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Ere.ß zu lesen rr '' yi^rtaltnlffctt in der Herzegowina und bei dem Dunkel üuer ‘^F3«Wä'ä“ää äÄ“."*K»aÄ"Ä*ÄÄ"iT Mcr Sttlle werden zwei Bataillone, eine Gebirgs-Batterie und eine Samtals-Abthettung mis den Betten gejagt, der General und sein Stab steigen zu Pferde uno in dec Dunkelbett der Nacht wird sofort der Marsch unter strömendem Regen und bet heulender Bora üb" das steile öde Faltengebirge angetretm. Inzwischen fitzt der Lieutenant ttocken tm Blockhause und läßt sich den Morgenkaffee tresflrch schmecken, den ihm der Bursche b°rei et hat. Der junge Offizier ist eben mit seinem Frühslü^fertig gewogen undröstetsichgemüthlich zum Nachgenuß eine Virginier, als der Posten vor dem Gewehr das Hcrannahen von Truppen avtsirt. Der Lieutenant schnallt sofort den Säbel um knüpft die Feldbinde um seine schlanke Taille, setzt die Kappe auf und eilt ins^ ffreTum au feien?was es eigentlich gebe. Er ist höchlich erstaunt als er bemerkt, daß von allen Seiten Truppen und sogar Geschütze gegen das Blockhaus anrücken. Mas soll das bedeuten? Jetzt wird er sogar gewahr, daß sein General, der Brigadier, m^Fuß auf e^nen Bergstock gestützt, den steilen Hang zum Blockhause hinanklimmt. Er geht dem General entgegen, um sich vorschristsgemaß als PEencommandant zu melden. Da fragt der General ganz verwundert den Offizier: „Wo sind die Insurgenten?' Dem Offizier klingt die Frage im höchsten Grade unverständlich. „Dre Insurgenten, Herr General? Ich bitte gehorsamst ----welche Insurgenten?
Nun die Insurgenten, die Sie gemeldet haben- „Die ich — gemeldet habe?" Fortsetzung und Schluß der Geschichte sind leicht zu errathen.
Newnork 1- Januar. Nach delaMttten Berichten über den in Aazoo-City, Mississippi, unlängst verübten Akt der Lynchjustiz stürmten 200 bewaffnete Männer das Gefänantß. Der erste dem G-fängniß entrissene Neger wurde am nächsten Zaune auf- aehänat, ein anderer ward in seiner Zelle erschossen, indem seine Mitgefangenen ihn als Ltelschiebe vor sich hielten; ein dritter wurde im Kampfe gelobtet und ein v eiter am Balkon aufgeknüpft. Der Wahrspruch der Leichenschau-Jury lautet dahin, daß die Neger durch einige unbekannte Personen getödtet worden seien. Die Mörder hatten aber nicht das geringste Geheimntß aus ihrer That gemacht. Eines dir Opfer war ein Mitglied der Legislatur und Steuereinnehmer. Den Schluß der Affatre bildete ein Krawall, in welchem drei Weiße von Negern erschoffen wurden.
— sSchöne Erfindung.) Ein Deutsch'Amerikaner soll einen Geldschrankerfunden haben, der, sobald ein Einbrecher daran rührt, nicht bloß eine elektrische Klingel ertönen läßt, sondern auch mit einem Strahl elektrischen Lichts die Gesichtszüge des Diebes derart beleuchtet, daß dieser von einem am Geldschrank befindlichen, photographischen Apparat automatisch abkonterfeit wird. — Wenn es diesem Genie nun noch gelingt, aus dem Schrank hervor einen Staatsanwalt nebst den nöthtgen Geschworenen und Richtern hervorspringen zu lassen, die den Einbrecher sofort seinem verdienten Schicksal überliefern und wenn mit diesem Arnheim gleichzeitig eine Musterzelle zum Absitzen des betreffenden Straspensums verbunden ist, dann werden wir wohl Ruhe vor den Herren Spitzbuben bekommen I
— fBerliner Humors Belauschtes Gespräch aus den Kreisen „für Alles". ^Karl-ne," fragt Auguste, „rote gefällt Dir denn von Deine neie Herrschast der Herr?" „Det kann ick noch nich rostsen. Die Olle is ja noch nich een Mal ausgegangen, also waren wir ooch noch nicht alleene zum orndtlich Aussprechen."
— fVacante Stellen im Bezirk des 11. Armeekorps.) Apolda, Postamt, Land- briefträaer, Gehalt 618 at. Kassel, Kgl. Eisenbahn-Bctriebsamt (MainMeser) zu Kassel 3 Schaffnerd<ätare, pro Monat jr 60 at. Gießen, Kgl. Eisenbahn-Betrtcbsamt (Main-Weser) zu Kaffel, 2 Schaffnerd'ätare, pro Monat je 60 at. Frankfurt a. M-, Kgl. Eisenbahn-Betriebsamt (Matn-Weser) zu Kassel, 3 Schaffnerdiätsre, pro Monat je 60 at. Frankfurt a. M. (Bornheim), Postamt, Postschaffner, Gehalt 1040 <X. Heppenheim a. d. B., Postamt, Landbriefträger, Gehalt 658 at. Montabaur, Postamt Landbriefträger, Gehalt 612 at. Vilbel, Postamt, Landbriefträger, Gehalt 612 au Wiesbaden, Postamt, Postschaffner, Gehalt 980 at. Wiesbaden, Postamt, Briefträger Gehalt 980 at.
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ä“ es SS SMZWSMS dem Beinhard Stockhausen deigebrachten Stiche durch e'ne Rippe ging, ^-r Mo o wuß würbe gestern eine mehr-
Irmmdeten°^N D^Nachforsch^ngm
rraren^erfolglos. Der Althändler wurde vorläufig in Haft genommen, wohl auf Grund b<3 Verdachts b°b -r °°n d-m Verbuch-n w.s,^ u aon welchen die
o.nfen der TdeMumme von 100,000 Mark dem Gemahl d-r Verstorbenen auf Lebenszeit ^lstleßen sollten tsl^von dem Letzteren der Universität nachttäg ich ziemlich ^halten g.- heb en beim der Graf o. Bose deansp ucht jährltch nur 2800 Mark, der Ucberschuß der Linien aber fällt der Universität anheim, mit der Bedingung, daß ^enn Professor Häckel von diesem Zmsenüberschuß jedes Jahr 800 Mark zu wissenichaftlichen Studten IOrrof%meÄrntb£Ueber ble jüngst- Trlchinm-Egdemst
Fiipfine nrnftifcbe Artt Th. Siammrr in der neuerschtenenen Zeitschrift für Mikros-
^unb^ »leHifäaufolßt; Das Dors Em-rsled-n. i°r-tvMl-l M-ü-n von her Kreisstadt Halberstadt gelegen, hat ungefähr 760 Einwohner. Seit Jahren hat man hier die schlechte Gewohnheit, viel rohes gehacktes ^^wttnefletsch zu genießen. Zumal die Feldarbetter, welche das Fleisch auf Brod oder Butterdro^^draußen statt eines warmen Mtttagbrodes verzehren. So gefchah es denn auch in diesem Jabre. Am 14 und 15. September war wieder eine oedeutende Menge rohes gehacktes Schweme- steisch verzehrt und zwar alles von dem hiesigen Fleischer. Die ersten Krankhelts' erscheinungen traten bet Einzelnen noch an demselben Tage auf. Zur Behandlung gelangten die ersten Kranken am 20. September, der letzte am 15. Oct oder. Dre ersten Symptome der Krankheit bestanden in Erbrtchen, Durchfall, mehr oder weniger Schmerzen im Magen und Darm, großen Durst, Fieber mit sehr hoher Temperatur, -38 bis 41 Grad- In den nächsten Tagen verlor sich das Erbrechen, der Durchfall dauerte, wenn auch nicht in so hohem Grade, fort. Am fünften dis siebenten Tage legte sich auch der Durchfall und traten nun Gllederschmetzen, Schmerz beim Druck auf die Oberarme, Oberschenkel, Waden und g>oße Ste^figke i e-n, ols Haupizcichen aber Oedeme an den Augen und überhaupt im Gesicht nogenannte Dlcklöpfe), wohl die besten Zeichen der Trichinose. So verblieb der Zustand, M sich dem Typhus ähnliche Symptome hinzugesellten: Schlaflosigkeit, trockene, zerrissene Zunge mit braunem Belage, Delirien und statt der Diarrhöe häufig Verstopfung. Oft erst nach Wochen der Krankheit wurdm die Oedeme an den Händen, Beinen, Brust, Bauch rc- stärker; an den Oberschenkeln brach die Haut auf und verursachte den Kranken ein schlechtes Lager. Rosenart'ge Hautentzündung vermehrte die L ibtn der armen Kranken. Am übelsten waren bte Kranken daran, wo Zunge, Kehlkopf und Schlundkops stark mit Trichinen dutchsetzt waren, weil bann die Ernährung sehr schwierig und die Lust sehr knapp wurde. Die größre Zahl der Tobten war in der fünften und sechsen Woche, wo 11 und 10 starben. Die Gesammtzahl der an Trichinose Erkrankten beträgt 257, davon sind bis jetzt 50, also ca. 20 pEt. gestorben. Der älteste der Gestorbenen war 76 Jahre, der jüngste war 12 Jahre alt- Krnder erkrankten ziemlich viel, das jüngste war l3/4 Jahr alt. kamen aber bis auf diesen 12jährigen Knaben glücklich durch. Die Personen, welche das gehackte Fletsch gebraten, gekocht, oder als Leber-oder Rothwurst gegessen, litten acht bis vierzehn Tage, ja einige bm Wochen an Ste figkett in den Gliedern, auch wohl cn etwas Durchfall und Anschwellung unter den Augen, wurden aber sonst nicht bettlägerig. Nock will ich ansühr-n, daß alle g'gen Trichinen angewandten Mittel nichts genützt. Die Kranken, die trichinösLs Fleisch genossen und zwar V» Pfund und darüber, sind mit geringen Ausnahmen alle gestorben.
— fWo sind die Insurgenten?) Vor Kurzem Hot sich in der Herzegowina eine erzählenswerthe Geschichte zugetragen. Ein Truppencommando brauchte schretbkundige Unteroffiziere für eine Canzlei und forderte daher die unterstehendm Abtheilungcn auf, daß sie nach Empfang des Bffeyls umgehend Probeschnfttn von taugltchcn Unteroffizieren einsenden. Dieser Befehl kam auch einem jungen Lieutenant zu, der mit tapferen vierzig oder fünfzig Mann hoch oben in einem Waldgebirge, in einer menschen- vergkssenen Wildwß, cm einsames Blockhaus besetzt hielt. Der junge Offizier hielt Musterung unter seinen Mannen, die in Folge ihrer nichtdeutschen Schulbiloung auch nicht die Eigenschaft besaßen, in einer militärischen Canzlei verwendet zu werden. Nur ein Corporal fand sich, der halbwegs deutsch schreiben konnte und dieser sollte nun, dem Befehle entsprechend, eine Probeschrift verfassen. „Bitte gehorsamst, Herr Lieutenant, was soll ich schreiben?" fragte verlegen der Unteroffizier. Der Lieutenant wurde nachdenklich. Mustervorlagen für deutsche Handschriften gab es in dieser Alpenregion weit und breit keine. Nach einigem Nachsinnen sagte also der Offizier zu d.m Corporal: „Setzen Sie sich nieder, ich werde Ihnen etwas d ctiren." Gesagt, gethan. Der Lieutenant bfethte und der Corporal schrieb Folgendes: „Dienst-Zettel. Ich melde gehorsamst, daß heute Nacht dreihundert Insurgenten das Blockhaus angegriffm haben. Der Poften ist zu schwach, um längere Zeit gegen ble fortdauernden Angriffe Stand zu halten. Ich bitte daher gehorsamst um Verstärkung." Diese „Probeschrift" wird von dem Offizier ahnungs- und harmlos in ein Dienstcouvert geschlossen und durch eine Ordonnanr zum nächsten Posten befördert. Von da gelangt das Couvert in die Hände des Majors, der dasselbe öffnet und mit großem Erstaunen den Inhalt des Dienstzettels liest. Er findet die Sache zwar um so befremdlicher, als von keinem der angrenzenden Poften etwas Aehnliches gemeldet wurde und der Inhalt der Melduna überhaupt im Widerspruche zu stehen scheint mit der ganzen, feit geraumer Reit schon WUHWWIHI I UTUW »W v (UB,n«>»nwni «w w _________
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Berzeichniß
der Mittelpreise der gewöhnlichsten Verbrauchsgegenstände in der Stadt Gießen ____vom Monat December 1883.
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