Ausgabe 
13.3.1943
 
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Nr. 61 Zweites Blatt

Meftener Anzeiger (General-Anzeiger für GLerheilen)

13./14. März 1943

Teil

wir

und dem und als Der

das Mädel sich schleunigst freiwillig anmelden, es erfuhr bann aber zu seiner Genugtuung, daß es durch das Arbeitsamt schon noch aufgerufen und mit drantommen werde. Eine Ehepaar, die Frau

65 Jahre alte Reichsbabnsekretär a. D. kann zwar den ganzen Tag über nicht mehr mitmachen, aber für den halben Tag will er alltäglich auch wieder mit dabei sein und für unsere Soldaten an wirk- amer Stelle helfen. Ein 66 Satire alter Küfer und 'in 69 Jahre alter Weichensteller a. D. haben sich ür den ganztägigen Arbeitseinsatz gemeldet, den sie als Hilfskraft in einer kriegswichtigen Werkstatt leisten wollen. Sogar ein 80 Jahre alter Mann, der bis fetzt noch ein kleines Geschäft führt, will von dieser Tätigkeit Abschied nehmen und sich in der

NSG. Um den vielen falschen Vorstellungen gegenüber dem Einsatz der Frauen als Kraftfahre­rinnen zu begegnen, sei im folgenden alles Wissens­werte kurz zusammengestellt.

Zunächst mag sich die Frau von dem Gedanken frei machen, daß auf diese Weise die Möglichkett gegeben sei, die lang gehegte Sehnsucht nach dem Führerschein mitten im Kriege bequem und billig zu befriedigen. Der Einsatz, der hier von der Frau verlangt wird, hat mit derDame am Volant", die in entsprechender Aufmachung spazieren fuhr, gar nichts zu tun. Es muß sich fede darüber klar fein, daß es sich hier nur um einen verantwortungsvollen und arbeitsreichen Einsatz handeln kann, denn es gilt ja das vergesse niemand!, Männer abzu­lösen, die bisher als Fahrer in der Industrie, bei der Reichsbahn und Reichspost, bei Behörden usw. ihr volles Maß an Arbeit tagaus, lagern geleistet haben.

Ziel der Ausbildung durch das NSKK. ist der Erwerb des Führerscheines der Klasse III. Das be­deutet also die Berechtigung zum Führen von Wagen bis zum Eigengewicht von 3,5 t. Hierher gehören die Personenwagen, ferner Liefer- und leichte Last­kraftwagen. Die schweren Lastkraftwagen kommen für die Frau nicht in Frage.

Natürlich sind Frauen, die bereits den Führer­schein der Klasse III besitzen, besonders erwünscht. Sie werden in kürzerer Zeit weiter ausgebildet und nach Ueberprüfung ihrer Fahrfertigkeit durch das NSKK. bevorzugt eingesetzt. Es ist selbstverständlich,

daß sich die Ausbildung aller Frauen nicht nur auf die Fahrtechnik beschränkt. Sie erstreckt sich vielmehr auch auf die Verkehrsordnung, auf die Schulung im Erkennen und Beseitigen von Störungen am Motor und, im Zusammenhang damit, auch auf den Ge­brauch des notwendigen Werkzeuges. Ebenso selbst- verständlich ist es, daß die Frauen bei der großen Bedeutung des Generatorfahrzeuges für unsere Kriegswirtschaft mit der Generatoranlage, ihrer Wartung und Pflege genauestens vertraut gemacht werden.

Wie kommt man nun zu diesen Lehrgängen des NSKK.? Die Dienststellen des NSKK. sind bereit, Meldungen entgegenzunehmen und weiterzuleiten. Auch wird jede Frau in Zweifelsfällen hier gern beraten. Um den gewünschten Einsatz nicht zu ver­zögern, ist es ratsamer, sich direkt an das zuständige Arbeitsamt zu wenden, das, wenn der Amtsarzt die körperliche Eignung feststellt, die Meldung an die NS.-Frauenschaft und das NSKK. weiterleiten wird.

Von den Motorstandarten werden die entsprechen­den Lehrgänge zusammengestellt. Die Ausbildung erfolgt vollkommen kostenlos, doch muß bei ihrem Beginn die Verpflichtung übernommen werden, nach erfolgreicher Ausbildung die vom Arbeitsamt zu- gewiesene Stellung zu übernehmen.

In diesem Zusammenhang sei allen Haltern von Fahrzeugen bis 3,5 t, soweit sie noch wehrpflichtige Fahrer beschäftigen, empfohlen, sofort ihren Bedarf an Kraftfahrerinnen bei ihrem Arbeitsamt anzu­melden.

Unterkohlrabi 5 bis 8, Meerrettich 50 bis 75, Lauch 25 Rpf., Salat 2,20 RM., Feldsalat, J/io 10 Rpf.

Ein kurzer Ueberblick über die Anmeldungen er­gibt ein interessantes Bild. Da ist z. B. ein 16 Jahre alter Schüler der Lanaemarck-Schule, der die freien Stunden, die ihm die Schule läßt, mit seiner jungen Kraft irgendwie zur Arbeit für unsere Rüstung an- wenden möchte. Ein früherer Waffenmeister Büchsenmacher, der f»tzt 67 Lebensjahre auf Buckel hat, stellte sich erneut zur Verfügung macht nunmehr sein handwerkliches Können Werkzeugschlosser in einem Betrieb nutzbar.

** Lichtbildervortrag von Robert H e n s e I i n g. Der Gießener Vortragsring (Kultu­relle Vereinigung, Goethe-Bund und Dolks'bildungs- ftätte Gießen der NSG.Kraft durch Freude") ver­anstaltet am Montag, 15. März, feinen nächsten Vor­tragsabend. Der in Gießen von feinen früheren Vor­trägen her bekannte Schriftsteller Robert Hense- l i n g wird einen Lichtbildervortrag mit dem Thema Von Sonnen und Atomen" halten. Das Eindringen der Forscher in die Rätsel des Weltalls, der Atome und der strahlenden Sonnen ist so spannend wie nur irgendein Reiseabenteuer ober ein Roman sein kann.

** Späterer Beginn der Abgabe der Sondermarken zum H e ld e n g e d e n k t a g 1 9 4 3. Im Zusammenhang mit der Verlegung des Heldengedenktages auf den 21. März findet auch die Abgabe der Sondermarken der Deutschen Reichspoft zum Heldengedenktag erstmalig an diesem Tage, nicht, wie ursprünglich vorgesehen, am 14. März, statt.

Strafkammer Gießen.

Unter der Anklage der fahrlässigen Tötung hatte sich gestern die Frau D. K. aus Ilbenstadt (Kreis Friedberg) vor der Strafkammer Gießen zu verant­worten. Die Frau hatte in Gegenwart ihrer beiden kleinen Kinder in der Küche Wasche gekocht und diese mit dem kochenden Wasser in eine Wanne auf dem Fußboden ausgeschüttet. Dann verließ die Frau für kurze Zeit die Küche, um im Wohnzimmer etwas zu erledigen, sie ließ aber während dieser Zeit die 2 und 5 Jahre alten Kinder allein in der Küche zurück. Beim Spielen fiel das 2 Jahre alte Söhnchen in die Wanne mit dem heißen Wasser und verbrühte sich so schwer, daß es bald darauf ver­starb. Die strafrechtliche Folge für die Frau war die jetzige Anklage wegen fahrlässiger Tötung ihres Kindes. Das Gericht verurteilte die Frau, entspre­chend dem Antrag des Anklagevertreters, zu zwei Monaten Gefängnis.

Auch dieser Vorfall möge allen Frauen eine er­neute Mahnung fein, ihre Kleinen stets wachsam zu hüten und sie vor allem nicht in der Nähe von Be­hältern mit heißer Flüssigkeit zu dulden oder gar allein zu lassen.

Landkreis Gießen.

--^Lollar, 12. März. Zur Zeit wird die Winter- pritzung sämtlicher Ob ft bäume durch die Gemeinde mit der motorisierten Obstbaumspritze durchgeführt.

Jranffurfer Schlochtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 13. März. (Dorbericht.) Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen 43 bis 47, Bullen 41 bis 45, Kühe 25,50 bis 45,50, Färsen 42 bis 46, Kälber 40 bis 59, Schafe 46, Schweine 63,50 bis 73,50. Marktverlauf: zugeteilt.

Seit einiger Zeit versieht der Feind einen der Stabbrandbomben mit einer zusätzlichen Spreng­ladung, die etwa 2 bis 3 Minuten nach Aufschlag

Frauen als Kraftfahrerinnen

Lehrgänge des 71SKK. zur Ausbildung.

Angemessene Preisbildung für Ferkel und Läufer.

Die alljährliche, saisonbedingte Aufwärtsentwick­lung der Preise für Ferkel und Läufer hat in diesem Jahre besonders früh eingesetzt und in den letzten Wochen Formen angenommen, die volkswirtschaftlich nicht mehr vertretbar sind. Der Reichskommissar für die Preisbildung hat deshalb die Preisbildungs- und Preisüberwachungsstellen angewiesen, den Handel mit Ferkeln und Läufern sorgfältig zu überwachen. Von der Festsetzung von Höchstpreisen ist bewußt ab­gesehen worden, um etwaige Besonderheiten in den örtlichen Verhältnissen und im einzelnen Falle mög­lichst berücksichtigen zu können. Es ist den Beteilig­ten überlassen worden, den kriegswirtschaftlich ge­rechtfertigten Preis in eigener Verantwortung zu bestimmen.

Als angemessen können nur Preise angesehen wer­den, die bei Berücksichtigung der Aufzucht- und Mä­stungskosten und eines angemessenen Verdienstes des Mästers in einem entsprechenden Verhältnis zu den durch die Schlachtviehmarktordnung gesetzlich festgelegten Höchstpreisen für Schlachtschw'eine stehen. Preise, die dem nicht Rechnung tragen, können und werden nicht Leiter geduldet werden; sie werden von den Preisbehörden mit entsprechenden Straf­maßnahmen (Ordnungsstrafen, Handelsuntersagung usw.) geahndet werden.

Von den Verkäufern, vom Handel, von den Ge­nossenschaften und den Käufern muß erwartet wer­den, daß sie sich im eigensten Interesse vor der For­derung und Zahlung übersetzter Preise peinlichst hüten.

Zweite Frühiahrsabsahveranstaltung

in der Zuchlviehhalle Rhein-Main, Gießen.

Nachdem bereits in der Vorwoche eine große Ab^ satzveranstaltung von Höhensleckviehbullen, Zucht­kalbinnen und Zuchtebern in der Zuchtviehhalle Rhein-Main zu Gießen stattgesunden hat, veran­staltete der Landesverband der Rinderzüchter in Hessen-Nassau, Abt. Rotes Höhenvieh, am gestrigen Freitag die erste große Absatz-Veranstaltung von Bullen und Rindern des roten Höhenviehs. Jnsge- amt waren 76 Bullen und 11 weibliche Herdbuch - iere auf getrieben. Von den Bullen wurden am Vor­tage durch die Sonder-Körkommiffion unter Leitung von Landwirtschaftsrat Dr. Wagner, Gießen, 16 Bullen der Wert kl ässe II, 38 Bullen der Wert- klasse III und 17 Bullen der Wertklasse IV zugeteilt. Btt den Rindern konnten 3 in Zuchtklasse II, 7 in Zuchtklasse III und 1 in Zuchtklasse IV ein geteilt werden.

Der Verkauf gestaltete fick infolge des großen An­gebots diesmal etwas langsamer, da vor allem der Ankauf von Bullen für die Ostgebiete erst für April

Von der Jugend bis zum Greis

Freiwillige drängen sich zur Kriegsarbeit.

** Zum Heldengedenktag. Wie gestern bereits berichteten, ist der Heldengedenktag vom 14. auf den 21. März verlegt worden. Die von dem Wehrmacht-Standortoffizier Gießen zu der morgigen Heldengedenkfeier versandten Ein­ladungskarten behalten auch für die Feier am 21. März ihre Gültigkeit. Die Karte möge also jeder Empfänger aufbewahren.

** E s gibt Apfelsinen. In der nächsten Woche werden Apfelsinen, und zwar 1 P*und je Person, auf den Abschnitt 36 der Nähnnittellarte 47 ausgegeben.

Aus der Stadt Gießen.

Mutter in Uniform.

Dor einem Schulhaus stand, als die Schule aus war und die Kinder daraus hervorstürmten, eine Mutter, die aus ihre kleine Tochter wartete. Wir kennen Oie Mutter nicht, und es ist sicherlich nichts Besonderes, wenn einmal eine Mutter vor dem Schulhaus auf ihr Kind wartet aber in diesem gatte fiel sie auf, denn sie trug den dicken grauen JRantel der Straßenbahnschaffnerinnen und ein ver­wegenes Krätzchen dazu und sah darunter so frisch und heiter aus, daß man ihr das große Schul­mädchen, das ihr plötzlich luftig an die Hand fprang, gar nicht zugetraut hätte. Das Mädchen fragte, ob Oie Straßenbahn heute wieder fo voll war, daß die Mutter kaum durchkam, und ob es kalt gewesen und ob der dicke alte Mann wieder mitgefahren sei, der immer so freundlich mit ihr spreche. Dann bogen sie vergnügt um die Ecke und gingen heim. Aber bevor sie die anderen Schulkinder hinter sich ließen, sah dos Mädchen schnell noch einmal um, und in ihrem Blick lag eine ganze Welt voll Stolz und Freude über diese tüchtige Mutter in der Uniform, die sie abgeholt hatte.

Die anderen Kinder trollten in Gruppen über die Straße oder standen noch eine Weile in kleinen, dichten Kreisen beieinander, und mancher Blick folgte den beiden. Es mag fein, daß hier und da ein Madel em wenig hochmütig meinte, ihre Mutti We pickst in der Straßenbahn, aber die meisten haben heute wohl gelernt, daß die Mütter alle Hände voll zu tun haben, als Hausfrauen, in der Fabrik oder im öffentlichen Dienst, wie diese Mut­ter hier. Sie gehören den Kindern nicht mehr allein, sie verlangen von ihnen heute mehr Selbständigkeit als früher und haben nicht oft Zeit, sie von der Schule abzuholen. Aber gerade Darum ist dieses Abholen geradezu ein besonderes Fest für die Kin- der geworden. Das war aus vielen Blicken zu sehen. Die in offner Bewunderung den beiden folgten, die so fröhlich ihres Weges gingen. Eine Kieme erzählte eifrig:Neulich bin ich in ihrer Straßenbahn gefahren. Da hat sie mich gesagt, ob ich bei der Liefet in der Klaffe bin und ob ich Den Aufsatz auch schon gemacht habe." Man merkte ihr Den Stolz an, Den sie bei dieser Ansprache Der vielbeschäftigten Straßenbahnschaffnerin empfunden haben mag. und verstand die Bewunderung, mit der sie auf die tüchtige Mutter der Kameradin blickte. Sy

Vom Fußball.

Nach der Verlegung des Heldengedenktages finden am morgigen Sonntag die Spiele um die Grup- penmeisi erschuft der Gruppe V Wet» t e r au statt. Auf dem Waldfportplatz trifft sich Der in Der Gruppe führende VfB. - R mit der Spg. Büdingen im Kampf um die Punkte. Die« Mager Mannschaft ist zur Zeit sehr spielstark, weil in dieser Elf mehrere Fußballer aus bekannten üddeutschen Vereinen Mitwirken. Die Mannschaft des VsB.-R. tritt in bekannter stärkster Ausstellung an.

Vor diesem Spiel findet auf Dem Waldsportplatz Das Bannmei stift rschaftsspiel zwischen Lon< Dorf und Garbenteich statt,

Im Zuge der Mobilisierung aller Arbeits- kräfte zum Einsatz für Die Kriegsarbeit hat vor einigen Tagen auch das Rüstungskom- mando Gießen einen Aufruf an alle Volks­genossen und Volksgenossinnen zur freiwilli­gen Meldung für die Kriegsarbeit veröffent­licht. Dieser Ausruf hat ein außerordentlich starkes Echo gesunden, lieber das Ergebnis haben wir uns gestern mit dem Kommandeur des Rüstungskommandos, Oberstleutnant Schreiber, unterhalten.

Die Aktton des Rüstungskommandos zur Meldung fr ei mittiger Hilfskräfte für die kriegswichtige Arbeit ist vor einigen Tagen abgeschlossen worden. Der Aufruf, der in erster Linie an alle nicht mehr ein- satzverpflichteten Volksgenossen und Volksgenossin- nen, also Männer über 65 und Frauen über 45 3ahre, gerichtet war, mithin bewußt nur Freiwillige ansprach, hatte ein sehr erfreuliches Ergebnis. Au­ßerordentlich groß war die Zahl der Männer und Frauen aus Stadt und Land, von den jungen Jahr­gängen bis herauf zum ©reifenalter. Die sich alle zur freiwilligen Mitarbeit drängten. Die vorgesehe­nen Melde- und Beratungsstellen reichten zur glat­ten Bewältigung der gewaltigen Nachfrage nicht aus, fo daß nicht nur die Zeit für b:e Anmeldung und Beratung verlängert, sondern auch noch weitere Mitarbeiter der Dienststelle für die Entgegennahme Der Meldungen und die Erteilung von Rat und Auskunft eingesetzt werden müßten. Tagelang herrschte am Sitze der Dienststelle Hochbetrieb. Nun­mehr sind die Meldelisten nbaefchloffen und zur wei­teren Veranlassung Dem Arbeitsamt Gießen über­mittelt worden, das Den Freiwilligen Nachricht über Ihren Einsatz in der Kriegsarbeit zugehen lassen wird. Für die Verwendung dieser freiwilligen Män­ner und Frauen sind, entsprechend ihren Wünschen, dem Arbeitsamt Vorschläge unterbreitet worden, bei Deren Festlegung immer in erster Linie Der Gesichts­punkt maßgebend war, daß es sich bei dem Einsatz nur um kriegswichtige Arbeit handeln kann.

macht, im Lazarett oder in einer Betriebskantine als Helferinnen tätig fein wollen, weil sie diese Ar­beit unter den jetzigen Verhältnissen für wichtiger halten als die Schneiderei oder dergleichen, ist eben­falls als ein Beweis für die richtige Einstellung unserer Frauen gegenüber den Erfordernissen dieser Zeit anzusehen. Die Beispiele könnten wir noch fort­setzen, allein die wenigen hier angeführten Fälle dürften wohl schon genügen, um auch Das Wollen unserer Frauen ins rechte Licht zu rücken.

*

Die Betriebe haben fick in verständnisvoller Weise bereit erklärt, für die Anlernling und die beftmög- liche Arbeitsplatzoerteilung Der Männer und Frauen alles zu tun, ebenso wie um deren soziale und käme» radschastliche Betreuung in vollem Ausmaß besorgt zu sein, Damit ihnen Der neue Arbeitsplatz leicht und angenehm gemacht wird. So ist Denn auch nach die­ser Richtung hin nur ein gutes Ergebnis zu er­warten, Das im Zusammenklang mit Der frei­willigen Arbeitsleistung zu Dem Gesamterfola füh- ren wird, Der eine weitere beDeutenDe Stärkung unserer tämpfenDen Front verspricht. B.

Kriegsarbeit einsetzen lassen, wobei natürlich Die Art Der Arbeit Den kiftverlicken Kräften Des alten Herrn entsprechen muß. Das sind nur einige wenige Beispiele aus Der Liste Der Männer, Die sich frei­willig gemeldet haben.

Bei Den Frauen möchten wir in erster Linie als be­sonders leuchtendes Beispiel für die ideale Gesinnung, die zur freiwilligen Einsatzmelduna führte, auf die vier Schwfftern der Orthovädischen Klinik Hinweisen, die . Möglich von morgens 7 Uhr bis zum Abend ihren an­strengenden SchwesternDienst in der Klinik zu leisten hoben und Dann noch täglich freiwillig von 19 bis 24 Uhr in einem Betrieb arbeiten wollen, um au diese Meise unseren Soldaten an der Front zu helfen. Von vorbildlicher Gesinnung zeugt auch die Meldung einer Frau in Hungen, die dort ein kleines Geschäft besitzt, während ihr Mann im Felde steht. Die Frau will ihr Geschäft entweder an den frühe­ren Besitzer zurückgeben ober es schließen lassen, um mit ihrer Kraft in einem kriegswichtigen Betrieb helfen zu können.Das Geschäft ist jetzt nicht fo wichtig", fo sagte Die Frau bei ihrer Anmeldung, Die Arbeit für unsere Rüstung bezeichnete sie als viel wichtiger, und sie ist sogar bereit, zu dieser Arbeit auch noch ihr Mädchen mitzubringen. Damit sie beide mitschaffen können.

Auf der gleichen Stufe hoher idealer Gesinnung steht die Frau eines im Felde stehenden Hauptmanns, die als geborene Baltendeutsche die russische Sprache perfekt beherrscht und sich nun als Dolmetscherin in einem Betrieb einsetzen will (Dolmetscherinnen mit dieser Spvachkenntnis sind sehr gesucht), zugleich aber ihren Entschluß bekundet hat, Die Vergütung für diese Mitarbeit restlos Dem Deutschen Roten Kreuz zur Verfügung stellen zu wollen. Die 63 Jahre alte Oma, Die früher ein selbständiges Geschäft be­saß und jetzt als Lagerarbeiterin oder dergleichen helfen möchte, verdient aus Der Liste dieser freiwilli­gen Helferinnen ebenso hervorgehoben zu werden, wie Die nahezu 60 Jahre alte Mitarbeiterin eines wissenschaftlichen Instituts, Die in dieser Zeit wenig­stens für halbe Tage ihre Arbeit am Schreibtisch inmitten der Bücher und Akten mit dem Wirken in einer kriegswichtigen Werkstatt vertauschen möchte. Sehr zahlreich sind Die Fälle Der an sich nicht mehr meldepflichttgen Frauen, Die für halbe Tage, ent­weder vormittags oder nachmittags, kriegswichtige Arbeit leisten wollen, wenn es Dabei auch oftmals allerlei häusliche Schwierigkeiten zu überwinden gilt oder Enkelkinder, Die jetzt bei Der Oma sind, in Zukunst Der guten Obhut Der NSV.-Kindergärten Die übrigens Den ganzen Tag über geöffnet sind und Den Kleinen neben Der Betreuung auch noch Be­köstigung geben, um Durch Diefe umfassende Für­sorge den mitarbeitenDen Frauen Die Sorge um ihre Kinder abzunehmen anvertraut werden müssen.

Auch zahlreiche jüngere Frauen, die als Mütter kleiner Kinder an sich nicht meldepslichtig sind und trotzdem freiwillig kamen, um sich für die Kriegs­arbeit zur Verfügung zu stellen, konnten im Hinblick auf die Kindergartenarbeit Der NSV. in Die Liste Der freiwilligen Hitsskräste ausgenommen werden, so daß also auch diese Volksgenossinnen in Kürze , mit an einer Werkbank tätig sein können. Ein 21 Jahre altes Mckdchen kam sogar in heller Am- regung angerückt, weil es vom Arbeitsamt noch nicht zum Einsatz angefordert worden war und nun Staubte, es fei vergessen worden; um unter allen mständen bei dieser Arbeit Dabei zu sein, woltte

Ser gleiche Herzschlag.

NSG. Zwei große Begriffe sind es. Die Die Ge­schichte später einmal als Die Rettung Europas, sei­ner Zivilisation und Kultur nennen wird: Die Deut­sche Armee und Die'deutsche Heimatfront. Denn von der deutschen Heimatfront aus geht Der Strom, Der unsere Soldaten täglich fncift, si" mit Waffen ver­sieht und ihnen die seelischen Kräfte gibt, Diesen größten aller Kämpfe siegreich zu bestehen. So wie die Front der Arm, fo ist die Heimat Das Herz Des Krieges. Sein Herzschlag darf niemals langsamer werden, nicht ein einziges Mal willkürlich aussetzen. In Zuverlässigkeit und Treue, Die nicht weicht und nicht wankt, sendet Die Heimat einen Kraftstrom hinaus an Die Front, Der von Liebe, Treue und Dpfergerft gespeist wird, wie er sich auch in Der Hal­tung Der Heimat gegenüber Dem Kriegs-Winter- hiffswerk Dokumentiert. Auch am morgigen Opfer- sonntag werden wir Daher unsere Spende fo be­messen, Daß Der kämpstnde Soldat fühlt: Front und Heimat ein Herzschlag!

3«r Meisepflicht aufgerufen.

Das Arbeitsamt Gießen ruft jetzt als weiteren Personenkreis die Frauen mit einem schulpflichtigen Kind unter 14 Jahren zur Ausfüllung des Melde­bogens für den Arbeitseinsatz auf. Der Meldebogen muß bis zum 22. Mürz beim Arbeitsamt oder einer feiner Nebenstellen abgegeben weiden.

Siabdrandhomben mit Sprengladungen.

fft 50 Jahre alt, will sich gemeinsam in einem kriegswichtigen Betrieb betätigen; auch ihm wurde durch Die Meldeliste die Erfüllung Dieses Wunsches in Aussicht gestellt.

Nicht zum Zug kommen roerDen wohl etliche junge MäDchen, Die bislang als Hausgehilfinnen tätig sind, aus diesen Arbeitsstellen aber ausscheiden und in Betriebe eintreten möchten. Wenn diese Mädels in ihren gegenwärtigen Stellungen überflüssig sind, wofür nach ihren Angaben alles spricht, so wird Das Arbeitsamt gewiß nicht zögern, sie Dort herauszu­nehmen unD einer kinderreichen Familie zuzuweisen, in der sie ebenso nützlich wirken können, als wenn sie irgendwo an einer Werkbank säßen. Daß ältere Schneiderinnen und Frauen mit ähnlichen Berufen Diese Tätigkeit jetzt aufgeben unD in einen Betrieb eintreten möchten oder in einer Küche bei Der Wehr-

zerknallt und mit erheblicher Wucht Sprenastücke umherschleudert. Da Diefe Brandbomben äußerlich nicht von den üblichen Stabbrandbomben, zu unter­scheiden ist, ist allgemein hei der Bekämpfung von Stabbrandbomben jede erreichbare Deckung auszu­nutzen, z. B. Mauervorsprünge, Pfeiler, Schorn­steine, Türen oder Hölzschilde genügen jedoch nicht. In den meisten Fällen wird von Der Deckung aus Die Bombe mit Der Luftschutzhandspritze abgelöscht ober mit SanD ab ged eckt werden können. Ist die Entfernung jedoch zu groß, so muß zum mindesten Die Umgebung Der Brandbombe naßgehalten wer­den, Damit eine Ausbreitung des Brandes verhin­dert wird. Die Deckung soll erst verlassen und die Bombe wie üblich aus Der Nähe mit Wasser oder Sqnd bekämpft werden, wenn Die Bombe zerknallt ist oder mit ihrem Zerknall nicht mehr zu rechnen ist. Dies erkennt man daran, daß Die Brandbombe schon zu einem Brandkuchen auseinandergeflossen ift f)at man jedoch den Einschlag Der Bombe un­mittelbar selbst beobachtet, ist noch genügend Zeit, sofort beherzt zuzupacken und die Bombe an einen ungefährlichen Ort zu werfen.

Wenn Die Stabbrandbombe in besonders feuer- gefährdete Räume oder Lager eingeschlagen ist, muß me Bekämpfung selbstverständlich sofort unter vollem persönlichen Einsatz Der Löschkräfte vorge­nommen werden, auch wenn keine ausreichende Deckung vorhanden ist.

Bei Der Bekämpfung Der Stabbrandbombe in ge­schlossenen Räumen ist wegen Der bei jedem Brand auftretenden Rauchentwicklung Die Volksgasmaske oder ein behelfsmäßiger Atemschutz (nasses Tuch vor Mund und Nase) zu benutzen.

Verdunkelmigszeil:

13. März von 19.21 bis 6.11 Uhr.

14. März von 19.23 bis 6.09 Uhr.

d. I. vorgesehen ist. Immerhin wechselten 49 Bullen ihren Besitzer, darunter alle in Wertmasse II ein­geteilten Vatertiere. Die Preise waren so, daß jeder Käufer diesmal sehr günstig gute Vatertiere erwer­ben konnte. Die Nachfrage nach Rindern war gut, alle zum Verkauf gestellten Rinder wurden abae- etzt. U. a. wurde für das Rotvieh-Zuchtgebiet im Egerland auch ein Ankauf getätigt

Durch den Reichsverband der Rinderzüchter Deutschlands. Abt. V, Rotes Höhenfleckvieh, findet am 16 Avril in der Zuchtviehhalle Rhein-Main zu Gie­ßen eine Absatzveranstaltung besonders ausgewählter Leistunasbullen aus allen Rotvieh-Zuchtgebieten tntt, zu Der auch weibliche Leistungstiere zum Auf­trieb gelangen werden.

Gießener Wochen Marktpreise.

* G i e ft e n, 13. März. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8, Kartoffeln, 5 kg 56. Weißkraut, kg 9 bis 12, Rotkraut 14 bis 16, gelbe Rüben 10 bis 16, rote Rüben 10, Spinat 35,