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Mittwoch den 3. Dccember

Mr. 283

Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.

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Anmeldebehörde.

: Bezeichnung der Dienststellen.

1) Nr. 52 und 53 der Avtyeiiung II des SteUenv-lzuchn ffes erhalten folgende

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werden und mit welcher sich Ferry einverstanden erklärt hatte. Dieselbe wurde am Freitag mit großer Majorität angenommen, ebenso ein zweiter von dem­selben Depntirten eingebrachter Antrag, welcher besagt, daß die Kammer Act von den Erklärungen der Regierung nehme und auf deren Energie rechne, um den Rechten Frankreichs Geltung zu verschaffen; schließlich wurde die ganze von Carnot vorgeschlagene Tagesordnung mit 302 gegen 185 Stimmen genehmigt. Die Regierung hat also mit einer Majorität von 117 Stimmen die Sanction des Parlamentes bezüglich ihrer ostasialischm Politik erhalten und dies bedeutet unleugbar einen entscheidenden parlamentarischen Sieg des Cabinets Ferry. In dem verwundbarsten Punkte seiner gesammten Politik, in der Tongkingsrage, ist somit dem französischen Ministerpräsibenten ein eclatantes Vertrauensvotum der Kammer zu Theil geworden und auf dasselbe gestützt, kann er nunmehr der weiteren Entwickelung des Tongking-Handels mit Zuversicht entgegensehen.

Die parlamentarische Session in Italien ist am Donnerstag mit einem bemerkenswerthen Acte inaugurirt worden: Kammer wie Senat haben einftimmig und mit Einschluß der oppositionellen Abgeordneten König Humbert den Dank der Nation für sein heroisches Verhalten wahrend der Cholera-Epidemie ausgesprochen. Der italienische Herrscher wird in dieser un­geheuchelten Anerkennung seines Wirkens und persönlichen Verhaltens in jener schweren Zeit den schönsten Lohn für sich erblicken.

Die rumänischen Kammern sind am Donnerstag mit einer Thron­rede des Königs eröffnet worden.

Der von Deutschland in Gemeinschaft mit Rußland bei der egyptischen Regierung gestellte Antrag, einen deutschen und einen russischen Ver­treter in der egyptrschen Finanz-Commission zuzulaffen, bedeutet ein activeres Eingreifen Deutschlands in die Angelegenheiten des Pharaonenlandes. Daffelbe drückt sich auch dadurch aus, daß dem Vernehmen nach der deutsche General- Consul in Kairo, v. Derenthall, den Charakter eines Geschäftsträgers erhallen und als solcher beim Khedive beglaubigt werden soll.

Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

a. *StatIonskasserendanten

b. ^Stationsvorsteher bet den Ooer-

Burean: Schulstraße 7.

irM t liothek

hessischen Eisenbahnen

c. *Stationsassistenten

d. ^Expedienten I. und II Elaste bei Main-Neckar-Bahn

e. Gehülfen für den Expeditions- und Stationsdienst _____

7606 Sw !T.*31eut

Nach fünftägigen Verhandlungen ist endlich in der franzdstschen Devutirtenkaminer die Debatte über Tongking am Freitag zum Abschluß gebracht worden Die Entscheidung über die ostasiatische Politik des Ministermms Ferry fiel eigentlich schon am Donnerstag, indem die Kammer die neue Credttvorlage für Tongking im Betrage von 43 Millionen mit bedeutender Mehrhett bewilltgte, « schloß sich indessen hieran noch eine, erst am Freitag beendete DlSeuffion ' 7 m _ ", ' -fr. ..... homnf nto wnrtlttlP.L

P-Vkitische UsdersMt.

Gießer?, 2. December.

Auf die erregte Diätendebatte im Reichstage ist die recht nüchterne zweitägige Generoldiscussion über den Etat gefolgt. Während sich sonst die erste Lesung des Etats im Reichstage zu einer eingehenden Erörterung über die gesammten Tagesfragen der inneren Politik zu gestalten pflegte, wobei vom Etat selbst herzlich wenig die Rede war, ist dies Heuer nur in beschränktem Maße geschehen. Es darf das indessen nicht Wunder nehmen, da ja Die vor­hergegangene Verhandlung über den Diäten-Antrag der freisinnigen Partei durch' das persönliche Eingreifen des Reichskanzlers einen über den Rahmen der ursprünglichen Tagesordnung weit hinausgehenden hochpolitischen Charakter an# nahm, zumal durch die hierbei erfolgten Auseinandersetzungen zwischen dem Kanzler einer- und dem Centrum und der dentschfreisinnigen Partei anderseits, und die Wlrkung dieser Debatten wird auch in nichtparlamentarischen Kreisen sicherlich noch lange nachklingen. Was nun die Etatsberathung anbelangt, so nahmen am ersten Tage derselben, am Donnerstag, die Redner sämmtlicher größeren Parteien Stellung zu der Finanzlage des Reiches, wie sie Staats- fecretar Vurchard entwickelte. Das vorhandene Desicit von 40 Millionen gab namentlich dem Führer der Deutschsreisinnigen, Herrn Richter, Gelegenheit zu einer abfälligen Kritik an dem Etat; die übrigen Redner beschränkten sich meist darauf, möglichste Sparsamkeit bei den Ausgaben zu empfehlen. Sehr bemerkt wuroe die Reservirtheit des Centrums-Redners, Frhr. v. Franckenstem; derselbe ^ab nur die kurze Erklärung ab, daß feine Parte: lediglich die nothwenbigsien Ausgaben bewilligen werde, um die Matrikular-Beiträge thunlichst zu oemngern. Man deutet diese Zurückhaltung allgemein dahin, daß sich das Centrum die Freiheit seiner Operationen wahren will, um in entscheidenden Momenten desto energischer auszutreten. In der Freitags-Sitzung war besonders der Umstand von Interesse, daß in ihr der bei Weitem hervorragendste Führer der deut.chen Socialdemokraten, Herr Bcbel, das Wort ergriff, um zunächst aus dem Vor- handenseiu des Deficits einen Beweis für die Krankheit unserer socialen Zu­stände im Allgemeinen zu erbringen. Der Redner verhielt sich hierbei, un Gegensätze zu bekannten Aeußerungen mancher seiner Parteigenossen, den socialen Reformen gegenüber ablehnend, verbreitete sich sodann übet unfet ganzes Militär- System, wobei besonders der Officiersstand sehr schlecht wegkam, ging dann zu allen möglichen anderen Dingen über, u. A. berührte er auch die Drei-Kaiser- Zusammenkunft von Skterniewice und gab schließlich dem Reichskanzler den Rath, einen internationalen Friedens-Congreß einzuberufen, er würde sich da­durch ein höheres Verdienst erwerben, als durch Erwerbung großen Colomal- Besitzes. Der übrige Theil der Sitzung war nicht von wesentlichem Jntereffe. Am Schluß wurde der vom Abg. Benda bereits in der vorhergegangenen Sitzung gestellte Antrag, verschiedene Etatstheile der Budget-Commission zu überweisen, angenommen, ebenso genehmigte das Haus das Gesetz über bie Controle des ReichshaushaltS-Etats und des Landeöhaushalts-Etats für Elsaß- Lothringen pro 1884/85 in erster und zweiter Berathung. Für die nächste Sitzung am Montag stand als Hauptgegenstand die erste Lesung der Post­dampfer-Vorlage auf der Tagesordnung.

Die Arbeiten der Congo-Conferenz nähern sich ihrem Ende. Die aus der Mitte der Conferenz gewählte Commission, deren hauptsächlichste Aufgabe es war, die geographischen Grenzen des Congo-Gebietes festzustellen, hat am Donnerstag dem Plenum ihren Bericht erstattet und wurde derselbe in feinen wesentlichen Punkten angenommen, mit dem Hinzufügen, öafc bas ©ongo* Gebiet weiter nach Osten zu auszudehnen.sei, unter Wahrung der gwr be* stehenden Souveränetätsrechte. Der Commission wurden noch mehrere Detan- sragen bezüglich des Congo zur Erledigung überwiesen, deren weitere Erörterung im Plenum am Montag erfolgen sollte.

Kommenden Donnerstag tritt dec österreichische Reichs- ratb zu einer neuen Session zusammen- Böse Zungen behaupten, der Ministerpräsident, Graf Taaffe, habe schon bie slavisch-feubalckierikale Majorität im Sacke, seien berfelben schon im Voraus Zugeständnisse gemacht worden, ja es wird sogar bezüglich der Czechen behauptet, daß ihnen die Körngskronung in Prag für 1886 zugesagt sei. Run, wenn das auch offenbar übertrieben ist, so ist doch bas Eine wahr, daß sich Graf Taaffe ber aus so verschiebenartigen Elementen zusammengeschweißten Mehrheit bes Reichsrathes gegenüber auf dem Standpunkte desdo ut des befindet, b. h. also, will bie Regierung etwas Wichtiges burchsetzen, so muß sie bald ben Czechen, bald ben Polen u. f. w. Gegendienste erweisen und so wirb es wohl auch einstweilen bleiben. Daß hierbei bie oeutschliberale Minorität leer ausgeht, ist nicht zu verwundern; die Regierung des Grafen Taaffe ist eben durch die Umstände genöthigt, ihren Stutzpunkt bei den flavischen Elementen des Reichsrathes zu suchen,, inwiefern freilich dieses System dem Gesammtstaate Oesterreich zum Heile gereichen wird,

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Wrgraphische DcheschkL.

Leharreb dabei ^baß "die Be'sttmmungen des Vertrages von Tientsin ausgefühtt zuttagen.

Darmstadt, 28. November. DaS heute ausgegebene Großh. Rkgierungsdlatt b^Bckanntmachuna, die Besetzung der Subaltern- und Unterbeamtenstellen bei den S^atsb^rden mit Militäranwärtern betreffend.

Ml Bezug auf die Verordnung vom 9 December 1882 (Reg.-Bl- Nr. 25), die Besetzung der Subaltern- und Unterbeamtenstellen bet den Staatsbehörden mit MrttiSr- anwärtern betreffend, werden die nachstehenden Aenderungen und Ergänzungen de« Verzeichnisses der ben Militäranwärtern vorbchaltenen Dienststellen zur öffentlichen Kenntvitz gebracht.

Darmstadt, den 13. November 1884.

Aus Allerhöchstem Auftrage:

Großherzogttchrs StaatSmintsterium.

Finger.

Dr. Breidert.

Nachtrag

zu dem Verzeichniß der den Militäranwärtern vorbehaltenen Dienststellen.

) N jtud) über» jnb siidrrnen ^gulateuren, che Mivahl in irelotfurtz, lsgesührt.

Qton, u.____

dein

arster Waarr u Mk. 1, , 4'/, 7795

Elsoffer.

lal-Tokayer} aeJJ«; untersucht $ idchestAÜon für 4 Kg b/Wieo, so- Ä Fragenden Ana» 4 »nkenwein zur e6cent>,,Fmto^ en, ofienrt die^ o Sehftaf.i 25. 5'2214

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2) Nach Art. 42 der Abtheilung III erhält folgende Fassung.

I *station§; und Güter - Expeditoren I ber

I I. und II Eloss; I zur Halste. I Finanzen.

3) Nach Nr. 42 der Abtheilung treten folgende Stellen hinzui:

a. »ÄirttinneffiHerenbanten zur Hälfte. M nisterium der Finanzen.

^""öMssg-rlchtslLr-Ib-- bet ben Unter-, I MI°M°ttum b-s Innern

I suchungsricht-rn nnb beggL

Mm-ttung"zu^Nr. 53. Bi? zurAnsr-llun» fämmtuäer bermulen «rSanbener ö 6 Civilasspiranten für den Gerichtsvollzteherdienst ist

der seitherigen Vorschrift gemäß nur die Hüfte der Gerichtsoollzieherftellen mit Militäranwärtern zu be-

Kobtenz, 1. December. Ihre Maj. bie Kaiserin hat heute Vormittag 9 Uhr bie Rückreise nach Berlin angetreten. t

Berlin 1. December. Der Kaiser confenrte Nachmittags mit Bis­marck. Die Kaiserin, Abends zurückgekehrt, wurde vom Kaiser im Palais be- arüstt D"r Emvfang am Bahnhofe unterblieb auf Wunfch ber Kaiserin.

9 B , 1 &mber. Zn der heutigen Sitzung des Reichstags stand die

Damvfersnbventionsvorlage auf der Tagesordnung. Der Staatsfecretar Stephau em- viabl die Vorlage welche gegen früher orrändeit fei und nunmehr die handelspolttischkn Ätereffen Ojn dm^Vordergrund stelle. Die Bekundungen deutscher Colontalpoiittk hätten n ben weitesten Kreisen der Nation jubelnden Beifall gefunden; deßhalb waren

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