Einzelbild herunterladen

Dienstag, 27. April M8

Qt

Die Abwehrschlacht an der tunesischen Westfront

Die Wehrmachtberichte

nich*

al. 6t

sechs in Luftkämpfen mit slowakischen Jägern. Zwei

Nachdem die feindlichen Durchbruchsangriffe im

*

!9|

M

j4e len eien ut

Berlin, 26. April. (DNB.) An der tunesischen W estfront setzten bie britischen und nord amerika­nisch en Verbände am 25. 4. nach starker Artillerie­vorbereitung ihre Angriffe mit starken Jnfanterie- unb Panzerkräften fort. Alle Anstürme des zahlen­mäßig weit überlegenen Feindes brachen jedoch im Feuer unserer heldenmütig kämpfenden Soldaten unter schwersten Verlusten für den Gegner zusam­men. Um schließlich doch noch einen Durchbruch zu erzwingen, berannte der Feind mit starken Panzer­keilen die Sperrketten unserer Verteidigung. Einen Einbruch dieser Kräfte fingen Grenadiere und Pan­zergrenadiere auf, bie den Feind mit hohen Verlu­sten zurückschlugen. Vis zum 24- 4. einschließlich verlor der Gegner bei seinen vergeblichen Vorstößen 81 Panzerkampfwagen. Inzwischen haben sich die Panzeroerluste des Feindes noch bedeutend erhöht.

Besonders hart waren die Kämpfe in den Berg st ellungenundFelfentä lern. Dort standen sich an steilen Abhängen Angreifer und Ver­teidiger auf schmalem Raum in erbittertem Ringen gegenüber. Um jeden Felsvorsprung wurde verbis­sen gekämpft. Die Handgranaten detonierten auf kürzeste Entfernung und zwangen den Gegner m Deckung. Die Garben der Maschinengewehre jagten

Durchbruchsversuch gegen die deutschen Linien an. Die deutschen Truppen, die schwere Flak, die Pak, die Artillerie und nicht zuletzt der Infanterist in seinem Erdloch, fingen diesen Stoß auf. Es kam zu harten Kämpfen. Es galt hier, dieser anstürmenden Masse standzuhalten. In mehreren Einsätzen griffen auch leichte Kampfflugzeuge und Jäger in den Erdkampf ein und warfen zahlreiche amerikanische Panzer in Brand. Leutnant Rei­nert, der vor kurzem an der tunesischen Front seinen 150. Gegner in der Luft abschoß, setzte in den Mittagsstunden bei einem Tiefangriff einen schweren Panzer vom BoumusterPilot", den mo­dernsten amerikanischen Panzer, in Brand und

An der Ostfront fanden bis auf erfolglose Angriffe der Sowjets südlich Ikoworosfijfk keine Kampfhandlungen von Bedeutung statt. Der

Durch seine hohe G e s ch windig sich dem Angriff überlegener S.re'

Sfail. Mai

Arbeitsruhe wie an Sonntagen.

Der Deichsminister für Volksaufklärung und Propaganda gibt bekannt: Der diesjährige .Jlafio- nale Fei'.rtag des deutschen Volkes" wird am 1. Vlai begangen. Der Tag, an dem Ar­beitsruhe wie an Sonntagen herrscht, dient ausschließlich der Entspannung der schassenden Bevölkerung. Veranstaltun­gen finden nicht statt, Beflaggung unterbleibt.

d ie Angreifer 'immer wieder zurück, von denen viele, im Nahkampf an den Felsrand getrieben, in den Abgrund stürzten.

Die deutsche und italienische Luftwaffe un­terstützte mit starken Kräften die Kämpfe des Hee­res und griff die Panzerspitzen und Kraftfahrzeug­kolonnen des Feindes mit Bomben und Bordwaf­fen ununterbrochen an. In einer tiefen Schlucht hatte der Gegner durch wiederholte Tiefangriffe be­sonders hohe Verluste. Mit Sicherheit wurden dort acht Panzer vernichtet, Tankwagen zur Explosion gebracht und weitere zahlreiche Fahrzeuge zerstört, die mit Truppen und Nachschub auf dem Weg zur Front waren. Bombenvolltreffer lagen mitten in einer britischen Flakbatterie. Große Brände waren die sichtbaren Spuren der pausenlosen Angriffe. In Luftkämpfen wurden sechs feindliche Flugzeuge ab­geschossen und fünf weitere von der Flakartillerie zum Absturz gebracht. In der Nacht zum 26. 4. setzten Kampfflugzeuge die Angriffe gegen Panzer­ansammlungen und Batteriestellungen erfolgreich | fort. Eine für den Nachschubverkehr des Feindes wichtige Brücke wurde zerstört und die sich stauen­den Panzer- und Kraftfahrzeugkolonnen mit Bom- I den aller Kaliber belegt.

DNB. ...» ----- -----.

Frontabschnitt bei Medjez el Bab hatte der Amerikaner in den letzten Tagen starke Pan­zer k r ä f t e zusommengezogen, die nordostwärts in Richtung der nach Tunis führenden Straße durchbrechen und damit die deutsch-italienischen Streitkräfte in Tunis auseinanderspalten sollten. In den Morgenstunden des Karfreitags setzte der Amerikaner diese Panzermassen zum Stoß und

d^M

fin<nl

(95. Jahrgang ttr.97 ^scheint täglich, außer sonntags und Feiertags

Beilagen: gsss

Bezugspreis:

Monatlich. .RM.1.80 Zustellgebühr... r*2a iuck bei Nichterscheinen >on einzelnen Nummern mfolge höherer Gewalt

Süden der tunesischen Front blutig abge­wiesen worden sind, versucht der Feind jetzt mit überlegenen Kräften an der Westfront eine Ent­scheidung zu erzwingen. In wechselvollen, für beide Seiten verlustreichen Kämpfen verteidigen Infan­terie und Panzertruppen erbittert ihre Stellungen. Die Panzerverluste des Feindes am vorgestrigen Tage haben sich allein in diesem Kampfraum auf 81 erhöht. Starke Nahkampffliegerverbände der Luftwaffe fügten dem Feinde bei Tiefangriffen er­hebliche Verluste zu.

Zwei leichte britische Bombenflugzeuge drangen in den gestrigen Abendstunden unter dem Schuh tiefer Wolken nach Nordwestdeutschland ein und warfen einige Bomben, die unerhebliche Gebäude­schäden verursachten.

Vergeltung gegen LlGA.-Flieger.

Rom, 26. Aprll. (Europapreß.) Italien muß dem Beispiel Japans folgen, das schnell die Schuldigen des infamen Deliktes über dem Him­mel von Tokio abgeurteilt und hingerichtet bat, schreibtTeuere" im Hinblick auf die Tatsache, daß nordamerikanische Flieger mit Explosivstoffen ge­ladene Füllfederhalter über Italien abwarfen, wo­durch zwei Kinder schwer verletzt wurden.Wir haben es nicht nötig, unvorsichtige Geständnisse ab­zuwarten. Die Mörder unserer Kinder haben den Beweis ihrer Infamie hinter­lassen. Wenn wir in unseren Händen einen F.'ie- ger haben, der nach dem Abwurf dieser Gegenstände gefangengenommen wurde, so müssen wir ihn zum Tode verurteilen, und bei ähnlichen Delikten haben wir, falls die Urheber in unsere Hände geraten soll­ten, gleicherweise zu verfahren. Wir verteidigen au­ßer den Unschuldigen auch die Ehre des Kampfern ben."

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,UbrdesVormittags

Ameigen-Preise:

Anzeigenteil 7Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbreite

Nachlässe:

WiederholungMalstaffeH AbfcklüsseMengenstaffelS Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°'»mehr

Oer Wehrmachtbericht vom Montag.

DNB. Aus dem Führerhaupkquarlier, . April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt iekanni:

Von der Ostfront werden keine kampfhand- iingen von Bedeutung gemeldet. Vor der kau- «fusküste versenkten leichte deutsche Seeftreit- fräfte ein feindliches Torpedo-Schnellboot, befchä- ligfen mehrere andere und schossen einen Dampfer | ii Brand.

Die Abwehrschlacht an der tunesischen Vestfront hält mit unverminderter Härle an. : roh großer zahlenmäßiger Ueberlegenheil blieb lern Feinde auch gestern jeder Durchbruchs- irfolg versagt. Einbrüche zusammengefaßter ssanzerkräfte wurden aufgefangen und der Feind «ch erbitterten Kämpfen unter schweren Panzer- isrlusten zurückgeworfen. Am Tage und während irr Nacht waren starke Verbände der 2 u f t - »affe über dem Feind und griffen Panzer-Ve- | itttstellungen, Batterien und Truppenkolonnen mit bomben und Bordwaffen an. In Luftkämpfen und Urch Flakartillerie wurden 12 feindliche Flugzeuge | isrnichtet. Zwei eigene Jagdflugzeuge werden ver- I lüßt. Am Brennpunkt der Kämpfe eingesetzt, haben ich in den letzten Tagen die 10. Panzerdivision, die |! ivisionHermann Göring" und das Grenadier- Z egiment 754 durch vorbildlichen Kampfgeist und inerschrockene Tapferkeit besonders ausge- «ichnet und die Hoffnung des Feindes auf einen Durchbruch zunichte gemacht.

Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, ver- ; fnfte ein Unterseeboot unter Führung des Kapi- iinleutnants von Bülow in der Mitte des I Üordatlantiks den zur Ueberwachung der ' illantischen Geleitwege eingesetzten amerikanischen E FlugzeugträgerRange r". Der Führer !ot Kapilänleutnant von Bülow als 234. Soldaten I ier deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Rit- l[! !"rkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen^

inige Ml! |M W zu über u. 1293D rer erbet.

Oer Wehrmachtbericht vom Gamstag.

DRV. AusdemFührerhauptquarlier, 24. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Außer lebhafter Tätigkeit der Luftwaffe werden von der Ostfront keine besonderen Ereignisse gemeldet. Am 22. und 23.4. wurden bei vier eige­nen Verlusten 72 Sowjetflugzeuge vernichtet.

Am weftabschnitt der tunesischen Front trat der Feind zu dem erwarteten Großangriff an. In erbitterten Kämpfen, die zur Zeit in vollem

Sie Versenkung des amerikanischen FlugzeugträgersRanger"

Schwerer Schlag für die feindliche Lt-Boot-Abwehr.

Oer letzte friedensmäßig ausgewiefene LlSA.-Flugzeugträger verloren.

bslteo6 iEN te SSE" i®!'

Amerikanischer Panzervorstoß ausgefangen

Von Kriegsberichter Gerhard Linke.

und den Aufenthalt, der beim Starten und Landen der Flugzeuge entsteht, wieder einholen können. Seine Hauptaufgabe hat er weniger in engbegrenz- ten Meeren, wie in der Nord- oder Ostsee oder im Flottenkampf, als vielmehr in der ozeanischen Kriegführung, und weit obgefetzt von den Stützpunkten der feindlichen Angriffe spielt der Flugzeugträger eine große Rolle.

In den USA. und England hatte man immer wieder darauf gedrängt, an der Ueberwachung der tark bedrohten atlantischen Seewege auch Flug­zeugträger teilnehmen zu lassen. Aber fast im gleichen Augenblick, in dem man sich zur Teilnahme von Flugzeugträgern am Kampf gegen die U-Boot- Gefahr entschloß, s c^n k der letzte der auf der Friedensliste verzeichneten USA.-Träger, von vier Torpedos getroffen auf den Grund des Atlantik. Mit derRanger" ging dem Feinde der vier­zehnte Flugzeugträger verloren.

Die Versenkung derRanger" erfolgte trotz tarker Sicherung durch Zerstörer und Bord­lugzeuge. In der Luft flogen die immer wieder vom Deck derRanger" startenden Flugzeuge als U-Boot-Fernsicherung. Aber trotz aller Sicherung trafen die Torpedos des deutschen U-Bootes doch ihr Ziel. Unter ungeheuren Detonationen und mit riesigen Stichflammen versank das große feindliche Schiff. Von den begleitenden Zerstörern konnte kein einziger zur Bekämpfung des U-Bootes angefetzt werden, denn sie alle mußten an der Untergangs­stelle verbleiben, um sich an der Rettungsaktion zu beteiligen.

Mit sieben Flugzeugträgern von insgesamt 155 000 Tonnen trat die Flotte der USA. in den Krieg ein. Ein großer Teil von diesen Schiften war erst nach 933 in Dienst gestellt worden und stellte einen Typ -on Kriegsschiffen dar, der den Erfahrungen des nodernen Seekrieges Rechnung trug. So hatte die Hörnet", die erst im Dezember 1940 vom Sta- s-el gelaufen war, eine Tragkapazität von 83 Flug- eugen, dieL e x i n g t ö n" undS a r a t o g a Dgar eine solche von je 90 Flugzeugen. Die Ge- chwindigkeit der neuesten dieser Schaffe, darunter ruf derHörnet", derE n t e r p r is e" undy o r k- : o m n" war auf 34 Sm. in der Stunde heraufge- cht worden. Sie zählten damit, neben den Zersto- icrn, zu den schnellsten Schiffen der nordamerr- onischen Kriegsmarine. Sie alle sind im Kampf legen Japan in den pazifischen Gewässern versenkt norden, und den ebenfalls ganz modernen Träger W asp", der mit 14 700 Tonnen m der Große emRanger" entsprach, ereilte im November 1942 □in Schicksal im Mittelmeer. A l l e s i e b e n Flug- eugträger, welche die USA. bei Kriegsemtritt be­ißen, liegen also jetzt auf dem Meeres- . rund, nachdem als letzter der Friedensliste nun- inehr auch der TrägerRanges durch das Un- isrfeeboot des Kapitänleutnants von Bulow im Tüttlercn Nordatlantik versenkt wurde. Er war 19*5 om Stapel gelaufen. Er hatte bei einer Geschwin­digkeit von 30 Seemeilen in der Stunde und eurer Lange von 222 Metern eine Wasserverdrängung on 14 500 Tonnen. Seine besonders starke ^lakar- ; nrerung bestand aus acht 12,7-ZenttmeterEesch t-

en und fünfzig 4-Zentimeter-Flak und ßriedensmäßig ausgerüstet hatte die ,,Ranger 50 Landflugzeuge an Bord. "-^aTll9er

! Jesatzung von 1788 Mann an Bord . arunter außer dem seemännischen Personal zahl- .eiche qualifizierte Spezialisten aus dem techn^en ! Zetrieb des Flugzeugttägers, sodann Bodenpersonal

Diese starken Verluste des Feindes an diesen wertvollen Spezial-Kriegsschiffen sind während der Dauer des Krieges kaum auszugleichen. Die Nord­amerikaner suchen sich deshalb mit bem Umbau ehemaliger Fahrgastschiffe in Hilfs- Flugzeugträger zu behelfen, die jedoch, wie der See­krieg im Pazifik bewiesen hat, den an sie gestellten Anforderungen nicht gewachsen sind. Die Versen­kung derRanger" hat aufs neue bewiesen, daß die Seekriegführung der Achsenmächte auf allen Meeren, im Atlantik ebenso wie im Pazifik und im Indischen Ozean, mit der gleichen Zielsetzung und mit dem gleichen Erfolg betrieben wird. Deutsche, italienische und japanische See- und Luftstreitkräfte schlagen zu, wo immer sie den Feind sehen, trotz stärkster Abwehr und ausgedehntester Luftsicherung.

KapitLnleutnant von Bülow.

Berlin, 26. April. (DNB.) Der für die Ver­senkung des USA.-FlugzeugträgersRanger" vom Führer mit dem Eichenlaub zum Rttterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnete Kapitänleutnant Otto von Bülow wurde 1911 in Wilhelmshaven ge­boren. Er ist ein hervorragender U-Bootkomman- üant, dessen Fähigkeiten sich nicht nur bei Einzel­jagd, sondern auch im Kampf mit Geleitzügen er­wiesen haben. Am 21. 10. des vergangenen Jahres verlieh der Führer dem erfolgreichen U-Boot-Kom­mandanten, der bis dahin 15 Schiffe mit 88 888 ART. und einen Zerstörer versenkt und zwei wei­tere Schiffe torpediert hatte, das Ritterkreuz.

Vor uns eine neue Weli.

Von Helmut Sündermann, Stabsleiter des Reichspreftechefs.

Wie aus einem gewaltigen chemischen Prozeß der Läuterung treten aus den vielgestaltigen und wechselvollen Geschehnissen des großen Krieges die klaren Fronten hervor, zwischen denen die Entscheidung ausgetragen wird.

Wir wissen aus den Lehren der geschichllichen Tatsachen, daß beide Weltkriege, deren Zeugen mir waren und sind, mit kühl rechnendem Menschen­verstand planmäßig vorbereitet und herbeigeführt worden sind, der von 1914 noch mit rein machtpolitischen Argumenten gegen ein Reich, das England zu stark zu werden drohte, im Jahre 1939 zwar mit ähnlichen Argumenten, aber doch mit dem umfassenderen Gedanken, eine revolutionäre Entwicklung auszulöschen, die be­ginnt, als Fanal zu wirken, und die der Welt zeigt, daß sie morsch geworden ist.

Der Krieg freilich ist das große Noturgeschehen im Leben der Völker sein Verlauf läßt sich nicht in Formeln und Berechnungen zwingen; er mag planmäßig vorbereitet fein und mit Absicht aus- gelöst werden, aber wenn dann die Gewalten ent­fesselt sind, treten ganz neue Faktoren auf den Plan, die die Entwicklung lenken und die Er­eignisse gestalten. Um einen Krieg zu entfesseln, dazu mag die intrigante Geschicklichkeit einiger weniger genügen, aber einen Krieg zu führen und ihn sieg­reich zur Entscheidung zu bringen das ist im 20. Jahrhundert zur Sache großer Persönlichkeiten und gleichermaßen zur Willensprüfung von Mil­lionen und aber Millionen Menschen geworden.

Hier findet sich nicht nur der dramatischste Be­rührungspunkt von menschlichem Willen und na­tionalem Schicksal, denn dieses ist im Geschehen eines totalen Krieges unmittelbar abhängig von der Stärke des ersteren hier bietet sich auch das ProblemPersönlichkeit und Masse" von einem neuen Blickpunkt aus dar: Wie der Krieg des 20. Jahrhunderts vorn einfachen Soldaten die Eigenschaften fordert, die das Bild der entschlosse­nen Persönlichkeit ausmachen, so wird im Zuge der totalen Einfügung der Völker in das Kriegs­geschehen von ihnen ein Gleiches gefordert. Und es bedarf keiner Sehergabe, um zu erkennen, daß die siegreiche Kriegsentscheidung in einem so allum­fassenden Kampf wie dem gegenwärtigen letzten Endes den Völkern sicher sein wird, die die innere Kraft aufbringen, sich in vollkommenster Form aus derMasse Mensch" zu einer Summe von Persön­lichkeit zu entfalten und zu einem festen Block von Wille, Tatkraft und Entschlossenheit zu werden!

Diese Entwicklung ganzer Völker hoch hinaus über die Gedankenlosigkeit des früheren Masfen- daseins ist mit eines der revolutionärsten Ereignisse unserer Zeit, das weit über den Krieg hinaus feine Wirkung haben wird, weil es die Stellung der Nationen im Weltbilde von Grund auf ändert. Denn nur in den Formen, nicht im Kern hatte sich das Leben der Völker bisher von der Welt des Mittelalters und der des Absolutismus entfernt. An die Stelle der Büttel des Duodezfürsten waren die milderen, aber wirksameren Formen geistes­verwirrender Agitation getreten, an die Stelle der Kanzel die Rednertribüne, an die Stelle des Hexen­aberglaubens demokratischer Massenwahn und an die Stelle des sichtbaren Fürstengeschlechts der nicht

}lll- 4

unt

folge der in den Vorlagen erlittenen blutigen Ver­luste nur mit schwächeren Kräften vergeblich an.

Deutsche Kampfslugzeuge warfen in der vergan­genen Nacht Bomben schweren Kglibers auf kriegs­wichtige Ziele in einigen Orten West- und Wittel- englands.

Oer Wehrmachtbericht vom Sonntag.

DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 25. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Dieser neue Schlag, der bie nordamerikamiche Flotte betroffen hat, wiegt für die Achfengesner m so schwerer, als sie für ihre Knegfuh^nz 'M sZazi ik und für die Sicherung der gefährdeten beewege im Atlantik in hohem Mähe auf die

I :»

Ä . W..5SSS-:

|l| er chilfsfl'ugzeugträgerAudaci'ty und bei et) on

| Nt in erster Linw

bie Aufgabe, das flugtechnisch bessere lL a n t>f1u^8

euo auch für den Seekrieg nutzbar zu machen, i ünb zwar vorwiegend in solchen

Flugzeuge, die von der Küste aus star en, I chwer öder überhaupt nicht er * e 1 $ uni) &cr I infolge des großen Start- und 2an, n

unter diesem liegenden Stoßen 5^93 Ob .

'er Flugzeugträger aber «u* «"{J*»* e,r.

! chifftt)V,bbef(enCK?mpfwert in.

; >»en mitgefichrtn MuMeugen beruht, S v «hutz ist gering 'eme Mittel, und^ 6 ° ^in«

I 2rmoglicht es ihm lediglich, den. 21 gr n

26. April. (PK.) In dem tunesischen | konnte damit seinen zehnten Panzer als vernichtet 1 <«*-*- - buchen.

Als die amerikanische Führung den geplanten Durchbruchsversuch wegen der starken Verluste ins Wanken kommen sah, versuchte sie einen Igel zu bilden, in dem ein großer Teil der herangeführ- ten Lastkraftwagen und andere Nachschubfahrzeuge eingeschlossen werden sollte. Diese Absicht des Geg­ners wurde von der deutschen Führung schnell er­kannt. Durch Gegenstöße und weitere wirkungsvolle deutsche Iagdangriffe und Tiefangrifte leichter Kampfflugzeuge wurde auch dieser Igel zersplit­tert, so daß in den Nachmittagsstunden des Kar­freitag dieser von den Nordamerikanern so sorgfäl­tig vorbereitete Durchbruchsversuch der Panzermas­sen als vereitelt angesehen werden mußte.

Weder die Massen der amerikanischen Panzer noch die Massen der eingesetzten amerikanischen Jagd- und Bombenflieger, noch das unaufhörliche Feuer der amerikanischen Artillerie konnte hier am Kar­freitag die deutsche Abwehrfront zersprengen. Die deutschen Afrikakämpfer haben wieder einmal ihre Härte und ihre Ueberlegenheit gegenüber der gegen sie angesetzten Materialwalze bewiesen.

Giehener Anzeiger

SEBS General-Anzeiger für Oberhessen

freuen schot- gering spart" w

«rmnrrfi^ ihm ledialiw, oen ziuynn ----- ourcy somven- unu ------r, - . -

Ä unb Flugzeuge abzuwehren kämpfen stehenden Truppen des Heeres, eigene Flugzeuge werden oermifeL

Mo^er W bet tunef^n'5übfronl gtiff der Feind in- Nachdem die feindl.chen Durchb

Ganae sind, wurden bisher 48 Panzer ver­nichtet. Jagd- und Schlachtftiegerkräfte griffen ------

unermüdlich in die Erdkampfe ein und unlerftühlen Feind verlor am 24. Apnl 43,i3^939c^11^ durch Bomben- und Bordwaffenangriff die in |

i