. der Kaiser die Kaiserin von Rußland in den Königlichen Wartesalon geführt und hier die Vorstellung be« beiderseitigen Gefolge« nWfunben hatte, fuhr die Czarewna mit der Frau Kronprinzessin und der Groß­fürstin Xenia in einem Hof-Galawagen nach dem Russischen Botschafts - Hotel, wohm der Kaiser die Prinzen und Prinzessinnen folgten. Auf dem Wege vom Bahnhof zum BotschaftS-Hotel wurden die Czarewna und der Kaiser von der zahllos herbeigeströmten Menschmmenge mit entbusiastischen Hochrufen empfangen. In dem russischen Bot- wurde die Czarewna von der Frau Großherzogin von Baden im Namen Ihrer Majestät der Kaiserin, sowie von den nicht auf dem Bahnhof anwesend gewesenen Prinzessinnen empfangen. - Seine Majestät der Kaiser und die Prinzen trugen die Uniform ihrer russischen Regimenter mit russischem OrdenSbande.

m ber tn ^mReichsanzeiger" veröffentlichtenOrdnung der Feier der

Gruvdste^legung für das ReichStagSgebäude am 9. Juni 1884, Mittags 12 Uhr-, ver­liest der Reichskanzler die für den Grundstein bestimmte Urkunde. In den Grundstein werden versenkt: Der Erlaßan daS deutsche Volk", gegeben im Hauptquartier ^^sallles den 17. Januar 1871, betreffend die Erneuerung der deutschen Kaiserwürde, C» & !oo?n0 des deutschen Reiches, das Handbuch des deutschen Reiches auf das Jahr 1884 - die Baugeschtchte deS Reichstagsgebäudes, - Pläne der Stadt Berlin und ihres Weichbildes, - und ein vollständiger Satz der Reichsmünzen, zu- fammengestellt aus Prägungen aller deutschen Münzstätten. Der bayerische stimm- führende Bevollmächtigte zum Bundesrath überreicht Sr. Majestät dem Kaiser unter einer Ansprache die Kelle, mit welcher Allerböchstderselbe Mörtel aus den Grundstein wirft. Hierauf überreicht der Präsident des Reichstags ebenfalls mit einer Ansvrache Welchem Se. Majestät der Kaiser die drei Hammerschläge vollzieht.

Nach Allerhöchstdemselben führen Hammerschläge Ihre Majestät die Kaiserin, ber Äroö;

Baden, die Prinzen und Prinzessinnen deS Königlichen Hauses, der Reichskanzler, die Generalfeldmarschälle, die dazu befohlenen «omwandirenden Generale, die Ritter des Schwarzen Ablerordens, die Bevollmächtiaten der Präsident, die Vicepräsidenten, Schriftführer und Quästoren des Reichstags, die preußischen Minister, die Chefs der Retchsämter, die Mitglieder der Baucommission und die beiden Architekten. Nach dem Gesang des Domchors folgt ber ^.bespruch des OberhofpredigerS Dn Kogel, worauf zwei Verse deS LiedeS ^Nun rsuktt Alle Gott" gesungen werden. Mtt einem Hoch auf den Kaiser, welches von dem

Präsidenten des Reichstags ausgebracht wird und wobei die VersammlungHeil Dix im Siegerkranz" anstimmt, schließt die Feier.

Im Lause des heutigen Nachmittags empfing die Kaiserin von Rußland den Besuch Sr. Majestät des Kaisers, der Kronprinzessin, ber Großherzogin von Baden, sowie der übrigen Prinzessinnen des Königlichen Hauses. Nachmittags 4 Uhr fand zu Ehren der Kaiserin von Rußland bei Sr. Maj. dem Kaiser ein Galadiner statt, an welchem die Großfürstin Katharina, die Herzogin Helene, der Prinz Waldemar von Dänemark, die Mitglieder des Königlichen Hauses und die Mitglieder der russischen Botschaft theilnahmen.

Wie derReichsanzeiger« meldet, werben an ber Feier der Grundstein­legung zum Reichstagsgebäude auf Befehl Seiner Majstät des Kaisers auch sämmtllche Generale und Regiments-Commandeure des Gardecovs theilnehmen.

Rumpenheim, 4. Juni. Die Prinzessin von Wales ist mit ihren Kindern heute Nachmittag nach Wiesbaden abgereist.

Wiesbaden, 4. Juni. Der König und die Königin von Dänemark und die Prinzessin von Wales nebst ihren Töchtern sind heute Nachmittag zn. längerein Kurgebrauche hier eingetroffen.

Kaiserslautern, 4. Juni. Die Nähmaschinen-Fabrik von KöniK und Comp. ist heute nach Mitternacht vollständig niedergebrannt, die gegenüber­liegende Pfaff'fche Nähmaschinen-Fabrik konnte nur mit größter Mühe gehalten werden. König's Fabrik war die jüngste der hiesigen Nähmaschinen-Fabriken, beschäftigte gegen 240 Arbeiter und lieferte 40 Maschinen täglich; sie war ver­sichert bei demPhönix" und der Leipziger Gesellschaft. Der Brand brach nach Mitternacht im Maschinenhaus und am Dachfirst des Hauptbaues aus. Großer Wassermangel verhinderte die Rettung der beiden ersten Stockwerke. Gegenwärtig brennt das Erdgeschoß aus.

Bremen, 4. Juni. Der PostdampferFrisia" der Hamburg-Amerika­nischen Packetfahrt-Actiengesellschaft, welcher heute Morgen Lizard passirte, be­richtet, er habe den Norddeutschen LloyddampferMain" gestern Mittag aus 49,50 nördlicher Breite und 11,33 westlicher Länge mit gebrochenem Schaft gesprochen; an Bord desMain" sei Alles wohl, es sei Ordre nach Falmouth gegeben, einen Schleppdampfer nach demMain" abzusenden.

Pesth, 4. Juni. Durch die Uebereinstimmung der Thatnmstände mit dem vom Anarchisten Fried abgelegten Geständnisse ist nunmehr sestgestellt, daß Fried bei dem Eisert'schen Raubmorde als Aufpasser fungirt hat. Als die eigentlichen Thäter werden die Anarchisten Kammerer und Stellmacher von Fried bezeichnet. Der Plan zu dem Elsert'schen Raubmord ist in Pesth gefaßt worden, wohin Fried auch einen Theil der geraubten Wertpapiere ge­bracht hat.

Der Anarchist Scheffler ist in dem gegen ihn geführten Preßproceffe für schuldig erklärt und zu einer Gefängnißstrafe von 21 Monaten, sowie zu einer Geldbuße von 1100 Fl. und in die Kosten vemrtheilt worden. Scheffler hat die Nichtigkeitsbeschwerde angemeldet.

Klauserrburg, 4. Juni. In Gyergyoalfalu ist es zwischen den Par­teien zu Schlägereien gekommen. Die einschreiiende Gensd'armerie wurde mit Steinwürfen empfangen und angegriffen; zwei Gensd'armen wurden schwer verletzt, 8 Personen niedergeschoffen. Eine Untersuchung ist eingelettet.

LonDorr, 4. Juni. Gestern ist zwischen Salisbury und Winborne ein Eisenbahnzug theilweise den Damm hinabgefallen, wobei 4 Passagiere getödtet und 25 verwundet wurden, von den Letzteren 6 bis 8 schwere.

Pvrt Smd, 4. Juni.. Heute Morgen wurden auf dem englischen AvisoIris" 250 Mann engelische Marine-Infanterie eingeschifft, um sich so­fort nach Suakim zu begeben.

Lokales.

Gießen, 5. Juni. [® leiberg.J Samstag dm 31. Wai war im großen Saale auf tz<m Gleiberg bie Generalversammlung des Gleiberger GeselligkettSveretns, der sich bekanmUL bte Aufgabe gestellt hat, die wundervoll gelegene Burg, soweit sie noch unter Dach steht, wieder herzustellen und zu einem sngenehmm Aufenthalt für Jedermann zu machen.

Wie dies Über Erwarten ber angestrengten Thätigkett weniger aufopferungs- fähiger Männer gelungen ist, davon kann sich Jeber überzeugen, der daS in wenigen Jahrm Geschaffene betrachtet und den jchtgm Zustand der Burg mit dem früheren vergleicht.

Vor Allem war dazu Geld nöthig. Es wurden zu dem Zwecke Antheilscheine * 20 JL au-gegeben und jeder Besitzer eines solchen ist Mitglied deS Vereins. Auf diese Welse kamen biS Ende 1883 6200 «Mu zusammen, die für die ersten nothwendigen Ausgaben avSreichteu. Sehr bald aber stellte sich größeres Bebürfnitz nach bedeu- tenbereu Geldsummen heraus und mußten 11000 Jh als Hypothekschuld contrahirt werden. In der That wurden für Bauten und Mobilien aufgewendet 18150 JL. Wer den schönen Saal und das gemalte, sowie das daneben liegende getäfelte Zimmer im Unterstock gesehen hat und bte schönen stilgerechten Stühle und Tische, wird begreiflich finden, daß dafür bedeutende Summen aufgewendet werdm mußten. Und trotzdem blieb noch ein BaarvorrMH von 1200 JL Die Differenz zwischen den beiden letzt­genannten Summen gegen die beiden ersten aus den Anthetlscheinen und der Hypothek­schuld ergibt sich auS den Einnahmen der Gesellschaft aus ber Wrrthschaft. Diese warf nämlich im Jahre 1883 einen Reingewinn von 1116,48 «M. ab. Damit wurden bie Kapitalzinsen, die Geschäftsunkosten und daS sehr beträchtliche Deficit bet dem Eröffnungsfest (195,62 «M) gedeckt. Daß bte Gesellschaft bei dieser Gelegenbett einen so großen Verlust hatte, ist vabmch bedingt worben, daß nicht sie an diesem Tage den Wtrthschaftsvorthetl hatte. Doch blieben am Schluffe dcö Jahres noch 207,75 Ueberschuß in ber Kaffe.

Wie stark der Besuch des Gleiberg und seiner Wirthschaft ist, ergibt sich am besten daraus, baß 1883 verbraucht wurden: 18000 Liter Actiendier und 1800 Flaschen Wein und Spirituosen. In den 3 letzten Monaten wurde auch Frankfurter Flaschen­bier verabreicht und 600 Flaschen davon verbraucht. Wie Jeder auf dem Gleiberg sich Überzeugen kann, ist bie Weinkarte mit deutschem und ausländischem Gewächs sehr reichhaltig; doch wurde allermeist Zeltinger getrunken (248 ganze und 303 halbe Flaschen). Am wenigsten verbraucht wurde Champagner (8 Flaschen).

Dies sind nur einige wenige Zahlen aus ber selbstverständlich sehr complicirten, aber sorgfältigst geführten Abrechnung. Sie zeigen wenigstens, daß bte Wiederher­stellung des Gleibergs und eine gute Wirthschaft daselbst ein dringendes Bebürfnitz war, nicht für Gießen allein, sondern auch für eine viele Meilen weite Umgebung. Ader bis jetzt ist nur ber Anfang gemacht mit den Arbeiten zur Wiederherstellung des Nassauer- und des Alberiusbaues. Weite herrliche Räume stehen noch wüst und leer; auch sie sollen nach und nach in Angriff genommen und auSgebaut und stilgerecht möblirt werden. In der Ruine haben die Erdarbeiten beim WegrSnmen deS Schultes ungeahnte Entdeckungen aufgeschlossen; am merkwürdigsten ist der Unterbau des mächtigen vtereckkgen Bergfried, von dem man keine Ahnung hatte. Aber auch da ist nur ber Anfang gemacht und bleibt noch sehr viel auszudecken übrig. Einzelne Mauer­stellen drohen mit dem Einsturz; sie müssen ausgebessert werden; das Dach deS Thurms erfordert einen Umbau; der Saal und bte oberen Zimmer müssen burch eine zweite Treppe zugänglich gemacht werden, um im Falle eines Unglücks (man denke nur an den Blitzschlag tm vorigen Jahre) bie Räume rasch entleeren zu können; ein un­scheinbares, aber höchst nöthtges Lokal bedarf dringend ber Verbesserung; ein Blitz­ableiter für beide langgiebelige Gebäude wird, besonders auch der langen Entstellung wegen, sehr kostspielig werden; - kurz, es find dringend wettere Geldmittel nöthig und ergeht hierdurch sn alle, bie im Stande sind, hier helfen zu können, bie dringende Bitte, durch Zeichnung weiterer Antheilscheine der Gleibergkasse kräftig unter die Arme iu greifen.