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Mission für erforderlich; der Abgeordnete Marqirardsen erklärte, daß die National- Ii&csQkn für die Vorlage eintreten würden, und der Abgeordnete Stiller sprach für b:e Beratung in der Commission, indem er heroorhob, daß ein Mangel an Verkehrs- mitt.ln nicht nachgewiesen und die deutsche Rhederet auch ohne Subvention jeder Nation ebenbürtig sei. Staatssecretär Stephan legte durch Zahlen dar, daß eine Hcbung des deutschen Exports durch die subventtontrten Dampferlinien zu erwarten stehe. Die Behauptung des Abgeordneten St-ller, daß die deuffche Privatrhederet den Bedürfnissen genüge, werde durch die Consularberichte widerlegt. Der Abgeordnete Grad sprach für die Vorlage, welche er als ein neues Stück der WirtbschaftSpolitik von 1879 bezeichnete. Warm befürwortet wurde die Vorlage von dem Abge ordneten.mann. Das Emporblühen der deutschen Rhederei sei ohne Subvention nicht zu erwarten; gerade die augenblickliche ungünstige Finanzlage mahne daran, Alles zu versuchen, was die Leistungsfähigkeit des Handels und der Industrie beleben könnte-. Während der Abgeordnete v. Behr für die Vorlage eintrat, erklärte der Abge­ordnete Bamberger, daß er nicht prtncip:ell gegen die Vorlage sei; er werde sich den sachlichen Gründen nicht verschließen, der Nachweis, daß die Subvention vortheilhast und nützlich sei, sei aber brßher noch nicht geliefert. Hierauf erklärte d:r Reichs kanzler Fürst Bismarck, was man heute gegen die Prosperität der Dampferlinien vorgeführt, sei seiner Zeit auch gegen alle neuen Eisenbahnen vorgebracht worden. Es handle sich jetzt um eine ähnliche Subvrntiontrung, wie bet der Gotthardbahn, die dem deutschcn Handel neue Absatzgebiete erschlossen habe. Auf die ObstructionSpolittk der Gegner hinweisend, äußerte Fürst Bismarck, wenn diese fortbestehe, so frage es sich, ob das Wohl des Landes dies ertragen könne. Jedenfalls würden die Wähler nicht lange tm Zweifel sein, wer die Schuld an den Mißständen des Landes trage. Der Abgeordnete Gerlach, der für die Vorlage sprach, wies auf Amerika hin, wo sich durch die Suboentionirung der Dampferlinien nach China der Export in drei Jahren verdoppelt habe. Nachdem der Abgeordnete Richter noch den Standpunkt Bam­bergers v-rthetdigt batte, verwies daS Haus die Vorlage an die Commission.

Die nächste Sitzung findet Mittwoch statt; auf die Tagesordnung sind Initiativ­anträge gestellt.

Stuttgart, 1. December. Minister v. Mittnacht erklärte in der zweiten Kammer betreffs der Bundesraths-Vorlage über Reichspostsparkaffen, die Regierungen Bayerns und Württembergs seien der Ansicht, daß § 52, Absatz 2 der Reichsversaffung nicht anzuwenden sei, da die Zuhülfenahme der Poftanstalten für den Betrieb des Reichssparkaffenwesens nicht auf einem recht­lichen Verhältniffe der Post zum Publikum beruhe. Jedenfalls unterliegen Be­stimmungen für den internen Verkehr nicht der Reichsgesetzgebung. Der Minister erklärte dem Bundesrathe, er müffe, bevor Württemberg einer Einschränkung des Postsonderrechts zustimme, dringend wünsche, die Ansicht der Stände zu vernehmen. Bisher stimme Württemberg weder dafür, noch dagegen. Materiell sei ein Reichsgesetz nicht unannehmbar, wenn überhaupt Postsparkassen gewollt würden. Die Abstimmung im Bundesrathe finde nächste Woche statt, er bitte die Stände, sich schleunigst auszusprechen, ob, bezw. unter welchen Modalitäten sie geneigt seien, Reichspostsparkassen anzunehmen, oder ob eine Landespost­sparkasse vorgezogen werde. Die Kammer überwies diese Erklärung einer Commission.

Wien, 1. December. Nach einer Meldung derNeuen Fr. Presse" wird die morgen zusammentcetende österreichisch - ungarische Zoll - Conferenz sich auf Antrag der ungarischen Regierung mit der französischen Getreidezollerhöhung beschäftigen.

Paris, 1. December. Wie dieAgence Havas" meldet, hat der Mini­sterpräsident Ferry in einem Cirkular den diplomatischen Agenten empfohlen, den Mächten von dem vollständigen Erlöschen der Cholera in Frankreich Mit­theilung zu machen und die Aufhebung der Quarantäne zu beantragen.

R^om, 1. December. Der König empfing die Botschafter Deutschlands, Oesterreich-Ungarns und Frankreichs, welche ihn anläßlich seiner Rückkehr in die Hauptstadt begrüßten. Der Papst empfing die Bischöfe von Triec'Md An­gola. DemMoniteur de Rome" zufolge ist der russische Agent Butenieff auf dem Wege nach Rom.

London, 1. Drcember. Unterhaus. Ashfiy erklärte auf eine Frage von Beach das deutfche Protektorat über Angra Pequena erstrecke sich von Angra P'quena btd 18 Grad südlicher Breite Entfernung, 50 geographische Meilen. Die Niederlassung umfasse 1600 Quadratmetlen. Die Entfernung der deutschen Niederlassung von dem Betschuanaland betrage 500 Meilen. Hinsichtlich der von der Capcolonie 1867 annrc- tirten Insel habe die deutsche Regierung erklärt, daß eine gemischte Commission dt< respectwen Rechte der englischen und deutschen Unterthanen auf dem Festlaude unter­suchen solle.

Die Bill über die Neuetntheilung der Wahlbezirke wurde in erster Lesung an­genommen. Die Bill vermehrt die Zahl der Mitglieder des Unterhauses um 12. Ir­land und Wales behalten ihre jetzige Vertretung. Die 2. Lesung ist auf Donnerstag anberaumt worden.

Lokales.

Gießen, 2. December. Am vergangenen SamStag Abend feierte die Frei, w lltge Gatl'sche Feuerwehr ihr 29. Stiftungsfest tm Saale des Cafe Leib. ES waren hierzu an den Stadtvorstand, die Vorstände der Freiwilligen Gießener und der Heuchelheimer Feuerwehr, des Turn- und des Krtegeroeretns, sowie on Privatpersonen Einladungen ergangen, welchen auch zum größten Thetle nach­gekommen wurde.

Der Hauptmann der CorpS, Herr G. Marx, eröffnete *bte Festlichkeit, indem er die Anwesenden herzlich willkommen hieß. Ein von einem hiesigen Herrn verfaßtr «nd von demselben gesprochener Prolog fand anhaltenden Applaus. Hieran schloß sich ein Vortrag der zweiten HauptmannS der F. G. F, Herrn M. LooS, über das Feuerlöschwesen im Alterthum. Redner erörtert in einer für Jedermann verständlichen Weise die vor Jahrhunderten herrschenden Zustände deS Löschwesens und stellte bie Damaligen Verhältnisse unseren heutigen Einrichtungen gegenüber. Reicher Beifall lohnte den sehr interessanten Vortrag.

Ä nun zur Aufführung gebrachten zwei Theaterstücke:Dir Rekrutttung in Krahwinkel undMonsieur Herkules" wurden von den Dilettanten recht flott gespielt und setzten die Festtheilnehmer in die angenehmste Stimmung.

. folgte nun eine Reihe Trinkfprüche und Toaste. Herr Petri, Commandant der Freiwilligen Gießener Feuerwehr, stattete Namens des Vorstandes derselben für die zuqegangme Einladung den Dank ab und schloß mit einem Hoch auf daS Fortbestehen der Kameradschaftlichkett zwischen unseren beiden Wehren. Herr Commerzienroth Nol l toastete auf b>c anwesenden Damen. Hierauf ergriff Herr C. Wenzel das Wort, um tn einer stellenweise mit Humor gewürzten Rede den Verdiensten unserer beiden fre- willtgen Feuerwehren Worte der Anerkennung zu zollen. Sein Hoch galt unseren beiden freiwilligen Wehren und speciell der F. G. F.

Der b«-rau, sich anschUißende Tanz Stell die Th-ilnchm-r noch dir zum frühen Morgen tn der fröhlichsten Stimmung zusammen.

Werfen wir rum Schluffe noch einen Blick auf di- ganze Festlichkeit, so können wir uns der am genannten Abend gewonnenen Ueberzeuguvg nicht verschließen, daß auch seitens der Bürgerschaft der Feuerwehr ein reges Interesse entgegengebracht wi: d und geben deshalb dem Wunsche Ausdruck, daß solches derselben stets erhalten bleiben unb nch immer mehr thatkräftige Männer zusammenfinden möchten, zur Erfüllung einer @&Vbbemn5 ^benmenschen unter dem Wahlspruche: .Gott zur

UniverfitätS- Chronik.

Pf: Lorenr.MorSbach io Bonn hat sich als Privatdoeent für englische

Philologie daselbst yabiltttrt.

- ®cr «rioatbocent A. H. Franke in Halle Ist zum --'orb-nlllchen Bro-

effor der Theologie ernannt worden.

Die Zahl der an der könig!. Akademie Münster für das Wintersemester !m- matr kül>rten (kathol.) Theologie Etudirenben beträgt 176 gegen 108 im Winter­semester 1882-83 und gegm 154 im verflossenen Sommer-Semester; sie hat somit etne feit Dielen Jahren nicht dagewesene Höhe erreich! unb übersteigt zum ersten Male wieder die Zahl der Philosophie ©tubhenben.

m ~ Der berzetpge Rector der Universität Tübingen, der berühmte Rcchtslehrer Profeffor v. Bülow, hat einen Ruf an die Universität Leipz'g angenommen, nachdem er kurz vorher einen solchen nach Breslau ausgeschlagen.

~ Die .Saale-Zig." schreibt: DaS In Berlin erscheinende .Deutsche Tage- blatt weiß zu berichten, hem Forschungsretscndsn Stanley sei von der pbtlosoph'schen Fakultät der Un.versität Halle der Doctor-Titel verliehen worden. Diese Nachricht ist, wie man aus Grund von Erkundigungen an zuständiger Stelle mitthrilrn kann, unrichtig.

k Der bisherige ordentliche Professor Dr. Dietrich Schäfer zu Jena ist rum ordentlichen Profeffor in der philosophischen Fakultät zu Breslau ernannt worden.

r , , *2. November ist in Königsberg i. Pr. der ordentliche Professor der

Physiologie an der Albertus - Universität, Geh. Medicinalrath Dr. W'lh. v. Wittich, im 64. Lebensjahre gestorben.

Vermischtes.

Darmstadt. Ueb-r dir hessische Weinsteuer für Kleir.verkäufer schreibt die tn Mainz erscheinende Deutsche Welnzeitung": Schon mehrfach fand sich Veranlassung, diese Steuer zu beleuchten, welche den hessischen Wetnverkäufer tm Großherzogthum Hessen-Darmstadt, seinem engeren Vaterlande trifft, wenn er auf heimathltchem Gebiete, Es in der Weinstube an Gaste u s. w. oder sonstig Quantitäten unter 40 Liter -:!ann*b??Vrr^ 2er Handel der Grenzstaaten unter Umständen / Detailgeschaft nach Hkssm-Darmstadt betreiben, al9 der heimische Händler mit hessischer Gewerbe- unb Wemsteuer. Als Monstrum jener ©teuer ,et nur an, ßebeutet, daß beispielsweise 7 Stück von einem Weinstubenbesitzer tn Berlin gekauft, bortfcin geliefert at 259 Fracht kosten, während her an bet Quelle tm hessischen Weinlande wohnende Detatlhändler oder Wirth at 588 Weinsteuer auf diese 7 Stück beim heimischen Vertrieb zahlen muß. Kann mau sich da wundern, wenn zum Nach- lheileder Production unsere kleinen Weine, oft weit von hier entfernt, sich billiger in ber Weinstube finden, al9 bet dm Wtrthen in dem Lande ihrer Erzeugung. Auf diesem Wege wird n'cht nur das wichtige Geschäft deS Wirthes und WtedelvrrkäuferS tn unterem ganbe beengt, erschwert unb gehemmt, sondern geradezu wie oben schon gesagt, bLr J? ÄCrD2,fauI billiger kleiner Weine an den Consum fast unausführbar gemacht.

84 Steuer auf ein Stück Wein, das vielleicht 300-400 kostet, ist unerträglich mit dem Geschäftsbetriebe! Wie häufig bilden für Fremde die Wtrthsstuben die Probe- statte unseres Productes, wie erschwert sich aber durch solche Steuer für den Wirth die Verabreichung pretSwerthen W-ines? Welcher Schaden und Nachtheil erwächst dadurch der ganzen Gegend? Diese Fragen beantworten sich von selbst und darf man deshalb wohl von der hessischen Regierung erwarten, daß sie endlich eine Steuer beseitigt welche seiner 3dt von Frankreich importtrt, stets tm Lande als gehässig und vlxatorisch DdVHVII M*e

,, . November. In ber Villa des verstorbenen Herzogs von Braun«

schwe g in Hietzma nahm eine Gerichtscommission, zu welcher der Gesandte Braun- schwelgS, Baron Thiemen - Adlerflycht, zugegen war, etne Inventur auf, wobei tn ber Kasse an Werthpapieren unb Baargelb 200,000 fl. gesunden würben.

/tnem Erkenntniß beS obersten Berliner Gerichtshofs ist der HauS- roenn ^ernanb auf dem nicht erleuchteten Hausflur oder auf der nicht erleuchteten Treppe zu Schaden kommt.

, -3pur un? Opfer , daS neueste Schauspiel Er,ist von Wilden- /ft ?) u-ird morgen auf unserer Bühne zur Aufführung

$äQ!!0C^ brr schon durch seine epischen Dichtungen »Vionville-

s K Ewen Nomen gemacht hat, hat nun auch seit einigen Jahren auf dem Gebiete ber dramatischen Dichtkunst unvergängliche Lorbeeren geerntet und so manche besondere Anerkennung ist ihm zu Theil geworden. Auch neuerdings ist Wildenbruch besonders ouSgeze chnet worden, w!e der.Reichs-Anzeiger" unterm 10. v. M. berichtet

Se. Mai-der Kaffer und König haben geruht, nachdem tm Jahre 1881 der (Schiller-) r t ®crl6e<lunö arkommen ist, den Dichtern P. Heyse tn München unb fernft oon Wrldenbruch in Berlin in Anerkennung ihrer auch in den lehtvergangenen M"n bewahrten Verdienste um die deutsche dramatische Dichtkunst je einen Preis von dreitausend Mark zu ertherlen "

. ®B wird jedenfalls mteressant fein, ein neues Werk dieses poeta Uureatus auf der Bühne ju leben.

Handel «nd BrrPtbt.

Gießen, den 2. December. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfund JL 1.101.12, Hühnereier pr. Stuck 80 H, Käse St. 58 4 Käscmatte 23 Ä, Erbsen pr- Liter 20 Linsen 30 Tauben per Paar 0,500,60 X Hühner per Stück </#£ 0 851.20, Hahnen pr. Stück .A 0.751.30, Enten per Stück 1.301.60, Gänse per Pfund 4658 Welsche 0.000.00, Qchsenfleisch per Pfund

6670 H, Kuh- und Rindfleisch 5660 Schweinefleisch 5460 Hammelfleffch 6070 Kalbfleisch 5660 H, Kartoffeln per 100 Kilo at 3.003.50, Milch per Liter 1216 H, Zwiebeln per Ctr. JL. 4.005.00, Weißkraut pr. Stück 36 4.

Frankfurt, 1. December. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Ange­trieben waren 392 Qchsen, ca. 16 Bullen, ca. 276 Kühe und Rinder, ca. 263 Kälber. Die Preise stellten sich: Qchsen 1. Qual. 6870, 2. Qual, at 6065, Kühe und Rinder 1. Qual. aL 6061, 2. Qual, at 5500, Kälber 1. Qual. aL 6000, 2. Qual. at 4550 per 100 Pfund Schlachtgewicht.

Frankfurt, 1. December. (Getreide-Preise.) Weizeneff. hiesiger und Wetterauer at 17,0017,25, fremder al 16,7517,75, Roggen eff. hies. at 15^5016.00, fremder at 15,5015,75, Gerste effectiv hiesige und Wetterauer at 17,7518,50, fremde at 18,0019,50, Hafer eff. hies. at 13,5013,75 fremder at 13,5014,50. Rüböl eff. ohne Faß hies. in Partbien von 50 Ctr. at 30. Branntwein eff. ohne Faß at 38.

Limburg, 26. November. Rother Weizen at 14 45, weißer Weizen 14 30, Kom at 11-60, Gerste at 9.45, Hafer at 6.50, Kartoffeln » 100 Pfund at 0.00, Erbsen » 100 Pfund at 0.00.

Herborn (an ber Köln-Gießener Eisenbahn), 1. December. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 352 Ochsen, Kühe und Rir.der, 385 Schweine. Der diesjährige WeihnachtSmarkt wird am Montag den 22. December unb ber Neujahrs« markt am Montag den 29. December abgehalten.

Ueber eine tiefetnschneidende postalische Verfügung bringt die »Mindener geitung* folgende Notiz: Vor einigen Tagen ist den Postämtern seitens der Mindener berpostdtriclion eine Verfügung zugegangen, nach welcher ols Muster ohne Werth nur solche Proben versandt werden können, die nicht mehr verkaufSsäbig sind. ES ist besonders darauf aufmerksam gemacht worden, daß beffpielSwetse Cigarren nur in zerschnittenem orer v-rstümmelt-m Zustande zu befördern sind. Es besteht für Muster ohne Werth allerdings etne Vorschrift, nach welcher Proben so beschaffen sein sollen, daß sie nicht als VerkausSobject dienen können. Aber wie soll tn ber Praxis das au«» geführt werden!? Jede Reis-. Kaffee-, Tabak-, Cigarren-, Vanille-, Zucker- rc. P obe repräsentirt einen Werth unb ist verkäuflich. Oder soll, um der postal.scheu Vorfchrtft zu genügen, der Zucker schwarz gefärbt, ber Kaffee mit Salzsäure, ber R-iS mit Schwefelsäure unb die Cigarren durch Anrauchen unbrauchbar gemacht werden? WaS sollen aber solche Proben nützen, wenn ihnen der Maßstab zur Brurtheilung genommen ist? WaS nützt z. B. etne Cigarre, die nach postalischer Anweisung als Probe in zer­schnittenem oder verstümmeltem Zustande versandt werden soll? Das Zerschneiden derselben, wenn dieselbe trocken uno daS Deckblatt spröde ist, kommt einer vollständigen Vernichtung gleich. Eine Cigarrenprobe muß unbeschädigt sein, denn es kommt beim Probirrn gerade darauf an, daß man wissen wlll, ob die Cigarre tn Bezug auf Decker und Einlage von Anfang dis zu Ende gut brennt, wie die Form beschaffen, wie lang sie o*-2C'2C,_ Durch daS Zerschneiden einer Cigarre wird der Werth der Bemusterung vollständig hinfällig, ebenso auch bet der Unbrauchbarmachung von Proben sonstiger HandelSobiecie. Selbst die Postbeamten sind Über die Auslegung ber betnffenben Be­stimmung erstaunt und wird es nicht fehlen, daß die HandelSwelt und die Handels­kammern im Besonderen baldigst tnteroeniren.