Streites dm Bauer Gregor JankoolcS auf offener Straße niedergeschosten habe. Nach vollbrachter That war Buvilootcs ganz gemächlich, als ob gar nichts besonderes do» gefallen wäre, nach Hause gegangen und hatte sich bloS geäußert, daß 3°^ovicS nach der Behauptung von zwei Wahrsagerinnen derz-nlge 6"orsm sei, welcher ihm 2 Pferde gestohlen habe. Dor Gericht wurde nun, wie man dem ,N W- T. meldet, unter großer Heiterkeit des Auditoriums eine LeumundSnote deS Angeklagten oerlesm in welcher der Gemeindeoorstand seine« He,mathSorteS Ligoway über einstimmigen Beschluß de« GemetnderatheS dem Mörder den tiefgefühltesten Dank der ganzen Geme nde dafür auSsprtcht, daß derselbe da« Dorf non einem äußerst gefährlichen Hallunken befreit babe Dem Schreiben war auch zu entnehmen, daß btc Gemeinde dem Morde eine Festfeier vidmete und ihr ausdrücklichstes Bedauern zu Protokoll gab, daß BuvtloolcS nich schon wett früher auf den Einfall gekommen sei. den Gaudteb Janr0DtcS unschädlich zu machen. Zum Schluß spricht der Gemetnderath dem Thäter nochmal« dne lobende Anerkennung au« rind bittet den Gerichtshof den Angeklagten sofort auf freien Rufe au setzen da die Gemeinde für ihn bürge. Die« geschah wohl nicht, doch erachtete der Gerichtshof verschiedener Umstände wegen bloß einen Todtschlag für vorhanden und vrrurtheilte den so allgemein geachteten und belobten Verbrecher zu zwei Iahren^schweren^^^^ph ezetbungJ Der größte Sturm de« 19. Jahrhundert«, der soaen. Sarebn Gale, wtrd sich am 19. September 1887 einstellen nach der Berechnung de« Astronomen de« canadischen Finanzministeriums, Prof. E. Stone Wtgatn«, welcher die Stürme vom 9- März 1883 und vom 26. Januar 1884, welche auch wir hier empfunden haben, genau vorhergesagt hat. Der Saxeby Gale hat zuletzt am 7. October 1869 gewüthet nnd sämmtliche Wälder Neu-Englands beinahe vernichtet, für btc Holzindustrie nämlich unbrauchbar gemacht. Wtggins bat nun ausgerechnet, daß sich dieser deftigste aller Weltstürme in 5461 Tagen wieberholt, welche am 19 September 188/ ablaufen. Seine größte Kraft wirb der Sturm nach Prof. Wiggin« Angabe am Nachmittag de« 20. September entfalten und soll von heftigen Erdbeben begleitet sein, die um die M'tte October in Californten und dem westlichen Europa eintreten. Zwischen dieser Rdtperiobc und der gegenwärtigen sollen die deftigsten Stürme stattfinden' 1884 am 20.—23. September und 20.-22. October, 1885 am 18.-20. März, 1886 am 29 und 30. September und 1887 am 26.-29. März. Von diesen letzteren ist der heftigste der vom September 1886. ,, ,
— Mittel gegen Pensiontrung.^ Ein hübsche« Geschichtchen, welche« ein Mittel gegen Pensioniruna an die Hand gibt, wird au« Wien erzählt: Ein Staatsbeamter bet einer hiesigen Centralstelle, welcher zwar bereit« mehr al« 40 Dienstiabre, trotzdem aber noch die größte Luft zum Wetterdienen hat und sich auch de« besten Wohlergehens erfreut, wurde von seiner oberen Behörde zu wiederholten Malen bringend aufgefordert, um seine Pensiontrung etnzukommen. Dem Armen blieb schließlich nicht« Anderes übrig, al« dem Ansinnen zu entsprechen. Er setzte sich also hin und schrieb folgende« Pensionsgesuch: „Unter dem Drucke der Verhältnisse sehe ich mich gezwungen, obwohl ich geistig und körperlich noch ganz rüstig bin und auch laut Ausspruche« metneS Vorgesetzten zur vollsten Zufriedenheit diene, dennoch uw, meine Pensiontrung zu bitten- In wenigen Tagen erhielt er von seiner vorgesetzten Behörde di-lakonisch abgefaßte Erledigung: „$)em Gesuche kann nicht entsprochen werben." Nun muß bcr Arme weiter dienen. _
LandwirthschaftlicheS.
— Saatenmarkt zu Orünberg (KreiS Gießen.) Auf Wunsch vieler Landwtrthe soll in Zukunft tn Grünberg ein regelmäßiger besonderer Markt für Saatfrucht im Frühjahr und tm Herbste ftattsinden und zwar der nächste am 13. September L I. Der landwtrthschaftliche B-zirkSveretn de« Kreise« Gi-ß-n bat mehrere Vertrauensmänner ernannt, welche den auswärtigen Käufern auf dem Markte mit Rath und That unentgeltlich zur Seite stehen werden. Es sind dies die Herren Bürgermeister Faul stich von WetterShatn, Oeconom Güngerich von Merlau, Müller Keil von Grünbera, Bürgermeister Schilling er von Queckborn und Müller Zimmer von Lauter. Wettere Auskunft erthetlt Herr Bürgermeister Pracht tn Grünberg.
Handel «ud Verkehr.
Gießen, den 2. Septbr. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund X 1.15—1.20, Hühnereier pr. Stück 5—6 H, Käse St. 4—9 H, Kasematte 3—0 Erbsen pr Liter 20 4b, Linsen 30 H, Tauben per Paar 0,50—0,65 H, Hühner per Stück X 0.85—1.20, Hahnen pr. Stück X 0.50—0.70, Enten per Stück X 130—1.60, Gänse per Stück X 4.00—4 30, Welsche X 00.00—00.00, Ochsenfleisch per Pfund 68—70 3», Kuh- und Rindfleisch 56—60 H, Schweinefleisch 52—60 Hammclfleftch 60—70 4, Kalbfleisch 50—54 3>, Kartoffeln per 100 Kilo X 5.00—6.00, Milch per Liter 13—18 3>, Zwiebeln per Etr. X 8.00—0.00.
Frankfurt, 1. Septbr. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger und Wetterauer X 17—171/«, fremder X 17, Roggen eff. hies. X 15% fremd. X 15-15% Gerste eff. hies. u- Westerauer X 17—00, fremde X 17—18, Hafer eff. hiesiger «X 13, fremder X 13—14. — Rübol eff. ohne Faß hies. in Parthien von 50 Etr. X 34. Branntwein eff. ohne Faß .X 42.
Frankfurt, 1. Septbr. Der heutige Piebmarkt war stark befahren. Angetrieben waren 300 Ochsen, ca. 20 Bullen, ca. 400 .Kühe und Rinder, ca. 220 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 70—71, 2. Qual. X 64—68, Kühe und Rinder 1. Qual. X 60-00, 2. Qual. X 42—50, Kälber 1. Qual. X 70—72, 2. Qual. X 60—64 per 100 Pfund Schlachtgewicht.
Zur gest. Beachtung.
Schriftliche Anfragen wegen Auskunftsertbettuug über Inserate rc. können e* mir dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort beigelegt kst. lieber Inserate bezüglich deren Offerten einzureichen sind, ist die Expedition zu keinerlei Auskunftserlbeilungen befugt. Offertcrrbrrqe sind — soweit keine bestimmt« rt^<*ntF>eilto(w Abmachungen getroffen wurden — in der Erpedition abruboten.
Temperatur am 2. September (Mittags zwischen 11 und 12 Uhr). Wasserwäime der Lahn W/z0 R- — Luftwärme 20« R. im Schatten.
Rübs amen.
Mtthesßslhe tzisenbahue».
Mit dem 1. k. M. gelangt der Nachtrag I. zum Oberhessisch—Bayerischen Gütertarife in Kraft.
Nähere Auskunft über dessen Inhalt ertheilen die Verbands-Expeditionen.
Gießen, den 29. August 1884. 5/27
Grotzherzogliche Direktion.
Samstag den 6. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen im Hofe der Entbindungsanstalt dahier ca. 12000 Stück alte Plattziegel, eine Parthie Latten und Brennholz loosweise versteigert werden.
Gießen, den 2. September 1884. Großh. Kreisbauamt Gießen.
I. V. d. K.: 5730
Dr. Hesse, Bauaccessist.
Arbeitsversteigerung.
Freitag den 3. September,
Nachmittags V26 Uhr, soll die Goffepflasterung zu Garbenteich, veranschlagt zu 493 Mark, auf dem Gemeindehaus daselbst wenigstnehmend versteigert werden.
Garbenteich, den 30. August 1884. Großh. Bürgermeisterei Garbenteich.
Schwarz. 5702
Freitag d. 5. Septbr. d. I.,
Nachmittags 2 Uhr,
in der Flett'schenHofraithe dahier, sollen durch den Unterzeichneten gegen Baar versteigert werden:
1 Wagen, 1 Kuh, 2 Schweine, 1 Parthie Frucht, 1 transportabler Heerdt, 2 Billard- und verschiedene Hängelampen, 3 Secretäre, 1 Pianino, 3 Kleiderschränke, 1 Spiegelschrank, 3 Sopha's, einige Eow.moden, Waschtische, Spiegel, Bilder und andere Einrichtungsstücke.
Gießen, den 2. September 1884.
Engel,
5729 Gr. Gerichtsvollzieher.
KellgeSotenes.
5044 SommerjoPPen, um damit zu räumen, verkaufe zu X 1.50, 2.— u. 3—, Hosen, Joppen, Hemden, Blousen billigst; ebenso verkaufe ich getragen^ Kleider, rote: Hosen, Röcke, Hemden, Stiefel und Frauentteider zu billigen Preisen.
Louis Rothenberger, _________________Neuenweg 22.______ ~ 5678 Mehrere Wagen Mist werden billig abgegeben. Hammstraße 7.
Allgemeiner Anzeiger.
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Große Auswahl, billige feste Preise, beste Waaren. 5629
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Ein großer Posten Schweizer Stickereien unter Preis.
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reell) ohne jeglichen Zusatz^ gebrannt.
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8 Mein Ausverkauf wegen x Umzugs währt nur noch kurze
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