Einzelbild herunterladen

Aus der Stadt Gießen

Kleine Leiden und ihre Bekämpfung.

falsche Kennkarten ichtige Personen ausgestellt

(Nachdruck verboten.)

3. Fortsetzung.

Günstige Kinanzlage -er Stadt Gießen

Beratung des Haushalts 1943 mit den Ratsherren.

HonslmtWnzMch

Novelle von Theodor Storm

tonniesten Rassenbiologen. Bereits 1921 erhielt er eme Dozentur für Rassenbiologie und Erblichkeits- sorschung. Im Jahre 1921 wurde auf sein Be- treiben an der Universität Upsala em Rassen- vrologisches Institut gegründet, das er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1935 leitete. Lundborg Zenoh als Forscher europäischen Ruf und stand ins- befonDere mit der deutschen Rassensorschung in engster Verbindung.

Bergunglück am Säntis.

Am Sonntag hat sich am Säntis (Schweiz) ein Bergungluck ereignet, dem vier St. Galler Berg­steiger zum Opfer fielen. Sechs Mitglieder der Berg- sportoerein'igung St. Gallen machten sich von der >schwagalp auf, um den Säntis zu besteigen. Eine otunDe nach dem Aufbruch brach ein mächtiger Schneesturm los. In halber Höhe des Säntis erlitt der älteste einen Schwächeanfall, so daß er nicht mehr weitergehen konnte. Seine Kameraden blieben be-l rhm. Die zwei untersten machten sich später vom Seil los, um eine Rettungskolonne zu alarmieren. Diese suchte die ganze Nacht über, doch waren die vler Bergsteiger von dem vielen Schnee bereits vollständig zugedeckt. Erst am Montagmorgen wur­den die Verunglückten tot aufgesunden.

Die Attentate in Sofia.

JudeundBolschewist. Jüdisches Fälschernest

Sofia, 11. Mai. (Europapretz.) Das Attentat auf bulgarischen Luftwafsen-Jngcniear Jana- kreff ist schnell ausgeklärt worden. Mit tatkräf- tlger Unterstützung der Sofioter Bevölkerung die über diesen neuesten Anschlag jüdisch-bolschewistischer T^ronsten empört ist, haben die Sofioter Polizei­behörden bereits zwei der Täter festneh­men können. Es handelt sich bei den beiden um den erst 19 Jahre alten Juden Leon Manachem P a p p o, der wegen Sabotage bereits in Abwesen. Helt zum Tode verurteilt wurde und der jetzt sei­nem verdienten Schicksal entgegensieht. Die mit ihm verhaftete Mittäterin ist die 21jährige Donka St autsch ema aus Smolko im Kreise Firdop, die m dem großen Sofioter LichtspieltheaterRoyal" tätig war. Bei Pappo sand man falsche Aus­weispapiere auf den Namen Borisfoff Medarosf aus Dolma Banya. Im übrigen ist der Jude Pappo kein unbeschriebenes Blatt mehr. Er gehört einer illegalen bolschewistischen Organisation an und hat trotz seiner Jugend bereits Sabotage ge­trieben. Beide haben g e st an d e n, das Attentat von langer Hand vorbereitet zu haben. 59yr Verhör hat übrigens eine Reihe sehr interessanter Dinge zutage gefördert, über die im Interesse der Unter­suchung allerdings noch nichts bekanntgegeben wer­den darf.

Gleichzeitig wird bekannt, daß in der Stadt S k o p i e eine jüdische Organisation aus- gehoben wurde, die ' " '

Die körperliche Umstellung, die der Jahrzeitwechsel mit fid) bringt, bringt vielen Frauen eine Reihe klemer Leiden, die zum Teil, in dieser Umstellung begründet sind, zum andern auch nervöser Natur lein können. Die vielfach neuen Anforderungen, die heute an Frauen gestellt werden, Arbettseinsatz und dadurch bedingte Haushaltsoeränderungen, bringen nervös veranlagte Naturen leicht ein wenig aus dem Glnchgewicht, was sich dann meist in kleinen Unpäßlichkeiten äußert. Sie brauchen durchaus nicht als Krankheiten angesehen zu werden und sind meist durch vernünftige seelische Haltung, unterstützt von kleinen Behelfen von außen her, schnell zu beheben.

Da ist vor allem das Auftteten von Kopfschmer­zen, das vielen Frauen zu schaffen macht. Hier gilt es, die eigentliche Ursache zu ergründen, die hinter ihnen steckt. Es gibt deren eine ganze Anzahl, mit deren Behebung auch die Kopfschmerzen verschwin­den. Kalte Füße, Hunger, Blutleere des Gehirns oder Blutandrang nach dem Kopfe sind solche Ur­sachen, ebenso wie Verdauungsstörungen. Gegen alle dlese Hintergründe kann man durch Wechselfuß­bader, vorwiegend pflanzliche Nahrung, auch Roh­kost wirkungsvoll angehen und ihre Folgeerschei- nung, eben die Kopfschmerzen, zum Verschwinden bringen. Bei Blutleere Hilst Liegen mit abwärts gerichtetem Kopf, bei Blutandrang Liegen mit er­höhter Lagerung des Kopfes, um den Blutkreislauf wieder zu normalisieren.

Wer öfters an Herzklopfen leidet, ohne daß ein organischer Fehler vorliegt, bessert solche meist auf nervöser Basis beruhenden Zustände durch Auflegen feuchtwarmer Kompressen, die möglichst oft zu er­neuern finD. Durch gleichzeitige heiße Hand- oder Fußbäder wird die Wirkung sehr gefördert. Bei un­genügender Herztätigkeit, der sog. Herzschwäche, Hilst tiefes Einatmen von frischer Luft.

Nasenbluten, bei dem die feinen Blutgesäße der Nasenschleimhaut reißen, stellt sich oft bei starkem Blutandrang, heftigen Bewegungen, Gemütser­regungen u.S. ein. Die blutende Stelle sitzt fast immer unten an der Nasenscheidewand. Die Blu­tung kann häufig schon dadurch gestillt werden, daß man den betreffenden Nasenflügel (also bei Blutung rechts den rechten und umgekehrt) längere Zeit fest gegen die Nasenscheidewand drückt, nachdem man ein Stückchen Watte horizontal eingelegt hat. Der Kops soll nicht, wie es meist geschieht, hintenüber gelegt, sondern nach vorn gebeugt werden. Ein mit etwas Essig gettänktes Tuch, auf den Nacken gelegt, unterstützt das Verfahren. Bei stärkerMn und län­ger anhaltendem Nasenbluten lege man sich mit rückwärts gebeugtem Kopf hin und verstopfe das Nasenloch mit einem länglichen Wattebausch, der ziemlich tief eingeführt wird, und zwar mehr nach hinten statt nach oben. Die Watte muß mehrere Stunden liegen bleiben; Schneuzen und Blasen durch die Nase, auch Sprechen ist zu vermeiden, da­mit die Blutung nicht aufs neue gereizt wird.

Schwellungen unter den Augen, wie sie sich oft als Folge v-n Uebermüdung und körperlicher Ab­spannung einstellen, werden,mit halbstündigen Kom­pressen mit Kamillentee bekämpft. Sind die Kom­pressen abgenommen, wird die Haut vorsichtig ttocken getupft und die Schwellstellen zart mit den Fingerspitzen und etwas Fettkreme massiert. Ist diese nicht vorhanden, tun zwei bis drei Tropfen Oel den Dienst, die man etwa 20 Minuten in die Haut einziehen läßt. Etwa dann noch vorhandene Fettspuren werden ab getupft.

Kunst und Wissenschaft.

Eine neue Symphonie von Ernst G. Klußmann.

Franz Konwitschny, der sich vor einigen Jahren im gleichen Rahmen schon für die dritte Eingesetzt hatte, bereitete jetzt der vierten Sympho­nie (F-dur, op. 24) von Ernst Gernot Kluß» mann die wohlausgewogene Uraufführung in einem Konzert der Frankfurter Museums-Gesell­schaft. Ohne sich an irgendwelche Probleme zu ver­lieren, spannt sich das viersätzige Werk aus wie ein

Die zweite Reise geschah mit einem Setz- schifser; denn der wachsende Handel daheim ver­langte die persönliche Gegenwart des Geschäfts- Herrn. Dann, nach zwei weiteren Fahrten auf grö­ßeren Schiffen, war Heinz als Matrose in das elterliche Haus zurückgekehrt. Er war jetzt siebzehn Jahre; die blaue, schirmlose Schiffermütze mit dem bunten Rande und den flatternden Bändern ließ ihm so gut zu seinem frischen, braunen Antlitz, daß selbst die Pastorstöchter durch den Zaun lugten, wenn sie ihn nebenan im elterlicl-en Garten mit seiner Schwester spielen hörten. Auch Kapitän Kirch selber konnte es Sonntags beim Gottesdienste nicht unterlassen, von feinem Schifferstuhle nach unten in die Kirche hinabzuschielen, wo sein schmucker Junge bei der Mutter saß. Unterweilen schweif­ten auch wohl feine Blicke drüben nach dem Epi­taphe, wo zwischen mannigfachen Siegestrophäen sich die Marmorbüste eines stattlichen Mannes in gewaltiger Allongenperücke zeigte; gleich seinem Heinz nur eines Bürgers Sohn, der gleichwohl als Kommandeur von dreien Seiner Majestät Schiffen hier in die Vaterstadt zurückgekommen war. Aber nein, so hohe Pläne hatte Hans Kirch doch nicht mit feinem Jungen, vorläufig galt es eine Reste mit dem Hamburger SchiffeHammonia" in die chine­sischen Gewässer, von der die Rückkehr nicht vor einem Jahr erfolgen würde; und heute war der fetzte Tag im elterlichen Hause.

Die Mutter hatte diesmal nicht ohne chres Sohnes Kiste gepackt, und nach der Rückkehr ?us der Kirche legte sie noch ihr eigenes Geiang- duch obenauf. Der Vater hatte auch m den letzten Dagen außer dem Notwendigen nicht viel mit let« uem Sohn gesprochen; nur an diesem Abend, als

Hand über der Brust zusammenhielt, vermißte er Öen kleinen Ring an ihrem Finger, den er einst auf Dem Jahrmärkte ihr hatte einhandeln helfen.Dein Ring, Wieb!" rief er unwillkürlich.Wo hast du deinen Ring gelassen?"

Einen Augenblick noch saß sie unbeweglich; dann richtete sie sich auf und trat über die nächste Bank 3U ihm hinüber. Sie mußte in dem schwankenden Boot die eine Hand auf seine Schultern legen, mit öer anderen langte sie in den Schlitz ihres Kleides und zog eint Schnur hervor, woran der Ring be­festigt war. Mit stockendem Atem nahm sie ihrem Freunde die Mütze von den braunen Locken und mng die Schnur ihm um den Hals.Heinz, o bitte, Heinz!" Der volle, blaue Strahl aus ihren Augen ruhte in den seinen; dann stürzten ihre Tränen aus sein Angesicht, und die beiden jungen Menschen sielen sich um den Hals, und da hat der wilde Heinz die kleine Wieb fast totgeküßt.

Es mußte schon spät sein, als sie ihr Boot nach dem großen Schiff zurückbrachten; sie hatten keine Stunden schlagen hören; aber alle Lichter in der Stadt schienen ausgelöscht.

Heinz an das elterliche Haus kam, fand er J?r verschlossen; auf fein Klopfen antwortete Die Mutter vom Flure aus; aber der Vater war schon zur Ruhe gegangen und hatte den Schlüssel mitgenommen; endlich hörte Heinz auch dessen Schritte, wie sie langsam von droben aus der Kam­mer die Treppe hinabkamen. Dann wurde schwei­gend die Tür geöffnet und, nachdem Heinz herein­gelassen war, ebenso wieder zugeschlossen; erst als er seinenGuten Abend" vorbrachte, sah Hans Kirch ihn an:Hast du die Bürgerglocke nicht gehört? Wo hast du dich umhergettieben?"

Der Sohn sah den Jähzorn in seines Vaters «lugen aufsteigen; er wurde blaß bis unter seine dunkeln Locken, aber er sagte ruhig:Nicht umher­getrieben, Vater"; und seine Hand faßte unwillkür- lich nach dem kleinen Ringe, den er unter seiner offnen Weste barg.

(Fortsetzung folgt.)

großes historisierendes Gemälde etwa in der Ar. Pilorys. Man freut sich an der Klarheit des Auf­baues, ist von der edlen Geste angetan und bewun­dert Einzelzüge. Die Themen lassen sich leicht mer­ken, sind recht schön, gelegentlich etwa beim Geigen- und Oboe-Anlauf des Allegros origi- n>en, bleiben immer natürlich und werden kunstvoll über das ganze hinweg verwoben. Die Arbeit eines mit viel Verstand disponierenden Kopfes, getragen von fauberer Gesinnung. Friedrich Sticntenoth.

Gertrude Pihinger in Oslo.

Gertrude Pitzi nger gab nach ihrem Auftreten m einem Symphonie-Konzert des Deutschen Thea- ters in Oslo einen Liederabend, der in der Presse als ein musikalisches Ereignis bezeichnet wird. Die Zeitungen bringen der deutschen Sängerin, die erst­mals in Norwegen auftrat, ihre Bewunderung zum Ausdruck.

Aus aller Wett.

Schwedischer Rassenbiologe Professor Lundborg gestorben.

Am 9. Mai starb, wie aus Stockholm gemeldet wirö, nn Alter von 75 Jahren der schwedische Pro- sessor a. D. Hermann Lundborg, einer der btz-

Als er sie in seinen Armen aufgefangen hatte, loste er die Taue, und das Boot glitt aus dem Schatten des großen Schiffes auf die weite, monb- glitzernde Wasserfläche hinaus.

Sie saß chm auf der Bank am Hinterspiegel» gegenüber; aber sie fuhren schon um die Spitze des Marders, wo einige -Möven gackernd aus dem Schlafs auffuhren und noch immer war Mn wei­teres Wort zwischen ihnen laut geworden. So vieles hatte Heinz der kleinen Wieb m dieser letz­ten Stunde sagen wollen, und nun war Der Mund chm wie verschlossen. Und auch das Mädchen je weiter sie hinausfuhren, je mehr zugleich die kurze Abendzeit verrann, desto stiller und beklommener > sie da; zwar seine Augen verschlangen fast die kmoliche Gestalt, mit Der er jetzt so einsam zwischen Meer und Himmel schwebte; die ihren aber waren in die Nacht hinausgewandt. Dann stieg's wohl plötzlich in ihm auf, und das Boot schütterte unter fernen Ruderschlägen, daß sie jäh das Köpfchen wandte und das blaue Leuchten ihrer Augen in die feinen traf. Aber auch das flog rasch vorüber, und es war etwas wie Zorn, das über ihn kam; er wußte nicht, #ob gegen sich seiber ober gegen sie. Daß sie so fremd ihm gegenüber saß, daß alle Worte, die ihm durch den Kopf fuhren, zu ihr nicht passen wollten. Mit Gewalt rief er es sich Zurück: hatte er doch draußen schon mehr als ein­mal die ttotzigste Dirne im Arm geschwenkt, auch wohl ein übermütiges Wort ihr zugeraunt; aber freilich, der jungfräulichen Gestalt ihm gegenüber verschlug auch dieses Mittel nicht.

Wieb", sagte er endlich, und es klang fast bit­tend,kleine Wieb, das ist nun heut für lange Zeit das letztemal."

Ja, Heinz", und sie nickte und sah zu Boden; ich weiß es wohl." Es war, als ob sie noch etwas andres sagen wollte, aber sie sagte es nicht. Das schwere Tuch war ihr von der Schuller geglitten; als sie es wieder aufgerafft hatte und nun mit ihrer

8 Htnterseite.

und Pässe an verdäi, .....

hat. Das Zentrum dieser 'Organisation befindet sich in de-r bulgarischen Hauptstadt. Mit diesen gefälsch­ten Papieren hat eine Reihe von Juden die bul­garische Grenze überschritten. In.Verfolg dieser An­gelegenheit wurden in Sofia und Skopje bereits zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. Die Festnahme eines Juden, der mit Geld und

Regierung in Washington und Sem framöfiicben Gouverneur von Martinique, Admiral'S?

-A bald Die JtoegsmanV tS®. ÄVrt

Die Juden im Dienst des Bolschewismus. Di« jüdische Nachrichtenagentur Palcor in 3eru. alem meldete saben daß unter den 50 000 Po­len. deren Ausreise aus der eomie tuni nn genehmigt wurde, sich nicht memger als 4 0 000 Juden befinden. Die Zusammenarbeit imiiVfien

Bnlschcwisten konnte nicht besser als durch diese Tatsache unterstrichen wer^n. Wührend d.e n i cht, ud«scheu Polen ocr hunger ten ermordet oder in die sowjetische Slrmee aepreßt wurden, wurde den polniscken 1 » 7 fettens der Sowjets nicht ein'ar °-° l r u >n m t. Soweit sie noch einer Schuluna zur Ausbreitung des Pol chewismus bedurften baden dle bolschewistischen Agitatoren^ letzten schliff erhalten. Dann hat man sie mit einiatn mchtjüdlschen Renommicrpolen aus der Sowjetunion ^ aff^n in der Erwartung, daß sie sich in alle Welt a5J?ßrfun*T bolschewistischenHeils"°Lehre oertei(en werben. Das Judentum erweist sich immer wieder als der bolschewi stische Bazillen, träger zur Verseuchung der ganzen Welt.

vater, Ferdinand von Kietzell, tonnte sein 5Hah< riges Dienstjubiläum in Kassel begehen. Ein Ahni Herr, Major von Kietzell, war Führer eines Hessen« Bataillons unter Prinz Eugen vor Belgrad.

Kür Tapferkeit vor Üem Keinöe.

Der Sanitäts-Unteroffizier Hans Kraft aus Daubringen, Bergstraße 7, wurde für Tapferkeit: yor dem Feinde im Osten mit dem ©ifernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet.

Das Kriegsverdienstkreuz.

Dem Krieasoerwaltunas-Assistenten Heinrich Wilhelm Fischer aus Gießen, Bleichstraße 22, wurde im Osten das Krregsoerdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern verliehen. Der Obergefreite Adolf Schreiber aus Laubach, Stiftsstraße 25, wurde im Norden mit dem Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet.

Ritterkreuzträger sprechen.

Am morgigen Donnerstag, 13. Mai, werden die Ritttrkreuztrager Hauptmann P f i tz e r um 21 Uhr m e t t e nHausen, Saal Müller, und Leutnant Albrecht um 20.30 Uhr in Steinbach, ,Lum Einhorn , zur Bevölkerung sprechen.

Keine Getränkesteuer vom Korkengeld.

Das Korkengeld hat eine Bedeutung erlangt, die im gleichen Maße zunahm wie die Wein verknapp pung. Es handelt sich um die Vergütung, die der Gast für den Verzehr einer mitgebrachten Flasche Wem zu zahlen hat. Die Gegenleistung des Wirts besteht darin, daß er die Gläser zur Verfügung stellt, auf die Verabreichung von Getränken ' ver-

Gästen ohne Umsatz Raum, Licht, Heizung ufw. zur Verfügung stellt. Bon der Fachgruppe Schankgewerbe ryird klargestellt, daß das Korkengcld nicht getränkesteuerpflichtig ist, da es sich um keine entgeltliche Abgabe von ®e trän ton Vergütung wird vielmehr nur für die Den Gästen gewährten sonstigen Leistungen gezahlt.

So kann man sich bei kleinen Leiden Linderung verschaften und sie durch ein wenig Selbstbeobach- tung und Pflege meist fdjneü zum Verschwinden bringen.

Das Deutsche Kreuz in Gold.

Mit Dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet wuwe der Hauptmann und Führer eines Grena- dler-Bataillons Dietmar Wahl. Er trat 1935 in Das hiesige Infanterie-Regiment als Fahnenjunker em und ist Der Sohn des Pfarrers Wahl aus Queck. Mütterlicherseits stammt Hauptmann Wahl aus der kurhessischen Osfiziersfamilie v. Kietzell. Sein Groß­

er auf Dem dunklen Hausflur ihm begegnete, griff er nach feiner Hand und schüttelte sie heftig:Ich sitze hier nicht sttll, Heinz; für dich, nur für dich! Und komm auch glücklich wieder!" Hastig hatte er es hervorgestoßen; dann ließ er die Hand seines Soh­nes fahren und trabte eilig nach dem Hof hinaus.

Ueberrascht blickte ihm Heinz eine Weile nach; aber feine Gedanken waren anderswo. Er hatte Wieb am Tage vorher wiedergesehen; doch nur zu ein paar flüchtigen Worten war Gelegenheit ge­wesen; nun wollte er noch Abschied von ihr neh­men, sie wie sonst noch einmal um Den Marder fahren.

Es war ein kühler Maiabend; Der Mond stand über dem Wasser, als er an Den Hasen hi nab kam; ober Wieb war noch nicht Da. Freilich hatte sie ihm gesagt, daß sie abends bei einer alten Dame einige leichte Dienste zu versehen habe; desunge- achtet, während er an Dem einsamen Bollwerk auf und ab ging, konnte er feine Ungeduld kaum nie­der,pvin gen: er schalt sich selbst und wußte nickst, weshalb Das Klopfen seines Blutes ihm fast Den Atem raubte. Endlich sah er sie aus Der höher betegenen Straße herabkommen. Bei Dem Mond licht, das ihr voll entgegenfiel, erschien sie ihm so groß und schlank, daß er erst fast verzagte, ob sie es wirklich sei. Gleichwohl hatte sie Den Oberkörper in ein gro­ßes Tuch vermummt; einer Kopfbedeckung bedürfte sie nicht, Denn das blonde Haar lag voll wie ein Häubchen über ihrem zarten Antlitz.Guten Abend, Heinz!" sagte sie leise, als sie jetzt zu ihm trat; und schüchtern, fast wie ein Frencker berührte er ihre Hand, Die sie ihm entgegenstreckte. Schweigend führte er sie zu einem Boot, das neben einer gro­ßen Kufft im Wasser lag.Komm nur!" sagte er, als er hineingetreten war und Der auf der Hafen­treppe Zögernden Die Arme entgegenstreckte;ich habe Erlaubnis; wir werben diesmal nicht ge­scholten."

1 Ein flachgebautes Schiff mit zwe4 feststehenden Masten.

die Errichtung von HI.-Heimen in Gießen und in Wieseck sowie für Straßenbauzwecke.

Das Rechnungsjahr 1942

schloß, im ordentlichen Haushalt rechnungsmäßig mit einem Fehlbetrag von 520 000 RM. ab, dessen Deckung aus Resten Der vorhergehenden Jahre in Aussicht genommen wurde. Auch im Verlaufe dieses Rechnungsjahres gestaltete sich die Entwicklung Der Einnahmen günstig, so daß der endgültige Rech­nungsabschluß steht, da das Haushallsjahr 1942 bis 3um 3!. März 1943 läuft, noch nicht fest voraus­sichtlich auch dieses Rechnungsjahr ohne Inanspruch­nahme von Dorjahrsresten abgeschlossen werden ic nn,_1Ccl dieser Sachlage kämen voraussichtlich Die ©Dmiafanerefte aus Den Vorjahren Dem Haushalts­plan 1943 zugute.

Bei Der Aufstellung des außerordentlichen Haus- Haltsplanes für 1942 war eine Entnahme aus ordentlichen Haushalts in Höhe von vorgesehen, es wird aber voraus- Milch nur ein Bettag von wenigen tausend Mark vieser veranschlagten Summe in Betracht kommen, oa sich die ungedeckten Ausgaben des außerordent- Uchen Haushaltsplans glatt ausgleichen lassen.

Der Haushalt 1943

Mgiefjt im ordentlichen Teil mit 11 117 325,51 RM. ab- Er enthält einen rechnungsmäßigen Fehlbe- ttag von 545 000 RM., dessen Deckung aus Ein­nahmeresten vom Vorjahr in voller Hohe möglich ist. Während Die ab 1. Januar 1943 in Wegfall ge­kommene Bürgersteuer Den Gemeinden in voller Hohe ersetzt wird, echält die Stadt nach Aushebung der SonDergebäudesteuer und im Rahmen der Fort- suhrung Des inneren hessischen Finanzausgleichs von fteuer fcinen mehr an der Sondergebäude-

Der außerordenlliche Tell 1943 schließt mit 368800 JtJn. ab. Aus Vorjahrsresten ift zum Ausgleich eine Entnahme von 25 000 RM. erforderlich. Im Rah­men des außerordentlichen Haushaltsplans sind einige Maßnahmen zur Schaffung neuer Einrich- rungen unferer Stadt vorgesehen, jedoch tonn im Augenblick noch nicht gesagt werden, ob bzw. wann sie zur Durchführung kommen können. U. a. kommt auch ein weiterer Ausbau des Obus-Betriebs in Betracht.

Die Schuldentilgung

würbe von der Stadtverwaltung, in verstärktem Maße fortgeführt. In den beiden Berichtsjahren

Der Stellvertteter des Oberbürgermeisters, Bür­germeister Dr. Hill, hatte am gestrigen Dienstag« nachmittag die Ratsherren der Stadt Gießen zu einer Sitzung geladen, Deren Hauptpunkt Die Be­ratung der Haushaltssatzung und des Haushalts- planes der Stadt Gießen für das Rechnungsjahr 1943 war. In Verbindung mit dem neuen Haus­haltsplan gab Bürgermeister Dr. Hill einen Bericht über die Rechnungsjahre 1941 und 1942. Seine Darlegungen zeigten einen außerordentlich befriedi- genben Stand der Finanzen unserer Stadt und da­mit eine Grundlage, Die durch größte Sparsam- M- Weitgehende Schuldentilgung und sorgsame Rucklagenbildung für die weitere kommunale Auf­bauarbeit und vor allem auch für die Entwicklung unseres Gemeinwesens nach Dem Kriege ver­heißungsvolle Aussichten offenbart.

Das Rechnungsjahr 1941

Woß_, im ordentlichen Hausball mit einem Ueberschuß (einschließlich von Kasseneinnahmeresten ufw.) von 683 054,05 RM. ab, nachdem bereits 415 226 RM. zur Deckung von Ausgaben Des außer­ordentlichen Haushalts 1940 aus dem ordentlichen Haushaltsplan 1941 übertragen worden waren. Mit dem Vorrat von 683 054,05 RM. hatte der Haushaltsplan 1941 einen guten Ausgangspunkt. Aon diesem Bettag wurden von vornherein 200 000 RM. 3ur Deckung außerordentlicher Ausgaben im Haushaltsjahre 1941 vorgesehen. Zum Ausgleich von Fehlbeträgen im ordentlichen Haushalt wurden aus Dem erwähnten Ueberschuß 420 000 RM. bereit­gestellt.

Die günstige Gestaltung der Einnahmen im Ver­laufe Des Rechnungsjahres 1941 und die kriegsbe- Dmgte Begrenzung der Arbeiten auf vielen Ge- bieten des städtischen Wirkens führten dazu, daß die Haushallsrechnung für 1941 in sich ohne Fehl­betrag abgeschlossen werden konnte, so daß es snöglich war, den aus dem Vorjahre übernommenen incft in voller Höhe auf Das Jahr 1942 zu über­tragen. Von Den für Den außerordentlichen Haus­haltsplan 1941 bereitgestellten 200000 RM. waren nur etwa 11500 RM. zur Deckung von Ausgaben zu Lasten des Vorjahres in Anspruch zu nehmen, wahrend die übrigen außerordentlichen Ausgaben im Rahmen Des Haushaltes gedeckt werden könn­en. Einige Einnahmenreste tm außerordentlichen Haushallsplan 1941, Die zweckgebunden sind, waren in den außerordentlichen Haushalt für 1942 zu übertragen. Es handelt sich hierbei um Bettüge für

einem Koffer mit Medikamenten im Werte von über einer Million Lewa nach der Türkei gelangen wollte, führte zur Aufdeckung dieses jüdischen Fäl- scherneftes.

Attentatspläne gegen antichinesische Beamte aufgedeckt.

Nanking, 12. Mai. (DNB. Funkspruch.) In Hangtschau, Der Hauptstadt Der Provinz Tsche- kiang, wurden elf verdächtige Personen verhaftet, Die kurz zuvor aus dem unbesetz­ten Gebiet in Die Stadt gekommen waren. Die Un­tersuchung bestätigte, daß sie hohe Beamte Der nationalchinesischen Regierung er« morDen und einen Aufstand anzetteln wollten. Auch Waffen wurden bei Den Feftgenommenen ge­funden.