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s zu Friedberg, Großh. i desiev Entlassung auS . arbeitsfähigen Zustand
Vertreter des Beklagten, rt des Johannes Schott adern nur tv das Ler-
rnotniß von dem W den, wegen dessen Schott m in dem HoSpital za Schott, anstatt denselben einen Betrag zur Reise unzweifelhaft schuldig den Landarmenoerbanb
। in verwerfen 'st, ' L Ortsarmenrerbavb
gogeben. welche eine einheitliche und sachgemäße Feststellung der Art und deS Umfanges der otfentltdien Armenpflege verbürgen soll. Hiernach hat jeder Ortsarmenv.rband und jeder Landarmenverband ein Verzetchniß der von ihm tm Jahre 1885 unterftßöten Personen, sowie der Ursachen der Unterstützungsbedürft^kctt nach einem vorgeschriebenen Formulare zu führen. Die Einträge in dieses Verzeichniß haben sich auf jede Art der öffentlichen Unterstützung zu erstrecken, einerlei, ob dieselbe einmalig oder dauernd, in Geld oder Naturalien, in Kranken-, Waisen-, Arbetts- oder V^sorgungshäusern gewährt wird. Dagegen gilt die Gewährung von Zehr, und Reisegeld oder Nacht- nua'tter an DurÄreisende nicht als öffentliche Unterstützung. Ferner wird zwrschen Unterflßfcunfltn in offener und geschlossener Armenpflege, sowie zwischen selbstunter- Uüktm und^^ttunterstütztcn Personen unterschieden. B-t Angave deS UnterstützungS- aruudeS ist S ctaentltAe w r ltche Ursache, welche die UnterstützungSdedürftigkett ZÄ Äbat 3U iSitteln und in der Statistik zu wahren. Für jeden Unter, mitten mh-b eine Räblfarte nach bestimmtem Schema ausgeschrieben, für mehrfach Süfetef»Xm ieboS nur ein. Karte. Ein drittes Formular hat Nachweis über die sämmtltchen zu Zwecken der öffentlichen Armenpflege gemachten Ausgaben, und zwar nach den verschiedenen Arten der Unterstützung getrennt, zu enthalten: ein viertes Schema die Sttetttaketten aufzuführen, welche aus der Armenpflege entsprungen und mit anderen Armenoerbänden geführt worden sind nebst Angabe de« Streitbrtrags. Diese sämmtlcchen Aufnahmen der Verbände sind bis zum 15. Januar 1886 an die Grokb Centtalstelle für die LandeSftatistik und von letzterer bis zum 1. Jult 1886 an das kaiserlich statistische Amt nach Berlin zu schicken. Die KretSämter sollen sich bei ?er Ueberfcnbuna zugleich über die bei Erhebung der Statistik gesammelten Erfahrungen, sowie über die Gründe auffallender socialer Erscheinungen verbreiten.
Wiesbaden, 26. September. Aus der heutigen Sitzung der Strafkammer heg Landgerichts meldet das „Wiesb. Tgbl.": „Vor einiger Zeit hatte das „Wiesbadener Tageblatt" Gelegenheit, zu berichten, wie in einer .lieblichen Maiennacht mehrere meist dem Militär stände angehörige junge Leute, die, wie Don Quixote seine ritterliche Tapferkeit an einer Schafheerde, ihren durch Wetngenutz erhöhten Muth an den Wiesbadener Gaslaternen nach Kräften zu erproben und die „Wllfter" aus ihrer Nachtruhe aufzurütteln nach Kräften bemüht waren, einigen Nachtwächtern tn o e Hände fielen und erst noch energischem Widerstand überwunden wurden. Wahrend die übrigen Thäter, die der Militärgerichtsbarkeit unterstellt sind, bereits abgeurtheilt worden, hatte sich der mitbetheiligte Cioilist, Dr. K. dahier, heute vor der Königlichen Strafkammer wegen „Widerstands gegen die Staatsgewalt" und „versuchter Bestechung zu verantworten. Bis um 12 Uhr dauerte die Zeugenvernehmung, worauf die Vlaidoyrrs des Herrn Staatsanwalts und des VertherdigerS des Angeschuldigten, des Herrn Justizraths und Rechtsanwalts Dr. Siebert, begannen. Der Antrag des Herrn Staatsanwalts ging dahin, den Angeschuldtyten wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt zu einer vierwöchentl'cheu Gefängnißstrafe, wegen versuchter Bestechung und Befreiung eines Gefangenen zu einer Geldstrafe von je 500 JL zu verurtheilen. Kurz vor 1 Uhr zog der Gerichtshof sich zu einer dreioiertelstündigen Berathung zurück. DaS Urtheil lautete: „Der Ar,geschuldigte wird wegen Bestechung in zwei Fällen und wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt ebenfalls in zwei Fällen zu einerGesammt- ftrafe üon 3000 JL verurtheilt, welcher im Nichtzahlungsfalle für je nicht gezahlte 10 JL ein Tag Gefängniß substttutrt wird. Außerdem fallen dem Angeklagten die Kosten der Untersuchung zur Last." t
— Für die Kartoffelaufnehmezeit mag folgender Wink dienen: Damit die Kartoffeln nach dem Einbringen in die Keller nicht faulen oder schwarz werden, wird empfohlen, die Kellerräume zuvor mittelst schwefeliger Säure zu desinficiren. Man bat zu diesem Zwecke nur nölhig, in dem Keller, nachdem dessen Fenster und sonstige Oeffnungen vollständig verstopft worden sind, auf einem flachen SteMe eine Stang: Schwefel zu verbrennen oder in größeren Räumen auch an anderen Stellen A^^efel in Brand zu bringen, worauf man sich alsbald aus Dem Keller entfernt. Die gasförmige schwefelte Säure (das VerbrennungSproduct) wird dann die ganze Lust des Raumes durchdrungen und die Keime der FSulnitzerreger vernichten. Alle dumpfigen Keller, in Denen sich immer Schimmel- und Moderpilze vorfinden, sollten auf diese Art gereinigt werden.
- Heber die beste Aufbewahrung des Winterobstes hat Sorauer einige Versuche ausgeführt, bei denen sich zunächst ergab, daß eine künstlich hervorgerufene größere Trockenheit der Lufr tn dem Aufbewahrungsräume nicht von Nutzen war. 'Allerdings war in trockener Luft die Schimmelbildung keine so allgemeine, wie in der mit Feuchtigkeit gesättigten Luft, dafür aber schrumpften die Aepfel mehr und durchliefen schneller die Reifestadien, schmeckten also in den späteren Monaten weniger süß und faulten mehr. DaS Abbrechen des Stieles scheint für die Consnvirung irrelevant zu fein; eine künstliche Entfernung des natürlichen WachSüberzugS der Aepfel befördert die Wasserverdunstung. Die Aufbewahrung tn Strobhäcksel erwies sich weniger vorthetl- Laft als die Aufbewahrung in lufttrockenem Sand. In dem Häcksel hielten sich zwar die Früchte, ohne zu faulen, aber sie schrumpften leichter als die frei im Keller liegenden und ihr Geruch wurde dumpfig. Im Sande behielten sie dagegen ein ungemein frisches Aussehen und einen guten Geschmack, sie verdunsteten wenig Wasser und biteben gesund. Gedrückte Exemplare, deren Schale und Wachsschtcht nicht verletzt wurde, hielten sich ebenfalls gut. Das Einwickeln in Setdenpapter erwies sich nicht vortbeil- haft, beförderte vielmehr die Schimmelbildung. (Landw. Cenirabl. f. d. Prov. Posen.)
London, 26. September. Aus genau.r<n Mitteilungen über den Untergang des Kanonenbootes „Wasp" geht hervor, daß dasselbe am Sonntag um 6 Uhr Morgens von Westport nach Mootlle in See ging, um den Scherif mit einer Polizeimannschaft behufs Vornahme von Exmissionen nach der Insel Jun strahall zu befördern- Am Montag früh um 4 Uhr fuhr der „Wasp" an der nordwestlichen klippenreichen Küste der To-yinsel auf ein R ff und versank ungefähr eine Viertelmeile vom Leuchttlrmm in 20 Faden Wasser. Der Morgen war wolkig und stürmisch, mit gelegentlichen Schauern, die m dichten Staubregenwolken heranzogen. Alle an Bord, mit Ausnahme derjenigen, welche die Wache hatten, befanden sich tn ihren Beiten. Der commandirende Offizier war tn siner CajÜte, der wachthabende Lieutenant auf Deck. Der erste Stoß gegen die Klipp n war so heftig, daß Der Schiffsboden vollständig eingestoßen wurde. DaS Schiff füllte sich sehr schnell mit Waffer. Der Befehlshaber befahl, die Boote hinabzulassen; ober selbst wenn dttsüben das Wasser erreicht hätten, würden sie au den Frlsen zerschellt worden sein. Ehe die Befehle des Commandeurs auögrführt werden konnten, erlitt das Fahrzeug einen -weiten Stoß und wurde von dem etn- drtngenden Wasser überwältigt. Innerhalb 15 Minuten war das Schiff untergegangen und 50 Personen an Bord waren ertrunken, lieber die Ursache des Unglücks lauten die Angaben widersprechend. Nach der einen sei der Schiffslteutenant mit der Gefahr der Küste nicht vertraut gewesen, nach der andern habe einer der Offiziere tote Kürzung der Segel befohlen, wozu einer Der überlebenden Matrosen bemerkte, daß hierdurch ba8 Schiff auf die Frlsen getrieben werden würde; Der Befehl wurde indeß wiederholt und ausgeführt. Fünf der U-berl'benden sagen aus, sie selbst hätten wenig zu ihrer Rettung beigetragen, da sie von den Wellen auf die Klippen geschleudert wurden, während der sechste Mann gar n-cht im Wasser gewesen tst, sondern vom Takelwerk auf die Felsen sprang. Sämmtliche Uebetlebenbe befinden sich bereits auf dem Wege nach Portsmouth, wo wahrscheinlich auch die kriegsgerichtliche Untersuchung stattfinden wird.
— Auf Veranlafsu-g des Cultusministeriums wird in Greifswald mtt dem Anfänge des Wtnt-rsim<sttrs unter Leitung dreier Ordinarien Der JuristenfakultSt neben Dem juristischen Seminar ein Conservatorium über alle Zweige Der Rechts- Wissenschaft tn's Lebnr treten. Dasselbe soll tn einem 7—8 Stunden in Der Woche umfassenden Jahreskursus den gejammten Lehrstoff der Jurisprudenz Derart umfassen, daß die Teilnehmer fortlaufend cxam'.nirt werden und Gelegenheit zum freien Meinungsaustausch mit dem Lehrer, sowie zu praktischen Uebungen erhalten. Der Sommerkursus enthält das Pandektenrecht mit Ausschluß des Familien- und Erbrechts, ferner das deutsche Privatrecht unb das Handelsrecht. Der Winterkursus begreift die übrigen Gebiete tn sich. Jedem her ß tt<r fällt ein selbstständiger Theil zu, so daß auch eine B - the l^aung an einzelnen Fächern möglich tst. Dre neue Einrichtung verfolgt den Zw^ck, die Thetlnebmer zu ernster, flffßiger Arbeit anzuhalten, sie daran zu gewöhnen, sich über doS Erlernte mündlich unb schriftlich auSzudrücken, ihnen die praktische Anwendung desselben anschaulich zu machen und ihnen zunächst Die Grundlage zu geb-n, welche für töten p.-attischen Beruf wie für jede weitere und höhere wissenschaftliche Thätigk-it erforderuch ist. So wird zugleich Dem verderblichen Einpauckerwesen ent« gegengearbeitet und den Wünschen entsprochen, welche von bedeutenden Juristen tn Der Literatur und im Prnlament vertreten werben.
Eingesandt.
Gießen, 1. October.
Am Vorabende des Versöhnungsfestes waren in der hiestgen Synagoge 500 bis 600 Menschen versammelt. — Zeigen sich auch diese Räumlichkeiten für eine solche Menschenmenge viel zu klein, so ist es um so auffallender, daß kein Nothausgang für eintretenöe Feuersaefahr vorhanden, deßhalb an diesem Tage der Besuch für das Publikum mtt großer Lebensgefahr verbunden (ft.
Arn meisten sind von dieser Gefahr die Frauen auf der Gallerte bedroht und würde die geringste Panik eine zweite Ringtheater-Katastrophe verursachen, da sich auf der Gallerte ein Ausgang befindet, wo Niemand durchgehen kann, sondern stch durchzwängen muß.
Jeder denkende Mensch findet es daher rathselhaft. daß der Vorsteher der Gemeinde diesem längst gefühlten Uebelstande nicht abhilft.
Schiffsnachrickten.
Bremen, 30. September. Wer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Weser, Capt. H. Bruns, vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, welcher nm 6. September von Bremen abgegangen war, tst gestern wohlbehalten tn Galveston angenommen.
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Donnerstag den 30 Dttober^ Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht die Immobilien des Konrad Beppler U.
Flur 1/1194 12 Meter Hofraum Mrst- stätte in der Neustadt,
Flur 1/1198 44 Meter Hofraum mit Stall daselbst,
Flur 1/1200 44 Meter Hofratthe daselbst merstbietend versteigert werden.
Gießen, den 16. September 1884. Großh. Ortsgericht.
6067_________Müller.______
"Montag den 6. October, Mittags 2 Uhr,
soll ein Fasselochs, Berner Race, aus unserem Bureau versteigert werden. 6417
Beuern, am 30. September 1884.
Oroßherzogl. Bügermeisterei Beuern. Otto, Bürgermeister.
Donnerstag den 2. Brtober,
Nachmittags 2 Uhr,
Werden in der F l et t' schen Hofratthe dahier Sopha's, Kleider-, Kuchen- u. Glasschränke, Tische, Betten, Nähmaschinen, Spiegel, Kommode, Stuhle, Wasch- u. Nachttische, Bilder, Wanduhren, 1 Schleudermaschine rc. rc.
öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung »ersteigert. kühner,
6428 Gerichtsvollzieher.
6427 Ein kräftiger Junge als Haus- bursche gesucht. __
Näheres in der Exped. d. Vl-
Allgemeiner Anzeiger.
Hiermit zeige ich verehrlichem Publikum sowie Freunden und Bekannten ergebenst an, daß ich unterm 1. October meine
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wieder öffentlich für Jedermann betreibe.
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Hschäfts-Uebernahme.
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