chiedz.
bunde, 2S ch ben £ l-tzt •poften
'N 411 Med
1-3. Jahrgang Kr.37 idniateini i g. et, anbei Sonntags und feiertags
«etlanen •
Siebener rtnmihenblattei Heimat imBtlb-DieSckollc 6eiuaSvreiS:
Monat«,cd., '«M.1« AusteUgebühr .. „ -.28 auch be- Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge böberei Gewalt »eensveechanschlnh 8281 Dmbtanschrtft /Ämeiger* VflfHcheck ftrtmff /M
Samstag,lZ./§onntag, 14. $ebruar(943
jwa Samstag, 13./So
Glchener Anzeiger
brShlsch« Hwi»tr1tt8t*nHlerei L £«ft General-Anzeiger für Oberhefsen S*il1ha*^
Annahme von tlmemeu für die Mittaasnummer bi-8'/, Uhr deeÄormittag- AnAeigen-Breise
für die Mllimeter'^etle von 22 Millimeter Brette: 7Rvi tür ♦Vanttltenan- aeinen und private GelegenheitSan^eiflen
14Rvi. t. WerbeanHeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzeigen
Vlatzoorichrift (vorherige Berembarung) 25*/° mehr
Stockholm, im Februar.
ndien selbst gefühlt werden, welches nicht nur
Dr.
am ge>
Drbina«
hrstuhls
barthelx
ng M
Europas Zukunst aus amerikanischer Perspektive
N
-
Der Krieg braucht deine ganze Kraft!
-
Umver- ;fj der indischen Nationalisten nur noch gesteigert bei bet irrten. Im Grunde hat sich die Richtung Chur-
nstände hervorgerufen — die Anwesenheit starker udände britischer und amerikanischer Truppen
em Dr. Univer» rgie er-
promiN ich 1931
erirew ißolitil uti 15 önrwt; imukm angest.A
iir
n-
62
eo
tzi
en. hn.
aftl
er le* •n-
tt ant lEiUrter
Der Verlust Singapurs, dessen Wirkungen r den entferntesten Teilen des britischen Reiches zu >üren waren, mußte naturgemäß am stärksten in
Unvermindertes Anhalten der beweglich geführten Abwehrkämpfe an den Brennpunkten
Gieß«« ’
■bruar
Dbr ..«
rsl>' *
sich itttanii ‘tt8art)r \ 6kl. fi’ Wr« ”unv »erben.
Berlin, 12. Febr. (DNB.) Im nördlichen Ab« schnitt der Ostfront versuchte der Feind zwischen Wolchow und Ladogasee die Stellungen einer Infanteriedivision nach einstündiger Artillerievorbereitung mit starken Infanterie- und Panzerkräften zu durchbrechen. Trotz erheblichen Schlachtfliegereinsatzes scheiterte der Angriff. Durch Gegenstöße gelang es, feindliche Kräfte einzuschließen und im Zusammenwirken mit der Artillerie zu vernichten. Dor Leningrad brachen die Sowjets mit etwa 100 Panzern gegen den Abschnitt einer deutschen Division vor. Dom frühen Morgen an rollte Angriff auf Angriff gegen unsere Stellungen. Das Feuer unserer schweren Waffen brachte den Ansturm zum Stehen. 53 zerschossene Sowjetpanzer blieben auf dem Kampffeld. Bon den starken Schlachtflugzeuggeschwadern, mit denen der Bolschewist den Angriff seiner Truppen unterstützte, schossen unsere Jäger zwischen Ladoga- und Ilmensee 35 Flugzeuge ab.
Oer Wekrmachtbenchi.
DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 12. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Unter dem Eindruck seiner schweren blutigen Verluste hat der Ansturm des Feindes gegen unsere Abwehrfront im O st e n an Stärke nachgelassen. An den Brennpunkten halten die beweglich geführten Abwehrkämpfe aber unvermindert an. Der Feind erneuerte feine Angriffe bei 71 o w o r o f f i j f k und versuchte vergeblich, mit Schiffen in den Hafen der Stadt einzudringen.
Truppen einer deutschen Panzerdivision vereitelten lm Kuban-Brückenkopf feindliche Umfassungsversuche und fügten dem Gegner schwerste Der- lüste zu. 3n den letzten zwei Tagen verloren die Sowjets im Abschnitt dieser Division mehr als 1700 Tote, 850 Gefangene, 35 Geschütze und zahlreiche Infanteriewaffen aller Art.
eilte,
Stande! idustrie-1| t durch- < Arbeiten I
jrll ! int.ß$ J erbeten-1
jetunion, einer Information des „Daily Sketch" zufolge eine Gesandtschaft in Reykjavik auf Island errichten, das von einem anglo-amerika- nifchen Truppenkontingent besetzt ist.
Oer Preis für dieSowjethitfe.
Europa dem Bolschewismus ausgeliefert.
Mailand, 12. Febr. (DNB.) „England und die USA. haben, wie aus vielen Anzeichen hervorgeht, Europa dem Bolschewismus ausgellefert", erklärt Popolo d'Italia. Hierin bestehe der Preis für die militärische Hilfe, die der Bolschewismus den Plutokraten zutell werden lasse. Was Molotow in Berlin wegen der empörten Ablehnung Deutschlands nicht erhalten konnte, sei Stalin jetzt von Churchill und Roosevelt zugesagt worden. Jetzt stehen in Europa nicht etwa die Grenzen dieses oder jenes Staates auf dem Spiel, sondern das Schicksal von 20 Völkern und vielen Millionen Menschen. Für Europa handele es sich um die Frage, ob es zu neuer geschichtlicher Größe aufsteigen oder zu existieren aufhören werde.
Bittere Gefühle in England.
Neber Eisenhowers Ernennung enttäuscht.
Stockholm, 12. Febr. (Europapreß.) Die Unterhausrede des Ministerpräsidenten hat in London gemischte Gefühle ausgelöft. Schwedische Korrespondenten weisen darauf hin, daß Churchill über die Hälfte seiner Rede der U-Book-Frage widmete und dabei keinen Zweifel an dem Ernst der Lage
i euch Roosevelt trotz aller Bemühungen bisher ht gelungen sein, größere Fortschritte zu machen.
O-rfür spricht schon der Umstand, daß er inner« tb eines Jahres seinen „persönlichen Vertreter" HNeu-Delhi auswechseln mußte. Das amerikanische iteresse konzentriert sich darum in letzter Zeit auch crker auf Tschungking-China, wobei der danke, durch diese Hintertür doch noch nach Jn- m hineinzukommen, vermutlich stark mitgesprochen t.
Englands Bemühungen gehen auch ganz offen« itlich dahin, die ihm als Verteidigungszone zu- fltQlIenen Gebiete um den Indischen Ozean i n Mrem britischen Charakter zu erfüllten. Darum wurde auch seinerzeit die Opera« |kn gegen Madagaskar als britisches Unter« tobmen aufgezogen, während die USA. nur ihren ^Beifall in einer diplomatischen Note ausdrückten. |Ssr allem aber hat England ziemlich beträchtliche Wswendungen gemacht, um den Völkern um den Krischen Ozean den Eindruck zu vermitteln, daß Mglands Macht noch immer ungebrochen oder doch Wenigstens ein Faktor fei, mit dem man rechnen Hisse. So hat es mehr Kriegsschiffe in den Loschen Ozean geschickt, als unter Berücksichtigung -Wirer Flottenstärke und seiner sonstigen Verpflicht ! dtgen angemessen erscheint. Es sind dort gegen- I fertig mindestens drei ältere Schlachtschiffe und ein iKugzeugträger stationiert, was eine ziemlich um« j ^reiche Streitmacht an leichten Schiffen erforder- IM.macht. Indien selbst beherbergt heute eine Armee, ibrr deren Stärke zwar keine zuverlässigen Angaben Wiegen, welche aber wesentlich größer sein durste lis zu irgendeinem anderen Zeitpunkt der britischen
I he'rschast.
das Interesse der breiteren Oeffentlichkeit m mig- ftrd an den Problemen Indiens und des Indischen fyans ist gegenwärtig gering. Der englische oßt» hrnslefer konzentriert sich auf Europa. ClMch'U kl das nicht unwillkommen, weil es ihm die Mog- kckkeit gibt das gleiche zu tun. Indien beschäftigt W nur als militärisches Randproblem, als -bett ir- gewaltigen Kriegsspiels, in welchem er mit nie «müdender' Faszination Armeen und ihre Anführer schiebt, Flotten kommandiert und Städte vom- pibieren läßt Die politischen Probleme greift er k an, wenn und solange sie seine militärischen \Me stören. Dieser charakteristische Mangel Chur- tilg wird heute auch in England schon von Einigen frtinnt Die Mehrzahl wird ihn erst aus der harten p-tlicbfeit der Nachkriegswelt kennenlernen, (rs I tild sich dann zeigen, ob diese Gleichgültigkeit gegen
!e Politik, welche in England immer zugleich Ber- I hnläffigung des Empire bedeutet, Churchill au I köuld zugerechnet wird ober ob nicht die (Empire« 3.thbiafeit bereits so weit fortgeschritten lein wird,
Churchill auch insoweit als die Verkörperung I ta Enalönders schlechthin in die Geschichte cm« i?(en wird.
(Sin enalischer Arzt für Gbandi.
. 8 angkok, 12 Febr. (Europapreß.) Die brittsch- I ^fche Regierung hat, nach einer Meldung aus KWnbag, den Engländer Dr. Glider als SMichen Berater Gandhis bestellt. .Gandhi, der M Protest gegen Maßnahmen der britisch-indischen i Gierung einen dreiwöchigen Hu n g e r st r e l r l| '«kann, stand bisher unter der ärztlichen Obhut
Hten, welche bereits so ernst zu werden droht, daß ; britische Regierung sich hat entschließen müssen, -otgetreide aus dem Mutterland zu schjcken. Zwar die Hungersnot noch durch verschiedene andere
3m Donez- und westlich des Oskol-Ab- f ch n i 11 s herrschte geringere karnpftatigkelt als an den Vorlagen. An einzelnen Stellen wurden die Angriffe feindlicher Stohgruppen in beweglicher Kampfführung aufgefangen und in diesen Kämpfen ein Sowjetregiment und ein Schibataillon sowie mehrere Batterien vernichtet.
3m Raum nördlich Kursk scheiterten weitere Angriffe der Sowjets gegen unsere Abwehrfront unter starken Verlusten.
llnzufammenhängende Angriffe des Feindes im Raum Wellkije Luki brachen zusammen. Angriffe der Luftwaffe auf Truppenbereitstellungen be- wirkten, daß die feindlichen Angriffe nur zersplittert geführt werden konnten.
An der Front zwischen Wolchow und Ladogasee und vor Leningrad wiederholte der Feind seine Angriffe auf breiter Front. Trotz starker Flieger- und Artlllerieunterstühung und Einsatz zahlreicher Panzer wurden alle Angriffe in schweren Kämpfen abgeschlagen und dabei 53 Panzer abgeschossen. Zahlreiche Gefangene wurden eingebracht.
Ein 3agdgeschwader fchoß gestern allein über diesem Frontabschnitt bei nur zwei eigenen Verlusten 29 feindliche Flugzeuge ab.
Vom nordafrikanischen Kriegsschauplatz wird nur örtliche Gefechtstätigkeit gemeldet.
Britische Bomber griffen in den späten Abendstunden des gestrigen Tages norddeutsches Gebiet an. Die Bevölkerung hatte Verluste. 3n der Stadt Wilhelmshaven entstand einiger Gebäudeschaden. Bei nächtlichen Störflügen einzelner britischer Flug- j zeuge über westdeutschem Gebiet wurden vereinzelt Bomben geworfen. Sie verursachten unbedeutenden I Schaden. Der Feind verlor durch Marineartillerie und 3agdabwehr sieben Flugzeuge.
Oer Kampf um Indien
Von unserem Dr. L.-Korrespondenten.
Stockholm, 12. Febr. (DNB.) „Folkets Dag- blad" sagt, daß London, Moskau und Washington allmählich ihre Karten auf den Tisch zu legen begännen, wobei sich deutlich zeige, daß ihre wahren Absichten mit der verflossenen „Atlantik-Charta" keinesfalls verwechselt werden dürften, die gerade für die Rechte der kleinen Völker gewissermaßen ein „Zwischenziel" gewesen sei, sozusagen eine Art von „Pulverisierungspropaaanda, um die demokratischen Kreuzritter auf dem Wege nach Jerusalem nicht erlahmen zu lassen". Roojeoelt habe seinen Verbündeten bisher nichts geboten als 6000 Sachverständige, jene Herren aus Chikago, die man bisher nur auf Filmstreifen habe bewundern können, und die in Berlin, Rom, Paris, aber auch in Stockholm und Helsinki sitzen sollen, um nach erfolgter Besetzung Europas in den betreffenden Ländern die Verwaltung in die Hand zu nehmen. Während der USA- Dizepräsident Wallace die europäische Industrie in die Hand nähme, werbe die kulturelle Neubildung des Abendlanbes bem Juden Ullstein überlassen, der bereits Millionen von Büchern in London aus- gestapelt habe, um sie nach dem „furchtbar unkultivierten Europa" zu befördern. Außerdem hätten hervorragende Kulturpersönlichkeiten aus Hollywood und dem Negerviertel von Neuyork ihre Mitwirkung zugesagt. Alles wäre schön und gut — so bemerkt das Blatt mit beißendem Zynismus — wenn nur nicht der Kreml etwas noch viel Schlimmere s im Schilde führte.
Sowjet-Vorposten auf Island.
Zürich, 12. Febr. (Europapreß.) Im Einverständnis mit den USA. und England wird die Sow-
ingapur am nächsten lag, sondern zugleich schon tiirens, fcit Jahrzehnten d i e empfindlichste Stelle
eines Inders, des Doktors Sushila Mayar. Die gesetzgebende Versammlung von Bengalen forderte die sofortige bedingungslose Freilassung Gandhis.
Fran unter amerikanischer Finanzdiktatur.
Rom, 12. Febr. (DNB.) Das iranische Kabinett hat seine Demission eingereicht. Es war erst am 20. Januar gebildet worden. Die englischen und norbamerikanischen Militärbehörden hatten Khawan Sultanen gezwungen 15 Minister zu wählen, die den Besatzungsdehöroen ergeben waren. Khawan Sultanen, der das volle Vertrauen der Engländer genießt, wurde auch mit der Bildung des neuen Kabinetts beauftragt, doch verlautet, baß die Unstimmigkeiten zwischen Engländern und Nordamerikanern eine Neubildung des Kabinetts erschweren dürsten. Grund für den Rücktritt aller Minister ist ein Gesetzesvorschlag, der verlangt, baß bie Leitung der iranischen Staatsbank dem Parlament übertragen werden, also nicht mehr dem Finanzministerium und damit dem diesen beigeordneten USA.- Finanzfachmann unterstehen soll. Auf Veranlassung des USA.-Finanzexperten wurde jedoch der Vorschlag inhibiert, so daß die Minister geschlossen zurücktraten.
Die Ausbeutung des Landes durch bie Besatzungsmächte macht auch auf anberen Gebieten immer
.e s Empires darftellte. Aber über die Grenzen rlin dr- ibiens hinaus wurden alle Randgebiete des Jn- av4 Ischen Ozeans stark in Mitleidenschaft gezogen.
■Joanne Für Indien selbst war allerdings der Verlust Do. Eurmas noch sehr viel schmerzlicher. Indien, wel- ist z-5 dem Europäer als das Land sagenhaften Reich- und Ueberflusses vorschwebt, ist in Wahrheit Astcht den Handelsverkehr mit anderen Ländern und allem mit seinen östlichen Nachbarn für bie Er- c *Ie Ehrung seiner Bevölkerung angewiesen. Ohne die
weitere Fortschritte. Außer den gesamten Petroleumvorkommen, deren Erträge der Landesbevölkerung sowohl als auch der iranischen Regierung vollständig entwunden sind, werden jetzt auch sämtliche übrigen Mineralvorkommen von fremden Gesellschaften ausgebeutet, so ein in der Nähe von Teheran gelegenes Vorkommen von Chromsalzen. Um diese Ausbeutung als iranisches Unternehmen zu tarnen, wurde die Regierung gezwungen, als Geldgeberin aufzutreten, während in Wirklichkeit englische und nordamerikanische Firmen dahinterstecken.
Belagerungszustand im Irak.
I st a n b u (, 12. Febr. (Europapreß.) lieber das gesamte Gebiet des Irak ist der Belagerungszustand verhängt worden. Die Zivilgerichtsbarkeit wurde aufgehoben. Sämtliche Vergehen werden von nun an durch Kriegsgerichte abgeurteilt. Die Schwierigkeiten, auf die die auf Geheiß Englands vollzogene Mobilmachung im Irak gestoßen ist, sind der Grund für die Verhängung des Belagerungszustandes. Der irakische Prinzregent A b d u l i l l a h hatte mit dem englischen General Sir Maitland Wilson eine Inspektionsreise durch die Gebiete unternommen, in denen bie Rekrutierung besonders sabotiert wird. Es wurden Rekrutierungskommanbos zusammengestellt, die in Dörfern und Städten Gestellungspflichtige heranholen. Zur Erfassung der beduinischen Nomadenstämme wurde ein eigenes Beduinenministerium gebilbet (40 v. H. der irakischen Gesamtbevölkerung sind Beduinen). Die irakische Wehrmacht zählt gegenwärtig 20 000 Mann. Man möchte sie auf eine Kriegsstärke von 75 000 Mann bringen und der britischen 10. Armee eingliedern.
M un- »isfelder Burmas und Thailands kann es kaum hemE jen. Gerade in diesen Tagen treffen Nachrichten a Pbo« bie von einer Hungersnot in Indien be« MW ...... " *■ m ’
lojentur
ll-Amery, welche mindestens für die Dauer des rieges gegen jedes Zugeständnis ist, gegen alle
Äeralen Reformversuche von Männern wie Cripps ltzrchgesetzt. Die Folgen dieser Politik wirb bie tr'tc englische Nachkriegsregierung zu tragen haben.
Sin besonderes Kapitel wirb bann auch der Ein- ' »ß oder richtiger die Einmischung der No rd- mti e r i f a n e r in Indien bilden. An keiner airbe« Stelle des Empires haben sich bie Engländer ;snüber amerikanischer Einflußnahme so ableh- id verhalten wie in Indien. Tatsächlich dürfte
Die eine Mißernte in Indien selbst sind die roid)« Ernest, -sten —, aber entscheidend ist der Verlust urmas, welcher wiederum eine Folge des Fal- Erstst«. ; von Singapur war.
Im übrigen ist es um Indien ziemlich still ge« irben, oder jedenfalls scheint es so. Der Unge- Michei rsamsfekdzug der Kongreßpartei, welcher im Spät« Univer- nmer einen Augenblick lang eine ernste Bell. Pro. .ihung auch der militärischen Sicherheit Indiens in Frei« ■ t sich zu bringen schien, ist von Anfang an rück- hen unh Gtslos unterdrückt worden. Wenn die Engländer 1938 h j hier eines „Erfolges" freuen, so ist dieser besten- ls vorübergehender Natur. Eine Lösung des In- chrstnhlkin-Problem's ist darin nicht enthalten, sondern der
Oer Verrat an Europa.
Churchill hat dem englischen Unterhaus über das Ergebnis feiner Reise nach Casablanca und dem Nahen Osten berichtet. Die Schlacht auf den Meeren rückte er dabei in der Vordergrund. Das ist erstaunlich, denn nach den in Casablanca gemachten amtlichen Auslassungen mußte es den Anschein haben, als ob darüber zwischen Churchill und Roosevelt kaum gesprochen worden wäre. Jedenfalls wollte man den Eindruck erwecken, als ob das Problem des bedenklich wachsenden Mangels an Schiffsraum mit der linken Hand abgetan werden könne. Aber seinen eigenen Leuten darf Churchill mit einer solchen Nonchalance nicht mehr kommen. Sie wissen zu genau, was für England auf dem Spiel steht, wenn die Zahl der Schiffsneubauten und die der Versenkungen statt sich anzugleichen, immer mehr auseinanderklaffen. Es ist ja nicht nur der gefährdete Nachschub für die auf weit entfernten Kriegsschauplätzen kämpfenden ober bereitgestellten Armeen, fonbern für bie Insel selbst geht es um bas innere schwierigere Problem, bie Ernährung der Bevölkerung sicherzustellen, die bei mangelnden Zufuhren ihre ohnehin schon erheblich geschmälerten Rationen mit den hier zusammengezogenen fremden Truppenkontingenten teilen muß. Wie sehr unter diesen Umständen bie U-Boot-Gefahr bie Gemüter in Englanb bewegt, hat bie englische Presse in den letzten Wochen nicht mehr verhehlen können, und so konnte diesmal auch Churchill nicht mit einer leichten Handbewegung über dieses Kernproblem der alliierten Kriegführung hinroeggleiten. Natürlich lehnte er es ab, genaue Versenkungsziffern bekanntzugeben, aber er sprach immerhin von einem „düsteren Panorama", das der Stand des U-Boot-Krieges biete, wobei er hervorhob, daß nicht nur der Verlust an Schiffen und wertvoller Ladung, sondern auch der schon empfindlich spürbare Ausfall an Seeleuten „beklagenswert und beforgniseregenb" seien. Der Hinweis auf das in Gang kommende amerikanische Schiffsbauprogramm war nur ein magerer Trost für bie Engländer, benen von Churchills Ministerkollegen immer wieder vorgehalten wird, sie müßten den Leibriemen enger schnallen, da der verfügbare Schiffsraum kaum für den Nachschub zu den überseeischen Kriegsschauplätzen aus- reiche. Zudem hat Roosevelts Schiffsbauprogramm mit feinen Phantasiezahlen angesichts der geringen Leistungsfähigkeit der amerikanischen Werften und des Mangels an fachlich geschultem Personal in den USA. felbst wie in (Engfonb soviel begrünbete Zweifel erregt, daß es Churchill wohl kaum gelungen sein dürfte, mit einigen billigen Redensarten über bie in Bälbe wirksam werdende Hilfe des großen Alliierten für bas einst meerbeherrschende Albion bie Gemüter wirklich zu beruhigen.
Eine weitere bittere Pille mußte Churchill feinen Landsleuten zu schlucken geben mit der Bekanntgabe des Konferenzbeschlusses von Casablanca, auch die 8. britische Armee nach ihrem Vormarsch durch Libyen bem USA.-General Eisenhower zu unterstellen, der bamit Oberbefehlshaber der Alliierten in Nordafrika geworden ist. Zweifellos ein für das britische Selbstgefühl sehr empfinbliches Zugestänb- nis an bas Geltungsbedürfnis der Amerikaner und
Tapfere Waffentaten erregen immer Bewunderung; zu weltgeschichtlicher Bedeutung erheben sie sich erst dann, wenn sie den großen 3nteressen der Völker und des Menschengeschlechts entsprechen.
Leopold von Ranke.
ließ. Die Veränderungen in den Kommandostellen der Mittelmeerzone, vor allem die Ernennung Eisenhowers zum Generalissimus in Nordafrika und die Degradierung General Alexanders zu feinem Stellvertreter, habe den Durchschnittsengläm der aufs tiefste erschüttert. Eisenhower erklärte in einer Verlautbarung seines Hauptquartiers, General Alexander werde sein Delegierter für die unmittelbare taktische Kontrolle der 1. und 8. britischen Armee zusammen mit Admiral Cunningham und Vizeadmiral Tedder sein, die gleichfalls Eifenhowers Kommando unterstellt wurden. Wie Eisenhower betonte, stünden jetzt „einige der hervorragendsten Leuchten" unter den Generalen des bvittschen Empire unter seinem Oberbefehl.
Oer Mangel an Seeleuten.
Die Zahl der Desertionen steigt mit der U-Boot-Gefahr.
Lissabon, 12. Febr. (Europapreß.) Nachdem der Einwanderungsausschuß des Repräsentantenhauses festgestellt hat, daß zahlreiche kriegswichtige Frachten nicht abgefertigt werden und Schiffe nicht ausfahren konnten, weil bie Desertionen ausländischer Seeleute in der lebten Zeit erheblich zugenommen haben, beschloß er, solche Deserteure, nachdem sie eingefangen sind, nach London abzuschieben, sofern sich dort Exilregierungen des betreffenden Landes befinden. Die Zahl der Desertionen steigt mit dem Wachsen der deutschen U-Boot-Gesahr. Bisher wurden diese Seeleute, wenn sie nicht fahren wollten, in Konzentrationslagern festgehalten. Ein Abschieben nach England bedeutet einen verschärften Druck, denn dort sollen sie durch ihre Exilregierungen zum Ausfahren gezwungen werden.
*
Auf einem Treffen von Nasjonal Sämling in Stavanger schilderte der norwegische Steuermann H o l st, der in britisch-nordamerikanischen Diensten fuhr, seine Erlebnisse?Sie zeigen, unter welch großem Mangel an Seeleuten die Antt-Achsenmächte leiden. Auf seinem Schiff fuhren Seeleute acht verschiedener Nationen. Die meisten waren nicht einmal ausgebildet. Nach einer abenteuerlichen Reise wurde bas Schiff im Indischen Ozean durch ein deutsches Kriegsschiff aufgebracht. Die Seeleute kamen als Gefangene nach Bordeaux, von wo aus sie die Heimreise nach Norwegen antreten konnten.


