Cb
»feit. 29. Zifferblätter, * M dieselbe “12 poftet jeigt «er io H,
^fertiger U88.
uhwaarew
»
I mm
troffen.
[djtn Men.
mhme an dem tin und Mutter uienfpendm be= die tiostuollen tiesgefühlteften
Diehl
6530-
:«tW
b. Straucf'
lur-nueistr^__
{rinittÄ*
lbtstri Ä
m» und 5»‘6528
Nr. 233
Zweites Blatt. Sonntag den 5. October 188L
iehmer Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
BUftlM r Vchuffic aß e 7.
----------Betr-'ss-nd: Den Cursus der'Ackerbauschule zu Friedberg pro 1884/85. Sieben, am 1. October 1884.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Geotzherzoglichen BKrssrmsistereien des Kreises.
SL?Ä“ÄS'4ÄÄ*«««*>»»-*«* ">d--.-°»®—«■ --“ die Schule besuchen, Unterstützungen verwilligt werden. Dr ^^ekmann.
Winterkursus der Ackerbauschule des landw. Vereins für die Provinz Oberhessen zu Friedberg pro 1884/85*
Der diesmalige Winterkursus hiesiger Ackerbauschule beginnt Montag den. lLLhschKslchrem, sich aus allgemeine Schulgegenstände die verschiedenen Zw^ge der, N° urkund° »nd landwirthschaft A« 6«»«^ sie nött)i|e Anschauung' gewähren die einem seminaristisch gebildeten Hauptlehrer, dem Dr. me<L C. Becker und “99 1 g^erblichen Anlagen und sonstigen belehrenden Einrichtungen,
reichen Lehrmittel der Anstalt sowie Exkursionen nach» nahe gü gen n GMswirchs^ste9-we vuqen ^mag Klaffe werden nur solche Schüler
; s- ssetJS&A äxs&Wx* “'** e*at
8r,D,6ä?lb” »,S Dr. »«■ Ir..a. S«»idl. »-«»Uli»!«--. T°».I».
* ------ ■■ ■--------—----- ~T*L ftl 1 a £-* a v* /> m 4 ,Si An PT 1
” . _ Mrei- vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bri
Erscheint ILKllith mit Sfesnegme des MONt-g-. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart
Breslau 29. Seotember. @in gräßlül-er Anblick bot sich gestern den Paswgi-r-n h.« ker Richlüna Berlin-Breslau fabrendm MittagSzugks kurz vor Neusolz a. O. K.tfSgw »!» ■«.» »“'Ä“
SS » ^tstebungsurs^
ailfgehellt. Die Abgebrannten sinbversichert- ^tefeS bereits der dritte
M'ethleute wurde gerettet. — weniger Wi^Beunruhigung hat sich unserer
&Ä“*-®Än Fwck-L-ch«ndIff«lterb°ch «erden uns vom HgmStag größere Brände gemeldet-
Wochenschau.
Gietzen, 4. October.
cyn der hohen Politik ist nach den bedeutungsvollen Kaisertagen von Skierniewice eine gewisse Ruhepause eingetreten. Nur die egyptische Fmanz- sraae aiebt zur Zeit den europäischen Cabineten Gelegenheit zu einem lebhaften Meinungsaustausch, indessen sind bereits Anzeichen vorhanden, welche darauf ihm- deuten, daß das gemeinsame Vorgehen der continentalen Mächte m dieser Angelegenheit mcht ohne Eindruck aus die anglo - egyptische Regierung geblieben ist. Die Uebereinstimmung der drei Kaiserreiche in der ganzen egyptischen Affaire mit Frankreich giebt sich ja mit jedem Tag aufs Reue kund und mit dieser gewichtigen Thatsache haben die englischen Staatsmänner, die „mtellectuellen Urheber" des jüngsten Finanzstreiches der egyptischen Regierung, unter allen Umständen zu rechnen. Im Uebrigen hat die thatkräftige Unterstützung, welcher sich Frankreich in der egyptischen Finanzfrage besonders von Setten Deutschlands erfreut, das Gerücht von einer deutsch-französischen Convention gezeitigt. Dieselbe soll im Wesentlichen daraus hinauslausen, daß Frankreich sich vernichtet, den deutschen Colonial - Unternehmungen in West-Afrika keme Hindernisse in den Weg zu legen, wohingegen Deutschland der französischen Regierung seine Unterstützung in den egyptischen Angelegenheiten und seine Vermittelung m dem Streitfall mit China zu Theit werden läßt. Wie viel Wahres an diesem 1 Gerücht ist, mag vorläufig unerörtert bleiben, bezeichnend aber für die politische Situation ist es jedensalls, daß verschiedene Pariser Blätter ganz ernsthaft von einer deutsch-französischen „Allianz" sprechen.
In den Nachrichten über die inneren Angelegenheiten herrscht" eine ziemliche Ebbe und auch die abgelausene Woche hat, wenn man von der Wahlbewegung absieht, gerade nicht viel Neues gebracht. Hervorzubeben ist indessen die in Berlin am Mittwoch stattgefundene General-Versamm- luna des Vereins zur Wahrung der wirthschaftlichen Interessen von Handel und Gewerbe, in welcher die Vertreter des Handels und der Industrie aus allen Theilen Deutschlands zahlreich zugegen waren.
Das politische Wochenereigniß für das Donau - Kaiserreich bildete die Eröffnung des ungarischen Reichstages, welcher zur Lösung wichtiger Ausgaben berufen ist. Für das Ausland und speciell für Deutschland ist der m der Thronrede enthaltene Passus über die auswärtige Politik von Interesse. Der in officiösen Beziehungen stehende „Pesther Lloyd" berichtet über die betr. Stelle, daß dieselbe das Ergebniß eingehender Besprechungen zwischen dem ungarischen Ministerpräsidenten und dem Grasen Kalnoky, dem Leiter der auswärtigen Politik Oesterreich-Ungarns, sei. Es sei also wohl jedes Wort derselben qenau erwogen worden und stehe nichts Zusälliges und Unabsichtliches dann. Man dürse daher annehmen, daß sich weder am Charakter des deutsch-österreichischen Bündnisses und an den innigen Beziehungen Oesterreich-Ungarns zu Deutschland, noch aber auch an denen des österreichischen Staates zu Rußland irgend etwas geändert habe. Nach wie vor sei es nur Deutschland, mit welchem Oesterreich-Ungarn in den möglichst innigen Beziehungen stehe, während Rußlands gar nicht speciell gedacht, sondern dasselbe mit allen übrigen Staaten, mit denen Oesterreich in bester Freundschaft lebe, „kumulativ abgethan werde. Diese Auslassung des officiösen Blattes erklärt die immerhin auffällige Thatsache einigermaßen, daß in der Thronrede zur Eröffnung des ungarsschen Reichstages der Kaiser-Zusammenkunft von Skierniewice mit keinem Worte S^Der sranzösisch-chinesischeConflict präsentirt sich plötzlich wieder einmal von der optimistischen Seite. Geriichte von der Wiederaufnahme der
Verhandlungen zwischen Frankreich und China tauchen immer bestimmter aus und der Pariser „National" weiß sogar schon von einem Arrangement mit China zu berichten. Dasselbe soll in seinen Hauptpunkten Aufrechterhaltung des Vertrags von Tientsin und Zahlung einer verhältnißmäßig unb^eittenden Kriegsentschädigung an Frankreich bezwecken. Inwieweit diese^Nachricht den thatsächlichen Verhältnissen entspricht, darüber werden wohl die nächsten Tage Auskunft geben. Anderseits verlautet freilich, daß Admiral Courbet seine Operationen wieder ausgenommen habe und mtt feiner Flotte und den nöthigen Landungstruppen am Mittwoch vor Keelung, auf der Insel Fonrwsd, eingetroffen sei. Unwahrscheinlich ist es indessen gerade nicht, daß milcht gerade die angekündigten neuen Offensiv - Bewegungen der frmizosischen.Flotte die Chinesen zur Nachgiebigkeit bestimmt habe. — Die Cholera hat sich nun doch in der Nähe der französischen Hauptstadt eingenistet, da aus Auber- villiers, einem in der Bannmelle von Paris gelegenen Orte, 2 Cholera-Todesfälle gemeldet werden.
Die Kaiserbegegnung vonSkierniewice klingt in der russischen Vresse noch immer nach. So widmet die „Moskauer Zeitung diesem ^hema einen Artikel, in welchem als das vorzüglichste Ergebniß der Entrevue bte Herstellung jener herzlichen Beziehungen Rußlands zu Oesterreich, wie ste Sen Rußland und Deutschland bereits hergestelltwarenbezeichne w.rd^ Zwischen den beiden ersteren Staaten feien viel größere Mißhelligkelten aus dem Wege zu räumen gewesen, als zwischen Rußland und> Deutschland> Die Annäherung der drei Kaiser sei nicht nur für den europaijchen Frieden vlchttg, sondern noch mehr für die Aufrechterhaltung des inneren Friedens und des monarchischen Prineips. Am Schluffe des bemerkenswerthen Artike s heißt es daß die Entente corbiale der drei Kalserinachte sich vor Allem gegen das Institut der internationalen Banditen richten muffe, welche das heilige Achlrecht genießen bei Regierungen, die das Verständmß oder das Gewißen für das, was sie dadurch thun, verloren hätten.
Der herzliche Empfang, welcher dem österreichischen Kronprmzen- paar bei seiner jüngsten Anwesenheit in Sernaja, der Saminerresidinz des rumänischen Konigspaares, daselbst zu Bheil geworden_ ifi■, rotrb »»über rumänischen Presse sehr beifällig commentirt. Em Bukarester Blatt fichrt sogar aus, daß dieser Besuch eine weitere Folge der Entrevue von Sktermewtce und eine erneute Bürgschaft des Friedens sei.


