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Abg. Muhl (Berichterstatter) gab einen Hebei bild über das Material, w»lcheS In dem Gesetzentwurf geboten. Derselbe enthalte zwei Steuern, eine Erbschaftssteuer, die man seither schon unter dem Namen Eollateralfteuer besessen, und zweitens den Vorschlag einer Schenkungssteuer; beide hätten unverkennbare Aehnlichkett.

Der Wunsch, eine R^v sion der bezüglichen Materie eintreten zu lassen, sei sehr alt und gäben auch Preußen, Bayern, Sachsen und Württemberg, auch Baden, Vor­bilder für die hessische Gesetzgebung ad.

Der Ausschuß sei nur mit einem gewissen Widerstreben darangegangen, seine Zustimmung dazu zu erthetlen, daß nicht mehr, wie seither üblich, die Gerichte die Ent­scheidung in der Hand haben sollen, sondern der Verwaltungsgerichtshof, und wenn er sich dennoch dazu entschlossen, so käme dies daher, daß der VerwaltungsgerichtShof durch seine jetzige Besetzung eine gerade so zuverlässige Rechtsprechung ergäbe als die Gerichte selbst und weiter Hobe es seinen Grund darin gehabt, daß auf diesem Wege weit weniger Kosten den Pflichtigen erwachsen alS durch Anrufung der Gerichte. Der Redner geht noch näher auf einzelne Punkte der Gesetzgebung ein und bemerkt, der Ausschuß habe zuerst den ganzen Titel der Schenkungssteuer ablehnen wollen, allein er glaube jetzt, daß die Bestimmungen nothwendtg seien, um Hinterziehungen zu ver­meiden ; auch seien nunmehr verschiedene Steuerquellen neu htnzugekommen, wozu -. B- Fideicommtsse und Familiensttstungen gehörten.

Die Regierung sprach durch den Mund des Herrn Ministerialrath Müller dem Berichterstatter ihre volle Anerkennung aus für den ausführlichen und gründlichen Be­richt, besonders dadurch den Tod des früheren Referenten im Ministerium, Oberfinanz, rath Hofmann, die Regierung oftmals nicht in der Lage gewesen sei, genügendes Material zu liefern und die nöthige Auskunft zu ertheilen.

Der erste Theil des Gesetzentwurfs, welcher die Erbschaftssteuer betrifft, wurde von der Kammer nach den Anträgen des Ausschusses, resp. unter kleineren Abänder­ungen angenommen, ohne daß eine längere Diskussion bei den einzelnen Artikeln entstanden, da auch die Regierung meistens ihr Etnvcrständnrß zu den betr. Anträgen erklärt hatte.

Zu Art. 6 beschloß die Kammer, den Zusatz dem AusschußminoritStsantrag ge- « zu machen, daß Zuwendungen an Armensttstungen, sosern deren Nutzungen zum unmittelbaren Genuß der Armen dienen (sowohl zum Behuf- der Gründung solcher Stiftungen, alS nach der Gründung), sowie sonstige directe Zuwendungen an Arme (o h n e Begründung einer Stiftung) von der Entrichtung einer Steuer befreit sind.

Art. 26, welcher in seinem ersten Absatz die Bestimmung enihält, daß bet fort­gesetzter allgemeiner ehelicher Gütergemeinschaft der Vermögens-Autheil eines ver­storbenen Kindes als zu gleichen Theilen an die übrigen Theilhaber übergegangen zu versteuern sei, wurde besonders in der Erwägung, daß diese Bestimmung mit der zu Art. 6 beantragten Befreiung der Ascendenten bezüglich ihrer gesetzlichen Jntestatportion und der Befreiung der Geschwister bezüglich desjenigen ihnen angefallenen Vermögens, welches als eine Quote des Nachlasses des verstorbenen Elternthetls erscheine, im Wider­spruch stehe, abgelehnt.

In der nächsten Sitzung, morgen Vormittag, wird zur Berathung bc8 zweiten Theils des Gesetzentwurfs geschritten, welcher die Schenkungssteuer vorschlägt.

Berlin, 2. März. Der Reichstags-Abgeordnete Dr. Friedrich Kapp erläßt folgende Erklärung:

Bet Besprechung der Resolution, welche das Washingtoner Abgeordnetenhaus über das Hinschetden Lasker's gefaßt hat, bin ich ohne jeden Grund von verschiedenen Zeitungen als der Veranlasser, Verfasser oder Vermittler dieses Beschlusses in die Debatte gezogen worden. Um diese leichtfertigen, völlig aus der Luft gegriffenen Be­hauptungen ein für allemal gebührend zurückzuwetsen, erkläre ich hiermit, daß ich nie mit jenem hochachtbaren Körper In Verbindung gestanden und daß ich weder direct noch durch eine Mittelsperson ihm irgendwelche schriftliche noch telegraphische Mtt- thetlung gemacht, noch von ihm eine solche empfangen habe. Ich habe auch nicht die Ehre, den jetzigen amerikanischen Gesandten persönlich zu kennen, ja, ihn sogar nie ge­sehen und gesprochen. Herr Sargent hat mich am Tage nach dem Begräbnisse Lasker's schriftlich um die Adresse von dessen Bruder gebeten und natürlich habe ick sie ihm umgehend übersandt. Uebrigens kann ich hier schließlich die Bemerkung nickt unter­drücken, daß der amerikanische Congreß eine polttisck viel zu gebildete und unabhängige Versammlung ist, als daß ein verständiger Mann sich versucht fühlen könnte, ihn mit persönliche« Wünschen oder Anliegen von der Fremde her zu behelligen."

Norwegen.

Christiania. Während der König von Norwegen und Schweden in Chrtstiania^ weilt- ist sein Minister Selmer vom Reichsgericht zur Amtsentsetzung und schwerer Geldstrafe verurtheilt worden und der übrigen StaatSräthe wartet voraussichtlich ein ähnliches Hrtheil. Sie werden verurtheilt aus Gründen, die uns kaum verständlich find, nämlich weil sie dem Könige Ruthschläge ertheilt haben, die, so viel wir urtheilen können, nützlich und nöthig warm und keineswegs ungesetzlich. Die schlimmste Be­schuldigung ist, daß sie dem König gerathen haben, nicht 30,000 Kronen zur Bildung einer Miliz zu bewilligen, als deren Zweck die Beschützung deS Volkes angegeben und von der radtcalen Partei deutlich genug bezeichnet war als Kern einer Revolutions­armee. Heber den bedauerlichen Streit zwischen Krone und Storthing in Norwegen werden in der Presse manche Hrtheile gefällt, die von geringer Kenntniß der Verhält­nisse zeugen. Es handelt sich in der Hauptsache nicht darum, ob der König dlos ein aufschiebendes Veto hat, denn im Grundgesetz ist schon ausgesprochen, daß dem Könige bei der Gesetzgebung nur ein aufschiebendes Veto zustehe, welches bei der dritten Wieder­holung des Beschlusses durch daS Storthing erlischt. Der Streit ist nur darüber, ob der König auch in Bezug auf das Grundgesetz selbst in ähnlicher Weise beschränkt sei. Der König sagt mit Recht, daS Grundgesetz sei ein Vertrag zwischen Volk und Herrscher unb könne nur durch eine gemeinschaftliche Uebereinstimmung abgeLndert werden, sonst könne ja daS Storthing ihn durch dreimaligen Beschluß seiner Krone berauben. Im Jahre 1824 hat übrigens daS Storthing selbst mit allen Stimmen gegen zwei anerkannt, daß in Verfassungsangelegenheiten der König ein unbedingtes Veto habe. Die gebildete Bevölkerung Christianias steht entschieden auf Seiten des Königs. Heber das Hrtheil des Reichsgerichts kann man sich nicht wundern, da nicht ruhige, rechtsgelehrte, un­parteiische Richter es fällen, sondern daS Reichsgericht zusammengesetzt ist aus leiden­schaftlichen Parteigängern der rabicalen Bauernpartei, die in diese Streitigkeiten so tief verwickelt sind, daß man ihr Hrtheil voraus wissen konnte. Das Reichsgericht ist wenig mehr als ein Ausschuß der Mehrheit des Storthings. Von den 17 LagthingS- männern, welche mit den 9 Mitgliedern des höchsten Gerichtshofs zusammen das Reichs­gericht bildeten, gehören 9 dem Bauernstände an, 3 sind Lehnsleute ober Schulzen, 2 Schullehrer unb je einer Abvocat, Forstmeister und Küster. Jedenfalls war ba3 fachjuristische Element der Partei gegenüber, die daS Storthing für das Richteramt ver­trat, in entschiedenster Minderheit.

England.

London, 3. März. Die Polizei ist zwei Männern, anscheinend Amerikanern, auf der Spur, welche die Höllenmaschinen in den Gepäckräumen des Victoriabahnhofs, sowie der Bahnhöfe von Charing Croß, Paddington und Ludgate Hill aufgegeben haben sollen. Dieselben hätten, wie es heißt, am 20. Februar Abends Wohnung im Waverley Hotel, Great Porland Street, genommen und am folgenden Montag Morgen das Hotel wieder verlassen. Die Handkoffer der beiden im Verdacht stehenden Männer -sollen mit den aus den Bahnhöfen von Charing Croß, Paddington unb Ludgate Hill ausgesundenen identisch fein.

Telegraphische Depeschen.

Wolff s lelegr. Eorrespondem-Burea«.

Berlin, 4. März. Das Abgeordnetenhaus beschäftigte sich heute bei der dritten Lesung des Etats zunächst mit dem deS Ministers des Innern. Der Abgeordnete Wierzbinski klagte hierbei darüber, daß in der Provinz Pofen den neuen Ortschaften deutsche Namen beigelegt würden, worauf der Minister antwortete, daß die Interessen der Verwaltung unb des Verkehrs dieses wünschenswerth machten unb baß ferner die Namengebung von der Königlichen Genehmigung abhänge. Der betreffende Etat wurde hierauf genehmigt. Bei dem Etat für die Landwirthschaft kam der Abgeordnete Dirichlet auf die Vorgänge bei den Neuwahlen des landwirthschastlichen Centralvereins in Königsberg zurück. Der Minister entgegnete, daß er, so wett es ihm möglich gewesen sei, eine Remedur habe eintreten lassen. Die betreffenden Vorgänge seien die Folge der eigenartigen Entwickelung des Vereinswesens und des Wahlmohus tn Ost­

preußen ; die Verantwortlichkeit habe der Centralverein selbst zu trogen. Auch dieser Etat wurde genehmigt. Bei dem CultuSetat brachte der Abgeordnete Meyer Wünsche tn Betreff der klinischen Anstalten der Hniversttät Breslau vor, worauf der RegierungS» commiffar die Forderung für den Neubau der Anatomie und Frauenklinik für den nächsten Etat in Aussicht stellte. Für morgen sind die Berathung über den auf Aufhebung deS Sperrgesetzes gerichteten Antrag des Abgeordneten Winothorst und bte Fortsetzung der dritten Lesung des Etats auf die Tagesordnung gesetzt.

Agram, 4. März. Bei den Schneidergehtlfen Srnec und Hirscha hier würben Schriftstücke mit Beschlag belegt, aus denen deren Verbindung mit dem Redacieur Prager tn Pest unb mit ben socialistischen Arbeitervereinen tn Luzern unb Zürich hervorgeht, Srnec ist verhaftet unb bem Gerichte vorgeführt worben, Hirscha liegt krank darnieder. Vier andere Arbeiter find gestern als der Mitgliebschast bet sociAllsti- schen geheimen Vereinen verdächtig verhaftet worden. DaS weitere Erscheinen be& Starceoic'schen OrganesSloboda" ist untersagt worben.

Bern, 4. März. Die Berner Regierung hat gestern die Verhaftung des Präsidenten des hiesigen Anarchisten-Vereins, Kennel, beschloffen. Derselbe ist eines gemeinen Verbrechens verdächtig.

Bern, 4. März. Der hiesige Große Rath hat sich mit 118 gegen 66 Stimmen für die Beibehaltung des Impfzwangs ausgesprochen, die Volksab­stimmung darüber bleibt vorbehalten.

Der Bundesrath beschloß, von künftigen Bewerbern um das Schweizer Bürgerrecht statt der Entlassungs-Urkunde aus dem bisherigen Staatsverbande nur eine Entlaffungs-Zusicherung zu erlangen.

Bei dem verhafteten Präsidenten des Anarchisten-Vereins, Kennel, ist eine Haussuchung vorgenommen, das Ergebniß derselben wird geheim gehalten.

London, 4. März. Eine der Regierung gestern Abend augegangene Depesche des Generals Gorbon meldet, Stewart sei von seiner zweiten Expedit on nach dem Weißen NU tn Khartum wieder eingetroffen, derselbe habe die Luge der Dinge am Weißen Nil etwas befriedigender gefunden.

Hongkong, 4. März. Meldung derAgence HavaS". In Shanghai würben bei einer Schlägerei zwischen chinesischen Soldaten unb Europäern zwei Personen durch Bajonnetstiche verwundet.

Kairo, 4. März. (Telegramm desNeuter'schen Bureaus.") General Graham hat nunmehr Befehl erhalten, nach Trinkitat zurückzukehren und ba* selbst weitere Instructionen zu erwarten.

Vermischte

Marburg, 4. März. Heber ben in Nordeck tn der Nacht vom 2 zum3. d.M. verübten Mord erfahren wir noch, daß gestern Morgen gegen 7 Uhr von der Dienst- magb Eckstein aus Nüddingshausen, welche bet ben Ermordeten tn Diensten stand, die Ehefrau Wolf im Blute vor ihrem Bett liegend gesunden wurde. Der Frau war mA einem stumpfen Instrument der Schädel eingrschlagen, so baß das Hirn herauöfloß; der Mann schien erdrosselt zu fein unb lag tobt im Bett, währenb die Frau bet der Entdeckung noch lebte, jedoch nach einer halben Stunde ebenfalls verschieb. Geraubt soll nichts fein. Ob dieser Doppelmord in irgend welcher Beziehung zu dem hier m voriger Woche verübten Einbruch steht, dürfte der eingeletteten gerichtlichen Untersuchung zu ermitteln Vorbehalten sein.

Friedberg, 29. Februar. Gestern wurde am Winterstein die erste Schnepfe geschossen. Verleitet durch das feithertge warme Wetter streichen sie fast 14 Tage früher als sonst; jetzt aber bet bem plötzlich eingetretenen Schneefall tm Taunus wird moit ihnen wohl Mäntelchen bestellen müssen und sollen unter der Friedberger Jagdgesell­schaft gestern Abend bereits Verhandlungen dieserhalb gepflogen worben fein. Es soll, sich nur noch darum drehen, ob Pelzbesatz ober nicht.

Aus Ob erhessen. Wir lesen tn verschiedenen Blättern nachstehendes Ge- schichtchen: Vor einiger Zeit kam in den Flecken Fronhausen an der Main-Weser- Bahn ein Italiener mit einer Orgel, begleitet von einem Affen, zugereist unb kehrte bei bem Gastwirth R. ein. Der Italiener brachte die Nacht tn dessen Behausung zn unb als er sich des Morgens mit seiner Orgel unb bem Affen probudren will, ohne vorher die Zeche zu bezahlen, legt der Wirth sein Veto ein: erst bezahlen. Doch dies war nicht möglich. Nach langem Hin- unb Herreden wirb dem Italiener zugeftanbcn, die Orgel mitzunchmen.Das Affenvieh bind' m'r im Keller an, bis der Mann wteberfommt unb bezahlt seine Zech'", waren des Wirthes gestrenge Worte. Der Affe sieht nun, wie im Keller an ben verschiedensten Fässern gezapft wird, macht sich von feinen Fesseln los und gibt sich munter daran, die Krahnen sämmtlicher Fässer auf­zudrehen unb ergötzt sich an bem Rauschen unb Geplätscher der verschiedensten Flüssig­keiten, Wetn, Apfelwein, Branntwein, Rum, Petroleum, Oel u. f. w. Endlich kommt wieder Jemand in den Keller unb sieht alle Krahnen laufen unb den Affen oben auf einem Faß. Jetzt ging eine Jagd auf den armen Missethäter los. Derselbe wird auS bem untersten Stock in ben obersten gehetzt, bis derselbe endlich einen Ausweg durchs Fenster auf bte Dungstätte finbet. Von hier will der Affe in einen Stall flüchten; Alles schreit: haltet ihn, sangt ihn, unb tn bem Moment, als der Affe tn den Stall springen will, wirst ein Fuhrknecht die Stallthüre zu, der Affe ist gefangen unb tobt; währenb ber ganzen Jagd laufen tm Keller bte Fässer immer mehr aus. Endlich kommt nun der Italiener unb will feine Zeche bezahlen unb reclamtrt ben Affen. Mit den größten Schtmpsworten rc- wirb der Italiener reichlich regelnd, doch wer gibt ihm feinen Affen wieder? Der Italiener wird flagbat unb verlangt Schadenersatz, der Wirth wirb verurtheilt. Derselbe appelltrt weiter unb wirb wieder verurtheilt. In­zwischen bleibt ber Italiener tn ehvm Gasthaus tn M. auf Unfällen des Wirths ruhig liegen, ber bte ganzen Kosten, den Affen unb vieles andere bezahlen muß. Wie Der* sichert wird, ist der Proceß bis ans Reichsgericht gegangen.

Darmstadt, 3. März. ^Kirchliche Statistik^ Nach den Veröffentlichungen deS Großh. Oberconsistoriums, bte kirchliche Statistik für 1882 betr., hat die Stabt Darmstadt von den 5 größten Städten Hessens an den 3 Zähltagen die höchste Ziffer evangelischer Kirchenbesucher, nämlich von Erwachsenen 13,1 pCt., ibm folgt Worms mit 9,7pCt-, sodann Offenbach mit 3,4pCt. Von Kindern unter 14 Jahren hatten Mainz unb Worms gleichviel, nämlich 10,2 pCt., welche Ziffer von den übrigen Städten nicht erreicht wurde; auf Gießen kamen 5,4, auf Darmstadt 3.6 unb auf Offenbach 3,1 pCt. Communicanten hatte am meisten Mainz, nämlich 38,2 pCt-, darnach kommt Darmstadt mit 28.2, bann Worms mit 26,7, endlich Gießen mit 21,8 unb Offenbach mit 16,8 pCt.

Mainz. Die kürzlich durch das Polizeiamt in ben hiesigen Wirtschaften con- fiddnen Gläser würben einerNachmusterung" unterzogen unb ein kleiner Theil, welcher als richtig geaicht befunden worben, ben Eigentümern wieder zugestellt. Die Anzahl ber in hiesiger Stadt confiscirten Gläser beträgt ca. 2600 Stück.

Im Rechnungsjahr 1882/83 wurden im Großherzogthum, obwohl die Brannt­weinbrennerei keineswegs in flottem Betriebe stand, doch 263,470 Ctr. Kartoffeln -ur Branntweinfabrikation benutzt.

Bingen. Hier beschäftigt man sich sehr mit ber Frage, ob es nicht thunlich sei, die in Mainz bald entbehrliche Schiffbrücke zwischen Rüdesheim und Bingen auf­zustellen. Man glaubt, daß sich hierdurch der Verkehr, besonders auch durch Besucher des Niederwaldes, sehr heben werde.

Der Concertsängerin Frl. Wally Schauseil aus Düsseldorf ist kürzlich folgender ergötzliche Vorfall passirt. Dieselbe mar auf einer Concerttournee in Hamburg, wo sie am 15. Februar in denJahreszeiten" fang, von dort mußte sie direct nach Darmstadt, um am 17. in der missa eolennis von Beethoven mitzuwirken. In Hamburg erhielt sie eine Anfrage aus Göttingen wegen eines Concert-Engagements. Um dieselbe rasch zu erledigen und da die Route Hamburg-Darmstadt sie an Göttingen vorbeiführte, richtete sie an den ihr nur dem Namen nach bekannten Mustkbirector Hille in Göttingen folgendes Telegramm: Musikdir. Hille in Göttingen:Passire halb 4 Göttingen, erwarte Sie Bahnhof. Erkennungszeichen gelbes Buch." Der Zug langt in Göttingen an; Niemand am Bahnhofe. Fräulein Schauseil steigt aus, bas gelbe Buch in der Hand, Niemand meldet sich. Endlich erscheint ein Telegraphenbeamter mit der Frage: Haben Sie das Telegramm aus Hamburg gesandt?" Auf die bejahende Antwort hin meldet der Beamte: Das Telegramm hätte tn ber kurzen Zeit nicht bestellt werden können. In Göttingen lägen 4 Compagnien Musketiere und tn ber kurzen Zeit den Musketier Hille herauSzufinden, sei eine Sache der Unmöglichkeit gewesen.

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Die bisher den . b(I Gemarkung J; -saqdberechtignng il if hie Gemein^ mb soll nunmehr Me des K 930 Hectare M 2 Salb - ««f,6 < den 10. Marz 1 11 Uhr, MM? Met «eiben. , Ma, den 25. 1 ttherzoglichMi Kuli, Dien-tag^ Mittwoch ben Msmi ion D U langend, kommt ir Md Markmld !

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