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Meigeir-
-tr. 205, Mittwoch den 3. September 1884
Gießener Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
0»r<Mi Schulftr-t. 7. Srf^emt tiflIH) mit ,-sn.hm- M WeuUg«. *5,,%?’
4/urep Btt Post bezogen vrertcljLhruch 2 Mark 50 Pf.
Amtlicher.Hheit.
• Gießen, am 1. September 1884.
Betreffend: Den Beitritt neuer Mitglieder zum Verein für Unterstützung und Besserung der aus den Strafanstalten Entlassenen.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
an die Grobherzoglichen Bürgermeistereien des KreikeS.
Der rubricirte Verein hat den Zweck, entlassenen Strafgefangenen Beihüfe zu ehrlichem Erwerb zu leisten, dieselben zu bessern und vor Rückfällen zu bewahren. Die Thätigkeit des Vereins fördert daher die Interessen der bürgerlichen Gesellschaft und insbesondere auch die der Gemeinden.
Von den Gemeinden des Kreises Gießen gehört bis jetzt nur Watzenborn mit Steinberg dem Verein als Mitglied an. Sie wollen daher den Gemeinderath wegen Beitritt der Gemeinde durch Verwilligung eines, wenn auch bescheidenen Jahresbeitrags vernehmen und das Ergebniß einberichten. __________Dr. Boek mann.____________________________________________
Nr. 25 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 28. August, enthält:
(Nr. 1564.) Bekanntmachung, betreffend den Verkehr mit Erzeugnissen und Gerätschaften des Weinbaues in den deutsch-schweizerischen Grenzbezirken. Dom 24. August 1884.
Gießen, am 1. September 1884. Grobherzogliches Kreisamt Gießen.
Dr. Boekmann.
Keutschlaud.
^laadscklov Wolfsgarten, 1. September. Se. König!. Hoheit der ss? sä »=£»$ beizuwohnen.
I Se. Großh. Hoheit der Prinz Heinrich waren von Samstag z
I Sonntag Abend hier zu Besuch gewesen.
Politische Ueberstcht.
Gießen, 2. September.
Die Taufe des jüngstgeborenen Sohnes des Prinzen und der Prinzessin Wilhelm von Preußen hat nun doch, entgegengesetzt allen bisherigen Meldungen über die Verschiebung des feierlichen Actes, am Sonntag im engsten Familienkreise zu Potsdam stattgefunden. Die in dem Befinden der Prinzessin Wilhelm eingetretene Besserung hat es. jedenfalls gestattet, feurigen ©UpoffHonen LWßlkG, 'M Vertreter des Königs ton BEM, welche Thatsache als ein bemerkenswerlhes Zeugniß von ben intimer werdenden Beziehungen zwischen dem Berliner und dem Münchener Hofe regt-
,.h-. D.-,.«.;--.
Zusammenkunft immer mehr in den Vordergrund. Noch ist Tag und Ort der- ftlben nicht genau bekannt, allem Vermuthen nach wird sie aber^in der ersten September-Woche und aus russischem Boden stattfinden. Dem Gerüchte, daß Fürst Bismarck, Gras Kalnoky und Herr v. Giers, der leckende Staatsmann Rußlands, der Monarchen-Begegnung beiwohnen würden, ist bis letzt voni osfi- ciöjer Seite nicht widersprochen worden und es ist daher dieses Gerücht durchaus nicht von der Hand zu weisen. Jedensalls wird bie Zusammenkunft der drei Kaiser eine solenne Bekräftigung des tresflichen Einvernehmens sem, welches zwischen Rußland und den beiden alliirten Kaisermächten erfteulicher Weise schon länaere Zeit besteht. Die wohlthuende Wirkung dieses Einverständnisses für den europäischen Frieden und speciell für die Ruhe im Orient ist anläßlich der bulgarischen Wirren, der panbulgarischen Bewegung, der Frage der Ernennung eines neuen General-Gouverneurs in Ost-Rumelien u. s. w. zu markant zu Tage getreten, als daß nicht Jeder, dem die Erhaltung geordneter und friedlicher Zu- stände in Europa am Herzen liegt, die bevorstehende Entrevue, die em Unter* pfanb der Fortdauer dieses Zustandes bllden wird, mit herzlichster Sympathie
$ "Vn den inneren Angelegenheiten treten die Lorbereittmgen zu den Reichstagswahlen mehr und mehr hervor. In parlamentarischen Kressen .wird jetzt angenommen, daß die Wahlen m der Zeiten Hälfte des October stattsinden und daß in den nächsten Tagen die diesbezügliche officieHe Bekanntmachung erfolgen würde. Es wird daher jetzt schon von den verschiedenen Parteien mit Hochdruck gearbeitet, um in der Wählerschaft Stimmung machen und die ganzen Anzeichen lassen darauf schließen, daß der eigentliche Wahlkamps diesmal ein besonders heftiger sein wird. Inmitten dieser lewen- schafckichen Agitationen erscheint das Sedan fest allen Parteien, soweit sie überhaupt nicht principielle Gegner des neugeeinten deutschen Reiches sind, als em Moment der Ruhe, gewissermaßen als ein neutrales Gebiet, auf dmi alle politischen und consessionellen Gegensätze verschwinden und wo nur der Gedanke an das gemeinsame große Vaterland der vorherrschende ist. Hoffentlich wird auch diesmal das Sedansest in einer seiner nationalen Bedeutung würdigen Weise verlausen. ,, v ~
Die verbrecherischen Thaten der Stellmacher und Consorten scheinen epidemisch zu wirken. In Hamburg ist am Freitag in oem Geldwechslergeschäst von Moritz Knauer ein Attentat aus den allein im Geschäft benndlicken Besitzer verübt worden, indem Knauer von einem Individuum einen Schlag mit einem spitzen Instrument in den Nacken erhielt. Glücklicher Wesse sind die Verletzungen deL Angegriffenen nicht lebensgefährlich; der Attentäter ist v^ba^ope'rationen des französischen Admirals Courbet neuen den Rayon der chinesischen Strom- und Küsten-Forts des Flusses Mm sind von durchschlagendem Erfolge gekrönt worden. Die säinrntlichen Forts und Batterien der Chinesen in und um den Kriegshasen Fu-ffcheu sind zerstört, des- gleichen ist die chinesische Kriegsflotte, soweit sie bei Fu-tscheu versammelt war, nernidjtet und erscheint somit der erste Abschnitt des sranzosychen Acttons- . Programms an der chinesischen Küste erfüllt. Die nächste Ausgabe des Admirals
Courbet dürste darin bestehen, die Inseln Hainan und Formosa zu besetzen, und erscheint deren Lösung in Anbetracht dessen, was die französische Flotte vor Fu-tscheu schon geleistet, nicht allzuschwierig. In Tongkmg haben sich die Schwarz-Flaggen wieder gerührt, sie sind aber von den Truppen des Generals Negrier ohne große Schwierigkeiten in das Gebirge im Norden Tongkings zu- ftsche Truppen das Fremden-Viertel von Fu-tfcheu ausgeplündert haben, feitbem die französischen Kriegsschiffe den Min-Fluß wieder verlassen habendes erscheinen hiernach weitere Exceffe gegen Fremde in den chinesischen Hafenstädten nicht unwahrschemlich.^^ man gegenwärtig mit einem neuen und einem alten Uebel zu kämpfen. Das letztere wird durch das Brigantenunwesen reprasentirt, welches in Mittel-Italien und speciell gerade in der Umgcgeno °°uR°m^nger als je blüht und dessen Ausrottung der italienischen Regierung größere Schww rigkeiten bereitet, denn zuvor. Dar neue Uebel aber ist die Cholera, welche nunmehr die ganze apenninische Halbinsel überzieht und nun saft m allen größeren Städten Italiens aufgetreten ist, merkwürviger Leise gerade Mit Aus nähme Noms, obwohl hier alle Bedingungen für eine Entwickelung der Epidemie vorhanden sind. Die Regierung der Königs Humbert thut alles Mögliche, um der Verbreitung der Seuche Einhalt zu thun, leider scheitern aber saft afle i^re Maßregeln an der Beschränktheit und dem Aberglauben der unteren italienischen Volksschichte^[juft neben der parlamentarischen Action auch eine außerparlamentarische daher, deren Träger bislang meift nur die Liberalen waren Nun ist aber auch die andere große Landespartei Belgim«, die ultramontane, aus den Schauplatz der öffentlichen Kundgebungen getreten Sie batte schon für verflossenen Sonntag eine große Kundgebung zu Gunsten des klerikalen Cabinets Malou und des neuen Schulgesetzes m Brüssel geplant, boifi war diese Manifestation wenigstens für den genannten Tag wohlweislich verboten worden, da für denselben auch die Liberalen «ne neue «roße Demon- stration planten und somit ein ernster Conflict zwischen b-'d-n Partewn s hr wahrscheinlich war. Die Liberalen haben nun ihre Demonstration am Sonntag abgehalten und die klerikale Gegenkundgebung wird dasür am 7 September stattsinden, und zwar unter denselben Bedingungen, als die liberale, recht so, SUUm gtu'fUanb schenkt den ostasiatischen Verwickelungen eine ganz besondere Aufmerksamkeit, aus dem einfachen ^ndb well dar Czami- reich auf eine bedeutende Längen-Ausdehnung Ehmas Gr nznachbar ist W. man der „Mit. Corresp." aus St. Petersburg meldet, find an der russisch chinesischen Grenze Unruhen ausgebrochen, in Folge dessen eme Verstärkung der ""SÄÄÄk- b„
btocben. General Caceres, einer der Prätendenten aus den Präsidentenstuhl, übersiel' die Hauptstadt Lima in voriger Woche, wurde aber von den Truppen des Präsidenten^ Iglesias unter blutigen Rümpfen wieder hinausgeschlagen. SÄ Ät ein neuer Angriff Caceres' auf Lima bevor und soll, derselbe
1300 Mann disciplinirter Truppen zu semer Verfügung haben.


