daß sind,
dem einer
Dampfer nicht gestattet, sich Portsmouth zu nähern, derselbe soll vielmehr Quarantäne unterworfen werden.
— Der Arzt besuchte den „Crocodile" und brachte in Erfahrung, seit der Abfahrt von Suez sechs Cholerafälle an Bord vorgekommen
Die Petition der Turner bezweckt nur geringfügige Verbesserungen. Wenn die wissenschaftliche Ausbildung allem genüge — meinen die Petenten — die Dienstzeit auf ein Jahr zu ermäßigen, so müsse doch eine gute Fertigkeit in allen Leibesübungen, welche die militärische Ausbildung sicher wesentl ch erleichtere, eine Verringerung der Dienstzeit auf zwei Jahren ermöglichen. Der militärische Dienst sei ja tn erster Linie ein körperlicher, kein geistiger. Andererseits mache Gelehrsamkeit allein keinen tüchtigen Soldaten und gebe auch nicht militärische Fähigkeiten, daher rechtfertige sich die Forderung, daß bet dcr Prüfung zum Einjährigen auch auf die kö perliche Vorbildung Rücksicht genommen werbe.
Das Schicksal dieser mäßigen Forderungen hängt unzweifelhaft von der Stellung der militärischen Behörden zur Frage der mttttärrschen Vorbildung der Jugend ab. Hat sich die Erkenntniß Bahn gebrochen, daß ein durch Turrrm geschmeidig gemachter und für Strapatzen gestählter Körper eine unschätzbare Mitgift für den Soldaten ist, so wird man genetzt sein, den Forderungen der Turner gerecht zu werden. Damit würde sofort dos Turnen in Deutschland einen ungeheuren Aufschwung nehmen, denn die Zeit, welche man auf diese vorzügliche LetbesÜbung verwendet und die sich abzusparen bet unseren Erwerbsverhältmssen nickt Jedem leicht fällt, würde sich durch verkürzte Dienstzeit mehr als einbringe». Wie jetzt die Jugend die Schulbänke Drückt, um bis zu dem sehnltchst begehrten Zeugniß der Reife für dm einjährigen Dienst zu gelangen, würde sie die Turnplätze bevölkern, um dort das Angenehme mit dem Nützlichen zu vereinigen. Es würde damit ein kräftiger Impuls zu einer verbesserten Jugenderziehung gegeben werden und die Lösung der wetteren Fragen auf diesem Gebiete vorbereitet werden.
Darum wünschen wir der Petition der Tmner „Gut Heil".
Lokales.
G. Gießen, 30. April. ^Sterblichkeit in Gießens Die Zahl der Todesfälle während b r Woche vom 20. bis 26. April beziffert sich auf 8 und zwar wurden Kinder und Erwachsene m gleicher Anzahl betroffen. Ein Kind im ersten Lebensjahre starb an Diarrhöe, von drei Kindern zwischen dem 2. und 10. Lebensjahre erlag das eine dem Scharlach, das zweite einer Bronchienentzündung, das dritte einer Nierenentzündung. Von den erwachsenen Personen starben zwei an Brigbttscher Nterenkrankheit, eine an Lungenschwindsucht und in einem Falle, der nicht ärztlich beobachtet worden war, konnte keine Todesursache angegeben werden.
Laß der geringste Minimalbetrag der Aciien auch dann zulässig sei, wenn durch Erschwerung der Uebertragbarkeit der Actien die Arbitrage erschwert ist, und wenn rme Gesellschaft zur Beseitigung etms Nothstandes ihr Capital reduciren will.
Von der Commission des Reichstags für daö Unfalloersicherungsgesetz wurden heute bet der Abstimmung über die §$ 9 bis 11 die Anträge der vereinigten Con- servativen und Klerikalen angenommen, welche gegen den Fortbestand der Privat- Versicherung, sowie gegen die Versicherung auf Gegenseitigkeit gerichtet sind und die territorial abgkgrknzte Berufsgenossenschaft zur Basis der Versicherung machen.
— Das Abgeordnetenhaus genehmigte in der heutigen Sitzung den Rest der Iagdordnung, und zwar vorwiegend nach den Beschlüssen der zweiten Lesung; nur einzelne Paragraphen erhielten eine nicht erhebliche, meist redactionelle Aendeiung. Der „Sonntagsparagraph", § 43, wurde dahm gefaßt, daß an Sonn- und Festtagen alles Hetz- und Treibjagsn w.ib während des Gottesdienstes jede Jagdausübuug verholen sein soll. Die Oberpräsidenten, resp. die Regierungen können noch weitergehcnde Beschränkungen durch Polizem-rordnungen erlass n; provinzielle wettergehends gesetzliche Bestimmungen sollen unberührt bleiben. Die tu sinitwe Abstimmung wird morgen statt- finden; außerdem sind für morgen der Antrag der Abgeordneten Zelle und Straß- mann, sowie der Antrag des Abgeordneten Bachem auf die Tagesordnung gestellt.
Berlin, 29. Aprtt. Unter dem Vorsitze des Staatsministers v. Bötticher wurde am 28. April eine Plenarsitzung des Bundcsraths abgehalten. Von der Vorlage, beireffend die Ucbersichttn über die auf den deutschen Münzstätten im Jahre 1883 erfolgten Ausprägungen von Reichs.Gold- und Silbermünze», sowie eine Zusammenstellung der Ergebnisse der m Jahre 1883 auf den einzelnen Münzstätten geprägten Re;chs-Gold- und Silbermünz n angestcllten Untersuchungen, nahm die Versammlung Aenntniß. Dem Herrn Reichskanzler wurden überwiesen: der Beschluß des Reichstags vom 23. April b. I.. betreffend den Pensionsanspruch ehemaliger Mllttärpcrsonen aus Anlaß der im Kriege erlittenen inneren D!enftde,chädigungen; eine Eingabe, betreffend die Einführung von Papter-Normal-Formaten; eine E ngabe wegen Rev sion des Gerichtskostengesetzes. Dem Vorschläge des H?rrn Reichskanzlers gemäß wurde die Herstellung einer Beleuchtung des Elbstroms bet den elbseitigen sogen, langen Brücken der Zollabfertigungsstelle am Eater.wärder zu Hamburg beschlossen. Auf eine Eingabe Wegen Abänderung des Gesetzes über die Beurkundung des Personenstandes erthkilte die Versammlung ablehnenden Bescheid.
Wien, 29. April. Kronprinz Rudolf ist mit seiner Gemahlin heute Mittag kurz nach 12 Uhr wieder hier eingetroffen; unter den zur Begrüßung des kronprinzlichen Paares auf dem Bahnhöfe Erschienenen befand sich auch der türkische Botschafter.
— Im Abgeordnetenhause wurde heute von der Negierung das mit der Nordbahn getroffene Uebereinkommen eingebracht.
Bern, 29. April. Der Bundesrath hat die Direction der Gotthardbahn aufgeforoert, innerhalb Jahresfrist technische und finanzielle Ausweise zum Bau der Bahnen Luzern-Jmmensee und Zug-Goldau vorzulegen.
Paris, 29. April. Eingegangener Nachricht zufolge ist der Admiral Lespes gestern an Bord der „Galiffonnivre" in Shangai eingetroffen.
PortSurouth, 29. April. Der Transportdampfer „Crocodile" ist heute Morgen mit Truppen aus Bombay auf der Rhede von Spithead eingetroffen und hat, da an Bord vor der Ankunft in Gibraltar ein Cholerajall
vorgekommen war, die gelbe Flagge aufgehißt. Nach dem Lerlaffen Gibraltars ist an Bord des Schiffes kein neuer Cholerafall vorgekommen, dennoch ist
n. r , Turner und Soldaten.
SMS
Maß leiblicher Durchbildung unb urne^ em entsprechendes
sbuvgen obligatorisch gemacht werde, ^"^gdsühigkeit in den entsprechenden Leibes- i°d-i Reichs^ Vorgelegen;
bürgerlichen Gleichheit öräerftrdt™h k ^rcföiu<ßen als der
ääSSSS sawssÄ wssssS&äs fonbern Derjenige, welcher eine T^uvv->n a^?^' H°«» gut Bescheid weiß,
Drüfung der Duolifitation nicht m. ' ,uni! daher das Gewicht bei
Befähigung gelegt wird, und indem -um Andern ,,0"beJn Ä kle militärische
Tendenz beherrscht^ wkifwi-'d,« oon elnet demokratischen
kaum eines Nachweises. Wie fnber9I^ unserer Zeit, bedarf
Adels war, während heute sich das Verhättniß bereits^ ein Vorrecht des
W Element numerisch norberrf&t ?<? m geschoben hat, daß das bürger.
früher den vornehmenStSndenreservirt Lre Srle ?e8 Landwehr - Officiers, die e8 bis zu einer mäßigen Gymnafialbildnna ifniA6» ^bem zugänglich geworden, der Stellung im bürgerlichen Leben gebrachtbatb ^bstftändigen
Mied zwischen der mit dem einjährigen Dien» ? .°ae^in98 der Unter.
d/S zu dreijährigem Dienst verpflich ten Sollten bohen Carriere und der
Allein gerade dieser scharfe Unterschied rotrh!n a^r Schärfe vorhanden, rmchdem der Unterschied der Classen bese tia?»n^ m? « m+l™flrö6nl$ätte empfunden, die Verfassung verbürgt ist. *6 unb staatsbürgerliche Gleichheit durch
Darunter drei Todesfälle; die übrigen Palienteu sind in der Genesung begriffen. Die Behörden ordneten Vorsichtsmaßregeln zur Verhinderung des Ver-
WsMt-"Lnoei morgen mit den Truppen. '
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wurden m-br-re C-oilp-rsonm und M I.tSrS->»hafA &0,beDa unb
»nterbrlchm.^ ""°^-P°sche aus Granada ist dl-T-l-graph-nv-rbindung mit Madrid W-rde to6a®£eetfol0t 3?<>tbarmec- General Paria, meldet, di- Band- M-ngodo
Vermischte-.
Wetzlar, 24. April. Eine auch für unsere Gegend sehr wichtige Angklegen- heit — die Canalisation der Labn — bildete den Gegenstand der Berathung für eine Versammlung, welche dieser Tage im Casino zu Oberlahnftein stattgefundm hat. Eine Anzahl Großindustrieller, worunter einige Herren von hier, Schifffghrtsinieressenten und mehrere rheinische Abgeordnete nahmen an derselben Thril. Herr Regierungs- boumeifter Wolfram setzte, wie man der ^Rh. und Ruhr-Ztg.- h'erübrr berichtet, in längerer Ausführung auseinander, d3ß die Schifffahrt auf der Lahn bis j tzt nickt rentabel gewesen sei wegen des ungünstigen Wasserftandes. So seien die 10 Mill JL, welch? der Staat für die Schiffbarmachung der Lahn biS jetzt ausgewendet habe, wenig fruchtbar gewesen. Bis jetzt existirtcn etwa 18 Schlcusen, zur vollständigen Canalisüt.sn fehlten noch etwa 10 bis 12 Schleusen, die ca. 5 M'llioncn Mavk kosten würden. Sodann sei es wünschenswerth, die anderen Schleusen soweit zu vertiefen, daß Schiffe mit 2 M. Tiefgang (entsprechend einer Ladungsfähigkeit von 5000 Ctr.) die Lahn befahren können. Im Interesse beS Bergbaues im Nassauischen sei es dringend erfordcrltck, dm Eisenerzm einen billigeren Transport zu schaffen, als dies bis jetzt mit der Eisenbaha der Fall sei. In den letzten 10 Jahren habe die Verwendung der Lahnerze um die Hälfte abgenommen. Die Hüttenwerke im Ruhrbezirk beziehen ihre Eisenerze von Jahr zu Jahr immer mehr und mehr auS Spanien und Algier. Dieselben würden sich aber wieder mehr den Lahnerzen zuwcnden, wenn dieselben ausschlicßUch auf dem billigeren 1 Wasserwege travSporttrt werden könnten. Die Kosten für den Neubau von Schleusen würbe» sich — wie erwähnt — auf 5 Mill. JL belaufen, wozu dann noch im Falle , einer Vertiefung der alten Schleusen 1 Mill. JL Mehrkosten hinzukämen. Die D^- kusston constattrte das erfreuliche Ergebniß, daß sämmtliche Anwesenden dem Proj-cie sympathisch gegenüberstanden. Zur Beschaffung der Geldmittel beschloß man, fick an daß Ministerium zu wenden, und zwar auf Vorschlag des Herrn Abg. Berger-Witten besonderer Wärme trat bet "der Dißkusfion fflr hu Mit
schweren Berufs geworden. Äe Anzahl beinahe das Opfer seines
nach Marbura gekommen *“ d-n letztenW°»°n
dieser Gelegenheit overirte der Mru™ nn b 1 9?of6F durchzumachen. Bei
Wa durch" einen am^n^er.00^« S-ttvg-
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300 A für Feldflasche h'ÄE' ♦Wret!n ,e§ allein vorgelegt wird, ein Preis von ' , C »“bPOW und Brodbeutel je ein Preis von 300 M. Der Helm soll gegen


