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Ä wr. ^V^Lattseld.

3 JirniiitTnün Lonnenstraßr 14. nter?'!'*1' !^chuhenstr. 19.

11 vermiethen^ * iaplansgnsse 18. Mdenwohnuna ist ie aus sogleich iU West'.Anlage 11, jdie am Neuenweg, st Laden mit Mhn- Mlogis^ 5 Zimmer leihen.

', Bleichstraße 3. Logis, 3 Zimmer, )or, zu vermiethen.

Steinsttaße 48. hnung, b Zimmer m Bequemlichkeiten, j zum 1. April zu dem Gymnasium.

bisher inncgehable t 7, Bel etage, ist 1 vemiethen.

Dr. Pescatore.

111 m stenzel'schrutzvs: mse ein i'ogis von ammt großer Werk­ln Schmiede-Jnven: 1 vemiethen. anwalt Lauer.

it Seit zu vermiethen er, Neuenweg 58. tock meines Hauses, mmern, Küche mit HI. Korridor, ist per niethen.

>al-, Nordanlage. afeffift ein Logis lebst allen Bequem- ii.____

vermiethen bei rgt, Kaplamg.^. lhergerichtckSÄ^ im ersten Stoch N'

Herimethen. mr, SanWE.

Äst ÄLZ S®*. ML-- *S»*L

1884

Mittwoch den 6. Februar 188T

«fießeiict Anzeiger

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.

--- PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Ps. mit Dringerlohn^

fr j. f n .t. 7 Erscheint mir Ausnahme des Montags. $Urtb die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

Bau-Krankmkasse,

einer

einer Otts-Krankenkasse, einer Betttebs-(Fabrik-)Krankenkaffe,

Betreffend Das Reichsgesetz über die Krankenversicherung der Arbeiter. Gießen, am 4. Februar 1884.

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen

an die Großberzoaliehen Bürgermeistereien des Kreises (mit Ausnahme von Gießen).

Jr erinnern Si-^an bk ^«dMng^unsereS ^uSJ^^ntöb°übeJ9au?jufvre?en ^at,ber^IrnSerungSjroang ^m 8 2 des R-ichsg-fetze» sur alle versichemngspflichtigen Personen em, welche nicht

einer Innungs-Krankenkasse, einer Knappschafts-Krankenkasse einer eingeschriebenen öder auf

Grund landesrechtlicher Vorschriften errichteten Hiilfskaffe

h Personen der in den §§ 1, 2 und 3 des $ 4 berechtigt, der Gemeinde-Krankenversicherung

Reichsgesetzes bezeichneten Art, welche der Versicherungspflicht nicht unterliegen, sowie Dienstboten sind nach der Gemeinde, in deren Bezirk sie beschäftigt sind, beizutreten.

Dr. Boekmann. ______________ ________________--------

------------ Gießen, am 5. Februar 1884.

gung derselben erinnert.

Dr. Boekmann.

Bemerkungen^«^trägem ^^^ichen, bezw. die aus früheren 2ahren^u erneuern.

Betreffend- Das Landgestüt, insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgestutsbeschaler pro 1884.

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen

an die Gros: herzoglich en Bürgermeistereien des Kreises.

Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auflage vom 10. °. M. - Anzeiger Nr. 11 - "°ch nicht entsprochen haben, werden an sofort.g. Crkbu

' Betreffend: Das Ersatzgeschäft für 1884. ' , , am b 5ebn,M 1884

Das Großherzogliche Krersamt Gießen

Wir fordern Sie aiff ^nunmehr M^dn^Mffkllung^ der^Stammwll^ sofort ^zu^begstlnen und dieselben mit denjenigen für 1882 und 1883

n6,fäkieuSkn wir Ihnen, die dem Formular vorgedruckte Anmerkung genau zu beachten, insbesondere alle Bestrafungen unter Rubrik

-- Nr 5 des Reicks-Gesetzblatts, ausgegeben den 2. d. M., enthält:

(Nr. 1529.) Bekanntmachung, betreffend die Einfuhr von Pflanzen und sonsügen Gegenständen des Gartenbaues. Vom 31. Januar .

Gießen, den 5. Februar 1884. Großherzogliches Krersamt Greßen.

p Dr. Boermann.---

Politische Ueberficht.

Der Besuch des italienischen Herrscherpaares in der

Ichon 300,000 X ausgeworfen.

Die zweite Berathung des CultuSetats itn preußischen Abge- ordnetenhause war, soweit es sich um die drei ersten Sitzungen handelt, em Abglanz der früheren Culturkamps-Debatten. Jndeffen muß hierbei hervorge- hoben werden, daß sich die Discussion diesmal in ruhigeren Bahnen bewegte, als es sonst bei der parlamentarischen Erörterung des kirchenpolitischen Themas der RaH m sein pflegt, wenigstens befleißigten sich in der Donnerstags-Sitzung die Redner des Centrums in ihren Auslastungen über die Institution der Staatspfarrer, über die Altkatholiken-Frage und auch über die Angelegenheit des Erzbischoss Melchers von Köln einer gewissen Reserve, wozu als beruhigendes Moment kam, daß die Debatte über diese Punkte nur zwischen den Rednern

und des noch in jugendlichem Atter üeyenoen ^yrvne.vea

lag in Berlin einzutreffen, was der diesmaligen Feier desselben ein besonderes Relief verleihen würde. Der Besuch des italienischen Herrscherpaares m der deutschen Reichshauptstadt ist wohl als eine Ewrderung des Besuches au u- fasten, den Kronprmz Friedrich Wilhelm im vongen December nach der Ruck- kehr von Spanien btr italienischen Kömgsiamüle abstattete, daneben hat aber die bevorstehende Anwesenheit des Königs Humbert in Berlin unleugbar amh ihre politische Bedeutung, zumal zu einer Zeit, in welcher die Nolle, welche Italien im deutsch-österreichischen Bündnisse spielt, mehr als je erörtert wird.

Wie wir hören, ist in den letzten -tragen der ^taatsvertrag zwischen Preußen und Hessen, betr. die Correction des Rhemes rm Rhemgau zwischen Mainz und Bingen, von den beiderseitigen Bevollmächtigten Unter» staatssecretär Macard und dem hessischen Gesandten Dr.Neidhardt unterzeichnet worden. Die diesbezügliche Vorlage wird jedenfalls binnen Kurzem ans Avge- ordnetenhaus gelangen und wahrscheinlich hierbei eine NachtragS'Forderung für die erste Baurate gestellt werden. Im vorjährigen Etat waren für diesen Zweck

Gießen, 5. Februar.

Der schon mehrfach angekündigte Besuch des Königs Humbert von Italien am Berliner Hofe wird nun doch binnen Kurzem stattfinden. Wie aus Rom gemeldet wird , beabsichtigt König Humbert in Begleitung der Komgm - des noch in jugendlichem Sitten fielen^^onaben ju

des Centrums und dem CultuSminister geführt wurde, Am Freitag kam dre Sprache anläßlich der Berathung des Etatskapitels über dre Unrverfitäten wre- der auf die ,Frühjchoppen-Frage" und au, das Duellwefen aus den Umverst- täten. Der Frühschoppen wie die studentischen Mensuren wurden vom Abg. Reichensperger (Köln) entschieden verurtheilt, ersterer sand aber m dem Abg. Huvssen und das Mensurwesen in dem Abg. v. Zrtzewrtz emen Vertherdrger. Bezüglich des letzteren Gegenstandes wies der Cultustmmßer auf ferne sruheren Auslassungen hierüber, während er hinsichtlich des Frühschoppens erklärte, der­selbe sei erst von den übrigen Berussklassen auf die Unrversitäten gedrungen und möge man ihn erst dort abschaffen. Im Uebrrgen trug dre Dealtei emen recht humoristischen Charakter, wie dies die Natur des verharüielten Gegen,Lan­des auch mit sich brachte. Am Samstag war wegen des katholrschen Ferer- tages (Lichtmeß) kerne Sitzung.

Der Finanzausschuß der bayerischen Abgeordnetenkammer bat die Reaierunas-Vorlage, betr. die Ausbesserung der Beamtengehälter, mit 8 gegen 7 Stimmen abgelehnt, welcher Beschluß in den betr. Beamten-Katego- rien schwerlich große Freude verursachen wird.

Die für Wien und Umgegend erlassenen Ausnahme-Versugungen haben eine Tragweite, über welche man jetzt vielleicht noch nicht ganz klar. Wsm dürften "k Befürchtungen, welche in einem Theile ber Wiener Prest­on biefe Verfügungen, namentlich soweit sie bie an^eIan86n/ft^

knüpft werden, übertrieben fein und kann man überzeugt fem, daß tue öster­reichische Negierung nicht ohne die zwingendste Nothwenoigkeü nach dieser Rich­tung hin scharf vorgehen wird. Daß aber die getroffenen Ausnahmemaßregeln unausbleiblich waren, wird Niemand bestreiten ; auch d.e Suspendirung der Gesckworenenaerichte für die Gerichtssprengel Wien und Korneuburg rechtfertigt sich aus der Natur der Umstände, denn es ist allerdings gegründete Besorgmg vorbanden daß sich die Geschworenen in dem Fällen ihrer Spruche durch Drohungen beeinflusten lasten würden. Bereits sind aus Grund der Ausnahme- maßregeln eine Anzahl Arbeiter in Wien in der Nacht vom^Donnerstag zum Freitag verhaftet und verschiedene verdächtige Personen w

wiesen worden. Zwei Zuschriften des Ministerpräsidenten Grasen Taaffe